Audi A3 Sportback, Halbseitenansicht von vorne, fahrend, rot
Foto: Audi

Die Neuauflage unter der Preis-Lupe

Der Audi A3 2020 Sportback: Top-Technik zum Top-Preis? 

Das neue Audi A3 2020-Modell will mit Hightech begeistern. Was das kosten kann? Wir machen den Preis-Check am Sportback.

  • hochwertiges Design
  • genügsame Motoren
  • starke Sonderausstattungen
  • teure Hybrid-Antriebe
  • viel Zurüstbedarf

Wenn der Golf nicht genial genug ist, bietet sich der A3 an. Er vereint alle Vorteile des Wolfsburger Klassikers mit High-End-Ausstattung und einem Hauch von Luxus. Im Jahr 2020 hat die lang erwartete Neuauflage Audi A3 8Y die seit 2012 gelaufene Baureihe "8V" abgelöst. Sie wartet mit frischem Design und mit so starken wie verbrauchsarmen Motoren auf. 2021 wird der Audi A3 als Limousine und Kombilimousine (Sportback) angeboten, allerdings nicht mehr als Cabrio.

Der neue A3 will damit vieles besser machen als sein Vorgänger und natürlich auch den Konzernbruder Golf 8 ausstechen. Doch was kostet der Spitzen-Anspruch? Wir machen den Preis-Check am Audi A3 Sportback.

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Audi A3 Sportback: Preis-Niveau und Leistung der Motoren

Zum Stand Oktober 2021 stehen dem A3 – sowohl als Sportback als auch als Limousine – drei Benzin- und drei Dieselmotoren zur Verfügung. Für den Audi A3 Sportback werden außerdem noch ein Erdgas- und zwei Hybrid-Antriebe angeboten. Ein starkes Spektrum, das eine Leistungsspanne von 110 bis 245 PS bedient. Das Allrad-Angebot (quattro) ist dagegen sehr spärlich. Nur beim 190 PS starke Top-Benziner und beim Spitzen-Diesel mit seinen 200 PS lässt sich der Vierradmodus zuschalten.

Der Audi A3 Sportback lässt sich 2021 mit vier Antriebsarten bestücken: mit Diesel, Benzin, Erdgas und Plug-in-Hybrid.
Der Audi A3 Sportback lässt sich 2021 mit vier Antriebsarten bestücken: mit Diesel, Benzin, Erdgas und Plug-in-Hybrid.
Foto: Audi

Die beiden moderateren Benziner bringen 110 und 150 PS auf die Räder und unterscheiden sich hierin nicht grundlegend von ihren Diesel-Pendants, die jeweils 116 und 150 PS leisten. Alle diese konventionellen Motoren werden optional mit einer manueller 6-Gang-Schaltung oder 7-Gang-S tronic ausgeliefert. Dabei gilt es zu beachten, dass die eben genannten 110- und 150-PS-Benziner (30 TFSI und 35 TFSI) mit S tronic über ein 40-Volt-Mildhybrid-Stystem verfügen, das mit seiner erweiterter Bremsenergie-Rückgewinnung (Rekuperation) Sprit sparen hilft. Ein rein elektrisches Fahren ist hier nicht möglich – im Gegensatz zu den zwei Plug-in-Hybrid-Motoren (40 TFSI e und 45 TFSI e). Bei diesen lassen sich außerdem besonders starke Systemleistungen von 204 PS und 245 PS abrufen. Der durchschnittliche Benzinbedarf wird jeweils mit 1,4 Liter pro 100 Kilometer angegeben. Vorteile, die sich Audi aber auch ordentlich vergüten lässt. Denn ist der 110-PS-Basisbenziner des Audi A3 Sportback 2021 schon ab 27.700 Euro erhältlich, so bezahlt man für den 204-PS-Hybrid mindestens 38.440 Euro und für die 41 PS stärkere Ausgabe schon 41.440 Euro. Wer sich eine günstigere, ebenfalls sehr umweltfreundliche Alternative wünscht, kann noch auf den Erdgas-Motor 30 g-tron zurückgreifen. Dieses Aggregat leistet allerdings nur 131 PS und kostet 32.500 Euro Minimum. Zusammengefasst stellt sich das Antriebsangebot für den A3 Sportback im Herbst 2021 folgendermaßen dar:

Audi A3 2021 Motorenübersicht

Benzin

  • 30 TFSI: 81 kW/110 PS, Verbr.: 4,9 l/100km, 6-Gang-Schaltgetriebe – ab 27.700 €
  • 30 TFSI*: 81 kW/110 PS, Verbr.: 4,4 l/100km, 7-Gang-S tronic** – ab 29.700 €
  • 35 TFSI: 110 kW/150 PS, Verbr.: 5,3 l/100km, 6-Gang-Schaltgetriebe – ab 29.900 €
  • 35 TFSI*: 110 kW/150 PS, Verbr.: 4,8 l/100km, 7-Gang-S tronic** – ab 31.900 €
  • 40 TFSI quattro: 140 kW/190 PS, Verbr.: 6,7 l/100km, 7-Gang-S tronic** – ab 37.500 €

*) mit 48 Volt Mild-Hybrid-System und erweiterter Bremsenergie-Rückgewinnung (Rekuperation)

**) S tronic = Doppelkupplungsgetriebe 

Diesel

  • 30 TDI: 85 kW/116 PS, Verbr.: 4,0 l/100km, 6-Gang-Schaltgetriebe – ab 30.900 €
  • 30 TDI: 85 kW/116 PS, Verbr.: 4,0 l/100km, 7-Gang-S tronic* – ab 32.900 €
  • 35 TDI: 110 kW/150 PS, Verbr.: 3,9 l/100km, 6-Gang-Schaltgetriebe – ab 33.900 €
  • 35 TDI: 110 kW/150 PS, Verbr.: 3,9 l/100km, 7-Gang-S tronic* – ab 35.900 €
  • 40 TDI quattro: 147 kW/200 PS, Verbr.: 4,9 l/100km, 7-Gang-S tronic* – ab 40.500 €

*) S tronic = Doppelkupplungsgetriebe

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Erdgas

  • 30 g-tron: 96 kW/131 PS, Verbr.: 3,5 kg*/100km, 7-Gang-S tronic** – ab 32.500 €

*) Verbrauchsangabe in Kilogramm (Durchschnitt)

**) S tronic = Doppelkupplungsgetriebe

Plug-in-Hybrid

  • 40 TFSI e: 150 kW/204 PS, Verbr.: 1,4 l/100km*, 6-Gang-S tronic** – ab 38.440 €
  • 45 TFSI e: 180 kW/245 PS, Verbr.: 1,4 l/100km*, 6-Gang-S tronic** – ab 41.440 €

*) durchschnittlicher Benzin-Verbrauch

**) S tronic = Doppelkupplungsgetriebe

Foto: Audi

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Warum sich der 150 PS-Benzinmotor mit 6-Gang-Schaltung empfiehlt 

Die Wahl des Motors ist natürlich eine Frage von persönlichem Bedarf und Geschmack. Doch für einen Preis-Check und jeden Kauf kommt es natürlich nicht nur auf die hohen Zahlen am Anfang jeder Motorenbeschreibung an, sondern auf die vor dem €-Zeichen. So kostete der 35 TDI-Motor mit 110 kW/150 PS und 7-Gang-S tronic beim Vorgänger-Modell im Jahr 2019 noch 33.100 Euro. Im Konfigurator für den aktuellen Audi A3 2021 werden hierfür nun 35.900 Euro verlangt. Aber fangen wir mit der üblichen Frage an: Diesel oder doch lieber Benziner?

Wählen wir den 30 TDI als günstigsten Dieselmotor, beginnen wir bereits mit einem Startpreis von 30.900 Euro bei gerade einmal 85 kW/116 PS. Wir könnten allerdings satte 1.000 Euro sparen und 150 PS unter die Haube bringen, indem wir uns stattdessen für den 35 TFSI-Benzinmotor für 29.900 Euro entscheiden. Auch sein Spritbedarf ist mit durchschnittlich 5,3 Liter auf 100 km nicht unvernünftig. Darüber läge noch der 35 TFSI mit S tronic und 48 Volt Mild-Hybrid-System. Ein Durchschnittsverbrauch von nur 4,8 Liter auf 100 km kann gut überzeugen. Diese Sparsamkeit hebt den Preis allerdings auch um weitere 2.000 Euro auf 31.900 Euro an. Keine leichte Entscheidung.

Für diesen Preis-Check nehmen wir einen Mittelweg: Den besagten 35 TFSI mit 150 PS und manuellem 6-Gang-Schaltgetriebe für 29.900 Euro. So sparen wir doch noch eben jene 1.000 Euro gegenüber dem schwächeren Dieselmotor 30 TDI mit 116 PS, und mit einem Beschleunigungswert von 8,7 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 ist unser Aggregat außerdem deutlich sprintstärker. Spitzengeschwindigkeit: 224 km/h.

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Die neuen Ausstattungslinien des Audi A3 Sportback 2020 / 2021

Seit 2012 begleiteten uns beim Audi A3 (und nicht nur dort) die bekannten Ausstattungslinien "design" und "sport". Der neue Ingolstädter schafft diese altbekannten Labels nun ab und zwingt Käufer und Journalisten zum Umdenken: Jetzt heißen die Modelle oberhalb der Basis "advanced" und "S line". Wem das bekannt vorkommt, der hat sich wahrscheinlich in letzter Zeit auch mit anderen neuen Audi-Modellen befasst.

Was verbirgt sich nun hinter den so hip klingenden Beinamen "advanced" und "S line"? Die Unterschiede spiegeln sich vor allem in der Optik wider. Einen Audi A3 in "S line"-Ausführung erkennt man schon an der Vielzahl edler Design-Elemente. Der preislich im Mittelfeld zwischen Basis und "S line" positionierte Audi A3 "advanced" liegt dementsprechend auch in der Ausstattung zwischen den beiden anderen Linien.

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Audi A3 Basisausstattung

Das Basismodell, das laut Audi A3-Konfigurator bereits "Alles Wichtige an Bord" hat, bleibt hingegen auch weiterhin beinamenlos. Optisch hat es dennoch einige Neuerungen zu bieten: Das Kühlerschutzgitter und der Rahmen sind matt-schwarz genarbt, gleiches gilt für die seitlich angedeuteten Lufteinlässe. Das Blade am Front-Spoiler hingegen ist schlicht in Wagenfarbe gehalten. Abgerundet wird der Außeneindruck mit 16-Zoll-Leichtmetallräder im "5-Doppelarm"-Design.

Der Audi A3 in der Basis-Ausführung.
Der Audi A3 in der Basis-Ausführung.
Bild: Audi-Konfigurator

Im Innenraum kommt das Basismodell mit dem Sitzbezug Stoff Index und einem Lederlenkrad in 3-Speichen-Design mit Multifunktion und Schaltwippen (bei S tronic). Serienmäßig verbaut sind weiterhin eine Klimaanlage, die intelligente Spurverlassenwarnung und das Notbrems-Assistenzsystem Audi pre sense front. Der Innenspiegel blendet automatisch ab und die Außenspiegel sind elektrisch einstell- und beheizbar.

Auch das Bordcomputersystem kann sich sehen lassen: Das digitale Cockpit (in 10,25 Zoll) wird doch einen 10,1-Zoll-Touchscreen über der Mittelkonsole ergänzt. Das dazu verbaute MMI Radio plus empfängt digitales Radio nach dem Standard DAB+, lässt sich via MMI touch steuern und wartet mit einem Sprachdialogsystem auf. Es kann sogar die Lautstärke geschwindigkeitsabhängig anpassen und kommuniziert über WLAN und Bluetooth. Letzteres ist auch für die Audi connect Remote & Control relevant: Diese erlaubt es via Smartphone beispielsweise die Klimaanlage vorzuprogrammieren, die Tankfüllung abzulesen oder schlicht das Auto zu entsperren.

Foto: Audi

Apropos Konnektivität: Der Audi A3 bietet ebenfalls schon in der Basisversion die Audi connect Notruf & Service-Funktion. Damit werden nicht nur Schadensberichte auf Wunsch direkt an eine Audi-Not-Leitstelle übermittelt, sondern auch Termine für Wartung und Reparatur bequem direkt aus dem Auto gebucht.

"advanced"

Die Audi A3-Ausstattungslinie "advanced" (= "fortgeschritten") baut auf dem Basis-Modell auf, erweitert und/oder ergänzt dessen Inhalt noch um weitere Features und kostet dementsprechend etwas mehr: 1.000 Euro werden dafür pauschal aufgeschlagen. Doch was bekommt man dafür?

Der Außenauftritt des A3 wird hier mit Aluminium-Einstiegsleisten, einem titanschwarzen Kühlergrill mit Chromrahmen und verschiedenen Dekorelemente in "Selenit-Silber" aufgewertet. Zusätzlich ersetzen 17-Zoll-Leichtmetallräder im "Vielspeichen-Design" die 16-Zoll-Räder aus der Basisversion.

Der Audi A3 in der "advanced"-Ausführung.
Der Audi A3 in der "advanced"-Ausführung.
Bild: Audi-Konfigurator

Und im Auto? Hier bietet "advanced" leider nichts Neues. Es bleibt bei der Basisausstattung. Auch Preisvorteile oder mehr Auswahl bei den Extras sucht man vergebens: Weder in der Sonderausstattung noch bei Komfort-Optionen. 

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"S line"

Der Audi A3 "S line" ist die Top-Ausstattungslinie, wenn man von Sondermodellen absieht. Top ist auf jeden Fall schon einmal der Preisaufschlag: Rund 2.450 Euro mehr als entsprechende Basismodelle kostet ein Audi A3 "S line". Was wird hierfür geboten?

Optisch legt die "S line" gegenüber "advanced" auf jeden Fall noch eine Schippe drauf. Die 17-Zoll-Leichtmetallreder sind jetzt im edlen "5-Arm-Design" gehalten und die Seitenschwellerleisten werden in Platinumgrau hervorgehoben. Hinzu kommen Details wie etwa angedeutete Lufteinlassschlitze, ein "S line"-Emblem auf den vorderen Kotflügeln und den beleuchteten Einstiegsleisten.

Der Audi A3 in der "S line"-Ausführung.
Der Audi A3 in der "S line"-Ausführung.
Bild: Audi-Konfigurator

Auch in Sachen Ausstattung wird nun mehr geboten: Der Audi A3 Sportback "S line" wird serienmäßig mit Sensor-gestützter Einparkhilfe am Heck und einem Sportfahrwerk mit Trimmlagenveränderung ausgeliefert. Letzteres verbessert das Handling und legt den Audi A3 zusätzlich um 15 mm tiefer.

Schlussendlich kostet die "S line" zwar deutlich mehr, man merkt es dem fertigen Auto aber deutlich an. Sowohl von außen als auch hinter dem Steuer.

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Warum wir den Audi A3 Sportback "S line" wählen

Von den vier vorgestellten Möglichkeiten Basis, "advanced" und "S Line" bietet eine eher etwas "fürs Auge" ohne die funktionalen Fähigkeiten des Audi A3 zu erweitern: "advanced" unterscheidet sich von der Basis nur durch optische Aufwertungen. Echten Mehrwert gegenüber der Basis bietet also lediglich die "S line" mit Sportfahrwerk und Einparkhilfe. Ein weiterer wichtiger Faktor für unsere Entscheidung ist allerdings noch die Tatsache, dass sich mit beiden höherwertigen Modell-Linien gewisse Preisvorteile erzielen lassen. Das betrifft vor allem die Räder. So kosten etwa die glanzgedrehten 18-Zoll-Felgen im 5-V-Speichen-Design nur 1.000 Euro, wenn man sich für "advanced" oder "S line" entschieden hat – 500 Euro weniger wie für das Basismodell. Und weil "S line" schon eine Heckeinparkhilfe verbaut hat, bezahlt man für den halbautonomen Parkassistent mit Einparkhilfe plus lediglich 350 statt 800 Euro, und das Adaptive Fahrwerk mit Audi drive select fällt für die Top-Linie mit nur 910 statt 1.130 Euro ins Gewicht. Der Rest der Spar-Vorteile betrifft im Wesentlichen nur noch bestimmte Styling-Extras. Zusammengefasst ist für uns damit klar, dass wir unseren Konfigurator-Preis-Check nun mit dem Audi A3 Sportback "S line" machen wollen. Sie kostet zwar 1.450 Euro mehr als "advanced", bietet dafür aber ein wesentlich edleres Design und zugleich mehr und günstigere Möglichkeiten zur weiteren Ausgestaltung unseres Audi A3-Kombi. Im Konfigurator stehen wir damit schon bei einem Preis von 32.350 Euro.

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Farben und Felgen 

So widersprüchlich es klingt, die Wahl der größten Ausstattungslinie beschränkt unsere Farbwahl. Stehen für Basis noch zehn reguläre Optionen offen, sind es bei der "S line" lediglich acht. Dazu gibt es allerdings noch die Möglichkeit, auf die "Audi exclusive" Individuallackierungen zurückzugreifen. Diese kosten allerdings jeweils 2.300 Euro. Bedenkt man unser vorheriges striktes Abwägen in den Konfigurator-Bereichen der Motoren und Austattungslinien, wo es teilweise um niedrigere Beträge ging, erscheinen uns die "Audi exclusive"-Lacke eindeutig zu teuer. Zumal es unter den günstigeren Optionen bereits genug Auswahl gibt.

Kein Aufpreis fällt für "Ibisweis uni" an. Vielleicht noch ein wenig zu dezent. Deutlich dynamischer ist da "Turboblau uni", was mit 350 Euro auch preislich passt. Natürlich gibt es darüber noch für jeweils 700 Euro fünf Optionen mit Metallic-Schimmer oder Perleffekt. Auch nicht übermäßig teuer, doch das angenehme "Turboblau uni" passt bereits sehr gut zum Außenauftritt unseres Audi A3 Sportback und kommt somit auf unsere Konfigurator-Rechnung.

Nach so viel Vernunft greifen wir aber dann doch noch einmal zu: Die Felgen sollten bei einer "S line"-Ausstattung doch ein wenig mehr hermachen. Also weg mit den 17-Zoll-Rädern im 5-Arm-Design, 18-Zöller sollen es sein. Hier bietet Audi sieben Optionen. Drei von diesen sind aus dem Angebot der Audi Sport GmbH und kosten ab 1.400 Euro aufwärts.

Aber da gibt es noch die graphitgrauen, glanzgedrehten Leichtmetallräder im 5-Y-Speichen-Design zum noch recht gemäßigten Aufpreis von 1.050 Euro. Ein wunderbarer Akzent auf dem bereits edlen "S line"-Erscheinungsbild. Und was sagt der Preis-Tacho? Wir stehen jetzt auf einem Konfigurator-Preis von 33.750 Euro.

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Sonderausstattung und Extras

Nach so viel Aufmerksamkeit für die Außenerscheinung müssen wir uns auch entsprechend um den Innenraum kümmern. Hier gibt es ebenfalls noch Raum für Verbesserungen. Vor allem, wenn das Interieur der äußeren "S line"-Optik in nichts nachstehen soll.

Im Konfigurator wird dem Auge so Einiges geboten: von Dachhimmelfarben über Interieurleisten zu Beleuchtungselementen. Dazu kommt eine stattliche Auswahl an Stoff- und Lederbezügen für die Sitze. Und das wäre dann schon richtig teuer. Zum Beispiel kosten die "Leder/ Kunstleder mono.pur 550"-Sitzbezüge 950 Euro. Allerdings wird hier dann die umklapp- und teilbare Rücksitzlehne vorausgesetzt. Diese kostet weitere 200 Euro. Solche Preis-Kopplungen sind auch bei den meisten anderen Optionen gesetzt und treiben den Preis. Mit nur 80 Euro Aufpreis sehr günstige, aber auch äußerst schlichte Alternativen stellen die Stoff-Ausführungen mit blau-schwarzen oder schwarz/silber-schwarzen Zierstreifen dar. Eine andere, nur scheinbar kostenlose Möglichkeit bietet die Option Stoff Routine, die sich in Blau-Schwarz oder Silber-Schwarz bestellen lässt. Allerdings fordert der Audi A3-Konfigurator beim Anklicken dazu auf, Sportsitze fürs Cockpit mitzunehmen. Diese hätten wir ohnehin in die engere Wahl genommen, weil sie den Sitzkomfort im A3 ergonomisch verbessern, und darum entscheiden wir uns für diese Möglichkeit – in der blau-schwarzen Variante. Die 360 Euro dafür kommen nun mit auf unsere Rechnung.

Vieles ist auch beim Interieur des neuen A3 möglich. Doch kann all die Opulenz auch das Budget sehr strapazieren. Foto: Audi

Preisvorteile bei Paketen

Der neue A3 bietet teils höchst interessante Ausstattungs-Pakete, die auch handfeste Preisvorteile mitbringen können. Hierbei gibt es übrigens keinen Unterschied im Angebot zwischen den Ausstattungslinien "Basis", "advanced" und "S line": Insgesamt neun Pakete stehen auf der Konfigurator-Liste, deren Fokus teils auf Styling-Aufwertungen, teils auf dem Funktionsmehrwert liegt.

Wir wollen viel eher auf den Ausbau der Funktionalität achten. Deshalb schauen wir uns zwei Pakete an, die besonders viel Mehrwert versprechen: das Infotainment-Paket und das Business-Paket. Ersteres kostet 590 Euro und ist erfreulicherweise an keine anderen Optionen gekoppelt. Es besteht aus Audi Sound-System, die Audi Phone Box light, das Audi Smartphone Interface und USB-Anschlüsse mit Ladefunktion für den Fond. Gegenüber dem Einzelpreis spart man so 200 Euro.

Deutlich teurer ist das Business-Paket für 2.800 Euro. Hier lohnt sich eine genauere Analyse. Es enthält die folgenden Optionen:

  • Audi phone box (400 €)
  • Audi Smartphone Interface (400 €)
  • Audi virtual cockpit "plus" (420 €)
  • MMI Navigation "plus" mit MMI touch (1.790 €)
  • Audi connect Navigation & Infotainment "plus" (220 €)
  • Geschwindigkeitsregelanlage (300 €)
  • USB-Anschlüsse mit Ladefunktion im Fond (50 €)

Der Betrag in den Klammern zeichnet jeweils den Listenpreis der Einzelelemente aus. Folglich kommen wir in Summe auf einen Preisvorteil von 780 Euro gegenüber dem Einzelkauf. Aber die Sache hat einen kleinen Haken, eine Preiskopplung. Mit dem Business-Paket muss man wiederum eine der folgenden Zusatzoptionen wählen: 

  • Lederlenkrad im 3-Speichen-Design mit Multifunktion "plus" (120 €)
  • Sportkontur-Lederlenkrad im 3-Speichen-Design mit Multifunktion "plus", unten abgeflacht (235 €)

Diese liegen allerdings immer noch weit unter der Ersparnis, selbst wenn man das eigentliche Lenkrad nicht als Mehrwert einkalkuliert. Deshalb könnte man das Lenkrad mit Multifunktion "plus" wählen und bekäme damit sogar noch die LTE-Unterstützung für die Audi phone box gratis dazu.

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Welches Paket wählen wir nun? Oder gar beide? Zusammen kämen sie im günstigsten Fall auf 3.510 Euro. Beide böten erheblichen Mehrwert, und das Business-Paket würde dank seinem prominenten Navigationssystem und dem notwendigen Lenkrad das Cockpit auch optisch deutlich aufwerten. Schlussendlich fällt unsere Entscheidung auf das Business-Paket mit Lenkrad mit Multifunktion "plus". Der handfeste Zugewinn trotz des Preises von zusammengenommen 2.920 Euro ist einfach zu überzeugend.   

Zeit für eine Zwischenbilanz. Wir stehen bei 37.030 Euro. Haben wir damit alles? Noch nicht ganz. Was wir unbedingt noch in unserem Audi A3-Kombi haben wollen, sind beheizbaren Vordersitze, wofür uns der Konfigurator 340 Euro in Rechnung stellt. Dieser Komfort ist für uns einfach ein Muss. Außerdem nimmt der halb-autonome Parkassistent mit Einparkhilfe "plus" viel Stress aus der Tour durch die überfüllte Großstadt. Damit misst der A3 schon im Vorbeifahren eventuelle Parklücken und berechnet den bestmöglichen Einfahrtwinkel sowohl für Längst- als auch Querparkplätze. Der Fahrer muss dann während des Parkvorgangs nur noch Gas geben und bremsen. 350 Euro sind hierfür nicht übertrieben. Gekauft! Was uns dazu noch freut: An dieser Stelle zahlt sich die Wahl von "S line" noch einmal ein Stück weit aus. Denn für "advanced" oder das Basismodell wären uns 450 Euro mehr berechnet worden. 

Was gäbe es noch? Viel. Jetzt heißt es, Disziplin wahren. So locken spannende Extras wie 2-Zonen-Komfortklimaautomatik (590 Euro), Matrix-LED-Scheinwerfer, LED-Heckleuchten und Scheinwerfer-Reinigungsanlage (1.590 Euro) oder das hochwertige Bang & Olufsen Premium-Sound-System mit 3D-Klang (790 Euro). Doch wir widerstehen mit Blick auf unser Budget.

Als letztes Extra gönnen wir uns aber für 350 Euro noch die Privacy Verglasung, die die hinteren Scheiben abdunkelt und damit nicht nur das Aussehen verbessert, sondern auch vor intensiver Sonneneinstrahlung schützt. Aber nun ist Schluss. Oder nicht? Nein, denn auch hier gibt es leider eine Preiskoppelung: Wir müssen das Glanzpaket für weitere 200 Euro mit dazunehmen. Dieses besteht im Wesentlichen aus Fensterzierleisten in eloxiertem Aluminium. Damit ist unser Audi A3 Sportback aber nun endgültig fertig. 

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Fazit: Ist der Audi A3 2021 seinen Preis wert?

Mit einem Gesamt-Preis von 38.270 Euro setzt sich unser Audi A3 Sportback definitiv klar von dem ab, was man in der Kompaktklasse üblicherweise vorfindet. Aber es handelt sich auch nicht um einen absoluten Preis-Schock. Wie ist es aber dazu gekommen? Bereits der Motor hat in der preislichen Grundausrichtung eine zentrale Rolle gespielt: Mit dem 35 TFSI-Benziner und Handschaltung haben wir noch die günstigste Antriebsvariante der 150 PS starken Aggregate gewählt: 29.900 Euro. Mit "S tronic"-Getriebe wären hier weitere 2.000 Euro hinzugekommen. Diesen Betrag haben wir lieber für die Sonderausstattung verwendet, was auch angebracht war. Denn schließlich haben wir noch weitere 8.370 Euro für Individualisierung und Zusatzoptionen gebraucht. 

Unser persönlicher Audi A3 Sportback 2020 im Konfigurator: 150 PS stark, und das recht günstige "Turboblau uni" unterstreicht die Dynamik von "S line" durchaus überzeugend. - Bild: Audi-Konfigurator

Ein solcher Aufpreis ist für einen Audi – egal bei welcher Baureihe – nicht allzu hoch. Normalerweise richten wir uns nämlich bei jedem A und Q aus Ingolstadt grundsätzlich darauf ein, mit Farben, Felgen und Sonderausstattung die 10.000 Euro-Marke zu knacken. Zumal sich die Ausstattungslinien meist auf die Optik konzentrieren und man funktionelle Extras teuer zubuchen muss. Genau deshalb haben wir uns vorab für die Ausstattungsvariante Audi A3 "S line" entschieden. Hier ist, eher Audi-untypisch, zumindest etwas an weitergehender Funktionalität mit drin: das Sportfahrwerk und die Einparkhilfe am Heck. Zudem wartet "S line" mit gewissen Vergünstigungen im Konfigurator-Bereich der Sonderausstattungen auf. Und dazu noch mit exklusiven Styling-Elementen. Das zusammengenommen erklärt den Mehrpreis von 2.450 Euro für diese Linie. 

Bei der Außengestaltung sind wir mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis weggekommen. Das relative günstige Lackierung "Turboblau uni" wirkt so frisch wie hochwertig, und unsere 18-Zoll-Felgen sorgen für einen effektvollen Auftritt, ohne dass wir uns hier im Preis übernommen hätten. 

Auch innen haben wir unseren A3 Sportback etwas aufgewertet, beispielsweise mit Sportsitzen für mehr Komfort. - Bild: Screenshot Audi-Konfigurator

Auch im Innenraum sind wir relativ sparsam unterwegs: Sportsitze mit Sitzheizung für 360 Euro und 340 Euro. Kostenlos dann noch die "Stoff Routine"-Sitzbezüge in Blau-Schwarz, eine flotte Optik, die sich auch auf der Armaturentafel fortsetzt. Ein ziemlich großer Posten für die Komfort- und Funktionsaufwertung war dann das Business-Paket. Mit 2.920 Euro inklusive Sportkontur-Lederlenkrad im 3-Speichen-Design mit Multifunktion "plus" macht es mehr als ein Drittel unserer Mehrkosten aus. Dafür erweitert es die Funktionalität unseres Audi A3 mit MMI Navigation "plus" und dergleichen Finessen ganz enorm – und gewährt gleichzeitig einen preislichen Vorteil von 780 Euro. Hinzu kommen noch die kleineren Posten wie die Parkassistenten mit Einparkhilfe "plus" und Privacy Verglasung nebst Glanzpaket, durch das die Fenster des A3 noch spezielle Rahmen erhalten. 

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Ist dieser Audi A3 Sportback seinen Preis also nun wert? Eine derart pauschal gestellte Frage lässt sich bei einem Premium-Modell zunächst fast immer mit "ja" beantworten. Vor allem bei neu aufgelegten Modellen wie dem Audi A3 2020-Modell ist die Ausstrahlung maßgeblich für den grundsätzlichen Preis-Ansatz. Doch wie wir es von den Ingolstädtern kennen, muss mindestens noch ein Viertel des Grundpreises dazugerechnet werden, um auf ein Ergebnis zu kommen, das neben dem Styling mit einer mindestens gleichwertigen Funktionalität glänzen kann. Der neue A3 macht da keine Ausnahme. Und auch wenn ein Audi A3 "S line" schon mit einem gewissen Grundstock – dem Sportfahrwerk und hinteren Einparkhilfen – aufwartet, muss noch ordentlich in Assistenz, Komfort und Infotainment investiert werden. Das kostet, aber was man dafür erhält, ist auch das Neueste und Hochwertigste von dem, was das Konzernregal hergibt und was in der Kompaktklasse überhaupt angeboten wird. Zusammengefasst lässt sich also sagen: Ein Audi A3 Sportback, wie wir ihn hier konfiguriert haben, trifft recht gut die Mitte – qualitativ und preislich. Ob man sich diese Noblesse auch leisten will, steht dagegen auf einem anderen Blatt. 

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Unser Audi A3 Sportback (8Y) im Überblick

  • Motor: 35 TFSI: 110 kW/150 PS, Verbrauch: 5,3 l/100km, 6-Gang-Schaltgetriebe – 29.900 €
  • Ausstattung: Audi A3 "S line" – 2.450 € 
  • Lackierung: "Turboblau uni" – 350 €
  • Felgen: Leichtmetallräder, 5-Y-Speichen-Design, graphitgrau, glanzgedreht, 8 J x 18, Reifen 225/40 R 18 – 1.050 €
  • Businesspaket – 2.800 €  
  • Lederlenkrad im 3-Speichen-Design mit Multifunktion "plus" – 120 €
  • Sportsitze (vorne) – 360 €
  • Interieur: "Stoff Routine"-Sitzbezüge (blau-schwarz) – 0 €
  • Sitzheizung für die Vordersitze – 340 €
  • Parkassistent mit Einparkhilfe "plus" – 350 €
  • Privacy Verglasung – 350 €
  • Glanzpaket – 200 €

Gesamtpreis: 38.270 Euro (inkl. 19 % MwSt.) 

Technische Daten Audi A3 

  • Länge x Breite x Höhe: 4,34 x 1,82 (ohne Spiegel) x 1,43 Meter
  • Radstand: 2.636 mm
  • Kofferraum-Volumen: 380 Liter, 325 Liter (mit Allradantrieb), 280 Liter (mit Erdgas- und Hybrid-Antrieb)
  • Anhängelast (gebremst, bei 12% Steigung): 1.500 bis 1.600 kg (je nach Motorisierung)
  • Leergewicht: 1.300 – 1.600 kg (je nach Motorisierung)
  • Tankinhalt: 45 – 55 Liter (je nach Motorisierung), 17,3 kg (bei Erdgas-Antrieb)
  • Abgasnorm: Euro 6d-TEMP