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VW Tiguan, Frontansicht, fahrend, weiß Foto: VW
Artikel
Konfigurator-Test des Bestsellers

VW Tiguan: Das Master-SUV im Preis-Check

Wir konfigurieren mit dem Volkswagen Tiguan Deutschlands Bestseller und verraten, worauf Ihr bei Paketen und Austattungsvarianten achten müsst

Inhalt:

Mehr:

  • sehr übersichtlich
  • viele Individualisierungsmöglichkeiten
  • gute Offroad-Fähigkeiten
  • Extras können teuer werden
  • Preis-Steigerungen seit Marktstart
  • durstiger Top-Benziner
VW Tiguan, Halbseitenansicht von vorn, fahrend, rot
Foto: VW

VW Tiguan 2019: Super-SUV mit gereiftem Auftritt

Bereits vor dem Marktstart 2016 war klar: Der neue Tiguan ist optisch nicht ganz neu. Sein Auftritt aber ist deutlich erwachsener geworden, selbstbewusster und einen Tick kantiger, das Runde wich dem Eckigen. Der VW Tiguan 2016 bringt seither deutlich mehr Statement auf die Straße als die eher knuffige Vorgängerausgabe. Der Radstand wurde um acht Zentimeter gestreckt, in der Gesamtlänge wuchs das SUV proportional um sechs Zentimeter. Mehr horizontale Linien, eine stark abfallende Motorhaube und modifizierte LED-Scheinwerfer, die jetzt ästhetisch besser in die Front integriert sind, geben dem SUV aus Niedersachsen eine bullige Erscheinung. Wir wollen uns den Musterschüler aus dem Hause Volkswagen einmal näher anschauen. Alleine seine immensen Verkaufszahlen verlangen es regelrecht, dass wir den Tiguan-Preis-Test im Konfigurator machen. Was zahlt man 2019 eigentlich so für diesen Kassenschlager?

VW Tiguan, Grafik in Seitenansicht, Rampenwinkel
Grafik: VW

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VW Tiguan, Halbseitenansicht von hinten, fahrend, rot
Foto © Volkswagen

Der Tiguan 2019: Preis-Niveau und technische Daten der Motoren 

Wie immer möchten wir unseren Preis-Check bei den Motoren beginnen. Denn die Antriebswahl entscheidet beim Endpreis für einen Tiguan 2019 maßgeblich mit. Von 115 bis 240 PS ist bei diesem Volkswagen-Bestseller mittlerweile wieder alles drin. Das war zwischenzeitig anders. Die Standards der Motorisierungen mussten allesamt auf die sichere Euro-Abgasnorm 6d-Temp umgestellt werden. Nach und nach wuchs das Angebotsspektrum aber wieder zur gewohneten Üppigkeit an, sodass wir nun eine sehr gute Motoren-Auswahl vor uns haben. Sie ist im Modelljahr 2019 folgendermaßen aufgestellt:

BENZIN-Antriebe:

  • 1.5 TSI ACT: 96 kW/130 PS, Verbrauch: 5,7 l/100km, 6-Gang-Schaltgetriebe - ab 27.850 € 
  • 1.5 TSI ACT: 110 kW/150 PS, Verbrauch: 6,3 l/100km, 6-Gang-Schaltgetriebe - ab 29.570 €
  • 1.5 TSI ACT: 110 kW/150 PS, Verbrauch: 6,0 l/100km, 7-Gang-DSG* - ab 31.595 €
  • 1.5 TSI ACT: 110 kW/190 PS, Verbrauch: 7,1 l/100km, 7-Gang-DSG* - ab 37.465 €
  • 2.0 TSI (Allrad): 169 kW/230 PS, Verbrauch: 7,7 l/100km, 7-Gang-DSG* - ab 43.205 €
2.0 TDI Biturbo Motor - Detailansicht
Foto © VW

DIESEL-Antriebe:

  • 2.0 TDI: 85 kW/115 PS, Verbrauch: 4,7 l/100km, 6-Gang-Schaltgetriebe - ab 29.875 €
  • 2.0 TDI: 110 kW/150 PS, Verbrauch: 4,8 l/100km, 6-Gang-Schaltgetriebe - ab 32.435 €
  • 2.0 TDI: 110 kW/150 PS, Verbrauch: 4,9 l/100km, 7-Gang-DSG* - ab 34.460 €
  • 2.0 TDI (Allrad): 110 kW/150 PS, Verbrauch: 5,4 l/100km, 7-Gang-DSG* - ab 36.585 €
  • 2.0 TDI (Allrad): 140 kW/190 PS, Verbrauch: 5,6 l/100km, 7-Gang-DSG* - ab 40.430 €
  • 2.0 TDI (Allrad): 176 kW/240 PS, Verbrauch: 6,2 l/100km, 7-Gang-DSG* - ab 46.225 €

*) DSG = Automatik-Getriebe

VW Tiguan 2019: weitere technische Daten und Volumina

  • Länge: 4.486 mm
  • Breite: 1.839 mm
  • Höhe: 1.654 - 1.673* mm
  • Radstand: 2681 - 2787 mm
  • Wendekreis: ca. 11.500 mm
  • Kofferraumvolumen: 615 Liter
  • Gesamtladevolumen: 1.655 Liter
  • Leergewicht: 1.520–1.815 kg

*) mit Allrad

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Den starken Tiguan 2.0 TSI – oder doch lieber Diesel?

VW Tiguan, Seitenansicht, fahrend, rotorange
Piste? Packt er! Es muss nicht dringend die teuere Top-Maschine sein, um mit dem Tiguan optimal durch das Gelände zu kommen. - Foto: VW

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Zugegeben, unter all den Kraftspendern würde uns persönlich der besonders leistungsstarke 2.0 TSI ansprechen. Seit Ende 2018 ist dieses Aggregat wieder verfügbar und hat sogar um zehn PS auf 230 Pferdestärken zugelegt. Leider ist er aber nicht genügsamer geworden, denn mit einem kombinierten Verbrauch von 7,7 Litern Super immer noch ein superdurstiger Kandidat. Immerhin kann die Maschine auf sich verbuchen, dass sie um etwa 3.000 Euro günstiger zu haben ist als ihr ähnlich starkes Gegenüber aus der Diesel-Liste, der 2.0 TDI-Top-Motor mit 240 PS. Man sollte jedoch grundsätzlich bedenken, dass man in beiden Fällen nicht alleine bloß für das besondere Power-Potential in die Tasche greifen muss: Sowohl der Tiguan 2.0 TSI als auch der 240 PS-Diesel sind nur mit Allrad erhältlich. Will man sich den – im wahrsten Sinne des Wortes – sparen, muss man sich zwangsläufig für eine minderstarke Motorisierung des Tiguan 2019 entscheiden. Und genau das wollen wir unter diesen Umständen auch machen. 150 PS scheinen uns für das rund 1,5 Tonnen schwere Volkswagen-SUV angemessen zu sein. Und mit einem solchen Diesel liegen wir nicht nur deutlich unter der 40.000 Euro-Marke, sondern kommen damit auch unter die fünf Liter im kombinierten Verbrauch. Automatik? Wir bleiben beim Tiguan dann doch lieber bei der klassischen manuellen 6-Gang-Schaltung. Finden wir erfahrungsgemäß auch deutlich praktischer im Gelände, heißt: auf Schotterwegen oder beim Wendemanöver im Wald. 

Damit klärt sich die Frage nach unserem persönlichen, weil sehr vernünftigen Wunsch-Antrieb so gut wie von selbst: Der Tiguan bekommt von uns einen 2.0 TDI-Diesel mit 150 PS und 6-Gang-Schaltgetriebe verbaut. Drehmoment: 340 Nm. Kombinierter Diesel-Spritverbrauch: 4,8 l/100 km. Der Standsprint von null auf 100 km/h in 9,3 Sekunden geht ebenfalls klar. Start-Preis im Tiguan-Konfigurator: 32.435 Euro

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Volkswagen Tiguan: Bestseller in der Bilder-Galerie 

Ausstattungsvarianten des Volkswagen Tiguan: "Comfortline" kommt gut an

Wie nicht anders zu erwarten, gibt Volkswagen seinem Vorzeige-SUV ein solides Fundament an serienmäßiger Ausstattung mit auf den Weg. Bereits die Basisversion "Trendline" kommt mit grundlegenden Elementen wie Klimaanlage und Wärmeschutzverglasung, Lederlenkrad, Licht- und Regensensor, dem Berganfahrassistenten, Radio mit SD-Kartenslot und 5-Zoll-Touchscreen sowie den überaus wichtigen Sicherheitsfeatures "Lane Assist" (Spurhalteassistent) und dem Umfeldbeobachtungssystem "Front Assist" mit City-Notbremsfunktion.

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Für 2.125 Euro mehr ist das Upgrade auf die Ausstattungslinie VW Tiguan "Comfortline" möglich. Diese erweitert die Serienstandards des Tiguan "Trendline" funktional noch um Parksensoren für den Front- und Heckbereich, die Müdigkeitserkennung oder die Multifunktionsanzeige "Premium". Die Leichtmetallräder "Tulsa" 7J x 17 in dunkler Graphitoptik verleihen dem optischen Auftritt des Tiguan noch zusätzlichen Schwung. Die umfangreiche VW Tiguan "Highline"-Ausstattungslinie dagegen ist erst ab 37.500 Euro erhältlich. Klimaautomatik mit Allergen-Filter, LED-Scheinwerfer und Ambientebeleuchtung legt Volkswagen mit drauf, wenn man sich für diese Linie entscheidet. Außerdem gehören beheizbare Vordersitze und Scheibendüsen zur Serie des VW Tiguan "Highline", und die Scheinwerfer bekommen eine Reinigungsanlage. Schließlich ist der noble Aufpreis für dieses Top-Modell für unser Verständnis dennoch ein wenig zu hoch angesetzt.

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Zwischen den Volkswagen Tiguan "Comfortline" und "Highline" findet man das Sondermodell VW Tiguan "IQ.Drive" angesiedelt. Diese Linie erweitert die Serie des Tiguan "Comfortline" um den Spurwechselassistent "Side Assist Plus", den Parklenkassistenten inklusive der Einparkhilfe sowie abgedunkelte Scheiben für den Heckbereich. Dazu kommen eigens für das Sondermodell konzipierte 17-Zoll Leichtmetallräder ("Dublin") in Schwarz mit glanzgedrehter Oberfläche. Ab 32.760 Euro beginnt hier erst der Einstieg.

VW Tiguan "IQ.Drive", Seitenansicht, Screenshot
Besonders die speziellen Leichtmetallräder vom Typ "Dublin" betonen die Optik des aktuellen Tiguan-Sondermodells "IQ.Drive". - Foto: VW-Konfigurator

Das bedeutet immerhin 2.785 Euro mehr wie für einen Tiguan "Comfortline". Es rechnet sich aber auch insofern, weil dann gewisse Angebote im Bereich der Sonderausstattung günstiger werden. Bei einem Tiguan "IQ.Dirve" bezahlt man beispielsweise für das sogenannte "Top-Paket" mit Komfortfeatures wie Panorama-Schiebedach und so weiter nur 1.200 Euro, bei "Comfortline" hingegen 1.390 Euro. Das ist uns aber doch etwas zu abstrakt. Ein effektiver Sparvorteil mag zwar da sein, aber halt eben nur wieder gegen Aufpreis. Darum wollen wir uns doch viel eher für den Tiguan "Comfortline" entscheiden und sehen, was mit dieser doch recht üppig bestückten Linie noch so alles möglich ist. Mit unserer 2.0 TDI-Wahlmotorisierung kommen wir damit auf einen 150 PS starken Volkswagen Tiguan "Comfortline" zum Grund-Preis von 34.560 Euro. Aber natürlich wollen wir den noch gerne etwas individueller aufwerten.

VW Tiguan, Blick ins Cockpit
Foto © Volkswagen

Individualisieren im Tiguan-Konfigurator: Farben und Lackierungen

Bei den Lackfarben haben wir ein schönes Spektrum von neun Zusatzwahl-Möglichkeiten vor uns. Die Vielfalt ist ziemlich gediegen und nicht unnötig flippig gehalten: "Titanium Beige Metallic", "Carebean Blue Metallic" oder "Ruby Red Metallic". Und: alle kosten den einheitlichen Aufpreis von 610 Euro. Wir können unser Volkswagen SUV also ruhig persönlicher gestalten als im zwar kostenlosen, dafür aber auch sehr langweiligen "Uranograu". Die Farbwahl ist natürlich eine persönliche Geschmackssache. Wir nehmen "Atlantik Blue Metallic" und geben unserem VW Tiguan damit einen richtig frischen Touch.

VW Tiguan, Halbseitenansicht von vorn, stehend, blau
"Atlantik Blue Metallic": Mit unserer Lackfarbwahl für den Tiguan geben wir dem SUV einen angenehm frischen Anstrich. - Foto: Volkswagen

Sonderausstattung für den VW Tiguan: Pakete mit Preisvorteil?

Im Volkswagen-Konfigurator stellen die Paket-Optionen immer ein besonders interessantes Angebot dar. Durch diese Kombi-Angebote lassen sich nämlich in der Regel auch Preis-Vorteile erzielen. Für den Volkswagen Tiguan "Comfortline" werden uns 21 (!) davon zur Wahl gestellt. Das ist sehr beachtlich! Trotzdem begegnen uns bei derartigen, scheinbar doch so überaus vorteilhaften Elementbündeln immer wieder Preis-Koppelungen, wo wir zusätzliche Dinge kostenpflichtig mitnehmen müssen, um das Wunsch-Paket zu bekommen. Licht und Schatten dieser Optionen wollen wir beim VW Tiguan 2019 einmal anhand eines mustergültigen Beispiels illustrieren: Wir interessieren uns für das "Business Premium"-Paket. Es bietet eine für unseren persönlichen Bedarf sehr sinnvolle Kombination aus den Einzelelementen…

  • Gepäckraumboden, in 2 Stufen höheneinstellbar
  • Active Info Display, mehrfarbig
  • Sprachbedienung
  • App-Connect und "Volkswagen Media Control"
  • Winterpaket (u. a. Vordersitzheizung)

Mit einem Listen-Preis von 2.765 Euro ist dieses Paket im Tiguan-Konfigurator aufgeführt. Klicken wir es an, erscheint aber sofort der Hinweis, dass als Voraussetzung dafür eines der folgenden Elemente zwingend notwendig ist:

  • Navigationsfunktion "Discover Media" (für "Composition Media") 
  • Radio "Composition Media" (4 x 20 Watt, 8 Lautsprecher) 
  • Navigationssystem "Discover Pro" 

Da wir im Vorfeld schon das äußerst vielseitige Navigationssystem "Discover Pro" in unserem Tiguan verbaut haben wollten, stimmen wir dieser Option zu, werden aber gleich von neuem mit einer aufpreispflichtigen Zuwahl konfrontiert. Wir brauchen nämlich ebenfalls noch eines der beiden folgenden Ausstattungselemente:

  • Telefonschnittstelle "Business" (490 €)
  • Telefonschnittstelle "Comfort" mit induktiver Ladefunktion (465 €)

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Davon nehmen wir die um etwas günstigere Variante, kommen aber trotzdem auf einen realen Paket-Preis von 3.990 Euro. Das heißt: Wir haben das Navi für 1.225 Euro mitgenommen. Immerhin zu einem Preisvorteil von 1.210 Euro gegenüber dem Einzelpreis, aber trotzdem. Und wir haben zusätzlich noch die beiden iPod/iPhone-kompatiblen USB-Schnittstellen, eine USB-Ladebuchse und die Multimediabuchse AUX-IN gratis mitbekommen. Auch ein Posten, der ansonsten 40 Euro extra machen würde. Dennoch zeigt alleine dieses Beispiel die ganze Bandbreite der oft sehr verwirrenden Pfadabwicklung im Tiguan-Konfigurator auf, gemäß dem Schema: "Sparen, zahlen, sparen, nochmal zahlen..." Unser Tipp: Lasst Euch ruhig Zeit mit dem genauen Abwägen! Wenn die Konfiguration ein unerwünschtes Preisergebnis zeigt, solltet Ihr sicherheitshalber nochmal von vorne beginnen.

VW Tiguan: R-Line-Look oder Offroad-Rüstung?

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Die VW Tiguan R-Line-Ausstattung ist vor allem an der aggressiver und dynamischer gehaltenen Front erkennbar. - Foto: Volkswagen

Abseits der er funktional orientierten Pakete sind für den Tiguan 2019 auch dezidierte Design-Upgrades im Kombi-Verbund erhältlich. Wer auf einen kräftigen Auftritt wert legt, kann ein Auge auf das VW Tiguan R-Line Exterieur-Paket werfen. Von Stoßfängern in Wagenfarbe über den Heckspoiler bis hin zum Interieur mit Sportlenkrad und Pedalerie in Edelstahl: das R-Line Paket ist besonders sportlich durchgestuft und ein richtiger Hingucker. Es ist aber auch nicht ganz günstig. Wenn wir das Paket haben wollen, müssen wir 2.600 Euro hinlegen. So viel ist uns der - zugegeben - beeindruckende sportliche Chic nicht wert.

Das Offroad-Paket brauchen wir als Stadtkinder normalerweise auch nicht. Die 330 Euro für Einstiegsleisten in Alu, Off-Road-Stoßfänger und den Triebwerkunterschutz sind aber unabhängig davon sehr fair angesetzt. Mit dem "Top-Paket" schnürt VW leider kein solches, denn die Vorteile wären das Panoramadach, die Gepäckraumklappe mit elektrischer Öffnung und Schließung und ein Reifendruck-Kontrollsystem. Zudem wirkt die Zusammenstellung dieser Komponenten etwas willkürlich für ein Paket. Wir empfehlen es nur, wenn man ein Panoramadach ordern möchte. Das kostet allein nämlich 1.280 Euro, das Top-Paket insgesamt hingegen weniger: 1.190 Euro.

Tiguan R-Line: Foto-Strecke

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"Black Style"-Paket seit 2018 für Tiguan "R-Line" erhältlich

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Der VW Tiguan im "Black Style"-Look. - Foto: VW

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Der VW Tiguan ist seit November 2018 auch mit dem zusätzlichen Individualisierungs-Paket "Black Style" in Zusammenhang mit der „R-Line“-Ausstattung zu haben. "Black Style" lässt sich mit den beiden Varianten "Comfortline" und "Highline" kombinieren und kostet 3.365 Euro extra. Enthalten sind schwarze Radhausverbreiterungen, Lufteinlässe, Spiegelkappen und Fensterleisten. Darüber hinaus kommen die 19-Zoll-Felgen, der Dachkantenspoiler und die Dachreling in schwarzem Lack. Die hinteren Seitenscheiben und die Heckscheibe des VW Tiguan sind bei "Black Style" zu 90 % getönt.

Für unseren Bedarf ist aber auch dieses Feature-Bündel etwas zu viel der Exklusivität. Wir wollen uns lieber noch etwas umsehen, ob wir für unseren Tiguan 2019 nicht noch die ine oder andere Funktionsaufwertung haben können. Und ein bisschen mehr individueller Chic wäre natürlich auch nicht verkehrt.

VW Tiguan bietet noch vieles an spannender Sonderausstattung

VW Tiguan, Area View
Technik-Upgrade: Der Tiguan lässt sich optional mit "Area View" bestücken. Diese Zusatzfunktion kommt mit Rückfahrkamera und gewährleistet die digitale Umfeldbeobachtung, kostet aber auch 800 Euro extra und setzt weitere Zurüstung voraus. - Foto: VW

Das wären also die wichtigsten Styling-Pakete für den Tiguan 2019. Und funktional? Hier wird uns im Konfigurator noch eine ganze Litanei an Extras geboten. Sehr empfehlenswert finden wir die Seitenairbags für die äußeren Rücksitze, als Einzelposten inklusive Seitenairbags vorne und einem Kopfairbagsystem. 375 Euro sind dafür nicht zu viel für die Sicherheit unserer Passagiere. Zusätzliche Sicherheit und dazu noch ein schönes Plus an Komfort bietet das "Fahrerassistenz-Paket" für 1.525 Euro. Folgende Features sind darin enthalten:

  • Automatische Distanzregelung ACC (bis 210 km/h) und Umfeldbeobachtungssystem "Front Assist" mit City-Notbremsfunktion 
  • LED-Scheinwerfer für Abblend- und Fernlicht, Tagfahrlicht 
  • dynamische Leuchtweitenregulierung
  • Spurwechselassistent "Side Assist Plus" inkl. Spurhalteassistent "Lane Assist" und Ausparkassistent 

Preisvorteil gegenüber den Einzelelementen: mindestens 360 Euro. "Mindestens" darum, weil es die dynamische Leuchtweitenregelung nur im Paketverbund gibt. Für diese lässt sich also kein Einzelpreis bestimmen. Sie gibt es quasi "gratis" dazu, während sich auf die drei anderen Elemente zusammen eine Paket-Sparsumme von genau 360 Euro ermitteln lässt. Soweit, so gut. Allerdings verlangt uns der VW Tiguan-Konfigurator dann noch das "Spiegelpaket" für 180 Euro ab, um das Assistentenpaket eintüten zu können. Mit diesem werden die Außenspiegel elektrisch einstell- und anklappbar und besitzen dazu eine Umfeldbeleuchtungs-Funktion. Eines noch: Winterreifen nicht vergessen! SUV sind keine Leichtgewichte und können auf glatter Fahrbahn ausbrechen! Unsere Wahl fällt hier auf das äußerst attraktive Modell "Montana" in 17-Zoll-Alu-Ausführung. Das schlägt mit 1.405 Euro zu Buche.

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Fazit: Unser neuer Tiguan

Fassen wir zusammen: 42.645 Euro kostet unser VW Tiguan im Volkswagen-Konfigurator. Was bekommen wir dafür? Zunächst einen relativ verbrauchsarmen Dieselantrieb mit 150 PS und 6-Gang-Handschaltung, die sich bei Geländeeinsätzen wie dem Rangieren im Wald und Flur besser ausnimmt als ein Automatikgetriebe. Der Startpreis dafür liegt bei 32.435 Euro und damit noch deutlich unter der 35.000 Euro-Marke. Dann: Von den wählbaren Ausstattungslinien hat uns der Volkswagen Tiguan "Comfortline" am besten zugesagt. Kaum Schnickschnack, etwas nobler als "Trendline" und trotzdem mit einem sichtbaren Funktionsplus. Mit diesem Schritt steigern wir unseren Tiguan-Preis auf 34.560 Euro. Immer noch ein sehr tolerabler Rahmen. Doch dann schnellt die Summe nach oben. Die Individualisierung in Optik, Komfort und Funktionalität beschert uns am Ende eine Aufpreissumme von 8.085 Euro. Was ist passiert?

VW Tiguan, Halbseitenansicht von vorn, stehend, blau, Screenshot
Unser persönlicher VW Tiguan 2019. - Screenshot: VW-Konfigurator

Die Lackierung "Atlantic Blue" alleine kostet 610 Euro und liegt damit im Mittelfeld der „standardmäßigen“ Wahlfarben des Tiguan 2019. Einen unversehens großen Posten macht das "Business Premium"-Paket aus, anhand dessen wir die oft sehr verwinkelten Produktbindungen im VW Tiguan-Konfigurator aufgezeigt haben – ein Musterbeispiel für die Zweischneidigkeit aus Sparpotential und gesteigertem Aufpreis. Trotzdem haben wir das Paket genommen. Denn tatsächlich generiert es für unsere Bedürfnisse einen Kostenvorteil im dreistelligen Bereich. Die Funktionalität unseres Tiguan steigert sich beträchtlich. Ähnliches beim "Fahrerassistenz-Paket". Und was noch? Zugegeben, die extravaganten Spezialdesign-Winterreifen haben ihren nicht ganz zweifelsfreien Preis gefordert. Das Airbag-Paket hingegen ist für uns indiskutabel, weil notwendig und sinnvoll. 375 Euro für dieses Sicherheitsplus sind auch wirklich keine große Sache. Punkt. Wir haben an dieser Stelle Schluss gemacht, obwohl wir noch locker hätten weitermachen können. Alleine die Optikaufwertung mit Tiguan R-Line und Co. hätte uns noch einen höheren vierstelligen Betrag abverlangt. Doch das ist Feinschliff in Reinform. Sieht spitze aus, muss aber nicht. Doch vielleicht noch ein Tipp zum Schluss: Wer an dieser Stelle noch ein bisschen finanzielle Luft haben sollte, dem sei vor allem noch die Umfeldbeobachtungsfunktion "Area View" samt Rückfahrkamera wärmstens ans Herz gelegt.  

VW Tiguan 2018: Garantieverlängerung

Volkswagen offeriert für jeden Neuwagen eine VW-Anschlussgarantie. Das gilt natürlich auch für den Bestseller Tiguan. Die übliche Herstellergarantie von zwei Jahren kann optional gegen Aufpreis um ein, zwei oder drei Jahre verlängert werden. Dies sorgt je nach vereinbarter Laufleistung für entsprechende Zusatzkosten: Alle Informationen zur VW-Anschlussgarantie gibt's hier.

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