Seitenansicht eines grauen Hyundai Tucson.
Foto: Hyundai

Konfigurator-Test und Preis-Check

Der neue Hyundai Tucson 2019 Facelift im Test: Ein Preishit?

Der Hyundai Tucson bietet viel SUV und Style zum günstigen Preis. Kann auch das neue Facelift im Test überzeugen?

  • Große Auswahl bei den Ausstattungslinien
  • Ausgezeichnete Preis-Leistung
  • Interessante Optionen bei den Motoren
  • Wenige Individualisierungs­möglichkeiten
  • Keine Ausstattungs-Pakete für niedere Linien zuwählbar
  • Diesel-Motoren erst ab "Trend"-Linie konfigurierbar

Kerniger Geländegänger und mondäner Trendsetter zugleich? So unwahrscheinlich diese Kombination auf den ersten Blick erscheinen mag, so eindrucksvoll hat Hyundais rustikales und gleichzeitig schickes Kompakt-SUV unter Beweis gestellt, dass dieser Spagat sich sogar mit Bravour absolvieren lässt. Der smarte Softroader, der eine Weile unter dem eher kryptischen Namen "ix35" firmierte, hat sich spätestens seit der Einführung der aktuellen Generation im Jahr 2015 den Ruf eines üppig ausgestatteten Allrounders erarbeitet, mit dem der Kunde schlicht wenig falsch macht.

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Aber auch abseits der reinen Kosten-Nutzen-Kalkulation konnte der Hyundai Tucson in einer weit weniger handfesten Kategorie punkten: nämlich beim heute so wichtigen und gleichzeitig oft schwer greifbaren Faktor "Lifestyle", dem er durch sein dynamisches und modernes, sportliches und elegantes Auftreten überzeugend Rechnung trug. Die bekanntlich anspruchsvolle SUV-Kundschaft jedenfalls honorierte Hyundais offenbar gelungene Gratwanderung mit üppigen Verkaufszahlen, die den Tucson aufs Podest des weltweit meistverkauften Modells im Portfolio der Koreaner hievten. 

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Hyundai Tucson, Halbseitenansicht von vorn, stehend, grau
Foto: Hyundai

Der Hyundai Tucson 2019 Facelift im Test: Behutsame Anpassungen

Gleichwohl gilt: Auch Erfolgsmodelle müssen sich den Gesetzen der Branche unterwerfen. Bedeutet: An der obligatorischen Modellpflege kommt auch die koreanische Automarke nicht vorbei, wenn man mit dem bekanntlich nach einer Goldgräberstadt in Arizona benannten Tucson auch weiterhin die scheinbar nie versiegende SUV-Goldader anzapfen will. Eins aber gleich vorweg: Wer die tatsächlich durchaus zahlreichen Neuerungen an der 2018/2019er-Ausführung des SUVs erkennen will, sollte sich nicht auf das bloße Auge verlassen. Optisch hat der Hersteller seinen Musterschüler nämlich nur sehr behutsam aufgehübscht. Fürs Auge bietet die Facelift-Version des Tucson den bekannten Kaskadengrill, LED-Scheinwerfer mit Leuchtgrafik und eine neu gestaltete Heckschürze und Heckklappe nebst neuen Rückleuchten. Hier agiert Hyundai also ebenso kostensparend wie konsequent man kann auf die teure Herstellung neuer Blechteile verzichten und bleibt zugleich dem ohnehin gelungenen Design des Vorgängers treu.

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Hyundai Tucson, Halbseitenansicht von hinten, stehend, grau
Foto: Hyundai

Also bleibt alles ganz beim Altbewährten? Keineswegs! Denn was man bei Hyundai am schönen Schein eingespart hat, investiert man kurzerhand in die inneren Werte. Kurzum: bei der Ausstattung und Technik hat sich durchaus eine ganze Menge getan. Der Einstiegspreis hingegen hat sich offenkundig kaum etwas geändert: Ab 22.970 Euro geht es im Hyundai-Konfigurator los, was im Vergleich zum Vorgänger eine ausgenommen moderate Preissteigerung von nur 130 Euro bedeutet. Es scheint also, als könnte man sich beim Tucson auch im Jahr 2019 auf die einfache Formel festlegen, dass ihm in puncto Preis-Leistung so schnell kein Konkurrent aus der Kompaktklasse ganz egal, ob er nun VW Tiguan oder BMW X1 heißt  etwas vormacht. 

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Foto: Hyundai

Das könnte man – wäre uns nicht allzu bewusst, dass die wahren Kostenfallen sich oftmals erst in den Tiefen des Konfigurators finden und einen eigentlich günstigen Einstiegspreis schnell um gleich mehrere tausend Euro verteuern. Also gehen wir der Sache an dieser Stelle kurzerhand auf den Grund. Wie schlägt sich der Hyundai Tucson 2019 im Ausstattungs-Test?

Hyundai Tucson jetzt als Mildhybrid: Die Motoren im Test 

Jeweils zwei Diesel- und Benzin-Motoren sind für den Tucson bestellbar. Bei den Ottomotoren stehen ein 1,6-Liter-GDI mit 132 PS und ein 1.6-Liter-T-GDI mit 177 PS zur Wahl, wobei ersterer mit Sechsgang-Schaltgetriebe und Frontantrieb erhältlich ist, während sich der stärkere Antrieb auch mit Allrad und Doppelkupplungsgetriebe kombinieren lässt.

Während bei den Benzinern im Vergleich zum Vor-Facelift somit fast alles beim Alten bleibt, wartet Hyundai bei den Selbstzündern mit einer gewichtigen Neuerung auf: Erstmals werden sowohl der wahlweise 116 oder 136 Pferdestärken erhältliche 1,6-Liter-Diesel, als auch der im große 185-PS-Diesel mit einem 48-Volt-Mildhybrid kombiniert, der den Verbrauch um rund sieben Prozent senken soll.

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Musste zum Start des neuen Tucson der kleinere Selbstzünder noch ohne die neue Hybridtechnik auskommen, hat Hyundai auch hier inzwischen nachgelegt und ihn ebenfalls mit einem elektronischen Unterstützer versehen. Wie schon beim größeren Pendant wirkt sich dieses Upgrade positiv auf die Effizienz aus: Der kombinierte Verbrauch sinkt von knapp fünf Litern auf 4,4 bis 4,9 Liter. Weit weniger erfreulich hingegen nimmt sich eine weitere, mit der Motoren-Umstellung einhergehende Neuerung aus: Mit 950 Euro Aufpreis auf alle Ausführungen des 1,6-Liter-Aggregats lässt sich Hyundai die Hybrid-Aufwertung vergüten, während der bereits seit der Markteinführung mit der effizienten Technologie ausgestattete 2,0-Liter Antrieb lediglich um 100 Euro im Preis stieg. Einen Grund für diese Verteuerung nennt Hyundai nicht – allerdings wurde auch hier offenbar etwas an der Effizienz gearbeitet, wenn man den Verbrauchsangaben des Herstellers glauben will. Diese wurden für die beiden Top-Diesel im Konfigurator leicht nach unten korrigiert.

Zum guten Schluss sei der Vollständigkeit halber noch erwähnt, dass alle Tucson-Motorisierungen erfreulicherweise bereits die ab September 2019 verbindliche Abgasnorm "Euro 6d-TEMP" erfüllen.

Hyundai Tucson mit Diesel-Antrieb: Die unteren Ausstattungen gehen leer aus

Eine weitere gewichtige Änderung beim Motorenangebot nahm Hyundai zum Modelljahr 2020 vor. Auch diese ist allerdings eher unerfreulicher Natur: Waren zum Start des Facelifts für die beiden unteren Ausstattungslinien „Pure“ und „Select“ noch insgesamt vier Motoren erhältlich, haben die Koreaner hier rigoros den Rotstift angesetzt. Inzwischen sind unterhalb der mittleren Trend-Ausstattung nur noch die beiden Benziner konfigurierbar, wobei die Allrad-Varianten des Letzteren naturgemäß ebenfalls erst ab „Trend“ wählbar sind. Letztlich steigt durch diese Änderung der Einstiegspreis für einen Selbstzünder ganz beträchtlich: Ab 30.950 Euro ist der kleine Diesel nach Umstellung bestellbar, was eine Preissteigerung von immerhin 4.480 Euro im Vergleich zum letzten Modelljahr bedeutet, als noch ab „Pure“ drei Diesel-Optionen zur Verfügung standen. Klar: Dafür bekommt der Käufer mit „Trend“ natürlich auch wesentlich mehr Features. Allerdings bieten, wie wir gleich sehen werden, auch die beiden unteren Linien schon Beachtliches und wären für preisbewusstere Tucson-Käufer durchaus eine ersthafte Option. Besonders pikant nimmt sich dieser Eingriff ins Angebot übrigens bei einem Blick in die Statistik aus: Diese besagt nämlich, dass eine überwältigende Mehrheit der Kunden in Europa den Tucson mit dem großen Diesel kombinieren, während die Benziner nahezu keine Rolle spielen. Unterm Strich steht hier also eine deutliche Abwertung der Einstiegslinien. Wir werden sehen, wie diese Einschränkung den weiteren Verlauf unserer Konfiguration beeinflusst.

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Hyundai Tucson 2019: Die Motoren im Überblick

Hyundai Tucson Motor
Foto: Hyundai

BENZINER:

  • 1.6. GDI: 97 kW (132 PS), Verbrauch 7,2 l/100km, 6-Gang-Schaltgetriebe – ab 22.970 €
  • 1.6. GDI: 130 kW (177 PS), Verbrauch 7,6 l/100km, 6-Gang-Schaltgetriebe – ab 25.720 €
  • 1.6. GDI: 130 kW (177 PS), Verbrauch 7,2 l/100km, Doppelkupplungsgetriebe – ab 27.620 €

Zusätzlich wählbar ab "Trend":

  • 1.6. GDI (Allrad): 130 kW (177 PS), Verbrauch 7,9 l/100km, 6-Gang-Schaltgetriebe – ab 31.800 €
  • 1.6. GDI (Allrad): 130 kW (177 PS), Verbrauch 7,6 l/100km, Doppelkupplungsgetriebe – ab 33.700 €
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DIESEL:

Wählbar ab „Trend“

  • 1.6. CRDI 48 V: 85 kW (116 PS), Verbrauch 4,4 l/100km, 6-Gang-Schaltgetriebe – ab 30.950 €
  • 1.6. CRDI 48 V: 100 kW (136 PS), Verbrauch 4,4 l/100km, 6-Gang-Schaltgetriebe – ab 32.150 €
  • 1.6. CRDI 48 V: 100 kW (136 PS), Verbrauch 4,5 l/100km, Doppelkupplungsgetriebe – ab 34.050 €
  • 1.6. CRDI 48 V (Allrad): 100 kW (136 PS), Verbrauch 4,8 l/100km, 6-Gang-Schaltgetriebe – ab 34.050 €
  • 1.6. CRDI 48 V (Allrad): 100 kW (136 PS), Verbrauch 4,9 l/100km, Doppelkupplungsgetriebe – ab 35.950 €

Zusätzlich wählbar ab "Style":

  • 2.0. CRDI 48 V (Allrad): 136 kW (185 PS), Verbrauch 5,2 l/100km, 6-Gang-Schaltgetriebe – ab 39.200 €
  • 2.0. CRDI 48 V(Allrad): 136 kW (185 PS), Verbrauch 5,7 l/100km, Automatik – ab 41.100 €

Hyundai Tucson: Welcher Motor ist der richtige?

Damit wären wir auch schon bei der ersten wichtigen Entscheidung bei der Konfiguration unseres Hyundai Tucson angekommen, die erwartungsgemäß "Diesel oder Benziner" lautet. Der Kundentrend geht zum größten Dieselantrieb mit 185 PS. Wenig verwunderlich, ist doch der Diesel ungeachtet der zahlreichen Skandale bei SUVs wegen seines satten Drehmoments und des sparsamen Verbrauchs weiterhin eine sichere Bank für Fahrvergnügen, Langstreckentauglichkeit und Kostenkontrolle. Zumal der neue Tucson sich nicht vor Fahrverboten fürchten muss. Auch wir landen aus den genannten Gründen in unserer Überlegung recht schnell beim bewährten Selbstzünder. Allerdings fragt sich natürlich: bei welchem genau?

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Natürlich reizt auch uns für unseren Tucson der große Diesel schon aufgrund seiner gesteigerten Effizienz durch den unterstützenden 48-Volt-Mildhybrid. Der Lithium-Ionen-Akku und der Startgenerator unterstützen den Diesel-Antrieb mit bis zu 12 kW bei der Beschleunigung, wodurch auch das Drehmoment um 400 Newtonmeter steigt und das gefürchtete Turboloch elegant vermieden wird. Auch das Anlassen geht hierdurch ungekannt sanft vonstatten. Außerdem kann die Batterie sich beim Bremsen und "Segeln" wiederaufladen. Da die elektrischen Verbraucher nicht mehr über den Motor aufgeladen werden müssen, sinkt überdies der Kraftstoffverbrauch.

Hyundai hat also ein überaus verführerisches Top-Diesel-Paket geschnürt. Zumal sich der Tucson sogar noch gediegener ausnimmt, wenn außerdem die Achtgang-Automatik zugewählt wird. Hier fährt sich das schicke SUV tatsächlich wie ein Vertreter der Oberklasse. Allerdings macht sich diese Extraklasse auch beim Preis bemerkbar. Der Top-Diesel ist nämlich nur mit Allrad und erst ab der Top-Ausstattungslinie "Style" wählbar – und schon mit 6-Gang-Schaltgetriebe mit 39.200 Euro recht ordentlich eingepreist. Mit der Automatik werden dann satte 41.100 Euro fällig. Das ist im Vergleich zur "Top-Ausführung" des kleineren Diesels mit Doppelkupplungsgetriebe und Allrad eine Preisspanne von 5.150 Euro. Klar: ein bisschen vergleicht man hier Äpfel mit Birnen. Trotzdem dürfen wir bei unserer Motorenwahl durchaus solche Überlegungen anstellen. Und bei genauerer Analyse unserer Bedarfslage kommen wir unter Berücksichtigung der Preise letztlich zu einer anderen Entscheidung.

Hyundai Tucson 2019 im Test: Unsere Antriebs-Empfehlung

Und die lautet...? Wenn wir unseren Bedarf kritisch analysieren, kommen wir mit dem 1,6-Liter-Diesel mit 136 PS und Doppelkupplungsgetriebe in unserem 1,8-Tonnen-Schiff wunderbar über die Runden. Seit der erwähnten Umstellung der Motorenpalette können wir auch mit diesem Antrieb von der sparsamen Hybrid-Technologie profitieren. Daher überzeugt uns auch der Verbrauch des keinen Selbstzünders vollauf: Nur 4,5 Liter veranschlagt der Hyundai-Tucson-Konfigurator für 100 Kilometer, auch wenn im zähen Stop-and-go der City durchaus noch ein, zwei Liter mehr werden können. Das ficht uns nicht weiter an. 34.050 Euro sind für den 1.6 CRDI im Konfigurator veranschlagt. Für denselben Preis würden wir ihn auch mit Allrad bekommen, dann aber nur in Kombination mit dem 6-Gang-Schaltgetriebe. Hier passen wir allerdings, da wir zwar durchaus das Herz eines Goldgräbers in uns tragen, in der Realität aber doch zumeist im Wilden Westen der Großstadt unterwegs sind. Daher bleiben wir bei unserer Wahl für die Tucson-Motorisierung – und kümmern uns im nächsten Schritt um die passende Ausstattung.

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Hyundai Tucson 2019: Bilder-Galerie 1

Von Hyundai Tuscon "Pure" über "Trend" bis "Premium": Die Ausstattungslinien im Test

Wie vorhin bereits angedeutet, haben wir mit unserer Motorenwahl eine wichtige Richtungsentscheidung im Konfigurator bereits getroffen – wollen wir unseren Tucson mit einem Diesel bestellen, müssen wir mindestens die dritte Ausstattungslinie „Trend“ auswählen. Das schränkt die Bandbreite der möglichen Tucson-Zurüstungen von vornherein ein. Was nicht bedeuten soll, dass wir nicht trotzdem alle zur Verfügung stehenden Optionen genau unter die Lupe nehmen wollen, die sich im Übrigen recht vielfältig ausnehmen. Mit "Pure" (ersetzt "Classic" von Vorgänger), "Select", "Trend", "Style", "N-Line" und der Top-Variante "Premium" sollte sich für jeden Geschmack und jeden Bedarf die passende Tucson-Variante finden.

Die Basisausstattung "Pure" (vormals "Classic")

Auch im Jahr 2019 bedeutet Tucson-Purismus keineswegs Kargheit. Ganz im Gegenteil: Wie schon beim Vorgänger schnürt Hyundai auch beim Facelift-Modell schon für den Basispreis ein sehr faires Paket, das insbesondere in puncto Fahrsicherheit überzeugen kann. Front- und Seitenairbags sorgen für Fahrer und Beifahrer und bis in den Fond reichende Vorhangairbags für ein hinreichendes Sicherheitsempfinden. Auch das LED-Tagfahrlicht, der Lichtsensor und elektrisch einstellbare Seitenspiegel und eine beheizbare Heckscheibe sind für Tucson-Puristen willkommene Komfort-Features. Das 3,5-Zoll-Display für den Bordcomputer (leider monochrom), 6 Lautsprecher und die Schnittstellen für USB, AUX und Bluetooth sorgen zwar heutzutage kaum mehr für ungläubiges Staunen, sind aber in der günstigsten Ausstattung bei der Konkurrenz nicht unbedingt eine Selbstverständlichkeit. Das gilt auch für die Klimaanlage und die 16-Zoll-Leichtmetallfelgen. Elektrische Fensterheber runden "Pure" erfreulich ab. Fazit: schon die Tucson-Basis bietet Beachtliches! 

Hyundai Tucson Original-Werbespot

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Was bietet Hyundai Tucson "Select"?

Eine Stufe über "Pure" soll "Select" insbesondere durch zusätzliche Sicherheitsfeatures überzeugen. Getreu dieser Maßgabe ist in der zweiten Tucson-Linie zunächst ein autonom funktionierender Notbremsassistent mit Frontkollisionswarner verbaut, der in Kombination mit dem Spurhalteassistenten, der Fußgängererkennung und dem Aufmerksamkeitsassistenten durchaus für ein merkliches Sicherheitsplus sorgt. Sonst ergibt der Ausstattungs-Test der zweiten Tucson-Variante nicht allzu viel Neues; immerhin spendiert Hyundai dem Tucson "Select" zusätzlich Nebelscheinwerfer, eine Klimaautomatik und ein mit Leder verkleidetes Lenkrad. Auch die sich automatisch ein- und ausfahrenden Seitenspiegel sind eine sehr nette Dreingabe – und das insbesondere, wenn man bedenkt, dass Hyundai für "Select" einen vergleichsweise moderaten Aufpreis von 1.630 Euro veranschlagt. Insgesamt ist "Select" ab 24.600 Euro zu haben. 

Hyundai Tucson, Halbseitenansicht von oben vorn, fahrend, grau
Foto: Foto: Hyundai

Die goldene Mitte: Hyundai Tucson "Trend"

An dieser Stelle kommen wir unausweichlich nochmal zum glänzenden Edelmetall: Die ab 27.150 Euro für Hyundais SUV erhältliche "Trend"-Ausstattung trägt das Prädikat "goldene Mitte" nämlich nicht ganz zu Unrecht. Zwar mag der Aufpreis für "Trend" von immerhin 2.550 Euro im Vergleich zu "Select" auf manche etwas abschreckend wirken; allerdings bietet "Trend" auch ordentlich "bang for the buck" – und wird insbesondere diejenigen begeistern, die Wert auf optische Akzente der stylischen Natur legen. In dieser Kategorie wertet "Trend" den Tucson mit LED-Rückleuchten auf, die ihn auch bei Dunkelheit deutlich von der anonymen SUV-Masse abheben. Attraktive 17-Zoll-Leichtmetallfelgen, ein silberfarbener Unterfahrschutz und eine Dachreling sorgen für weitere Aha-Momente und ergeben kombiniert ein bulliges und zugleich elegantes Gesamtbild. 

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Allerdings belässt es Hyundai bei "Trend" keineswegs beim schönen Schein. Eine Sitzheizung für Fahrer und Beifahrer ist ein willkommenes Zusatz-Feature, das man bei der Konkurrenz schon des Öfteren als Bestandteil einer höherwertigen Ausstattungslinie oder gar als kostspieliges Extra gesehen hat. Für weiteren Fahrkomfort sorgen eine elektrisch einstellbare Lendenwirbelstütze auf der Fahrerseite und das gerade in der Winterzeit hochwillkommene beheizbare Lenkrad. Eine Einparkhilfe für hinten, unterstützt von der Rückfahrkamera, ist auch mir an Bord, ebenso ein Tempomat mit Geschwindigkeitsbegrenzer. Automatisch abblendende Innenspiegel sind ebenfalls eine nette Dreingabe. Schön ist ebenfalls der Drive-Mode-Schalter, mit dem sich mit den Modi "Neutral", "Eco" und "Sport" das Fahrerlebnis den eigenen Wünschen anpassen lässt.

Auch in der Kategorie "Infotainment" kann "Trend" recht ordentlich punkten: Neben DAB+ und einem 7-Zoll-Farbdisplay sind auch Schnittstellen für Android-Auto und Apple CarPlay vorhanden. Einziger Wehrmutstropfen: Ein Navigationssystem ist nicht enthalten und muss aufpreispflichtig zugewählt werden. Dazu später noch mehr. Insgesamt lässt sich aber festhalten: In unserem Test hinterlässt der Hyundai Tucson in der "Trend"-Ausführung sowohl optisch als auch in puncto Ausstattung einen überaus stimmigen Eindruck. Fast sind wir an dieser Stelle schon versucht, unser Kreuzchen im Konfigurator zu setzen. Können uns die höherwertigen Ausstattungen noch umstimmen?

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Hyundai Tucson "Style": Das obere Mittelfeld

Für die nächsthöhere Ausstattung "Style" veranschlagt der Hyundai-Konfigurator einen Aufpreis von 2.750 Euro im Vergleich zu "Trend" - macht dann insgesamt einen Startpreis von 29.900 Euro für die zweithöchste Tucson-Variante. Ist dieser Aufpreis gerechtfertigt? Bevor wir uns mit den Einzelmerkmalen befassen, die "Style" dem "Trend"-Umfang hinzufügt, wird uns ein Detail besonders augenfällig: nämlich, dass "Style" gleich drei Features enthält, die bei "Trend" erst nachträglich (und natürlich gegen Aufpreis) hinzugewählt werden müssen. Das wäre zum einen das LED-Lichtpaket mit integriertem Fernlichtassistenten, das bei "Trend" mit immerhin 900 Euro Aufpreis zu Buche schlägt. Weiterhin ist auch die elektrische Parkbremse schon mit an Bord, für die wir sonst 250 Euro mehr bezahlen müssen. Für uns sogar noch entscheidender: Auch ein Navigationssystem gehört bei "Style" zum Serienumfang, während wir bei "Trend" 700 Euro extra für das Navigations-Paket einplanen müssen. 

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Als weitere Highlights von "Style" präsentiert uns der Hyundai-Konfigurator unter anderem eine Verkehrszeichenerkennung, zusätzlich eine vordere Einparkhilfe, 18-Zoll-Leichtmetallfelgen und eine Smartphone-Ablage mit induktiver Ladefunktion. Weiterhin wird dem Bordcomputer ein 4,2-Zoll-Farbdisplay spendiert. Die "LIVE-Services" informieren in Echtzeit über die aktuelle Verkehrslage, während die "Lifetime MapCare" die Karten des Navigationssystems auf dem neusten Stand hält. Auch Regensensor und Fernlichtassistent erfreuen das Herz des geneigten Tucson-Stylers. Apropos "Style": neben den genannten Achtzehnzöllern setzen das lederbezogene Lenkrad und ein mit Chrom eingefasster Kühlergrill zusätzliche Akzente in der Abteilung "Optik". 

Insgesamt beginnen wir doch, ein wenig an unserer Entscheidung für "Trend" zu zweifeln – bietet "Style" doch durchaus Gefälliges zu einem vergleichsweise moderaten Aufpreis. Was bieten die Top-Ausstattungen im Vergleich?

Hyundai Tucson "N Line": Die sportliche Variante zwischen "Style" und "Premium"

Die seit Ende März 2019 verfügbare Tucson „N Line“ basiert auf der Ausstattungslinie „Style“ und versteht sich als sportliche Alternative zu "Premium", was sich auch in der relativ geringen Preisspanne von 850 Euro zwischen "N-Line" und der luxuriösen Top-Linie niederschlägt. Optisch setzt die Sportausführung sehr markante Akzente und erweitert den Tuscon um Ledersitze mit „N Line“-Logo mit rot abgesetzten Ziernähten, Aluminium-Pedale, das KRELL-Sound-System sowie den schwarzen Dachhimmel und dunkle Dekor-Elemente. Im Außenbereich sorgt die „N Line“-Variante für ein doch sehr abgewandeltes Auftreten des Tucson: modifizierte Stoßfänger und ein stark an das Fullsize-SUV Hyundai Santa Fe erinnerndes Kühlergrill- und Diffusor-Design. An der oberen Heckpartie frisiert ein spezieller Dachspoiler die Optik, an der unteren das Doppel-Endrohr und an den Seiten die schwarz lackierten Außenspiegelgehäuse sowie 19-Zoll-Leichtmetallräder in Spezial-Design. Die Lackfarben-Palette enthält neun verschiedene Optionen. Die dynamische Anmutung bleibt bei der "N-Line" rein optisch. Denn so sportlich die Tucson-Linie auch daherkommt –  mit einem speziellen Sport-Motor lässt sie sich leider nicht ausstatten.

Preislich setzt Hyundai Tucson „N Line“ bei 34.550 Euro an und kommt dann mindestens mit dem 177 PS starken 1.6 GDI-Benziner. Beim Diesel ist ausschließlich der 2.0 CRDi wählbar, der Einstiegspreis lautet dementsprechend 41.100 Euro für die Variante mit Handschaltung. 

Hyundai Tucson "N Line": Bilder-Galerie

"Premium" für den Hyundai Tucson: Was die Top-Ausstattung bietet

Dass für "Premium", also die Top-Version des Hyundai Tucson, auch ein premiumtauglicher Aufpreis fällig wird, überrascht nicht. 5.500 Euro zusätzlich werden für die oberste Ausstattungsvariante im Vergleich zu "Style" fällig, insgesamt startet der Konfigurator-Preis bei 35.400 Euro.Dafür bleiben dann in puncto Ausstattung erwartungsgemäß kaum mehr Wünsche offen. Mit dabei sind beispielsweise der Totwinkel-Assistent, der Querverkehrswarner und der Around-View-Monitor, der eine 360-Grad-Rundumsicht bietet. Alle drei Helferlein sind auch für "Style" erhältlich und dort im Sicherheitspaket zusammengefasst, das dann 1.150 Euro Aufpreis kostet. 

Das KRELL-Soundsystem ist im Tucson der Ausstattungslinie "Premium" standesgemäß in Serie verbaut. Außerdem sorgen eine elektrische Heckklappe und das Smart-Key-System, das einen schlüssellosen Zugang zum Wagen ermöglicht, für zusätzlichen Komfort. Verchromte Türgriffe und die 19-Zoll-Leichtmetallfelgen geben dem Auftritt des Tucson "Premium" den entsprechenden Schliff. Und optional lassen sich noch zwei Leder-Pakete (1.600 Euro), das Panorama-Schiebedach (1.200 Euro), die Metallic-Lachierungen (610 Euro) und der adaptive Geschwindigkeitsregler mit Abstandsreglung nebst Stopp-Funktion (350 Euro) ankreuzen. 

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Advantage und Advantage+: Die neuen Sondermodelle 2020

Im Frühjahr 2020 hat Hyundai die "Advantage"-Reihe neu aufgelegt. Der Tucson-Konfigurator verzeichnet die Neuerungen unter der Kategorie "Sondermodelle". Faktisch handelt es sich um ein Bündel hochwertiger Features, die hier zusammengefasst sind und dem Kunden letztendlich die Wahl erleichtern sollen. Die Advantage-Modelle basieren auf der Ausstattungslinie "Trend", einige Ausstattungs-Upgrades stammen auch aus den höheren Linien oder sind nur bei den Sondermodellen verfügbar. Ein Tucson Advantage ist unter anderem ausgerüstet mit Leichtmetallfelgen in 18 Zoll (7,0 J x 18-Zoll-Leichtmetallfelgen mit 225/55 R 18 Bereifung), einer Sitzheizung im Cockpit und einer Einparkhilfe am Heck. Zur Sonderausstattung gehört auch ein "8-Zoll-Radio-Navigationssystem mit LIVE Services und Lifetime MapCare". Dieses Connectivity-Highlight beinhaltet nicht nur einen Farb-Touchscreen, sondern auch eine Smartphone-Integration für Apple CarPlay und Android Auto sowie eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung. Der Tucson Advantage ist zu einem Preis ab 27.240 Euro (für den 1.6 GDI Frontantrieb Benzin, 6-Gang) erhältlich. Verfügbar ist das Sondermodell für die Benzinmotoren ohne Allrad und den 1.6 CRDi Diesel 48 V-Mildhybrid, mit manueller Schaltung oder Doppelkupplungsgetriebe. 

Der Tucson Advantage+ setzt noch eins drauf und bringt, um nur die Highlights zu nennen, Voll-LED-Scheinwerfer mit, eine elektrische Heckklappe und 19-Zöller (7,5 J x 19-Zoll-Leichtmetallfelgen schwarz mit 245/45 R 19 Bereifung). Assistenzsysteme wie der Totwinkelassistent und Querverkehrwarner hinten gehören ebenfalls zu Advantage+. Ab 33.190 Euro kostet dieses Sondermodell. Advantage+ ist sowohl für den leistungsstärkeren Benziner als auch die beiden Getriebe-Varianten des mittleren Diesel erhältlich.

 

Hyundai Tucson 2019: Welche Ausstattung wir wählen

Haben wir zunächst stark zu "Trend" tendiert, entscheiden wir uns im Konfigurator letztlich für die zweithöchste Variante "Style". Das hat mehrere Gründe: Zum einen wollen wir auf keine in "Trend" enthaltene Annehmlichkeit verzichten, was die Wahl einer niedrigeren Ausstattungsline von vornherein ausschließt; andererseits erscheinen uns die in "Style" zusätzlich erhaltenen Extras aber mehr als ausreichend, um den Aufpreis von 2.750 Euro zu rechtfertigen. "Premium" hingegen bietet uns dann doch nicht genug Nützliches und Ansehnliches, um dafür gleich pauschal 5.500 Euro mehr auf den Tisch legen zu wollen. Klar: Die Geschmäcker und Bedarfslagen sind so verschieden und vielfältig wie die Ausstattungsoptionen des Hyundai Tucson – der gerade bei den erhältlichen Linien so viele Abstufungen bietet, dass hier fast jeder potentielle Käufer fündig werden sollte. Damit stehen wir in Kombination mit unserem 1,6-CRDI-Motor bei einem Zwischenpreis von 36.550 Euro.

Hyundai Tucson 2019: Bilder-Galerie 2

Hyundai Tucson 2019: Sonderausstattung und Pakete

Als "erfreulich übersichtlich" bezeichneten wir in unserem Artikel zum Tucson-Vorgängermodell die Optionen bei der Extra-Ausstattung. Bei dieser Feststellung können wir beim Nachfolger-Modell bedenkenlos bleiben. In puncto Sonderausstattung erweist sich der Hyundai-Konfigurator nämlich fast schon erschreckend spartanisch. Ab der Variante "Trend" stehen jeweils einige Pakete zur Verfügung, Farben und Felgen dürfen ausgewählt werden. Eine üppige Optionsliste wie bei der Konkurrenz aus Wolfsburg oder Ingolstadt sucht man hier hingegen vergeblich.  

WIr können unseren "Style" ausgestatteten Hyundai Tucson also nur noch mit dem ein oder anderen Ausstattungspaket zu erweitern. Zur Verfügung steht uns hier zum einen das KRELL-Soundsystem für 500 Euro, bei dem wir aber mangels Hi-Fi-Purismus passen. Als äußerst sinnvoll erscheint uns hingegen das oben erwähnte Sicherheitspaket für 1.500, das wir auch für diesen Aufpreis gerne auswählen. Das Smart-Key-System für 350 Euro und das Panorama-Dach für 1.200 Euro sparen wir uns. 

Fertig? Nun, fast. Zwei nicht ganz unwichtige Entscheidungen stehen noch aus. Zum einen wäre da die Wahl der passenden Lackierung. Gratis bekommen wir das durchaus schicke "Engine Red Uni", während die Uni-Sonderfarbe "Polar White" 250 Euro Aufschlag kostet. Ebenfalls zur Auswahl stehen verschiedene Metallic- und Mineraleffekt-Töne, die jeweils mit 610 Euro zu Buche schlagen. Besonders schick finden hier wir das kräftige und zugleich elegante "Stellar Blue Metallic", das wir trotz des Aufpreises kurzerhand unserer Konfiguration hinzufügen. 

Bei den Felgen können wir wahlweise für 600 Euro statt der Achtzehnzöller 19-Zoll-Leichmetallfelgen zuwählen, die uns auch auf Anhieb ansprechen und unseren Hyundai Tucson "Style" optisch noch einen Tick nachschärfen. 

Hyundai Tucson 2019: Preis-Ergebnis im Konfigurator-Test

Fassen wir nochmal zusammen, was unser Hyundai Tucson 2019 letztlich kann und kostet. Wobei allzu viel Verwirrung im Hyundai-Konfigurator nicht entsteht – wie schon beim Vorgänger gestaltet sich die Zusammenstellung des Wunsch-Tucson erstaunlich simpel und stringent. Gerade in puncto Ausstattungslinien präsentiert Hyundai den Tucson zudem ausgesprochen vielfältig: Die fünf erhältlichen Abstufungen sollten für jede Geschmackslage – ganz egal ob puristisch, sportlich oder exklusiv – eine wenigstens ansatzweise passende Linie bereithalten. Weit weniger Möglichkeiten hat man hingegen beim Feintuning: Momentan herrscht in der Abteilung Sonderausstattung eher funktionale Kargheit vor, was sich insbesondere bei den beiden niederen Ausstattungslinien ärgerlich ist, da sich hier im Konfigurator nachträglich weder Pakete noch Extras zurüsten lassen.

Unser Hyundai Tucson "Style" in "Stellar Blue Metallic" und mit 19-Zoll-Leichmetallfelgen.
Unser Hyundai Tucson "Style" in "Stellar Blue Metallic" und mit 19-Zoll-Leichmetallfelgen.
Foto: Hyundai

Ungeachtet dieser Irritationen sind wir letztlich mit dem Ergebnis unserer Konfiguration ausgesprochen zufrieden – das natürlich insbesondere, weil wir uns anstelle der niedrigeren Ausstattungslinien für das höherwertige "Style" entschieden haben, das viele Komfort-Features schon von vornherein mitbringt und sich im Gegensatz zu "Pure" und "Select" auch noch mit Paketen nachbestücken lässt. 29.900 Euro Einstiegspreis werden im Konfigurator für die zweithöchste Ausstattung veranschlagt. Beim Motor waren wir hingegen etwas bescheidener und haben dem stärkeren Diesel und der Allrad-Verlockungen erfolgreich getrotzt: Der 1,6-Liter-Diesel mit 136 PS und DCT ist für das hauptsächlich von uns beackerte City-Terrain wohl mehr als ausreichend und noch dazu sparsam im Verbrauch. Die Kombination aus Ausstattungslinie und Antrieb ergibt im Tucson-Konfigurator einen Zwischenpreis von 36.550 Euro.

Weiter ging es zu den Paketen, Farben und Felgen. Hier kommen wir mit dem Sicherheitspaket, der Stellar-Blue-Metallic-Lackierung und den 19-Zoll-Felgen letztlich auf einen Endpreis von 39.260 Euro, der uns gleich aus mehreren Gründen sehr zufriedenstellt. Einmal natürlich, weil wir (wie schon beim Vorgänger) ein Kompakt-SUV erhalten, das in seiner Ausstattung und mondän-stylisher Anmutung kaum Wünsche offenlässt – und andererseits, weil wir mit unserem Hyundai Tucson sogar unter der 40.000er-Marke bleiben, uns dafür über ein äußerst attraktives Gesamtpaket freuen dürfen und dafür nicht einmal die heimische Goldader anzapfen müssen. 

Der Hyundai Tucson 2019 im Video - Facelift mit feinen Facetten

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Hyundai Tucson 2019: Ist der teuerste Motor auch der beste?

Das heißt aber lange noch nicht, dass wir auch den teuersten Motor nehmen müssen. Denn alleine die Entscheidung, ob es ein Diesel-Hybrid oder ein Benziner sein soll schlägt sich gegebenenfalls vierstellig in den Anschaffungskosten nieder. Trotzdem wollen wir in unserer alternativen Tucson-Konfiguration die stärkste Leistung haben, Allrad auch und Automatik sowieso. Und wenn man den Kreis der dafür infrage kommenden Aggregate derart einengt, kommt man fast zwangsläufig auf zwei Finalisten:

Benzin:

  • 1.6 GDI (Allrad): 130 kW (177 PS), Verbrauch 7,6 l/100km, Doppelkupplungsgetriebe – ab 39.200 €

Diesel/Hybrid:

  • 2.0 CRDi (Allrad): 136 kW (185 PS), Verbrauch 5,8 l/100km, Automatik – ab 43.850 €

Diese beiden Motoren können unsere oben genannten Wunsch-Kriterien von Kraft, Komfort und Geländetauglichkeit am besten erfüllen. Unterschied im Preis: 4.650 Euro. Unterschied im Verbrauch: 1,9 Liter. Die Leistungsdifferenz von 8 PS fällt hingegen kaum ins Gewicht.

Tatsache ist somit, dass der CRDi-Diesel/Mildhybrid schon aufgrund seiner teilelektrischen Einspeisung im Direktvergleich weitaus weniger durstig ist, wogegen der GDI-Benziner mit seinen 7,6 Litern Kombi-Verbrauch – auch im Markenvergleich – doch recht ordentlich schluckt. Rechtfertigt dies aber einen erheblichen Preis-Abstand? Wir stehen hier am Scheideweg, wobei natürlich wieder die altbekannte Frage „Vielfahrer oder nicht?“ ins Spiel kommt. Und außerdem die CO2-Effizienz als Zünglein an der Waage. Denn der 1.6 GDI-Benziner stößt mit 175 g/km CO2 auch deutlich mehr aus als der 2.0 CRDi-Diesel/Mildhybrid-Motor. Dieser emittiert lediglich 154 g/km Kohlendioxid und wird damit gemäß dem DAT-Leitfaden in die vorteilhafte Effizienzklasse „B“ eingeordnet, wogegen der durstige Benziner nicht über die magere „D“-Klassifizierung hinauskommt.

Fazit: Will man mit dem bulligen Hyundai Tucson der Umwelt nicht übermäßig zur Last fallen, sollte man sich für den Diesel/Mildhybrid-Antrieb entscheiden. Dem Beschleunigungspotential tut dies auch kaum einen Abbruch: Der 2.0 CRDi ist im Sprint nur um 0,3 Sekunden langsamer als der Benziner. In puncto Höchstgeschwindigkeit erreichen beide 200 km/h. Kurzum: Da wir mit unserem Tucson viel unterwegs sein wollen, kommt uns der Diesel/Mildhybrid-Motor deutlich günstiger und auch unser grünes Gewissen wird durch den geringen CO2-Ausstoß nicht übermäßig belastet. Deshalb steht für uns nun fest: Der Hyundai Tucson 2.0 CRDi mit 185 PS, Allrad und Automatik kommt für 43.850 Euro auf die Konfigurator-Rechnung. Damit liegen wir jetzt auch an der Spitze des Hyundai Tucson-Preis-Spektrums.

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Hyundai Tucson „Premium“: Preis-Auswirkungen auf die Sonderausstattung?

Zunächst lässt sich diese Frage mit einem „Nein“ beantworten – wenigstens teilweise. Denn im Bereich der Lackierungen ergeben sich keine Auswirkungen auf den Preis des Hyundai Tucson. Das Farbenspektrum bleibt dasselbe. Im Gegensatz zu manch anderem Top-Modell der Konkurrenz schränkt sich die Optionsliste diesbezüglich weder ein, noch erweitert sie sich, noch gibt es irgendwelche optionale oder obligatorische Sonderlackierungen. Heißt: Wir können diesen Punkt geruhsam übergehen und kommen zur zweiten Hälfte dieses Konfigurator-Punktes: Wie steht es preislich um die Zusatztechnik, das Extra-Styling oder die sonstigen Sonderausstattungs-Möglichkeiten bei unserem Hyundai Tucson „Premium“?

Hier stellt sich die Kosten-Situation schon anders dar. Denn die Zuwahl an weitergehender Ausstattung ist beim Hyundai Tucson strikt liniengebunden. Heißt: Bestimmte Elemente sind ab einer gewissen Ausstattungslinie erhältlich. Und weil wir mit unserem Hyundai Tucson „Premium“ die Top-Linie gewählt haben, ist für uns diesbezüglich auch alles möglich. Das stellt sich folgendermaßen dar: Mit 5.500 Euro liegen wir pauschal über dem Hyundai Tucson „Style“. Und für diesen Aufpreis verfügt unser „Premium“-Tucson schon alles das, was bei „Style“ noch kostenpflichtig wählbar war. Das sind:

  • Sicherheits-Paket - 1.150 €
  • KRELL Premium Sound System - 500 €
  • Smart-Key-System mit Start/Stopp-Knopf - 350 €
  • Elektrische Heckklappe - 500 €
  • 7,5 J x 19-Zoll-Leichtmetallfelgen mit 245/45 R 19 Bereifung - 600 €

Rechnet man nach, kommt man dabei auf eine Gesamtsumme von genau 3.100 Euro. Nur? Für den Tucson „Premium“ haben wir ja schließlich die erwähnten 5.500 Euro mehr bezahlt. Wie rechnet sich das? Oder genauer: Ist das legitim? Es bleiben ja nach Abzug immerhin noch 2.400 Euro übrig. Und wo bleibt der Gegenwert dafür? Es muss also noch etwas anderes sein, das den Hyundai Tucson „Premium“-Preis rechtfertigen kann. Tatsächlich lassen sich bei genauer Durchsicht der Serienausstattung noch einige andere Dinge finden, die in der Gesamtdarstellung des Hyundai Tucson „Premium“ etwas unterzugehen drohen. Nämlich verchromte Türgriffe, die Scheinwerferreinigungsanlage und die Sitzheizung für die äußeren Rücksitzplätze. Zudem sind bei „Premium“ Fahrersitz und Beifahrersitz elektrisch einstellbar. Man kann also sagen, dass die Tucson-Top-Variante schließlich doch mehr in Serie mitbringt, als man vordergründig vermutet. Was diese Elemente noch besonders „wertvoll“ macht: Sie sind auch für keine der anderen Tucson-Varianten erhältlich.

Zum Schluss kommen nun noch die vorhin schon erwähnten strikten Linienbindungen der Zusatzausstattung mit ins Spiel. Wir finden für unseren Hyundai Tucson „Premium“ also ein spezielles Zusatzangebot aus drei Optionen, das wiederum ausschließlich auf diese Linie zugeschnitten und für alle weiteren Linien eben nicht erhältlich ist:

Hyundai Tucson "Premium", Seitenaufnahme des Cockpits, Lederbezüge schwarz
Foto: Noble Lederbezüge werden erst ab der Linie "Premium" möglicht. Dann aber auch nur gegen Aufpreis und in Form eines sogenannten Leder-Pakets. - Foto: Hyundai
  • Leder-Paket (in Rot, Schwarz oder Grau) - 1.600 €
  • Panorama-Glas-Schiebedach - 1.200 €
  • Adaptive Geschwindigkeitsregelanlage mit Abstandsregelung und Stopp-Funktion - 350 €

Fazit zum Hyundai Tucson „Premium“: Mehr ist nicht mehr möglich!

Egal, ob man diese Zusatzausstattung für den Tucson mitnimmt oder nicht, wird erst bei genauerem Hinsehen der Mehrwert der „Premium“-Variante deutlich. Sie besitzt größere und kleinere Extras in Serie, die weder für „Style“, noch für die anderen Varianten verfügbar sind. Damit stellt der Hyundai Tucson sozusagen das Gegenteil eines Audi-SUV dar, bei denen man sich für alle Linien und frei nach Lust und Laune (fast) sämtliche Extras mitverbauen lassen kann. Beim Tucson hingegen wird es umso exklusiver, je höher man geht. Bestimmte Sonderausstattungen sind immer nur für bestimmte Linien zu haben. In der jeweils nächsthöheren Stufe gehören sie dann zur Serie, und das Ganze wiederholt sich bis zum Top-Modell. Man bezahlt den Aufpreis sozusagen auch dafür, dass man diese Sonderausstattungen überhaupt mit in die Konfiguration des Tucson übernehmen darf.

Für uns, die wir uns ja eingangs vorgenommen haben, das Optimum an Kraft und Ausstattung aus unserem Tucson herauszuholen, heißt es jetzt nur noch, die drei Sonderausstattungs-Optionen von Hyundai Tucson „Premium“ auszuwählen und zu sehen, was dabei herauskommt. Mit unserem Spitzen-Antrieb und kombiniert mit der Wahl-Linie „Premium“ sind wir im Konfigurator zunächst bei 44.460 Euro gelandet. Wie beim vorhin konfigurierten Hyundai Tucson „Style“ nehmen wir als Lackfarbe erneut das „Stellar Blue Metallic“ (610 Euro). Oder? Nein, lieber doch „Platinum Silver Mineraleffekt“. Es spielt wie gesagt keine Rolle und kostet genauso viel.

Schließlich stehen wir mit dem Dreierpack aus dem Sonderausstattungsbereich bei 47.610 Euro. Der Preis-Abstand zu unserer Tucson „Style“-Konfiguration beträgt damit 9.300 Euro. Wir haben nun alles drin, was bei einem Hyundai Tucson 2019 überhaupt möglich ist und gleichzeitig die Spitze der Preis-Fahnenstange erreicht. Ist das nun legitim? Wenn man der inneren Logik des Hyundai Tucson-Konfigurators folgt, dann ja. Günstiger wird eben nichts. Und darum mag eben dies einige Hyundai-SUV-Käufer letztendlich wohl doch zu einer anderen Entscheidung kommen lassen.

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