Autowelt
DRIVEN!-Redakteur Christoph Eichholz mit einem bleuen Golf III in Yaounde, Kamerun.
DRIVEN!-Redakteur Christoph Eichholz mit einem bleuen Golf III in Yaounde, Kamerun.
DRIVEN-Test "Fahren im Ausland": Bleifuß in Afrika!
DRIVEN!-Redakteur Christoph Eichholz mit einem bleuen Golf III in Yaounde, Kamerun.
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DRIVEN-Test "Fahren im Ausland": Bleifuß in Afrika!

Wer den Urlaub nicht im Spessart verbringen will, steht vor der Frage: Soll ich im Ausland Autofahren? DRIVEN! hat es in Kamerun probiert.

Nach vielen Stunden Autofahrt ist man endlich im Adria-Urlaub angekommen – und als erstes begegnet einem der ungeliebte Nachbar aus Ampermoching. Wer sich vor so etwas fürchtet, dem kann ich Yaounde empfehlen: In Kameruns Hauptstadt kann man sich recht lange aufhalten, ohne auf bekannte Gesichter zu treffen.

Aber wie dem auch sei – als Auto-Redakteur will man ja eigentlich sowieso immer nur das eine: ans Steuer! Also Auto organisieren und „on y va“!  Vorher schaue ich dann aber doch nochmal nach, was das Auswärtige Amt zu solchen Plänen sagt.

„Kamerun verfügt im Vergleich zu anderen afrikanischen Ländern über ein gut ausgebautes Straßennetz. Die touristische Infrastruktur hat allerdings noch keinen besonders hohen Standard erreicht. Wegen der hohen Unfallgefahr im Straßenverkehr ist ein defensiver Fahrstil angezeigt, Sicherheitsgurte sollten unbedingt angelegt werden. Von Fahrten bei Dunkelheit wird abgeraten.“

Aha. Für mich klingt das wie: „wird schon schiefgehen“. Und es geht dann ja auch schief. Aber daran bin ich wohl selber schuld: In Yaounde kann man sich auch problemlos einen einwandfreien Toyota-Jeep samt Fahrer besorgen.

Aber ich will natürlich die volle Dröhnung und suche mir ein Auto, das nach Abenteuer riecht. Und so lande ich in einem blauen 3er Golf. 

Ein blauer Golf III in Yaounde, der Hauptstadt von Kamerun.

Bleifuß oder nichts!

Als erstes muss ich dann auch gleich alle guten Ratschläge von Herrn Steinmeier über Bord werfen: Die Sicherheitsgurte klemmen nämlich. Konsequenter Weise sind aber auch die Airbags zugenäht (!). 

Ein rotes GTI-Emblem an einem Golf III.

Das spannendste an meinem Auto ist allerdings der Motor. Der Golf trägt nämlich zahlreiche „GTI“-Insignien, ist aber trotzdem eher ein „TDI“. Vom Turbolader ist aber nichts mehr zu spüren. Und Yaounde ist ein wenig wie Rom: es geht permanent bergauf und bergab, bergauf und bergab und bergauf und bergab. Daher muss ich ab einer gewissen Steigung wirklich alle Register ziehen, damit der Golf vom Fleck kommt. Zusammen mit dem wuseligen afrikanischen Straßenverkehr wird das dann doch recht abenteuerlich.

Aber ich habe es ja schließlich auch nicht anders gewollt – und alles andere hätte dieses kurze Video ja auch nicht halb so spannend gemacht:

 

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