Seat Alhambra, Halbseitenansicht von vorne oben mit Kindern, stehend, hellgrau
Foto: SEAT

Geräumig, günstig, stark?

Sind diese 7-Sitzer die perfekten Familienautos?

Vans und SUV, kompakt und kolossal: Diese 7-Sitzer sollte man kennen. Sind sie die perfekten Familienautos?

Suchte man früher ein Beförderungsmittel, in dem auch mal eine größere Familie bequem Platz findet, landete man fast automatisch bei den Vans. Die variablen Raumwunder galten noch Ende der 1990er Jahre als Familienauto schlechthin. Nicht zuletzt der SUV-Boom sorgte allerdings dafür, dass sich der Markt für siebensitzige PKW deutlich auffächerte. Inzwischen buhlen Verteter aus verschiedenen Segmenten um die Gunst platzbedürftiger Neuwagenkäufer. Wir haben das Angebot gecheckt.

Familienauto VW Sharan: Fast ein Kleinbus

Foto: VW
Foto: VW

Der Volkswagen Sharan ist der Paradetyp des Familienautos. Praxisorientiert, ohne viel Schnickschnack und sehr großzügig im Platzangebot. Der Sharan kann in diesen Punkten problemlos mit einem klassischen Kleinbus mithalten, bringt aber gleichzeitig überdurchschnittliche Komfort-Standards mit. Klar, dass sich dieser Van in seiner Modellgeschichte zum Bestseller im Segment gemausert hat. 4,85 x 1,90 x 1,74 Meter misst er in Länge, Breite und Höhe. Viel aussagekräftiger ist aber seine Ladekapazität. Der VW Sharan fasst 955 Liter im Kofferraum. Sobald die Rückbank umgeklappt ist, werden daraus sogar 2.430 Liter. Baut man den Sharan zum 7-Sitzer um, schrumpft der Kofferraum auf 300 Liter. Damit liegt er gleichauf, ja ist sogar so gut wie identisch mit seinem spanischen Geschwistermodell, dem Seat Alhambra. Und in der Leistung? Der Sharan lässt sich wahlweise mit 150 oder 177 PS bestücken. Ein Wermutstropfen: Vierradantrieb kostet nicht eben wenig. Erst ab 49.600 Euro wird der VW Sharan zum Allrad-fähigen Familienauto.

VW Sharan Preis-Spektrum: 39.280 € – 52.030 € (Stand: Februar 2020)

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Seat Alhambra: Sharan-Bruder im Geiste und in der Technik

Foto: SEAT
Foto: SEAT

Wie eben erwähnt hat der Seat-Van Alhambra so einige Gemeinsamsamkeiten mit dem VW Sharan. Das geht sogar so weit, dass er nicht selten mit diesem gleichgesetzt wird. Tatsächlich sind diese beiden Konzernbrüder so etwas wie eineiige Zwillinge. Identisch in ihren Ladekapazitäten: 300 Liter gehen in den Kofferraum, wenn der Alhambra als 7-Sitzer genutzt wird, 809 Liter als 5-Sitzer. Bei umgelegter Rückbank sind die 2.430 Liter Stauraum gleichauf mit dem entsprechenden Fassungsvermögen des VW Sharan. 

Nicht zu übersehen ist, dass der Seat Alhambra trotz seiner Qualitäten um rund 4.000 Euro günstiger ist als sein Volkswagen-Bruder. Das, obwohl er bei denselben Motoren auch über das gleiche Leistungsspektrum verfügt: entweder 150 PS oder 177 PS. Doch auch beim Alhambra kostet Allradfähigkeit extra. Erst ab 43.270 Euro wird die "Kraft der vier Räder" beim spanischen Van möglich. Und das wie beim Sharan dann mit 177 PS und 7-Gang-DSG.

Seat Alhambra Preis-Spektrum: 35.275 € – 47.765 € (Stand: Februar 2020)

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BMW 2er Gran Tourer: Oft unterschätzter Kompakt-Van

Foto: BMW
Foto: BMW

Gegenüber deinen Volkswagen-Rivalen kann der Kompakt-Van BMW 2er Gran Tourer natürlich mit einer gewissen Prise Noblesse zu punkten. Vieles ist hier hochwertiger als bei den "Standard-Familienautos". Und auch die Marke selbst kostet. Trotzdem ist dieser BMW-Van erstaunlicherweise insgesamt günstiger eingepreist. Der Start-Preis beträgt nämlich aktuell "nur" 29.500 Euro. Wieso das? Sind etwa einige Abstriche zu machen?

Das Ladevolumen des 2er Gran Tourer bewegt sich zwischen 645 und 1.905 Litern. Das ist zwar nicht ganz so riesig wie bei Sharan und Alhambra. Der Kofferraum lässt sich aber noch auf 805 Liter erweitern. Mit der dritten Sitzreihe, also als 7-Sitzer, kommt der BMW 2er Gran Tourer nur noch auf ein Ladevolumen von 560 – 1.820 Litern. Insgesamt fasst er dann sogar noch mehr als ein VW Tiguan (1.655 Liter), wobei dessen Kofferraum wiederum etwas mehr schluckt (615 Liter). Trotzdem lässt sich der 4,57 x 1,80 x 1,61 (L x Bx H) Meter messende Gran Tourer als Raumwunder bezeichnen, dessen Leistungsspektrum von 109 bis 192 PS den Anspruch als echten Familien-Van unterstreicht. Allrad gibt es auch hier. Nur wird diese Fähigkeit erst ab einem Preis von 39.150 Euro möglich. Kurzum: Der BMW 2er Gran Tourer ist etwas kleiner als Alhambra und Sharan, ist aber schon ab einer wesentlich geringeren Antriebsstufe von 109 PS (Benzin) bzw. 116 PS (Diesel) zu haben, was sich dann auch entsprechend günstig auf den Einstiegspreis auswirkt. Abstriche? Die muss man darüber hinaus nicht hinnehmen. Im Gegenteil: Dieser Gran Tourer kommt mit den gleichen edlen Standards wie das BMW 2er-Muttermodell.

BMW 2er Gran Tourer Preis-Spektrum: 29.500 € – 48.100 € (Stand: Februar 2020)

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Opel Combo Life: Günstiger Hochdachkombi für die Familie

Foto: Opel
Foto: Opel

Zugegeben, gegenüber dem gerade vorgestellten BMW 2er Gran Tourer nimmt sich der Opel Combo Life äußerst sachlich aus. Man sieht diesem Van seinen Pragmatismus einfach an. 597 Liter fasst der Kofferraum, 2.126 Liter der Combo Life insgesamt. Das gilt für die 4,40 Meter lange Standard-Version. Die gestreckte Version, der Opel Combo Life XL, bietet bei einer Länge von 4,74 Metern sogar ein Ladevolumen zwischen 850 und 2.126 Liter. Für ihn bezahlt man gegenüber dem Standard-Combo Life einen pauschalen Aufpreis von 1.450 Euro. Breite und Höhe dieser beiden Fassungen sind mit 1,85 bzw. 1,85 Metern identisch. Diese Abmessungen geben dem Querschnitt des Opel Combo Life auch die typische massige Kastenwagenform. Die Platzverhältnisse für die Mitfahrer sind entsprechend großzügig. Die spezifische Bezeichnung für diesen Fahrzeugtyp lautet: Hochdachkombi.

Mit einem Grundpreis von gerade einmal 21.795 Euro ist der Opel Combo Life unter den bislang besprochenen Familienautos auch das niedrigstpreisige. In diesem Fall kommt er mit einem 1.5-Dieselmotor mit 102 PS. Wer 110 PS haben möchte, bezahlt mindestens 24.050 Euro für einen Neuwagen. Bei 130 PS sind es dann schon 27.300 Euro. Und Allrad? Gibt es hier leider nicht.

Opel Combo Life Preis-Spektrum: 21.795 € - 32.800 € (Stand: Februar 2020)

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Skoda Kodiaq: Musterbeispiel eines Familien-SUV

Foto: Skoda
Foto: Skoda

Innerhalb des Skoda-SUV-Spektrums ist der Kodiaq der Größte. Seine Abmessungen betragen 4,70 x 1,88 x 1,68 Meter in Länge, Breite und Höhe. Als 7-Sitzer fasst sein Kofferraum lediglich 270 Liter. Das ist annähernd so viel wie bei einem VW Polo. Als 5-Sitzer hingegen weitet sich die Kapazität auf 720 Liter aus. Und das ist wirklich sehr beachtlich. Bei umgekippter Sitzbank werden daraus sogar 2.065 Liter, womit der Kodiaq dem oben vorgestellten Opel Combo Life bereits ziemlich nahekommt. 

Dass sich der Skoda Kodiaq gegen 1.090 Euro Aufpreis zum 7-sitzigen Familien-SUV modifizieren lässt, ändert nichts an der Tatsache, dass er als SUV auch über ein entsprechendes Leistungsspektrum verfügt. Zum Einstiegspreis von 28.600 Euro ist ein 150 PS-Benziner verbaut. 190 PS sind erst ab 39.600 Euro möglich. Dann kommt der Kodiaq allerdings bereits mit Allradfähigkeiten. Der Vierradantrieb ist aber alternativ schon mit dem 38.200 Euro teuren 150 PS-Diesel möglich.

Skoda Kodiaq Preis-Spektrum: 28.600 € - 46.850 € (Stand: Februar 2020)

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Nissan X-Trail: Das Familien-SUV der japanische Volkswagen-Konkurrenz

Foto: Nissan
Foto: Nissan

Das Groß-SUV von Nissan lässt sich optional ebenfalls zum 7-Sitzer umgestalten. Etwas überraschend: Der Kofferraum schrumpft beim 4,69 Meter langen, 1,83 Meter breiten und bis zu 1,73 Meter hohen X-Trail auf geradezu mickrige 135 Liter. Kippt man die dritte Sitzreihe um, werden es immerhin schon 445 Liter. Genügen einem dagegen fünf Sitze, lassen sich im Kofferraum 565 Liter unterbringen und bei umgeklappten Rücksitzen sogar beachtliche 1.996 Liter. Das lässt den Nissan X-Trail dann schon deutlich geräumiger ausfallen als beispielsweise einen BMW 2er Gran Tourer (siehe oben). 

Die Grundstufe dieses Nissan-SUV ist ab einem Preis von 29.450 Euro zu haben. Dabei kommt der X-Trail dann mit 150 PS und manuellem 6-Gang-Schaltgetriebe. Von seinem Erscheinungsbild her gibt er den Abenteurer. Doch ist er es auch? 34.710 Euro kostet Allradfähigkeit hier mindestens - dann auch wieder mit den besagten 150 PS. Immerhin: Der Nissan X-Trail ist damit sozusagen das günstigste Allrad-Familienauto unter den hier besprochenen 7-Sitzer-Modellen.

Nissan X-Trail Preis-Spektrum: 29.450 € - 44.960 € (Stand: Februar 2020)

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VW Tiguan Allspace: Der Klassiker unter den Familienauto-SUV

Foto: VW
Foto: VW

Der VW Tiguan Allspace ist keine bloße Verlegenheitslösung. Er ist tatsächlich von Anfang an als Familien-SUV konzipiert worden, nachdem Volkswagen vor allem am US-Markt ein steigende Nachfrage nach derartigen Fahrzeugen registriert hatte. Im Wesentlichen handelt es sich beim Tiguan Allspace eigentlich nur um die langgestreckte Fassung des Bestsellers Tiguan. Allerdings ist dieses Familienauto standardmäßig mit höherwertiger Ausstattung und stärkeren Motoren zu haben. Grundlegend gibt es den Allspace mit mindestens 150 PS. Die höchste Leistungsstufe beträgt 240 PS, und Allrad wird ab 40.115 Euro möglich - beim 190 PS starken 2.0 TSI-Benziner mit 7-Gang-DSG.

Gegenüber dem Standard-Tiguan fällt der Allspace um 21 Zentimeter länger aus, misst also insgesamt 4,70 Meter. Breite (1,84 m) und Höhe (1,67 m) sind mit dem Muttermodell identisch. Der Kofferraum  des Tiguan Allspace fasst 760 Liter und überbietet den des Standard-Tiguan damit um 145 Liter. Das Gesamtladevolumen - bei umgekippten Rücksitzen - beträgt 1.920 Liter. Wird der Allspace zum 7-Sitzer umgebaut, schrumpft die Ladekapazität auf 700 Liter (Kofferraum) beziehungsweise auf 1.775 Liter insgesamt. 

VW Tiguan Allspace Preis-Spektrum: 34.250 € - 49.840 € (Stand: Februar 2020)

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