Seat Leon, Halbseitenansicht von vorne, stehend, rot
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Auf Augehöhe mit dem Golf?

Konfigurator-Check Seat Leon: 2022 mit Top-Preis?

Es muss nicht der teure Cupra sein: Wie aber wird der Seat Leon zum echten Glanzstück? Mit FR oder Xcellence? Und zu welchem Preis?

  • sparsame Motoren
  • üppige Grundausstattung
  • aufregendes Design
  • wenig Lackfarben-Auswahl
  • teils unübersichtliche Pakete

Fast zeitgleich mit seinem VW-Gegenstück Golf 8 hat Seat den rundum erneuerten Leon auf den Markt gebracht. Generation vier des kompakten Bestsellers soll genau da weitermachen, wo das Vorgängermodell 2019 aufgehört hat: mit einer Top-Platzierung in den Verkaufscharts. Der neue Leon kommt dabei mit einer besonders schnittigen Silhouette und zahlreichen innovativen Finessen. Mehr denn je hat er das Zeug zum Blickfang. Technik und Komfort sollen dem in nichts nachstehen. Nur eine Frage des Budgets? Oder kann die Seat Leon 2020-Ausgabe diesem Top-Anspruch bereits in einer der niederen Ausstattungsstufen nachkommen? Mit welchem Preis also ist beim Seat Leon 2022 zu rechnen? Der Check im Konfigurator wird es zeigen.

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Seat Leon 2021 / 2022: Preis-Niveau und Leistung der Motoren

Am Anfang steht wie immer die Frage nach dem Motor. Der Leon-Konfigurator stellt uns dafür vier Aggregate zur Wahl: zwei Benziner in den Leistungsstufen 90, 110, 130 und 150 PS, einen Diesel mit wahlweise 115 oder 150 PS und einem Erdgas-Motor, der eine Leistung von 130 PS erbringt. Die Breite dieses Spektrums ist sehr erfreulich. Ein kleiner Wermutstropfen: Wer besonderen Wert auf das 7-gängige DSG legt, bezahlt im Jahr 2022 mindestens 28.300 Euro. Allrad? Diesen Antrieb gibt es leider nicht für den neuen Leon. Das aktuelle Motorenangebot im Überblick: 

Benzin

  • 1.0 TSI: 66 kW/90 PS, Verbr.: 4,8 l/100 km, 5-Gang-Schaltgetriebe – ab 22.870 €
  • 1.0 TSI: 81 kW/110 PS, Verbr.: 4,9 l/100 km, 6-Gang-Schaltgetriebe – ab 23.870 €
  • 1.5 TSI: 96 kW/130 PS, Verbr.: 5,2 l/100 km, 6-Gang-Schaltgetriebe – ab 26.750 €
  • 1.0 eTSI*: 81 kW/110 PS, Verbr.: 4,5 l/100 km, 7-Gang-DSG** – ab 28.300 €
  • 1.5 TSI: 110 kW/150 PS, Verbr.: 5,3 l/100 km, 6-Gang-Schaltgetriebe – ab 29.670 €
  • 1.5 eTSI*: 110 kW/150 PS, Verbr.: 4,9 l/100 km, 7-Gang-DSG** – ab 32.150 €
  • 2.0 TSI: 140 kW/190 PS, Verbr.: 6,1 l/100 km, 7-Gang-DSG** – ab 33.520 €
*) mit Mild-Hybrid-Technik (mHEV); **) DSG = Doppelkupplungsgetriebe 

Diesel

  • 2.0 TDI: 85 kW/115 PS, Verbr.: 4,0 l/100 km, 6-Gang-Schaltgetriebe – ab 27.300 €
  • 2.0 TDI: 110 kW/150 PS, Verbr.: 4,0 l/100 km, 6-Gang-Schaltgetriebe – ab 30.680 €
  • 2.0 TDI: 110 kW/150 PS, Verbr.: 4,0 l/100 km, 7-Gang-DSG* – ab 32.480 €
*) DSG = Doppelkupplungsgetriebe

Erdgas

  • 1.5 TGI: 96 kW/130 PS, Verbr.: 3,7 kg/100 km, 6-Gang-Schaltgetriebe – ab 29.500 €
  • 1.5 TGI: 96 kW/130 PS, Verbr.: 4,6 kg/100 km, 7-Gang-DSG* – ab 31.300 €
*) DSG = Doppelkupplungsgetriebe

Unser Favorit: Der 1.5 TSI mit 130 PS und manueller 6-Gang-Schaltung

Welche Seat Leon-Motoren sind besonders sparsam? So gut wie alle. Die Erdgasmotoren schaffen es sogar in die CO2-Effizienzklasse "A+". Gewiss keine schlechte Wahl, wenn da die derzeitige Energiekrise nicht wäre. Auf ein immer noch recht vorbildliches "A" kommt der Diesel. Die Benziner werden in die Stufen "A" und "B" rubriziert. Allein dem 190-PS-Benziner wird ein durchschnittliches "C" bescheinigt. Im Umkehrschluss heißt das, dass man bei keinem der Leon-Motoren beim Sprit-Bedarf wirklich etwas falsch machen kann.   

Wir wünschen uns einen Antrieb aus dem preislichen und leistungstechnischen Mittelfeld. 190 oder 150 PS erscheinen uns für den nicht einmal maximal bis zu 1.458 kg (Leergewicht) schweren Seat Leon doch etwas übertrieben. 130 PS sind geradezu ideal, noch dazu, weil der Leon mit dem entsprechenden Benziner nur 1.316 Kilo Leergewicht auf die Waage bringt. Die Beschleunigung aus dem Stand auf 100 km/h gelingt in 9,4 Sekunden. Nur die 150-PS-Motoren sind knapp eine Sekunde schneller, der 190-PS-Benziner um rund zwei. Eine Höchstgeschwindigkeit von 208 km/h und ein Spritbedarf von durchschnittlichen 5,2 Litern Benzin überzeugt ebenfalls. Für diesen 1.5 TSI mit 130 PS und manuellem 6-Gang-Getriebe berechnet uns der Seat-Leon-Konfigurator einen Start-Preis 26.750 Euro.

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"Reference", "Style", "FR" und "Xcellence": Diese Ausstattungslinien gibt es für den Leon

Über welche serienmäßige Ausstattung soll unser Seat Leon verfügen? Vier Ausstattungslinien stehen uns zur Wahl: Das Basismodell "Reference" mit seinen grundlegenden Ausstattungsstandards, preislich gefolgt von der erweiterten Ausstattung "Style". Darüber dann die fast gleichpreisigen Top-Linien "FR" und "Xcellence". Zwischen den Vieren spannt sich ein Preisunterschied von bis zu 5.030 Euro. Was ist wo schon mit an Bord? Wir beginnen mit den Serien-Standards des Basismodells "Reference". 

"Reference"– ab 22.870 Euro

Wie mittlerweile jeder Neuwagen aus dem Volkswagen-Konzern verfügt auch der Seat Leon mit "Reference" über das Umfeldbeobachtungssystem "Front Assist" mit City-Notbremsfunktion. Zu diesem Sicherheitssystem kommen beim neuen Leon noch der Spurhalteassistent und die Müdigkeitserkennung. Das ebenso serienmäßige Media-System "Plus" koordiniert die unterschiedlichen Navigations-, Sound- und Infotainmentsysteme, und das Audiosystem mit 8,25-Zoll großem Farb-Touchscreen (und mit vier Lautsprechern) kommt bereits mit digitalem Radioempfang DAB+. Ergänzt wird die Konnektivität durch zwei USB-C-Schnittstellen (im Cockpit). Darüber hinaus ist der Leon schon für die Aktivierung der Dienstepakete Sicherheit/Assistenz und des Fernzugriffs von SEAT CONNECT vorbereitet. 

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In puncto Komfort ist beim Basismodell des neuen Seat Leon vor allem die Klimaautomatik (Climatronic) mit 1-Zonen-Temperaturregelung zu nennen. Bei anderen Fahrzeugen müssen solche Features zum Teil erst kostenpflichtig zugerüstet werden. Das Gleiche gilt für die komfortable Funktion "Keyless Go", die den Motor des Leon einfach per Knopfdruck an- und abstellt. Weitere Serien-Bestandteile des Leon-Basismodells sind elektrisch einstell- und beheizbare Außenspiegel sowie eine umfängliche LED-Technik (Scheinwerfer, Tagfahrlicht, Heckleichten). Fazit: Der neue Seat Leon verfügt bereits über eine erstaunlich üppige Standardausstattung. Das Leon-Basismodell "Reference" startet zwar erst jenseits der 22.000-Euro-Schwelle, doch angesichts eines derart guten Grundstocks ist das auch durchaus nachvollziehbar.

"Style"– ab 24.850 Euro 

Für diese Ausstattungslinie bezahlt man pauschal 1.980 Euro mehr als für das Basismodell "Reference". "Style" erweitert und/oder ergänzt den Ausstattungsbestand von "Reference" um einige weitere Serienmerkmale. Allerdings macht "Style" seinem Beinamen nur in eingeschränkter Weise Ehre. Beispielsweise werden hier die 15-Zoll-Stahlfelgen von "Reference" durch 16 Zoll große Leichtmetallräder vom Typ "Design I" ersetzt. Im Außenbereich sorgen Nebelscheinwerfer mit Abbiegelicht-Funktion in LED-Technik nicht nur für ein Plus an Sicherheit, sondern werten die bei "Reference" noch so karge Frontpartie auch optisch um einen Tick auf. Erfreulich ist vor allem die Ultraschall-Einparkhilfe für den Heckbereich. Für den Fahrer bringt "Style" noch eine Lendenwirbelstütze mit. Dass hier zwei zusätzliche Lautsprecher verbaut sind, ist dagegen eher ein Detail. Und weiter? Entgegen den geweckten Erwartungen erschöpft sich diese Ausstattungslinie in den eben aufgeführten Features. Doch dafür bringt die Linie "Style" noch einen klaren Vorteil mit: Dieser Leon lässt sich nämlich im Konfigurator mit deutlich mehr Sonderausstattung bestücken als das Basismodell "Reference". So stehen für "Style" beispielsweise gleich sechs Ausstattungspakete zur Verfügung.

"FR"– ab 27.700 Euro

1.900 Euro über "Style" folgt die Ausstattungslinie "FR". Diese Differenz ergibt sich aus dem Preis-Vergleich beim 110-PS-Benziner, den 90 PS stehen ab dieser Ausstattungsstufe nicht mehr im Angebot. "FR" kann mit "Xcellence", von dem es preislich gesehen nur noch 200 Euro trennen, als eines der beiden Top-Modelle des Leon bezeichnet werden. Im Gegensatz zu "Xcellence" ist "FR" vor allem in Richtung Sportlichkeit ausgelegt – optisch wie praktisch. Das äußert sich bereits im augenfälligen "Dynamic II"-Design der 17 Zoll großen Leichtmetallräder und durch die Sport-Komfortsitze im Cockpit. Dass "FR" nicht nur eine sportliche Figur macht, sondern diesen Anspruch auch umsetzen kann, beweisen die serienmäßigen SEAT Drive Profile zusammen mit dem "FR" Sportfahrwerk: Eine gestraffte Feder-Dämpfer-Abstimmung und das sich daraus ergebende besonders agile Handling sorgen in Kombination mit den individuell einstellbaren Fahr-Modi für deutlich mehr Fahrspaß.  

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Spezielle Lichtelemente unterstreichen den Charakter von "FR" zusätzlich: Am Heck prangen Voll-LED-Leuchten und das Infinite Light, ein futuristisch geschwungenes, dynamisches LED-Lichtband. Die Außenspiegel sind zudem beheizbar, die Seitenscheiben ab der zweiten Sitzreihe und die Heckscheibe dunkel getönt. Den gehobenen Komfort von "FR" decken vor allem die Klimaautomatik mit 3-Zonen-Temperaturregelung und eine zusätzliche Lendenwirbelstütze für den Beifahrer ab. Durch eine stattliche Anzahl an Sonderausstattungsoptionen lässt sich der Seat Leon mit "FR" anschließend noch weiter veredeln.  unterstreichen den Charakter von "FR" zusätzlich. Die Außenspiegel sind zudem beheizbar, die Seitenscheiben ab der zweiten Sitzreihe und die Heckscheibe dunkel getönt. Den gehobenen Komfort von "FR" decken vor allem die Klimaautomatik mit 3-Zonen-Temperaturregelung und eine zusätzliche Lendenwirbelstütze für den Beifahrer ab. Auch das hochauflösende Virtual Cockpit ist hier bereits serienmäßig mitverbaut. Durch eine stattliche Anzahl an Sonderausstattungsoptionen lässt sich der Seat Leon mit "FR" anschließend noch weiter veredeln.

"Xcellence"– ab 27.900 Euro

Preislich ist der Unterschied zwischen "FR" und "Xcellence" nicht gerade groß: Nur 200 Euro trennen die beiden Ausstattungslinien voneinander. Und inhaltlich? Auch die serienmäßige Bestückung von "Xcellence" umfasst beheizbare Außenspiegel, eine 3-Zonen-Klimaautomatik, Sport-Komfortsitze (vorne) mit Lendenwirbelstützen für Fahrer und Beifahrer sowie Voll-LED-Heckleuchten und das bereits erwähnte Infinite Light. Bei so vielen Ähnlichkeiten gibt es aber auch deutliche Abweichungen zwischen den beiden Top-Ausstattungslinien. Sehr deutlich lassen sie sich in ihrem jeweiligen Außenauftritt unterscheiden: So besitzt "Xcellence" Chromleisten an den Seitenfenstern (außen), einen Kühlergrill in "Chrom-Diamant"-Design und 17 Zoll große Leichtmetallfelgen vom Typ "Dynamic I". Mit "Xcellence" wirkt der Leon dadurch deutlich gediegener und weniger sportlich als mit "FR". Auch fehlen hier das Sportfahrwerk und die SEAT Drive Profile. Dafür kommt "Xcellence" mit dem automatischen Schließ- und Öffnungssystem "Kessy Advanced", einer Komfortfunktion, die gegen 295 Euro Aufpreis auch für "FR" als Sonderausstattung zugebucht werden kann. Vor allem zu nennen ist das serienmäßige Licht-und-Sicht-Paket mit Regensensor, automatisch abblendendem Innenspiegel, einem Lichtsensor mit automatischer Fahrlichtschaltung und der automatischen Coming-Home- und Leaving-Home-Funktion. Auch dieses Paket lässt sich für alle anderen Linien bestellen, kostet dann aber 280 Euro extra. Und dann ist da noch das Smart Ambient Light. Dieses Feature setzt an einem umlaufenden Lichtband im Innenraum des Leon farbliche Akzente, die mit diversen Funktionen wie dem Navigationssystem zusammenspielen. Ein effektvolles Beiwerk, das bei so manchem Mitfahrer Eindruck hinterlassen dürfte. Allerdings nicht mehr als das. Denn funktional hat das Smart Ambient Light, wenn überhaupt, einen sehr untergeordneten Wert. 

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"FR" oder "Style"?

Bei "Xcellence" fragt man sich fast zwangsläufig, wo denn die funktionalen Vorteile liegen, die den etwas höheren Preis im Vergleich zu "FR" rechtfertigen. Zumal die sportliche Ausführung wiederum das Sportfahrwerk und SEAT Drive Profile mitbringt. Doch muss es gleich die dynamische Leon-Linie sein? Oder hat schon das deutlich günstigere "Style" genügend zu bieten? Von funktionaler Seite ist das eher weniger der Fall, denn abgesehen von der Ultraschall-Einparkhilfe am Heck und den Nebelscheinwerfern bringt "Style" bringt einfach keine nennenswerten Erweiterungen mit.

Die Stärke von "Style" gegenüber dem Basismodell liegt vor allem im weitaus üppigeren Sonderausstattungsangebot im Konfigurator. Und dennoch bleiben einige Erweiterungsmöglichkeiten verwehrt. So lässt sich "Style" beispielsweise maximal mit 17-Zoll-Felgen konfigurieren. "FR" stehen dagegen gleich drei 18-Zoll-Modelle zur Wahl.

Auch im funktionalen Bereich stehen für "Style" weniger Optionen zur Verfügung. Von den interessanten Fahrassistenz-Paketen gar nur eines, während man bei den Top-Modellen "FR" und "Xcellence" jeweils aus drei Stück auswählen kann. Ganz ähnlich beim Dynamic-Paket, das unter anderem die Progressivlenkung und die Adaptive Fahrwerksregelung DCC umfasst. Für "Style" steht es erst gar nicht im Angebot. Man sieht, dass diese Ausstattungslinie einige Abstriche macht. Möchte man die volle Vielfalt der Konfigurator-Möglichkeiten ausschöpfen, muss man sich für eines der beiden Top-Modelle entscheiden. Und da "Xcellence", wie oben schon gesagt, relativ wenige funktionale Komponenten zusätzlich mitbringt, bleibt für unsere Ansprüche eigentlich nur noch "FR" übrig. In Kombination mit unserem 130 PS starken 1.5 TSI-Wahlmotor beträgt der Konfigurator-Preis an der Stelle 28.650 Euro

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Lackierungen und Felgen

Die Wahl des richtige Außenauftritts steht für unseren Leon als nächstes an. Dafür listet uns der Konfigurator eine kleine Palette an Möglichkeiten auf. Die kostenlose Standardlackierung nennt sich "Pure Rot", ein Uni-Ton, der sich durchaus sehen lassen kann. Wer seinen Leon in einem noch kräftigeren und dazu hochglänzenden Rot sehen möchte, investiert 1.050 Euro in den Metallic-Lack "Desire Rot". Preislich dazwischen liegt eine kleine Vierer-Reihe weiterer Metallic-Lackierungen zu jeweils 720 Euro, von denen uns aber keine wirklich überzeugt. Und dann ist da noch ein schlichtes Uni-Weiß, das mit lediglich 360 Euro ins Gewicht fallen würde, den Leon aber zu blass aussehen lässt. Wir finden, die Charakterfarbe des Wagens ist das feurige "Desire Rot", noch dazu in der rasanten Linie "FR". Eine gerade noch gangbare Alternative wäre das "Graphene Grau Exclusive". Alles andere wirkt zu schwach. Deswegen entscheiden wir uns nun tatsächlich für "Desire Rot" und nehmen die 1.050 Euro dafür mit auf die Konfigurator-Rechnung. Eine Wahl, die trotz ihres hohen Preis-Ansatzes wirklich überzeugt. Für die niederen Linien, "Style" und "Reference", steht diese Lackierung erst gar nicht im Konfigurator-Angebot. 

Bei den Felgen haben wir mit unserem Seat Leon "FR" den Luxus, aus vier elegant-sportlichen Optionen auswählen zu können. Die serienmäßigen "Dynamic II"-Räder wirken mit ihren 17 Zoll noch etwas zu sachlich. Daher nehmen wir die 18 Zoll großen, glanzgedrehten Leichtmetallräder "Aero-Design I" in "Cosmo Grau" näher in den Blick. Sie kosten 795 Euro und sind damit nur 35 Euro teurer als das Modell "Performance I" in derselben Größe. Diesen Preis halten wir für angemessen, weshalb wir hier auch unser Häkchen machen.

Sonderausstattung und Extras 

Hier steht uns also die genannte Angebotsvielfalt der Linie "FR" zur freien Wahl. Vor allem die Pakete nehmen sich besonders interessant aus. Sie bringen Sonderausstattung in Form spezieller Zusammenstellungen und eventuell sogar einen Preis-Vorteil.

Pakete

Zugegeben, auf den ersten Blick etwas teuer präsentiert sich das Businesspaket INFOTAIN. Für 1.330 Euro stattet es den Leon mit folgenden Erweiterungen aus:

  • Navigationssystem mit 10 Zoll großem Display, 3D-Navigation, Sprachsteuerung und MAPCARE (mit Karte für Europa)
  • Wireless Full Link Connectivity inklusive Android Auto und Apple CarPlay
  • Connectivity Box (im Ablagefach der Mittelkonsole) mit Wireless Charger
  • Diebstahl-Warnanlage inklusive Innenraumüberwachung, Back-up-Horn und Abschleppschutz

Diese Kombination würde unsere Kompaktklasse technisch sehr weit voranbringen. Darüber hinaus relativiert sich der Preis, wenn man ihn mit der Summe der Einzelpreise für alle Komponenten vergleicht: Wir bezahlen nicht die regulären 1.680 Euro, sondern nur 1.330 Euro und sparen somit unterm Strich 350 Euro. Überzeugend, weshalb wir die Option im Konfigurator ankreuzen. 

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Für ein Muss ist das Winter-Paket – vorausgesetzt, eine Vordersitzheizung lässt sich nicht einzeln ordern. Das ist auch im Fall des neuen Seat Leon leider so. Deswegen heißt es: 450 Euro mit auf die Rechnung nehmen. Im Winter-Paket befinden sich dafür noch eine Lenkrad-Heizung und beheizbare Scheibenwaschdüsen. Nicht unbedingt unsere Prioritäten, aber dieser Zusatzkomfort kann unser Seufzen über den etwas hohen Preis doch etwas abmildern.

Fahrassistenz-Paket M, L oder XL? – Hier warten Preis-Koppelungen

Lohnt sich eins der insgesamt sechs Fahrassistenz-Pakete? Oder genauer gesagt, zu einem der drei. Denn genau genommen handelt es sich hier um drei stufenweise Erweiterungen des gleichen Pakets mit den entsprechenden Bezeichnungen Fahrassistenz-Paket M, L und XL. Hier lässt es sich jeweils noch zwischen einer Option mit oder ohne Navigationssystem wählen. Das klingt zunächst vielleicht etwas komplex. Doch der Unterschied ist eben nur, ob man bereits ein Navigationssystem mit an Bord hat. Denn dann wird mit jedem der genannten Pakete jeweils die Automatische Distanzregelung ACC gegen die dafür geeignete, vorausschauende Geschwindigkeitsregelung PCC ausgetauscht und eine Verkehrszeichenerkennung gibt es gratis dazu. Oder andersherum: Wählt man eines der Pakete mit dem Beisatz "für Navigationssystem" und hat noch kein Navi, wird dieses zum regulären Aufpreis von 1.055 Euro mit aufgebucht.

In unserem Fall (mit Navigationssystem) würde das kleine Fahrassistenz-Paket M (300 Euro) folgende Features umfassen:

  • Automatische Distanzregelung bis 210 km/h mit vorausschauender Geschwindigkeitsregelung PCC
  • Fernlichtassistent
  • Verkehrszeichenerkennung 

Beim erweiterten Fahrassistenz-Paket L (795 Euro) kommen noch die seitlichen Warnsysteme Side Assist, Totwinkelassistent und Exit Assist dazu. Und beim Fahrassistenz-Paket XL (1.000 Euro) darüber hinaus der Travel Assist, der Emergency Assist und der Lane Assist Plus.

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Uns genügt bereits das Fahrassistenz-Paket M ("für Navigationssystem"). Es kostet lediglich die genannten 300 Euro und ist mit keinen weiteren Aufpreisen gekoppelt. Das Navigationssystem haben wir schon mit dem Businesspaket INFOTAIN erhalten. 

Sonderausstattung mit Einzeloptionen 

Erstaunlicherweise bietet der neue Seat Leon nicht allzu viele Möglichkeiten der Aufwertung mittels Einzeloptionen. Der überwiegende Teil der Sonderausstattung ist in den eben besprochenen Paketen gebündelt. Dennoch gibt es in diesem Bereich noch einige interessante Möglichkeiten, den Leon weiter aufzuwerten. So etwa mit dem halbautonomen Parklenkassistent mit einer zusätzlichen Einparkhilfe für den Frontbereich. Für ein SUV mittlerer Größe sicher absolut empfehlenswert, nicht unbedingt für den knapp 4.37 Meter langen Kompakt-Wagen Leon. Und nicht für den doch recht hohen Aufpreis von 580 Euro. Ähnliches im Fall der Rückfahrkamera (380 Euro). Für uns doch etwas zu viel des Guten.

Schließlich lohnt sich noch der Blick auf die restliche Sonderausstattung. Hier finden sich nur noch wenige Bestandteile, verglichen mit so manchem Modell der Konkurrenz. Dafür aber sind diese Upgrade-Möglichkeiten so hochwertig wie hochpreisig. Beispielsweise kostet das BeatsAudio-Soundsystem mit zehn Lautsprechern (inklusive Subwoofer), digitalem 12-Kanal-Verstärker und 340 Watt Gesamtleistung nicht eben günstige 650 Euro. 

Ähnlich steht es mit der Standheizung inklusive Funkfernbedienung (1.100 Euro), dem Panorama-Glasschiebedach (1.330 Euro) oder den Voll-LED-Scheinwerfer, die mit 1.050 Euro ebenfalls einen recht üppigen Aufpreis kosten, allerdings auch die dynamische Leuchtweitenregulierung und Blinker hinten mit dynamischer LED-Technologie umfassen. Gute Möglichkeiten also, um den Seat Leon noch hochgradig zu verfeinern. Wir zumindest möchten nun lieber einen Strich unter unseren Konfigurator-Check machen und uns ansehen sehen, auf welchem Preis wir gelandet sind.

Fazit: Seat Leon – 2022 zum Top-Preis?

Der Gesamt-Preis für unseren neuen Seat Leon lautet 32.575 Euro. Davon entfallen 26.750 Euro auf die Wahl unseres Wunschmotors, des 130 PS starken 1.5 TSI-Benziner mit manueller 6-Gang-Schaltung. Im Konfigurator sind uns also noch weitere 5.825 Euro an Zusatzkosten entstanden. Ist das zu viel?

Unser persönlicher Seat Leon im Konfigurator: Mit 130 PS, in der Ausstattungslinie "FR" und der Lackierung "Desire Rot". Bild: SEAT-Konfigurator
Unser persönlicher Seat Leon im Konfigurator: Mit 130 PS, in der Ausstattungslinie "FR" und der Lackierung "Desire Rot". Bild: SEAT-Konfigurator

Ja und nein. Der neue Seat Leon fordert Zugeständnisse, sofern man ihn in gehobener Form konfigurieren will. Zwar ist das Basismodell schon recht gut bestückt, allerdings bringt die zweithöchste Ausstattungsstufe "Style" nur verhältnismäßig wenige Zusätze. Darum haben wir uns für eine der beiden Top-Linien entschieden. Und weil "Xcellence" den Leon in funktionaler Hinsicht nur schwach erweitert, ist unsere Wahl auf die sportliche Ausstattungslinie "FR" gefallen. Die serienmäßigen SEAT Drive Profile verbessern im Zusammenspiel mit dem Sportfahrwerk das Fahrgefühl ungemein. Außerdem glänzt "FR" mit Top-Komfort wie der 3-Zonen-Klimaautomatik und beidseitigen Lendenwirbelstützen im Cockpit sowie mit einem schnittig-stimmigen Außenauftritt, der den der übrigen Linien optisch in den Schatten stellt. 

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Trotz aller Begeisterung für "FR" sind auch bei diesem Top-Modell noch einige Nachbesserungen nötig. Legt man nicht so viel Wert auf eine zusätzliche Untermalung der äußeren Dynamik des Leon, kann man sich in puncto Lackierung auch getrost für die Metallic-Option "Graphene Grau" oder gar die zwar etwas schlichte, doch passende Gratis-Farbe "Pure Rot" entscheiden. Wir allerdings haben die Spezial-Lackierung "Desire Rot" und damit 1.050 Euro auf die Konfigurator-Liste genommen. Bei den Felgen sollte man sich aber durchaus für eine der drei aufpreisigen Optionen entscheiden, denn die serienmäßigen 17-Zöller des Leon "FR" wirken schon etwas arg bescheiden.

Unser Leon von innen. Bild: SEAT-Konfigurator
Unser Leon von innen. Bild: SEAT-Konfigurator

Ein eigenes Kapitel ist das der Sonderausstattung – und zwar in doppelter Hinsicht: Das Business-Paket INFOTAIN ist noch sehr transparent und wegen seiner deutlichen technischen Erweiterung samt stationärem Navigationssystem für den Leon auch sehr empfehlenswert. Ein spürbarer Kombi-Spareffekt ergibt sich daraus ebenfalls noch. Spätestens aber bei den Fahrassistenz-Paketen wird es komplex. Denn die gibt es nicht nur in drei abgestuften Inhaltsvarianten, sondern dazu noch entweder "für Navigationssystem" oder ohne. Das kann schon recht verwirrend sein, wenn man nicht – wie wir – das Navi schon mit an Bord hat. Ist nun die Verkehrszeichenerkennung mit dabei oder nicht? ACC oder PCC? Dazu noch diverse Preis-Koppelungen. Derartiges verkompliziert das Konfigurieren des Leon unnötig, wie wir finden. Trotzdem ist die Zusammenstellung dieser Paket-Varianten sehr sinnvoll, weshalb wir schließlich das "kleine" Fahrassistenz-Paket M mit in den Leon genommen haben – samt Fernlichtassistenten und Verkehrszeichenerkennung. Als drittes Sonderausstattungsbündel kommt noch das Winter-Paket dazu, und zwar vor allem deswegen, weil es die Vordersitzheizung leider nicht als Einzelelement zu kaufen gibt. Will man diesen Komfort haben, muss man zwangsläufig das Gesamtpaket für 450 Euro mit auf die Rechnung nehmen, erhält dafür aber zusätzlich noch die Lenkradheizung.  

Am Ende unseres Konfigurator-Checks haben für unter 33.000 Euro einen leistungsstarken, überaus gut ausgestatteten Seat Leon erhalten, der den Vergleich zum Segment-Primus Golf 8 locker standhalten kann. Der neue Leon bringt schon in der Basis einige Features mit, für die man anderswo einen Aufpreis bezahlen muss. Dass doch 5.825 Euro Extrakosten entstanden sind, war vor allem unserem Anspruch geschuldet, einen nicht nur äußerst funktionstüchtigen, sondern auch auftrittsstarken Kompaktwagen zu konfigurieren. 

Unser Seat Leon 2022 im Detail

  • Motor: 1.5 TSI: 96 kW/130 PS, Verbr.: 5,2 l/100km, 6-Gang-Schaltgetriebe – 26.750
  • Ausstattungslinie: Seat Leon "FR" – 1.900 €
  • Lackierung: "Desire Rot" – 1.050 €
  • Felgen: Leichtmetallräder "Aero-Design I" in "Cosmo Grau", glanzgedreht, 18 Zoll – 795
  • Businesspaket INFOTAIN – 1.330 €
  • Winter-Paket – 450 €
  • Fahrassistenz-Paket M für Navigationssystem – 300 €

Gesamtpreis: 32.575 Euro (inkl. 19 % MwSt.) 

Abmessungen/Technische Daten

  • Länge x Breite x Höhe: 4.368 x 1.800 x 1.442 (bei "FR") – 1.456 mm
  • Radstand: 2.684 mm (bei "FR") – 2.686 mm
  • Lade-/Kofferraumvolumen: 380 – 1.301 Liter (inklusive Sitzbereich)
  • Anhängelast (gebremst bei 12 % Steigung): 1.100 – 1.600 kg
  • Leergewicht: 1.275 – 1.374 kg (Benzin) / 1.415 – 1.448 kg (Diesel)
  • Tankinhalt: ca. 45 l
  • Abgasnorm: Euro 6d AP

Seat Leon ST: Die neue Kombi-Ausgabe

Neben dem Standard-Modell ist seit 2020 auch wieder eine Kombi-Ausgabe des Leon erhältlich, die dem Wunsch nach mehr Geräumigkeit nachkommt: Der um genau 27,4 Zentimeter längere Seat Leon Sportstourer (kurz: ST) verfügt über ein Potential von 620 Litern Kofferraum- und 1.600 Litern Gesamtladevolumen und fasst damit 240 bzw. 299 Liter mehr als der "normale" Leon. Das schlägt sich auch im Preis nieder: Die Motoren des Seat Leon ST sind im Schnitt zwischen 1.450 bis 3.630 Euro teurer. Beim Inhalt der Ausstattungslinien gibt es ebnfalls Unterschiede zum Standard-Leon, wenn auch nur geringfügige: Das Leon Sportstourer-Basismodell "Reference" verfügt bereits über Voll-LED-Heckleuchten, das Infinite Light, eine schwarze Dachreling, eine zusätzliche 12-V-Steckdose im Gepäckraum und einen variablen Gepäckraumboden mit Staufächern. "Style" über eine Mittelarmlehne im Fond mit Durchlademöglichkeit. Die Aufpreise für die höheren Ausstattungslinien, für Farben, Felgen und Sonderausstattung hingegen sind identisch mit denen des Muttermodells. Auch am Konfigurator-Verlauf ändert sich erfreulicherweise nichts. Fast nichts. Denn in den Leon ST kann man sich ab der Linie "Style" auch eine sensorgesteuerte Heckklappe (Virtual Pedal) verbauen lassen, was für den Standard-Leon nicht angeboten wird.

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Insgesamt lässt sich sagen, dass es sich beim neuen Seat Leon ST wieder um eine höher eingepreiste Großraum-Variante handelt, mit der sich sowohl der sperrige Transport als auch der ausgedehnte Urlaub besser bewältigen lässt als mit dem Standard-Leon.

Der extrasportliche Seat Leon: Cupra-Fassung sportlichen Motoren

Foto: Cupra
Foto: Cupra

Die eigenständige Seat-Sportmarke Cupra hat kurz nach dem Marktstart des regulären Seat Leon eine hochleistungsfähige Fassung vorgestellt: den Cupra Leon. Und daneben die Kombi-Version Cupra Leon ST (Sportstourer). Ihr sportlicher Charakter gibt sich äußerlich an großdimensionierten Lufteinlässen, 19-Zoll-Rädern oder den ausladenden Seitenschweller zu erkennen. Innen arbeitet einer von wahlweise zwei 2.0 TSI-Benzinern: entweder mit 245 oder 300 PS. Die Cupra Leon Sportstourer-Variante verfügt sogar über 310 PS, Allradantrieb inklusive. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h gelingt damit in rund fünf Sekunden. Der Cupra Leon präsentierte uns 2021 aber noch ein Novum: Denn neben den genannten Rein-Benzinern gibt es seither auch ein e-Hybrid-Aggregat. Zusammen mit einem Elektromotor leistet der 1.5 TSI-Turbobenziner entweder 204 PS oder 245 PS. Die elektrische Reichweite der Cupra Leon e-Hybridmodelle liegt bei bis zu 70 Kilometern. Der Preis-Ansatz ist aber auch nobel: Ab 39.305 Euro beginnt hier der Einstieg. Mit der 300-PS-Maschine geht es sogar erst bei 42.270 Euro los (Stand August 2022).

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