Skoda Karoq, Halbseitenansicht von vorne, stehend, rot
Foto: Skoda

Vorstellung und Konfigurator-Check

Skoda Karoq: Tiguan-Bruder im Preis-Test

Ein "Günstig-Tiguan"? Der Skoda Karoq hat vieles mit seinem Konzernbruder gemein. Doch was ist mit dem Preis?

Den Skoda Karoq könnte man als "die tschechische Antwort auf den VW Tiguan" bezeichnen. Sofern beide nicht Volkswagen-Geschwister wären und in direkter Konkurrenz stünden. So ist der Karoq eher das Spiegelbild seines deutschen Bestseller-Pendants und ähnelt ihm in mehrfacher Weise - nicht nur im Portfolio der Motoren. Doch vor allem im Preis klafft zwischen beiden Volkswagen eine deutliche Lücke. Denn so teuer der Tiguan inzwischen auch geworden sein mag, der Karoq scheint seinen Preis nicht nur zu halten, sondern - im Gegenteil - sogar noch günstiger zu werden. 

Der Skoda Karoq ähnelt dem VW Tiguan in so mancher Hinsicht.
Der Skoda Karoq ähnelt dem VW Tiguan in so mancher Hinsicht.
Foto: Skoda

Während nämlich zwischenzeitlich der Einstiegspreis für den günstigsten Karoq-Motor bei 24.290 Euro lag, beginnt er im Modelljahr 2020 bereits ab 22.940 Euro. Wie geht das denn? Immerhin hat der Karoq ja immer sehr gute Noten bekommen. Oder ist das alles bloß ein geschickter Marketing-Schachzug? Und wie viel kostet ein neues Karoq-SUV überhaupt? Vorausgesetzt, man möchte sich nicht nur mit dem Allergünstigsten begnügen. Wir wollen dem kleinen Bruder des großen tschechischen SUV-Bären Kodiaq in seinem Preis-Leistungsverhältnis auf die Spur kommen. Im Skoda-Konfigurator werden wir uns jetzt einen möglichst soliden Karoq zusammenstellen und sehen, welche Kosten uns dabei erwarten.

Skoda Karoq: Preis-Niveau und Leistungen der Motoren

Skoda Karoq, Halbseitenansicht von vorne, fahrend auf Schnee
Foto: Skoda

Wie beim Tiguan ist auch kann man auch das Motoren-Angebot beim Skoda Karoq als sehr zufriedenstellend bezeichnen. Das Leistungsspektrum reicht von 115 über 150 bis 190 PS und gewährleistet so eine vernünfiges Kraftpotential. Allerdings lässt sich der Tiguan im Gegensatz zum Karoq noch mit zwei Top-Motoren bestücken, die deutlich über 200 PS liegen. Eine derartige Selbstbeschränkung muss man also akzeptieren, wenn man sich das tschechische Kompakt-SUV kaufen will. Was aber für viele ohnehin nicht allzu schwer ins Gewicht fallen dürfte. Ein Mangel an Antriebsformen besteht ohnehin nicht. Die meisten Ansprüche werden nämlich abgedeckt. Und außerdem liegen die Motoren des Karoq im Preis um einiges niedriger als die entsprechenden Maschinen des VW Tiguan. Im Überblick stellt sich die Motoren-Situation beim Skoda Karoq zu Beginn des Modelljahrs 2020 wie folgt dar:

Benziner:

1.0 TSI: 85 kW/115 PS, Verbrauch (komb.): 5,1 l/100 km, 6-Gang-Schaltgetriebe – ab 22.940 €

1.5 TSI ACT: 110 kW/150 PS, Verbrauch (komb.): 5,2 l/100 km, 6-Gang-Schaltgetriebe – 27.440 €

1.5 TSI ACT: 110 kW/150 PS, Verbrauch (komb.): 5,3 l/100 km, 7-Gang-DSG – 29.240 €

Diesel:

1.6 TDI: 85 kW/115 PS, Verbrauch (komb.): 4,4 l/100 km, 6-Gang-Schaltgetriebe – ab 26.100 €

1.6 TDI: 85 kW/115 PS, Verbrauch (komb.): 4,6 l/100 km, 7-Gang-DSG – 30.150 €

2.0 TDI: 110 kW/150 PS, Verbrauch (komb.): 4,6 l/100 km, 6-Gang-Schaltgetriebe – 30.650 €

2.0 TDI (Allrad): 110 kW/150 PS, Verbrauch (komb.): 5,4 l/100 km, 7-Gang-DSG – 34.550 €

2.0 TDI (Allrad): 140 kW/190 PS, Verbrauch (komb.): 5,1 l/100 km, 7-Gang-DSG – 35.900 €

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Unser Wahlmotor: Benziner mit 150 PS und manueller 6-Gang-Schaltung

Für unseren persönlichen Skoda Karoq stellen wir uns schon etwas Stärkeres vor. 115 PS sind für unseren Anspruch nun doch zu wenig. Natürlich lässt sich das SUV auch damit gut auf der Straße halten, aber eben nur auf der Straße. Unter 150 PS sollte man mit dem beinahe anderthalb Tonnen schweren Karoq nämlich nicht unbedingt ins Gelände gehen. Außerdem schafft man mit 1,6 TDI oder 1.0 TSI den Sprint auf die 100 km/h nicht unter 10 Sekunden. Etwas behäbig, wie wir finden. Die rund 8,5 Sekunden, die der 1.5 TSI-Benziner dafür braucht, nehmen sich da schon deutlich zügiger aus. 190 PS müssen nicht sein. Der Top-Diesel scheidet also ebenfalls aus. Bleiben noch zwei Fragen. Zunächst: Manuell- oder Automatikschaltung. Wir zumindest finden, ein SUV, womit man den gelegentlichen Abstecher ins Gelände wagt, macht sich besser mit Handschaltung. Unter anderem fällt das Rangieren auf engen Waldwegen leichter, weil sich die Handschaltung eben dabei besser "händeln" lässt, um es salopp zu sagen. Und schließlich: Benzin oder Diesel? Die Antwort darauf fällt uns schon etwas schwerer. Letzten Endes wählen wir aber doch den entsprechenden Benziner. Zum einen ist der nämlich 3.210 Euro günstiger als sein Diesel-Pendant. Zum anderen finden wir den kombinierten Verbrauch des Benziners mit durchschnittlichen 5,2 Litern nun doch sehr moderat. Folglich wollen wir den 150 PS starken 1.5 TSI ACT mit 6-gängiger Handschaltung haben. Der Einstiegspreis für unseren Karoq lautet damit: 27.440 Euro.

Der Karoq im natürlichen Umfeld.
Der Karoq im natürlichen Umfeld.
Foto: Skoda

Aber bevor wir nun weitermachen, wollen wir kurz noch etwas aufklären: Wie eingangs schon gesagt, scheint der Skoda Karoq im Preis gefallen zu sein. Das erklärt sich jedoch lediglich mit der Einpreisung der Motoren. Der kleinste Benziner nämlich ist tatsächlich um mehr als 1.000 Euro günstiger geworden. Ähnliches beim 1.6 TDI-Einstiegsdiesel. Damit ist es mit dem vermeintlichen Preiswunder aber schon wieder vorbei. Denn bei allen anderen Antrieben merkt man im zeitlichen Vergleich schnell eine gewisse Preis-Anhebung. Das betrifft auch unseren Wahl-Motor. In diesem Fall müssen wir feststellen, dass er seit August 2018 um 550 Euro teurer geworden ist. Doch der Gedanke, dass es bei der Konkurrenz und auch im Volkswagen-Konzern selbst in der Zwischenzeit weitaus deutlichere Preis-Anhebungen bei vergleichbaren Modellen gegeben hat, lässt das dann halb so wild erscheinen. 550 Euro mehr wirken auf diesen Zeitraum eher als ein Pappenstiel - und das nicht nur im Volkswagen-Konzern.

Die Ausstattungslinien des Skoda Karoq 2019 / 2020

Der Skoda Karoq hält drei Ausstattungslinien bereit: "Active", "Ambition" und "Style" - aufsteigend in dieser Reihenfolge, wobei der Skoda Karoq "Active" lediglich eine serienmäßige Standardausstattung, die so genannte Basisausstattung, bezeichnet. "Ambition" basiert auf "Active" und erweitert und/oder ergänzt dessen Serienausstattung um mehrere weitere Bestandteile. Die Spitze der serienmäßigen Ausstattungen bildet die Linie Skoda Karoq "Style". Wie der Beiname auch schon vermuten lässt, hat dieses Topmodell des tschechischen Kompakt-SUV auch einiges in und an sich, das dem gehobeneren Look unterstreicht. Wir wollen jetzt einmal wissen, was uns die einzelnen Ausstattungslinien konkret alles zu bieten haben, bevor wir uns im Konfigurator für eine davon entscheiden. 

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Wer recht genügsam ist, für den bietet bereits der Skoda Karoq "Active" (ab 22.940 Euro) allerhand Zufriedenstellendes: 16-Zoll-Stahlräder, ein Lederlenkrad, einen Tempomaten, Nebelscheinwerfer, Halogenscheinwerfer, eine Klimaanlage und einen Berganfahrassistenten. Dazu das Musiksystem "Swing" mit 6,5 Zoll großer Anzeige inklusive SD-Karten-Slot. Ganz speziell erwähnenswert ist auch die automatische Notruffunktion "Emergency Call" (bei einem Unfall mit Airbag-Auslösung). Hinzu kommt schließlich noch der Frontradarassistent inklusive City-Notbremsfunktion mit Personenerkennung. Dieses Sicherheitsfeature ist ebenfalls schon serienmäßig mit an Bord jedes Skoda Karoq. 

Wie bereits gesagt, erweitert und/oder ergänzt die nächsthöhere Ausstattungslinie Skoda Karoq "Ambition" die Basisausstattung von "Active" um verschiedene Merkmale. Im Bereich des Infotainments ist das der digitale Radioempfang DAB+, im Komfort beispielsweise die Lendenwirbelstützen für die Vordersitze. Zudem steht der Karoq "Ambition" serienmäßig auf größeren Felgen in 17 Zoll. Den Sicherheitsbereich wertet die "Ambition"-Linie immerhin mit der automatischen Innenspiegelabblendung etwas auf, und in puncto Assistenz sind der Berganfahrassistent und die Parksensoren am Heck zu nennen. Preislich liegt der Skoda Karoq "Ambition" 2.300 Euro über dem Basismodell "Active". Erst ab 25.240 Euro beginnt also hier der Einstieg.

Nun ist da noch die Top-Ausstattungslinie Skoda Karoq "Style". Im Preis beginnt sie ab 26.840 Euro und kommt serienmäßig mit 18-Zoll-Leichtmetallfelgen im Design "Mytikas". Sie erweitert den Bestand der Features noch um Parksensoren an der Front, die Klimaautomatik, die Sitzheizung vorne, das farbige Maxi-Dot-Display und das Musiksystem "Bolero" mit Smartlink+(SmartGate, MirrorLink™, Android Auto und Apple CarPlay). Ebenfalls bereits in Serie mit dabei ist die Bluetooth-Komfort-Telefonfreisprecheinrichtung zusammen mit der Phonebox und induktiver Aufladefunktion. Innen sind spezielle Dekoreinlagen verbaut. Doch darüber hinaus tun wir uns etwas schwer mit dem so schillernden Beinamen "Style". Das war's nämlich schon wieder im Wesentlichen mit der serienmäßigen Aufwertung des Looks. Selbst die Styling-Extras im Konfigurator-Bereich der Sonderausstattung sind nicht günstiger zu haben als bei "Ambition". Außen wie innen. Will man nämlich für seinen Karoq "Style" beispielsweise die Lederausstattung "Glamour" später noch dazunehmen, macht das als Aufpreis 1.420 Euro und kostet darum auch nicht weniger als für den Karoq "Ambition". 

Der Skoda Karoq im Video

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Skoda-SUV im Konfigurator: Welchen Karoq wir wählen

Für unsere Ansprüche rechnet sich der Mehrwert, den ein Skoda Karoq "Style" gegenüber "Ambition" zu bieten hat, nicht. Denn für den 1.600 Euro höheren Kaufpreis hätten wir uns davon schon wesentlich mehr versprochen. Und da, wie gesagt, das allermeiste der Sonderausstattung ohnehin dasselbe kostet, können wir uns schon sehr gut mit der Ausstattungslinie Skoda Karoq "Ambition" anfreunden. Zusammen mit unserem 1.5 TSI-Wahlmotor stehen wir weiterhin unverändert bei 27.440 Euro. Wieso das? Nicht teurer? Nein! Denn man muss dazusagen, dass die Basislinie "Active" ohnehin nur mit dem schwächsten Diesel (115 PS) oder dem schwächsten Benziner (115 PS) erhältlich ist. Mit unserem 150 PS starken Antrieb kommen für uns also automatisch nur die höheren Linie "Ambition" oder "Style" infrage. Oder umgekehrt: Will man einen Karoq "Active" haben, muss man zwangsläufig mit den genannten 115 PS-Motoren vorlieb nehmen. 

Das Vitrtual Cocpit lässt sich für 360 Euro dazurüsten, setzt aber eines der beiden Navigationspakete voraus. Für uns etwas zu viel des Guten, für andere Ansprüche aber sicherlich eine Überlegung wert.
Das Vitrtual Cocpit lässt sich für 360 Euro dazurüsten, setzt aber eines der beiden Navigationspakete voraus. Für uns etwas zu viel des Guten, für andere Ansprüche aber sicherlich eine Überlegung wert.
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Lackierungen und Felgen

Der Skoda Karoq-Konfigurator stellt uns bei den Außenlackierungen vor ein Wahl-Spektrum von vierzehn Optionen. Das gilt für alle Ausstattungslinien. Dass sich hier leicht eine Entscheidung treffen lässt, möchte man meinen. Doch tun wir uns aber darin etwas schwer. Denn die meisten Lackierungen finden wir für unser Kompakt-SUV entweder zu knallig oder zu glanzlos-nüchtern. Tatsächlich ist es in diesem Konfigurator-Test auch die kostenlose Standardlfarbe "Energy-Blau Uni", die uns bereits ziemlich deutlich anspricht. Mit 230 Euro eingepreist sind "Stahl-Grau Uni" und "Candy-Weiß Uni", zwei immerhin recht günstige Alternativen, die aber so hart und leblos wirken wie ihre Namen. Darüber liegt nur noch eine Palette von fünf je 550 Euro teuren Metallic- oder Perleffekt Lackierungen. Gewiss, "Moon-Weiß Perleffekt" würde den Wiederverkaufswert unseres Skoda Karoq erhalten helfen. Doch was in unseren Augen überhaupt nicht geht ist das doch recht giftige "Emerald-Grün Metallic". Wie dem auch sei: In unserem Konfigurator-Test hier wollen wir uns mit der Standardfarbe begnügen. Überhaupt ist gegen einen Karoq in "Energy-Blau Uni" nicht viel einzuwenden. Doch das ist ja auch eine ganz persönliche Geschmacksfrage. Fazit: Geld gespart, das wir jetzt gut in die weitere, vor allem funktionale Sonderausstattung unseres Karoq investieren können.

Der Skoda Karoq-Konfigurator präsentiert uns als Alternative für unser Felgen-Serienmodell "Ratikon" noch drei weitere Ausführungen in unterschiedlicher Preislage: Gegen einen jeweiligen Aufpreis von 130 Euro, 530 Euro oder 630 Euro lassen sich diese Design-Typen wählen, von denen uns allerdings optisch keine so recht überzeugt. Das Hauptargument für den Felgenwechsel ist zweifellos die Größe der beiden teureren Optionen, nämlich 18 Zoll. Das mag bei manchem zünden. Wir hingegen wollen auch hier beim Standard bleiben. Wieder Geld eingespart, das wir wohl eher für Extras und Sonderausstattung brauchen können. Was gibt es da in dieser Hinsicht?

Sonderausstattung und Extras für den Skoda Karoq

Wie schon angedeutet, ist Art und Umfang der möglichen Sonderausstattung abhängig von der gewählten Ausstattungslinie des Karoq. Und wie ebenfalls schon gesagt, unterscheiden sich die Aufpreis für einzelne Extras bei "Ambition" und "Style" (fast) nicht. Wir müssen also nicht befürchten, dass wir mit der zusätzlichen Aufwertung unseres Skoda Karoq "Ambition" mittels Einzelelementen deutlich teurer wegkommen, als wenn wir uns für die "Style"-Linie entschieden hätten. Wo hingegen sich durchaus ein großer Unterschied ergibt, sind die Pakete - zum sichtlichen Nachteil unseres Karoq "Ambition". Denn entweder zahlt man bei ihm teils deutlich mehr für das jeweilige Paket, oder aber es stehen für ihn gewisse Pakete erst gar nicht im Konfigurator-Angebot. So lässt sich das Paket "Licht & Sicht" zum Beispiel erst ab der Linie "Style" auswählen. Und für das Navigationspaket "Business Amundsen" zahlen wir, sofern wir es haben wollen, gleich 500 Euro mehr als bei einem Karoq "Style".

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Dieses Navigationspaket ist es auch, dass uns vorwiegend interessiert. Denn es enthält neben dem Radio-Infotainmentsystem "Amundsen", der Müdigkeitserkennung und den im Verbund "Sunset" dunkel getönten Heck- und Seitenscheiben auch die Verkehrszeichenerkennung und eine Gepäcknetztrennwand. Dazu ebenfalls noch einen WLAN-Hotspot zur Nutzung der Datenverbindung des gekoppelten Mobiltelefons sowie die Phonebox mit induktiver Aufladefunktion fürs Handy. 1.590 Euro kostet das für unseren Karoq "Ambition". Eine Koppelung an weitere Features gibt es dankenswerter Weise in diesem Fall nicht. Wir können das Paket also auswählen, ohne zu befürchten, dass noch weitere Aufpreis-pflichtige Elemente dafür die Voraussetzung bilden. Doch es ginge in diesem Bereich noch wesentlich teurer und technisch ausgefeilter, nämlich in Form des Navigationspakets "Columbus". Das wird im Konfigurator gleich um 1.400 Euro mehr geführt, kostet also 2.990 Euro. Kein Pappenstiel. Dafür liefert es noch weitere Finessen wie das Wifi-Netzwerk oder den 9,2 Zoll großen Touch-Screen-Monitor mit, wodurch sich der Karoq auf High-Tech-Niveau bringen lässt. Die Heckklappe lässt sich dazu noch elektrisch bedienen. "Columbus" bietet darum auch einen ziemlichen Komfort-Gewinn. Allerdings ist es uns letztendlich doch etwas zu kostspielig, weshalb wir uns mit "Amundsen" zufriedengeben wollen. Mit dieser Investition steigt unser Skoda Karoq-Konfigurator-Preis nun auf 29.030 Euro. 

Was sich vom Namen her sehr gut anhört und auf den ersten Blick auch ziemlich günstig zu sein scheint, sind die Pakete "Family" und "Familiy-Plus". Mit 180 Euro und 200 Euro stehen beide auf der Konfigurator-Preisliste. Und welcher Elternteil würde sich nicht gewisse Extras wie die darin enthaltene Kindersicherung wünschen. Doch kommen hier jeweils Elemente-Koppelungen mit ins Spiel - und der Preis kann gleich um das Zigfache in die Höhe schnellen: Die Mitnahme einer Lederausstattung für 1.420 Euro wird hier vorausgesetzt, dort das teure "Columbus"-Paket für 2.990 Euro. In der Summe kommt man folglich bei der unbedarften Wahl des "Family"-Pakets auf gleich 4.590 Euro. Und das ist nun wirklich ziemlich happig!

Zuletzt wäre da noch das LED-Beleuchtungspaket. Ambientelicht und eine LED-Beleuchtung im Innenraum? Kostet tatsächlich auch nur 280 Euro. Wir verzichten aber trotzdem. Da wollen wir lieber noch für ein paar funktionale Einzelelemente haben. Die Rückfahrkamera ist etwas, das wir noch unbedingt für unser 4,38 x 1,84 x 1,60 Meter messendes SUV haben wollen. Die 350 Euro dafür kommen darum ohne lange zu überlegen auf unsere Konfigurator-Preis-Liste. Und bitte auch der Proaktive Insassenschutz samt den Seitenairbags für den Fond! 440 Euro sind dafür nicht wirklich zu viel. Man könnte jetzt behaupten, das sei die Summe, die wir uns beim Thema Lackierung und Felgen eingespart haben. Und im Konfigurator sind wir damit noch nicht über die 30.000 Euro-Marke gekommen. Klar, wir müssen und wollen uns auch nicht an den 180 Euro orientieren, die uns bis dorthin noch fehlen. Doch man sieht, dass das Preis-Leistungsverhältnis beim Skoda Karoq durchaus stimmt. 

Was noch? Eine 2-Zonen-Klimaautomatik (490 Euro)? Oder die elektrische Heckklappe einzeln und ohne irgendeinen Paket-Verbund? Würde in dem Fall auch noch 400 Euro kosten. Wir finden im Konfigurator-Angebot dann doch noch etwas sehr interessantes, nämlich den so genannten Parklenkassistent 3.0 inklusive Parksensoren für die Front. Und es wundert uns direkt, dass dieses doch extrem tolle Feature für den teil-autonomen, sicheren Parkvorgang nur mit 610 Euro veranschlagt wir und vor allem: dass es keine technischen Voraussetzungen braucht, die den Preis noch einmal steigern würden. Davon sind wir richtig überzeugt! Den Preis dafür nehmen wir noch gerne mit auf die Rechnung.

Und sonst? Der Skoda Karoq-Konfigurator stellt und noch allerhand Weiteres in Aussicht - Extras in unterschiedlicher Preis-Höhe. Doch wollen wir an der Stelle Schluss machen. Das für uns Wesentliche haben wir nämlich in unserem Karoq nun drin.

Fazit: Das ist unser Skoda Karoq-Preis im Konfigurator. Ein "günstiger Tiguan"?

Der Karoq-Konfigurator rechnet uns jetzt als Gesamtpreis 30.430 Euro auf. Ist das viel? Ohne jetzt erst groß referieren zu müssen, können wir sagen: Nein, nicht wirklich! 2.990 Euro für Sonderausstattung und Extras ebenso wenig. Zumindest nicht, wenn wir sehen, was wir für diesen Preis erhalten haben. Angefangen hat es mit dem Motor, der den weitaus größten Posten bildet. Für den Benziner mit 150 PS und manueller 6-Gang-Schalung sind alleine 27.440 Euro fällig geworden. Eigentlich ein ziemlich niedriger Anspruch, wenn man sich noch einmal vor Augen führt, dass wir weder Automatik noch Allrad genommen haben. Dazu kommt noch, dass dieser Antrieb entgegen dem Anschein, der Karoq sei günstiger geworden, über die Zeit im Preis gestiegen ist. Zwar "nur" um 550 Euro, aber immerhin. 

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Dafür folgten gleich drei Entscheidungen im Karoq-Konfigurator, die uns überhaupt keinen Aufpreis verursacht haben: die Wahl der Ausstattungslinie "Ambition", der Lackierung und der Felgen. Bei letzteren beiden haben wir alles so gelassen, wie es die Serie vorgibt. Im Gegensatz dazu sind aber bei Sonderausstattung und Extras noch einige Zusätze angefallen. Und das nicht ohne Grund. Upgrades in der Sicherheit sind sowieso nie rausgeworfenes Geld. Die Seitenairbags für den Fondbereich und der proaktive Insassenschutz mussten einfach mit an Bord. Darüber hinaus haben wir noch einige Erleichterungen für den entspannteren Fahralltag dazugenommen. Vor allem der Parklenkassistent 3.0 war für uns eine überaus positive Überraschung bei Preis und Funktion. Das ganze wird schließlich durch die Rückfahrkamera abgerundet. Als größter Posten ist das Navigationspaket "Amundsen" ins Gewicht gefallen. Im Verbund kommen hier zum gleichnamigen Navi noch einige wirklich sinnvolle Elemente dazu wie die Müdigkeits- oder die Verkehrszeichenerkennung. Gegenüber den Einzelelementen ergibt das einen Preisvorteil von 720 Euro. 

Am Ende können wir uns noch einmal die Frage stellen: Ist der Karoq jetzt günstiger geworden. Und wenn nicht: Hat das SUV zumindest seinen Durchschnittspreis gehalten? Leider nein, in beiderlei Hinsicht. Der Skoda Karoq 2019 / 2020 ist tatsächlich etwas im Preis gestiegen. Allerdings nur sehr gemäßigt, wenn man als Vergleich den Konzernbruder VW Tiguan zugrunde legt. Der nämlich wird zusehends teurer - und das im wahrsten Sinn des Wortes. Preisanhebungen in dreistelliger Höhe sind beim Tiguan 2019 gleich mehrmals vorgenommen worden, was dieses Kompakt-SUV für den Otto-Normalverbraucher immer unerschwinglicher machen dürfte. Im Kontrast dazu steht der Karoq: Ihn kann man vor diesem Hintergrund immer deutlicher als günstige Alternative zum Tiguan begreifen. Vor allem auch, wenn man sich ansieht, was wir in unserem Konfigurator-Test alles bekommen haben - und zu welchem Preis! Mit Vergleichbarem kommt beim Tiguan mittlerweile auf gleich mehrere Tausend Euro mehr.

Skoda Karoq: Abmessungen und Volumina

  • Abmessungen L x B x H: 4.382 x 1.841 x 1.605 mm
  • Radstand: 2.638 mm
  • Leergewicht: 1.340 – 1.665 kg
  • Kofferraumvolumen: 521 – 1.810 l
  • Tankvolumen: 50 l (Diesel 55 l)

Skoda Karoq Scout und Sportline: Neue Ausstattungen 2019

Auf dem Pariser Autosalon 2018 im Oktober stellt Skoda zwei neue Ausführungen des Karoq vor. Diese sind sowohl für Freunde von rustikaler Geländeoptik als auch für solche, die ein Faible für besonders sportliche SUV haben, interessant: Der Skoda Karoq Scout besitzt Allradantrieb serienmäßig, eine markante Offroad-Optik sowie spezielle 18-Zoll-Räder. Die Motoren des Karoq Scout orientieren sich am Angebot für den "normalen" Karoq. Skoda bietet drei verschiedene Leistungsstufen an: Die Basis bilden der 1,5-Liter-Benziner mit 150 PS sowie der gleichstarke 1.5 TDI-Diesel. Alternativ ist der Selbstzünder dann auch mit einer potenteren Leistung von 190 PS zu kaufen. Während der schwächere Diesel nur mit Schaltgetriebe verfügbar ist, können der stärkere Diesel sowie der Benziner auch mit der Siebengang-DSG konfiguriert werden. Was zeichnet den Skoda Karoq Scout im Innenraum aus? Neue Sitzbezüge, Kontrastnähte in speziellen Farben sowie ein Lederlenkrad gehören zum Leistungsumfang. 

Als zweite neue Ausstattungsvariante rollte 2018 der Skoda Karoq Sportline in den Handel: Exklusiv hierfür ist ein neuer 190 PS starker Benziner erhältlich sein. Des Weiteren hebt sich die dynamische Ausführung durch sportliche Stoßfänger sowie eigens konzipierte 18-Zoll-Leichtmetallfelgen von den übrigen Karoq-Ausstattungsvarianten ab. Das Interieur besteht neben weiteren Features aus Sportsitzen mit Kontrastnähten. Der Einstieg für einen Karoq Sportline beginnt derezit ab einem Preis von 30.870 Euro.

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