Autowelt
Der Koenigegg One:1 nach einem Crash beim Versuch, die Rekordzeit des Porsche 918 Pyders auf der Nürburgring Nordschleife zu brechen.
Der Koenigegg One:1 nach einem Crash beim Versuch, die Rekordzeit des Porsche 918 Pyders auf der Nürburgring Nordschleife zu brechen.
Millionen-Crash beim Supercar-Duell: 1.360 PS beim Teufel!
Der Koenigegg One:1 nach einem Crash beim Versuch, die Rekordzeit des Porsche 918 Pyders auf der Nürburgring Nordschleife zu brechen.
Artikel

Millionen-Crash beim Supercar-Duell: 1.360 PS beim Teufel!

Der 1.360 PS starke Koenigsegg One:1 war angetreten, um den wichtigsten aller Rekorde zu brechen. Das endete grauenvoll. 

Der Porsche 918 Spyder ist bislang der ungeschlagene König der Nordschleife: Auf der wohl wichtigsten Teststrecke der Welt hält er die Spitzenzeit von 6.57 Minuten. Das kann die schwedische die Hypercar-Schmiede "Koenigsegg" so nicht stehen lassen. Sie lebt vom Anspruch, die besten Sportwagen der Welt zu bauen, koste es, was es wolle: Um einen Koenigsegg zu ergattern, muss man nämlich Millionenbeträge auf den Tisch legen!

Leichtbau in extremo: sogar der Motor ist aus Alu

Der „One:1“ ist das beste Pferd im Stall der Schweden. Er ist das erste Auto, das eine PS/Kg-Verteilung von 1:1 schafft: Ein Bi-Turbo-aufgeladener-V8-Motor erzeugt eine wahnsinnige Leistung von 1.360 PS, während das gesamte Auto gerade einmal exakt 1.360 Kilogramm wiegt.  In diese Gewichtsklasse fallen normal Kleinwagen mit 4 Zylindern. Daher galt dieses PS-Gewichts-Verhältnis zuvor als unerreichbar. Und die Schweden mussten dafür auch zu extremen Mitteln greifen. Um Gewicht zu sparen fertigten sie sogar einen Motor aus Aluminium.

1.371 Newtonmeter ziehen den One:1 nach vorne. Zum Vergleich: Ein Porsche Turbo S muss sich mit maximal 750 Nm begnügen. Den schnellen Schweden katapulitert das  in 2,8 Sekunden von Null auf Hundert  –  allerdings entfaltet der One:1 seinen ganzen Irrsinn erst bei höheren Geschwindigkeiten: Von 0 auf 300 km/h schafft er es in aberwitzigen 11.9 Sekunden. Zum Vergleich: Ein VW Polo mit 60 PS braucht schon 16 Sekunden um auf 100  zu kommen! Die Höchstgeschwindigkeit des One:1 liegt dann bei rekordverdächtigen 451 km/h.

Der Champion bleibt ungeschlagen

Allem Wahnsinn zum Trotz: am Porsche 918 Spyder, desssen 918 Modelle für – vergleichsweise günstige – 768.000€ verkauft wurden, kam Koenigsegg bislang nicht vorbei. Im vergangen Jahr musste man die Tests schließlich wegen eines Tempolimits auf der Nordschleife abbrechen.

Dieses Jahr wurde die Strecke wieder freigegeben und Koenigsegg testet nun auch schon seit einigen Wochen – aber die Bestmarke aus Zuffenhausen scheint bislang unüberwindbar zu sein. Der One:1 wäre auch nicht der erste, der sich an Porsches Wunderauto die Zähne ausbeißt: McLaren behauptete einst, mit dem P1 die Rundenzeit des 918 Spyders geknackt zu haben – konnte dies allerdings nie belegen.

Megacar-Crash

Am 18. Juli war der Koenigsegg One:1 nun auch wieder auf Rekordjagd. Dabei verlor der Testfahrer die Kontrolle und knallte mit voller Wucht in die Leitplanke. Der Aufprall war so heftig, dass der Wagen kurzfristig Feuer fing. Das konnte aber schnell wieder gelöscht werden. Der „Rekord-Fahrer“ blieb glücklicherweise unverletzt. 

Artikelbild 3669

Die glorreichen „Sieben“

Ist das Duell "Koneigsegg gegen Porsche" damit am Ende? Schwer zu sagen. Allerdings stellt der Crash die Jungs aus Schweden schon vor einige Probleme: Vom „One:1“ wurden nur 7 Stück gebaut – und die wurden allesamt verkauft. Auch der verunglückte Testwagen gehörte bereits einem Kunden. Zunächst sieht es wohl danach aus, als könnten die Schweden das Schmuckstück noch einmal „reparieren". Angeblich sei das Hypercar nur zu 14 Prozent zerstört. Aber wenn man die Bilder sieht, wird klar: Einfach wird es wohl dennoch nicht werden. Ob und wann sie sich noch einmal auf eine 918-Spyder-Jagd einlassen, ist momentan allerdings noch völlig unklar. Uns würde es jedenfalls freuen!

 

 

Außerdem zu diesem Thema: