Audis Bestseller-SUV Q2 ist 2020 modernisiert worden.
Foto: Audi

Aufgefrischter Piazzahirsch

Audi Q2 Facelift 2021 im Konfigurator-Test: Stimmt der Preis?

Der Audi Q2 hat 2020 ein Facelift erhalten. Was heißt das für den Preis? Und ist „S line“ im Jahr 2021 die beste Wahl?

  • gelungenes Design
  • viele Upgrade-Optionen
  • lohnende Ausstattungspakete
  • kaum Funktionszuwachs "advanced" und "S line"
  • teure "edition one"

Der beste Q aller Zeiten? Seit seinem Marktstart im Jahr 2016 ist Audis kleinstes Premium-Crossover eine feste Größe in den SUV-Charts, wo er Bestsellern wie VW T-Roc oder BMW X1 regelmäßig den Rang ablief. 2020 wurde der Q2 dem branchenüblichen Facelift unterzogen. Nicht nur am Außenauftritt ist nachgebessert worden. Die Technik wurde ebenfalls in mehreren Bereichen überarbeitet. Neu ist auch, dass der Audi Q2 jetzt in zwei neuen Ausstattungslinien zu haben ist: "advanced" und "S line". Und wie schon beim Vor-Facelift-Modell gibt es wieder eine besonders edle "edition one". Wo man auch hinsieht: alles auf Hochglanz bei diesem neuen Q2. Doch muss auch so einiges investiert werden, bis er sich von seiner Schokoladenseite zeigt. Denn "in Rohform" ist auch das Audi Q2 Facelift noch kein unbedingter Hingucker. Welchen Preis fordert also dieses Crossover-SUV im Jahr 2021? Genügt schon die gemäßigte Ausstattungslinie "advanced", um die meisten Wünsche zu erfüllen, oder sollte es das Top-Modell "S line" sein? Wie viele PS sind eigentlich sinnvoll? Gibt es beim Audi Q2 auch attraktive Preis-Vorteile? Diesen und ähnlich wichtigen Fragen wollen wir auf den Grund gehen, indem wir uns unseren persönlichen Audi Q2 im Konfigurator zusammenbauen. Hier kommt unser Test.

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Facelift ließ den Q2 sportlicher werden

Mit dem Audi Q2 Facelift von 2020 hatten sich der Ingolstädter die nicht ganz einfache Aufgabe gestellt, das beliebte Crossover-SUV optisch und technisch auf den neuesten Stand zu bringen, ohne das bewährte Erfolgskonzept zu beeinträchtigen. Der Außenauftritt zeigt, dass dieser Spagat gut geglückt ist: Die Frontpartie wurde behutsam nachgeschärft und dynamisiert, wie an den geweiteten Rahmen der Lufteinlässe und der neuen Lichtgrafik der jetzt serienmäßigen LED-Scheinwerfer sofort erkennbar ist. Auch die Maße haben sich leicht verändert. Um knapp zwei Zentimeter ist der neue Audi Q2 länger, insgesamt misst das Crossover nun 4,21 x 1,79 x 1.51 Meter (L x B x H). Bei den Antrieben ist dagegen fast alles beim Alten geblieben. Die Motoren wurden im Wesentlichen nur auf die Abgasnorm Euro 6d-ISC-FCM umgestellt. Damit wären wir schon bei der ersten und wichtigsten Frage angelangt: Welches Aggregat soll unser Audi Q2 unter der Haube haben? Die Antwort will wohl überlegt sein, schließlich entscheidet der Antrieb wesentlich über den finalen Gesamtpreis des Q2.

Audi Q2 2021: Die Motoren in Preis und Leistung 

Der Einstiegspreis des neuen Audi Q2 liegt zum Stand Juni 2021 bei 26.000 Euro in Kombination mit dem 110 PS starken, manuell geschalteten Einstiegsbenziner. Die beiden zugfreudigeren Benziner leisten jeweils 150 und 190 PS. Ersterer ist wahlweise mit 6-Gang-Handschaltung oder 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (S tronic) kombinierbar. Der Top-Verbrenner läuft ausschließlich mit S tronic und Allrad. Deutlich teurer, aber auch spritsparender kommen die vier Diesel-Optionen: Die 116 PS des kleineren Selbstzünders lassen sich mit manuellem oder Doppelkupplungsgetriebe auf die Straße bringen. Der 150-PS-Diesel ist ausschließlich mit S tronic erhältlich. Möchte man zusätzlich Allrad, wird es 2.000 Euro teurer. Die Motoren des neuen Audi Q2 im Überblick:

Benzin

  • 30 TFSI: 81 kW/110 PS, Verbr.: 5,3 l/100 km, 6-Gang-Schaltgetriebe – ab 26.000 €
  • 35 TFSI: 110 kW/150 PS, Verbr.: 5,3 l/100 km, 6-Gang-Schaltgetriebe – ab 28.750 €
  • 35 TFSI: 110 kW/150 PS, Verbr.: 5,2 l/100 km, 7-Gang S tronic* – ab 30.750 €
  • 40 TFSI quattro (Allrad): 140 kW/190 PS, Verbr.: 6,5 l/100 km, 7-Gang S tronic* – ab 35.550 €

*) S tronic = Doppelkupplungsgetriebe 

Diesel

  • 30 TDI: 85 kW/116 PS, Verbr.: 4,4 l/100 km, 6-Gang-Schaltgetriebe – ab 29.350 €
  • 30 TDI: 85 kW/116 PS, Verbr.: 4,1 l/100 km, 7-Gang S tronic* – ab 31.350 €
  • 35 TDI: 110 kW/150 PS, Verbr.: 4,2 l/100 km, 7-Gang S tronic* – ab 34.200 €
  • 35 TDI quattro (Allrad): 110 kW/150 PS, Verbr.: 4,7 l/100 km, 7-Gang S tronic* – ab 36.200 €

*) S tronic = Doppelkupplungsgetriebe 

Foto: Audi
Foto: Audi

Unser Motor-Favorit: Der 35 TFSI mit 150 PS und Handschaltung 

Für unseren Bedarf bietet sich ein Audi Q2 mit Benzinmotor an. Zwar sind die Diesel deutlich sparsamer und sogar so vorbildlich in Verbrauch und Ausstoß, dass sie ausschließlich in die CO2-Effizienzklasse "A" fallen. Allerdings sind sie sind auch wesentlich teurer als die Ottomotoren. Außerdem werden wir mit unserem Q2 vor allem in der City unterwegs sein, wo sich ein Benzinantrieb genauso gut macht. Der Nachteil der Ottomotoren liegt allerdings im etwas höheren Spritbedarf, was dem 30 TFSI und dem 35 TFSI die CO2-Effizienz-Note "B" einbringt. Immer noch sehr passabel. Der 190 PS starke Top-Benziner 40 TFSI schafft es hingegen nur auf ein durchschnittliches "C". 

Eine so starke Leistung ist für unseren Anspruch auch gar nicht nötig. 150 PS genügend uns vollauf, zumal sich die Leistung des mittleren Benziners sich immer noch sehen lassen kann. In nur 8,6 Sekunden geht es von 0 auf 100 km/h – egal, ob mit S tronic oder Handschaltung. Im direkten Verbrauchsvergleich zieht der 150-PS-Benziner mit dem 116-PS-Pendant gleich: mit durchschnittlichen 5,3 Litern pro 100 Kilometer schluckt er nahezu genauso viel wie dieser. Dafür ist er aber auch 2.700 Euro teurer. Die S tronic bringt neben der leicht komfortableren Handhabe keinen Vorteil – weder für den Verbrauch noch für den Beschleunigungswert oder die CO2-Bilanz. Wir entscheiden uns im Konfigurator daher für den 150 PS starken 35 TFSI-Benziner mit manueller 6-Gang-Schaltung. Und bleiben mit einem Start-Preis von 28.750 Euro deutlich unter der 30.000-Euro-Schwelle. 

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Die Ausstattungslinien: "Basis", "advanced" oder "S line"? 

Eine sehr markante Neuerung hat sich beim Q2 2020 bei den Ausstattungslinien ergeben. Die beiden höherwertigen Linien über dem Basismodell tragen seither nicht mehr die Namen "design" und "sport" und erfordern außerdem neuerdings unterschiedliche Aufpreise: "advanced" kostet 1.450 Euro mehr als das Basismodell, für die neue Top-Ausstattungslinie "S line" müssen noch einmal 1.250 Euro investiert werden. Audi gleicht den Q2 somit an seine SUV-Geschwister  Q3 und Q5 an. Lohnen sich die Mehrkosten für die höheren Linien überhaupt? 

Audi Q2 Basismodell (ab 26.000 Euro)

Noch etwas schmucklos, aber mit schon einigen wesentlichen Features mit an Bord: so präsentiert sich das Audi-Q2-Basismodell 2021. Zum Standard gehören eine manuelle Klimaanlage, das MMI-Radio "plus" mit 7 Zoll großem Farbdisplay, einer Bluetooth-Schnittstelle und Digitalradio-Empfang (DAB+). Außerdem eine Progressivlenkung und ein Geschwindigkeitsbegrenzer. Das Unfall-Vermeidungssystem Audi pre sense front und Airbags für Fahrer und Beifahrer gewährleisten bereits ein hohes Sicherheitsniveau. Erwähnenswert ist vor allem auch die serienmäßige Ausstattung des Q2 mit den interaktiven Diensten von Audi connect Remote & Control, womit sich das Smartphone an den Bordcomputer koppeln lässt und wichtige Daten wie Fahrzeugstatus und Parkposition abgerufen werden können. Die Nutzungsdauer ist hier allerdings zunächst auf drei Jahre beschränkt. Eine Verlängerung ist kostenpflichtig.

Der Innenraum des Q2 kommt mit Stoff-Sitzbezügen vom Typ "Skript", silbergrauen Dekor-Einlagen einem einen höhenverstellbaren Fahrersitz. Im Außenbereich prägen anthrazit genarbte Stoßfänger und Blades in Wagenfarbe und LED-Scheinwerfer das Erscheinungsbild des Q2. Die Außenspiegel sind elektrisch einstell- und beheizbar, und die Stahlräder mit Radvollblende messen 16 Zoll. Natürlich lässt sich diese "Rohform" des Audi Q2 2021 wieder mit einer Menge an Sonderausstattungen aufwerten. Die ist für das Basismodell aber vergleichsweise teuer. Fragt sich: Bringen die höheren Ausstattungsvarianten "advanced" und "S line" deutlich mehr Funktion, Komfort und Style mit? 

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"advanced" (ab 27.450 Euro): Die goldene Mitte?

Wie "fortschrittlich" ist die mittlere Q2-Linie wirklich? Sie baut auf dem Grundbestand des Basismodells auf und erweitert es um mehrere Ausstattungsdetails. Leider nicht in den für uns so wichtigen Bereichen wie Assistenz, Infotainment und Connectivity. Das bedeutet, dass "advanced" keinen funktionalen Mehrwert mitbringt. Die zusätzlichen Bestandteile sind im Wesentlichen nur Styling-Erweiterungen: Stoßfänger in Kontrastlackierung, ein markanteres C-Säulen-Blade in "Manhattangrau Metallic" und Einstiegsleisten mit Aluminiumeinlegern. Darüber hinaus sind die Leichtmetallfelgen eine Nummer größer (17 Zoll) und schicker (5-Doppelspeichen-Design). 

Was rechtfertigt also den für "advanced" veranschlagten Aufpreis von 1.450 Euro? Die Vorteile ergeben sich erst bei der Sonderausstattung. Dort herrscht nämlich ein etwas größeres Angebot als für das Audi-Q2-Basismodell. Noch wichtiger ist aber, dass sich der Preis der Felgen deutlich vergünstigt. Um 1.100 Euro, um genau zu sein, und das durchweg. Das ist allerdings schon alles. Kann die höchste Ausstattungslinie "S line" hier mehr bieten?

"S line" (ab 28.700 Euro): Höherer Preis, mehr Sportlichkeit?

Die Antwort auf diese Frage fällt leider recht ernüchternd aus: Trotz des vielversprechend klingenden Namens bringt die "S line" ebenfalls keine zusätzlichen Assistenz-, Infotainment- oder Connectivity-Komponenten. Der Fokus liegt wieder auf den optischen Aufwertungen: Stoßfänger und Außenspiegelgehäuse sind in Wagenfarbe, das Blade in "Selenitsilber" gehalten und die Leichtmetallfelgen haben trotz gleichbleibender Größe (17 Zoll) eine etwas dynamischere Erscheinung (5-Arm-Stern-Design). Wie schon bei "advanced" sind auch bei "S line" die Einstiegsleisten beleuchtet. Umso erfreulicher ist, dass im Q2-Topmodell immerhin ein Sportfahrwerk verbaut ist, das für "advanced" regulär 200 Euro Aufpreis kosten würde. Aber noch einmal 1.250 Euro extra für diese doch sehr überschaubaren Verbesserungen? Gut, auch die Frontpartie der "S line" ist um noch ein klein wenig markanter. 

Hält der Konfigurator dafür wenigstens weitere Vorteile bei der Sonderausstattung bereit? Auch das leider nur bedingt. So stehen der Top-Linie die Spezial-Lackierung "Turboblau" und exklusive 18-Zöller zur Verfügung. Wieder nur Styling-Aufwertungen? Eine Option ist immerhin dabei, die sich von den Möglichkeiten für die anderen Q2-Varianten deutlich abhebt: das umfangreiche Paket "edition one", mit dem sich "S line" fast schon zu einer Art Sondermodell aufwerten lässt. 

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"edition one" (ab 37.180 Euro): Paket mit Sondermodell-Status

Diese Q2-Fassung ist fraglos außergewöhnlich: Wer insgesamt 8.480 Euro lockermacht, kann "S line" mit dem Paket "edition one" noch rundum veredeln: Sportsitze, eine Pedalerie aus Edelstahl, ein Interieur in einer schwarzen Leder/Kunstleder-Kombination mit Kontrastnähten in Felsgrau und das Ambiente-Lichtpaket "plus" sorgen im Innenraum für exklusives Flair, während der Außenauftritt mit Matrix-LED-Scheinwerfern, LED-Heckleuchten, Sideblades in Brillantschwarz mit Audi Ringen, 19 Zoll großen und schwarz-glanzgedrehten Leichtmetallrädern der Audi Sport-Abteilung stilvoll unterstrichen wird. Und das sind nur die Highlights der "edition one". Funktionaler Mehrwert wird aber auch hier nicht mitgeliefert, sondern muss wie bei jeder Q2-Ausstattungslinie noch extra bestellt werden. 

Die "edition one" ist beim Q2-Facelift in Paket-Form erhältlich, verwandelt das SUV aber fast in ein Sondermodell.
Die "edition one" ist beim Q2-Facelift in Paket-Form erhältlich, verwandelt das SUV aber fast in ein Sondermodell.
Foto: Audi

"advanced": Ein Kompromiss für unseren Audi Q2?

Vieles spricht bei der Linienwahl für das Basismodell: Es bietet ein gutes technisches Fundament und lässt sich mit allen Q2-Antrieben kombinieren. Zusammen mit unserem Motor könnten wir uns damit den vierstelligen Aufpreis sparen, den wir für "advanced" oder "S line" entrichten müssten. Diese beiden Varianten erweitern die Serienausstattung nur wenig und – mit Ausnahme des Sportfahrwerks bei "S line" – ausschließlich in optischer Hinsicht. Auch die minimalen Angebotserweiterungen in puncto Sonderausstattung können uns nicht für die beiden höheren Linien gewinnen. Trotzdem steht für uns an dieser Stelle schon fest, dass uns die 16-Zoll-Stahlfelgen des Basismodells zu klein und unscheinbar sind. In dieser Hinsicht bieten die beiden höheren Linien einen Preis-Vorteil von 1.100 Euro an. Das würde die 1.450 Euro Aufpreis für "advanced" ein Stück weit aufwiegen. Nüchtern gerechnet, blieben dann nur noch 350 Euro Aufpreis, falls wir uns für "advanced" entscheiden.

Die "S line" hingegen kostet noch einmal 1.250 Euro extra. Das Sportfahrwerk und die recht wenigen Optikaufwertungen allein üben auf uns keinen besonderen Reiz aus. Wenn man den Audi Q2 als "edition one" konfigurieren will, muss man diesen zusätzlichen Aufpreis zwangsläufig in Kauf nehmen, um über dieses "Sprungbrett" überhaupt auf diese bestmögliche aller Q2-Ausführungen kommen zu können. Das ist ebenfalls nicht unser Anspruch. Wir wollen unser SUV mit handfester Technik bestücken – und nach der obigen Rechnung würde uns die Aufwertung auf "advanced" realiter nur 350 kosten, wenn wir andere Felgen konfigurieren. Für diesen Restbetrag bekämen wir immerhin eine gewisse Minimalveredlung für unseren Q2. Die Linie erscheint uns als guter Kompromiss zwischen Ästhetik und Funktionswert. Kurzum: Wir konfigurieren unseren Audi Q2 in der Linie "advanced" und nehmen die dafür veranschlagten 1.450 Euro auf die Rechnung. An dieser Stelle stehen wir nun auf einem Preis von genau 30.200 Euro.

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Lackierungen, Felgen und Interieur

Keine der beiden Gratis-Lackierungen "Ibisweiß" und "Brillantschwarz" kann wirklich überzeugen. Eine Preis-Kategorie darüber bietet der Audi Q2-Konfigurator eine Perleffekt- und sieben Metallic-Optionen an. Sie fallen mit jeweils 650 Euro ins Gewicht. Will man es noch exklusiver haben, stehen verschiedene Individuallackierungen von "Audi exclusive" zur Verfügung, wovon jede mit 2.300 Euro eingepreist ist. Uns persönlich gefällt das Pfeilgrau Perleffekt ausgesprochen gut. Es ist (mit "Apfelgrün") eine der beiden Charakterfarben der "edition one". Deshalb überrascht der recht günstige Preis von 650 Euro umso mehr.

Wer will, kann den Auftritt des Q2 auch durch schwarze Akzente unterstreichen. "Stylepaket schwarz matt" (400 Euro) und das "Stylepaket schwarz matt plus" (600 Euro) setzen solche Kontraste an Außenspiegelgehäusen, Sideblades oder mit "Audi Ringe"-Dekorfolien. Für uns ist das eher nichts. Eine ästhetische Steigerung wäre das "Stylepaket Carbon", das mit 1.490 Euro in der Audi Q2-Preisliste geführt wird, unserem Bedarf aber ebenso wenig entgegenkommt. 

Das folgende Thema wurde hier schon öfter mit ins Spiel gebracht: die Felgen. Weil wir uns das Räderwerk des Q2 in 18 Zoll und um eine Nummer schicker wünschen, zahlt sich der Aufpreis für "advanced" aus: Für die glanzgedrehten 18-Zoll-Leichtmetallrädern im 5-Arm-Dynamik Design müssen wir statt der regulären 1.900 Euro nur 800 Euro mit auf die Rechnung nehmen. Dieser Preisvorteil von 1.100 Euro gilt übrigens auch auf sämtliche weiteren Felgen der Audi Q2-Preisliste.  

Im Innenraum kommen mit "advanced" die Sitze mit Stoffbezügen vom Typ "Skript". Klar, dass es in diesem Vorzeige-SUV noch edler zugehen kann. Dafür müssen allerdings mindestens 900 Euro investiert werden. Zu diesem Preis erhalten wir das "Interieur mit Sportsitzen in Stoff schwarz". Noch edler wird es mit dem "Interieur mit Sportsitzen in Leder/Kunstleder-Kombination schwarz", das dann schon 1.750 Euro kostet. Noch einmal 100 drauf und man erhält die erweiterte "Leder/Kunstleder-Kombination schwarz plus". Eine Preis-Kategorie, die uns schon etwas zu hoch ist. Das gilt erst recht für das Paket "Interieur S line mit Sportsitzen in Mikrofaser Dinamica/Leder-Kombination schwarz" (2.350 Euro) oder den Superlativ "Interieur S line mit Sportsitzen in Leder", wofür 3.265 Euro aufgerufen werden. Uns genügt die eingangs genannte Option: Bereits das "Interieur mit Sportsitzen in Stoff schwarz" hebt den Innenraum des Audi Q2 auf ein komfortables Niveau, für das wir gerne 900 Euro auf unsere Konfigurator-Rechnung nehmen. Damit erhalten wir außerdem beleuchtete Einstiegsleisten mit Aluminiumeinlegern in den Vordertüren. An dieser Stelle liegen wir somit bei einem Audi Q2-Konfigurator-Preis von 32.550 Euro.  

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Sonderausstattung 

Im Konfigurator sind wir jetzt beim letzten, aber auch sehr zentralen Abschnitt angekommen. Das gilt insbesondere für den Audi Q2, der ja in sämtlichen Linien mit einem geringen Umfang an funktionaler Ausstattung bestückt ist. Hier gilt es also, unser SUV mit Sonderausstattung technisch fit zu machen. Zu diesem Zweck stellt uns der Q2-Konfigurator eine lange Liste an hochwertigen Extras in Aussicht: Assistenz-, Infotainment- und Sicherheitssysteme, Komfort-Upgrades, Connectivity oder Zusatzkomponenten zur Optimierung der Fahreigenschaften. Vieles ist hier möglich. Insbesondere die Pakete bieten interessante Zusammenstellungen an verschiedenen Features und warten manchmal auch mit Preisvorteilen auf.  

Infotainment und Connectivity

Als augenscheinliche Rundum-Lösung für den Ausbau des Infotainments bietet sich das Navigationspaket an. Mit dabei in diesem Verbund sind ein Navigationssystem, das Fahrerinformationssystem, ein WLAN-Hotspot und die "Audi connect"-Dienste, deren Nutzung zunächst nur auf drei Jahre beschränkt ist. Eine Verlängerung ist kostenpflichtig, doch lohnend wegen der vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten. 2.090 Euro kostet dieses Paket. Und weil man als Voraussetzung dafür noch Lederlenkrad mit Multifunktion "plus" mitnehmen muss, ist in Summe mit 2.420 Euro zu rechnen. Wem das zu viel ist, der findet im Audi Smartphone Interface eine Ersatzoption. Damit können die Funktionen des Smartphones wie Navigations-Apps unkompliziert an den Bordcomputer des Q2 gekoppelt und über das Display genutzt werden. Kostenpunkt: nur 280 Euro. Zumindest laut Preisliste. Denn klickt man diese Option im Konfigurator an, erscheint die Meldung, dass das Infotainment-Paket Connectivity zum Preis von 990 Euro aufgebucht werden muss. Dafür erhält man zusätzlich noch ein 8,3-Zoll-Farbdisplay, einen 10-GB-Flashspeicher für Musik, einen SD-Kartenleser und ein DVD-Laufwerk. Insgesamt eine überzeugende gute Lösung. 

Nun könnten wir diese ohnehin schon sehr fundierte Technikzurüstung noch zusätzlich mit dem Audi Virtual Cockpit erweitern, dessen 12,3-Zoll-Display uns hinter dem Lenkrad alle wesentlichen Anzeigen im Blick behalten lässt: Kartendarstellungen, Playlists und so weiter. 500 Euro kostet dieses komfortable wie vielseitige Extra. Und weil die Bedienung über das Multifunktionslenkrad geschieht, müssen wir auch das zwangsläufig mitnehmen. 830 Euro beträgt der Preis für diese Kombination. Ein absoluter Komfortgewinn für jeden Q2, wie wir finden. 

Ein Hingucker, mit dem der Fahrer alles im Blick behält: Das Virtual Cockpit im Audi Q2 Facelift.
Ein Hingucker, mit dem der Fahrer alles im Blick behält: Das Virtual Cockpit im Audi Q2 Facelift.
Foto: Audi

Eine induktive Ladefunktion fürs Handy bringt die Audi phone box mit. Außerdem lassen sich damit zwei Endgeräte verbinden. 350 Euro würde das kosten. Wir verzichten lieber. Genauso auf ein Upgrade unseres serienmäßigen MMI Radio "plus" auf das Audi Soundsystem (255 Euro) oder das hochwertige SONOS Premium Soundsystem, für das 790 Euro berechnet würden. Unser Bedarf in dem Bereich ist gedeckt, außerdem wollen wir nun auch einige zusätzliche Assistenzsysteme mit an Bord nehmen, was uns ohnehin noch einen höheren Aufpreis abverlangen wird. 

Assistenzsysteme

Das serienmäßig verbaute Unfallvermeidungssystem Audi pre sense front bildet zwar ein äußerst solides, aber eben auch nur ein erstes Fundament für die Sicherheits- und Assistenzausstattung unseres Q2. Im Konfigurator ist nämlich noch einiges möglich. Das Assistenzpaket Parken etwa bringt die akustisch und optisch arbeitende Einparkhilfe "plus", eine Rückfahrkamera und den Anfahrassistenten mit in das SUV. Diese Zusammenstellung ist vor allem für den dichten City-Verkehr sinnvoll, weswegen wir auch die dafür veranschlagten 950 Euro für nicht überzogen halten. 

Das Assistenzpaket Sicherheit setzt sich aus der Totwinkel-Warnfunktion Audi Side Assist, dem Gefahrenschutz-Feature Audi pre sense basic und der Einparkhilfe "plus" zusammen. Dieser Verbund sorgt für einen Rundumschutz vor Kollisionen und anderen brenzligen Situationen. Auch hier nehmen wir den Preis von 530 Euro gerne noch mit auf die Konfigurator-Rechnung. Und wie wäre es mit einer Geschwindigkeitsregelanlage, der Spurverlassenswarnung oder der automatische Distanzreglung? Ebenfalls so interessant wie sinnvoll, klar. Doch fühlen wir uns schon sehr gut mit technischen Helferlein eingedeckt. Unser Audi Q2-Preis beträgt an dieser Stelle außerdem schon 35.850 Euro. Wir möchten darum lieber noch etwas den Komfort aufbessern.

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Komfort- und Funktionsaufwertungen

Eine wichtige Funktions- und Komfortlücke lässt sich mit dem Funktionspaket schließen. Zum Preis von 430 Euro bringt es die folgenden Zusatzkomponenten mit in den Q2:

  • abschließbares Handschuhfach
  • Ablagetasche an der Rückseite der Vordersitzlehnen
  • Ablagefach unter dem Beifahrersitz
  • 12-Volt-Steckdose in Mittelkonsole hinten
  • 12-Volt-Steckdose im Kofferraum
  • Gepäckraumspinne
  • Kofferraum-Netz
  • zweite Gepäckraumleuchte in Seitenverkleidung
  • Rücksitzlehne, geteilt im Verhältnis 40:20:40 oder vollständig umklappbar, mit Mittelarmlehne und Cupholdern

Sachlich, nützlich und für uns auch eine willkommene Aufwertung für den Innenraum des Audi Q2. 

Wieder etwas exklusiver wird es mit dem Klima- und Komfortpaket, das einen Aufpreis von 1.300 Euro erfordert. Weil die Komponenten auch einzeln geordert werden können, lässt sich hier auch ein Preis-Vorteil ermitteln: Der Paket-Verbund aus Komfortklimaautomatik, Komfortschlüssel, Vordersitzheizung und elektrisch öffnen- und schließbarer Gepäckraumklappe kostet nämlich nicht die reguläre Summe von 1.800 Euro, sondern ist im Paket 500 Euro günstiger zu haben. Weil uns alle diese Bestandteile höchstwillkommen sind, schlagen wir auch hier zu. Preis und Leistung stimmen sehr gut überein, wie wir finden. 

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Nicht zu verwechseln ist das gerade genannte Paket mit dem Komfortpaket plus. Man könnte nämlich annehmen, dass es einige der Bestandteile des Klima- und Komfortpakets mitbringt. Tatsächlich hat das 755 Euro teure Komfortpaket plus seine ganz eigene Zusammensetzung: Elektrisch einstell-, beheiz- und anklappbare Außenspiegel sind hier mit dabei, eine automatische Abblendfunktion für Außen- und Innenspiegel und 4-Wege-Lendenwirbelstützen für die Vordersitze. Diese Features sind nicht einzeln erhältlich. Eine Ersparnis lässt sich folglich nicht berechnen. Trotzdem nehmen wir dieses Paket ebenfalls noch mit. 

Aufwertung für das Fahrwerk

Das Sportfahrwerk ist erfreulicherweise nicht der Top-Linie "S line" vorbehalten, sondern auch für unsere Variante "advanced" bestellbar. Als Einzeloption würden hierfür 220 Euro fällig werden. Im Verbund mit dem Dynamikpaket zahlt man dagegen 740 Euro, erhält aber zudem noch Scheibenbremsen für vorne und hinten, 15 Zoll große Bremssättel mit roter Lackierung, die Fahrmodus-Auswahl Audi Drive Select und den Soundaktor, der die Leistung des Q2 klangkräftig untermalt. Als erweiterte Version steht noch das Dynamikpaket "plus" im Angebot, das eine Dämpferreglung für das Fahrwerk beinhaltet. 1.320 Euro sind uns dafür aber etwas zu hoch angesetzt. Wir entscheiden uns lieber für das "normale" Dynamikpaket – und ziehen einen Schlussstrich. Bei welchem Audi Q2 sind wir angekommen? Und noch wichtiger: Stimmen Preis und Leistung überein?

Fazit: Audi Q2 Facelift zum optimalem Preis-Leistungsverhältnis?

39.075 Euro, so lautet nun der Konfigurator-Preis für unseren Audi Q2. Ruft man sich den absoluten Einstiegspreis von 26.000 Euro in Erinnerung, heißt das, dass wir rund 13.000 Euro in unser City-SUV investiert haben. Und das hatte auch gute Gründe. Das Q2-Einstiegsmodell ist mit einem 110 PS starken, handgeschalteten Benziner bestückt. Diese Zugkraft war uns deutlich zu wenig, und auch die Verbrauchswerte konnten im direkten Vergleich mit dem nächsthöheren Benziner mit 150 PS nicht überzeugen, der nicht nur leistungsbereiter ist, sondern nahezu den gleichen Benzinbedarf wie der Basismotor hat: durchschnittlich 5,3 Liter auf 100 Kilometer. Eine manuelle 6-Gang-Schaltung genügte uns dabei. Allein diese Entscheidung ließ den Preis um 2.750 Euro auf 28.750 Euro ansteigen. Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich hierbei immer noch um den zweitgünstigsten Antrieb für den Audi Q2 2021 handelt. Insofern eine gut vertretbare Entscheidung. 

Unser persönlicher Audi Q2 im Konfigurator: 150 PS stark, als Variante "advanced" und mit einer großen Portion an technischen Extras bestückt.
Unser persönlicher Audi Q2 im Konfigurator: 150 PS stark, als Variante "advanced" und mit einer großen Portion an technischen Extras bestückt.
Bild: Audi-Konfigurator

Mit der anschließenden Wahl der Ausstattungsvariante "advanced" kamen wir auf 30.200 Euro. Diese Linie bringt zwar keinen funktionalen Mehrwert mit, stellte uns aber deutliche Preisnachlässe bei der späteren Felgenwahl in Aussicht und hebt sich auch optisch deutlich vom schmucklosen Basismodell ab. In den Konfigurator-Bereichen Lackierung, Felgen und Innenraum sind uns noch einmal 2.350 Euro Aufpreis entstanden, bevor es schließlich an die funktionale Bestückung unseres Crossover-SUV ging. 

Für ein ordentliches Upgrade in den Bereichen Infotainment und Konnektivität sorgt das Infotainment-Paket Connectivity – sozusagen als Zwei-in-einem-Lösung. Eine zentrale Rolle spielt hier das Audi Smartphone Interface, mit dem wir unser Smartphone an das Bordsystem des Q2 koppeln und von dort aus nutzen können. Das heißt auch, dass wir auf ein teures stationäres Navigationssystem verzichten können. Das Audi Virtual Cockpit dagegen wollten wir unbedingt haben, was aber zusätzlich das Multifunktionslenkrad erforderte.  

Unser Q2 von innen.
Unser Q2 von innen.
Bild: Audi-Konfigurator

Mit dem Assistenzpaket Parken und dem Assistenzpaket Sicherheit konnten wir unseren Audi Q2 mit technischen Helferlein vollpacken. Wie weitere Aufwertung gelangen ebenfalls mit Paketen: mit dem Funktionspaket, dem Klima- und Komfortpaket und dem Komfortpaket "plus". Das Dynamikpaket verbesserte schließlich noch die Fahr- und Lenkeigenschaften unseres Q2 mit dem Sportfahrwerk, der Fahrmodus-Schaltung Audi Drive Select und weiteren Details. Am Ende betrug die Investition in die Extras insgesamt 6.525 Euro. Damit haben wir erstklassige Aufwertungen erhalten. Darüber hinaus konnten wir noch einige Hundert Euro Kosten sparen. 

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Es lässt sich ebenso feststellen, dass das Audi-Q2 Facelift im Vergleich zum Vorgänger nur moderat teurer wurde. Mit einem Preis jenseits der 30.000-Euro-Schwelle ist beim neuen Q2 fast immer zu rechnen. Und hätten wir uns statt für einen Benziner für einen Diesel entschieden, hätte schon der Grundpreis zu Beginn unseres Konfigurator-Tests um einige Tausend Euro höher angesetzt. Will man sich also ein solide ausgestattetes und flott motorisiertes Q2 Facelift im Jahr 2021 kaufen, so muss man auch damit rechnen, knapp 40.000 Euro zu investieren. Dafür aber gilt der Q2 nach wie vor als äußerst wertstabiles Fahrzeug.

Unser Audi Q2 im Detail

  • Motor: 35 TFSI: 110 kW/150 PS, Verbrauch: 5,3 l/100 km, 6-Gang-Schaltgetriebe – 28.750 € 
  • Ausstattungslinie: "advanced" – 1.450 €
  • Lackierung: Pfeilgrau Perleffekt – 650 €
  • 18-Zoll-Leichtmetallräder, 5-Arm-Dynamik-Design, graphitgrau – 800 €
  • Interieur mit Sportsitzen in Stoff schwarz – 900 €
  • Infotainment-Paket Connectivity – 990 €
  • Audi virtual cockpit – 500 €
  • Lederlenkrad im 3-Speichen-Design mit Multifunktion plus – 330 €
  • Assistenzpaket Parken – 950 €
  • Assistenzpaket Sicherheit – 530 €
  • Funktionspaket – 430 €
  • Klima- und Komfortpaket – 1.300 €
  • Komfortpaket plus – 755 €
  • Dynamikpaket – 740 €

Gesamtpreis: 39.075,00 (inkl. 19 % MwSt.) 

Abmessungen/Technische Daten

  • Länge x Breite x Höhe: 4.208 mm x 1.794 mm x 1.498-1.537 mm
  • Radstand: 2.601 mm
  • Lade-/Kofferraumvolumen: 355 bis 405 l, 1.000 bis 1.050 l inklusive Sitzbereich
  • Anhängelast (bei 12 % Steigung): 1.300 bis 1.800 kg
  • Leergewicht: 1.325 bis 1.570 kg
  • Tankinhalt: 50 bis 55 l
  • Abgasnorm: Euro 6d-ISC-FCM