Audi A1 allstreet, Halbseitenansicht von vorne, stehend, dunkelblau
Foto: Audi

Der inoffizielle Audi Q1 im Check

Audi A1 allstreet (citycarver): Urbaner Allrounder zum Top-Preis?

Der Audi A1 allstreet will als urbaner Offroader punkten. Nur Show? Oder ist er ein echtes Mini-SUV mit Preis-Vorteil?

  • tolles Erscheinungsbild
  • hohe City-Tauglichkeit
  • zahlreiche Design-Optionen
  • kleine Motorenpalette
  • teils teure Sonderausstattungen

Die kleinen, robusten Citycruiser liegen voll im Trend: Offroad-Image für den Großstadt-Dschungel. Auch Audi ist seit 2019 in diesem Segment vertreten. Allerdings nicht mit einem "echten" Audi Q1, sondern mit einem modifizierten A1. Ein hochgebockter Kompaktklassiker fordert also die angesagtesten Hochbeiner wie Skoda Kamiq oder VW T-Cross direkt heraus. Hat dieser Audi A1 allstreet überhaupt das Zeug, im Duell der urbanen Mini-SUV zu bestehen?

Audi A1 citycarver wird 2022 zu "allstreet"

Was ebenfalls verwundert: Das A1-SUV, das bislang unter dem Namen "citycarver" bekannt war, wurde 2022 kurzerhand in "Audi A1 allstreet" umbenannt. Ansonsten hat sich kaum etwas geändert. Das Antriebsangebot ist gleichgeblieben, genauso wie die Maße, die Ausstattungs- oder die Stylingmöglichkeiten. Mehr ist dazu eigentlich nicht zu sagen. Die Umbenennung hat wohl Marketing-Gründe, über die wir hier nicht weiter spekulieren wollen.

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Maße und Vergleichsmodelle

Die schmächtigen Abmessungen des A1 allstreet sind seiner urbanen Auslegung geschuldet. Hier unterbietet er sogar die Konkurrenten VW T-Cross und Skoda Kamiq: Mit 4,06 x 1,76 x 1,48 Meter in Länge, Breite und Höhe ist der A1 allstreet sechs Zentimeter kürzer als das Polo-SUV und misst sogar 13 Zentimeter weniger als das tschechische Vergleichsmodell. Audis Crossover dürfte jedenfalls in die meisten Parklücken problemlos hineinpassen. In den Kofferraum des allstreet gehen 335 Liter1.090 Liter sind es inklusive Sitzbereich. Das sind lediglich 16 beziehungsweise 35 Liter weniger als beispielsweise beim aktuellen VW Polo. Insofern ist das Crossover seinem Konzernbruder in der Praktikabilität durchaus vergleichbar. 

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Der Audi A1 Sportback lieferte für dem A1 allstreet nicht nur die Motoren, sondern auch die Karosserie-Vorlage, die in SUV-Manier höhergelegt wurde. Eine um vier Zentimeter größere Bodenfreiheit ist das Resultat dieser Anpassung. Ein angedeuteter Unterfahrschutz glänzt in Edelstahllack, die Radläufe sind farblich abgesetzt. Außerdem rollt der A1 allstreet serienmäßig auf größeren Rädern mit 16-Zoll. Beim Sportback gehören lediglich 15-Zoll-Felgen zur aufpreisfreien Grundausstattung. Der Kühlergrill des Audi A1 allstreet wirkt mit seiner oktogonalen Form und dem Wabenmuster dominant. Unterstrichen wird dies von den zwei markanten Lüftungsschlitzen darüber.

Was die Optik des A1 allstreet angeht, lässt die Q-Reihe von Audi grüßen. Doch hinter dem leicht großschnäuzigen SUV-Outfit verbirgt sich eben doch ein Kleinwagen: Allrad-Antrieb ist ebenso wenig verfügbar wie für das Brudermodell A1 Sportback. 

Wir wollen nun den Audi A1 allstreet im Konfigurator-Check auf die Probe stellen. Was kann der Kleine, und zu welchem Preis? Unser Wunschfahrzeug soll Alltagstauglichkeit mit einem flotten Äußeren verbinden und dazu noch – innerhalb der Audi-Dimensionen – preisgünstig sein. Mit unserer Konfiguration wollen wir unter der 30.000 Euro-Schwelle bleiben. Geht das überhaupt? 

Audi A1 citycarver / allstreet: Preis-Niveau der Motoren im Jahr 2022

Die Aggregate des Audi A1 allstreet sind mit denen des Modellbruders A1 Sportback identisch. Auf Diesel wurde bei beiden verzichtet. Drei Benziner stehen zur Auswahl, die 95, 110 und 150 PS auf die Straße bringen. Die beiden stärkeren Leistungsstufen gibt es zusätzlich zur Variante mit manuellem Getriebe auch mit "S tronic", dem Doppelkupplungsgetriebe von Audi. Was die aktuelle Abgasnorm Euro 6d-Temp angeht, ist man mit einem Audi A1 allstreet auf der sicheren Seite. Die Motoren-Auswahl zum Audi-Modelljahr 2022 im Überblick:

Benziner

  • 25 TFSI: 70 kW/95 PS, Verbr.: 4,9 l/100km, 5-Gang-Schaltgetriebe – ab 23.500 € 
  • 30 TFSI: 81 kW/110 PS, Verbr.: 5,1 l/100km, 6-Gang-Schaltgetriebe – ab 24.800 €
  • 30 TFSI: 81 kW/110 PS, Verbr.: 5,0 l/100km, 7-Gang-S tronic – ab 26.500 €
  • 35 TFSI: 110 kW/150 PS, Verbr.: 5,1 l/100km, 6-Gang-Schaltgetriebe – ab 27.250 €
  • 35 TFSI: 110 kW/150 PS, Verbr.: 5,2 l/100km, 7-Gang-S tronic – ab 28.950 €

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Unser Wahlmotor: Der 25 TFSI mit 95 PS 

Die Motorenpalette des A1 allstreet entspricht dem bevorzugten Einsatzbereich des Crossovers: Das "Mini-SUV" ist in der City heimisch und lässt sich auch im Umland gerne sehen. Was unsere Wahl-Motorisierung angeht, wird bereits das Einstiegsmodell unserem Anspruch gerecht. Der kleine Hochbeiner soll uns ein flotter und rundum tauglicher Alltagsbegleiter sein. Wir nehmen also den 25 TFSI mit 5-Gang-Schaltgetriebe. Spitzengeschwindigkeit: 182 km/h. Die Beschleunigung von Tempo 0 auf 100 km/h gelingt damit in 11,5 Sekunden, und auch mit dem kombinierten Verbrauch von 4,9 Litern Benzin pro 100 km sind wir zufrieden. Unser Startpreis im Konfigurator beträgt mit diesem Antrieb 23.500 Euro.

Foto: Audi
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Ausstattungslinien: Keine "edition one" mehr? 

Bis zum Frühjahr 2021 wurde für den A1 citycarver noch eine Spezial-Linie namens "edition one" angeboten. Zum Stand September 2022 gibt es für den A1 allstreet nur noch eine Ausstattungsvariante. Das ist etwas ungewöhnlich, da der A1 Sportback drei Wahlmöglichkeiten bietet. Will man seinen Audi A1 allstreet also mit gehobenerer Bestückung, muss man im Konfigurator zwangsläufig auf die Sonderausstattung zurückgreifen. Aber der Reihe nach. Schauen wir uns nun die Grundausstattung des allstreet genauer an. Was wird uns hier geboten? 

Ausstattung: Der Serienstandard

Wie schon erwähnt, bietet der allstreet 16 Zoll-Aluminium-Gussräder im 10-Speichen-Design, während das Einstiegsmodell des Sportback nur mit 15 Zoll-(Stahl-)Rädern ausgestattet ist. 

Als "nacktes" Basismodell bietet der Audi A1 allstreet schon ungewöhnlich viel fürs Auge. Hier in der kostenlosen Grundfarbe "Cortina Weiß".
Als "nacktes" Basismodell bietet der Audi A1 allstreet schon ungewöhnlich viel fürs Auge. Hier in der kostenlosen Grundfarbe "Cortina Weiß".
Bild: Audi-Konfigurator

Am Heck gehört der Dachkantenspoiler aus Audis edler "S line" zur Serie. Als Kontrastlack-Farbe für bestimmte Details sieht die Basis-Ausstattung "Manhattangrau Metallic" vor. Aluminiumeinlagen für die vorderen Einstiegleisten sorgen für eine edle Anmutung. Bereits die Grundausführung macht also viel her und lässt sich in Audi-gewohnter Vielfalt weiter individualisieren. Und in puncto funktionaler Serienausstattung? Das Audi pre sense front ist serienmäßig eingebaut – ein Assistent, der über radarbasierte Sensoren Fußgänger, Radfahrer und Objekte erkennt und gegebenenfalls den Fahrer vor einem Zusammenstoß oder Unfall warnt. Außerdem mit an Bord: Ein Spurverlassenswarner, ein Licht- und Regensensor, das MMI Radio "plus" mit Digitalradio-Empfang und einem hochauflösenden 10,1-Zoll-Farbdisplay mit MMI touch-Bedienung. Abgerundet wird die großzügige Basisausstattung von einer manuellen Klimaanlage und einem individuell einstellbaren Geschwindigkeitsbegrenzer.

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Der Innenraum des A1 allstreet

Für unseren Audi A1 allstreet wünschen wir uns einen Hauch Audi-typischer Exklusivität im Innenraum. Wenn wir im wohl unvermeidlichen Berufsverkehr-Stau stehen, vermag uns der eine oder andere Farbakzent vielleicht aufzuheitern. Standardmäßig kommt der allstreet mit dem schwarzen Bezugsstoff "Delta", den wir jedoch ziemlich langweilig finden. Damit würden wir zwar sparen, da das der einzige Stoff ist, den es ohne Preiskoppelung mit anderen Features gibt. Aber uns gefällt "Derby" viel besser. Erst auf den zweiten Blick und Klick bemerken wir, dass die damit angewählte Ausstattungsversion ein Upgrade auf Sportsitze vorn (340 Euro) und besondere Dekorelemente (70+30 Euro) enthält. Warten wir also noch kurz mit der endgültigen Entscheidung und schauen, was Audi an Paketen für das Innenraum-Design des A1 allstreet bereithält. 

"Interieur S line" und "Interieur design selection"

Im Konfigurator lassen sich Extras entweder einzeln zuwählen – oder als vom Hersteller zum Paket gebündelte Vorauswahl bestellen. Was das Innenraum-Design angeht, bietet Audi zwei Varianten an: die "Interieur S line"-Version und die "Interieur design selection", beide für je 1.150 Euro Aufpreis auf die Basis-Ausstattung. Was beinhalten die Pakete, und erscheinen sie uns sinnvoll?

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"Interieur S line" bürstet das Interieur in eine sportliche-edle Richtung. Der "S line“-Schriftzug markiert hier – gewissermaßen als eigenes Logo – die vorderen Sitzlehnen, die Lenkradgriffe sowie die vorderen, mit Aluminiumeinlegern versehenen Einstiegleisten. Sportsitze im Cockpit und das Lederlenkrad im 3-Speichen-Design mit Multifunktion sind bei dieser Linie inklusive. Feinsilber-farbene Kontrastnähte akzentuieren das Dekor. Bei der "S line" kommt der Dachhimmel mit schwarzem Stoff, der Schalt-/Wählhebelknauf ist mit perforiertem schwarzem Leder bezogen und die Pedalerie besteht aus Edelstahl. Das "Interieur S line" gibt es allerdings nur in Kombination mit roten Farbnähten der Audi Sport GmbH und dem Lederlenkrad mit Multifunktion "plus". Hierfür muss man zu den 1.150 Euro für das Interieur-Paket weitere 410 Euro addieren.

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In Abgrenzung zum sportiven "Interieur S line" zeichnet sich die "Interieur design selection" durch einen zurückhaltenderen, elegant-edlen Charakter aus. Sportsitze sind hier natürlich ebenfalls Standard, ebenso die Einstiegleisten mit Aluminiumeinlegern vorn. Die Kontrastnähte sind kupferfarben gesteppt. Das Ambiente-Lichtpaket "plus" ist bei der Wahl dieser Linie inklusive, und die Akzentflächen kommen in "Satinlack kupfer". Weitere Preis-Koppelungen wie beim "S line"-Interieurpaket warten hier nicht. 

Nachdem wir uns diese Paket-Optionen näher angesehen haben, bleibt festzuhalten, dass jede etwas für sich hat. Je nach persönlichem Gusto erhält der Audi A1 allstreet eine elegante oder sportliche Optik. Wir haben unsere Prioritäten anders gesetzt und halten wir uns hier zurück, um später unserem Crossover ein paar funktionale Extras zu spendieren. Wir bleiben also bei unserer anfänglichen Überlegung und nehmen die besagte Stoffausstattung "Derby" und den Sportsitzen für zusammen 440 Euro. Der Zwischenpreis im Konfigurator liegt jetzt bei 23.940 Euro.

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Der Außenauftritt des Audi A1 allstreet: Farbauswahl und Felgen

Der Audi A1 allstreet-Konfigurator stellt uns neben der Grundlackierung vor die Wahl von acht Metallic- und Perleffekt-Optionen. Es handelt sich dabei um nahezu die gleiche Palette wie für den Audi A1 Sportback. Allein das "Chronosgrau Metallic" wird statt des dunkleren "Manhattangrau Metallic" exklusiv für den allstreet angeboten. Jede dieser Lackierungen fällt mit 550 Euro ins Gewicht. Uns selbst gefällt bereits die sachliche Basis-Farbe "Cortinaweiß" gut, wofür kein Aufpreis verlangt wird. Erfreulich, da beim Audi A1 citycarver sogar diese Lackierung noch 70 Euro extra kostete.

Als Kontrastfarbe wählen wir ebenfalls "Cortinaweiß" und vermeiden so automatische Preisanpassungen, etwa für eine farbliche Anpassung des Außenspiegelgehäuses. Der Audi-Konfigurator ist ein wahres Schlaraffenland für Detailverliebte. Dies gilt für den A1 allstreet nicht weniger als für alle anderen Audi-Modelle. Die Grenze zwischen dem "Nötigen" und dem ganz persönlichen Luxus kommt da durchaus ins Fließen.

Ein wenig wollen auch wir hier mitspielen und verpassen den Reifen ein Upgrade: Anstelle der 16 Zoll-Felgen gönnen wir uns die 17 Zoll großen graphitgrau-glanzgedrehten Aluminium-Gussräder im 5-Y-Speichen-Design, die 800 Euro kosten. Die schlichtere Modellversion des gleichen Felgentyps würde nur 650 Euro erfordern. Aber die graphitgrau-glanzgedrehte Fassung macht einfach mehr her, weil sie leichter und dynamischer wirkt. 

Da die Winter hierzulande schneereich sind, denken wir auch gleich an einen Satz Winter-Kompletträder. Das Pendant zu unseren Sommer-Felgen sind die Winter-Aluminium-Gussräder im 5-Y-Speichen-Design, die aber nicht in der besagten graphitgrau-glanzgedrehten Ausgabe erhältlich ist. Kostenpunkt: 1.450 Euro. Außerdem müssen ein Bordwerkzeug-Set und ein Wagenheber mitgeordert werden, was mit weiteren 25 Euro verrechnet wird. Macht also insgesamt 1.475 Euro. Zugegeben, der Preis lässt uns etwas mit den Zähnen knirschen, aber am Ende sind wir vom Mehrwert der Felgen doch überzeugt. 

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Sonderausstattung und Extras – im Paket oder einzeln?

LED-Scheinwerfer und -Heckleuchten zeichnen sich durch eine verbesserte Ausleuchtung aus und sorgen zudem für ein eleganteres Erscheinungsbild. Der Mehrwert in Sachen Fahrkomfort und Auftritt ist uns durchaus einen höheren Aufpreis wert. Aber gleich 980 Euro extra? Da bemerken wir, dass uns der Konfigurator eine Alternative anbietet – und zwar in Paketform: Der Preis von 2.200 Euro für das Infotainmentpaket "plus" mag zunächst abschrecken, doch lohnt sich der genauere Blick darauf. Folgende Komponenten sind enthalten: 

  • LED-Scheinwerfer und LED-Heckleuchten mit dynamischem Blinklicht am Heck (Einzelpreis: 980 €)
  • Lederlenkrad 3-Speichen mit Multifunktion "plus" (EP: 260 €)
  • Audi virtual cockpit (EP: 150 €)
  • Audi phone box (EP: 350 €)
  • Smartphone-Interface (EP: 535 €)
  • Audi Soundsystem (EP: 270 €)
  • Außenspiegel elektrisch einstell- und beheizbar (EP: 100 €)
  • Komfortschlüssel, ohne Safelock (EP: 390 €) 
  • Gepäckraumpaket (EP: 50 €) 

Diese Kombination deckt tatsächlich einen Großteil der Funktionsausstattung ab, die wir uns für unseren A1 allstreet wünschen. Mehr noch: Wir können mit diesem Paket sogar Geld sparen. Denn rechnet man die Einzelpreis-Summe für diese ganzen Komponenten zusammen, kommt man auf 3.085 Euro. Mit dem Infotainmentpaket "plus" kommen wir folglich um 885 Euro besser weg. Will man diese Funktionsaufwertung im vollen Umfang haben, kommt man schon fast nicht daran vorbei. Die veranschlagten 2.200 Euro kommen also mit auf unsere Konfigurator-Liste. Mit unserem Audi A1 allstreet stehen wir jetzt auf einem Konfigurator-Preis von 28.330 Euro

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Einzel-Optionen: mehr Komfort oder Assistenz?

Was die Innenausstattung angeht, haben wir unserem Wunsch-Fahrzeug ja bereits Sportsitze verpasst. Für mehr Sitzkomfort wünschen wir uns noch die verstellbare Komfortmittelarmlehne mit zusätzlichem Staufach zum Preis von 150 Euro. Eine Sitzheizung für die vorderen Sitze wird uns im Winter gute Dienste erweisen. 300 Euro werden dafür fällig, was bei einem Premium-Kleinwagen wie dem Audi A1 allstreet leider auch zur normalen Preis-Kategorie zählt. Das Ambiente-Lichtpaket für 150 Euro, das uns den Innenraum besser ausleuchtet, legen wir ebenfalls gerne noch mit in den Warenkorb.

An dieser Stelle wird uns noch einmal klar, dass wir mit dem Infotainmentpaket "plus" schon einen sehr soliden Grundstock an Infotainment mitnehmen konnten. Das weitere Konfigurator-Angebot konzentriert sich fast ausschließlich auf die Frage der weiteren Veredlung. Das bereits erwähnte "SONOS Premium Soundsystem mit 3D-Klang" ist hierfür ein gutes Beispiel. Diese topmoderne Anlage kommt mit 12-Kanal-Verstärker mit einer Gesamtleistung von 560 Watt, Centerspeaker und Subwoofer. Die dafür veranschlagten 750 Euro sind uns aber etwas zu viel des Guten. Das Audi Soundsystem aus dem Infotainmentpaket "plus" genügt unseren Ansprüchen vollends. 

Ähnlich stehen wir zum s Navigationssystem MMI Navigation plus. Zum Preis von 1.965 Euro bekämen wir eine ganze Bandbreite an Services geboten: Freitextsuche mit intelligenten Zielvorschlägen, detaillierte Routeninformationen, Navigationsdaten für vorausschauendes und effizientes Fahren und noch einiges mehr. Wir fühlen uns bereits mit dem Smartphone-Interface aus dem Infotainmentpaket "plus" gut versorgt. Denn damit können wir unser Handy an den Bordcomputer anbinden und unsere Navigations-Apps über das MMI-Display nutzen. 

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Bei den Assistenzsystemen suchen wir insbesondere nach einer Einparkhilfe am Heck. Die kostet nicht eben günstige 370 Euro. Beim Audi A1 citycarver war sie noch in einem Spar-Paket erhältlich, das für den A1 allstreet aber leider nicht mehr angeboten wird. 690 Euro würde es machen, wenn wir uns stattdessen für das umfangreichere Hilfssystem Einparkhilfe "plus" entscheiden würden. Hier ist eine zusätzliche Ultraschall-Sensorik für den Frontbereich enthalten, und Hindernisse werden optisch auf dem MMI-Display angezeigt. Außerdem werden seitliche Führungslinien eingeblendet. Dieses Feature wird nur vom Parkassistenten mit Einparkhilfe plus überboten, womit der A1 allstreet halbautonom in die Stellplatzlücke manövriert werden kann. Für 790 Euro Aufpreis ist dieser Helfer sogar vergleichsweise günstig. Trotzdem reicht uns für den schmächtigen Audi A1 allstreet bereits die einfache Heckeinparkhilfe. Die veranschlagten 370 Euro sind zwar, wie gesagt, nicht gerade niedrig angesetzt, doch das System wird sich spätestens in den heiklen Situationen des Großstadtverkehrs auszahlen.

Wem die besagten Helferlein nicht genügen, kann dazu eine Rückfahrkamera ordern. Das würde noch einmal 350 Euro Aufpreis machen. Eine weitere Fahrunterstützung bietet die Geschwindigkeitsregelanlage, mit der sich das Fahrtempo individuell einstellen und konstant halten lässt. Kostenpunkt: 280 Euro. Wählt man sie aus, ersetzt sie den serienmäßig verbauten Geschwindigkeitsbegrenzer, der im Gegensatz zu jener nur dafür sorgt, dass das eingestellte Tempo nicht überschritten wird. Für uns allerdings kein Thema. Stattdessen kommt am Ende noch der Berganfahrassistent für 60 Euro auf unsere Konfigurator-Rechnung, der den Bremsdruck an Steigungen etwas länger hält und so verhindert, dass der Wagen beim Anfahren zurücksetzt. Damit fühlen wir uns gut versorgt und wollen uns jetzt ansehen, auf welchem Gesamt-Preis wir gelandet sind.

Fazit: Unser Audi A1 allstreet – Viel Premium zum kleinen Preis?

Unser persönlicher Audi A1 allstreet aus dem Konfigurator: 95 PS stark und mit allerlei Technik aufgewertet. Bild: Audi-Konfigurator
Unser persönlicher Audi A1 allstreet aus dem Konfigurator: 95 PS stark und mit allerlei Technik aufgewertet. Bild: Audi-Konfigurator

Der Konfigurator-Endpreis für unseren A1 allstreet liegt bei 29.445 Euro. Wir haben den agilen Kleinwagen mit mehreren Funktionsextras aufgewertet und dabei das Design nicht außer Acht gelassen – und das alles für unter 30.000 Euro. Dass wir diese Preisschwelle nicht überschritten haben, ist vor allem unserer Motorenwahl zu verdanken: Wir haben uns für den 95 PS starken Basisbenziner 25 TFSI mit 5-Gang-Schaltgetriebe entschieden. Der nächsthöhere Antrieb mit 110 PS wäre uns um gleich 1.300 Euro teurer gekommen. So aber sind wir im Konfigurator bei gerade einmal 23.500 Euro gestartet, was gleichzeitig dem absoluten Basispreis für den Audi A1 allstreet entspricht. Auch bei den Kosten für optische Aufwertung haben wir uns eher zurückgehalten, zugunsten von Extras mit funktionalem Wert wie etwa Fahrkomfort und Infotainment. 

Unser A1 allstreet von innen. - Bild: Audi-Konfigurator
Unser A1 allstreet von innen. - Bild: Audi-Konfigurator
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Im Innenraum haben wir uns für die Sportsitze entschieden, diese mit einem schicken Bezugsstoff versehen und eine Sitzheizung sowie die Komfortmittelarmlehne mitbestellt. Das Upgrade auf 17 Zoll-Felgen dynamisiert die Optik unseres Crossovers deutlich. Die passenden Original-Winterreifen samt Bordwerkzeug und Wagenheber haben wir nun auch vorrätig. Wir haben außerdem das umfangreiche Infotainmentpaket "plus" in den Warenkorb gepackt, wodurch wir sogar 885 Euro sparen konnten. Mit unserem agilen Citycruiser werden wir uns sicher und wendig im Dschungel der Großstadt bewegen. Bedingt durch die kompakten Abmessungen und die Ultraschalltechnik am Heck mindert nicht einmal mehr das Einparken unser Fahrvergnügen.

Bleibt die abschließende Frage, ob ein Preis von 29.445 Euro für einen neuen Audi A1 allstreet akzeptabel ist. Enthalten sind immerhin 5.945 Euro Extrakosten, die uns für Lackierung, Innenraum- und Technik-Aufwertung entstanden sind. Zunächst bleibt festzuhalten, dass ein solcher Aufpreis sehr Audi-typisch ist. Eine Audi-SUV-Stufe höher können sich die Kosten schon der 10.000-Euro-Marke nähern. Insofern sind wir hier nicht zu teuer weggekommen. Außerdem ist es der Motor, der die erste Preis-Geige spielt. Hätten wir uns nicht mit den 95 PS begnügt und nächststärkere Antriebsstufe gewählt, würde unser A1 allstreet nun (mindestens) 1.300 Euro teurer sein. Damit hätten wir die Schwelle von 30.000 Euro übersprungen. Und das heißt: Auch bei einem kleinen Premium-Crossover wie dem A1 allstreet sollte man allemal mit einem Preis ab 28.000 Euro rechnen. 

Unser Audi A1 allstreet 2022 im Detail

  • Motor: 25 TFSI: 70 kW/95 PS, Verbr.: 4,9 l/100km, 5-Gang-Schaltgetriebe – 23.500 €
  • Lackierung: "Cortinaweiß", Kontrastfarbe "Cortinaweiß" – 0 €
  • Felgen: 17-Zoll-Aluminium-Gussräder in 5-Y-Speichen-Design, graphitgrau, glanzgedreht – 800 € 
  • Winterräder: 17-Zoll-Aluminium-Gussräder in 5-Y-Speichen-Design (Winterreifen: 205/55 R 17) inkl. Bordwerkzeug und Wagenheber – 1.475 €
  • Interieur: Stoff "Derby", Sportsitze (vorn), Dekoreinlagen "Polygonstruktur Feinlack schiefergrau", Akzentflächen "Satinlack mint" – 440 €
  • Infotainmentpaket "plus" – 2.200 €
  • Vordersitzheizung – 300 €
  • Komfortmittelarmlehne – 150 €
  • Ambiente-Lichtpaket – 150 €
  • Einparkhilfe für den Heckbereich – 370 €
  • Berganfahrassistent – 60 € 
Gesamtpreis: 29.445 Euro (inkl. 19 % MwSt.) 

Abmessungen/technische Daten

  • Länge x Breite x Höhe: 4.046 mm x 1.756 x 1.483 mm
  • Radstand: 2.566 mm
  • Lade-/Kofferraumvolumen: 335 l – 1.090 l (inklusive Sitzbereich)
  • Leergewicht: 1.130 – 1.170 kg
  • Tankinhalt: 40 l
  • Abgasnorm: Euro 6d-TEMP