Seat Alhambra, Seitenansicht, fahrend, grau
Foto: SEAT

Erfahrener Van im Konfigurator-Check

Seat Alhambra im Test: 2020 noch ein heißer Tipp?

Das solide Familienauto Seat Alhambra ist bereits seit 2010 auf dem Markt. Wir prüfen, ob sich ein Kauf dennoch lohnt.

  • Großes Platzangebot
  • Vernünftiger Einstiegspreis 
  • Gute Rundumsicht
  • Pragmatismus wird großgeschrieben
  • Überschaubares Motorenangebot
  • Baureihe ist beinahe zehn Jahre alt
  • Große Preissprünge möglich

Seat Alhambra: Aktualität spielt eine untergeordnete Rolle

Es gab eine Zeit, da waren voluminöse Vans wie der Seat Alhambra und sein deutscher Konzernbruder VW Sharan total angesagt. Doch seitdem sich die SUV einer ungemein hohen Beliebtheit erfreuen, sind auch aus dem Van-Segment zahlreiche Käufer abgewandert. Absatztechnisch haben die SUV diese Gattung nicht nur überholt. Mit dem Renault Espace besitzt ein ehemaliger Segment-Mitbegründer und Alhambra-Rivale mittlerweile sogar selbst eine rustikale SUV-Optik. Opel stellte seinen Familien-Van Meriva gar völlig ein und präsentierte mit dem Crossland X ebenfalls ein Fahrzeug, das eine Mischung aus SUV und Van darstellt.

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Diese Entwicklung ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass Autos wie der Seat Alhambra nach wie vor prädestiniert sind für Personen, die Wert auf ein großzügiges Platzangebot legen. Gibt es darüber hinaus noch weitere Aspekte, die den Kauf eines Alhambra nahelegen? Unser Test will nach Argumenten suchen. Aktualität spielt beim Sharan-Ableger der spanischen VW-Tochter derzeit nur eine untergeordnete Rolle: Ein neuer Seat Alhambra lässt noch auf sich warten, und 2020 hat die zweite Generation des geräumigen Iberers dann bereits zehn Jahre auf dem Buckel. Nichtsdestotrotz: Das technische Angebot des Alhambra von Seat ist alles andere als aus der Zeit gefallen! Mehrere Male wurde die Modellreihe überarbeitet, das deutlichste Alhambra-Facelift wurde im Jahr 2016 vollzogen. Im Zuge dieser Auffrischung wurden die Motorenpalette angepasst und neue Sicherheitssysteme integriert - einige davon sogar in der Basisausstattung.

Die zweite Generation des Seat Alhambra rollt bereits seit 2010 auf den Straßen dieser Welt.
Die zweite Generation des Seat Alhambra rollt bereits seit 2010 auf den Straßen dieser Welt.
Foto: SEAT

Seat Alhambra: Preis-Niveau und Leistung der Motoren 

Wenn wir einen Seat Alhambra kaufen möchten, steht zuerst die Frage nach der Motorisierung im Raum. Was hat Seat diesbezüglich zu bieten? Die Auswahl bei den Triebwerken war bei dem Spanier zwischenzeitlich mal ziemlich ausgeprägt. In den vergangenen Jahren wurde das Angebot jedoch ausgedünnt: Die Einstiegsdiesel mit 115 PS und leistungsstarke 2.0 TSI-Benziner mit 200 bzw. 220 PS finden sich mittlerweile nicht mehr im Programm. Wer einen Seat Alhambra gebraucht kaufen möchte, der kann sicher noch Fahrzeuge mit diesen Leistungsstufen bekommen. Seit November 2018 besitzen alle neuen Alhambra-Modelle die Tauglichkeit für die AbgasnormEuro 6d-Temp.  

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Die Preisliste für den Seat Alhambra beginnt bei 35.275 Euro. Und so sehen die derzeit verfügbaren Herzstücke in unserem Konfigurator-Test aus: Wer einen Ottomotor bevorzugt, für den stellt der Alhambra 1.4 TSI mit 150 PS die einzige Option dar. Bei dieser Ausführung kann zwischen Schaltgetriebe und Automatik gewählt werden. Alternativ zum Benziner gibt es den 2.0 TDI-Motor mit zwei verschiedenen Leistungsstufen: 150 und 177 PS. Während die Benziner lediglich mit Frontantrieb erhältlich sind, gibt es bei den Selbstzündern die Möglichkeit für den Allradantrieb "4DRIVE". Hier geht es bei 39.040 Euro los. Die teuerste Ausführung stellt der Seat Alhambra 2.0 TDI mit DSG-Automatik und Allradantrieb dar: Hier geht es ab 43.270 Euro los. Die Motoren im Überblick:

Seat Alhambra: Benziner

  • 1.4 TSI: 110 kW/150 PS, Verbr.: 6,9 l/100 km, 6-Gang-Schaltgetriebe – ab 35.275 €
  • 1.4 TSI: 110 kW/150 PS, Verbr.: 6,9 l/100 km, 6-Stufen-Automatik DSG – ab 37.325 €

​Seat Alhambra: Diesel

  • 2.0 TDI: 110 kW/150 PS, Verbr.: 5,2 l/100 km, 6-Gang-Schaltgetriebe – ab 37.590 €
  • 2.0 TDI: 110 kW/150 PS, Verbr.: 5,3 l/100 km, 6-Stufen-Automatik DSG – ab 39.640 €
  • 2.0 TDI: 130 kW/177 PS, Verbr.: 5,6 l/100 km, 6-Stufen-Automatik DSG – ab 41.320 €
  • 2.0 TDI (Allrad): 130 kW/177 PS, Verbr.: 6,3 l/100 km, 6-Stufen-Automatik DSG – ab 43.270 €
Seit Ende 2018 weisen alle Motorisierungen von Seat-Alhambra-Neuwagen die Abgasnorm Euro 6d-TEMP auf.
Seit Ende 2018 weisen alle Motorisierungen von Seat-Alhambra-Neuwagen die Abgasnorm Euro 6d-TEMP auf.
Foto: SEAT

Technische Daten und Maße des Seat Alhambra

Länge x Breite x Höhe: 4.854 x 1.904 mm x 1.720 mm 
Radstand: 2.919 mm 
Lade-/Kofferraumvolumen: 809 – 2.430 l 
Leergewicht: 1.703 – 1.970 kg
Tankinhalt: 70 l
Abgasnorm: Euro 6d TEMP

Warum wir den Seat Alhambra 2.0 TDI ohne "4Drive" bevorzugen

Bei den Dieselmotoren hält Seat für den Alhambra eine zufriedenstellende Auswahl bereit. Die beiden Leistungsstufen sind mit Schaltgetriebe und DSG-Automatik kombinierbar. Wir selbst haben schon eine genaue Vorstellung von der Ausführung unseres persönlichen Seat Alhambra. Für den besseren Fahrkomfort möchten wir auf jeden Fall eine Automatik-Schaltung. Außerdem ist der Vierradantrieb "4Drive" bei dem fast zwei Tonnen schweren Van durchaus sinnvoll. 

Wir möchten im Seat Alhambra-Konfigurator jetzt den etwas bodenständigeren Weg gehen und uns mit angemessen starken 150 PS begnügen. Diese Kombination steht allerdings im Seat-Modelljahr 2020 nicht mehr zur Verfügung. Darum werfen wir den Plan noch einmal um. Und zwar nicht ohne leichten Groll. Die Idee mit dem Allradantrieb verwerfen wir, da uns dieser Wunsch alleine 3.630 Euro mehr kosten würde. Das Wegfallen des "4Drive"-Antriebs für die Leistungsstufe 150 PS im Modelljahr 2020 tut schon etwas weh. Wir kommen mit unseren restlichen Ansprüchen also auf den Seat Alhambra 2.0 TDI mit 150 PS und automatischem 6-Gang-DSG. Der Basispreis beträgt 39.640 Euro. Und noch einmal wiederholt: Mit Allrad wären wir an der Stelle schon weit über 40.000 Euro gelandet. 

Seat Alhambra: Bilder-Galerie

Innenraum und Ausstattungsvarianten

Eines dürfte bereits aufgrund der üppigen Dimensionen des Seat Alhambra klar sein: Für Kind und Kegel ist der pragmatisch orientierte Van ideal. Das liegt zum einen an dem großen Platzangebot im Innenraum. Zum anderen erhöht sich die Wertigkeit speziell mit Kindern, wenn zudem die optional erhältlichen Schiebetüren verbaut sind, die auch bei knapp bemessenen Parklücken den Stressfaktor verringern. Schließlich besitzen die sanft gleitenden Einstiegspforten erfahrungsgemäß eine recht hohe Attraktivität - speziell dann, wenn sie auch noch elektrisch funktionieren.

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Das Raum-Potenzial des Seat Alhambra ist überragend: Die Schiebetüren geben eine riesige Öffnung frei, die im Zusammenspiel mit großzügig bemessenem Fußraum schon beim Einstieg den Sitzkomfort offenbaren. Auch das Ladevolumen überzeugt: Es reicht von 809 bis 2.430 Liter. Der visuelle Eindruck der üppigen Dimensionen wird durch großflächige Fensterscheiben verstärkt. Neben der erhöhten Sitzposition sorgt diese Beschaffenheit für eine qualitativ hochwertige Rundumsicht, im Frontbereich als auch hinten.

Beim 2020er Seat Alhambra gilt: Das Cockpit ist in typischer VW-Manier übersichtlich konzipiert und besitzt eine gute Verarbeitung. Puristen erfreuen sich an der Tatsache, dass sich analoge und digitale Instrumente in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander befinden. Wo steht hier der Alhambra im Vergleich zum Sharan? Der technische Zwilling der Konzernmutter Volkswagen ist in seiner Gesamtheit ein Stückchen edler, allerdings auch die ein oder anderen Tausend Euro teurer.

Schon beim Öffnen der Schiebetüren wird klar: Das Raum-Potenzial des Seat Alhambra ist riesig.
Schon beim Öffnen der Schiebetüren wird klar: Das Raum-Potenzial des Seat Alhambra ist riesig.
Foto: SEAT

Seat Alhambra "Reference"? Das Basismodell ist verschwunden

Wie wir es schon bei anderen Volkswagen gesehen haben, verschwanden spätestens beim Übergang ins Modelljahr 2020 diverse Grundausstattungslinien. Und das hat 2019 auch den Seat Alhambra getroffen. Sucht man also in den derzeitigen Katalogen nach dem Namen "Seat Alhambra Reference", wir man nicht mehr fündig werden. Die "Reference"-Linie ist mit der nächsthöheren, dem Seat Alhambra "Style", zusammengelegt worden. Natürlich hat das auch Auswirkungen auf den Preis. Dazu ist auch der Seat Alhambra "Style" 2019 um weitere 500 Euro gestiegen. Immerhin bleiben aber die Linien-Namen "Style", "Xcellence" und "FR-Line" gleich, wobei sich auch in der aufsteigenden Reihenfolge nichts geändert hat. Der Seat Alhambra "FR-Line" ist nach wie vor das Top-Modell in Sachen serienmäßiger Ausstattung.

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Seat Alhambra "Style": Die (hervorragende) "neue" Basisausstattung

Die Zusammenlegung von Alhambra "Reference" und "Style" bringt es mit sich, dass der Van nun schon ab der Basis überaus reichhaltig mit Serienelementen bestückt ist. Denn eines steht ebenso fest: Die Zusammenlegung hatte keine Auswirkung auf die Ausstattung. Das jetzige Basismodell "Style" ist ab 35.275 Euro erhältlich und verfügt über das Multifunktions-Lederlenkrad, Klimaanlage, die Geschwindigkeitsregelanlage, den automatisch abblendenden Innenspiegel und eine Bluetooth-Freisprechanlage. Darüber hinaus über Lendenwirbelstützen (vorne), Nebelscheinwerfer und 16 Zoll große Leichtmetallfelgen. Sogar die Müdigkeits- und Verkehrszeichenerkennung sowie die Rückfahrkamera gehören jetzt zum absoluten Standardbestand im Seat Alhambra. Aufgewertet wird das alles noch zusätzlich durch diverse Assistenz-Features wie dem Totwinkelassistent (BSD), dem Spurhalteassistent (Heading Control Assist) und dem Umfeldbeobachtungssystem "Front Assist" mit City-Notbremsfunktion. Mit dem hochwertigen Media-System "Plus" samt Navigationsfunktion bekommt der Seat Alhambra "Style" noch ein solides Infotainment mit auf den Weg.

Die spanische VW-Tochter bietet ihren geräumigen Van in vier verschiedenen Ausstattungsvarianten an.
Die spanische VW-Tochter bietet ihren geräumigen Van in vier verschiedenen Ausstattungsvarianten an.
Foto: SEAT
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Seat Alhambra "Xcellence": Sportliche Version mit Chrom und Einparkhilfe

Während das Basismodell "Style" schon mit sehr soliden Features auffährt, erweitert die Linie "Xcellence" den Serien-Umfang des Seat Alhambra noch um diverse Funktions- und Komfort-Features. Vor allem aber gibt "Xcellence" dem Van deutlich dynamischere Konturen. Das Sportfahrwerk ist hier genauso Serie wie die Sport-Komfortsitze im Cockpit. Daneben gehören zu dieser Alhambra-Variante Bi-Xenon-Scheinwerfer (mit Kurvenlicht), die Scheinwerfer-Reinigungsanlage, abgedunkelten Heckscheiben und das Schlüsselloser Zugang per "Kessy". Die serienmäßigen Ultraschall-Einparkhilfen sind dabei besonders hervorzuheben. Die haben uns nämlich im sonst so gut bestückten Basismodell noch gefehlt. Für den Alhambra "Style" sind sie zwar auch als Sonderausstattung zu haben, kosten in dem Fall allerdings 515 Euro extra. Man sieht, dass "Xcellence" durchaus versucht, seinen doch eher stolzen Aufpreis von 2.850 Euro gegenüber der Basis-Linie "Style" zu rechtfertigen. Das geben auch die 17 Zoll großen Leichtmetallrädern wieder, auf denen der Seat Alhambra "Xcellence" steht. Abgerundet wird das Ganze zusätzlich noch durch die Chrom-Optik bei Dachreling, Seitenfensterleisten und den Schaltern im Innenraum. Der Startpreis des Seat Alhambra "Xcellence": 38.125 Euro.

Das Top-Modell: Seat Alhambra "FR-Line" mit Premium-Charakter

Bei Seat handelt es sich schon längst nicht mehr um einen Autobauer, der durch Günstig-Preise punkten will. Die Volkswagen-Zugehörigkeit beförderte die spanische Marke in vielen Belangen nach oben. Die Qualität der Seat-Modelle schlägt sich auch im Potenzial der Ausstattungslinien nieder. Beim Seat Alhambra entspricht die Linie "FR-Line" der serienmäßigen Vollbestückung. Basierend auf der Linie "Xcellence" kommen folgende Features hinzu:

  • Leichtmetallfelgen in 18 Zoll
  • Spezielle "FR"-Logos und Dekoreinlagen
  • Einstiegsleisten vorne
  • Winter-Paket
  • Sitzheizung für die Vordersitze
  • Fußraumbeleuchtung
  • Scheibenwaschdüsen, beheizbar

Der Seat Alhambra "FR Line" ist hingegen nicht sehr viel teurer als "Xcellence". Um "nur" 1.645 Euro schlägt diese Linie mehr zu Buche und hält damit zum Basismodell einen Preis-Abstand von 4.495 Euro. Der Alhambra "FR-Line" ist also erst ab 39.770 Euro zu haben. Lohnt sich dieser Mehrbetrag für die aufgelisteten Features? Immerhin ist der Seat Alhambra "FR-Line" schon seit Längerem die gefragteste Variante des Vans. Angesichts seiner üppigen Bestückung durchaus auch nachvollziehbar.

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Wir wählen den Seat Alhambra "FR-Line"

Gewiss hat bereits der Alhambra "Style" sehr überzeugende Argumente an der Hand. Noch dazu, weil die Basisausstattung seit der Zusammenlegung von "Reference" und "Style" noch attraktiver geworden ist. Im Grunde genommen interessieren wir uns vor allem aber für die Top-Ausstattung des Seat Alhambra "FR-Line". Wie gesagt, ist es diese Variante, die beim Großteil der Käuferschaft am besten ankommt. Wir wollen alleine deshalb schon wissen, wie sich dieses Top-Modell samt unserem Wahl-Motor und der übrigen Sonderausstattung ausnimmt. In der Konfigurator-Rechnung heißt das: Zu unserem Motor-Preis von 39.640 Euro müssen wir nun die erwähnten 4.495 Euro oben drauflegen – und wir liegen damit schon bei 44.135 Euro. Dabei stellen wir uns angesichts der ohnehin schon sehr üppigen Bestückung die Frage, was wir im Folgenden überhaupt noch in den Van packen sollen. Sicherlich wird jedoch zunächst eine andere Lackierung fällig. Denn die zwar kostenlose, aber doch sehr schlichte Grundfarbe „Uranograu Uni“ ist uns die Investition in eine Alternative durchaus wert.

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Feinschliff für den Alhambra: Farben, Felgen und Sonderausstattung

Wie gesagt, eine alternative Lackfarbe für unseren Seat Alhambra ist für uns weniger eine Sache der Extravaganz, sondern schon beinahe ein Muss. Denn die Gratis-Standardfarbe "Uranograu Uni" wirkt nämlich so, wie sie kostet und klingt. Als erste Wahlmöglichkeit preist der Seat Alhambra- Konfigurator die Farbe "Weiß Uni" für 250 Euro aus. Sicherlich bereits eine bessere Lösung im Vergleich zu "Uranograu", aber für ein Familienauto wie unseren spanischen Van nun doch sehr bloß und – im wahrsten Sinne des Wortes – glanzlos. Preislich darüber liegt eine Sechser-Palette an Metallic-Lackierungen. 725 Euro kostet jede davon extra. Nach dem Ausschluss der beiden ersten Optionen ist es nun klar, dass wir diesen Aufpreis nun auch in Kauf nehmen wollen und müssen. Obwohl uns in dieser Reihe auch die emotionalen Töne "Romance Rot" und "Atlantic Blau" präsentiert werden, wollen wir es doch wiederum etwas sachlicher haben. Das edle "Indium Grau" gibt unserem Seat Alhambra "FR-Line" einen zwar sehr gediegenen, aber doch recht bodenständigen Auftritt. Die 725 Euro dafür nehmen wir also mit auf die Konfigurator-Rechnung.

Mit welcher Außenfarbe schmücken wir unseren Alhambra 2020? Diese und weitere Fragen werden im Kapitel beantwortet.
Mit welcher Außenfarbe schmücken wir unseren Alhambra 2020? Diese und weitere Fragen werden im Kapitel beantwortet.
Foto: SEAT

Weiter: Das Erscheinungsbild eines Vans, der etwas auf sich hält, erschöpft sich ja nicht nur in der Lackierung. Die Felgen haben einen weiteren großen Anteil daran. Brauchen wir in diesem Bereich überhaupt eine Aufwertung? Immerhin stehen wir ja schon bei einem Konfigurator-Zwischenpreis von 44.860 Euro. Bei näherem Hinsehen entpuppt sich diese Frage aber ohnehin als nichtig. Denn es gibt für unseren Alhambra "FR-Line" gar keine Felgen mehr über den serienmäßen Leichtmetallrädern "Akira". Zugegeben, das wirkt ein bisschen irritierend. Wir hatten jetzt mit mindestens einer alternativen Option gerechnet. Keine Wahlfreiheit also bei den Felgen des Seat Alhambra "FR-Line". Allerdings wird uns an der Stelle noch etwas anderes klar: Hätten wir uns nämlich vorher für den Alhambra "Style" entschieden, hätten wir dann zwar eine kleine Felgenauswahl präsentiert bekommen. Doch für unsere serienmäßigen "FR-Line"-Felgen vom Design-Modell "Akira" wäre uns bei "Style" auch ein Aufpreis von 1.030 Euro abverlangt worden. Kurzum: Warum unser Seat Alhambra "FR-Line" im Grund-Preis um 4.495 Euro teurer ist, wird jetzt immer klarer: Wir verfügen in einigen Ausstattungsbereichen bereits über das Beste, was im Konfigurator überhaupt möglich ist.

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Aufpreis für Sitzkomfort? Nicht nötig

Zum Seat-Modelljahr 2020 hat sich beim Alhambra auch im Bereich der Sitzpolsterung etwas getan. Und zwar wiederum etwas Erfreuliches: Die Sitzgarnitur in Alcantara-Lederoptik gehört nun zum Standard der Ausstattung "FR-Line". 2019 wurde dafür noch ein Aufpreis von 1.025 Euro berechnet, sofern man nicht bei den serienmäßigen Stoffbezügen bleiben wollte. Andererseits sind weitere Leder-Optionen aus der Konfigurator-Liste verschwunden – zumindest einzeln kann man sie nun nicht mehr kaufen. Möchte man auch hier noch ein Upgrade draufsetzen, muss man sich jetzt bei den Paket-Optionen umsehen. Unter der Bezeichnung "Sitz-Paket" findet sich noch alles, was über den reinen Ästhetik-Wert hinausgeht: elektrische Einstellfunktionen für Fahrer- und Beifahrersitz samt Lendenwirbelstützen, zudem eine Memory-Funktion für den Fahrersitz und vor allem noch die Massagefunktion für den Fahrersitz, die sich jetzt nur noch in eben diesem Paket-Verbund dazubuchen lässt. Alles zusammen zum Paket-Preis von 610 Euro für unseren Seat Alhambra "FR-Line". Wir sehen also auch hier, dass das Modelljahr 2020 seine Vor- und Nachteile mitbringt. Die Frage lautet: Sollen wir das Sitz-Paket noch dazunehmen? Einen Preisvorteil gegenüber der Konfiguration als Einzelelemente bringt es jedenfalls nicht, und zwar aus einem einfachen Grund: Die Bestandteile des Sitz-Pakets gibt es im Konfigurator nicht einzeln. Wir verzichten darum und wollen uns lieber nach Aufwertungsmöglichkeiten bei Infotainment und Assistenz umsehen. Diese Bereiche haben für uns nun mal deutlichen Vorrang.

Das Cockpit ist in typischer VW-Manier übersichtlich konzipiert und besitzt eine gute Verarbeitung.
Das Cockpit ist in typischer VW-Manier übersichtlich konzipiert und besitzt eine gute Verarbeitung.
Foto: SEAT

Bei den Paket-Optionen für unseren Alhambra "FR-Line" gliedert sich alles Weitere in zwei Kategorien: entweder Pakete mit oder Pakete ohne Preisvorteil. Im aktuellen Alhambra-Preis-Katalog macht man uns auch deutlich darauf aufmerksam, wo sich was sparen lässt, nämlich im Fall der beiden so genannten "Vorteilspaketen"…

  • Businesspaket COMFORT – 490 € (Preisvorteil: 1.010 Euro)
  • Businesspaket COMFORT PLUS – 1.000 € (Preisvorteil: 990 Euro)

Man sollte sich von den sehr ähnlich klingenden Namen der beiden Pakete nicht irritieren lassen. Es mag hier nämlich der Eindruck entstehen, dass COMFORT PLUS auch alles enthält, was COMFORT bietet, nur eben in erweiterter Form, sprich: mit mehr Bestandteilen. Tatsächlich ist es aber nicht so. Der Inhalt beider Pakete ist ein komplett anderer. Das COMFORT-Paket setzt sich zusammen aus folgenden Komponenten: Außenantennenanbindung im Ablagefach der Mittelarmlehne (Einzelpreis: 265 Euro), Fernlichtassistent (EP: 165 Euro), automatische Distanzregelung ACC (EP: 305 Euro), Diebstahlwarnanlage mit Innenraumüberwachung, Back-up-Horn und Abschleppschutz (EP: 345 Euro). Full Link (EP: 200 Euro) und den digitalen Radioempfang DAB (EP: 220 Euro). Stellt man die Summe der Einzelpreise dem Paket-Preis von 490 Euro gegenüber, ergibt sich der oben angeführte Sparvorteil von 1.010 Euro. Und das nimmt sich wirklich gut aus.

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Das COMFORT PLUS-Paket dagegen besteht aus den Schiebetüren (links und rechts), die sich dann ebenso wie die Heckklappe elektrisch betätigen lassen. Die Heckklappe lässt sich zudem mittels dem so genannten virtuellen Pedal Sensor-gesteuert öffnen. Einzeln werden dafür 1.380 Euro berechnet. Daneben ist im COMFORT PLUS-Paket noch das Sitz-Paket (EP: 610 Euro) mit dabei. Beide Elemente machen also eine Einzelpreissumme von 1.990 Euro, der 1.000 Euro als Paketpreis gegenüberstehen. Sparvorteil: 990 Euro. Auch das kommt bei uns ziemlich gut an. Man sieht aber gleichzeitig, dass der Inhalt von COMFORT und COMFORT PLUS im Grunde genommen nichts miteinander gemeinsam haben. Sie bauen darum auch nicht aufeinander auf oder sind sonst irgendwie aneinander gebunden. Man kann also frei wählen, welches Paket man nehmen möchte. Oder gleich alle beide, je nachdem.

Angesichts unseres doch schon ziemlich noblen Seat Alhambra-Preises von 44.860 Euro überlegen wir lieber erst zweimal, was wir aus diesen Paketen wirklich haben wollen. Die realen Preis-Ersparnisse sind dennoch wirklich verlockend. Vor allem, weil wir nicht das Gefühl haben, irgendetwas Überflüssiges angedreht zu bekommen. Das COMFORT-Paket hat es uns tatsächlich angetan. Die Vorteile von inhaltlichem Mehrwert und Preis überzeugen. Und darum setzen wir an dieser Konfigurator-Stelle ein Häkchen. Macht also 490 Euro zusätzlich für unseren Seat Alhambra "FR-Line".

Dem gegenüber stehen nun noch weitere Paket-Optionen, die keine Preis-Vorteile gegenüber irgendwelchen Einzeloptionen bieten. Einmal das Technologie-Paket für 315 Euro und dann noch das Gepäckraum-Paket für 335 Euro. Das Technologie-Paket umfasst im Wesentlichen die Außenspiegel mit automatischer Kippstellung auf der Beifahrerseite und eine Netzsteckdose. Ein Preisvorteil lässt sich darum nicht errechnen, weil es die beiden Elemente nicht einzeln gibt. Etwas seltsam ist die Bezeichnung eines dritten Pakets auf der Liste, einer Option, die sich "Technologie-Paket mit Climatronic" nennt. Dahinter steckt schlicht und einfach die Tatsache, dass man dabei die 3-Zonen-Klimaautomatik "Climatronic"mit dazu nimmt - oder optional zusätzlich noch die Standheizung. Trotzdem gilt auch hier: kein Preisvorteil! Sicherlich eine Frage des persönlichen Bedarfs. Wir allerdings sehen darin keinen unabdinglichen Mehrwert für uns. Wir stehen ja auch schon auf einem Konfigurator-Preis von 45.350 Euro. Vielleicht findet sich noch etwas tatsächlich sehr wertvolles in der Liste der Einzelelemente, was wir für unseren Seat Alhambra noch unbedingt brauchen.

Viel Platz, mehr Licht: Das Panorama-Glasschiebedach steigert den Wohlfühlfaktor im Seat Alhambra.
Viel Platz, mehr Licht: Das Panorama-Glasschiebedach steigert den Wohlfühlfaktor im Seat Alhambra.
Foto: SEAT

Sonderausstattung als Einzeloptionen: Was lohnt sich noch?

Tatsächlich wird für unseren Alhambra "FR-Line" noch ein gutes Duzend an Extras ausgepreist, die nicht Bestandteil der vorigen Pakete sind. Darunter auch die Seiten-Airbags für den hinteren Sitzbereich. 320 Euro kostet diese doch ziemlich wichtige Sicherheitsaufwertung. Keine Frage, dass wir diese Airbags noch in unserem Van mitverbaut haben wollen.

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Ein anderer Sonderausstattungspunkt fällt ganz besonders ins Auge, das alleine schon wegen des recht saftigen Aufpreises von 3.105 Euro: die Option "7-Sitzer mit Standheizung und Climatronic". Dieses Feature fasst, wie der Name schon sagt, gleich drei Optionen zusammen. Es handelt sich also eigentlich um ein Paket, das das Upgrade zum Siebensitzer mit den anderen beiden automatischen Funktionen verbindet. Die Frage ist nur, ob dieses Dreierbündel auch einen Sparvorteil mitbringt. Die Antwort: Nein. Rechnet man nämlich die 3-Zonen-Klimatisierung "Climatronic", die Standheizung und die dritte Sitzreihe in Einzelpreisen zusammen, kommt man wieder auf die 3.105 Euro, die dieser Verbund kostet. Insofern ist es also egal, wie man sich diese Optionen zusammenstellt. Das betrifft uns aber ohnehin nicht. Ob im Bündel oder einzeln, diese Dinge sind uns einfach zu viel des Guten. Wir möchten den Kostenbogen nicht überspannen.

Was uns allerdings noch sehr sinnvoll erscheint, ist der Parklenkassistent inklusive Ultraschall-Einparkhilfen für Front- und Heckbereich. Zur Erinnerung: Der Parklenkassistent kümmert sich beim Einparken uns das automatische Rangieren des Vans, wobei er vorher noch die Parklücke abmisst. Dieses Extra wollen wir in unserem Seat Alhambra auf alle Fälle noch verbaut haben, vor allem, weil auch der Preis von 315 Euro wirklich nicht gerade hoch angesetzt ist. Eine Rundum-Ergänzung für unser Familienauto, die wir nicht missen wollen. An der Stelle möchten wir nun aber einen Schlussstrich ziehen. Bei welchem Preis sind wir im Seat Alhambra-Konfigurator angelangt?

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Fazit: Unser Preis für den Seat Alhambra

Der Konfigurator-Preis für unseren Seat Alhambra beträgt am Ende 45.985 Euro. Damit liegen wir genau 10.710 Euro über dem absoluten Alhambra-Grundpreis. Wie ist es dazu gekommen? Fassen wir es zusammen: Zunächst haben wir uns für den 2.0 TDI-Dieselmotor mit 150 PS und Automatik-Schaltung entschieden. Das war bereits ein Kompromiss, denn im mittelpreisigen Motoren-Feld gibt es zum Seat-Modelljahr 2020 leider keinen Allradantrieb mehr unseren Van. Der wird erst bei über 43.000 Euro möglich, was uns aber eindeutig zu viel war. Mit unserer ersten Wahl sind wir folglich mit 39.540 Euro im Konfigurator gestartet. 

Es folgte die Entscheidung darüber, mit welcher Serienausstattung unser Seat Alhambra auflaufen soll. Von den drei Ausstattungsvarianten war "FR-Line" zwar die teuerste, doch gleichzeitig auch die interessanteste. Es hat sich im weiteren Verlauf außerdem herausgestellt, dass wir mit dieser serienmäßigen Vollbestückung das eine oder andere gar nicht mehr nachbessern brauchten, geschweige denn überhaupt nachbessern konnten. Der Seat Alhambra "FR-Line" bietet in mancher Beziehung schon das Bestmögliche für den Van. Und trotzdem sahen wir uns dazu veranlasst, noch hier und da nachzubessern. Zuvorderst einmal in der Lackierung. Das kostenlose "Uranograu Uni" erschien uns alles andere als passend für unseren Familien-Van. 725 Euro haben wir an der Stelle in das "Indium Grau Metallic" investiert. Als preisliche Alternative wäre nur noch das sehr schlichte "Weiß Uni" um 250 Euro möglich gewesen. Auf den Außenauftritt unseres Familienautos legen wir allerdings Wert.

Schnäppchen? Der von uns konfigurierte Seat Alhambra kostet als Neuwagen 51.485 Euro.
Schnäppchen? Der von uns konfigurierte Seat Alhambra kostet als Neuwagen 51.485 Euro.
Screenshot: SEAT-Konfigurator

Größere und schickere Felgen? Dieses Thema war schnell abgehandelt. Denn oberhalb unserer serienmäßigen "Akira"-Leichtmetallfelgen in 17 Zoll gibt es nichts mehr. Sie sind bereits das Maximum des Möglichen. Upgrades haben wir anschließend nur noch im Funktions- und Komfortbereich vorgenommen. Vor allem das COMFORT-Paket empfiehlt sich hier mit einem deutlichen Preisvorteil. Den Fernlichtassistenten, die automatische Distanzregelung und noch ein paar andere sinnvolle Upgrades haben wir damit an Bord unseres Alhambra genommen. 

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Schließlich waren uns aus der Liste der Einzelelemente noch zwei Aufwertungen einen höheren dreistelligen Betrag wert. Bei den Seiten-Airbags für die hintere Sitzreihe geb es für uns auch kein langes Hin und Her. Eine Sicherheitsaufwertung, die einfach mit musste. Und zuletzt noch eine wirklich großartige Ergänzung, nämlich den Parklenkassistenten samt Ultraschall-Einparkhilfen an Front und Heck. 315 Euro für diese Technologie sind gewiss kein rausgeworfenes Geld. Damit haben wir insgesamt einen mehr als nur alltagstauglichen Seat Alhambra bekommen. Im Preis nicht eben das, was man als Schnäppchen bezeichnen könnte. Doch andererseits wäre hier recht viel mehr Zurüstung an praktischen Elementen auch nict mehr möglich gewesen. Fazit: Auf einen Alhambra-Preis zwischen 40.000 und 46.000 Euro sollte man sich am besten immer einstellen.

Seat Alhambra: Zweite Generation im Video

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