Autokauf ganz einfach

Konzeptzeichnung des VW E-Auto ID. Space Vizzion Foto: VW
Artikel
VOLLELEKTRIFIZIERT IN DIE ZUKUNFT

VW E-Auto ID. Space Vizzion: Futuristischer Passat-Bruder

Konzeptfahrzeug VW ID. Space Vizzion: Elektro-Kombi der ID-Baureihe soll 2021 starten. Welche Neuerungen erwarten uns?

Anzeige

Der VW-Konzern will bei der Elektromobilität weiter aufholen. Eine ganze E-Auto-Flotte ist in Planung und soll in den kommenden Jahren Modell für Modell an den Start gehen. Den mit Verbrennungsmotor betriebenen konventionellen Baureihen soll Schritt für Schritt ein elektrisches Pendant zur Seite gestellt werden. Die neuen Modelle tragen den Zusatz „ID“ im Namen. Die Bezeichnung bringt das Gemeinsame zum Ausdruck, denn die Automobilfamilie basiert komplett auf dem VW-konzerneigenen Modularen Elektrifizierungs-Baukasten (MEB). „ID“ bedeutet nicht mehr länger eine Umrüstung von Verbrennerfahrzeugen, sondern ein gänzlich neues Konzept: Die Fahrzeugtechnik der E-Autos wird komplett um die Batterie herum konzipiert. Über den Antrieb und dessen für bisherige Maßstäbe erstaunliche kompakte Dimensionen bringt VW angesichts des ID.3 die kokette Formulierung in Umlauf: „Über 200 Pferde passen in eine Sporttasche“. 90 Kilogramm leicht soll eine solche Antriebseinheit, die lediglich ein 1-Gang-Getriebe benötigt, in etwa sein.

Driven Newsletter Leser zahlen im Schnitt 16 % weniger beim Autokauf. Jetzt Newsletter abonnieren!

Jetzt Newsletter abonnieren! Kostenlos & unverbindlich

Du bekommst wöchentlich den

  • Rabatt-Radar-Newsletter zum Autokauf
  • Redaktions-Newsletter mit Autostories und Kaufberatungen

*Pflichtfeld
Einverständniserklärung *

Design und Reichweite des ID. Space Vizzion: E-Auto der Zukunft?

Der ID. Space Vizzion ist vom Erscheinungsbild dem VW Passat Variant verwandt und wird offenbar vom Hersteller selbst als Kombi-Version des ID. Vizzion verstanden. Neben den großen Rädern fällt die hohe Front auf, die coupéhaft gen Heck zuläuft. Da E-Antriebe keine Kühlung mehr benötigen, kann die Front glatt gehalten werden. Der Kühlergrill wird zum Design-Element. Die Felgen sind durch aerodynamische Form gekennzeichnet, da eine Minimierung des Luftwiderstands die Reichweite erhöht. So soll die Reichweite der MEB- Akkus die der meisten bisher verfügbaren E-Autos übertreffen. Was den ID. Space Vizzion angeht, ist von bis zu 590 Kilometern die Rede. VW plant die Serienproduktion für 2021. Wer dieses E-Auto kaufen möchte, muss also noch einige Zeit warten.

Konzeptzeichnung des VW E-Auto ID. Space Vizzion
Bild: VW

Anzeige

Innenraum und Infotainment des ID. Space Vizzion: volldigital – und virtuell?

Über das Erscheinungsbild des Innenraums ist noch kaum etwas bekannt. Allgemein gilt bei den ID-Baureihen: Dass die Antriebstechnik durch den Wegfall der Verbrennungsvorgänge viel weniger raumgreifend ausfällt, kommt dem Platzangebot im Innenraum zugute. Ob die für den ID. Vizzion geplante vollautomatische und -digitale Steuerung tatsächlich auch in dem namensverwandten ID. Space Vizzion zum Einsatz kommen soll, steht noch nicht fest. Ein E-Auto ohne Lenkrad, das über eine Vielzahl von Fahrassistenten gesteuert wird, mag man sich für 2021 nicht wirklich vorstellen – und unserem Ermessen nach auch nicht unbedingt wünschen. Die diversen ID-Studien haben in jedem Fall programmatischen Charakter, unabhängig davon wie sie letztlich in eine Serienproduktion umgesetzt werden. Auf der anderen Seite wird mit der umfangreichen Digitalisierung des neuen Golf 8 eine zunehmende Autonomie vielleicht sachte vorbereitet.

 Konzeptzeichnung des Innenraums des VW E-Auto ID. Space Vizzion
Bild: VW

Die 2018 veröffentlichte Studie zum ID. Vizzion enthielt jedenfalls das folgende Szenario: Während der digitale Chauffeur das E-Auto steuert, kommuniziert der Noch-Fahrer mit einem sogenannten virtuellen Host über Gesten und Spracherkennung – sowohl über die gewünschte Route als auch möglicherweise das Board-Filmprogramm. Denn bei einer volldigitalen Steuerung muss sich auch der Fahrer nicht mehr wirklich auf die Straße konzentrieren. Damit der „virtuelle Host“ den Fahrzeuginsassen immer besser und schneller ihre Wünsche von Lippen und Hirn ablesen kann, ist er natürlich ständig „auf Sendung“. Diese künstliche Intelligenz überwacht somit alles was im Auto geschieht – um Selbiges in Daten umzuwandeln, die ausgelesen werden und in die Funktionsverbesserung fließen. Ist das Science Fiction oder die Zukunft des Autofahrens? Und ist das der Preis für CO2-Neutralität und ein alternativloser Weg? Darüber lässt sich sicherlich streiten. Und ist die Produktion der Technik wirklich umweltfreundlicher als die herkömmlicher Autos? Das kommt wohl ganz auf die Berechnungsgrundlagen an.

Artikelbild 10416