VW Polo Facelift, Halbseitenansicht von vorne, stehend, blau

Wertbeständig und verlässlich

VW Polo, Touran, Caddy & Co. gebraucht: Das solltet Ihr wissen

Top-Qualität zum kleinen Preis? VW Touran, Golf und up! sind als Gebrauchte begehrt. Worauf sollte man beim Kauf achten?

Einen VW Polo gebraucht kaufen, ohne versteckte Mängel zu riskieren? Welchen Eindruck macht ein VW Caddy gebraucht? Und worauf ist bei VW Touran-Gebraucht-Modellen besonders zu achten? Solche und ähnliche Fragen stellen sich, wenn man sich einen VW-Gebrauchtwagen kaufen will. 

Pauschale Antworten gibt es dabei nur sehr selten. Vor dem Kauf sollte man sich immer genau informieren. In diesem Ratgeber geben wir Euch einen Überblick über die jeweils wichtigsten Daten, Stichworte und Modell-Varianten. Auch auf die aktuellen Preise für ordentlich ausgestattete und motorisierte Modelle werfen wir einen genaueren Blick. Und natürlich auf die Einschätzungen des ADAC und den TÜV-Report 2022. 

VW up! gebraucht (Facelift, seit 2016): Flinker Mini 

Foto: Volkswagen
Foto: Volkswagen

Knapp fünf Jahre nach seinem Marktstart hat der quirlige Kleinstwagen VW up! ein Facelift erhalten. Das aufgefrischte Modell ist seit 2016 unterwegs und erfreut sich auch als Gebrauchtwagen einer großen Beliebtheit. 

Charakteristik: Der VW up! als Gebrauchtwagen 

Beim Facelift-Modell kann die jeweilige Serienausstattung stark variieren – je nachdem, um welche Ausstattungslinie es sich handelt. Diese wurden nämlich im Lauf der Jahre immer wieder umgestellt. Und auch ihre Namen haben sich geändert: "up!" (Basismodell), "up! Black Style", "up! White Style" und "up! R-Line" (Top-Modell). 2018 hießen die Linien noch "take up!" (Basismodell), "move up!" und "high up!" (Top-Modell). Auch die Ausstattungszusammensetzungen sind hier unterschiedlich. Ein heutiges Basismodell ("up!") enthält bereits serienmäßig eine Klimaanlage, während in dem von 2018 ("take up!") noch keine verbaut war, sondern erst im Top-Modell "high up!". Digitaler Radioempfang (DAB+) musste 2018 noch aufpreispflichtig zugerüstet werden, im heutigen up!-Basismodell gehört er zum Standard. Beim Kauf eines VW up!-Gebrauchtwagens sollte man sich also noch weniger auf die Bezeichnung "Facelift-Modell" verlassen als bei anderen Autos. Vielmehr sollte man sich eine detaillierte Liste über den Inhalt und Umfang der Ausstattung ansehen. Es gilt die grobe Regel, dass jüngere VW up!-Gebrauchtwagen (also auch die Varianten "up! Black Style", "up! White Style" und "up! R-Line") mehr Ausstattung mitbringen als "take up!", "move up!" und "high up!". 

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Motoren 

Wie bei einem Kleinstwagen kaum anders zu erwarten, bewegten sich alle bislang erschienenen Motorvarianten des VW up! unter der 100-PS-Marke. Mit Ausnahme des VW up! GTI, der 115 PS auf die Straße bringt. 

Will man sich einen VW up! gebraucht kaufen, steht man zunächst vor der Wahl zwischen Benzin-, Elektro- oder Erdgas-Antrieb. Bei den Ottomotoren stehen die Leistungsstufen 60, 65, 75 oder 90 PS zur Wahl. Bis auf die 65-PS-Maschine wurden alle anderen Varianten in den Jahren 2019 oder 2020 aus dem Programm genommen, sodass derart motorisierte VW up!-Modelle nur noch gebraucht erhältlich sind. Die Erdgas-Variante namens VW eco up! mit ihren 68 PS steht seit 2012 im Angebot, wird aber aufgrund der derzeit angespannten Beziehungen zu bestimmten Erdgas-Lieferländern wohl nicht mehr so gefragt sein. Die Elektro-Version des Kleinwagens hat ebenfalls einen eigenen Namen bekommen: VW e-up!. Zwischen 2013 und 2019 wurde er mit einem 82 PS starken Aggregat betrieben. Wer es besonders zügig haben möchte, sollte nach einem VW up!-Gebrauchten Ausschau halten, der mit dem zwischen 2016 und 2019 gebauten 90-PS-Benziner 1.0 TSI bestückt ist. Hier dauert der Standsprint auf Tempo 100 nach Konzernangaben nur 9,9 Sekunden. Alle anderen Motoren liegen damit jenseits der 13-Sekunden-Marke. 

Als Kleinstwagen war der VW up! nie sehr verbrauchsintensiv. Kombiniert lag der Spritbedarf zwischen rund vier und 4,5 Litern Benzin pro 100 km – allerdings nach dem alten NEFZ-Zyklus. Im realitätsnäheren neuen WLTP-Testzyklus fallen die Verbrauchswerte etwas höher aus. Laut ADAC ist beim 65-PS-Benziner mit einem kombinierten Verbrauch von 5,1 l/100 km zu rechnen. In puncto CO2-Effizienz schaffen es fast alle Benziner auf ein gutes "B" oder ein durchschnittliches "C". Der Erdgasmotor und die Elektroantriebe wurden jeweils mit einem hervorragenden "A+" bewertet. 

Wie bei allen Gebrauchtwagen ist auch beim VW up! die EU-Abgasnorm ein wichtiges Thema. Zwar standen Benziner nie so in der Kritik wie Dieselmotoren. Wer mit seinem gebrauchten VW up! auf der sicheren Seite sein will, sollte allerdings auf die sichere Zertifizierung nach Euro 6d-Temp achten. Die gute Nachricht: Nach 2015 wurden im VW up! ohnehin keine Euro 5-Motoren mehr verbaut. Die letzten Euro 6-Benziner liefen im Herbst 2019 vom Band. Mit letzteren ist der up! nicht dringend von Fahrverboten in hoch schadstoffbelasteten Gebieten bedroht. 

Was sagen TÜV-Report und ADAC?

Die großen Stärken von VW up!-Gebrauchten liegen laut TÜV-Report 2022 in den Kategorien Achsaufhängung und Auspuffanlage. Auch in den Rubriken Achsfedern/ Dämpfung, Lenkung, Bremsbauteile und Ölverlust am Motor/Antrieb bringt er es auf die zweitbeste Durchschnittsbewertung. Eher durchwachsen sieht es bei den Themen Beleuchtung und Funktion der Bremse aus. Die Hauptkritik betrifft die Funktion der Fußbremse und ab der zweiten Hauptuntersuchung, was auch die Feststellbremse betrifft. Hier treten überdurchschnittlich oft Mängel auf. Beim Gebrauchtwagenkauf sollte auf diesen Bereich also besonders geachtet werden. Bremsschläuche und -leitungen gelten dagegen als tadellos und die Bremsscheiben auch besser als bei der Vergleichsgruppe. Zu achten gilt es bei VW up!-Gebrauchtmodellen auf das Abblendlicht, das manchmal verstellt sein kann. Scheinwerfer und Rückleuchten fielen laut TÜV-Report vor allem bei der zweiten Hauptuntersuchung auf.

Gute Sicherheitsausstattung, großzügiges Raumangebot vorne und zuverlässige Technik, diese Punkte stellt der ADAC beim VW up heraus! Auch seine Wertstabilität wird positiv erwähnt. Kritisch sieht der Automobilclub die trägen Automatikgetriebe und den schwachen Erdgasmotor. In der Pannenstatistik scheidet der up! gut bis sehr gut ab. Im Zulassungsjahrgang 2019 ist er sogar der Beste unter den bewerteten Modellen. Bis einschließlich dem Zulassungsjahrgang 2017 gab es weniger als zehn Pannen pro 1.000 Fahrzeuge. 

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VW up! gebraucht kaufen: Das ist noch wichtig

Fast noch wichtiger als die Ausstattungslinien ist beim VW up! die Sonderausstattung. In diesem Punkt entscheidet sich, welche Funktionen und Fähigkeiten das jeweilige Gebraucht-Modell mitbringt. Dazu zählen beheizbare Vordersitze, Klimaanlage und die Einparkhilfe mit akustischen Warnsignalen für den Heckbereich. Außerdem beheizbare Außenspiegel, Regensensor, eine automatische Fahrlichtschaltung und die Geschwindigkeitsregelanlage. Sogar eine Rückfahrkamera kann mit an Bord sein. Viel mehr Luxus ist bei VW up!-Gebrauchten nicht zu erwarten. Volkswagens Kleinster ist eben ein Pragmatiker. Und damit er dieser Rolle auch bestmöglich gerecht wird, sollte man bei Gebrauchtwagen vor allem auf die genannten Extras Wert legen. 

Gut bestückte VW up!-Gebrauchtwagen sind zurzeit ab etwa 8.000 Euro erhältlich. Bei Modellen mit Vollausstattung kann sich der Preis sogar an der 20.000-Euro-Marke bewegen. Will man sich einen VW e-up! gebraucht kaufen, ist im Schnitt mit ein paar Hundert Euro mehr zu rechnen.

VW Polo gebraucht kaufen (6. Generation, seit 2017): Der kleine Klassiker 

Foto: Volkswagen
Foto: Volkswagen

Der Polo der aktuellen Generation Nummer sechs ist 2017 erschienen und seit dem Modelljahr 2021 in aufgefrischter Form unterwegs. Das Facelift betrifft vor allem die Optik wie die Lichttechnik, aber auch die technische Ausstattung in Form des neuen MIB 3 (Modularer Infotainment-Baukasten), der den Kleinwagen in die digitale Moderne bugsiert hat. Für einen Kleinwagen hat der Polo 6 ein großes Ladepotenzial: 351 Liter passen in den Kofferraum, 71 Liter mehr als beim Vorgängermodell VW Polo 5. Legt man die Rücksitze um, werden daraus 1.125 Liter. Der Polo 6 macht dem Ruf der VW-"Raumwunder" also alle Ehre. 

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Charakteristik: Der VW Polo als Gebrauchtwagen 

Facelift- oder Vor-Facelift-Modell unterscheiden sich nicht nur in ihrer Serienausstattung. Auch die höherwertigen Ausstattungslinien setzen sich jeweils etwas anders zusammen, was sich in den unterschiedlichen Namen widerspiegelt: Bei der Vor-Facelift-Ausgabe des Polo 6 hießen die Linien (in aufsteigender Reihenfolge) noch "Trendline" (= Basismodell), "Comfortline" und "Highline" (mit Top-Serienausstattung), beim Facelift-Modell trifft man auf "Life" (Basismodell), "Style" und "R-Line" (mit Top-Serienausstattung). Wer sich also einen VW Polo gebraucht kaufen möchte, sollte unbedingt darauf achten, in welcher Ausstattungslinie der Wagen kommt. Denn das kann einen deutlichen Unterschied machen. Beispielsweise enthält das aktuelle Top-Modell "R-Line" serienmäßig das Beste, was ein gebrauchter Polo 6 generell zu bieten hat: etwa ein mehrfarbiges Digital Cockpit, App-Connect (inkl. App-Connect Wireless für Apple CarPlay und Android Auto) oder 16 Zoll großen Design-Felgen. Im krassen Gegensatz dazu fehlen dem Basismodell der Vor-Facelift-Ausgabe ("Trendline") essenzielle Dinge wie eine Klimaanlage oder ein Multifunktionslenkrad. Im letzteren Fall macht der Polo gebraucht keine allzu gute Figur. Ein allzu rigider Spar-Wille kann also dazu führen, dass das Polo-Gebraucht-Modell sehr spartanisch daherkommt.

Trotzdem kann man bei Polo-Gebrauchtwagen der sechsten Generation nicht allzu viel falsch machen. Schließlich sind beispielsweise das Umfeldbeobachtungssystem "Front Assist" mit City-Notbremsfunktion und Fußgängererkennung, eine Reifenkontrollanzeige, der Berganfahrassistent oder ein Geschwindigkeitsbegrenzer in allen Modellen serienmäßig enthalten.  

Motoren

Im Antriebsspektrum des VW Polo 6 hat sich im Laufe der Jahre einiges getan: Der 95-PS-Dieselmotor wurde 2020 aus dem Angebot genommen, der mit 80 PS schon 2019. Ein gebrauchter Polo mit diesen Aggregaten war also schon einige Jahre unterwegs und könnte deshalb gewisse Abnutzungsspuren aufweisen. Außerdem erfüllt nur der Diesel mit 95 PS die strengen Abgasstandards von Euro 6d-Temp. Die schwächeren sind lediglich mit Euro 6 zertifiziert und darum in stark schadstoffbelasteten Gebieten weniger vor eventuellen Fahrverboten gefeit. Die seit August 2020 verfügbaren Benziner (80, 95, 110 und 150 PS) sind mit Euro 6d zertifiziert, erfüllten aber schon seit Oktober 2018 die Euro-Norm 6d-Temp. 

Zwischen 2017 und 2019 waren darüber hinaus Benziner-Varianten mit 65 und 75 PS erhältlich, in den Jahren 2018 bis 2020 dazu eine mit 115 PS. Dabei gilt es zu beachten, dass vor allem die Motoren der Baujahre 2017 und 2018 nur über das Euro 6-Zertifikat verfügen. Mit einem 90 PS starken 1.0 TGI ist seit Herbst 2017 noch eine Erdgas-Variante auf dem Markt – besonders günstig in der CO2-Billanz, aber wegen der derzeitigen weltpolitischen Situation wohl kaum noch interessant.  

Was sagen TÜV-Report und ADAC?

Im TÜV-Report 2022 kommen zwei bis drei Jahre alte Modelle besonders gut weg: In den Kategorien Achsaufhängung, Achsfedern und -Dämpfung, Lenkung, Bremsbauteile, Auspuffanlage sowie Ölverlust am Motor/Antrieb gibt es durchwegs Bestnoten. Beachtlich auch die Bilanz beim Thema Beleuchtung, wogegen die Funktion der Bremse etwas häufiger von den Prüfern bemängelt wurde. Eine mögliche Achillesferse des Polo Nummer sechs, über deren Zustand man sich also immer erkundigen sollte, wenn man sich einen VW Polo gebraucht kaufen will. Unterm Strich besonders negativ aufgefallen ist dem TÜV bei neueren Modellen nichts. Erst bei vier bis fünf Jahre alten Gebrauchten der Vorgänger-Generation (Polo V) trieben insbesondere die Bremsen und die Erhaltung der Bremsbauteile den Prüfern etwas öfter die Sorgenfalten auf die Stirn. Mit dem Polo 6 scheint sich also vieles verbessert zu haben. Insgesamt liegt der Polo unter dem Mängeldurchschnitt: Lediglich 3,4 Prozent hätten erhebliche Mängel aufgewiesen. Das sind immerhin 1,4 Prozent weniger als der Durchschnitt. Ohne jegliche Mängel taten sich 95,3 Prozent der zwei bis drei Jahre alten Polo VI hervor – bei einem Gesamt-Durchschnitt von 92,5 Prozent. Kurzum: Diese Polo-Gebraucht-Modelle gehören mit zu den Besten in der Klasse und darüber hinaus.

Auch der ADAC lobt den Polo 6. Insbesondere die gute Verarbeitung, das großzügige Raumangebot, sichere Fahreigenschaften, logische Bedienung und eine ausgewogene Federung werden hervorgehoben. Außerdem die gelungene Lenkung und das Fahrverhalten. 

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Polo gebraucht kaufen: Das ist noch wichtig

Wie hier schon mehrmals angesprochen wurde, gilt es vor allem darauf zu achten, ob es sich beim jeweiligen Polo 6 um das Facelift- oder ein Vor-Facelift-Modell handelt. Dann, in welcher Ausstattungslinie er kommt und mit welcher Art von Sonderausstattung. Besonderheiten wie der halbautonome Parklenkassistent "Park Assist", die Rückfahrkamera oder die eine Telefonschnittstelle mit induktiver Ladefunktion machen selbst ein Polo-Gebraucht-Modell zum begehrten und entsprechend teuren Wunschobjekt. Und bringt der Motor dazu noch eine tolle Leistung, kann sogar die Preis-Grenze von 35.000 Euro überschritten werden. Dazu tragen auch die fast durchweg hervorragenden Noten von TÜV-Report und ADAC und der überdurchschnittlich gute Werterhalt von VW-Gebrauchten bei. Unerschwinglich ist ein ordentlich bestückter Polo-Gebrauchter deshalb nicht: Auf dem aktuellen Markt gibt es auch Modelle, die sich schon ab einem Preis von rund 11.000 Euro lohnen. 

Polo GTI gebraucht (6. Generation, seit 2017): Der Power-Polo

Foto: Volkswagen
Foto: Volkswagen

Die Dynamik-Ausgabe des VW Polo benötigt für den Sprint von 0 auf 100 Sachen nur rund 6,5 Sekunden. Neben dem starken 2,0-Liter-Benziner bietet der Polo GTI noch einige weitere Besonderheiten, die das Liebhaberherz höherschlagen lassen. Erst Mitte 2021 wurde der aktuellen sechsten Generation ein Facelift verpasst. Gebraucht ist der flinke Kleinwagen manchmal sogar als echtes Schnäppchen zu haben. 

Charakteristik: Der VW Polo als Gebrauchtwagen

Egal ob Facelift- oder Vor-Facelift-Modell: Jeder Polo GTI enthält dieselbe Serienausstattung wie das Muttermodell und bietet zudem sportliche Erweiterungen wie 17 Zoll große Leichtmetallräder, das Sportfahrwerk, eine Fahrprofilauswahl, eine Pedalerie in Edelstahl, beheizbare Top-Sportsitze (vorn) mit Lendenwirbelstützen und ein verchromtes Abgas-Doppelendrohr und eine Ambientebeleuchtung. An den vorderen Einstiegsleisten in Aluminium prangt der GTI-Schriftzug. Für ein kleines Plus an technischer Assistenz sorgt die Müdigkeitserkennung und eine Einparkhilfe mit Ultraschall-Warnsignalen für den Front- und Heckbereich. Beim Facelift-Modell sind darüber hinaus der Notbremsassistent "Front Assist", ein Geschwindigkeitsbegrenzer und der Spurhalteassistent "Lane Assist" enthalten. Bei Polo GTI Gebraucht-Modellen der Facelift-Auflage ist deshalb mit einem höheren Preis zu rechnen. Hat ein Vor-Facelift-Gebrauchter diese Systeme als Sonderausstattung mit an Bord, gleicht sich der Preisunterschied wieder etwas aus. 

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Motoren

Polo GTI-Gebrauchte sind als 200- und 207-PS-Benziner erhältlich. Dieser eher unerhebliche Unterschied liegt in einem generellen Motor-Update im Zuge des Facelift im Jahr 2021 begründet. Seither bietet der Motor den sicheren Abgasstandard Euro 6d. Bei den von November 2018 und bis zum Facelift produzierten Modellen war es das ebenfalls sichere Euro 6d-Temp. Davor war es Euro 6b, was aber nur im Extremfall ein mögliches Fahrverbot in besonders hoch schadstoffbelasteten Gebieten nach sich ziehen würde. 

Das sagen TÜV-Report und ADAC 

Beim TÜV-Report 2022 gilt für Polo GTI-Gebrauchte dasselbe wie für alle Modelle dieses Typs: Der Polo der sechsten Generation heimst fast ausnahmslos Bestnoten ein. Allein über die Funktion der Bremse sollte man sich genau erkundigen, wenn man sich einen Polo GTI gebraucht kauft. 

Der ADAC kritisiert am Polo GTI (mit dem zwischen 2019 und 2020 angebotenen 200-PS-Motor), dass ein verbauter Subwoofer die Kofferraum-Variabilität recht stark einschränke. Außerdem der hohe Anschaffungspreis, der recht kleine Tank (40 Liter) und dass es keine Haltgriffe am Dachhimmel gibt. Das wirkt fast wie Jammern auf hohem Niveau, wenn man mit den Stärken dagegenhält, die der ADAC auflistet: Der durchzugsstarke Motor, ein gutes Platzangebot für Kleinwagen, das dynamische Sport-Select-Fahrwerk, gutes LED-Frontlicht (Option) und ein sauberer TSI-Motor mit OPF. Im ADAC-Autotest wurde diesem Polo GTI im Oktober 2019 die Gesamtnote 2,4 bescheinigt. Das Autokosten-Urteil lautete: 2,1.  

Polo GTI gebraucht kaufen: Das ist noch wichtig

Grundsätzlich haben VW Polo GTI-Gebrauchte schon einige Ausstattungsextras wie die komfortablen Sportsitze oder die Ultraschall-Einparkhilfe serienmäßig an Bord. Wenn weitere Sonderausstattung verbaut ist, hebt das den Preis mitunter noch kräftig an: 18 Zoll-Felgen, Parklenkassistent, eine Telefonschnittstelle mit induktiver Ladefunktion oder das "Sport Select"-Fahrwerk mit Tieferlegung. Auch eine noch nicht ausgelaufene Anschlussgarantie zählt zu den wertsteigernden Faktoren, denn sie lässt sich ohne Weiteres auf den Gebrauchtwagen-Käufer übertragen. 

Mit anspruchsvoller Ausstattung ist der VW Polo GTI gebraucht mittlerweile schon ab etwa 22.000 Euro erhältlich. Zum Teil sogar mit Navigationssystemen und 2-Zonen-Klimaanlagen. Facelift-Modelle mit besonders opulenter Sonderausstattung können aber auch bis zu 34.000 Euro kosten. 

VW Golf 7 gebraucht (Facelift, seit 2017): Immer noch hoch im Kurs

Foto: Volkswagen
Foto: Volkswagen

Als Gebrauchtwagen nach wie vor ein überaus begehrt ist der VW Golf der Generation Nummer sieben. 2012 löste diese Ausgabe den Golf 6 ab und machte 2021 dem Golf 8 Platz. In diesem Zeitraum wurde der VW Golf 7 regelrecht mit Preisen überhäuft: europäisches Auto des Jahres 2013, World Car of the Year, Goldenes Lenkrad und noch einige weitere Auszeichnungen. Egal, ob als Ursprungsfassung oder als Facelift-Modell, das 2017 in die Showrooms kam: Der Golf 7 hatte immer die Nase vorn. Das macht ihn auch als Gebrauchten sehr beliebt, was genauso für all seine Ableger-Versionen gilt: Golf 7 Variant, GTI, GTD oder den e-Golf.

Charakteristik: Der VW Golf 7 als Gebrauchtwagen

Der Golf 7 war in den drei Ausstattungen erhältlich: "Trendline" (Basismodell), "Comfortline" und "Highline" (Top-Modell). Zur Grundausstattung des Golf 7 zählen elektrisch einstell- und beheizbare Außenspiegel, eine Reifenkontrollanzeige, Müdigkeitserkennung, das Radio "Composition Colour" mit vier Lautsprechern und eine Klimaanlage mit Staub- und Pollenfilter. "Comfortline" erweitert den Bestand um Komfort-Vordersitze mit Lendenwirbelstützen, Ultraschall-Einparkhilfen für den Front- und Heck-Bereich und das Umfeldbeobachtungssystem "Front Assist" mit City-Notbremsfunktion und Fußgängererkennung. Die Top-Ausstattung "Highline" kommt unter anderem mit Ambientebeleuchtung, Sportsitzen, einer 2-Zonen-Klimaautomatik und Nebelscheinwerfern. Im Gegensatz zum neuen Golf 8 haben gebrauchte Golf 7 keine Telefonschnittstelle mit induktiver Ladefunktion an Bord. Auch die Ultraschall-Einparkhilfen sind, wie wir eben gesehen haben, erst ab "Comfortline" serienmäßig. Gleiches gilt für den Notbremsassistenten "Front Assist" mit Fußgänger- und Radfahrererkennung. Der Spurhalteassistent "Lane Assist" war sogar nur als Sonderausstattung erhältlich. Wenn man sich einen Golf 7 gebraucht kaufen will, sollte man auf diese Details achten. 

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Das "Raumwunder"-Argument zählt auch bei Golf 7. Sein Gepäckraumvolumen beträgt 380 Liter, aus denen bei umgeklappter Rücksitzbank 1.270 Liter werden. Bei Vierrad-Antrieb fällt das Ladepotenzial mit 343 bis 1.233 Litern etwas kleiner aus. In einen VW Golf 7 mit Erdgas-Motor passen nur 291 bis 1.181 Liter. 

Motoren

Ein "heißes Eisen" bei gebrauchten Golf 7 ist die Frage nach dem Abgas-Zertifikat. Genauer: Erfüllt der Motor des Gebrauchten den strengen Standard von Euro 6d-Temp? Bei Dieseln kann das besonders heikel werden. Denn Volkswagen stand bei der Dieselkrise schließlich besonders in der Kritik. Erst ab Oktober 2018 wurden die Motoren des Golf 7 auf die Abgasnorm Euro 6d-Temp umgestellt. Davor waren sie nur mit Euro 5 oder Euro 6 zertifiziert, was sie anfällig für eventuelle Fahrverbote macht. Vor dem Gebrauchtwagenkauf sollte man sich darum unbedingt über die Abgasnorm des Golf 7 informieren. Denn bei den Selbstzündern ist nur Euro 6d-Temp sicher. Benziner stehen dagegen (noch) nicht so sehr im Fadenkreuz. 

Ungeachtet dieser Faktoren ließ sich der Golf 7 mit einem ordentlichen Motorenspektrum bestücken. Bei den Benzinern standen die Leistungsstufen 85, 110, 125, 130 und 150 PS zur Verfügung. Diesel wurden mit 115 oder 150 PS angeboten. Darüber hinaus ein Motor mit bivalentem Erdgas-Benzin-Antriebskonzept (TGI), der 110 PS abrufen konnte. Wie bei Volkswagen üblich, gab es während der Produktionszeit des Facelifts zwischen 2017 und 2021 immer wieder Abänderungen im der Antriebsangebot. Beispielsweise wurde der 110-PS-Benziner im Herbst 2018 von einer 115 PS starken Version abgelöst. Der 125-PS-Benziner lief nur bis Frühjahr 2018. Als einzige Ausgabe mit Hybrid-Antrieb stand das Derivat Golf 7 GTE im Angebot. Der rein elektrisch betriebene VW e-Golf (2013 bis 2020) war sogar ein (fast) eigenständiges Modell.

Das sagen TÜV-Report und ADAC

In der Altersklasse der zwei- bis dreijährigen Golf 7-Gebrauchten fällt laut TÜV-Report 2022 unterm Strich nur wenig Negatives auf. In den Kategorien Achsfedern/Dämpfung und Lenkung liegt der Golf 7 nur im passablen Durchschnitt. Nichts zu beanstanden gibt es an der Beleuchtung, der Funktion der Bremse, den Bremsbauteilen und in puncto Ölverlust am Motor/Antrieb. Die Felder Achsaufhängung und Auspuffanlage erhalten sogar Bestnoten. Auch der Mängelvergleich belegt, dass sich Golf 7-Gebraucht-Modelle positiv vom Durchschnitt abheben: Bei 93,6 Prozent wurde von den Prüfern nichts beanstandet. Erhebliche Mängel wiesen nur 3,8 Prozent auf, etwas weniger als im Schnitt der Altersklasse (4,7 Prozent). Insgesamt ein recht beachtlicher Schnitt. 

Der ADAC hebt in seiner Pannen-Statistik die Verlässlichkeit des Golf 7 hervor. Demnach wurden bei Golf-Modellen des Zulassungsjahrgangs 2017 nur 6,3 Pannen pro 1.000 Fahrzeugen verzeichnet. Die Jahrgänge 2018 und 2019 kommen jeweils auf eine Quote von 3,6 und 2,1. 

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Golf 7 Gebraucht-Modelle: Das ist noch wichtig

Preisbestimmend wirken sich neben Alter, Erhaltung und Kilometerstand der Motor, dessen Euro-Abgasnorm-Zertifikat (s. oben) und die Ausstattungslinie des Golf 7 Gebraucht-Modells aus. Wurde der Golf 7 noch durch Sonderausstattung zusätzlich aufgewertet, liegt der Preis entsprechend höher. Beispielsweise ist eine Vordersitzheizung nur im Top-Modell "Highline" verbaut. Bei "Trendline" und "Comfortline" ließ sich dieses Feature mit dem Winterpaket oder dem teuren "Business-Paket" nachrüsten. Mit letzterem erhielt der Golf auch eine Telefonschnittstelle mit induktiver Ladefunktion. Auch im Verbund mit dem Lederpaket kamen beheizbare Vordersitze mit an Bord. Sind die Lederbezüge gut erhalten, trägt das sogar zum langfristigen Werterhalt des Golf-Gebrauchten bei.

Vernünftige VW Golf 7-Gebraucht-Angebote erhält man aktuell bereits ab etwa 13.000 Euro. Für üppig ausgestattete und stärker motorisierte Modelle darf mit einem Preis ab etwa 24.000 Euro gerechnet werden. Das gilt allerdings nur für das Golf 7-Muttermodell. Golf 7 R, Golf 7 Variant oder Golf 7 GTI, GTD und GTE sind im Schnitt teurer. 

Golf 8 gebraucht: Modern und leistungsstark

Foto: Volkswagen
Foto: Volkswagen

Ende 2019 wurde der neue Golf 8 der Öffentlichkeit vorgestellt. Mit zahlreichen Vorschusslorbeeren. Und er konnte schnell an die Erfolgsstory der Baureihe anknüpfen, weil er sich gemäß der Golf-Tradition geräumig und übersichtlich präsentiert und andererseits das Versprechen einlöste, mit der modernsten VW-Technik vorzufahren. Die Punktlandung des Kult-Kompakten im digitalen Zeitalter schien damit gelungen. Und recht bald nach Marktstart waren bereits die ersten Golf-8-Gebrauchtwagen zu haben. Derivate wie der Golf 8 Variant, GTI oder GTE ließen ebenfalls nicht lange auf sich warten.

Charakteristik: Der VW Golf 8 als Gebraucht-Wagen

Seine Popularität als Gebrauchtwagen verdankt der Golf unter anderem seinem Ruf als "Raumwunder". Der Kofferraum fasst 381 Liter, bei gekippter Rückbank werden daraus 1.237 Liter. Der Freiraum für die Fondpassagiere ist trotz dieser Ladekapazität so groß wie eh und je. In der Sachlichkeit des Cockpits und der intuitiven Anordnung der Instrumente knüpfe der Golf 8 sogar ganz bewusst an den Golf 1 an, so Interieur-Designer Jan Haacke. Das drückt sowohl die Wertschätzung des Bewährten aus als auch die Verbundenheit mit der Golf-Stammkundschaft. Auch Gebrauchtwagen-Kunden können also erwarten, das zu bekommen, was sie sich vorstellen: einen klassischen Golf, halt nur in zeitgemäßer Ausführung. 

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Beim Sprung auf die Höhe der Zeit wurden die die Ausstattungslinien umbenannt. Das Basismodell heißt "Life", die mittlere Linie "Style" und das Top-Modell "R-Line". Volkswagen stattet den Golf 8 schon ab der Basis großzügig mit Technik aus. Beispielsweise mit eine, serienmäßigen 10,25-Zoll-Display, das von einem 8,25 Zoll großen mittleren Display flankiert wird. Standardmäßig verfügt jeder Golf 8 außerdem eine Einparkhilfe mit Warnsignalen bei Hindernissen im Front- und Heckbereich, eine Telefonschnittstelle mit induktiver Ladefunktion, digitalen Radioempfang DAB+ oder LED-Scheinwerfer. Alle diese Extras fanden sich beim Golf 7 entweder erst in den höheren Linien oder mussten aufpreispflichtig konfiguriert werden. Komponenten wie der Spurhalteassistent, die automatische Fernlichtregulierung oder die Sprachbedienung fallen bei einem gebrauchten Golf 8 hingegen in die Kategorie "Sonderausstattung".

Motoren

Das Motorenspektrum des Golf 8 präsentiert sich umfangreich. Die Benziner leisten 90, 110, 115, 130, 150 oder 190 PS – zum Teil in Kombination mit sparsamer Mildhybrid-Technik (eTSI). Die Diesel bringen 115, 150 oder 200 PS auf die Straße, die Erdgas-Variante (TGI) 130 PS und das Plug-in-Hybrid-Modell (1.4 TSI eHybrid) sogar 204 PS. Seit dem Marktstart 2019 wurden manche Antriebe aber immer wieder aus dem Programm genommen oder ausgetauscht. Außerdem lässt sich nicht jede Ausstattungslinie mit jedem Antrieb kombinieren. Gebrauchte Golf 8 können also in den verschiedensten Ausführungen zum Verkauf stehen. 

In puncto Verbrauch und CO2-Effizienz kann man bei gebrauchten Golf 8 nicht viel falsch machen. Vor allem die Diesel beeindrucken mit großer Sparsamkeit und erhalten durchweg die CO2-Note "A+". Zweitplatzierte im Sprit-Verbrauchsranking sind die Mild-Hybrid-Motoren (eTSI), die trotz ihres hohen Leistungspotenzials von 130 und 150 PS im Durschnitt nicht mehr als fünf Liter Benzin pro 100 km benötigen. Der ADAC Ecotest ermittelt jeweils rund sechs Liter, was aber immer noch für ein gutes "A" reicht. Mit "B" wurden die "normalen" Benzinmotoren (TSI) bewertet. 

Das sagen TÜV-Report und ADAC 

Zum Golf 8 als Gebrauchtwagen liegen leider noch keine Angaben im TÜV-Report 2022 vor. Erste Einschätzungen lassen sich von den Berichten des ADAC ableiten: Für einen größeren Aufreger sorgte im Dezember 2021 der Rückruf von 220.000 Exemplaren wegen fehlerhafter bei Software- und Elektronik. Durch ein Update in Form einer freiwilligen Serviceleistung wurde hier Abhilfe versprochen. Laut ADAC traten nicht einwandfrei funktionierende Digital-Komponenten seit dem Marktstart des Golf 8 im Jahr 2019 immer wieder auf. Wie sich das Upgrade auswirken wird, bleibt abzuwarten. Bei Golf 8-Gebraucht-Modellen sollte man sich also unbedingt erkundigen, ob beim persönlichen Wunsch-Modell die Software schon entsprechend aktualisiert wurde. 

Ungeachtet dieser Ärgernisse vergab der ADAC im Januar 2022 für verschiedene Ausführungen des Golf 8 gute Bewertungen: Der VW Golf 2.0 TDI (Diesel) in der Ausstattungslinie "Life" erhielt eine 2,1 als Gesamtnote, genauso wie der VW Golf 1.5 eTSI (Benzin/Mild-Hybrid mit DSG) in der Linie "Style" sowie der VW Golf 1.0 eTSI (Benzin/Mild-Hybrid mit DSG) mit "Life". Mit der Gesamtnote 1,9 schnitten VW Golf 2.0 TDI (Diesel mit DSG) in der Variante "Style" sowie die Erdgas-Variante mit DSG und mit der Variante "Life" ab. Letzterer wird sowohl als Neuwagen wie als Gebrauchter mittlerweile wohl weniger gefragt sein. 

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Golf 8 gebraucht kaufen: Das ist noch wichtig 

Mit welchem Preis muss man für einen gebrauchten VW Golf 8 rechnen? Anfangs wurde für günstige 20.000 Euro angeboten, allerdings "in Rohform" und in Kombination mit dem 90-PS-Benziner. Für den 150 PS-Diesel (mit DSG) wurden bereits 33.000 Euro verlangt. Die preisliche Spitze bildete der 1,4 eHybrid mit 150 PS, und 6-Gang-DSG. Hierfür waren 41.000 Euro aufzubringen. Eine deutliche Spanne also, die sich im Preis-Feld der gebrauchten Golf-8-Modelle widerspiegelt. Für vernünftig ausgestattete und stärker motorisierte Exemplare werden aktuell 19.000 bis 40.000 Euro verlangt. Spezialmodelle wie der Golf R, Clubsport, GTI, GTD oder GTE können mitunter noch um einige tausend Euro mehr kosten. Ebenfalls wichtig bei jungen Gebrauchtwagen: Eine beim Kauf abgeschlossene Anschlussgarantie kann auf den Nachbesitzer übertragen werden und wirkt sich deshalb preissteigernd aus, sofern sie zum Zeitpunkt des Gebrauchtwagen-Kaufs noch nicht ausgelaufen ist.

Golf Sportsvan gebraucht (Facelift, seit 2017): Wenig zu beanstanden 

Foto: Volkswagen
Foto: Volkswagen

Praktiker mit Charme: Der Golf Sportsvan kam 2014 auf den Markt und wurde bis Sommer 2020 produziert. Mittlerweile ist er nur noch gebraucht erhältlich, überzeugt aber auch in dieser Form mit herausragenden Bewertungen. 2017 wurde der Kompaktvan einem Facelift unterzogen. 

Charakteristik: Der VW Golf Sportsvan als Gebrauchtwagen

Der VW Golf Sportsvan ist als Basismodell "Trendline" noch nicht allzu üppig ausgestattet. Unter anderem mit einer Klimaanlage, Radio, elektrischen Fensterhebern, einer Zentralverriegelung, einem Handschuhfach mit Kühlmöglichkeit und elektrisch einstell- und beheizbaren Außenspiegeln. Seit dem Facelift 2017 gehört auch eine Müdigkeitserkennung mit zum Umfang der "Trendline". Die mittlere Ausstattungslinie "Comfortline" kommt serienmäßig mit 17-Zoll-Felgen, Lendenwirbelstützen (vorn), zusätzlichen Verstau-Möglichkeiten wie Schubladen unter den Vordersitzen, dem Umfeldbeobachtungssystem "Front Assist" mit City-Notbremsfunktion und einer Einparkhilfe für Front- und Heckbereich. Die Top-Ausstattungslinie "Highline" bietet zusätzlich das Multifunktions-Lederlenkrad, Nebelscheinwerfer und einige Styling-Erweiterungen wie edlere Dekoreinlagen und die Ambientebeleuchtung. Wer mehr Extras wünscht, sollte auf die vorhandene Sonderausstattung achten. Von App-Connect über diverse Assistenzsysteme bis hin zum Panorama-Glasschiebedach standen verschiedenste Extras im Angebot, was sich selbstverständlich auch auf den Preis des Gebrauchten auswirkt.

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Was den VW Golf Sportsvan nach wie vor zu einem beliebten Gebrauchtwagen macht, ist sein Ladevolumen, das im Verhältnis zu seinen Abmessungen recht groß ausfällt. Der Sportsvan ist um 23 cm kürzer als der VW Golf 7 Variant, aber um gut 9 cm höher. 590 Liter passen allein in den Kofferraum – bei umgeklappter Rücksitzbank fasst der Sportsvan sogar bis zu 1.520 Liter. Diese Fähigkeiten machen ihn zum perfekten Familienwagen für die Stadt und darüber hinaus. 

Motoren

Eine gewisse Schwachstelle von gebrauchten Golf-Sportsvan-Modellen sind die Antriebe. Vor allem bei den Dieseln sollte man auf die Abgas-Norm achten, denn nur der 115- und der 150-PS-Diesel erfüllten zwischen Ende 2018 und Juni 2020 die Abgasnorm Euro 6d-Temp. Ansonsten waren alle Selbstzünder nach Euro 6 zertifiziert, der 110-PS-Antrieb sogar nur nach Euro 5. Mit diesen Motoren ist der Golf Sportsvan nicht sicher vor potenziellen Fahrverboten. Und obwohl die Benziner nicht im selben Maß von diesen Regelungen betroffen sind, kann grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden, dass auch hier die nach der Abgasnorm Euro 6 zertifizierten Modelle einmal von Fahrverboten betroffen sein könnten. Ist man also oft in Ballungsräumen unterwegs, empfiehlt es sich, darauf zu achten, dass der Motor des Sportsvan den Euro 6d-Temp-Standard erfüllt. 

Leistungstechnisch ließ sich der VW Golf Sportsvan im Laufe seiner Bauzeit mit 85, 86, 110, 115, 125, 130 und 150 PS starken Benzin-Motoren sowie mit 110, 150 und 150 PS starken Dieseln bestücken. Das beachtliche Feld der Benziner-Stufen ist das Resultat mehrerer Motorenumstellungen. Der 110-PS-Benziner zum Beispiel stand nur knapp zweieinhalb Jahre lang im Angebot. Mit Ausnahme der oben schon erwähnten Euro-Abgasnorm kann man bei den Antrieben allerdings nicht viel falsch machen. Wer einen allradfähigen Sportsvan sucht, wird hingegen nicht fündig werden. Auch Hybrid- und Elektro-Antriebe wurden für den Golf Sportsvan nie angeboten. 

Das sagen TÜV-Report und ADAC

Geradezu erstaunlich ist das Fazit des TÜV-Reports 2022 zu zwei bis drei Jahre alten Sportsvan-Gebraucht-Modellen. Egal, ob in der Rubrik Achsaufhängung, Achsfedern/Dämpfung, Lenkung, Beleuchtung, Bremsfunktion und -Bauteile, Auspuffanlage oder Ölverlust am Motor/Antrieb: Der Golf Sportsvan macht als junger Gebrauchter eine überragende Figur – sowohl in der Altersklasse der Vier- bis Fünfjährigen als auch in der der Sechs- bis Siebenjährigen. Den Dauertest von über 150.000 Kilometern schloss der Sportsvan mit der Note 1- ab. Folglich ein ungewöhnlich verlässliches und haltbares Auto. 

Auch der ADAC hat viel Lob für den VW Golf Sportsvan übrig. Das Autotest-Gesamturteil fällt mit 1,9 aus, die Autokosten bewertet der Automobilclub mit 3,3. Bemängelt wurde der fehlende Fehlbetankungsschutz, das relativ kleine Zuladungspotenzial von 455 kg und der hohe Neuwagenpreis. Außerdem hätten sich die Tester eine Fahrlichtanzeige im Kombiinstrument gewünscht. Positiv sind der bequeme Zustieg, das großzügige Platzangebot, das hohe Sicherheitsniveau, die Bremsen und die Leuchtkomponenten.

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VW Golf Sportsvan gebraucht kaufen: Das ist noch wichtig 

Wie oben schon angedeutet wurde, ist bei gebrauchten Sportsvan-Modellen viel mehr Ausstattung möglich, als die einzelnen Linien zunächst vermuten lassen. Eine Rückfahrkamera, ein stationäres Navigationssystem oder der halbautonome Parklenkassistent "Park Assist" steigern den Preis für einen gebrauchten Sportsvan mitunter deutlich. Denn gerade diese Features können für die alltäglichen Spezial-Aufgaben, auf die der Golf Sportsvan ausgelegt ist, wesentlich erleichtern. Mit einem starken Motor kombiniert, beginnt das Preis-Spektrum am Gebrauchtwagen-Markt aktuell bei rund 15.000 bis 17.000 Euro, kann aber ebenso gut bei 30.000 bis 32.000 Euro ansetzen. Auch das Thema Facelift spielt eine Rolle, da hier die Serienausstattung etwas umfangreicher ist. Einer der gewichtigsten Gründe für den noch immer recht hohen Preis ist aber die nach wie vor die hohe Zuverlässigkeit, Sicherheit und Haltbarkeit des Golf Sportsvan.

VW Passat Variant gebraucht (B8): Begehrter Mittelklässler

Foto: Volkswagen
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Alleskönner mit Kult-Faktor: Der VW Passat der aktuellen achten Generation (8B) ist Mitte 2014 erschienen und wurde 2019 einer umfassenden Modellpflege (Facelift) unterzogen. Als Gebrauchter sehr beliebt ist vor allem die Kombi-Fassung VW Passat Variant – wegen ihrer optimalen Mischung aus Komfort, Design und praktischem Nutzwert. 

Charakteristik: Der VW Passat Variant als Gebrauchtwagen

Zur Basisausstattung des VW Passat-Kombi ("Trendline") gehörten bis zum Facelift 2019 elektrisch einstell- und beheizbare Außenspiegel, ein Berganfahr-Assistent, Klimaanlage, Müdigkeitserkennung und eine AUX-IN-Multimediabuchse. Die höherwertigen Linien "Comfortline" und "Highline" erweiterten die Ausstattung beispielsweise um Einparkhilfen für den Front- und Heckbereich, einen Regensensor, eine Vordersitzheizung oder (erst ab der Top-Linie "Highline") den Notbremsassistent "Front Assist". Letzterer ist seit dem Facelift serienmäßig. Überhaupt haben Facelift-Modelle einen deutlich größeren und moderneren Ausstattungsumfang an Bord. Dazu zählen der Spurhalteassistent "Lane Assist", die App-Connect oder die LED-Scheinwerfer mit Tagfahrlicht. Mit den höheren Linien, die seither "Business" und "Elegance" heißen, bieten Extras wie die Multifunktionsanzeige "Premium" mit mehrfarbigem Display, eine automatische Fahrlichtschaltung oder die 3-Zonen-Klimaanlage. Das macht gebrauchte Facelift-Modelle entsprechend teurer. Bei Vor-Facelift-Modellen sollte man umso größeren Wert auf Sonderausstattung legen.

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Deutliche Pluspunkte gegenüber anderen Gebrauchtwagen kann der Passat Variant beim Ladepotenzial verbuchen. Der Kofferraum fasst 650 Liter, aus denen beim Umklappen der Rücksitzbank bis zu 1.780 Liter. Unabhängig davon, ob es sich dabei um das Facelift- oder Vor-Facelift-Modell handelt. 

Motoren

Gebrauchte VW Passat Variant der dritten Generation bieten ein breites Antriebsspektrum. Benziner sind in den Leistungsstufen 125, 150, 180, 220, 272 und 280 PS erhältlich. Diesel wahlweise mit 120, 122, 150, 190, 200 oder 240 PS. Und in Kombination mit manuellem 6-Gang-Schaltgetriebe oder DSG beziehungsweise Vorder- oder Allradantrieb ergeben sich sage und schreibe rund 30 Motorisierungen, in denen man einen VW Passat Kombi gebraucht kaufen kann. Außerdem ist noch ein Plug-in-Hybrid (GTE) mit 218 PS Systemleistung angeboten. 

Bei so vielen Möglichkeiten darf man allerdings nicht vergessen, dass nicht alle Antriebe gänzlich vor potenziellen Fahrverboten in hoch schadstoffbelasteten Gebieten sicher sind. Die Motoren des Facelift-Modells erfüllen alle den Standard von Euro 6d-Temp. Problematisch sind vor allem die vor Mitte 2019 erschienenen Diesel in den Leistungsstufen 120, 150, 190 und 240 PS, die nur mit Euro 6 zertifiziert sind. Mit diesen Antrieben drohen also Fahrverbote in belasteten Gebieten. Auch die vor August 2018 gebauten Benziner besitzen nur das Euro-6-Zertifikat. Sie standen aber zu keinem Zeitpunkt ähnlich in der Kritik wie die Selbstzünder. 

Das sagen TÜV-Report und ADAC

Der TÜV-Report 2022 lobt an zwei bis sieben Jahre alten VW Passat-Gebrauchtmodellen vor allem die Bereiche Achsaufhängung, Lenkung, Auspuffanlage, aber auch den überdurchschnittlich guten Zustand von Achsfedern/Dämpfung und der Funktion der Bremse. Einen Ausreißer nach unten leistet sich allein die Altersgruppe der Vier- bis Fünfjährigen in der Kategorie Achsfedern/Dämpfung. es lohnt sich also, die Wartungsvergangenheit in diesem Bereich im Auge zu behalten, wenn man sich einen VW Passat aus dieser Altersklasse der Vier- bis Fünfjährigen gebraucht kaufen will. Bei sechs bis sieben Jahre alten VW Passat-Gebrauchten gibt es in diesem Bereich nichts weiter zu beanstanden.

Als Sorgenkind gelten die Bremsbauteile. Konkret kritisiert der TÜV-Report den Zustand der Bremsscheiben, die unter den teils immensen Jahresfahrleistungen besonders zu leiden haben. Damit ist die spezielle Vergangenheit vieler Passat-Gebrauchter gemeint, die vor allem mit Diesel oft und ausgiebig als Dienstwagen genutzt wurden. Es lohnt sich also, vor dem Kauf einen Blick auf die Laufleistung zu werfen. Beim Thema Ölverlust am Motor/Antrieb bewegen sich Passat-Gebrauchtmodelle über die Jahre hinweg im Test-Durchschnitt. 

Auch der ADAC weist in seiner Gesamtdarstellung auf die oft hohen Laufleistungen von gerbrauchten VW Passat Variant hin. Zu den positiven Eigenschaften zählt der Automobilclub die sehr gute Verarbeitung, das großzügige Raumangebot, die zuverlässige Technik, die funktionelle Bedienung, die sichere Straßenlage, die komfortable Federung (v.a. mit adaptivem Fahrwerk), bequeme und langstreckentaugliche Sitze und das präzise Schaltgetriebe. Bemängelt werden dagegen ein unharmonisches Anfahren mit DSG, die besagte Häufigkeit von hohen Laufleistungen und die nur durchschnittliche Geräuschdämmung. Ein weiterer Kritikpunkt ist das anfällige Fahrwerk, dessen Mängel (wie auch die der Bremsen) auf die überdurchschnittlich hohen Laufleistungen von manchen Passat-Gebrauchten zurückzuführen sind.

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VW Passat Variant gebraucht kaufen: Das ist noch wichtig  

Wie weiter oben schon gesagt wurde, sollte man bei Vor-Facelift-Modellen besonders auf die zusätzliche Ausstattung achten, wenn man sich nicht unbedingt einen VW Passat-Kombi "in Rohform" kaufen will. Denn das Basismodell "Trendline" ist für heutige Verhältnisse nur sehr dürftig bestückt. Die höheren Ausstattungslinien "Comfortline" und "Highline" entsprechen dem modernen Standard schon mehr, indem sie Serien-Features mitbringen, die in der Facelift-Ausgabe schon standardmäßig verbaut sind. Das wiederum spiegelt sich auch im Preis der Gebrauchtwagen. Beinahe zeitlos ist dagegen die Leder-Ausstattung (Typ "Vienna"). Bei guter Erhaltung ist sie immer ein maßgeblicher Preis-Faktor bei Passat-Gebrauchten. 

Sucht man nach etwas stärker Motorisierten und funktional gut bestückten VW Passat-Variant-Gebrauchtmodellen, wird man derzeit ab Preisen von rund 18.000 Euro fündig. Neuere und vollausgestattete Gebrauchtwagen können allerdings auch die Marke von 65.000 Euro überschreiten. 

VW Touran gebraucht: Spritzig, praktisch, grundsolide

Foto: Volkswagen
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Transporter und Familienauto zugleich: Der Kompaktvan VW Touran ist ein echter Tausendsassa. Sein Ladevermögen, die optionale Erweiterung zum 7-Sitzer, anspruchsvolle Ausstattung und eine starke Antriebspalette machen ihn zum begehrten Gebrauchten. Die aktuelle Auflage Touran II ist seit 2015 erhältlich.  

Charakteristik: Der VW Touran als Gebrauchtwagen

Der Touran ist seit 2015 in drei verschiedenen Ausstattungslinien erhältlich. Das Basismodell hört auf den Namen "Trendline", gefolgt von der erweiterten Variante "Comfortline" und der serienmäßigen Top-Ausstattung von "Highline". Zur Jahresmitte 2019 wurde "Trendline" aus dem Programm genommen. Wer sich also einen Touran mit Basisausstattung aus den Folgejahren gebraucht kaufen will, muss auf die Linie "Comfortline" zurückgreifen. Der Touran wurde durch diese Linien-Kürzung im Schnitt teurer. Allerdings wird man als Gebrauchtwagenkäufer ohnehin wohl eher die "Comfortline" bevorzugen. Das Basismodell "Trendline" verfügte nämlich nur über eine schmale Serienausstattung. Beispielsweise waren darin weder ein Regensensor noch Lendenwirbelstützen oder eine Klimaanlage verbaut. Auch das Proaktive Insassenschutzsystem gehörte erst ab "Comfortline" zum Standard.

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Seinen guten Ruf als Gebrauchtwagen verdankt der Touran II auch seinem Fassungsvermögen. Ja nachdem, wie die zweite Sitzreihe verschoben wird, passen zwischen 743 und 834 Liter in den Kofferraum. Bei umgelegter Rücksitzbank werden daraus 1.980 Liter. Mit der optionalen dritten Sitzreihe wird der Touran zum 7-Sitzer – in diesem Fall verkleinert sich der Raum fürs Gepäck auf 137 Liter. Das hat auch Auswirkungen auf den Preis, denn die zusätzliche Sitzreihe kostete immer schon eine höhere dreistellige Summe.

Motoren

Im Vergleich zum Golf Sportsvan ließ und lässt sich der VW Touran mit etwas kräftigeren Antrieben bestücken. Der 180-PS-Benziner ist seit 2018 nicht mehr erhältlich. Auch der 190 PS starke Diesel wurde 2019 aus dem Programm genommen. Grundsätzlich war der Touran im Lauf der Jahre in den Benziner-Stufen 110, 115, 122, 150 und 190 PS verfügbar. Die Diesel leisteten je nach Modelljahr und Motorversion 110, 115, 150 oder 180 PS. Vorsicht ist den Aggregaten geboten, die noch nicht den Abgasnormen 6d oder Euro 6d-Temp genügen. Das betrifft vor allem die Antriebe vor dem Jahr 2020. 

Hybrid- und Elektromotoren finden sich im Motorenspektrum des Touran bis dato nicht. Auch Allradantriebe standen nie im Angebot. Trotzdem waren vor allem die Diesel des Touran II immer schon recht genügsam. 

Das sagen TÜV-Report und ADAC

Laut TÜV-Report 2022 schlägt sich der Touran der aktuellen zweiten Generation um einiges besser als sein Vorgänger. Lediglich auf die Haltbarkeit der Bremsbauteile ist bei Gebraucht-Modellen besonders zu achten. Insbesondere in der Altersklasse der über Vierjährigen beanstandeten die Prüfer den überdurchschnittlichen Bremsscheiben-Verschleiß. Bei der Funktion der Feststellbremse, den Bremsleitungen und Bremsschläuchen ist der Touran II dagegen gut aufgestellt. Ebenso in den Kategorien Achsfedern/Dämpfung, Beleuchtung und Ölverlust am Motor/Antrieb. Besonders gut schneiden die Bereiche Achsaufhängung, Lenkung und Auspuffanlage ab, sogar bei bis zu fünf Jahre alten Modellen. Der TÜV-Report lobt außerdem seine Agilität und das zeitgemäße Infotainment und die Fahrassistenz. 

Die ADAC-Pannenstatistik verortet den VW Touran im oberen Mittelfeld. Der Automobilclub zählt unter anderem funktionelle Bedienung, sichere Fahreigenschaften, komfortable Federung (v.a. mit adaptivem Fahrwerk), bequeme und langstreckentaugliche Sitze zu den positiven Eigenschaften des Vans. Negativ fallen lediglich der Neuwagenpreis, das teils unharmonische Anfahren mit DSG und das Fehlen von (hinteren) Schiebetüren ins Gewicht. 

Touran gebraucht kaufen: Das ist noch wichtig

Da dem Touran-Basismodell "Trendline" noch einiges an Ausstattung fehlte, ist speziell in diesem Fall auf die im Gebrauchtwagen verbauten Extras zu achten. Generell kann Sonderausstattung den Preis mitunter deutlich erhöhen. Schließlich ließ/lässt sich der VW Touran II mit einer großen Menge an Features erweitern. 

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Legt man Wert auf einen zugkräftigeren Motor und/oder Extras in der Ausstattung wie Klimaautomatik, Soundsystem oder Navigationsfunktionen, ist der Touran gebraucht derzeit ab etwa 19.000 Euro zu haben. Für junge, gut erhaltene Modelle mit exklusiven R-Line-Stylings, Lederausstattung, Fahrersitz mit Massagefunktion und ähnlichen Extras können aber auch über 50.000 Euro gezahlt werden. 

VW Sharan gebraucht (Facelift, 2015 - 2022): Verlässlicher "Vollwert-Van" 

Foto: Volkswagen
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Der "Vollwert-Van" Sharan ist mit seinen 4,85 Metern rund 27 Zentimeter länger als sein "kleiner Bruder" Touran. Die großzügigeren Abmessungen wirken sich auch auf die übrigen Modellwerte aus: angefangen vom Ladepotenzial bis zum Motorangebot. Da der VW Sharan seit Anfang 2022 nicht mehr produziert wird, ist er mittlerweile nur noch gebraucht erhältlich. 

Charakteristik: Der VW Sharan als Gebrauchtwagen

Zu den Merkmalen des Basismodells "Trendline" gehören eine Klimaanlage, Müdigkeitserkennung, eine Multikollisionsbremse, eine Reifenkontrollanzeige sowie elektrisch einstell- und separat beheizbare Außenspiegel. Auch ein Radio ist immer mit dabei, was zu Zeiten des Facelifts 2015 in der Autowelt noch keineswegs selbstverständlich war. Der Sharan bietet außerdem noch diverse praktische Verstaumöglichkeiten wie eine höhen- und längseinstellbare Mittelarmlehne mit Ablagebox zwischen den Vordersitzen. Die mittlere Sharan-Ausstattungslinie "Comfortline" bietet zusätzlich Sport-Komfortsitze (vorn) mit Lendenwirbelstützen, eine automatische Fahrlichtschaltung und einen Regensensor. Die Top-Ausstattung "Highline" bringt unter anderem Nebelscheinwerfer, Sitzmittelbahnen in Alcantara-Leder, eine Vordersitzheizung und die Multifunktionsanzeige "Premium". Darüber hinaus ließen sich nur in dieser Linie Besonderheiten wie das Sportpaket inklusive einer elektrischen 12-Wege-Sitzeinstellung und Massagefunktion zurüsten. Wer Wert auf solche Luxus-Funktionen legt, muss folglich auf ein "Highline"-Modell zurückgreifen. 

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Auch gebraucht ist der Sharan ein wahrer Raumriese. Der Kofferraum fasst 955 Liter, aus denen bei umgeklappter Rücksitzbank 2.430 Liter werden. Als 7-Sitzer, also mit einer zweiten Rücksitzreihe bestückt, schrumpft das Gepäckraumvolumen auf 300 und das Gesamtladepotenzial auf 2.297 Liter – immer noch deutlich mehr, als ein VW Touran maximal fasst (1.980 Liter, s. oben). 

Motoren 

Im Zeitraum vom Facelift 2015 bis zum Produktionsende 2022 war der VW Sharan als Benziner mit 150 PS erhältlich, bis Anfang 2018 auch mit 220 PS. Der Diesel mit 150 PS wurde von 2015 bis 2020 angeboten, mit 184 PS bis 2018 und mit 115 PS bis 2017. Außerdem stand 2019 und 2020 ein 177 PS starker Diesel im Programm. Mit Hybrid- oder reinen Elektromotoren ließ sich der Van nie bestücken. Allrad gab es lediglich für die Dieselmodelle mit 150, 177 und 184 PS. 

Bei Sharan-Gebrauchten ist besonders auf die Abgas-Zertifizierung zu achten. Zwar erfüllten alle Motoren seit dem Facelift 2015 den modernen Standard Euro 6. Vor eventuellen Fahrverboten in stark schadstoffbelasteten Gebieten ist man allerdings nur mit Euro 6d-Temp wirklich sicher. Das gilt vor allem für die Diesel: Im Oktober 2018 wurde das 150-PS-Aggregat auf diesen Standard umgestellt. Die 177-PS-Version lief sogar ausschließlich mit Euro 6d-Temp. Der 150 PS starke Benziner erhielt ebenfalls im Oktober 2018 das sichere Abgas-Zertifikat. 

Das sagen TÜV-Report und ADAC 

So gut wie keine Probleme gibt es laut TÜV-Report 2022 in den Rubriken Auspuffanlage, Ölverlust am Motor/Antrieb, Achsfedern/Dämpfung und Lenkung. Umso auffälliger sind die Bereiche Achsaufhängung und Bremsbauteile. Die Tester monierten verschlissene oder verrostete Bremsscheiben, wogegen der Zustand von Bremsschläuchen und -leitungen durchschnittlich bewertet wird. In der Kategorie Achsaufhängung attestieren die Tester häufig auftretende Mängel an den Radaufhängungen. Ab der vierten Hauptuntersuchung treten zunehmend Federbrüche auf. Auch Rost ist ein Ärgernis. Wenn man sich also einen VW Sharan gebraucht zulegen will, sollte man also Modelle bevorzugen, die verlässlich und gründlich geprüft wurden. Privat-Annoncen bergen ein nicht kalkulierbares Risiko in den genannten Problembereichen. 

Der ADAC hat die 150 PS starke Diesel-Variante VW Sharan 2.0 TDI mit DSG-Schaltung und in der Ausstattungslinie "Comfortline" genau unter die Lupe genommen und ihr im Autotest die Gesamtnote 2,1 bescheinigt. Zu dieser soliden Bewertung besonders beigetragen haben die Rubriken Raumangebot und Kofferraum-Volumen, Bedienung, Alltagstauglichkeit, Ein-/Ausstieg, Federung, Innengeräusch, Schaltung, Schadstoffausstoß, Bremse und Sicherheit. Dass der Test-Sharan nicht noch besser weggekommen ist, liegt vor allem an seinem hohen Verbrauch im Stadtverkehr, den mäßigen Beschleunigungswerten, dem laut ADAC-Crashtest nicht optimalen Fußgängerschutz und vor allem an den hohen Anschaffungskosten bei Neuwagen. Auch mit üppigen Werkstatt- und Reifenkosten sei zu rechnen. Die Autokosten bewertete der ADAC darum nur mit 4,1. Nimmt man also für Sharan-Gebraucht-Modelle den Preisaufwand für Neuwagen aus der Rechnung, hebt das den Schnitt zwar an. Trotzdem gilt: Möchte man sich einen Sharan gebraucht bestellen, sollte man das über renommierte Handelsplattformen oder Autohäuser tun.

VW Sharan gebraucht kaufen: Das ist noch wichtig

Trotz des soliden Grundstocks hat nicht jedes VW Sharan-Gebrauchtmodell alle wichtigen Ausstattungen mit an Bord. Die beheizbaren Vordersitze mussten in Form des Winterpakets eigens zugerüstet werden, ebenso der Digitalradio-Empfang oder die App Connect. Auch eine mitverbaute Rückfahrkamera ist von Vorteil bei den nicht gerade leicht überblickbaren Abmessungen des Sharan. Ultraschall-Einparkhilfen und selbst das mittlerweile nicht mehr wegzudenkende Unfallvermeidungssystem "Front Assist" mit City-Notbremsfunktion waren im Basismodell ebenfalls nicht serienmäßig enthalten. Auf solche Dinge sollte man Wert legen. 

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Teuer können die Extras werden, die nach wie vor den gehobeneren Anspruch bedienen: Standheizung, eine Massagefunktion für die Vordersitze, 3-Zonen-Klimaanlage, ein stationäres Navigationssystem, Lederausstattung oder die adaptive Fahrwerksregelung DCC. Auch das Panorama-Dach und größere und schickere Felgen wirken sich entsprechend auf den Gebrauchtwagen-Preis aus. Momentan bewegen sich die Preise für gut bestückte und motorisierte VW Sharan-Gebraucht-Modelle auf einem Niveau zwischen 27.000 und 46.000 Euro

Alles zu gebrauchten VW SUV

VW Caddy gebraucht (Facelift, 2015 - 2020): Schnörkellos und handfest 

Foto: Volkswagen
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Seit Jahrzehnten ein beliebter Praktiker: Der Vorgänger des aktuellen Hochdachkombis Caddy lief von 2003 bis 2020 vom Band und wurde Mitte 2015 einer Modellauffrischung unterzogen. Seitdem wurde diese Ausgabe auch als VW Caddy IV bezeichnet. Als Gebrauchtwagen-Geheimtipp gilt dieses Modell vor allem wegen der immer noch recht modernen Features und des sehr günstigen Preis-Leistungsverhältnisses.

Charakteristik: Der Caddy als Gebrauchtwagen 

Zunächst muss zwischen dem Standard-Caddy und der geräumigeren Ausgabe Caddy Maxi unterschieden werden. Der eine ist 4,41 Meter, der andere 4,88 Meter lang. In der Breite messen beide 2,07 Meter (mit Außenspiegeln), und in der Höhe überragt der VW Caddy Maxi mit seinen 1,87 Metern den Standard-Caddy lediglich um einen Zentimeter. 

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Es ist vor allem das enorme Ladevolumen, das VW Caddy-Gebrauchtmodelle so gefragt macht. In der Frage, wie viel in den Kofferraum geht, kommt es nicht nur darauf an, ob man das kleinere Standard-Modell oder einen Caddy Maxi vor sich hat. Da sich der Caddy als 2-, 5- oder 7-Sitzer verwenden lässt, hat das natürlich auch Auswirkungen auf den zur Verfügung stehenden Gepäckraum: Als 2-Sitzer fasst der Standard-Caddy 3.200 Liter, mit einer Rücksitzreihe werden daraus 918 Liter, und baut man noch die zweite Rücksitzreihe ein, lassen sich nur 190 Liter zuladen. In einen Caddy Maxi gehen bis zu 4.130 Liter, mit einer Rücksitzreihe 1.650 Liter und als 7-Sitzer immerhin noch 530 Liter. 

Beide Caddy-Ausgaben sind jeweils in vier Ausstattungslinien erhältlich: als Basismodell "Conceptline", als höherwertige Linie "Trendline", als "Comfortline" oder in der Top-Ausstattung "Highline". Überall enthalten sind unter anderem ein Berganfahrassistent, das Umfeld-Beobachtungssystem "Front Assist" mit City-Notbremsfunktion, eine Geschwindigkeitsregelanlage mit Geschwindigkeitsbegrenzer, eine Reifenkontrollanzeige, ein höhen- und neigungsverstellbares Lenkrad und eine Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung. Eine Klimaanlage gehört erst ab der zweithöchsten Ausstattungslinie "Comfortline" zur Ausstattung, eine Klimaautomatik ist im Top-Modell "Highline" Standard – genauso wie eine Vordersitzheizung und beheizbare Scheibenwaschdüsen. Ein Radio ist im Basismodell "Conceptline" noch nicht standardmäßig mit an Bord, sondern erst ab der höheren Ausstattungsstufe "Trendline". In "Comfortline" und "Highline" kommt es sogar mit einem fünf Zoll großen Touchscreen. Ein wichtiger Punkt ins Sachen Caddy-Ausstattung ist natürlich auch die Navigation. Hierfür eignet sich die App-Connect, mit der sich das Smartphone an das Bordsystem anschließen und nutzen lässt. Sie ist allerdings nur als Sonderausstattung erhältlich. Auch ein stationäres Navigationssystem ist zu haben, das bei Neuwagen allerdings einen vierstelligen Aufpreis kostete und auch bei Caddy-Gebrauchten den Preis in die Höhe treibt.

Motoren 

Dass der VW Caddy keine Rennsemmel ist, muss wohl nicht eigens erwähnt werden. Die Motorenauswahl präsentiert sich entsprechend solide. Seit dem Facelift von 2015 wurden Benziner mit 84, 102, 110, 125 und 131 PS angeboten. Die Diesel leisteten wahlweise 75, 84, 102, 122 oder 150 PS. Zusätzlich gab es eine Erdgas-Variante (1.4 TGI) mit 110 PS. Mit Allradantrieb konnten nur die 122- und 150-PS-Diesel geordert werden, die jeweils zwischen 2015 und 2020 beziehungsweise zwischen 2018 und 2020 gebaut wurden. Die übrigen Motoren gab es ausschließlich mit Vorderradantrieb.

Wie bei allen Gebrauchtwagen aus diesem Zeitraum sollte man auch beim Caddy-Facelift der Jahre 2015 bis 2020 auf die Abgas-Zertifizierung achten. Das gilt insbesondere für die Diesel, die nur mit Euro 6d-Temp vor eventuellen Fahrverboten sicher sind. Das Zertifikat Euro 6 genügt in dem speziellen Fall nicht mehr. Volkswagen hat auch die meisten seiner Motoren dementsprechend umgerüstet. Mit Ausnahme des 122-PS-Diesels liefen alle seit Oktober 2018 produzierten Selbstzünder mit Euro 6d-Temp. Das gleiche gilt für die Benziner mit 110 und 131 PS. Beim Kauf eines gebrauchten Caddy sollte man auf Motoren aus diesem Zeitraum zurückgreifen, wenn regelmäßige Fahrten in Ballungsräume geplant sind.

Das sagen TÜV-Report und ADAC

Der TÜV-Report 2022 vergibt für die Lenkung bei den Facelift-Modellen Bestnoten. Durchwachsener sieht es da schon bei der Beleuchtung aus: Hier sind die Rückleuchten das Problem, wo häufiger Mängel festgestellt wurden. Besonders achtgeben sollte man auf einen eventuellen Bremsscheiben-Verschleiß und auf den einwandfreien Zustand der Fußbremse. Will man sich den Caddy gebraucht anschaffen, sollte man nur auf gut geprüfte Fahrzeuge zurückgreifen.

Ein weiteres Problemgeld sind die Achsfedern/Dämpfung bei vier bis fünf Jahre alten Modellen. Weniger auffällig sind dagegen die Themen Ölverlust am Antrieb, Achsaufhängungen, Antriebswellen, Lenkanlagen-Gelenke. Probleme mit Rost hatten nur recht wenige Caddy-Gebrauchtmodelle.

Die ADAC-Pannenstatistik attestiert den Zulassungsjahrgängen von 2016 bis 2020 eine niedrige Pannenquote von unter zehn Fällen pro 1.000 Fahrzeug. Erst im Zulassungsjahrgang 2015 steigt demnach die Pannenquote auf 11 an. VW Caddy-Gebrauchtwagen kämen insgesamt auf überdurchschnittlich gute Werte. 

Caddy gebraucht kaufen: Das ist noch wichtig 

Obwohl das Caddy-Basismodell ("Conceptline") in Serie recht spärlich bestückt war, ließ es sich mit einigen Extras aufrüsten: angefangen von Digitalradio-Empfang (DAB+) bis hin zum Parklenkassistenten "Park Assist", mit dem der Caddy fast von selbst in die Stellplatzlücke findet. Solche Sonderausstattungen waren für das Basismodell zwar in manchen Fällen etwas teurer als für die übrigen Linien. Es kann gut sein, dass man bei der Suche nach einem VW Caddy-Gebrauchten auf ein Basis-Modell stößt, das unterm Strich sogar über mehr technische Fähigkeiten verfügt als etwa ein Caddy einer anderen Ausstattungslinie. Heißt konkret: Man sollte sich am besten immer die komplette Liste der im jeweiligen Gebrauchtwagen verbauten Ausstattungen ansehen. Der Name der Ausstattungslinie allein sagt noch zu wenig darüber aus, was man bekommt. 

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Auf dem aktuellen Gebrauchtwagenmarkt bekommt man einen gut ausgestatteten und motorisierten VW Caddy Maxi ab etwa 15.000 Euro. Auch der Standard-Caddy bewegt sich in diesem Preis-Bereich. Mit großzügiger Extra-Bestückung wie mit Rückfahrkamera, Parklenkassistent "Park Assist", stationärem Navigationssystem und/oder Lendenwirbelstützen kann auch ein Preis-Niveau von 32.000 Euro erreicht werden. Sowohl für Standard- als auch für Caddy Maxi-Gebrauchte.

VW Caddy gebraucht (seit 2020): Modernes "Raum-Wunder"

Foto: Volkswagen
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"Sauberer, sicherer und komfortabler als bisher", so bilanziert der ADAC die neue Auflage des VW Caddy. Dabei fällt fast schon unter den Tisch, dass auch die Ausstattungsmöglichkeiten deutlich über das hinausgehen, was man vom Vorgängermodell gewohnt war. Dieser VW Caddy hat auch optisch derart zugelegt, so dass er fast wie ein Lifestyle-Auto wirkt. Diese Mischung macht den neuen Caddy zum gefragten Gebrauchtwagen. Auf die Spitze getrieben wird das frische Image vom Caddy California, der als moderner Camping-Van dem gerade boomenden Freizeit-Trend folgen soll und sowohl als Standard-Modell als auch als Maxi-Ausgabe erhältlich ist. 

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Charakteristik: Der neue Caddy als Gebrauchtwagen 

Im neuen Basismodell des Caddy sind bereits einige Ausstattungen verbaut, die das alte noch nicht enthielt: Beispielsweise elektrisch einstell- und beheizbare Außenspiegel, digitaler Radioempfang (DAB+), eine Klimaanlage mit manueller Regelung, eine Mobiltelefon-Schnittstelle, ein Radio mit 6,5 Zoll großem Touch-Farbdisplay und sogar der Spurhalteassistent "Lane Assist". Die höherwertige Linie "Life" erweitert den Bestand um manuell einstellbare Lendenwirbelstützen für die Vordersitze, zwei USB-Schnittstellen (Typ C) in der vorderen Mittelkonsole, zwei USB-Ladebuchsen (Typ C) an der Mittelarmlehne hinten und Leichtmetallräder. Ultraschall-Einparkhilfen für den Front- und Heckbereich kommen mit dem neuen Top-Modell "Style". Außerdem das Digital Cockpit, größere Felgen in 17 Zoll und eine automatische Fahrlichtschaltung. 

In puncto Ausstattung ist der VW Caddy als auf der Höhe der Zeit. Gebraucht ist er daher überaus begehrt. Umso mehr mit attraktiver Sonderausstattung.

Auch bei VW Caddy-Gebrauchten der neuen Generation ist das Ladepotenzial eines der zentralen Argumente. Beim Standard-Caddy nur einer Rücksitzreihe beträgt das Kofferraumvolumen 1.213 Liter. Mit ausgebauten Rücksitzen werden daraus 2.556 Liter, während nur 191 Liter hineingehen, wenn man den Caddy als 7-Sitzer nutzt. Der Caddy Maxi fasst als 7-Sitzer 446 Liter. Mit ausgebauter Rücksitzreihe 1.720 Liter und 3.105 Liter, wenn alle Rücksitzreihen entfernt werden.

Motoren 

Caddy-Gebrauchte der neuen Generation sind in den Diesel-Leistungsstufen 75, 102 und 122 PS erhältlich. Außerdem mit einem 114-PS-Benziner. Aus diesem Spektrum ist nur der 122-PS-Diesel mit Allrad kombinierbar. Alle anderen Motoren verfügen über Vorderradantrieb. Gedanken über den Schadstoffausstoß muss man sich mit diesem Caddy nicht machen. Alle Motoren erfüllen den Standards von Euro 6d-ISC-FCM und sind dadurch vor Fahrverboten sicher.

Das sagen TÜV-Report und ADAC

Diese Generation ist noch so neu, dass sie der TÜV-Report 2022 noch nicht erfasst. Wenn die genügend Modelle nach drei Jahren die erste Hauptuntersuchung hinter sich haben werden, lassen sich Aussagen darüber machen, wie sich dieser VW Caddy als Gebrauchtwagen ausnimmt. 

Darum lohnt sich der Blick auf die Einschätzungen des ADAC momentan umso mehr. Der Autotest-Bericht über den Benziner kommt zu einer Gesamtnote von 2,4. Mit 2,3 etwas besser schneidet der 122-PS-Diesel ab. Hier fallen die Kosten etwas mehr ins Gewicht, da über 35.000 Euro als Neuwagen-Preis berechnet werden. Der Testbericht betont aber auch die Wertstabilität des Wagens. Die mit Abstand beste Bewertung (1,2) fährt dieser Caddy in der Rubrik "Transport" ein. Nicht weit dahinter folgt die Familientauglichkeit, die mit 1,8 benotet wurde. Im Grunde genommen sind dies auch die allgemein bekannten Kernkompetenzen des Caddy. Und dass er in den Bereichen "Fahrspaß" und "Stadtverkehr" nur durchschnittlich bis unterdurchschnittlich punkten kann, überrascht ebenfalls wenig. Die raumgreifenden Maße und der hohe Nutzwert haben eben auch ihre Kehrseiten. 

Der EcoTest vergibt für beide Motorisierungen vier von fünf möglichen Sternen. Noch wichtiger ist allerdings der Punkt "Rundumsicht": Ungeübten Fahrern könnte das Abschätzen des Platzes beim Rangieren etwas schwerfallen könnte. Bei einem gebrauchten Caddy sollte man also Wert auf Hilfssysteme wie die Rückfahrkamera, akustische Einparkhilfen oder der Trailer Assist legen. Außerdem lohnt sich der Parklenk-Assistent, der den VW Caddy fast selbständig in die Stellplatzlücke manövriert.

Den neuen Caddy gebraucht kaufen: Das ist noch wichtig

Neben solchen Assistenzsystemen können sich weitere Sonderausstattungen auf den Preis des VW Caddy-Gebrauchtwagens auswirken: etwa die App-Connect, womit sich die Navigationsdaten des Smartphones über den Bordcomputer nutzen lassen, die Sitzheizung oder die Telefonschnittstelle "Comfort" mit induktiver Ladefunktion. Da dieser VW Caddy erst seit kurzem auf dem Markt ist, kommen Gebrauchtwagen oft auch noch mit einer Restlaufzeit der zweijährigen Garantie. Weil diese sich auf den nächsten Besitzer übertragen lässt, hat das entsprechende Auswirkungen auf den Preis. LED-Hauptscheinwerfer, Digital Cockpit oder 2-Zonen-Klimaautomatik können dagegen eher als "Extraportion Luxus" gelten. Auch sie wirken sich preissteigernd aus, sind aber keine unbedingten Must-haves für den sachlichen Caddy.

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Auf dem aktuellen Gebrauchtwagenmarkt sind besser motorisierte und ausgestattete Caddys ab einem Preis-Niveau von etwa 25.000 Euro erhältlich. Echte Schnäppchen, wenn man bedenkt, dass der Neuwagenpreis derzeit erst bei 28.000 Euro ansetzt. Für VW Caddy Maxi-Gebrauchtmodelle mit Top-Motorisierung und -Ausstattung kann dagegen ein Preis von bis zu 38.000 Euro verlangt werden. Caddy California-Modelle bewegen sich gebraucht zwischen 40.000 und 52.000 Euro

VW T6 gebraucht: Klein-Bus mit Kultstatus

Foto: Volkswagen
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Ewiger Kult-Bus: der "Bulli" von Volkswagen. Mit dem zweiten Facelift der fünften Generation T5 im Juli 2015 benannte man ihn kurzerhand in T6 um. Seit der dritten Modellauffrischung 2019 ist er unter der Bezeichnung T6.1 auf dem Markt. Gebraucht ist der vielseitige T6 zu teilweise sehr moderaten Preisen erhältlich. Worauf sollte man achten, wenn man sich diesen VW-Bus gebraucht kaufen will?

Charakteristik: Der VW T6 als Gebrauchtwagen 

VW T6-Gebrauchte werden in den Ausführungen Transporter, Caravelle, Multivan, California (s unten) und Transvan angeboten. Diese Versionen sind jeweils in mehreren Ausstattungslinien erhältlich. Das macht das Gebrauchtwagen-Angebot außerordentlich breit, aber auch ziemlich unübersichtlich. Noch dazu, weil sich die Serienausstattungen der T6.1-Faceliftmodelle von denen des T6 mehr oder weniger stark unterscheiden können. Beispielsweise sind der Notbremsassistent "Front Assist" und der Spurhalteassistent "Lane Assist" in VW T6 Multivan-Gebrauchten nur im Einzelfall verbaut, da sie vor dem Facelift 2019 noch als Sonderausstattung dazugekauft werden mussten. Beim Facelift-Modell T6.1 Multivan gehören sie dagegen schon zur Serie, sind also auch in jedem Gebrauchtwagen schon mit dabei. Wieder anders bei VW Transporter-Gebrauchten: Hier ist der Spurhalteassistent "Lane Assist" ausschließlich als Sonderausstattung bestellbar. Zumindest bei der Facelift-Ausgabe T6.1. Für das Vor-Facelift-Modell T6 war er erst gar nicht erhältlich.

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Fazit: Da es derart viele Möglichkeiten und Unterschiede zwischen den einzelnen T6- und T6.1-Versionen und Ausstattungslinien gibt, sollte man sich in immer darüber erkundigen, welche Ausstattung man im jeweiligen Einzelfall erhält, wenn man sich einen T6.1 oder T6 gebraucht kaufen möchte. Das gilt nicht nur für die Assistenzsysteme, sondern auch für alle übrigen die Bereiche wie Komfort, Connectivity, Infotainment und Styling.

Ebenfalls deutliche Unterschiede zwischen den verschiedenen T6- und T6.1-Versionen und sogar innerhalb dieser Versionen gibt es in punkto Ladevolumen. So ist bei VW T6 Transporter-Gebrauchten darauf zu achten, ob es sich dabei um die Rockton-, Kastenwagen-, die Kastenwagen "Plus"- oder die Kombi-Fassung handelt. Und als ob die Sache nicht schon komplex genug wäre, ist da schließlich noch die Frage, ob es ein Transporter mit kurzem oder langem Radstand sein soll. Aus dieser schieren Unzahl an Möglichkeiten ergeben sich entsprechend viele Ladekapazitäten: Diese reichen von nur 3,5 Kubikmetern im T6 Transporter Kastenwagen "Plus" mit kurzem Radstand über 5,0 im Transporter Kombi mit langem Radstand und Normaldach bis hin zu 9,3 Quadratmetern im Transporter Kombi mit langem Radstand und Hochdach. Es bleibt also auch hier nichts anderes übrig, als sich genau über das Ladevermögen des einzelnen Gebrauchtwagens zu erkundigen. 

Motoren

VW T6-Gebrauchtmodelle ließen sich von 2015 bis 2022 mit folgenden Antrieben bestücken: einem Benziner mit wahlweise 150 oder 204 PS und einem Diesel in den Leistungsstufen 84, 102, 114, 150, 199 und 204 PS. Alle Motoren ab 150 PS waren auch mit Allrad und/oder 7-Gang-DSG (statt 6-Gang-Handschaltung) kombinierbar. Daraus ergibt sich ein außerordentlich großes Spektrum aus rund 20 Antriebsoptionen. Allein in dieser Hinsicht ist die potenzielle Auswahl auf dem Gebrauchtwagen-Markt also groß. Übrigens: Die Leistungsstufen mit 84, 102 und 114 PS waren und sind auch als Gebrauchte zwar recht günstig zu haben, benötigen aber für den Sprint von Tempo 0 auf 100 km/h zwischen 17,9 bis 22,2 Sekunden. Die anderen Antriebe sind teils wesentlich schneller. 

Noch wichtiger als die Zugkraft ist die jeweilige Abgasnorm-Einstufung. Von Anfang an liefen die Motoren des VW T6 gemäß Euro 6. Das heißt, dass vor allem die Diesel nicht vor eventuellen Fahrverboten in hoch schadstoffbelasteten Gebieten sicher sind. Ab Oktober/November 2018 wurden die Dieselstufen 102, 114, 150 und 199 PS auf die Anforderungen für die sichere Abgasnorm Euro 6d-Temp umgestellt. Der Top-Diesel mit 204 PS wurde ganz aus dem Programm genommen. Die Diesel des VW T6.1 entsprechen alle der modernen Abgasnorm Euro 6d TEMP-EVAP-ISC, womit man sich bei ihnen keine Gedanken mehr um potenzielle Fahrverbote machen muss. Benzinmotoren werden für den T6.1, also seit dem dritten Facelift 2019, nicht mehr angeboten. 

Das sagen TÜV-Report und ADAC

Der TÜV-Report 2022 behandelt weder T6 noch T6.1. Darum ist es ratsam, sich dann den Berichten des ADAC zu orientieren. Hier wird man zu vielen Ausgaben fündig. Dem Diesel-betriebenen VW T6 (2015-2019) widmet der Automobilclub einen eigenen Gebrauchtwagen-Bericht. Demnach können T6-Gebrauchte vor allem in den Bereichen Verarbeitung, Raumangebot, Bedienbarkeit und im Werterhalt punkten. Auch die sicheren Fahreigenschaften, der variable Innenraum, der bequeme zustieg durch die Schiebetüren und die Langstreckentauglichkeit der Sitze werden lobend hervorgehoben. Wer schon öfter mit einem T6 unterwegs war, wird wohl wissen, was damit alles gemeint ist. Negativ schlugen sich die recht hohen Unterhaltskosten, der Spritbedarf, Innen- und Außengeräusche und ein erhöhtes Mängelaufkommen bei der Hauptuntersuchung nieder. Laut dem zitierten Gebrauchtwagen-Bericht habe die ADAC-Pannenstatistik 2019 diesem T6 eine hohe Sicherheit bescheinigt: Im Schnitt seien für Modelle aus dem Baujahr 2015 nur 8,9 Pannen pro 1.000 Fahrzeuge verzeichnet worden. Für T6 aus dem Baujahr 2016 liegt die Quote bei durchschnittlich 5,7 Fahrzeugen. Eine aktuelle Pannenstatistik liegt für VW T6 und T6.1 nicht vor. 

T6-Gebraucht-Modelle: Das ist noch wichtig 

So verschieden die Möglichkeiten auch sind, gibt es doch einen bestimmten Grundstock an Ausstattungen, auf die man beim Gebrauchtwagenkauf Wert legen sollte. Dazu zählen vor allem Ultraschall-Einparkhilfen an Front und Heck und das Umfeldbeobachtungssystem "Front Assist". Andere Extras sind zwar nicht zwingend notwendig, können den Fahralltag aber erheblich erleichtern: der Spurwechselassistent "Side Assist" etwa oder verstärkte Federungen, Dämpfungen und Stabilisatoren. Solche Extras heben den Gebrauchtmodell-Preis um eine drei bis vierstellige Summe an. 

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Besser motorisierte und/oder ausgestattete VW Multivan-Gebrauchte sind momentan ab etwa 43.000 Euro zu haben. Für hervorragend bestückte T6.1-Gebrauchte werden aber auch Preise bis zu 90.000 Euro gezahlt. Dagegen werden solide VW T6 Kombi-Gebrauchtmodelle bereits ab 26.000 Euro angeboten. Für einen Caravelle sollte man derzeit mindestens 40.000 Euro einplanen. Günstige, aber ordentlich ausgestattete VW Transporter-Gebrauchte sind wiederum schon ab 27.000 Euro erhältlich. 

VW California gebraucht: Die Camping-Ausgabe des T6

Foto: Volkswagen
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Dieser Campingbus ist eine Ausbau-Fassung des VW T6. Der California firmiert seit dem dritten Facelift 2019 ebenfalls unter der Bezeichnung T6.1. Je nach Ausstattungsvariante bietet er eine Wohn- und Nutzfläche zwischen 4,0 und 4,3 Quadratmetern. Bei Gebrauchtwagen ist vor allem auf Assistenzsysteme zu achten. Denn selbst in Modellen der Top-Linie "Ocean" können grundlegende Extras wie das Notbremssystem "Front Assist" oder Einparkhilfen fehlen. 

Charakteristik: Der VW California als Gebrauchtwagen

Der T6 California ist in den drei Ausstattungsvarianten "Beach", "Coast" und "Ocean" erhältlich. Im Fall des Facelift-Modells T6.1 California wird die Einstiegsvariante California "Beach" sogar noch in die beiden Ausführungen "Beach Camper" und als "Beach Tour" unterteilt: "Beach Tour" kommt dabei ohne Küchenausstattung und serienmäßig mit Schiebetüren an den Seiten. Je nachdem, welche Rückbankausführung verbaut ist, kann er als 6- oder 7-Sitzer genutzt werden. Der "Beach Camper" kommt dagegen mit Küchenblock und schlägt insofern die Brücke zu den beiden höherwertigen Ausstattungslinien "Coast" und "Ocean", die sich wiederum im Aufstellmechanismus für das Hubdach unterscheiden, der bei "Beach" manuell funktioniert, bei "Coast" elektrohydraulisch. Im Unterschied zur "Beach"-Variante beim Vor-Facelift-Modell California T6 lässt sich die elektrohydraulische Bedienung des Aufstelldaches im T6.1 gegen Aufpreis mitverbauen. Interessiert man sich also für ein VW California "Beach"-Gebrauchtmodell, empfiehlt es sich, auf diese Details zu achten.

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Ferner bringen die beiden höherwertigen Linien "Coast" und "Ocean" bessere Komfort- und Funktionsausstattungen mit – beispielsweise vier zusätzliche Lautsprecher, jeweils zwei zusätzliche Hoch- und Tieftöner und eine Schuko-Steckdose im Wohnbereich. "Ocean" verfügt außerdem über ein Touchscreen-Radio (in 5 Zoll), eine Luftstandheizung, eine getrennt regelbare Sitzheizung im Fahrerhaus oder eine Beleuchtung im Aufstelldach. Seit dem Facelift 2019 gehören auch das Notrufsystem eCall und der Seitenwind-Assistent als Teilfunktion des elektronischen Stabilisierungsprogramms mit zum Standard des T6.1 California. 

Für den VW California gilt generell, dass er serienmäßig nur über sehr wenig funktionale Ausstattung verfügt – egal, in welcher Ausstattungslinie. Beispielsweise gehört das Umfeldbeobachtungssystem "Front Assist" mit City-Notbremsfunktion schon länger zur Grundausstattung fast eines jeden VW. Beim California muss es nach wie vor aufpreispflichtig geordert werden. Genauso der Spurhalteassistent, der Totwinkelassistent und sogar das Reifendruck-Kontrollsystem. Wer sich also einen California gebraucht kaufen will, sollte darauf achten, dass ein Mindestmaß an diesen Extras vorhanden ist. Das wirkt sich natürlich auf den Gebrauchtwagen-Preis aus, allerdings nicht übermäßig.  

Motoren 

Für das Motorenspektrum von VW California-Gebrauchten gilt das gleiche wie für den T6: Der Camper ist in den Benziner-Stufen 150 und 204 PS erhältlich, als Diesel wahlweise mit 84, 102, 114, 150, 199 oder 204 PS. Die Motoren ab 150 PS lassen sich optional mit Allrad-Fähigkeiten kombinieren. 

Wer vor Fahrverboten in hoch schadstoffbelasteten Gebieten sicher sein will, sollte darauf achten, dass der Motor des VW T6 California nach der sicheren Abgasnorm Euro 6d-Temp zertifiziert ist. Bis Oktober/November 2018 genügten die Antriebe des California nur Euro 6. Danach wurden die Diesel mit 102, 114, 150 und 199 PS auf Euro 6d-Temp umgestellt, der 204 PS starke Spitzendiesel wurde ganz aus dem Angebot genommen. Mit dem VW California 6.1 ist man hingegen durchweg vor Fahrverboten sicher. Die Motoren sind hier mit Euro 6d TEMP-EVAP-ISC zertifiziert und damit auf den neuesten Stand.  

Das sagen TÜV-Report und ADAC

Im TÜV-Report 2022 wird über den VW California keine Mängeleinschätzung abgegeben. Dafür aber ist seiner jüngsten Basisversion "Beach Camper" ein eigener Fahrbericht gewidmet. Das Urteil: vier von fünf möglichen Sternen. Der California wird als Alleskönner bezeichnet, der als Alltagswagen wie als Transporter oder Campingmobil glänzen kann. Kritisiert wird der recht hohe Neuwagen-Preis bei gleichzeitigem Minimalismus. 

Der ADAC bescheinigt dem VW T6.1 California "Ocean" eine Gesamtnote von 2,1. Bemängelt wurde hier die spärliche Serienausstattung. Der Notbremsassistent und selbst Ultraschall-Einparkhilfen sowie Regen- und Lichtsensoren müssen für diese Top-Ausstattungslinie aufpreispflichtig bestellt werden. Darum sollte man auch bei VW California "Ocean"-Gebrauchten ganz genau hingesehen: Welche dieser wichtigen Aufwertungen ist mit an Bord? 

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VW California Gebraucht-Modelle: Das ist noch wichtig 

Selbstverständlich zählt bei einem Campingbus wie den California nicht nur eine solide Ausstattung. Auf den Preis eines Gebrauchten wirken sich vor allem auch Extras, die den Wohlfühl-Faktor heben sowie praktische Helfer für den Camping-Alltag aus. Die Liste der Möglichkeiten ist dabei viel länger als bei einem gängigen VW-Pkw. Sie reicht von diversen Dach-Arten und Markisen über Heizungen und Klimaanlagen bis hin zu unterschiedlichen Geschränk-Dekors.

VW California-Gebrauchte mit einer ordentlichen Ausstattungs- und Motorbestückung sind derzeit ab etwa 50.000 Euro erhältlich. Modelle, die den gehobeneren Anspruch bedienen, können aber auch bis zu 80.000 Euro kosten. 

VW Crafter gebraucht (2. Generation, seit 2017): Praktiker fürs Grobe

Foto: Volkswagen
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Der Kleintransporter Crafter ist das "Arbeitspferd" im Portfolio von Volkswagen. In den "Plus"-Versionen eignet er sich außerdem hervorragend als Personen-Kleinbus. Je nach Ausführung mit Normal-, Hoch- oder Superhochdach beziehungsweise längerem oder kürzerem Radstand bietet der VW Crafter der aktuellen zweiten Generation ein Laderaumvolumen zwischen 6,0 und 18,4 Kubikmetern. Gebraucht ist er teils zu sehr attraktiven Preisen erhältlich. Denn für Neuwagen greift man in der Regel tief in die Tasche.  

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Charakteristik: Der VW Crafter als Gebrauchtwagen

Der VW Crafter der Generation zwei ist bislang drei Ausstattungslinien erschienen: Crafter 35 Kastenwagen "EcoProfi", Crafter 35 Kastenwagen und Crafter 35 Kastenwagen "Trendline". Hinzu kommen noch die drei "Plus"-Ausstattungen mit leicht abweichenden Serienmerkmalen vorwiegend für den Personentransport. Dazu gehören etwa eine Dreier-Sitzbank in der zweiten Sitzreihe und – als augenfälligster Unterschied der Plus-Versionen zu den Standard-Crafter – fest verbaute Seitenfenster im Lade-/Fahrgast-Raum.

Zum Standard der Crafter-Ausstattung gehören die Multifunktionsanzeige "Plus", ein Berganfahrassistent, der Seitenwindassistent (als Teilfunktion des elektronischen Stabilisierungsprogramms) und 12-V-Steckdosen in der Armaturen- und in der Schalttafel. Die Ausstattungslinie "Trendline" bietet zusätzlich eine Kindersicherung im Fahrgastraum, eine Mobiltelefon-Schnittstelle, das Radio "Composition Audio" mit TFT-Display und zwei Breitband-Lautsprechern oder eine Trittstufenbeleuchtung (vorne).

Motoren 

Seit März 2017 stehen für dem Crafter die Diesel-Leistungsstufen 102, 140 und 177 PS zur Verfügung. Allrad-Funktionen gibt es für die Motoren mit 140 und 177 PS. Seit September 2019 ist außerdem der rein elektrisch betriebene VW e-Crafter mit 136 PS und Vorderradantrieb erhältlich. Benziner wurden für den Crafter der zweiten Generation bislang nicht angeboten. Fahrverbote drohen dem Crafter nicht: Alle Antriebe entsprechen dem Standard von Euro 6d-Temp.

Das sagen TÜV-Report und ADAC

In der neuen ADAC-Pannenstatistik schneidet der Crafter durchschnittlich bis gut ab: Bei den 2017 zugelassenen Modellen wurden demnach von 1.000 Fahrzeugen 13,4 Pannen verzeichnet, beim Zulassungsjahrgang 2018 sind es 7,1 und bei Modellen, die 2019 erstzugelassen wurden, nur 5,0. Der ADAC wiederum lobt den e-Crafter unter anderem für seine Lenkung, Federung und die üppige Serienausstattung.

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VW Crafter Gebraucht-Modelle: Das ist noch wichtig 

Für den Crafter lässt sich eine Menge Sonderausstattung zurüsten: Angefangen bei verschiedenen Stau- und Lade-Extras über Klimaautomatik und Scheinwerfer-Reinigungsanlagen bis hin zum teuren "Fahrassistenz-Paket 3", das eine Rundumversorgung technischen Assistenten bietet. Klar, dass sich so etwas auch entsprechend auf den Preis des jeweiligen VW Crafter-Gebrauchten auswirkt. Dabei ist die Frage nach einer vollwertigen Funktionsausstattung eher zweitrangig. Denn dem Crafter fehlt es grundsätzlich an wichtigen Rangierhilfen wie einer Rückfahrkamera oder dem ParkPilot. Auch das Sicherheitsfeature "Front Assist" mit City-Notbremsfunktion, das mittlerweile zum VW-Standard gehört, fehlt in den Serienausstattungen des Crafter. Bei VW Crafter-Gebrauchten sollte also hierauf besonderer Wert gelegt werden.

Will man einen VW Crafter mit ausreichender Assistenz kaufen, dürfte man im Preis-Feld zwischen 24.000 und 27.000 Euro fündig werden. Für top-bestückte Modelle werden aber auch bis zu 57.000 Euro bezahlt.