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Artikelbild BeschreibungNeuer 2-Millionen-Lamborghini: Der Centenario LP770-42217
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Neuer 2-Millionen-Lamborghini: Der Centenario LP770-4
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Neuer 2-Millionen-Lamborghini: Der Centenario LP770-4

Firmengründer Ferruccio Lamborghini wäre dieses Jahr 100 geworden. Für seine Nachfolger ist das Grund genug für den nächsten Super-Lambo.

Ferruccio Lamborghini soll sich einst fürchterlich mit einem gewissen Enzo Ferrari gestritten haben. Es gibt verschiedene Gerüchte darüber, worum es dabei ging. Aber in allen Versionen macht sich der Rennsport-Magnat irgendwann über den Familienbetrieb des Herrn Lamborghini lustig, weil der damals noch ausschließlich Landmaschinen produzierte.

Das hatte Folgen: Ferruccio setzt darauf hin alles daran, es dem arroganten Herrn Ferrari heimzuzahlen. Das hat er dann auch geschafft: mit dem Lamborghini Miura baute er den ersten Supersportwagen der Welt, dem selbst die stolze Scuderia zunächst nichts entgegen setzen konnte - und Enzo "Il Drago" Ferrari schäumte vor Wut.

Portrait von Enzo Ferrari.
Enzo Ferrari: Wegen seines Temparaments auch "Il Drago" (der Drache) genannt.

Dichtung oder Wahrheit?

Soweit die Legende. Ob sich die beiden Männer überhaupt jemals begegnet sind, wurde allerdings nie geklärt. Unwahrscheinlich wäre es nicht: Ihre Konstruktionshallen in Maranello (Ferrari) und Sant´Agata Bolognese (Lamborghini) liegen schließlich nur 40 Autominuten auseinander. Und beide waren „von Haus aus“ ja außergewöhnlich gut motorisiert.

Portrait von Ferruccio Lamborghini.
Ferruccio Lamborghini: Mit dem Miura bot er dem Drachen Paroli

Im Prinzip ist es aber auch ganz egal, was ihn einst dazu bewegte: Ferruccio Lamborghini hat einen Myhtos erschaffen! Und dieses Jahr wäre der Mann mit dem weltbekannten Nachnamen 100 Jahre alt geworden. Da sind die Lamborghini-Konstrukteure natürlich in der Pflicht, dieses Datum entsprechend zu würdigen –  idealerweise indem sie das tun, was sie am besten können: reinrassige Sportwagen bauen. Und genau so wird es nun auch kommen: zum großen Fest gibt es einen Lambo-Speciale!

Ein gelber Lamborghini Miuara, gebaut von 1966 bis 1973.
Der Lamborghini Miuara: Ende der 60er Jahre galt er als "der bessere Ferrari".

Ein Denkmal für Ferruccio: Der Centenario LP770-4

Centenario LP770-4 - übersetzt aus dem „Lambo-Sprech“ bedeutet das: 770 PS und Allrad. Die Höchstgeschwindigkeit soll noch über 350 km/h liegen, aber vor allem die Beschleunigung macht den Centenario zu einem sicheren Stich im Autoquartett: 2,7 Sekunden von 0 auf 100 – damit lässt er z.B. den Koenigsegg One:1 stehen (2,8 Sekunden) und kann wohl nur noch vom Porsche 918 Spyder gestellt werden (2,6 Sekunden).

Stolze 2,2 Millionen Euro soll er einmal kosten, dafür werden aber auch nur 40 Stück gebaut: 20 Coupés und 20 Roadster. Angeblich sind alle schon ausverkauft – und das noch bevor die Öffentlichkeit einen Blick darauf werfen konnte, denn enthüllt wird er erst zum Genfer Autosalon.

Selten & teuer

Das Supercar basiert letztendlich auf dem aktuellen Spitzenmodell „Aventador“ – und auch in der Performance hebt sich der Centenario eigentlich gar nicht so weit vom Serienmodell ab. Der „normale“ Avantador bietet nämlich ebefalls einen Allradantrieb für 700 PS und 350 km/h Topspeed. Nur bei beim 0-auf-100-Sprint ist er mit 2,9 Sekunden um ganze 2 Zehntel langsamer. Dafür kostet er aber „lediglich“ 313.000€.

Alles in allem scheint das Jubiläumsauto also nur ca. 10% mehr Leistung zu bieten – dafür aber fast das 7-fache zu kosten.

Das wäre allerdings immer noch ein weitaus besserer Deal als das letzte Lambo-Sondermodell auf Aventador-Basis: Der Veneno (im Titelbild), der anlässlich des 50. Firmenjubiläums im Jahr 2013 gebaut wurde, hatte gerade mal 51 PS mehr – und kostete mit ca. 3,3 Millionen Euro dafür aber sogar glatt das 10-fache des „normalen“ Aventadors. Dafür war der Veneno aber auch radikal limitiert: Nur 3 Modelle wurden gebaut.

Ein One:1, der Supersportwagen der Firma Koenigsegg, der für jedes Kilogramm Gewicht eine eigene Pferdestärke zur Verfügung hat.
Autobauer Koenigsegg produziert eigentlich nur Sondermodelle. Hier: der ONE:1.

Sondermodelle kommen an

Limitierte und extrem teure Supercars liegen derzeit gewissermaßen im Trend. Sie werden in geringen Stückzahlen produziert und ausgewählten Kunden zunächst hinter verschlossenen Türen präsentiert. Diese können sich dann eines dieser Autos vorreservieren - und das bevor die "Normalsterblichen" überhaupt etwas von diesen Modellen erfahren. Bugatti, Pagani  und auch Porsche bauen regelmäßig solche „Hypercars“, die Firma Koenigsegg produziert eigentlich ausschließlich Spezialmodelle.

Ferrari spannt den Bogen dabei aber sogar noch etwas weiter: Dort erhalten einige handverlesene Auserwählte das Privileg, 3 Millionen Euro für den FXX K, ein Auto ohne Straßenlassung, auszugeben. Das man dann ein Auto besitzt, mit dem man nicht nach Hause fahren kann, soll man aber nicht als Mangel sondern als Ehre empfinden: Man darf sich dafür "Ferrari-Testfahrer" nennen und regelmäßig einige Runden auf der Teststrecke drehen.

Lamborghini kan aber derzeit nicht nur mit Sondermodellen punkten: 2015 war allgemein ein glänzendes Jahr für die Audi-Tochter: Über 3.000 verkaufte Autos wurden ausgeliefert. Insgesamt beschäftigt Lamborghini 1.175 festangestellte Mitarbeiter. In den letzten vier Jahren wurden nahezu 500 neue Arbeitsplätze geschaffen.