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BMW X1, Halbseitenansicht von vorn, stehend, atlanticgrau Foto © BMW
Artikel
Konfigurator-Test und Preis-Check

BMW X1 (2017): Alles, was wirklich rein muss!

Ein Premium-SUV mit genialer Performance und ohne viel Schnickschnack? Wir haben den BMW X1 auf die Probe gestellt.

Konkurrenten: Audi Q3, VW Tiguan, Ford Kuga, Mercedes GLA, Nissan Qashqai, Honda CR-V und Mazda CX-3

BMW X1 F48 - das aktuelle Kompakt-SUV-Modell

Der BMW X1 F48, der bereits 2015 die Nachfolge des BMW X1 E84 angetreten hat ist immer noch das aktuellste Modell der Kompakt-SUV-Serie. Für uns stellt sich nun die Frage, ob er der Marke BMW - und dem damit verbundenen Preisschild - gerecht wird.

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carwow BMW X1
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So ähnlich ging es vor einiger Zeit einem guten Bekannten, der nach einem neuen Wagen Ausschau hielt. Als junger Manager im ostbayerischen Technologie-Gürtel zwischen Passau, Dingolfing und Regensburg ist er ständig auf der A3 unterwegs, pendelt täglich von Büro zu Büro, von Kunde zu Kunden. Wie viele Kilometer er dabei herunterrollt, ist immens. Dazu kommt der Stressfaktor Autobahn, die Enge der Sommerbaustellen, der rasche Wechsel zwischen freier Bahn und zähflüssigem Verkehr. Wer die Situation auf der A3 kennt, weiß, wovon hier die Rede ist.

Zweifelsfrei ist das Auto meinem Bekannten mit der Zeit zum zweiten Wohnzimmer geworden. Und drittens will man als jemand in einer höheren Position natürlich auch zeigen, wie es um die eigenen Wertigkeiten steht und welchen Status man vertritt. Keine Frage: Das neue Auto sollte das Prädikat "Premium" erfüllen. Zudem solle es sparsam sein und auch in puncto Komfort und Sicherheit ein Höchstmaß an Standards erfüllen. Der Neuwagen als Imageträger und verlässliches Utensil zugleich. Und eben da ging es in unserem Gespräch auch um den BMW X1.

BMW X1, Halbseitenansicht von vorn, fahrend, grau metallic
Foto © BMW

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BMW X1: 2017 als Jahr der "Motorenwende"

Der bayerische Autobauer brachte die zweite Generation des BMW X1 2015 unter der Typenbezeichnung F48 auf dem Markt. Davor war es schon dem BMW E48 als der ersten Ausgabe des X1 gelungen, seit seinem Erscheinen im Jahr 2009, zahlreiche Fans für sich zu gewinnen und einen kleinen Kult um sich zu entfachen. An diesen Erfolg konnte die Neuauflage anknüpfen. Sie musste sich bislang auch keinem Facelift unterziehen. Als einzigen Einschnitt könnte man eine Modifizierung im Motoren-Programm nennen, die für den BMW X1 2017 erfolgte. Dabei ist der 136 PS-fähige sDrive18i-Antrieb einer 140 PS-starken Geschwistervariante gewichen. Zudem wurde die Benzinerpalette noch um den sDrive20i mit seinen 192 PS erweitert. Bei den Dieseln hat man noch im selben Jahr den xDrive20d mit 190 PS und Allrad nachgereicht. Damit wäre das Motorensortiment so komplett, wie es sich für den aktuellen BMW X1 2018 wie folgt darbietet:

BMW X1: Preis-Liste und technische Daten der Motoren

BMW X1, Detailansicht Motor, BMW X1 xDrive25i
BMW X1 xDrive25i - Foto © BMW

BMW X1 Benziner-Antriebe:

  • sDrive18i: 103 kW/140 PS, Verbr.: 5,8 l/100km, 6-Gang-Schaltgetriebe – ab 32.350 €            
  • sDrive20i: 141 kW/192 PS, Verbr.: 6,0 l/100km, 7-Gang-DSG – ab 37.400 € 
  • xDrive20i (Allrad): 141 kW/192 PS, Verbr.: 6,2 l/100km, 8-Gang-Automatik – ab 39.650 €    
  • xDrive25i (Allrad): 170 kW/231 PS, Verbr.: 6,3 l/100km, 8-Gang-Automatik – ab 45.150 €

BMW X1 Diesel-Antriebe:

  • sDrive 18d: 110 kW/150 PS, Verbr.: 4,6 l/100km, 6-Gang-Schaltgetriebe – ab 34.800 €          
  • xDrive 18d (Allrad): 110 kW/150 PS, Verbr.: 5,0 l/100km, 6-Gang-Schaltgetriebe – ab 36.800 €
  • xDrive 20d (Allrad): 140 kW/190 PS, Verbr.: 4,8 l/100km, 8-Gang-Automatik – ab 42.200 €
  • xDrive 25d (Allrad): 170 kW/231 PS, Verbr.: 5,1 l/100km, 8-Gang-Automatik – ab 44.900 €

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BMW X1 sDrive18i oder sDrive18d? - Der erste Schritt im Konfigurator

Wie gesagt, wollen wir, dass unser BMW X1 drei Dinge erfüllt. Dazu gehört neben der Performance und dem Equipment natürlich auch ein veritables Verhältnis zwischen Leistung und Verbrauch. Legt man dabei das genannte Beispiel unseres Jungunternehmers zugrunde, der geschäftlich sehr oft auf vollgestopften Autobahnstrecken unterwegs ist, dann scheiden dabei Maximalkraft und Höchstgeschwindigkeit als oberste Kriterien in der Sache aus.

Vor allem für Vielfahrer hat sich immer ein Dieselantrieb gelohnt. Nun ist es aber so, dass bekanntermaßen auch BMW nicht gerade heil aus dem Abgasskandal herausgekommen ist. Der Diesel wurde in der Folge gescheut wie das Weihwasser vom Teufel. Trotzdem, so denken wir von Driven!, darf man mittlerweile wieder einiges an Vertrauen in die Selbstzünder legen. Beim BMW X1 sind es der sDrive18d (150 PS) und der starke xDrive20d (190 PS), die die anspruchsvollen Maßgaben der Abgas-Norm Euro 6d-TEMP erfüllen und also absolut sicher vor Fahrverboten sind. Von beiden kommt uns das 150 PS-Aggregat am ehesten entgegen, wenn man bedenkt, dass auf vielfrequentierten Autobahnen mit deren Baustellen ein brachiales Ausfahren der Maschine ohnehin kaum möglich ist. Zweifelsohne rentiert sich hier wohl eher etwas Gemäßigteres. Der sDrive18d käme allein schon deshalb für uns am ehesten infrage. 

Bevor wir uns aber festlegen, möchten wir noch auf die Benziner schauen. Wie stünde es prinzipiell um das Ottomotor-Pendant sDrive18i? Es verfügt über ein Drehmoment von 220 Nm und schafft den Standsprint von 0 auf 100 in 9,6 Sekunden. Das sind immerhin um 0,4 Sekunden mehr als beim sDrive18d mit seinen 330 Nm. Die Höchstgeschwindigkeit von 205 km/h schaffen aber beide gleich gut. Weiterer Nachteil des Benziners: 10 PS weniger und dafür (natürlich) durstiger! Um 1,2 Liter schluckt er nämlich kombiniert mehr Sprit auf die 100 km. Für Vielfahrer und Berufspendler empfehlen wir also den BMW X1 sDrive18d mit tolerablen 150 PS, 6-Gang-Schaltgetriebe und 4,6 l/100km kombinierten Spritverbrauch. Wir starten im Konfigurator also bei einem Preis von 34.800 Euro.

Galerie I: Außenansichten des BMW X1

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Galerie II: Innenansichten des BMW X1

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BMW X1: Preis und Inhalt der Ausstattungsvarianten

Im zweiten Schritt unseres Konfigurator-Checks wollen wir wissen, welchen Inhalt die einzelnen Modellvarianten schon serienmäßig mitbringen. Geht man den BMW X1-Konfigurator durch, fällt zunächst auf, dass man im Programm auf der Firmen-Homepage erst ein bisschen suchen muss, um auf die grundlegende Standardausstattung des Basismodells zu kommen. Passt man nicht auf, wird man fast automatisch auf eines der vier höherwertigen Modelle verwiesen: BMW X1 "Advantage", "xLine", "Sport Line" oder "M Sport". Das Basismodell hingegen trägt keinen eigenen Namen. Trotzdem ist das BMW X1-Konfigurieren als "Rohfassung" möglich. Hier im Driven!-Check interessiert uns als erstes mal eben diese Grund- oder Standardausstattung des Basismodells. Auf ihr bauen die anderen vier Modellvarianten schrittweise auf. Welche davon hat das Zeug, um uns zu überzeugen? Fest steht: bloßen Schnickschnack wollen wir uns nicht andrehen lassen. Für uns zählt handfester Mehrwert! 

Die BMW X1-Standardausstattung im Basismodell

Die serienmäßige Ausstattung des BMW X1-Basismodells umfasst 17-Zoll-Leichtmetallräder (17"LMR V-Speiche 560), die Klimaanlage, Nebelscheinwerfer, das Radio mit 6,5-Zoll-Display, die Reifendruckanzeige und den Regensensor. Das Multifunktionslenkrad erlaubt die Steuerung fast aller Funktionen, deren Bedienungen sonst üblicherweise in der Amaturentafel verbaut sind. Die Interieur-Leisten sind in Oxidsilber gehalten, die Akzentleiste kommt in hochglänzendem Schwarz.

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Das ist schon mal eine Menge. Doch hätten wir bei einem derart hochbewerteten Wagen wie dem BMW X1 auch gar nichts Geringeres erwartet als so grundsätzliche Dinge wie Klimaanlage und Nebelscheinwerfer. Bemerkenswerter sind dagegen einige Elemente, mit denen das Premium-SUV noch zusätzlich auffährt und damit seinem Prädikat ganze Ehre macht. Mit ihnen wissen die Bayern nun wirklich zu punkten: Der intelligenter Notruf-Service übermittelt bei einem Umfall sofort alle relevanten Informationen an eine zentrale Leitstelle. Mehr noch: das Programm wertet die Daten bereits unmittelbar nach dem Unfall aus und bereitet die Einsatzkräfte auf eventuelle Rettungs- und Bergungsaktionen vor. Das System ist stets einsatzbereit - auch im Ausland!

Der X1 ist darüber hinaus mit dem BMW TeleServices ausgestattet, das über den individuellen Zustand des Fahrzeugs wacht, egal ob Ölwechsel, abgenutzte Bremsen oder schwache Batterie. Durch die Funktion wird der Service-Partner informiert und schon im Vorab auf die Mängelbehebung am Wagen vorbereitet. Finden wir prima! Alleinige Voraussetzung dafür ist die Registrierung im BMW ConnectedDrive Portal.

Ebenfalls eine coole Geschichte: Die BMW ConnectedDrive Services für aktuelle Nachrichten und die Wetterprognose per News-App, die Online-Suche und zum Checken der E-Mails. Dazu kommt eine Länderinfo-App für alle wichtigen Reise-und Verkehrstipps im Ausland. Abgerundet wird das Standardprogramm im BMW X1-Grundmodell noch mit dem Remote Service, durch den sich das Fahrzeug per Smartphone- oder Smartwatch-App orten, überprüfen und teilweise auch funktional steuern lässt. Klimaanlage oder Standheizung können damit beispielsweise schon im Vorab aktiviert werden. Das ist nun wirklich nobel für ein einfaches Basismodell. Kein Wunder, dass dessen Startpreis mit der geringsten Motorisierung bereits bei 32.350 Euro liegt.

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BMW X1 "Advantage"

Die nächsthöhere Variante des BMW X1 firmiert unter dem Namen „Advantage“ und baut inhaltlich wie preislich auf dem Basismodell auf. Preislich, da es 1.450 Euro mehr kostet als jenes. Inhaltlich, weil es folgende Elemente zusätzlich mit sich bringt: Parksensoren (Park Distance Control - PDC) für den Heckbereich, die 2-Zonen-Klimaautomatik und die Geschwindigkeitsregelung mit Bremsfunktion. Die automatische Heckklappenbetätigung gehört ebenfalls zur Serie. Dieses oftmals echt praktische Feature funktioniert über die Funkfernbedienung oder verschiedene Taster am oder im Wagen. Der Startpreis des BMW "Advantage" liegt bei 33.800 Euro.

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BMW X1 "Sport Line"

Zur nächsthöheren Ausstattungsstufe: Die BMW X1 "Sport Line"-Variante kommt serienmäßig auf 18-Zoll-Leichtmetallrädern (18" LMR Doppelspeiche 568), mit Sportsitzen und dem Sportlenkrad. Dass der X1 hier vor allem im Bereich des Stylings aufgewertet ist, zeigt sich auch im bereits verbauten Lichtpaket, einem Bündel aus Lichtelementen für Ambiente und Komfort wie Türgriff-, Vorfeld-, Türspiegel- und Ausstiegsbeleuchtung. Besonders charakteristisch für dieses Modell sind die schwarzen Interieurleisten zusammen mit einer Hochglanz-Akzentleiste in Korallrot matt. Diese Ausführung ist übrigens typisch für BMWs in der "Sport Line"-Ausstattungsstufe, sozusagen ein selbstbewusstes Merkmal innerhalb der Marke. Wohlgemerkt lassen sich diese Zusätze aber auch in sehr ähnlicher Art für den BMW X1 "Advantage" zurüsten! Überschlägt man rechnerisch, käme uns das sogar spürbar günstiger, wären da nicht noch die LED-Scheinwerfer mit Abbiegelicht als einziges funktional wirklich hochwertiges Feature in der "Sport Line"-Variante. Eigentlich mit 990 Euro veranschlagt, sind sie hier ebenfalls schon mit von der Partie. Wie dem auch sei: In unsere Kaufentscheidung wird diese Überlegung später sicher noch miteinfließen! Der Startpreis des BMW X1 "Sport Line" beginnt ab 36.900 Euro und beträgt somit durchgehend um 3.100 Euro mehr gegenüber dem "Advantage".

Innenansicht BMW X1, Cockpit, Sport Line
Typisch für den BMW X1 "Sport Line" ist die markante Hochglanz-Akzentleiste in Korallrot matt. - Foto © BMW

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BMW X1 "xLine"

Zur Serie der "xLine"-Ausführung gehört die hochwertige 18"LMR Y-Speiche 569. Das Modell kommt zudem mit Unterfahrschutz und Sitzen in der Stoff-/Lederkombination 'Cross Track' Granitbraun/Schwarz. Die Interieurleiste ist in "Pearl dunkel" und die Akzentleiste in "Perlglanz Chrom" gehalten. Exterieurumfänge und Dachreling sind in Aluminium satiniert. Wie auch im "Sport Line"-Modell sind im BMW X1 "xLine" das Lichtpaket und das Multifunktions-Sportlenkrad schon mitverbaut, ebenso wie die LED-Scheinwerfer mit Abbiegelicht. Der Serie fehlen immerhin die Sportsitze, die sich jedoch bei Bedarf für 490 Euro extra dazu konfigurieren lassen. Gerade einmal 250 Euro trennen es vom BMW X1 "Sport Line"-Modell. Dazu muss man aber auch sagen, dass nichts an funktionalen Features dazukommt. Klartext: Der BMW X1 "xLine" ist vorwiegend auf Styling getrimmt. Und Achtung! Der Top-Benziner xDrive 25i mit seinen 231 PS ist für diese Modellvariante nicht erhältlich! Wer darauf nicht verzichten kann, sei also vorgewarnt. Für alle weiteren Antriebe gelten keine Einschränkungen. Startpreis des X1 "xLine"? 37.150 Euro in der geringsten Motorisierung.

BMW X1, Innenansicht der "xLine"
Der BMW X1 "xLine" kommt für knapp 2.000 Euro innen in Leder "Dakota“ mit der Perforierung "Mokka". Interieurleiste in Edelholzausführung "Eiche Maser matt". Die Akzentleiste ist serienmäßig in charakteristischem "Perlglanz Chrom" gehalten. - Foto © BMW

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Das Top-Modell BMW X1 "M Sport"

Gegenüber dem BMW X1 "xLine" ist das Topmodell "M Sport" preislich um 1.600 Euro höher angesiedelt. Dafür fährt es tüchtig auf - und das im wahrsten Sinne des Wortes: M Aerodynamikpaket, M Sportfahrwerk, M Multifunktions-Lederlenkrad und M Einstiegsleisten (vorne) sind exklusive Elemente der BMW-Motorsportabteilung und ganz auf ultimatives Fahrerlebnis angestimmt. Dazu kommt, dass die Lackierungsfarbe des Modells in freier Wahl schon im Preis mit inbegriffen ist! Im BMW X1 "M Sport" nehmen sich die Interieurleisten im - für das Modell charakteristischen - Alu Hexagon-Design aus und die Akzentleiste kommt in "Blau matt". 

BMW X1, Vollausstattung mit M Sport-Paket
Vollausstattung mit M Sport-Paket. - Foto © BMW

Äußerlich unterscheidet sich der BMW X1 "M Sport" wesentlich von den vier niederen Varianten: Die Optik der Front wirkt alleine schon wegen der erweiterten Lufteinlässe dynamischer und dominanter. Die Farbenpalette ist auf lediglich sechs Optionen beschränkt, das "Estoril Blau Metallic" ist ohnehin bloß dem "M Sport"-X1 vorbehalten (s. Farben). Schließlich wir das sportlich-exklusive Gesamtbild der Top-Ausführung zusätzlich noch selbstbewusst unterstrichen durch die "BMW Individual Hochglanz Shadow Line": Fensterschachtabdeckung, Zierleisten-Seitenrahmen, Spiegeldreieck, Spiegelschwert, Außenspiegelrahmen, Dachreling und die C-Säulen-Blende sind hier in hochglänzendem Schwarz gehalten. In der geringsten Motorstufe geht es für den BMW X1 "M Sport" erst ab üppigen 38.750 Euro Startpreis los!

BMW X1 M Sport, Halbseitenansicht von vorn, stehend, blau
Exklusivität mit deutlichem Signalgehalt: "Estoril Blau Metallic" nennt sich die ausschließlich der Top-Ausstattung BMW X1 "M Sport" zugestandene Lackierung. - Foto © BMW

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Der Check im Konfigurator: BMW X1 "Advantage" mit sDrive18d 

In unserem BMW X1-Konfigurator-Test entscheiden wir uns für die Ausstattungslinie "Advantage". Warum nicht höher? Beim Durchgehen der einzelnen Modelle ist uns aufgefallen, dass eben diese Variante für unsere Zwecke am meisten bietet. Gegenüber der Basisausstattung ist der BMW X1 "Advantage" noch durch zusätzliche funktionale Features angereichert, wie beispielsweise die hinteren Parksensoren, die 2-Zonen-Klimaautomatik oder die Geschwindigkeitsregelung mit Bremsfunktion. Zugegeben, wir hätten ja eigentlich erst mit dem BMW X1 "Sport Line" geflirtet, doch haben wir gesehen, dass sich seine Zusatzelemente, wie das beheizbares Lederlenkrad oder die Sportsitze, auch für das "Advantage"-Modell noch zurüsten lassen. Zwar kämen uns all diese für den "Advantage" in der Summe teurer - und das um mindestens 390 Euro. Aber da uns vor allem die LED-Scheinwerfer mit Abbiegelicht interessieren, können wir auf das übrige Styling-Klimbim von "Sport Line" nun wohl eher verzichten und nehmen stattdessen das Feature später als Einzeloption gegen die 990 Euro Aufpreis mit auf die Rechnung unseres X1 "Advantage". Der X1 "Sport Line" dagegen ist insgesamt für den individuellen Geschmack bestimmt, für das gewisse Etwas. Er dient eher einem Gefühl. Das Bekenntnis zum BMW X1 "Advantage" mit dem BMW sDrive18d-Motor bringt uns an der Stelle im Konfigurator-Test auf die Zwischensumme von 36.250 Euro.

BMW X1, Interieur, Cockpit mit Sportsitzen
Wohl eher eine Sache des individuellen Gefühls: Der BMW X1 mit "Sport Line"-Ausstattung. Wir entscheiden uns darum für den günstigeren "Advantage". Für diesen lassen sich nämlich die Sportsitze als Einzeloption zurüsten. - Foto © BMW

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carwow BMW X1
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BMW X1: Farben und Lackierungen

Es geht nun an die Außenfarben: Der BMW X1-Konfigurator stellt uns dafür zwölf Lackarten zur Wahl. "Schwarz Uni" ist gratis, die Grundfarbe aller Modellvarianten - bis auf "M Sport". Der Top-X1 hat auch hier seine Eigenheiten. Nicht bloß, dass er "Alpinweiß Uni" zur Grundfarbe hat. Es stehen bei ihm lediglich fünf statt elf Alternativ-Lackierungen im Angebot, als wollte er uns damit sagen: "Ich bin was Besonderes! Bei mir läuft es anders!" Na, so anders dann wohl auch wieder nicht! Denn alle weiteren Lacke kosten bei ihm ebenfalls extra, genauer gesagt: 700 Euro extra. Ebenso wie bei den übrigen Modellvarianten. Alleine das "Alpinweiß Uni" ist bei denen mit 250 Euro um etwas günstiger zu haben. 

BMW X1, Halbseitenansicht von vorn, stehend, blau
Zwölf Lackfarben stehen dem bayerischen Premium-SUV zur Verfügung: Der BMW X1 in "Mediterranblau Metallic". - Foto © BMW

Die Frage nach der "richtigen" Lackierung ist natürlich wieder fast reine Geschmackssache, wenn nicht gar eine "Glaubensfrage". Letztendlich entscheidet jeder selbst darüber. Eine "Glaubensfrage" ist es schon alleine deshalb, weil das elegante "Estoril Blau Metallic" nur für den BMW X1 "M Sport" reserviert ist. Das sichert den Wiedererkennungswert des Top-Modells, spricht aber gleichzeitig die elitäre Sprache der Exklusivität: Seht, ich bin der Super-X1! Ob das Signal dann auch so ankommt, steht sicherlich auf einem anderen Blatt. Wir jedenfalls geben unserem BMW X1 "Advantage" ein strahlendes "Mineralweiß Metallic": klassisch-zeitlos, frisch und dem X1 wie auf das Blech geschneidert. 700 Euro kommen in den Pott!

BMW X1, Halbseitenansicht von vorn, stehend, weiß
Der BMW X1 in "Mineralweiß Metallic". - Foto © BMW

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BMW X1: Preis-Beispiele bei Extras und Sonderausstattung

Innen mutet unser BMW X1 "Advantage" noch sehr karg an. Die Serienausstattung ist in Stoff 'Grid' Anthrazit gehalten, eine eher trübe Angelegenheit. Als eine Alternative stünde "Stoff 'Race' Anthrazit/Akzent Grau Schwarz" zur Verfügung - gegen 490 Euro Aufpreis. Überzeugt? Nicht so wirklich. Sitzbezüge in schwarzem Leder 'Dakota' gibt es erst für 2.130 Euro. Etwas happig, aber da wir ja auf die "Sport Line"-Ausstattungslinie ohnehin verzichtet haben, möchten wir uns das jetzt gönnen. Schließlich wäre auch der BMW X1 "Sport Line" in seiner Grundform noch eher spartanisch gewesen, weswegen wir auch in dem Fall noch hätten erweitern müssen. Eines erleichtert uns die Entscheidung noch zusätzlich: In der 'Dakota'-Leder-Option ist die Sitzheizung für Fahrer und Beifahrer schon mit dabei, die uns ansonsten alleine schon 330 Euro kosten würde. Ebenfalls mit drin: das Sport-Lederlenkrad, das als Einzel-Feature immerhin bei 110 Euro veranschlagt ist. Ein kleines Paket also, von dem wir uns schließlich überzeugen lassen.

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Innenausstattung genug? Nun ja, wir hätten uns da noch ein bisschen mehr vorgestellt. Die Interieurleisten in der Edelholzausführung "Fineline Stream" und mit den Akzentleisten in "Perlglanz Chrom" haben es uns angetan. Kosten: 450 Euro. Beim BMW X1 "Sport Line" wären diese übrigens um 150 Euro günstiger zu haben. Wie dem auch sei: Sie gefallen uns sehr, allein, sie passen nicht recht zur "Mineralweiß Metallic"-Außenfarbe unseres X1 "Advantage". Wir entscheiden uns stattdessen für die Interieurleisten "schwarz hochglänzend mit Akzentleisten Perlglanz Chrom". Macht bloß 150 Euro extra. Die günstigste Lösung, aber für das Gesamtbild unseres BMW X1 auch die eleganteste! Als dritte Alternative würden lediglich noch die Interieurleisten "Aluminium Längsschliff fein mit Akzentleisten Perlglanz Chrom" für 290 Euro im Konfigurator-Angebot stehen. Das Metall ist uns aber einfach viel zu dominant!

Ein spannender Konfigurator-Punkt sind wieder mal die Paket-Optionen, die ja bekanntlich damit punkten wollen, dass sie als abgestimmte Feature-Bündel spürbare Preisvorteile mit sich bringen. Im BMW X1-Konfigurator werden uns drei davon präsentiert: Das "Entertainment-Paket", das "Business-Paket" sowie das "Exklusiv-Paket". Ist wirklich drin, was draufsteht? Schauen wir auf die Listung! Dahinter, in Klammern: der Preis als Einzel-Feature beim BMW X1 "Advantage"...

Entertainment Paket - 1.250 Euro

  • DAB-Tuner (250 Euro)
  • Harman Kardon Surround Sound System (790 Euro)
  • CD-Laufwerk (100 Euro)
  • Apple CarPlay Vorbereitung (300 Euro)

Man sieht: 1.440 Euro als Einzelpreis-Summe stehen einem Paketpreis von 1.250 Euro gegenüber. Eine Ersparnis von immerhin 190 Euro. Ok, schauen wir uns das nächste Paket an...

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Business Paket - 1.790 Euro

  • Lordosenstütze für Fahrer und Beifahrer, elektrisch in der Höhe verstellbar (280 Euro)
  • Sitzheizung für Fahrer und Beifahrer (330 Euro)
  • Innenspiegel automatisch abblendend (170 Euro)
  • Navigation: Navigationssystem mit iDrive-Bedienkonzept. Anzeige im 6,5'' hochauflösendem Farbbildschirm (1.290 Euro)

Wohlgemerkt: Wir haben die Sitzheizung schon mit drin! Sie ist ja oben bereits automatisch zu unserer "Dakota"-Lederausstattung dazugekommen. Interessant ist nun, ob das der BMW-Konfigurator auch erkennt, oder ob er uns die 330 Euro hier noch zusätzlich mit anrechnet. Ergebnis: Er tut es nicht! Kein Grund zum Stirnrunzeln also! Ja, er stellt uns in dem Fall nur die 1460 Euro für das Business-Paket in Rechnung, die es dann auch tatsächlich kostet. Merke: Wer vorher schon sagt: "Sitzheizung? Hab ich schon! Ich zahl doch nicht doppelt!", der schlägt gleichzeitig den wirklichen Preisvorteil des Pakets im Vorfeld aus. Ein Fehler! Denn der liegt auch hier konstant bei 280 Euro! Oder anders herum betrachtet: Die Lordosenstütze (280 Euro) kriegt man damit quasi geschenkt! Ein fast schon unverzichtbarer Bestandteil auf langen Fahrten und für Berufsvielfahrer. Sie entlastet die Wirbelsäule durch ein stufenlos regulierbares Luftkammersystem, das für eine orthopädisch perfekte Sitzhaltung sorgt. Insofern wird der Paket-Name tatsächlich seinem Eigenanspruch gerecht! Es lauert außerdem keine Kostenfalle! Wählen wir also für unseren BMW X1!

Was ist mit dem dritten Paket? Kann man bei ihm ebenfalls von Preisvorteilen sprechen? Rechnen wir es durch!

Exklusiv-Paket - 2.700 Euro

  • BMW Individual Dachhimmel anthrazit (250 Euro)
  • Sonnenschutzverglasung (350 Euro)
  • Sitzverstellung elektrisch, für Fahrer und Beifahrer mit Memory-Funktion für Fahrersitz (950 Euro)
  • Panorama-Glasdach (1.250 Euro)

Macht 2.800 Euro in der Summe. Paket-Vorteil: 100 Euro! Bloß 100 Euro? Da kann etwas nicht stimmen! Denn normalerweise erhöht sich der Paket-Vorteil mit seinem Preis. Und tatsächlich werden wir fündig: Was nämlich nicht explizit erwähnt wird, ist, dass die Lack-Wahl im Exklusive Paket frei und gratis ist! Klartext: Egal, welche Farbe wir für unseren BMW X1 "Advantage" nehmen, sie wird uns damit im Nachhinein nicht in Rechnung gestellt! Es würden uns die 700 Euro Aufpreis für unser "Mineralweiß Metallic" erspart bleiben. Der wahre Kostenvorteil des Exklusiv-Pakets liegt also bei (bis zu) 800 Euro anstatt bloß 100 Euro!

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Im X1 "Sport Line" schon mit drin, im "Advantage" noch aufpreisig: die LED-Scheinwerfer mit Tagfahr- und Positionslicht in den Lichttuben des Hauptscheinwerfers. - Foto © BMW

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Was noch? Natürlich wollen wir für unseren BMW X1 "Advantage" die LED-Scheinwerfer mit Abbiegelicht haben. Wie oben schon gesagt, wären sie in der BMW X1 "Sport Line"-Variante eigentlich schon serienmäßig mit drin gewesen. Da wir diese Konfiguration aber ausgeschlagen haben, werden jetzt die 990 Euro für das Feature fällig. 

Was können wir noch mit reinpacken? Das Angebot ist ziemlich reichhaltig! Überschlagen wir lieber erst einmal den bisherigen X1-Konfigurator-Preis und schauen dann weiter: Wir stehen gerade bei 41.530 Euro. Na, ein bisschen was geht noch. Es handelt sich beim BMW X1 schließlich um ein Premium-Gefährt. Wir wollen uns aber bei 43.500 Euro eine gedankliche Grenze setzen. Nun denn! Innen ist er ja schon sehr passabel. Wie steht es aber um das Thema Sicherheit? Fünf Elemente stünden noch zur Auswahl. Davon muss das Assistenzsystem Driving Assistant noch unbedingt mit in unseren SUV! Eine Kamera erfasst dabei durchgehend die Fahrbahnmarkierungen, warnt vor deren ungewolltem Überschreiten und vorm Verlassen der Fahrbahn. City-Auffahrwarnung und der präventive Fußgängerschutz sind ebenfalls Bestandteile des Features, für das 650 Euro Aufpreis veranschlagt werden. Eine erweiterte Form des Sytems, der Driving Assistant Plus, würde noch mehr Sicherheitselektronik mitbringen, aber auch einen höheren Aufpreis von 1.120 Euro.

Rückfahrkamera? Ja, bitte! 400 Euro werden dafür fällig. Und da wir bis zum Erreichen unserer gedanklich gesetzten Schmerzgrenze noch knapp 1.000 Euro Puffer haben, holen wir uns noch einmal unser Jungmanager-Beispiel aus der Einleitung ins Gedächtnis: Was braucht jemand noch unbedingt, der geschäftlich derart viele Kilometer Autobahn herunterrollt. Unser BMW X1 soll ein SUV werden, in dem man sich in Anbetracht solcher Strecken geborgen und auch ein klein wenig "zuhause" fühlen kann. Wir entscheiden uns daher noch für das exklusive Harman Kardon Surround-Sound System. Es schlägt mit 790 Euro zu Buche, bringt aber Premium-Klang in unser Premium-SUV. Und da wir noch von der mittlerweile alten CD-Sammler-Sorte sind, lassen wir uns noch das Laufwerk für unsere Silberscheiben verbauen - gegen 100 Euro. Ziehen wir also Bilanz: Wo sind wir angekommen?

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Fazit zum BMW X1: Preis-Ergebnis im Konfigurator

Nun, wir sind zunächst die Motoren durchgegangen und haben befunden, dass uns der sDrive18d-Diesel mit seinen 150 PS genügen dürfte. Diesel deshalb, weil dieses Agreggat die äußerst strenge Euro 6d-Temp-Norm erfüllt und zudem noch recht sparsam ist. 150 PS, weil wir bei unserem Eingangsbeispiel davon ausgegangen sind, dass unser X1 vor allem auf Autobahnen mit vielen Streckenbaustellen unterwegs sein könnte. Mehr Pferde wären hier nicht unbedingt sinnvoll. 

Nach kurzem Hin und Her haben wir uns für die Ausstattungsvariante BMX X1 "Advantage" entschieden. Es ist zwar bloß die zweitniedrigste Stufe von insgesamt fünf, bring aber verglichen mit dem Basismodell mehr Funktionalität mit, wohingegen eins drüber, beim BMW X1 "Sport Line", eben das sportive Lifestyle-Gefühl im Vordergrund steht. Ein deutlich erkennbarer funktionaler Mehrwert ist dabei - bis auf die LED-Scheinwerfer - nicht gegeben. Und diese haben wir für unser "Advantage"-Modell auch noch später dazugerüstet!

BMW X1, Halbseitenansicht von vorn, fahrend, weiß
So sieht er aus: Unser Driven!-BMW X1 "Advantage" in "Mineralweiß Metallic". - Foto © BMW

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Von den drei für die "Advantage"-Version angebotenen Paketen schien uns das "Business-Paket" so viel an nützlichem Mehrwert zu bringen, dass wir es beim BMW X1-Konfigurieren dazugenommen haben. Die 1.790 Euro Investition haben uns einen Preisvorteil von 280 Euro eingebracht. Außerdem wäre uns das "Business-Paket" in den Ausstattungslinien BMW X1 "Sport Line" oder BMW X1 "xLine" genauso teuer gekommen. Damit haben wir also gewiss keinen Fehler gemacht. 

Ein paar Extras haben wir noch dazugenommen: die Rückfahrkamera, das exklusive Harman Kardon Surround-Sound System, das CD-Laufwerk und den Driving-Assistant für mehr Fahrsicherheit. Schließlich noch die LED-Scheinwerfer und, nicht zu vergessen, das hochwertige Leder-Interieur und das "Mineralweiß Metallic" als hochwertige Lackierung. Insgesamt sind uns damit 7.370 Euro an Sonderkosten entstanden. Mit dem Rohformat unseres BMW X1 "Advantage" verrechnet, ergibt sich im Konfigurator somit ein Endpreis von 43.470 Euro. Unsere gedankliche Obergrenze von 43.500 Euro hätten wir damit nur minimal überschritten. Wir dürfen aber nicht vergessen, was wir noch so "nebenher" mitbekommen haben: die beheizbaren Fordersitze oder das Navi sind ja noch weitere Beispiele für den Inhalt eines wirklich sehr ansehnlich gelungenen BMW X1. Ein letzter Gedanke: Hätten wir tatsächlich die BMW X1 "Sport Line"-Variante auf ein vergleichbares funktionales Niveau wie unseren "Advantage"-X1 gehievt, wäre uns das - nachgerechnet - um gut 2.000 Euro teurer gekommen. 

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BMW X1: Maße und Abmessungen im SUV-Vergleich

Eins kann man hier gleich festhalten: Entgegen der Annahme, dass ein BMW X-Modell mit niedrigerer Nummerierung auch automatisch kleiner sein muss, ist der BMW X2 (F39) in mancherlei Hinsicht der "geringere" im Vergleich zum X1. "Geringer", so nannte es mir gegenüber erst kürzlich ein KfZ-Mechaniker, und der Begriff trifft es offenbar sehr gut! Damit ist aber nicht gemeint, dass der BMW X2 Qualitäten hätte, die ihn hinter sein Geschwistermodell zurücktreten lassen. Nein, eher im Gegenteil. Es liegt wohl in der Geschichte der BMW-Segment-Modelle begründet, dass ausgerechnet der BMW X1 in einiger Hinsicht die wuchtigere Rolle spielt. Denn das 4,44 x 1,82 x 1,61 Meter abmessende BMW SUV X1 war - und hier liegt die Nummernabfolge wiederum richtig - von beiden das erste, das in die Entwicklung ging und 2015 auf dem Markt erschien. Wohl war man sich damals noch darüber uneins, wohin der Größentrend im Crossover-Bereich sich hinbewegen würde, denn als man dann 2017 den BMW X2 nachschob, umfasste der 4,36 x 1,82 x 1,53 Meter in Länge, Breite und Höhe und fiel damit um 8 Zentimeter wahrnehmbar kürzer aus als sein älterer Bruder.

BMW X1, Seitenansicht, fahrend, atlanticgrau
Foto © BMW

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Zwar gibt es beim Radstand mit seinen 2670 mm keine Unterschiede zwischen den beiden, doch betrifft das "Geringere" des X2 ebenso sein Leergewicht von 1470–1675 kg. Verglichen mit dem BMW X1, der in diesem Punkt 1505–1650 kg auf die Waage bringt, sind das von der Basismasse her 35 kg weniger, eben auch "geringer". Trotzdem darf man sich nicht täuschen lassen: im Durchschnitt berechnet, ist der X2 sogar um 5 kg schwerer angelegt, da das Spektrum seines angegebenen Leergewichts auch nach oben hin breiter ist. Stellt man BMW X1 und X2 gegenüber, ist es vielleicht noch interessant, festzustellen, dass der X2 noch (etwas) "geringer" im kombinierten Verbrauch ist. Zwischen 0,1-0,2 Liter / 100 km macht das in den Angaben zur eigentlich identischen Motorenpalette der beiden. Ob das nun ausschlaggebend ist für die Kaufentscheidung, wird sich jeder gewiss selbst beantworten müssen.

Als gefährliche Revierrivalen, mit denen sich der BMX X1 auch im wahrsten Sinnen des Wortes messen soll, werden im Auto-Journalismus immer wieder der Audi Q3, der Mazda CX-5 oder der VW Tiguan genannt. Auch der Seat Ateca wird hie und da ins Spiel gebracht, wobei man bei diesem Vergleich schon etwas stutzig werden möchte: Das Seat SUV ist nämlich das größte Segment-Modell im Portfolio der Spanier. Und an das soll der X1 rankommen? Ja! Und jetzt kommt’s: Der Ateca ist dem X1 in seinen Abmessungen nicht nur ebenbürtig, sondern mit 4,36 Metern sogar um 8 cm kürzer als der stolze Bayer! Wir sehen, dass man sich neben der Nummernfolge ebenso wenig von der Marketing-Inszenierung der einzelnen SUV-Modelle täuschen lassen darf! Obwohl der Seat Ateca mit großer Mächtigkeit auftritt, ist er doch um etwas schmächtiger als der (auch seiner Bezeichnung nach) eher bescheiden wirkende BMW X1. Von den anderen genannten Konkurrenten gelingt es nur dem Tiguan (4,49 m) und deutlich dem CX-5 (4,56 m), dem BMW X1 in puncto Länge den Schneid abzukaufen. Aber auch das muss nicht unbedingt ein Nachteil sein.

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carwow BMW X1
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BMW X1: Kofferraumvolumen und Anhängelast

Ein eher kurzes Kapitel: Erfahrungsgemäß taucht zu den BMW SUV-Modellen auch recht häufig die Frage auf, wieviel in diese "Naturburschen" denn eigentlich so reingeht. Antwort: 505 Liter sind es an Kofferraumvolumen, wobei sich das Gesamtladevolumen durch das Umklappen der Rückbänke auf 1.550 Liter vergrößern lässt. Im Vergleich: Auch hier nimmt sich das Geschwistermodell BMW X2 geringer aus, das 470 l im Gepäckraum fasst und 1.355 l inklusive Sitzbereich.

BMW X1, Halbseitenansicht von hinten, braun
Foto © BMW

Zur Anhängelast: Mit 1.700 bis 2.000 kg wird die Anhängerlast des BMW X1 nur gerinfügig niedriger angegeben wie beim BMW X2 oder X3, bei denen pauschale 2.000 kg genannt werden. Erst ab dem BMW X4 wird die Anhängerlast deutlich höher bewertet, denn der packt mit 2.400 kg beinahe um ein Viertel mehr als seine niederrangigen SUV-Geschwister.  

BMW X1, Frontansicht mit Sportboot, stehend, braun
Foto © BMW

Den BMW X1 kaufen? 2.000 Euro Rabatt dank der Umweltprämie

Gute Nachricht für alle, die sich ein Neuwagen-Modell des BMW X1 kaufen wollen: Der bayerische Autobauer hat seine Umweltprämie 2018 noch bis Ende des Jahres verlängert! Sie gilt noch bis zum 31.12.2018. Um die Prämie von 2.000 Euro zu erhalten, muss man vorher ein Diesel-Fahrzeug in Zahlung geben – egal welcher Marke! Infrage kommen bloß Altfahrzeuge mit Dieselmotoren der Euro-Norm 1 bis 5. Der alte Diesel muss dazu noch mindestens 12 Monate auf den Halter zugelassen sein.

Anders als bei den meisten Herstellern, die noch ihre Umweltprämie 2018 anbieten, ist diese bei BMW modellunabhängig. Klartext: Will man sich einen neuen BMW X1 kaufen, gibt es die 2.000 Euro Kaufrabatt lediglich auf folgende Motorisierungen:

  • sDrive18d 6-Gang Manuell
  • sDrive18d 8-Gang Steptronic (Automatik)
  • xDrive18d 8-Gang Steptronic (Automatik)
  • xDrive20d 8-Gang Steptronic (Automatik)

Beispiel: Da der BMW X1 aus unserem obigen Konfigurator-Test über den sDrive18d verfügen soll, könnten wir nun unseren Altdiesel in Zahlung geben und die 2.000 Euro für den Neuwagenkauf einstreichen. Unser Konfigurator BMW X1 käme uns dann nicht auf 43.470 Euro, sondern bloß noch auf 41.470 Euro. Man sieht: Ein Deal, der sich in manchem Fall sicher lohnen mag!