VW Tiguan, Halbseitenansicht von vorne, stehend, grau
Foto: VW

Facelift für den Bestseller

VW Tiguan: Was kostet das Super-SUV 2020?

Top-Facelift für den VW Tiguan: Doch wie viel kostet das modernisierte Bestseller-SUV 2020? Wir machen den Preis-Check.

  • gut ausgestattetes Basismodell
  • viel Auswahl an Sonderausstattung
  • Optionen aus der Premiumklasse
  • teures Topmodell
  • relativ häufige Preiskoppelungen

Ein ewiger Superstar? Wie schon all die Jahre zuvor führte der VW Tiguan auch 2019 wieder das Feld der SUV an. Und 2020? Vonseiten Volkswagens hätte man sich für den Marktstart des neuen Tiguan-Facelift-Modells gewiss bessere Umstände gewünscht. Trotz aller Krisenturbulenzen wird der frisch durchgestylte und modernisierte SUV-Bestseller wieder ordentlich durchstarten können. Schließlich hat er alle Voraussetzungen dafür mit auf den Weg bekommen: Eine dominantere Erscheinung, Hightech-Systeme und vieles mehr. Doch wie schlägt sich das auf den Preis nieder? Was kostet ein gut ausgestatteter und starker Tiguan im Jahr 2020? Wir wollen ihn uns dafür im Konfigurator zusammenstellen: praktikabel, schick und technisch topfit. Mit welchen Kosten ist zu rechnen?

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Tiguan 2020: Preisniveau und Motorenleistung

Beim Tiguan-Facelift-Modell sind es vor allem die Antriebe, die einen entscheidenden Einfluss auf das Konfigurator-Preis-Ergebnis haben. Der neue VW Tiguan lässt sich derzeit nur mit einem Benziner und einem Diesel bestücken. Ersteres Aggregat leistet entweder 130 oder 150 PS, letzteres wahlweise 122, 150 oder 200 PS. Bei Schaltgetrieben und Allrad sieht es mittlerweile ebenfalls gut aus. Aus den Kombinationen Diesel/Benzin, Schaltgetriebe/DSG, Vorderrad-/Allradantrieb ergeben sich insgesamt sieben Antriebs-Optionen, mit denen sich der Tiguan zum Stand Oktober 2020 bestücken lässt. Darüber hinaus warten noch eine Plug-in-Hybrid-Version des neuen Tiguan und die dynamische, 320 PS starke Edition "Tiguan R" auf ihren Marktstart (siehe unten). Genauere Angaben zu Preisen und Leistungen gibt es hier bislang noch nicht. Die derzeitige Motorenpalette im Überblick:

Benzin:

  • 1.5 TSI ACT: 96 kW/130 PS, Verbrauch: 5,6 l/100km, 6-Gang-Schaltgetriebe – ab 28.206 €
  • 1.5 TSI ACT: 110 kW/150 PS, Verbrauch: 5,8 l/100km, 6-Gang-Schaltgetriebe – ab 29.902 €
  • 1.5 TSI ACT: 110 kW/150 PS, Verbrauch: 5,8 l/100km, 7-Gang-DSG* – ab 31.949 €

*) DSG = Doppelkupplungsgetriebe

Diesel:

  • 2.0 TDI: 90 kW/122 PS, Verbrauch: 4,6 l/100km, 6-Gang-Schaltgetriebe – ab 30.467 €
  • 2.0 TDI: 110 kW/150 PS, Verbrauch: 4,6 l/100km, 7-Gang-DSG* – ab 34.776 €
  • 2.0 TDI (Allrad): 110 kW/150 PS, Verbrauch: 5,0 l/100km, 7-Gang-DSG* – ab 38.787 €
  • 2.0 TDI (Allrad): 147 kW/200 PS, Verbrauch: 5,3 l/100km, 7-Gang-DSG* – ab 40.780 €

*) DSG = Doppelkupplungsgetriebe

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Unser Wahl-Motor: 1.5 TSI ACT mit 150 PS und 7-Gang-DSG

Gut, dass die aktuelle Antriebspalette des Tiguan auch den Motor enthält, den wir in unserem Tiguan ohnehin gerne verbaut hätten: Für den 1.5 TSI ACT mit 150 PS würde uns die 6-Gang-Handschaltung reichen. Dies würde uns jedoch in der Auswahl der Ausstattungsvarianten einschränken. Mit diesem Getriebe wären wir im Tiguan-Konfigurator nämlich nur in der Lage, zwischen dem Basismodell und der darüberliegenden Linie "Life" zu wählen. Wenn wir alle vier Ausstattungsvarianten zur Auswahl haben möchten, müssen wir den 1.5 TSI ACT zwangsläufig samt den 7-Gang-DSG konfigurieren – und darum noch einmal 2.047 Euro extra in Kauf nehmen.

Das 7-Gang-DSG wirkt sich auch nicht negativ auf den Kraftstoffverbrauch aus, der in Kombination mit 6-Gang-Handschaltung ebenfalls etwa 5,7 bis 5,9 Liter pro 100 Kilometer beträgt. Eine DSG bedeutet aber auch spürbar mehr Fahrspaß. Doch letztendlich entscheidet eben die größere Auswahl an Ausstattungsoptionen, die uns für diesen Antrieb zur Verfügung steht. Für uns soll es also der 1.5 TSI ACT mit 150 PS und 7-Gang-DSG sein. Unser Startpreis im VW Tiguan-Konfigurator beträgt daher: 31.949 Euro.

Die Ausstattungsvarianten des VW Tiguan 2020: Basismodell, "Life", "Elegance" und "R-Line"

Der Tiguan-Konfigurator bietet uns die Wahl zwischen vier Ausstattungslinien: Erst das Tiguan-Grundmodell mit seiner Basisausstattung, dann die Linie "Life" mit etwas höherer Serienbestückung, die noch besser ausgerüstete "Elegance"-Linie und schließlich die neue Topvariante VW Tiguan "R-Line" mit dem größtmöglichen Umfang an serienmäßiger Ausstattung. Natürlich steigt damit gleichzeitig der Preis, den man für die jeweilige Linie in Kauf nehmen muss. Welche Bestandteile sind nun wo schon serienmäßig mitverbaut?

VW Tiguan Basismodell - ab 28.206 Euro

Die Standardräder des Basismodells können sich sehen lassen: Es handelt sich bereits um 17-Zoll-Leichtmetallräder im "Montana"-Design. Ähnliches gilt auch für die weiteren Serienkomponenten: Die Scheinwerfer kommen in LED-Technik, der automatische Fahrlichtschalter mit Tagfahrlicht ebenso. Die Außenspiegel können elektrisch eingestellt und beheizt werden, der Innenspiegel wird automatisch abgeblendet, und die Mittelbahnbezüge der Vordersitze und der hinteren Außensitze bestehen aus "Quad Paper"-Stoff. Auf der Rückseite schützt eine grüne wärmeisolierende Verglasung den Tiguan vor aggressivem Sonnenlicht. Innen sorgt die serienmäßige Klimaanlage mit aktivem Kombinationsfilter für angenehme Temperaturen.

Im technischen Bestand des Basis-Tiguan stimmt ebenfalls vieles: Wie jedes neue VW-Auto verfügt auch dieses SUV über den Notbremsassistenten "Front Assist" mit Fußgänger-Erkennung sowie das Proaktive Insassenschutzsystem und das "Lane Assist"-Spurverlassenswarnsystem. Wohlgemerkt, bei einigen Volkswagen müssen diese beiden Assistenten erst extra und gegen Aufpreis geordert werden. Der im Tiguan bereits installierte Notrufdienst ist neu. Hierfür ist auch keine Registrierung erforderlich, da dieser Service bereits bei Lieferung aktiviert ist. Der Tiguan ist auch bereits auf die Aktivierung der Onlinedienste "We Connect" und "We Connect Plus" vorbereitet.

Ebenfalls im neuen VW Tiguan installiert ist das "Composition"-Radio mit acht Lautsprechern und digitalem Radioempfang DAB+ sowie das Multifunktionsdisplay "Premium". Schließlich wird das Infotainment-Portfolio des Tiguan noch durch eine Telefon-Schnittstelle und zwei USB-C-Schnittstellen im Cockpit ergänzt.

"Life" – ab 29.975 Euro

Für die Ausstattungslinie "Life" bezahlt man pauschal 1.769 Euro mehr als für das Tiguan-Basismodell. Dafür kommen noch weitere Features in die Serie des Kompakt-SUV, angefangen bei einer schwarzen Dachreling über das Fußraumlicht im Cockpit oder die "Weave"-Dekoreinlagen für die Instrumententafel und die Vordertürverkleidungen bis hin zu handfesten Assistenz-Aufwertungen, von denen gleich noch die Rede sein wird. Innen fällt das elegantere Erscheinungsbild der Sitzmittelverkleidungen der vorderen und äußeren Rücksitze im Stoffdesign "Shooting Star" ins Auge, die Komfortsitze mit Lordosenstütze im Cockpit und nicht zuletzt die 17 Zoll großen, glanzgedrehten Leichtmetallräder "Tulsa" in "Dark Graphite".

Besonders erfreulich: die serienmäßigen Einparksensoren an Front und Heck, die dem rund viereinhalb Meter langen Tiguan sehr zugute kommen können. Als optionale Extras für das Basismodell kosten sie noch 565 Euro extra, hier gehören sie zum Grundbestand. Zum VW Tiguan “Life“ gehören außerdem die Fernlichtsteuerung "Light Assist", die 3-Zonen-Klimaanlage "Air Care Climatronic" mit aktivem Kombinationsfilter, eine Müdigkeitserkennung und die automatische Distanzregelung ACC "Stop & Go" mit Geschwindigkeitsbegrenzer. Die Variante "Life" glänzt also nicht nur mit soliden Funktionserweiterungen, sondern auch mit Dinge, wie sie eher für das Premium-Segment typisch sind.

"Elegance" – ab 36.857 Euro

Der weitere Aufpreis für die Ausstattungsvariante "Elegance" richtet sich danach, für welche Antriebsform man sich zuvor entschieden. Im Falle eines Benzinmotors beträgt der Unterschied zwischen "Life" und "Elegance" 3.139 Euro, bei einem Diesel bezahlt man immerhin 97 Euro weniger – was angesichts der generellen Mehrkosten für "Elegance" aber fast schon unerheblich wirkt. Was rechtfertigt also diesen doch sehr deutlichen Preis-Sprung von "Life" auf "Elegance"?

Tatsächlich wartet diese Variante mit allerhand zusätzlichen und dazu noch besonders hochwertigen Features auf. Die Leichtmetallräder des eleganten Design-Typs "Frankfurt" messen hier bereits 18 Zoll, das Innendekor kommt mit "Cross"-Einlagen für die Instrumententafel und die vorderen Türverkleidungen sowie den Chromauflagen an verschiedenen Schaltern und den Türgriffen. Die Mittelverkleidungen der vorderen und äußeren Rücksitze bestehen aus "ArtVelours" -Mikrovlies, und die Ambiente-Beleuchtung setzt innen mit 30 verschiedenen Farben stimmungsvolle Akzente.

"Eleganz" überzeugt auch dank der erweiterten technischen Ausstattung: zunächst durch das hochwertige Digital Cockpit Pro, mit dem verschiedene Infoprofile ausgewählt werden können, sowie mit dem weiterführenden Radio "Ready 2 Discover" einschließlich "Streaming & Internet". Des Weiteren sind App-Connect inklusive App-Connect Wireless für Apple CarPlay und Android Auto standardmäßig im Tiguan "Elegance" installiert.

Vor allem zu nennen sind auch die elektrische Heckklappe und die beheizbaren Komfortsitze im Cockpit, womit "Elegance" auch bei uns punkten kann. Außerdem mit Details wie den automatisch beheizten Scheibenwaschdüsen. Und die dynamische Leuchtweitenregulierung mit dynamischem Kurvenfahrlicht sorgt nicht nur für ein Plus an Sicherheit und Komfort, sondern gibt dem Tiguan "Elegance" zudem noch einen markanteren Auftritt. Derartige Edel-Komponenten erklären auch den deutlich höheren Einstiegspreis. Über dem serienmäßigen Ausstattungsniveau von "Elegance" liegt schließlich das noch um etwas teurere Top-Modell VW Tiguan "R-Line".

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"R-Line" – ab 39.230 Euro

Der VW Tiguan "R-Line" tritt mit breiter Brust auf. An diversen Stellen trifft man auf das unverwechselbare Design des "Volkswagen R"-Labels. Gleiches gilt für die 19 Zoll großen Leichtmetallräder "Valencia", die speziellen Stoßfänger und den Heckspoiler. Die Einlagen für die Instrumententafel und die Türverkleidungen sind im "Carbon Grey"-Design gehalten und die Sitze mit einer edlen Stoff-/Mikrovlies-Kombination aus "Sardegna" und "ArtVelours" bezogen. Dazu kommen noch die gebürsteten Edelstahlpedale und das beheizbare Leder-Sportlenkrad mit Touch-Bedienelementen und Schaltwippen. Auch das Assistenzsystem "Travel Assist" ist in "R-Line" integriert. 

Diese Ausstattungsvariante kostet pauschal 2.374 Euro mehr als "Elegance" – egal ob mit Diesel- oder Benzinantrieb. Der Tiguan bewegt sich damit schon deutlich auf die 40.000 Euro zu, ein Preisniveau, wo auch Premium-Modelle wie BMW X1 & Co. anzutreffen sind.

Der Tiguan in "Life" oder "Elegance"?

Ohne die teils deutlichen Preisunterschiede würden wir uns bei der Wahl der Ausstattungslinie sicherlich etwas schwerer tun. Denn das Basismodell zeigt durchaus einige Schwächen. Hier vermissen wir noch diverse Features, insbesondere Einparksensoren vorne und hinten. Darüber hinaus bietet das Basismodell nur recht wenige Möglichkeiten bei der Sonderausstattung, zum Beispiel nur sechs Ausstattungspakete, wohingegen bei "Life" schon aus 13 Optionen frei auswählen kann.

Bei "Elegance" wirkt die Serienausstattung mit elektrischer Heckklappe, Digital Cockpit Pro und so weiter schon richtig üppig. Darüber hinaus kommen bestimmte Sonderausstattungen deutlich günstiger als bei "Life". Doch dafür über 3.000 Euro mehr bezahlen? Oder kann der Tiguan auch mit der "Life"-Variante in Topform gebracht werden? 1.769 Euro Aufpreis sind nicht zu viel verlangt dafür, dass wir neben den genannten Serienextras noch wesentlich mehr Sonderausstattung im Konfigurator zur Verfügung gestellt bekommen. Wir möchten es also mit dem Tiguan "Life" versuchen. In Kombination mit unserem 150 PS starken Wahlmotor stehen wir damit bei einem Preis von 33.718 Euro.

Lackierung und Felgen

In bunt-flippigen Farbtönen ist der Tiguan 2020 nicht mehr zu haben. Fast alle angebotenen Optionen sind sehr sachlich und würdevoll und sollen den gediegenen Stellenwert des SUV unterstreichen. Die kostenlose Grundfarbe "Uranograu Uni" gibt dem Tiguan kaum Glanz. Im Gegensatz dazu sieht er schon mit der preiswerten Lackierung "Pure White" (229 Euro) viel frischer aus. Das kommt auch dem Werterhalt zugute. Die teureren Metallic-Lackierung dagegen wirken auf uns ebenfalls etwas zu nüchtern. Und die Option "Oryx-Weiß-Perlmutt-Effekt" zwar hochattraktiv, erfordert aber mit 999 Euro einen nicht eben geringen Aufpreis. Die Mitte trifft dagegen "Nightshade Blue Metallic", eine bekannte Lackierung, die dem Tiguan aber ausgenommen gut steht und seine Dynamik unterstreicht. Im Jahr 2020 werden nach der Mehrwertsteuersenkung dafür 595 Euro berechnet. Für diesen Aufpreis nehmen wir es auch gerne mit.

Bei den Felgen wollen wir nicht unbedingt nachbessern, denn die 17 Zoll großen Standard-Leichtmetallräder "Tulsa" stehen unserem Tiguan bereits sehr gut. Allerdings werden wir mit dem SUV von Zeit zu Zeit über verschiedene Schotterstraßen fahren, und darum sind 18 Zoll durchaus angebracht. In dieser Kategorie bietet uns der Konfigurator zwei Möglichkeiten: Der Satz "Frankfurt" kostet 370 Euro, wirkt aber optisch auch etwas zu hochstilisiert. Das zweite Modell "Nizza“ ist mit 531 Euro eingepreist. Beide Felgentypen werden auch mit selbstdichtenden AirStop-Reifen (235/55 R 18) geliefert. Das erleichtert uns die Entscheidung zusätzlich: An unserem Tiguan wollen wir schließlich sehr gerne die 18 Zoll großen "Nizza"-Räder verbaut haben. Die anfallenden 531 Euro sorgen bei uns auch für kein schlechtes Gewissen.

Sonderausstattung und Extras

Nun hat sich der Konfigurator-Preis für unseren Tiguan schon auf 34.844 Euro erhöht. Wohlgemerkt, das sind nur 620 Euro mehr als der Startpreis, den wir 2019 für einen 150 PS starken Tiguan mit DSG gezahlt hätten. Das Tiguan-Facelift ist daher - auch dank der Steuersenkung - nicht teurer als das Vor-Facelift-Modell. Trotzdem wollen wir noch etwas Geld in die Hand nehmen, um unserer SUV noch mit etwas mehr Assistenz, Komfort und Sicherheit zu bestücken. Der Konfigurator bietet uns für derartige Wünsche und Ansprüche noch sehr viel an.

Interieur

Stoff- oder Lederbezüge? Kostenlos oder gegen Aufpreis? Die Standard-Stoffbezüge in "Anthrazit-Titanschwarz" lassen sich auch in "Titanschwarz" konfigurieren. Das allerdings nur unter der Voraussetzung, dass man entweder die ergoActive-Vordersitze mit Massagefunktion für 643 Euro oder das hochwertige Lederpaket "Vienna" für 2.778 Euro mitnimmt. Weil wir aber mit den Serienbezügen durchaus zufrieden sind, möchten wir in diesem Fall auch bei der kostenlosen Option bleiben.

Pakete

Beheizbare Vordersitze können leider nicht einzeln bestellt werden, sondern nur als Teil des Winterpakets, zu dem auch die automatisch beheizten Scheibenwaschdüsen gehören. Dieses Paket ist mit 307 Euro an sich recht günstig, wird aber aufgrund einer Preiskoppelung sichtbar teurer: Es muss nämlich zusätzlich noch das beheizte Leder-Multifunktionslenkrad für weitere 132 Euro hinzugefügt werden. Will man die Vordersitzheizung also unbedingt haben, sind insgesamt 439 Euro zu investieren. Immerhin erhalten wir noch die genannten Funktionen, die uns den Fahralltag zusätzlich etwas erleichtern. Wir sagen also beim Winterpaket zu.

Ähnliches begegnet uns beim Fahrerassistenzpaket "Plus". In der Tiguan-Preisliste ist es mit 751 Euro geführt. Inhalt und Umfang lauten wie folgt:

  • Parklenkassistent "Park Assist" inklusive Einparkhilfe
  • Proaktives Insassenschutzsystem in Verbindung mit "Front Assist"
  • Fahrassistent "Travel Assist", Spurhalteassistent "Lane Assist" und "Emergency Assist"
  • Spurwechselassistent "Side Assist" und Ausparkassistent
  • Verkehrszeichenerkennung

Wirklich eine sehr überzeugende Reihe an sinnvollen Hightech-Systemen, die die Fähigkeiten des VW Tiguan enorm erweitern. Doch auch hier begegnen uns Preiskoppelungen, und zwar gleich mehrfach: Die Außenspiegel mit Einstell-, Anklapp- und Heizfunktion sowie mit Umgebungsbeleuchtung und automatischer Absenkung des Beifahrerspiegels noch weitere 175 Euro. Das ist noch akzeptabel. Nur war das eben noch nicht alles.

Die nächste Preiskoppelung kostet mitunter sogar einen vierstelligen Aufpreis, denn es muss noch eine Navigationsfunktion mitgenommen werden. Das Navigationssystem "Discover Media" (inklusive "Streaming & Internet") ist mit einem Preis von 970 Euro noch das günstigste von allen. Schon deutlich teurer wird es mit dem Navigationssystem "Discover Media" (inkl. "Streaming & Internet") mit Head-up-Display, das mit 1.409 Euro zu Buche schlägt. Lösung drei und vier wäre dann das noch hochwertigere Navigationssystem "Discover Pro" mit oder ohne Head-up-Display (2.062 / 2.500 Euro). Wie dem auch sei: Ein solides Navigationssystem für den Tiguan ist mehr als nur ein Schnörkel, sondern gehört für ein SUV von diesem Zuschnitt schon so gut wie dazu. Darum wollen auch wir hier nicht Nein sagen. Das "Discover Media" für 970 Euro genügt uns allerdings vollauf. Andererseits bringt diese Kombination auch leider keinen Preis-Vorteil mit, wie es bei Paketen häufiger der Fall ist.

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Interessant sind auch die sogenannten Cargo-Pakete. Vier davon bietet der Konfigurator für unseren Tiguan "Life" an: eigene Zusammenstellungen für Gepäckraum, Transport und Pannenhilfe (einschließlich Bordwerkzeug und Reserverad). Der Tiguan-Konfigurator bietet uns auch Styling-Pakete an; relativ günstig, aber auch speziell auf bestimmte Bereiche konzentriert. Das Chrompaket enthält beispielsweise nur die silbereloxierte Dachreling und Chromverkleidungen an den Seiten des Fahrzeugs. Das Business-Paket, das die Sprachsteuerung und die Telefonschnittstelle "Comfort" umfasst, einschließlich einer induktiven Ladestation für Mobiltelefone, ist sehr interessant, aber auch teuer. Für unseren VW Tiguan "Life" würde das Paket 1.920 Euro kosten. Mit einer der beiden höheren Linien "Elegance" oder "R-Line" müssten wir 838 Euro weniger dafür aufbringen. Also wollen wir darauf verzichten. Besonders im Hinblick auf unseren Tiguan-Preis, der im Konfigurator bereits auf 37.179 Euro gestiegen ist.

Einzeloptionen  

Zusätzlich zu den Paketen wartet im Konfigurator eine Reihe von Einzeloptionen. In diesem Bereich der Sonderausstattung bemerken wir sofort das Reifendruckkontrollsystem für 175 Euro. Das ist auch nicht unbedingt zu viel verlangt. Dieses sinnvolle Feature kommt also mit auf die Rechnung.

Ein weiteres Bestandteil, das wir uns für den Tiguan wünschen, ist die Rückfahrkamera "Rear View", die einzeln 400 Euro kosten würde. Es gibt auch eine erweiterte Variante, nämlich die Option "Area View", ein System, das auf insgesamt vier Kameras basiert, einschließlich der Kamera "Rear View". "Area View" kostet 780 Euro, bringt uns dafür aber Funktionen, mit denen das Rangieren des Tiguan aus der Vogelperspektive überwacht werden kann. Das System stammt ursprünglich aus Premium-SUV VW Touareg, was mustergültig zeigt, wie Hightech aus der Oberklasse schrittweise an die Kompaktklasse weitergegeben wird. Für uns keine Frage: Dieses Feature wollen wir ebenfalls noch im Tiguan mit dabeihaben. 

Schließlich finden wir vor allem noch das Digital Cockpit Pro überaus interessant, das dem Tiguan als zentrales und topmodernes Kontrollsystem dient. Wir können damit alle Bereiche des Fahrzeugs im Auge behalten. Hierfür werden 497 Euro berechnet. In unserem Fall ohne weitere Preis-Koppelung, denn das Navigationssystem "Discover Media", das hier vorausgesetzt wird, haben wir ja vorhin schon mit hineingenommen. Ohne es wären spätestens jetzt 970 Euro fällig. Ein weiterer Beleg dafür, dass Navigationssysteme bei Volkswagen oft die Basis für weitere Hightech-Bestückungen bilden.

Vor dem Abschluss unsere Konfiguration möchten wir unseren Tiguan noch in puncto Sicherheit etwas deutlicher aufwerten, nämlich mit Seitenairbags für die äußeren Rücksitze. Zusammen mit den Seitenairbags für das Cockpit und dem Kopfairbagsystem können sie für 366 Euro bestellt werden. Absolut vernünftig und dazu noch ohne unliebsame Preiskopplung.

Wir wollen nun Schluss machen. Der VW Tiguan-Konfigurator würde uns allerdings noch zahlreiche Möglichkeiten bieten, um das SUV weiter zu bestücken. Ob Progressivlenkung (219 Euro), Sportfahrwerk (leider nur in Kombination mit dem Sportpaket 258 Euro) oder der adaptiven Fahrwerksregelung DCC (1.019 Euro): Das Angebot ist noch sehr üppig und alleine eine Frage des zur Verfügung stehenden Budgets. Und bei welchem Preis-Ergebnis sind wir mit unserem Tiguan jetzt angelangt?

Fazit: Ist dieser Tiguan-Preis schon Mittelklasse?

Im VW Tiguan-Konfigurator stehen wir nun auf einem Preis von 38.996 Euro. Würde der heutige Mehrwertsteuersatz bei 19% liegen, kämen wir auf 40.005 Euro, müssten also rund 1.000 Euro mehr bezahlen. Das ist durchaus ein angenehmer Effekt. Über die entstandene Aufpreissumme von 5.279 Euro für Lackierung, Felgen, Sonderausstattung und Extras kann das trotzdem nicht hinwegtäuschen. Wie sind diese Kosten also genau zustande gekommen, und wie stellt sich unserer Tiguan nun dar?

Unser individuell zusammengestellter Volkswagen Tiguan im Konfigurator. - Bild: VW-Konfigurator

Für unseren neuen Tiguan wollten wir uns auch keinem falschen Sparwillen unterordnen, sondern das Preis-Leistungsverhältnis vernünftig im Blick behalten. Bedeutet: Nichts Unnötiges oder Überbordendes, aber eben auch keine verklemmte Zurückhaltung. Diese Devise ließen wir schon beim Antrieb gelten: Wir haben uns für den 1.5 TSI ACT-Benziner mit 150 PS und 7-Gang-DSG entschieden und sind damit bei einem Konfigurator-Preis von 31.949 Euro gestartet. Etwas verwunderlich war zunächst, dass dieses Aggregat verglichen zum Vor-Facelift-Modell sogar günstiger geworden zu sein schien. Denn laut der Tiguan-Preisliste vom August 2019 wurden dafür noch 33.845 Euro fällig, was 32.991,76 Euro bei der heutigen Mehrwertsteuer von 16% entspricht. Diese liegt jedoch daran, dass Volkswagen die Tiguan-Ausstattungsvarianten neu entworfen und angeordnet hat. Man kommt nun sozusagen schon mit einer niederen Linie an den genannten Motor. Und das wirkt sich günstig auf den Preis aus.

Für unsere Wahl der Tiguan-Ausstattungslinie "Life" gab es gute Argumente: Die Ausstattung des Basismodells war uns zu wenig. Diese Linie hätte uns außerdem viele Möglichkeiten bei der Sonderausstattung vorenthalten. Für einen VW Tiguan "Life" bezahlt man zwar 1.769 Euro mehr, doch das ist auch gerechtfertigt angesichts seiner vielen Vorteile in Serienbestückung und dem weitergehenden Ausstattungsangebot. Für "Elegance" hingegen hätten wir noch einmal 3.139 Euro drauflegen müssen. Das war uns dann doch zu viel. Diesen Betrag wollten wir uns lieber für individuelle Sonderausstattung zurückbehalten.

Unser Tiguan aus der Perspektive des Fahrers. - Bild: VW-Konfigurator

Als erstes haben wir den Look unseres Tiguan aufgewertet. Die Lackierung "Nightshade Blue Metallic" kostet 595 Euro, was es uns aber auch wert war. Auch für 18 Zoll großen glanzgedrehten Leichtmetallräder "Nizza" sind 531 Euro nicht übertrieben, vor allem nicht, weil sie zusätzlich noch über selbstversiegelnde AirStop-Eigenschaften verfügen. Das Interieur hat uns allerdings ohnehin so gut gefallen, dass wir hier keine Aufwertungen mehr unternehmen wollten.

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Dass auf die Vordersitzheizung gleich 439 Euro entfielen, war darum zu verschmerzen, weil wir damit das komplette Winterpaket bekommen haben, das heißt, zusätzlich noch beheizte Scheibenwaschdüsen und eine Lenkradheizung. Beim Fahrerassistenzpaket "Plus" (751 Euro) sind wir allerdings gleich zwei Preis-Koppelungen begegnet: Die einstell-, anklapp- und beheizbaren Außenspiegel mit Umfeldbeleuchtung und Beifahrerspiegelabsenkung (175 Euro) und das Navigationssystem "Discover Media" mit "Streaming & Internet" für weitere 970 Euro mussten wir als Voraussetzung mitnehmen. Der Gegenwert ist dafür aber auch sehr beachtlich. Denn der Tiguan kommt dann mit Spitzentechnik wie dem Parklenkassistent "Park Assist" (inkl. Einparkhilfe), dem Fahrassistent "Travel Assist" und noch einigem mehr. Nicht zuletzt kam es uns im weiteren Verlauf entgegen, dass wir das Navigationssystem mit an Bord genommen haben: Spätestens bei der Zuwahl der Umgebungsansicht "Area View" (inklusive der Rückfahrkamera "Rear View") hätten wir es nämlich ohnehin mitnehmen müssen. Auch für die hochmoderne "Schaltzentrale" Digital Cockpit Pro (497 Euro) wird das Navigationssystem vorausgesetzt. Will man sich also einen VW Tiguan mit dem angebotenen Hightech konfigurieren, kommt man fast nicht daran vorbei.

Der Rest der Aufpreissumme entfällt noch auf das Reifendruckkontrollsystems (175 Euro) und die zusätzlichen Airbags (366 Euro). Mit diesen Zusätzen konnten wir unserem Tiguan noch den letzten Schliff geben, so dass wir keinem Bereich mehr irgendwelche Lücken sehen. Im Gegenteil: Der Tiguan präsentiert sich und stark, schick und mit absolut modernen und umfangreichen Fähigkeiten in Assistenz, Infotainment und Sicherheit. Für uns steht fest, dass es das Facelift-Modell des Tiguan mit einem derartigen Angebot an tollen Extras wieder zum Bestseller schaffen kann. Das ist nicht zuletzt auch der Neugestaltung der Ausstattungslinien zu verdanken. Sie bieten mehr Wahlfreiheiten, was auch Effekte wie die "Preissenkung" unseres Wahlmotors zeitigt. Etwas negativ ins Gewicht fallen in diesem Gesamtbild die recht häufigen Preiskoppelungen. Ohne eines der Navigationssysteme bleiben uns viele Hightech-Features sogar verwehrt. Nimmt man es mit an Bord, lässt sich der Tiguan allerdings dann auf ein Niveau konfigurieren, wo er locker mit seinen Premium-Rivalen BMW X1 oder Audi Q3 mithalten kann. 

Unser VW Tiguan 2020 im Detail

  • Motor: 1.5 TSI ACT: 110 kW/150 PS, Verbrauch: 5,8 l/100km, 7-Gang-DSG* – 31.949 €
  • Ausstattungslinie: "Life" – 1.769 €
  • Lackierung: "Nightshade Blue Metallic" – 595 €
  • Felgen: Leichtmetallräder "Nizza" in 18 Zoll, Schwarz / glanzgedreht, mit AirStop-Reifen (235/55 R 18) – 531 €
  • Winterpaket – 307 €
  • beheizbares Leder-Multifunktionslenkrad in Leder mit Schaltwippen – 132 €
  • Fahrerassistenzpaket "Plus" – 751 €
  • elektrisch einstell-, anklapp-, beheizbare Außenspiegel mit Umfeldbeleuchtung und Beifahrerspiegelabsenkung – 175 €
  • Navigationssystem "Discover Media" (inkl. "Streaming & Internet") – 970 €
  • Reifendruck-Kontrollsystem – 175 €
  • Umgebungsansicht "Area View" (inkl. Rückfahrkamera "Rear View") – 780 €
  • Digital Cockpit Pro – 497 €
  • Seitenairbags für die äußeren Rücksitze, inkl. Seitenairbags vorn und Kopfairbagsystem – 366 €

Gesamtpreis: 38.996 Euro (38.996,47 Euro; inkl. 16% MwSt.) 

Abmessungen und Volumina

  • Länge x Breite x Höhe: 4.509–4.511 x 1.839–1.859 x 1.675 mm
  • Radstand: 2.681 mm
  • Lade-/Kofferraumvolumen: 615 – 1.655 Liter (inklusive Sitzbereich)
  • Anhängelast (gebremst bei 12 % Steigung): 1.600 – 2.500 kg
  • Leergewicht: 1.510 – 1.715 kg
  • Tankinhalt: 58 – 68 l
  • Abgasnorm: Euro 6d-TEMP

Tiguan R und Tiguan Hybrid

Die beiden Spezial-Versionen des SUV, der Tiguan R und das Tiguan-Hybrid-Modell, lassen noch etwas auf sich warten. Der VW Tiguan R wird aller Voraussicht nach mit einer beeindruckenden Leistung von 320 PS kommen und dazu noch mit innovativer Allrad-Technik, das die Kraft besser auf die Räder verteilt. Auch im Design soll sich der Tiguan R vom Standardmodell abheben.

Beim neuen Tiguan mit Plug-in-Hybridantrieb wird eine Systemleistung von 245 PS genannt. Sie kommt zustande durch die Kombination eines 115 PS-Elektromotors und einem 150 PS starken 1,4-Liter-Benziner. Der Tiguan Hybrid soll rein elektrisch bis zu 50 Kilometer weit fahren können, wobei ein intelligentes Navigationssystem das Umschalten zwischen Verbrenner- und Elektroantrieb regelt. Dieses System wird laut Volkswagen sogar automatisch Zonen mit strengen Emissionsgrenzwert-Begrenzungen erkennen können. Man darf also gespannt sein. Und was kostet all der Fortschritt? Darüber lässt sich noch rätseln. Startpreise für die zwei Tiguan-Ableger wurden ebenfalls noch nicht genannt.

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