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Brennstoffzellenfahrzeug Toyota Mirai Mit dem Mirai kann Toyota bereits ein Brennstoffzellenfahrzeug in der Serienproduktion vorweisen. Foto © Toyota
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Die Motoren von morgen?

Diesel-Alternative: Die Antriebe der Zukunft

Den Diesel-Motoren droht die Verbannung aus Städten. Sollte man nun ein Elektroauto kaufen? Diese alternativen Antriebe rücken nun in den Fokus.

Das Misstrauen gegenüber dem Dieselmotor befindet sich nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes in Leipzig auf dem Höchststand. Bereits Ende 2017 konnten sich laut einer Studie der Deutschen Energie-Agentur nur noch etwa 17 Prozent aller Neuwagenkäufer den Kauf eines Fahrzeuges mit Selbstzünder vorstellen - und diese Zahl wird mittlerweile wohl noch gesunken sein. Angesichts der jüngsten Vorkommnisse um den Selbstzünder drängt sich die Frage auf: Wie sehen eigentlich die alternativen Antriebskonzepte aus, die den Diesel ersetzen könnten?

Warum nicht einfach ein umweltbewussteres Fahrzeug wie zum Beispiel ein Elektroauto kaufen? Die vermeintlich mangelhafte Infrastruktur sowie ein vergleichsweise höherer Kaufpreis waren oder sind aktuell Gründe, die viele Interessenten abschrecken. Hier erläutern wir, welche alternativen Antriebe demnächst in den Fokus rücken könnten.

Brennstoffzellenauto: Verliert Deutschland hier den Anschluss?

Ein Brennstoffzellen-Antrieb im Auto? Das klingt zunächst nach einer Technologie aus ferner Zukunft. In der Realität haben jedoch bereits einige Hersteller ein Wasserstoffauto im Angebot. Nicht umsonst wird diese Art der Fortbewegung von vielen Experten als der maßgeblicher Treiber der Zukunfts-Mobililität angesehen. Hauptsächlich aufgrund der noch ausbaufähigen Infrastruktur gibt es Brennstoffzellen-Fahrzeuge bis dato in sehr geringer Stückzahl. Immerhin im weltweiten Vergleich belegt Deutschland mit 56 Wasserstoff-Tankstellen hinter Japan Platz zwei - insgesamt hat sich ihre Zahl im vergangenen Jahr verdoppelt. Weitere 100 Tankmöglichkeiten sollen 2019 folgen.

Speziell asiatische Hersteller haben bei der Konzipierung von Brennstoffzellenautos die Nase vorn: Der Toyota Mirai ist seit Ende 2015 in Deutschland erhältllich, Hyundai bringt bald das Brennstoffzellen-SUV Nexo an den Start, nachdem die Koreaner bereits mit dem ix35 FCEV seit 2013 Erfahrungen gesammelt haben. Honda hat den Clarity Fuel Cell im Angebot und auch General Motors betätigt sich zunehmend in diesem Geschäftsfeld.

Das Wasserstoffauto hat folgende Vorteile: Fahrzeuge mit dieser Technologie haben weniger Probleme mit der Reichweite, außerdem sind die Ladevorgänge gegenüber reinen E-Autos in der Regel kürzer. Auch wenn diese Technik nach wie vor sehr teuer ist, ist Besserung in Sicht. So gab Toyota kürzlich zu Protokoll, dass wasserstoff-betankte Autos schon bis 2020 um einiges günstiger werden sollen. Bei deutschen Herstellern spielt diese Antriebsform eine eher untergeordnete Rolle. Darum ist durchaus zu befürchten, dass Deutschland bei dieser potenziellen Schlüsseltechnologie den Anschluss verpasst.

Ein Lichtblick kommt aus dem Hause Daimler: Bei der IAA 2017 zeigte der Konzern den Geländewagen Mercedes GLC F-Cell mit Brennstoffzelle. Kaufen kann man den SUV-Hybriden, der eigentlich schon 2017 kommen sollte, nun im Verlauf dieses Jahres. Die im Zukunfts-Daimler verbaute Brennstoffzelle wird allerdings nicht aus der Heimat kommen, sondern aus Kanada.

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Elektroauto kaufen: Wann gelingt der Durchbruch auf dem Massenmarkt?

Bei der Schadstoffbilanz kommen Elektroautos in der Regel gut weg - zumindest solange nicht die ökologischen Kosten der Produktionskette berücksichtigt werden. Unumstritten ist dagegen, dass die Stromer im Fahrbetrieb die Umwelt weniger belasten, als ihre Pendants mit Verbrennungsmotor. In Sachen Modellvielfalt gibt es immer weniger Hersteller, die sich dem Trend zur Elektrifizierung entziehen (können). Die Bestseller in Europa sind die Modelle Renault Zoe, BMW i3 und Nissan Leaf, auch im Luxussegment gibt es immer mehr Elektroautos. In den Verkaufszahlen 2017 konnte das Tesla Model S in Europa sogar die Oberklasse-Limousinen BMW 7er und Mercedes S-Klasse überflügeln.

Wenn es um den Antrieb der Zukunft geht, spielt Elektromobilität im Rahmen des mobilen Energiewandels die wohl größte Rolle. Nach wie vor sind die Anschaffungskosten gegenüber vergleichbaren Modellen mit Benziner oder Diesel allerdings höher. Die Elektroauto-Förderung in Höhe von 4.000 Euro gleicht diesen Umstand zumindest teilweise aus. Trotz derzeit umtriebiger Tätigkeiten im Automobilsektor haftet Elektroautos der Makel einer mangelhaften Reichweite an. Auch die langen Wartezeiten beim Aufladen schrecken viele potentielle Käufer ab.

Ein weiterer Streitpunkt ist die Notwendigkeit von Lithium-Ionen-Akkus, welche aufgrund knapp werdender Ressourcen ein Problem darstellt - eine zunehmende Verbreitung der von Elektroautos würde dieses Problem noch verschlimmern. Hierbei geht es um die Rohstoffe Kobalt und Lithium. Trotz allem werden uns die Stromer wohl demnächst deutlich häufiger auf deutschen Straßen begegnen.

Elektroauto-Studie Mercedes Concept EQ Frontansicht
Die Elektroauto-Studie Mercedes Concept EQ soll im Verlauf des Jahres 2018 ihren Serienstart erleben. Foto © Mercedes

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Hybridauto: Asiatische Vielfalt und deutsche Luxushybriden

Speziell für die Wenigfahrer unter den Eignern von Dieselfahrzeugen könnte der Umstieg auf ein Hybridauto eine gute Alternative darstellen. Autofahrer, die eher wenig Kilometer abspulen, dürften kostentechnisch des Öfteren günstiger wegkommen als bei Modellen mit Selbstzünder. So ist das Sparpotenzial von Hybridautos besonders im Stadtverkehr nicht zu verachten. Die Bedienung von Autos mit dieser Technologie an Bord ist relativ einfach, zudem ist das Preisniveau von Hybridfahrzeugen mittlerweile etwas gesunken, ganz zu schweigen von den niedrigeren Fixkosten im Hinblick auf Treibstoff und Steuer. Ein weiterer Punkt hinsichtlich Kosten bei Hybridautos: Sie gelten im Vergleich zu Benzinern als weniger verschleissanfällig.

Der Toyota Prius hatte in Sachen Hybridantrieb über viele Jahre eine Vorreiterrolle inne, mittlerweile ist die Angebotspalette an Autos mit einem Doppelherz aus Verbrenner und Elektromotor auch in Deutschland längst angewachsen. Weil deutsche Hersteller sich allerdings überwiegend auf die Konzipierung von Plug-in-Hybriden gestürzt hatten, sind es nach wie vor asiatische Fabrikate, die auf dieses Konzept der alternativen Antriebe für Automobile setzen. Zu den in Deutschland erhältlichen Modellen gehören neben dem Prius noch Kia Niro oder Hyundai Ioniq, in der Luxusklasse ist BMW mit den Hybrid-Varianten von X6 und 7er vertreten (Namenszusatz: ActiveHybrid). Mercedes bietet eine elektrifizierte Variante des Flaggschiffes S-Klasse (S 400 Hybrid) an. Das Angebot der Mildhybride wird nicht nur aufgrund der Dieselaffäre weiter wachsen. Dies liegt auch an neuartigen 48-Volt-Lithium-Ionen-Batteriesystemen, welche die Leistungsfähigkeit der Gattung Hybridauto steigen lassen.

Plug-in-Hybride: Nur etwas für die CO2-Bilanz der Autohersteller?

Wenn es um die Bezeichnung Brückentechnologie geht, so ist meist von ihnen die Rede: Steckdosen-Hybride wie der Passat GTE gelten als Prototypen des Übergangs von konventionellen Verbrenner-Fahrzeugen hin zu Autos mit Elektromotor. Auch bei den Plug-in-Hybriden steigt das Angebots-Portfolio derzeit rasant. Dabei ist der vermeintliche Vorteil dieser Mischlinge nicht unumstritten:

Die Anschaffungskosten von Plug-in-Hybriden sind verglichen mit Benzinern oder Dieselangeboten trotz Umweltprämie (3.000 Euro) immer noch teurer. Wer den höheren Preis über Betriebskosten wie Treibstoff, Verschleiss oder Steuer reinfahren möchte, muss regelmäßig stromern - und das möglichst umsonst. Wer das kann, dürfte wiederum mit einem reinen Elektroauto in der Regel besser aufgestellt sein, vorausgesetzt, man fährt kurze Strecken. Wer beim Plug-in-Hybrid überwiegend auf Benzin setzt, schleppt häufig die schwere E-Maschine sowie den Akku durch die Gegend. Kritische Zungen behaupten sogar, Plug-in-Hybrid-Modelle nutzen der CO2-Bilanz der Hersteller mehr, als dem ökologischen Fußabdruck des Verbrauchers.

Die Vorteile von Plug-in-Hybriden: Der Doppelantrieb aus Elektro- und Verbrennermotor bietet ziemlich dynamische Fahrleistungen. Dafür ist die elektrische Reichweite überschaubar und beträgt oft nicht mehr als 50 Kilometer. Auch die häufig unrealistischen Normverbrauchsangaben dieser Fahrzeug-Kategorie sind mit Vorsicht zu genießen. Günstigster Plug-in-Hybrid auf dem deutschen Markt ist aktuell der Hyundai Ioniq (ab 28.405 Euro).

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Erdgasautos: VW setzt auf komprimiertes Erdgas

Autos mit Erdgas-Antrieb stoßen im Vergleich zu Benzin- und Dieselfahrzeugen etwa 90 Prozent weniger Stickoxide aus, dazu kommen noch etwa 18 Prozent weniger CO2. Warum spielen Erdgasautos auf dem deutschen Automarkt dann eine untergeordnete Rolle? Die Antwort ist wohl auf das ausbaufähige Tankstellen-Netz auf der einen (ca. 1000), sowie der höhere Kaufpreis auf der anderen Seite. Auf längeren Reisen gibt es zwar den ein oder anderen Tankstopp mehr, allerdings ist Erdgas an den Tankstellen günstiger zu haben. Die Reichweite von Erdgas-Modellen beträgt durchschnittlich etwa 500 Kilometer. Besonders im Hause Volkswagen setzt man auf dieses Pferd: Mit Gasnetzanbietern und Betreibern von Tankstel­len wurde das Ziel formuliert, bis 2025 die Zahl der Erdgas­-Autos in Deutschland auf eine Million zu heben, während das Tank­stellennetz 2000 Standorte anwachsen soll. 

Sinn macht die Nutzung von CNG (Compressed Natural Gas, komprimiertes Erdgas) vor allem für Vielfahrer, die dazu eine gute Anbindung an Zapfstationen besitzen. Nicht umsonst sind es zum Beispiel häufig Taxifahrer, die auf ein CNG-Auto setzen. Besonders beim VW-Konzern, aber auch bei Opel oder Fiat werden Erdgasauto-Interessenten fündig. 

Seat Ibiza 1.0 TGI Erdgas-Antrieb Frontansicht
Den Kleinwagen Seat Ibiza gibt es auch mit Erdgas-Antrieb als 1.0 TGI zu kaufen. Foto © Seat

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Autogas: Darum könnte sich eine Umrüstung auf LPG lohnen

Hauptsächlich kleine und kompakte Fahrzeuge werden zunehmend auch mit Autogas-Antrieb angeboten. LPG (Liquefied Petroleum Gas, Flüssiggas) ist günstiger als Benzin oder Diesel, der Schadstoffausstoß von CO2 und auch NOx (Stickoxide) ist bei diesen Fahrzeugen ebenfalls ziemlich gering. Die Umweltbilanz der Autogas-Modelle ist aufgrund der Produktionskette allerdings dennoch umstritten. Dazu gibt es auch im Jahr 2018 eine eher überschaubare Anzahl von Neuwagen mit der Autoglas-Technologie auf dem deutschen Automarkt: Lediglich Dacia, Ford, Hyundai und Opel bieten Modelle mit dieser Antriebsvariante an. 

Der Vorteil von LPG Autogas im Vergleich zum Erdgas-Auto: Das Tankstellen-Netz ist deutlich besser (aktuell knapp 7.000). In einer Studie von 2017 prognostizierte Mineralöl-Riese Shell in den nächsten 20 Jahren einen Anstieg dieses Typs auf bis zu 1,5 Millionen Fahrzeuge alleine in Deutschland. Aktuell bewegen sich mehr als 450.000 Flüssiggas-Modelle auf deutschen Straßen.

Populär ist auch eine LPG-Umrüstung, die je nach Modell etwa 1.800 bis 3.500 Euro kostet. Diese ist allerdings bei Diesel-Motoren und bei neueren Benziner-Aggregaten unmöglich bzw. zunehmend kompliziert. Außerdem müssen Fahrer von Autogas-Versionen Leistungs- sowie Platzeinbußen hinnehmen, weil der zusätzliche Tank meist die Reserveradmulde einnimmt. Lohnenswert ist ein Autogas-Umbau vor allem für Vielfahrer: Wenn das eigene, ältere Benzinerauto immer mehr Kosten verschlingt, könnte Wechsel zum Autogas-LPG-Gefährt ein probates Mittel sein. 

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