Seat Ibiza, Halbseitenansicht von hinten, fahrend, rot
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Quirliger Spanier

Seat Ibiza (2021) im Konfigurator-Test: FR, Xcellence oder Style?

Der Seat Ibiza 2021, ein echter Preis-König? Unser Test mit FR, Style oder Xcellence. Doch was ist mit Cupra und Kombi?

  • günstiger Einstiegspreis
  • gute Bedienbarkeit
  • interessante Farbwahl-Möglichkeiten
  • teils relativ teure Sonderausstattung
  • schwache Erdgas-Variante

Flink, wendig und mit viel Esprit: In diesem Motto will sich der aktuelle Seat Ibiza selbst übertreffen. 2021 erhielt die mittlerweile schon zehnten Generation des kleinen Spanier ein schnittiges Facelift. Dass er auch seinen Modellgeschwistern VW Polo und Skoda Fabia locker das Wasser reichen kann, liegt vor allem auch am guten Preis-Leistungsverhältnis, für das der Ibiza immer wieder gelobt wurde. Und nicht zuletzt an den vielen Möglichkeiten, mit denen er sich konfigurieren lässt. Doch ist dieser Kleinwagen 2022 überhaupt noch so günstig zu haben? Und wenn ja, in welcher Form? Als Orientierungshilfe möchten wir uns ein Budget-Limit von circa 25.000 Euro setzen und sehen, ob wir uns dafür im Konfigurator einen Ibiza-Neuwagen zusammenstellen können, der unseren Ansprüchen an Komfort, Technik und Leistung optimal entgegenkommt. Beginnen wollen wir mit der Wahl des Antriebs, da es vor allem der Motor ist, der bereits maßgeblich über den Konfigurator-Preis mitbestimmt.

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Preis-Niveau und Leistung der Motoren

Dem Seat Ibiza stehen seit 2020 leider keine Dieselantriebe mehr zur Verfügung. Der kleine Spanier lässt sich allerdings neben den üblichen Benzinern nach wie vor auch mit einem Erdgas-Motor (CNG) bestücken. Dieser 1.0 TGI leistet 90 PS, verbraucht laut Hersteller gerade einmal 4,1 Kilogramm Treibstoff auf 100 Kilometer und erhält damit die CO2-Effizienz-Note "A". Die Benziner sind neu entwickelte Dreizylindermotoren mit einem Leistungsspektrum von 80, 95, 115 und 150 PS. Sie alle werden in die CO2-Effizienzklasse "B" gestellt, was einen recht gemäßigten Verbrauch bezeichnet. Die aktuelle Motorenpalette des Seat Ibiza im Überblick:

Benzinmotoren

  • 1.0 MPI: 59 kW/80 PS, Verbr.: 4,8 l/100 km, 5-Gang-Schaltgetriebe – ab 16.490 €
  • 1.0 TSI: 70 kW/95 PS, Verbr.: 4,8 l/100 km, 5-Gang-Schaltgetriebe – ab 20.250 €
  • 1.0 TSI: 81 kW/110 PS, Verbr.: 4,9 l/100 km, 6-Gang-Schaltgetriebe – ab 20.980 €
  • 1.0 TSI: 81 kW/110 PS, Verbr.: 4,8 l/100 km, 7-Gang-DSG* – ab 22.570 €
  • 1.5 TSI: 110 kW/150 PS, Verbr.: 5,0 l/100 km, 7-Gang-DSG* – ab 26.610 €

    *) DSG = Doppelkupplungsgetriebe

Erdgasmotoren

1.0 TGI: 66 kW/90 PS, Verbrauch: 4,1 kg/100 km*, 6-Gang-Schaltgetriebe – ab 20.980 €

*) Erdgasverbrauch (Angabe in Kilogramm)

Unser Favorit: Der 1.0 TSI mit 95 PS und 5-Gang-Schaltung

Welche Motorisierung ist die richtige? Zwar der CNG-Erdgasantrieb am sparsamsten, aber auch ziemlich teuer in der Anschaffung, und das Tankstellennetz ist noch nicht allzu breit ausgebaut. Da wir beim Tanken möglichst unabhängig sein wollen und Dieselaggregate nicht mehr angeboten werden, bleiben somit nur die Benziner. Doch welcher? 110 und vor allem 150 PS sind uns definitiv zu viel des Guten für den nicht einmal 1.200 kg schweren Kleinwagen. Wir entscheiden uns darum für den 1.0 TSI mit 95 PS und 5-Gang-Schaltung. Dessen Verbrauch liegt mit 4,8 Litern Benzin auf 100 Kilometer sogar gleichauf mit dem des 1.0 MPI und seinen schwächeren 80 PS. In dieser Form ist unser Seat Ibiza auch ziemlich gut unterwegs: Der Sprint gelingt bei 175 Nm in 11,0 Sekunden und somit über vier Sekunden schneller als mit dem Basisbenziner. Höchstgeschwindigkeit: 186 km/h. Kurzum: Der 1.0 TSI mit 95 PS ist das, was wir für den geschäftigen Fahralltag suchen. Der Konfigurator-Einstiegs-Preis für unseren Seat Ibiza lautet mit diesem Antrieb folglich 20.250 Euro.

Foto: SEAT
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"Reference", "Style", "Xcellence" und "FR": Die Ausstattungslinien

Im nächsten Konfigurator-Schritt geht es um die Frage, über welchen Umfang an serienmäßiger Ausstattung unser Seat Ibiza verfügen soll. 2022 stehen dafür vier reguläre Linien zur Verfügung: Über dem Basismodell "Reference" rangiert die Linie "Style", die verschiedene Serien-Erweiterungen und -Ergänzungen mitbringt. Die beiden regulären Top-Serienausstattungen stellen "Xcellence" und "FR". Preislich liegen sie gleichauf, präsentieren sich mit serienmäßiger Vollbestückung, aber jeweils mit leicht anderen Schwerpunkten. Und dann ist da noch das Top-Sondermodell "FR Pro Black Edition". Es schließlich übertrifft in Preis und Serienumfang sogar noch "Xcellence" und "FR". Und im Inhalt? Welche Linie kommt unserem Anspruch und Bedarf am besten entgegen? Das wollen wir uns jetzt genauer ansehen und starten in der Rangfolge "unten" beim Basismodell "Reference". 

"Reference" – das Basismodell (ab 16.490 Euro)

Die wichtigsten Serienmerkmale von "Reference"

  • Volldigitales Kombiinstrument mit 8-Zoll-TFT-Display
  • 8,25-Zoll-Media-System mit vier Lautsprecher (inklusive USB-C-Schnittstelle, Bluetooth-Schnittstelle mit integrierter Freisprechanlage und Audio-Streaming sowie SEAT CONNECT)
  • Digitaler Radioempfang DAB+
  • Umfeldbeobachtungssystem "Front Assist" mit City-Notbremsfunktion
  • Spurhalteassistent
  • Berganfahrassistent (HHC)
  • Müdigkeitserkennung
  • Geschwindigkeitsbegrenzer
  • elektrisch einstellbare Außenspiegel mit Blinkleuchten
  • LED-Technologie für Scheinwerfer und Tagfahrlicht
  • Licht- und Regensensor
  • Multifunktionslenkrad
  • Wärmeschutzverglasung
  • Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung und Komfortschließung
  • elektrische Fensterheber (vorne) mit Einklemmschutz und One-Touch-Funktion
  • Kofferraum-Beleuchtung
  • Stahlräder "Urban 20/1" in 15 Zoll, Reifen 185/65 R 15, Radvollblenden 

Im Ausstattungsbestand des Basismodells "Reference" ist seit dem Modellwechsel zwar erfreulich gewachsen. Es fehlen allerdings noch manche Dinge, die man sich in einem modernen Kleinwagen wünscht: mehr Assistenz, eine Außenspiegelheizung und vor allem eine Klimaanlage. Der Konfigurator bietet allerdings auch nicht viele Möglichkeiten, "Reference" mit Sonderausstattung und Extras aufzuwerten. Ein weiterer Wermutstropfen ist, dass sich der Ibiza in dieser Linie nur mit einem einzigen Motor kombinieren lässt, und zwar mit dem nur 80 PS starken Basisbenziner. Wie man es also dreht und wendet: "Reference" schränkt den Kunden bei der weiteren Konfiguration stark ein. Das ist in der nächsthöheren Ausstattungsstufe anders. 

"Style" – ab 18.720 Euro

Zusätzliche Ausstattung von "Style" 

  • zwei zusätzliche Lautsprecher
  • Geschwindigkeitsregelanlage
  • Klimaanlage mit Pollenfilter
  • Multifunktionslenkrad in Nappaleder
  • Rücksitzlehne 1/3 zu 2/3 geteilt umlegbar
  • Scheibenbremsen hinten (nur bei Motoren über 100 PS)
  • Leichtmetallräder "Enjoy 20/1" in 15 Zoll, Reifen 185/65 R 15

Diese Linie erweitert und ergänzt die Serienausstattung von "Reference" durch einige Features, die im Basismodell noch fehlen. Mit "Style" sind im Seat Ibiza bereits ein ansprechendes eine Klimaanlage eine Geschwindigkeitsregelanlage und Leichtmetallfelgen verbaut. Auch für uns ist diese Ausstattungslinie interessant: Nicht zu teuer, trotzdem schon relativ viel drin. Außerdem lässt sich diese Linie mit deutlich mehr Sonderausstattung bestücken. Das ist auch nötig. Denn auch bei "Style" fehlen noch grundlegende Hilfssysteme wie Einparksensoren. 

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"Xcellence" – ab 22.445 Euro

Zusätzliche Ausstattung von "Xcellence" 

  • Ultraschall-Einparkhilfe hinten
  • Außenspiegel beheiz- und elektrisch anklappbar
  • Climatronic (Klimaanlage mit elektronischer Temperaturregelung)
  • Nebelscheinwerfer
  • Schlüsselloses Schließ- und Startsystem "Kessy"
  • Ambientebeleuchtung (zweifarbig) in den vorderen Türen
  • Automatische Coming-Home- und Leaving-Home-Funktion
  • Beleuchtung im Ablagefach der Mittelkonsole und Fußraum vorne
  • Chromleisten an den Seitenfenstern (außen)
  • Dekoreinlage in der Armaturentafel und den vorderen Türen in "Ice Metal"
  • Fensterheber hinten elektrisch, mit Einklemmschutz und One-Touch-Funktion
  • Heckleuchten in LED-Technologie
  • Kühlergrill im Chrom-Diamant-Design
  • Mittelarmlehne vorne
  • Leichtmetallräder "Design 20/1" in 16 Zoll, Reifen 195/55 R 16

Wenn es um Sicherheit und Komfort geht, liegt die Ausstattungslinie "Xcellence" weit vorn. Enthalten sind eine Klimaautomatik, Nebelscheinwerfer, eine elektrische Heizfunktion für die Außenspiegel und eine Parkhilfe im Heckbereich, die mit Ultraschall arbeitet. Mit dem automatischen Schließ- und Startsystem "Kessy" muss der Fahrzeugschlüssel nicht mehr jedes Mal umständlich hervorgekramt werden, denn der Ibiza erkennt ihn automatisch, sobald man sich damit dem Wagen nähert. Abgerundet wird diese Linie durch einen gehobeneren Look, der Chrom-Elemente in das Design des Seat Ibiza integriert. Ebenfalls erfreulich: Für "Xcellence" vergünstigen sich manche Sonderausstattungen wie etwa die Voll-LED-Scheinwerfer (650 statt 950 Euro), und das Sitz-Paket Dinamica (u.a. mit Sportsitzen und Microfaser-Bezügen) ist erst ab dieser Linie erhältlich.

"FR" – ab 22.330 Euro 

Zusätzliche Ausstattung von "FR" 

  • Sportsitze (vorne) im "FR"-Design
  • Sportfahrwerk "FR"
  • SEAT Drive Profile (Fahrprofile können individuell gewählt werden (Normal/Sport/Eco/Individual) Gewähltes Fahrprofil beeinflusst Lenkunterstützung, Gasannahme und Schaltkennlinie (bei DSG))
  • Stoßfänger im "FR"-Design
  • Climatronic (Klimaanlage mit elektronischer Temperaturregelung)
  • Nebelscheinwerfer
  • Außenspiegel beheiz- und elektrisch anklappbar
  • Abgasendrohr zweiflutig (nur für 150-PS-Motor 1.5 TSI)
  • Ambientebeleuchtung (zweifarbig) in den vorderen Türen
  • Automatische Coming-Home- und Leaving-Home-Funktion
  • Beleuchtung im Ablagefach der Mittelkonsole und Fußraum vorne
  • Climatronic
  • Dekoreinlage in der Armaturentafel und den vorderen Türen in „Cold Metal“
  • Fensterheber hinten elektrisch, mit Einklemmschutz und One-Touch
  • "FR"-Emblem im Multifunktionslenkrad
  • Heckleuchten in LED-Technologie
  • Multifunktionslenkrad in Nappaleder im "FR"-Design
  • Leichtmetallräder "Dynamic 20/2" in 17 Zoll, Reifen 215/45 R 17

Die Ausstattungslinien "Xcellence" und "FR" sind sich ebenbürtig – es kommt nur darauf an, welche Art von Fahrer man ist: Erstere konzentriert sich auf Komfort und praktische Erleichterungen für den Fahralltag. "FR" dagegen richtet sich an diejenigen, die den sportlichen Lifestyle lieben. Das Fahrwerk dieser Seat Ibiza-Linie liegt außerdem um 15 Millimeter tiefer, und in den Drive-Profilen lassen sich individuelle Fahrwerksabstimmungen speichern. Doch fehlen hier das "Kessy"-Schließsystem und die Ultraschall-Sensoren am Heck, die für "FR" noch eigens dazugerüstet werden müssen. Der Großteil der Ausstattungserweiterungen ist bei "FR" und "Xcellence" aber identisch, beispielsweise Ambientebeleuchtung, Klimaautomatik oder Nebelscheinwerfer. Beide Modelle, so unterschiedlich sie auch scheinen mögen, glänzen also mit umfangreichen Serienausstattungen. Nur eben mit verschiedenen Akzenten. 

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Sondermodell Seat Ibiza "FR Pro Black Edition" – ab 25.540 Euro

Das Ibiza-Sondermodell "FR Pro Black Edition" setzt auf besondere Exklusivität. Wie "Xcellence" und "FR" baut seine Serienausstattung auf der von "Style" auf und bringt zusätzlich folgende Highlights: 18 Zoll große Leichtmetallräder, das Media-System "Plus" mit Navigationssystem und 9,2 Zoll großem Display, Virtual Cockpit mit 10,25 Zoll großem TFT-Display, Full Link und Sprachsteuerung. Darüber hinaus schwarze Seitenschweller, Voll-LED-Scheinwerfer und schließlich noch einen Dachspoiler in Schwarz.  

Das alles und noch weitere Details geben dem Ibiza "FR Pro Black Edition" nicht nur einen unverwechselbaren Auftritt, sondern viele technische Fähigkeiten. Doch sind es die dafür fälligen 3.210 Euro Aufpreis auch wert? Für den Grundpreis von 25.540 Euro ist erst der 95-PS-Benziner verbaut. Und weil sich viele ihren Ibiza "Black Style" wohl mit mehr Pferdestärken wünschen dürften, sind dann noch einmal (mindestens) 700 Euro zu investieren. Von der weiteren Konfiguration mit Lackierung und Sonderausstattung ganz zu schweigen. Dieses Sondermodell ist also nicht nur spitze in der Bestückung, sondern auch im Preis.  

"Style" oder "Xcellence"?

Eines steht für uns fest: Dem Basismodell "Reference" fehlt noch ziemlich viel von dem, was wir uns von einem modernen Kleinwagen wünschen: Klimaanlage, Nebelscheinwerfer und dergleichen. Wir möchten unseren Ibiza mit Mindeststandards für Komfort, Infotainment und Assistenz bestücken und uns nicht im Vorfeld schon Gedanken machen müssen, wo noch überall Lücken klaffen, die mit aufpreispflichtiger Sonderausstattung gefüllt werden wollen. Darum landen wir fast automatisch bei der nächsthöheren Ausstattungsvariante "Style".

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Auch bei dieser Linie fallen sofort gewisse Schwächen auf. Zwar gehören hier eine Klimaanlage und eine Geschwindigkeitsregelanlage zur Serie, doch Ultraschalleinparkhilfen oder Nebelscheinwerfer fehlen immer noch. Immerhin lassen sich solche Features nachrüsten, was aber nicht nur umständlich ist, sondern auch in ziemlich hohen Aufpreissummen münden kann. Folglich liegt es nahe, noch einmal eine Stufe höher zu gehen. Von den beiden Top-Modellen glänzt vor allem die Linie "Xcellence" mit praktischem Mehrwert, wogegen "FR" den Schwerpunkt auf den sportlichen Auftritt legt. Das heißt gleichzeitig, dass "FR" auf die Ultraschall-Einparkhilfe am Heck und das komfortable Schließ- und Startsystem "Kessy" verzichtet und stattdessen mit Sportfahrwerk, Sportsitzen, 17-Zoll-Felgen und SEAT Drive Profilen punkten will. Dieser Umstand markiert auch den wesentlichen Unterschied zwischen beiden Top-Linien.

Gemeinsam dagegen erweitern sie den Grundstock von "Style" um eine Klimaautomatik, Nebelscheinwerfer, beheiz- und elektrisch anklappbare Außenspiegel und eine Ambientebeleuchtung. Das überzeugt uns weitaus besser als "Style". Und da wir praktischen Mehrwert bevorzugen, kommt uns "Xcellence" mehr entgegen als "FR". Doch können hier die Serienerweiterungen den Aufpreis aufwiegen? Ja. Denn "Xcellence" kostet 2.195 Euro mehr, was unterm Strich fast der gleiche Aufpreis ist, den man für einen mit entsprechenden Extras aufgewerteten Ibiza "Style" bezahlt. Zudem steht uns mit "Xcellence" das volle Sonderausstattungsangebot offen. Das Sitz-Paket "Dinamica" etwa oder das Fahrassistenz-Paket XL sind erst ab dieser Stufe wählbar. Somit stehen wir im Konfigurator mit der Ausstattungslinie "Xcellence" in Kombination mit unserem Wahl-Motor auf einem Preis von 22.445 Euro

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Lackierungen und Felgen

Der Wunsch nach einer extravaganteren Farbe kann ins Geld gehen. Das gilt auch für den kleinen Spanier. Ohne Aufpreis gibt es nur "Pure Rot Uni", dem allerdings der Glanz fehlt. Sieben weitere Lackierungen stehen dem Seat Ibiza alternativ zur Verfügung: "Weiß Uni" kostet moderate 250 Euro extra. Darüber stehen fünf Metallic-Lackierungen, allesamt mit 600 Euro eingepreist, die ein kleines, aber breit gefächertes Farbenspektrum abdecken, sei es das vital leuchtende "Saphire Blau" oder das sachliche "Magnetic Grau". Wir entscheiden uns für etwas Klassisches, das auch den Wiederverkaufswert erhöht, nämlich für die günstige "Weiß Uni"-Lackierung

Weiter zu den Felgen. Ein Manko der Linie "Xcellence" ist, dass sie im Gegensatz zu "FR" lediglich in der Radgröße 16 Zoll kommt. Für unseren Bedarf und Geschmack eine Nummer zu klein. Ein alternatives Angebot ist kaum vorhanden: ein Satz 17-Zoll-Felgen vom Typ "Dynamic 20/1" mit glanzgedrehter Oberfläche. Immerhin ist der Preis dafür im Vergleich zu 2021 um 20 Euro gesunken. Und weil uns im wahrsten Sinne des Wortes keine andere Wahl mehr bleibt und das Design außerdem sehr ansprechend ist, kreuzen wir diesen Felgensatz nun im Ibiza-Konfigurator an. Aufpreis: 700 Euro. Sehr nobel angesetzt, aber dafür stehen diese Räder unserem Ibiza auch wie angegossen. Der Zwischenpreis bis hierhin: 23.395 Euro.

Unserem Seat Ibiza stehen für die Aufwertung des Innenraums ebenfalls fast keine Wahlmöglichkeiten zur Verfügung. Einzig das Sitz-Paket Dinamica ließe sich für 550 Euro zuwählen. Es umfasst neben Sitzmittelbahnen in Mirkofaser "Dinamica" auch Sportsitze fürs Cockpit, Ablagetaschen an der Rückseite der Vordersitze, eine Höheneinstellung für den Beifahrersitz und Türverkleidungen in Lederoptik. Hätten wir uns vorher für "FR" entschieden, bekämen wir das Paket jetzt immerhin um 50 Euro günstiger. Das aber auch nur, weil diese Linie sowieso schon serienmäßige Sportsitze an Bord hat. Weitere Alternativen zu den Standard-Stoffbezügen bieten sich hier ebenfalls nicht. Nach kurzem Überleben entschließen wir uns, bei unseren Stoff-Bezügen vom Typ "NAO". 

Sonderausstattung und Extras

Auch die technischen Fähigkeiten des Seat Ibiza lassen sich noch weiter ausbauen. In diesem letzten Konfigurator-Punkt geht fast nichts ohne entsprechenden Aufpreis. Vor allem die Pakete bieten mit ihren Ausstattungskombinationen in der Regel gewisse Preisvorteile. Das wollen wir uns natürlich genauer anschauen. Zwei dieser Pakete fallen uns besonders ins Auge. Zunächst das INFOTAIN-Paket:

Infotain-Paket (800 Euro)

  • 9,2-Zoll-Media-System mit Navigationssystem und Full Link
  • SEAT CONNECT – vorbereitet für die Aktivierung des Dienstepakets SEAT CONNECT Online-Infotainment
  • Wireless Charger 
Preis-Vorteil gegenüber der Einzelpreis-Summe: 490 Euro

Zum Vorteilspreis lässt sich mit diesem Paket der bestmögliche Infotainmentbestand in unseren Ibiza bringen. Der Wireless Charger sorgt dazu noch für eine kabellose Smartphone-Aufladung, indem man das Handy einfach in das in die Mittelkonsole verbaute Ablagefach legt. Beim Ankreuzen des Pakets wird uns die zusätzliche Funktion "MapCare" gratis mitgeliefert, womit uns immer die aktuellen Daten auf unser Navigationssystem gespielt werden. Eine wirklich sinnvolle Zusammenstellung also, die wir für 800 Euro gerne in unseren "Warenkorb" legen.

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Fahrassistenz-Paket M für Navigationssystem 

Besonders interessant sind die zwei Fahrassistenz-Pakete, die uns der Seat Ibiza-Konfigurator anbietet. Hier wird noch einmal der Vorteil unserer Wahl-Linie "Xcellence" deutlich, denn für "Style" stünde uns nur das kleinere davon zur Verfügung: das sogenannte Fahrassistenz-Paket M, das die Automatische Distanzregelung ACC und einen Fernlichtassistenten mitbringt. Hat man wie wir das Navigationssystem schon mit an Bord, wird dazu noch eine Verkehrszeichenerkennung mitgeliefert. Diese Regel gilt auch für das umfangreichere Fahrassistenz-Paket XL. Es erweitert den Bestand von M um das System Travel Assist, bestehend aus einem Spurhalte- und einem Stauassistenten. Letzterer ist imstande, bei einer Verkehrsgeschwindigkeit unterhalb von 60 km/h automatisch den zuvor eingestellten Abstand zum Vorderfahrzeug zu halten. Ein echter Streßlöser auf der Langstrecke. Doch weil wir nicht sehr über größere Distanzen unterwegs sein werden, würde uns bereits das kleinere und um 150 Euro günstigere Fahrassistenz-Paket M "für Navigationssystem" für 300 Euro genügen. Die dafür erforderlichen 300 Euro kommen also mit auf die Konfigurator-Rechnung. Doch bevor wir hier zuschlagen, wollen wir kurz sehen, ob sich uns nicht doch noch etwas anders anbieten würde.

Zum Beispiel eine Heizung für die Vordersitze. Einzeln lässt sich diese nicht bestellen, sie ist ausschließlich im Verbund des sogenannten Winter-Pakets zu haben. Der Rest der Zusammenstellung ist eher enttäuschend: Beifahrersitz mit Höheneinstellung und beheizbare Scheibenwaschdüsen. Das war alles. Die 450 Euro, mit denen das Paket eingepreist ist, wirken vor diesem Hintergrund recht überzogen – vergleichbare Pakete oder die Sitzheizung als Einzeloption sind bei der Kleinwagen-Konkurrenz wie VW Polo oder Hyundai i20 deutlich günstiger zu haben. Zumindest aber bekämen wir das Paket um 50 Euro günstiger. Für die Linien "Reference" und "Style" kostet es nämlich 500 Euro. Der Grund: In diesen beiden Fällen liefert es zusätzlich eine Anklapp-Funktion für die Außenspiegel mit, die wir in unserem "Xcellence" schon serienmäßig mit an Bord haben. 

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Einzeloptionen

Der Ibiza ließe sich noch umfangreich erweitern und veredeln: Panorama-Glasschiebedach (920 Euro), Virtual Cockpit (300 Euro) oder Diebstahlwarnanlage (290 Euro) sind Dinge, die man sich vor einiger Zeit erst ab der Kompaktklasse hätte vorstellen können. Dass die fortschreitende Technisierung nun auch bei den Kleinwagen angekommen ist, davon zeugt auch das Virtual Cockpit mit 10,25-Zoll-TFT-Display, dessen Preis von 300 Euro zwar nicht gerade hoch angesetzt ist. Aber letztendlich entscheiden wir uns wegen des höheren Funktionsgewinns doch noch für das oben besprochene Fahrassistenz-Paket M "für Navigationssystem", nehmen die dafür veranschlagten 300 Euro noch mit auf die Rechnung und beenden damit unsere Konfiguration. Wo sind wir angekommen?

Fazit: Überzeugt unser Seat Ibiza zu diesem Preis? 

Wie schon erwähnt, landen wir nach der Mitnahme des Fahrassistenz-Paket M deutlich unter unserer selbstgesetzten Preis-Grenze, also bei 24.495 Euro. Ob wir damit auch einen passablen Ibiza erhalten? Nicht nur das. Wir haben einige Extras mit an Bord, die man von einem Standard-Kleinwagen nicht unbedingt erwarten würde. Dabei kam uns unsere Zurückhaltung bei anderen Details sehr zugute. Beim Antrieb haben wir uns für den Mittelweg entschieden: 95 PS leistet unser 1.0 TSI mit manueller 5-Gang-Schaltung. Damit sind wir bei einem Konfigurator-Preis von 20.250 Euro gestartet. 

Als nächstes stand die Wahl der Ausstattungslinie an. Kein Zweifel: Die beiden Top-Modelle "Xcellence" und "FR" bieten neben serienmäßiger Vollbestückung auch die beste Auswahl an Sonderausstattung und dazu einige individuelle Design-Details. Von beiden Linien hat uns "Xcellence" vor allem wegen der hier zusätzlich verbauten Nebelscheinwerfer, der Ultraschall-Einparkhilfe am Heck und des schlüssellosen Schließ- und Startsystem "Kessy" überzeugt. Der Konfigurator-Preis steigt damit allerdings schon auf 22.445 Euro. Damit blieb uns also nicht mehr allzu viel Spielraum für die weitere Aufwertung unseres Seat Ibiza.

Unser persönlicher Seat ibiza im Konfigurator: Mit 95 PS, in der Ausstattungslinie "Xcellence" und der Lackierung "Weiß Uni". - Bild: Seat-Konfigurator
Unser persönlicher Seat ibiza im Konfigurator: Mit 95 PS, in der Ausstattungslinie "Xcellence" und der Lackierung "Weiß Uni". - Bild: Seat-Konfigurator

Dass es bei den Lackierungen nicht immer gleich eine der kostspieligen Optionen sein muss, zeigt das von uns gewählte "Weiß Uni". Es belastet unsere Konfiguration mit nur 250 Euro, steht dem kleinen Spanier aber gut zu Gesicht. Anders bei den Felgen: 700 Euro müssen hier investiert werden, wenn man mit den serienmäßigen "Design 20/1"-Rädern des Ibiza "Xcellence" nicht zufrieden ist. Denn es gibt tatsächlich nur eine einzige Alternative. Wegen des schlichten Designs und der recht bescheidenen Größe der Sierienfelgen haben wir uns am Ende aber dafür entschieden, die Leichtmetallräder "Dynamic 20/1" in 17 Zoll und mit glanzgedrehter Oberfläche mit auf die Rechnung zu nehmen. Sie stehen dem Ibiza ausnehmend gut. Ein leicht bitterer Beigeschmack wegen der fehlenden Wahlfreiheit bleibt allerdings schon.

Unser Ibiza von innen. - Bild: Seat-Konfigurator
Unser Ibiza von innen. - Bild: Seat-Konfigurator

Anschließend ging es an die funktionale Aufwertung. Nicht alleine des Sparens wegen boten sich zwei Pakete im Ibiza-Konfigurator an: Zum einen das INFOTAIN-Paket, das uns neben einem stationären 9,2-Zoll-Navigationssystem samt laufend aktualisiertem Kartenmaterial (MapCare) und Full Link noch die Vorbereitung auf die SEAT CONNECT-Dienste und kabelloses Smartphone-Laden (Wiresless Charger) mit in den Wagen bringt. Wir finden, die 800 Euro dafür sind durchaus gut angelegt. Außerdem konnten wir mit diesem Paket 490 Euro gegenüber der Einzelpreissumme sparen

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Am Ende haben wir noch das Fahrassistenz-Paket M "für Navigationssystem" mitgenommen. Unser Budget ließ es noch gut zu, und diese Kombination aus Automatischer Distanzregelung ACC, Fernlichtassistenten und Verkehrszeichenerkennung hat uns auch vollends überzeugt.

Am Ende lässt sich also sagen, dass ein Seat Ibiza sich für rund 24.500 Euro weit mehr als nur den Grundbedürfnissen entsprechend konfigurieren lässt. Wir dürfen aber auch nicht vergessen, dass wir 8.005 Euro über dem absoluten Einstiegspreis von 16.490 Euro angelangt sind. Doch wie wir ebenfalls gesehen haben, hat das Basismodell "Reference" nicht überragend viel zu bieten, weswegen man sich hier nicht blenden lassen sollte. Den Ibiza mit einem Aufpreis von 2.230 Euro mindestens in der Linie "Style" zu konfigurieren, ist fast schon ein absolutes Muss. Zusammen mit einer kräfigeren Motorisierung, etwas mehr Komfort, Assistenz und Chic sollte man insofern mit einem Seat Ibiza-Preis zwischen 22.000 und 25.000 Euro rechnen.

Unser Seat Ibiza 2022 im Detail

  • Motor: 1.0 TSI: 70 kW/95 PS, Verbr.: 4,7 l/100 km, 5-Gang-Schaltgetriebe – 20.250 €
  • Ausstattungslinie: Seat Ibiza "Xcellence" – 2.195 €
  • Lackierung: "Weiß Uni" – 250 €
  • Felgen: Leichtmetallräder "Dynamic 20/1", Oberfläche glanzgedreht, 17 Zoll – 700 €
  • INFOTAIN-Paket inkl. MapCare – 800 €
  • Fahrassistenz-Paket M für Navigationssystem – 300 €
Gesamtpreis: 24.495 Euro (inkl. 19 % MwSt.) 

Abmessungen/Technische Daten

  • Länge x Breite x Höhe: 4.059 x 1.780 x 1.444 mm
  • Radstand: 2.564 mm
  • Lade-/Kofferraumvolumen: 335 – 1.165 Liter (inklusive Sitzbereich)
  • Leergewicht: 1.100 – 1.250 kg
  • Anhängelast (gebremst, bei 12 % Steigung): 800 bis 1.200 kg
  • Tankinhalt: 40 l

Seat Ibiza Cupra und Kombi

Die Sportfassung Cupra Ibiza ist bislang leider nicht über das Planungsstadium hinausgekommen. 2018 sah es noch so aus, als ob der Ibiza wie schon seine Markengeschwister Seat Leon und das SUV Ateca in hochmotorisierter und besonders veredelter Form herausgebracht werden würde. Die Umsetzung wurde dann aber aufgegeben. Ein Seat Ibiza-Kombi wurde schon vor dem Facelift 2021 nicht mehr angeboten und wird auch künfig keine Neuauflage mehr erleben. Daran lassen die Spanier keinen Zweifel.