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Skoda Octavia 2, Skoda Octavia 3, Frontansicht Fotos: Skoda
Artikel
Der pragmatische Kassenschlager

Skoda Octavia im großen Gebrauchtwagen-Check

Der unauffällige Zeitgenosse Skoda Octavia ist ein wahrer Bestseller. Wie steht es um seinen Charakter als Gebrauchter?

Skoda Octavia: Auf den Urvater folgt ein Grenzgänger

Der Skoda Octavia ist das Sinnbild für den erfolgreichen Aufstieg der tschechischen Marke in den vergangenen Jahrzehnten. Die Historie der namhaften Modellreihe beginnt indes früher: Seit 1959 ist der Octavia bereits Inbegriff für elegantes Fahrzeugdesign in Verbindung mit niedriger Preispolitik. Als dritte Komponente kommt noch eine große Portion Pragmatismus hinzu. Der Name bedeutet im Lateinischen "die Achte", weil der Skoda Octavia das achte Auto der osteuropäischen Traditionsmarke darstellte. Ein Beleg für die Erfolgsstory: Stand 2019 wurde der Octavia weltweit insgesamt fast sieben Millionen Mal als Neuwagen verkauft. Bereits sein Urvater beförderte die heimische Autoindustrie auf einen Höhenflug, als er sich nicht nur in Prag, sondern auch in weiteren Großstädten wie Berlin und Brüssel gut verkaufte. Dauerhaft blitzt der Stern des Skoda Octavia erst auf, seitdem der Hersteller unter das Volkswagen-Dach gewandert ist: Eine Neuauflage wurde konstruiert und mit solider VW-Technik bis heute stetig weiterentwickelt. Seitens des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) ist auch das aktuelle Modell, der Octavia III, im Segment der Kompaktklasse untergebracht. In Wahrheit handelt es sich hinsichtlich der Abmessungen jedoch mehr um einen Grenzgänger zwischen Golf- und Mittelklasse. 

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Der Skoda Octavia ist das populärste Modell der Marke in Deutschland und erfreut sich sowohl als Neu- als auch Gebrauchtwagen einer hohen Nachfrage. Kein Wunder: Der Octavia ist seit jeher ein preiswertes, zuverlässiges Gefährt mit einer Prise (Design-)Verführung und einer Portion Raffinesse, die sich noch heute im Marken-Claim "Simply Clever" widerspiegelt. 1996 ging die Neuauflage des heutigen Octavia-Oldtimers an den Start, zwei Jahre später kam erstmals das Kombimodell zu den Händlern, mit einer marginalen Feinheit in der Bezeichnung: Die geräumigere Variante trägt den Namen Skoda Octavia Combi. Heute ist der Bestseller Octavia nicht nur als Limousine und stylischer Familientransporter ein beliebter Gebrauchtwagen: Auch die Sportversion Skoda Octavia RS ist eine gefragte Alternative, beispielsweise zum VW Golf GTI. Dazu kommt schließlich noch die höhergelegte Ausführung Skoda Octavia Scout.

Skoda Octavia Oldtimer, Octavia Neuwagen, Generation drei
Urahne und Nachkomme: Links der erste, ab 1959 produzierte Skoda Octavia. Rechts die aktuelle, dritte Generation unter VW-Ägide. Foto: Skoda

Als der Skoda Octavia in den 60er-Jahren wie viele andere Autos ein preiswertes, relativ charakterloses Ostblock-Gefährt darstellte, war nicht unbedingt abzusehen, dass die Modellreihe einmal nachhaltig in der kontinentalen Automobilkultur verankert sein würde. Zudem ist der Octavia nicht mehr nur in Europa ein gefragtes Fahrzeug: Der Octavia III wird neben dem heimischen Werk Mladá Boleslav auch noch in Kasachstan, Russland, Algerien, China und Indien gefertigt. In unserem Gebrauchtwagen-Ratgeber nehmen wir die drei unter dem VW-Dach entstandenen Generationen des Skoda Octavia unter die Lupe:

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Skoda Octavia 1: 1996 bis 2010 (Facelift 2000)

Mit der Wiederbelebung des Octavia im Jahr 1996 hat Skoda die richtige Entscheidung getroffen: technische Zuverlässigkeit von Volkswagen, pragmatische Konzipierung ohne Experimente und dazu ein geringer Preis. Gebraucht ist der Skoda Octavia aus erster Generation heutzutage nicht mehr sehr gefragt, aber: Für Sparfüchse lohnt sich der Blick in die Gebrauchtwagen-Portale. Dort gibt es den Skoda Octavia 1 bereits für wenige Hundert Euro zu kaufen. Der schon damals auf VW-Golf-Basis entstandene Octavia (Typ 1U) bot mehr Platz und Raum als das VW-Pendant, war aber gleichzeitig wesentlich günstiger. Dazu kommt: Was den Nutzwert betrifft, war der Skoda-Kompakte schon damals mehr auf dem Niveau eines VW Passat. Das gilt sowohl für die Limousine als auch für die beliebtere Kombi-Version ab 1998. Bei der Octavia-Limousine beträgt das Kofferraumvolumen 528 bis 1.328 Liter, der Octavia Combi kann gar bis zu 1.512 Liter schlucken. Als Sondermodell „Tour“ wurde der Skoda Octavia noch bis 2010 gebaut. 2000 bekam der Skoda Octavia I ein umfangreiches Facelift.

Skoda Octavia Combi, Generation 1, Frontansicht
Seit 1998 gibt es das Erfolgsmodell Skoda Octavia auch als Kombimodell. Im Bild die erste Generation (Typ 1U). Foto: Skoda

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Die Motoren: Solide europäische Antriebskunst gibt es beim Skoda Octavia bereits ab Generation eins. Bei diesen Octavia-Gebrauchtwagen konnte man sich bereits aus dem VW-Konzernregel bedienen. Als Ergebnis bekam der großdimensionierte Kompaktklasse-Wagen Vierzylinder-Motoren in einer Größe von 1,4 bis 1,9 Litern Hubraum verbaut. Den Einstiegsbenziner (75 PS) gab es nur für die Octavia-Limousine, beliebter war der etwas später eingeführte Skoda Octavia 1.6 mit 100 PS - beim Kombi die Einstiegsversion. Als äußerst robust gelten die 90 PS starken 1,9-Liter-Diesel des Skoda Octavia I. Ab 1998 sorgte dann auch der 1,8-Liter-Turbo mit 150 PS für Verzückung, ehe es 2001 erstmals im sportlichen Skoda Octavia RS mit 180 PS zur Sache ging. Für diese Modelle gilt: Sie werden gerne auch dementsprechend bewegt, darum ist der Verschleiß bei den "RS"-Gebrauchten in der Regel höher!

Ausstattung und Sicherheit: Die Basisausstattung "LX" kommt wohl nur für diejenigen in Frage, die auch auf den geringsten Komfort verzichten können. Mehr zu bieten haben die Varianten "GLX" und "SLX", die später in "Classic", "Ambiente" und "Elegance" umbenannt wurden – Beinamen, die auch für den Skoda Octavia II übernommen wurden. Daneben gab es noch einige Sondermodelle des Skoda Octavia: "Business", "Family", "Collection", "Rider", "Driver", "Celebrate" oder "Sport". Der bereits erwähnte Skoda Octavia "Tour" war ein echtes Schnäppchen und noch weit nach Produktionsbeginn des Nachfolgers (2004) erhältlich. Und im Bereich Sicherheit? 2001 erreichte der Skoda Octavia I beim EuroNCAP-Crashtest vier von fünf Sternen. Wichtige Randnotiz: Bei den Octavia-Modellen bis 2009 zählte das heute verpflichtende ESP noch zur Sonderausstattung und ist bei Gebrauchtwagen folglich längst nicht die Regel. Front-, Kopf-und Seitenairbags sind bei Generation eins gar nicht vorhanden.

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Skoda Octavia 1: Weitere Bilder

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Qualität: Qualität: Wie einige VW-Modelle dieser Zeit gilt auch der Skoda Octavia I als anfällig für Probleme mit gerissenen Zahnriemen, dem Luftmassenmesser oder den elektrischen Fensterhebern. Bei Dieseln mit hoher Laufleistung kapitulieren gerne mal die Kupplungen. Rost gibt es beim stabilen Blech dieses Skoda nicht allzu oft - und der Auspuff hält ebenfalls lange, so das Resümee des TÜV-Mängelberichts. In den Bereichen Kraftstoffanlage und Bremsen schneidet der Skoda Octavia gebraucht im Schnitt besser ab als Fahrzeuge gleichen Alters. Anfälliger sind bei neueren Ausführungen des Octavia 1 die Komponenten Lenkung, Achse oder auch Antriebswellen. Auch bei der Beleuchtung sehen TÜV-Prüfer zuweilen schwarz, wenn Blinklichter mal ihren Dienst verweigern. Wer einen Octavia der Generation eins gebraucht kaufen möchte, dem sei ein Rundgang ums Auto mitsamt Elektrik-Check unbedingt angeraten. Eine weitere Schwachstelle bei manchen älteren Octavia-Fahrzeugen ist laut Ingenieuren die Wirkung der Handbremse.

Fazit: Bei den Octavia-Gebrauchten dieses Typs (1U) lassen sich kleine und mittelgroße Defizite meist kostengünstig in Ordnung bringen, weil auch die Fahrzeug-Elektrik noch nicht so ausgeprägt ist. Wer sich für einen gepflegten Skoda Octavia der ersten Generation mit einer höheren Ausstattung oder als Sondermodell interessiert und dieses noch den 1,6-Liter-Benziner oder einen Diesel besitzt, muss nicht lange nachdenken. Preise von 1.000 bis 2.000 Euro sind hier die Regel. Da sollte man allerdings eher nach dem Facelift-Modell (ab 2000) Ausschau halten.

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Skoda Octavia 2: 2004 bis 2013 (Facelift 2009)

Im Jahr 2004 kam der Skoda Octavia II auf den Markt. Der Nachfolger stellte eine gravierende Weiterentwicklung dar und wurde auf der Plattform des VW Golf V errichtet. Die Octavia-Generation zwei überzeugt mit einem optimierten Platzangebot für (Fond-)Insassen und Gepäck. Das gestiegene Fassungsvermögen auf maximal 1.620 Liter bedeutet für den Octavia Combi der zweiten Generation nochmal einen Nutzwert-Zuwachs. Auch der Skoda Octavia II ist eine beliebte Alternative zum VW Passat, da nehmen Gebrauchtwagen-Käufer gerne auch Abstriche bei der Verarbeitung in Kauf. Auch das noch sehr gefragte gebrauchte Modell vom Typ Octavia 1Z gibt es in verschiedenen Ausführungen: als Limousine mit pragmatischer, großflächiger Heckklappe und der Kombivariante Octavia Combi. Im Jahr 2006 wurde zudem das Crossover-Modell Skoda Octavia Scout vorgestellt, für rustikalere Zwecke und mit permanentem Allradantrieb.

Skoda Octavia Limousine, zweite Generation, Frontansicht
Ab 2004 wurde die zweite Generation des Skoda Octavia verkauft. Foto: Skoda

Motoren des Skoda Octavia II: Mit dem Generationswechsel 2004 bekam der erfolgreiche "untere Mittelklasse"-Wagen aus Tschechien potentere Triebwerke verpasst. Die Erfahrungen mit Gebrauchtwagen zeigen, dass sowohl die Dieselaggregate (2,0 Liter Hubraum, 140 und 170 PS), der 1.9 TDI mit 77 kW/105 PS und auch der 1,6-Liter-Benziner mit 75 kW/102 PS eine beliebte, wie zuverlässige Wahl darstellen. Am unteren Ende der Angebotspalette gibt es einen 75-PS-Benziner, oberhalb thront der scharfe, 200 PS starke Skoda Octavia RS. Ab Ende 2007 befand sich mit dem Octavia 1,6 CNG erstmals ein Skoda mit bivalentem Erdgas-Antrieb im Angebot. Mit dem Facelift 2009 änderte sich das Portfolio der Motorisierungen grundlegend: Moderne TSI-Benzinmotoren und Commonrail-Diesel der VW-Konzernmutter hielten beim Octavia Einzug - erstmals gab es ihn dann auch mit Autogas-Antrieb (LPG). Wer sich einen Skoda Octavia 2 gebraucht kaufen möchte, für den kommen drei verschiedene Getriebearten in Frage: Handschaltung, herkömmliche Automatik oder die DSG-Ausführung.

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Ausstattung und Sicherheit: Beim Skoda Octavia vom Typ 1Z war der Innenraum nicht allzu edel gestaltet, dafür jedoch äußerst funktional und pragmatisch. Die Verarbeitung selbst kann sich sogar noch mit den moderneren Modellen messen. Nicht nur bezüglich des Raumgefühls hatte der Skoda Octavia 2004 zugelegt, auch im Bereich Komfort wurde der osteuropäische Volkswagen verbessert. Front-, Kopf-und Seitenairbags zählen zur Serie, das ESP gehört erst seit dem Facelift 2009 dazu und zählte beim Pre-Facelift noch zur Sonderausstattung. Zentralverriegelung ist beim Octavia II bereits in der Basis verbaut. Bei den gebrauchten Octavia-Modellen der Jahre 2004 bis 2012 raten wir mindestens zu der Ausstattungsvariante "Amiente" - denn hier sind u. a. Klimaanlage und eine Einparkhilfe für den Heckbereich mit an Bord. Letztere ist aufgrund der eher eingeschränkten Sicht vom Innenraum nach hinten ein ziemlich nützlicher Assistent.

Skoda Octavia 2: Weitere Bilder

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Qualität: Dank solider VW-Technik gilt der Skoda Octavia zum einen als zuverlässiger Kilometerfresser. Die Kehrseite ist, dass sich der dadurch bedingte höhere Verschleiß auch in der Statistik niederschlägt. So hinterlassen Skoda Octavia Limousine und Octavia-Kombi bei den Prüfstellen der Nation eher einen durchschnittlichen Eindruck. Aber: Die Laufleistung ist in der Regel größer, denn in seiner Klasse ist der Octavia II ein echter Dauerbrenner mit einer hohen Kilometerzahl auf dem Tacho. Laut "TÜV-Report 2018" haben der Lack und auch die Verarbeitung im Allgemeinen Luft nach oben. Die Scheinwerfer (Xenon) flackern manchmal und die Dichtungen an den Türen seien ab und dann nicht in bester Verfassung. Probleme mit der Steuerkette werden zuweilen bei TSI-Modellen bemängelt. Ältere Octavia-Gebrauchtwagen der Baureihe 1Z fallen öfter mal durch strapazierte Achsfedern auf. Schon beim ersten TÜV-Termin machen sich schon mal ermüdete Bremsscheiben bemerkbar - dies jedoch bei einer durchschnittlichen Laufleistung von 67.000 Kilometern. Und: Auffällig ist wie beim Vorgänger eine Häufung von defekten Blinkern und Scheinwerfern, was allerdings relativ preiswert zu beheben ist. Weitere Komponenten wie Motor, Radaufhängung, Abgasanlage oder Lenkung befinden sich im Durchschnittsbereich und sind bei einem Fahrzeugalter ab acht Jahren anfällig für Fehler.   

Fazit: Das tschechische Pendant zu VW Golf und Passat punktet mit großem Platzangebot und fairen Preisen. Wie im Kapitel Qualität ausgeführt, gilt jedoch: Besonders bei Skoda-Octavia-Gebrauchtfahrzeugen mit hoher Laufleistung und/oder eines älteren Jahrgangs sollte das Auto vor dem Kauf ausgiebig inspiziert werden. Bekannte Schwächen, die auch jüngere Gebrauchte aufweisen können, sind Bremsen und die Beleuchtung. Das Fahrwerk im Allgemeinen verdient bei der Begutachtung besondere Aufmerksamkeit. Und die Preise? Octavia-Modelle mit weniger als 100.000 km gibt es in den verschiedensten Internetportalen bereits für einige Tausend Euro zu kaufen. Ein Octavia Facelift der zweiten Generation (ab 2009) mit niedriger Laufleistung ist für unter 10.000 Euro erhältlich. 

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Skoda Octavia 3: Seit 2012 (Facelift 2017)

Der Skoda Octavia 3 ist als Neuwagen eine solide und preiswerte Wahl, umso mehr trifft das bei der Suche nach einem Gebrauchtwagen zu. Nicht umsonst ist der seit 2012 erhältliche Octavia III ein sehr gefragtes Fahrzeug. Die dritte unter der Ägide von VW entstandene Generation ist in den Abmessungen neuerlich größer als der Vorgänger und bietet einiges, was bei Konkurrenzmodellen teurer ins Gewicht fällt. Worauf sollte man achten, wenn man ein Auto der Octavia-Baureihe 5E kaufen möchte?

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Mit der Markteinführung des Skoda Octavia 3 wechselte die Modellreihe auf die Konzern-Plattform MQB, wie es zuvor bereits beim teureren Volkswagen-Mittelklasse VW Passat geschehen war. Den aktuellen Skoda Octavia gab es 2012 zuerst als viertürige Limousine, im Frühjahr 2013 kam der neue Octavia Combi hinzu. Beide Versionen wuchsen hinsichtlich des Ladevolumens, das Potenzial der Modellreihe beträgt nunmehr bis zu 1.740 Liter beim Octavia Combi. Darüber hinaus ist der Octavia längst auch im Design attraktiv geworden: Die Baureihe Octavia 5E machte diesbezüglich im Vergleich zum Vorgänger einen gewaltigen Sprung und geht auch als Coupé-Limousine durch. Was beim Skoda Octavia evolutionär ebenfalls optimiert wurde: das Gewicht. Aufgrund einer veränderten Stahldichte sank das nämlich um etwa 100 Kilogramm. 2016 bekam der Octavia ein Facelift spendiert, gut erkennbar ist diese Variante an den geteilten Front-Scheinwerfern. Im Innenraum blieben die Konstrukteure der puristischen Beschaffenheit der Vorgänger treu. Doch ist die solide Verarbeitung in Cockpit bzw. Fahrgastzelle zuverlässig, wie man es von Volkswagen gewohnt ist.

Skoda Octavia Combi, Baureihe 5E, Frontansicht
Seit Frühjahr 2013 gibt es die aktuelle Generation des Skoda Octavia auch als Kombivariante. Foto: Skoda

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Motor: Das Leistungsspektrum der Motoren ist beim Skoda Octavia III in die Breite gegangen. Die Triebwerke der Baureihe 5E reichen von 86 PS im Octavia 1.2 TSI, bis hin zur Speerspitze Skoda Octavia RS mit 245 PS. Letzterer stellt eine günstigere, aber nicht weniger hübsch anzusehende Alternative zu VW Golf GTI / VW Golf R dar. Die Gebrauchtwagen von Octavia-Generation drei gibt es wieder mit Aggregaten der Konzernmutter, in Form von Turbobenzinern, sparsamen Dieselmotoren und auch mit Erdgas-Antrieb als Skoda Octavia 1.4 TSI G-TEC. Der sparsamste Motor ist der Skoda Octavia 1.6 TDI Greenline - hier ist ein durchschnittlicher Verbrauch von unter vier Litern Diesel möglich. Beim Getriebe stehen ein manuelles Schaltgetriebe oder das automatische Doppelkupplungsgetriebe zur Verfügung. Ein Octavia 4x4 mit Allradantrieb ist ebenfalls erhältlich, und das nicht nur als Crossover-Variante Octavia Scout.

Ausstattung und Sicherheit: Vonseiten der Ausstattung ist auch der (noch) aktuelle Skoda Octavia die günstigere Alternative zu den Konzernbrüdern aus Wolfsburg. Wer die Skoda Octavia Limousine oder dem Octavia Combi als Gebrauchtwagen kaufen möchte, der besitzt bei den Ausstattungslinien üblicherweise folgende Wahlmöglichkeiten:

  • Octavia "Active" (Basismodell)
  • Octavia "Ambition"
  • Octavia "Style"
  • Octavia "L&K" (Top-Modell)

Das Spektrum der Sicherheitssysteme stellt sich beim Octavia III wie folgt dar: Zu den Basis-Features im Skoda Octavia Active gehören die Multikollisionsbremse und Airbags für Kopf, Seiten und die Knie. Dazu kommen natürlich die gängigen Utensilien wie ABS, ESP etc. In den höheren Ausstattungslinien ist der Frontradarassistent integriert. Zu den aufpreispflichtigen Features beim Octavia Facelift von 2016 gehören der adaptive Abstandsassistent, eine Diebstahlwarnanlage, der Fernlichtassistent oder die Müdigkeitserkennung. Bei wem das Infotainment-Angebot eine übergeordnete Rolle spielt, für den bietet sich ein Skoda Octavia als Jahreswagen oder junger Gebrauchter an: Das Octavia Facelift (ab März 2017) hat ein elegantes Display-Konstrukt mit Glas an Bord, das neben seiner Optik auch durch pragmatische Bedienbarkeit überzeugt.

Skoda Octavia 3: Weitere Bilder

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Qualität: Wer sich für den Skoda Octavia 3 als Gebrauchtwagen interessiert, der muss sich um die Qualität kaum Sorgen machen. Dennoch gibt es eine Häufung von Auffälligkeiten: Bei Octavia-Modellen mit DSG-Automatik zeigt die Getriebeeinheit ab und an Schwächen, außerdem sorgen Probleme mit Kupplung oder Lackierung für manche Werkstattbesuche. Insgesamt hat der TÜV bei der Octavia-Generation 5E jedoch wenig auszusetzen: Im Dauertest der "AutoBild" überzeugt der Skoda Octavia und holte die Note "2+". Außerdem besitzt der Octavia III ein straffes Fahrwerk - wer hierauf und eine sportliche Performance Wert legt, wird mit einem gebrauchten Octavia RS (Benziner und Diesel) glücklich. Auch auf langen Strecken gilt der Skoda Octavia als komfortabel und zuverlässig. In Verbindung mit hoher Laufleistung gilt: Öfter weisen Federn dann erhöhten Verschleiß auf und sind zu inspizieren.

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Fazit: Mit dem Kauf eines Skoda Octavia als Gebrauchtwagen kann man eigentlich nichts falsch machen - dies gilt umso mehr für Fahrzeuge mit geringem Kilometerstand auf der Anzeige. Ältere Octavia-Modelle vom Beginn der Produktionsphase gibt es teilweise bereits für unter 10.000 Euro zu kaufen, dann jedoch mit hoher Laufleistung. Wer neuere Modelle als Jahreswagen bevorzugt, der landet eher im Bereich 20.000 Euro. Insgesamt ist der tschechische Mischling aus VW Golf und Passat eine preisgünstige Alternative, der seinen Konzernbrüdern in puncto Qualität jedoch in nichts nachsteht. Das gilt auch für die Breite im Modell-Portfolio, denn vom raumfreudigen Lastesel (Skoda Octavia Combi), über rustikalen Crossover (Octavia Scout) bis hin zum athletischen Kurvenjäger (Octavia RS) wird nahezu jede automobile Vorliebe bedient. Wer etwas mehr Geld zur Verfügung hat, kann es neben Karosserie oder Antrieb natürlich auch in eine höherwertige Ausstattung investieren.

Video: 60 Jahre Skoda Octavia