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Nissan Leaf 2018, Frontansicht Foto: Nissan
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Elektroauto-Bestseller im Preis-Check

Nissan Leaf 2018: Was taugt die fernöstliche Öko-Alternative?

Der Japaner Nissan Leaf gilt als erfolgreichstes Elektroauto der Welt. Unsere Kaufberatung erklärt den Emissions-Sparer.

Hauptkonkurrenten: BMW i3, VW e-Golf, Tesla Model 3, Renault Zoe

Nissan Leaf, Halbseitenansicht von vorne oben, stehend, blau
Foto © Nissan

Ja, wir geben es zu – am Designstil des Nissan Leaf können sich durchaus die Geister scheiden. Diese Einschätzung hielt Freunde des gepflegten elektrischen Cruisens hingegen nicht davon ab, den Leaf in den vergangenen acht Jahren weit über 300.000 Mal zu kaufen und den Japaner somit zum erfolgreichsten Elektroauto der Welt zu machen. Im Herbst 2017 wurde mit dem limitierten Sondermodell „2.Zero“ der Marktstart von Generation zwei zelebriert. Seit nunmehr rund einem Jahr schickt sich der Nissan Leaf 2 an, in die Fußstapfen seines Vorgängers zu treten. Handelt es sich bei dem smarten Nissan-Elektroauto neuerlich um einen Verkaufsschlager? Schließlich kann, wer gestern noch Vorreiter war, heute bereits zu den Abgehängten gehören. Man frage zum Beispiel bei der deutschen oder der spanischen Fußball-Nationalmannschaft nach. 

Nissan Leaf: Erfolgreiches Elektroauto in zweiter Generation

Trotz rasanter Fortschritte bei der Technik der Elektroautos war der erste Nissan Leaf durchaus gnädig gealtert. Selbst im stolzen Alter von sieben Jahren zählte er noch zu den beliebtesten E-Modellen, wohl auch mangels Alternativen. Mit rund 113 Kilometern war die Reichweite von Generation eins aber nicht mehr zeitgemäß. Vor allem der Renault Zoe, ein Produkt von Nissans Allianzpartner, holte in Europa bei den Verkaufszahlen rasant auf. Doch auch das Nachfolge-Modell Leaf 2018 durfte sich bis zuletzt mit dem Titel "meistverkauftes Elektroauto der Welt" schmücken. Erst seit kurzem steht fest, dass der amerikanische Rivale Tesla Model 3 in den ersten acht Monaten des Jahres 2018 vorbeiziehen konnte und dem Erfolgsgaranten den Spitzenplatz weggeschnappt hat.

Nissan Leaf 2018, weiß, Heckansicht
Foto: Nissan

Was hat sich beim Nissan Leaf 2 in Sachen Optik geändert? Mit 4,49 Metern ist der neue Leaf ein wenig in den Abmessungen gewachsen und erfreut uns mit einer deutlich angenehmeren Optik. Die Frontscheinwerfer ragen nicht mehr bis unter die Motorhaube und wirken daher weniger eigenartig, während die neu platzierte C-Säule beinahe an den i3 des Konkurrenten mit dem weißblauen Emblem erinnert. Der Kühlergrill sieht ebenfalls aufgeräumter aus und wurde mit einem hübschen Chrom-V deutlich aufgewertet.

Wieviel Geld lässt sich etwa ein Jahr nach der Markteinführung beim Kauf eines Nissan Leaf-Neuwagens sparen? In diesem Konfigurator-Test gehen wir dieser Frage auf den Grund und analysieren das elektrifizierte Angebot der neuen Nissan-Leaf-Generation.

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Nissan Leaf 2018: Preis und technische Daten

Um das Rennen nicht im hinteren Drittel abzuschließen, spendierte Nissan dem neuen Leaf nicht nur eine neue Optik, sondern hat natürlich auch Ausstattung und Motorisierung upgedatet. Der reguläre Einstiegspreis des Nissan Leaf 2018 liegt bei 31.950 Euro. Trotzdem geht es noch günstiger: Mit dem staatlich geförderten Umweltbonus für Elektrofahrzeuge sind noch 4.000 Euro Preisnachlass (teilen sich Staat und Autohersteller) mit drin. In der AC-Synchron-Motorisierung des seit Januar 2018 lieferbaren Leaf stecken satte 150 PS, was immerhin 40 PS mehr sind als beim bisherigen Modell der ersten Generation. Auch das Drehmoment wurde nach oben angepasst und glänzt nun mit beträchtlichen 320 Newtonmetern (statt zuvor 250 Nm). Um die circa 1,5 Tonnen des Leafs auf über 100 km/h zu beschleunigen, benötigt die neue Version lediglich 7,9 Sekunden. Das sind mal eben stolze vier Sekunden weniger als beim 2010er Modell.

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Die Erfahrung aus Generation eins merkt man dem mit knapp 4,50 m Länge schon fast aus der Kompaktklasse herausragenden Nissan Leaf an. So wurde neben der PS-Leistung auch die Akkukapazität von 30 auf 40 kWh erweitert. War der Leaf dank seiner E-Maschine seit jeher ein Ampelschnellstarter, geht ihm jetzt auch bei Tempo 60 nicht mehr gleich die Puste aus. Nissan-Leaf-Tests berichten von einem ziemlich gnadenlosen Spurt. Zum Vergleich: Die Beschleunigung auf 100 km/h besitzt den gleichen Wert wie eine allradgetriebene Mercedes E-Klasse mit 2,0-Liter-Benziner.

Eine weitere E-Plus-Variante des Nissan Leaf sollte ursprünglich 2018 nachgereicht werden. Nun wird das Elektroauto von Nissan allerdings erst kommendes Jahr mit größerer Batterie und mehr Reichweite erscheinen - mutmaßlich 218 PS sowie bis zu 500 km.

Nissan Leaf 2018: Motor und Abmessungen

Motor: 110 kW/150 PS, Frontantrieb, Verbrauch: 15,2 - 14,6 kWh/100 km, Automatik
Länge x Breite x Höhe: 4.490 x 1.788 mm x 1.530 – 1540 mm 
Radstand: 2.700 mm 
Lade-/Kofferraumvolumen: 435 Liter
Leergewicht: 1.580 – 1.640 kg
CO2-Emissionen: 0 g/km

Nissan Leaf 2018, Motor und Batterie, Antriebsstrang
Foto © Nissan

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Nissan Leaf im Test: Das ist neu im Innenraum

Für uns am überraschendsten präsentiert sich beim Nissan-Leaf-Nachfolger der Innenraum. Von der zuvor eher futuristisch anmutenden Optik ist nahezu nichts mehr übrig. Stattdessen grüßt uns ein braver, analoger Tacho mit kleinem, separaten Infobildschirm. Dieser erfreut mit schicken Animationen, ohne dabei unübersichtlich zu wirken. Das zweiteilige Kombi-Instrument gehört im Leaf-Innenraum der Vergangenheit an. In der Mittelkonsole findet sich weiterhin der Infotainment-Touchscreen - und die Platzverhältnisse im Fond sind leider unverändert. Da der Akku des Nissan Leaf noch immer unter der Rückbank verbaut ist, sitzt man als hinterer Mitfahrer relativ hoch. Für Hünen stellt eine Mitfahrt im Fond also alles andere als einen Genuss dar.

Ja, der neue Nissan Leaf ist etwas größer. Genau genommen 3,5 Zentimeter länger - dafür aber auch ein kleines bisschen flacher, und das erinnert durchaus an den Markenbruder Nissan Micra. Außerdem sieht der neue Leaf 2018 einfach deutlich schicker aus. Außen - aber auch innen. Neben den erwähnten Anpassungen beim Tacho hinter dem (ebenfalls neugestalteten) Lenkrad bleibt eigentlich nur noch der Automatik-Wahlhebel und die Klimaeinheit im alten Look, alles andere wurde überarbeitet. Ein bisschen betrübt könnte man über das Festhalten an den schwarzen Kunststoffbezügen der Sitze sein. Die sind aufgrund ihrer blauen Ziernähte zwar hübsch anzusehen, wirken aber immer noch nicht besonders hochwertig. Ein kleiner Wermutstropfen, der uns das Vergnügen nicht wirklich trüben kann.

Nissan Leaf 2018, Innenraum, Cockpit
Foto: Nissan

Nissan-Elektroauto: Die Leaf-Ausstattungsvarianten

Wie bereits erwähnt, ist der Nissan Leaf momentan einzig in Verbindung mit dem 150 PS starken Elektromotor verfügbar. Die Preise für die Ausstattungsvarianten gestalten sich daher einheitlich und verbindlich, ohne dass eine höherpreisige Motorenwahl das Angebot einschränkt. Das Angebot der Assistenzsysteme kann bereits in der Basisversion als üppig bezeichnet werden und rechtfertigt den Preis durchaus. Auch ein Navigationssystem ist schon in der günstigsten Ausführung des Nissan Leaf beinhaltet. Hier ein Überblick über die einzelnen Linien inklusive Merkmale der Serienausstattung:

Standardausstattung (ZE1) – ab 31.950 €

Als Basismodell bringt der Nissan Leaf u. a. eine Klimaanlage mit Pollenfilter, Tempomat, 16-Zoll-Stahlfelgen (Reifen 205/55 R 16), CD-Radio mit Bluetooth-Schnittstelle, Navigationssystem NissanConnect (5,8 Zoll Display und Touchscreen), Licht- und Regensensor, 7-Zoll-Kombiinstrument, Multifunktions-Lenkrad aus Kunststoff, autonomer Notbremsassistent mit Fußgängererkennung, Spurhalteassistent mit korrigierendem Bremseingriff, Geschwindigkeitsregelanlage (Speed Limiter), Fernlicht-Assistent, Totwinkel-Warner, Querverkehrs-Warner, Verkehrszeichen-Erkennung, Berganfahr-Assistent, LED-Rückleuchten und LED-Tagfahrlicht.

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Nissan Leaf Acenta – ab 35.600 €

Die Ausstattungsmerkmale des Nissan Leaf "Acenta" sind, zusätzlich zum Standardmodell, u. a.: sprachgesteuertes Navigationssystem mit 7-Zoll-Touchscreen, EV-Telematiksystem mit Fahreranalyse und Ladestationen auf geplanten Routen, Apple CarPlay sowie Android Auto, 16-Zoll-Leichtmetallfelgen (Reifen 205/55 R 16), Multifunktions-Lederlenkrad, Intelligenter Adaptiver Geschwindigkeits- und Abstands-Assistent und eine Wärmepumpe zur Senkung des Energieverbrauchs. Außerdem sind ab dieser Variante der CHAdeMO-Schnellladeanschluss sowie ein Mode 3-Ladekabel ohne Aufpreis mit an Bord. 

Nissan Leaf N-Connecta – ab 37.450 €

Der Leaf „N-Connecta“ bringt zusätzlich zur Ausstattung "Acenta" serienmäßig 17-Zoll-Leichtmetallfelgen (Reifen 215/50 R 17), Parksensoren vorne und hinten mit Rundumsichtsystem, Intelligente Bewegungserkennung, Müdigkeitserkennung, verdunkelte Scheiben ab der B-Säule sowie das ProPILOT-System inklusive Stau- und Lenkassistent.

Nissan Leaf Tekna – ab 39.850 €

Die Serienausstattung des Topmodells „Tekna“ beinhaltet zusätzlich zu den Features des Leaf "N-Connecta": Alcantara-Ledersitze, LED-Scheinwerfer und automatischer Höhenregulierung, Winterpaket (Sitzheizung vorne und hinten, beheizbare Außenspiegel, beheizbares Lenkrad) sowie ein BOSE Premium-Soundsystem mit sieben Lautsprechern. Abschließend ist hier auch ein Ersatzreifen mit an Bord. 

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Nissan Leaf: Welche Ausstattungsvariante wählen wir?

Wir haben uns im Nissan-Leaf-Konfigurator einen guten Überblick über das Angebot verschafft. Die Frage, die sich nun stellt: Welche Ausstattungslinie würden wir bei dem smarten Elektroauto wählen? Klar ist, dass uns die Stahl-Felgen des Basismodells etwas zu klein sind. Ebenfalls abwesend sind ein Navigationssystem für die Suche nach Ladepunkten, die Möglichkeit zur Smartphone-Einbindung und auch das Schnellladesystem "Chademo" ist nur aufpreisig zu haben. Vielmehr spricht uns - und da wären wir auch bereit, einige tausend Euro mehr in die Hand zu nehmen - die Ausstattung Nissan Leaf "N-Connecta" an: 

Für einen Listenpreis von 37.450 Euro sind 17 Zoll große Alu-Räder verbaut, ein automatisierter Parkschutz mit Rundumsicht, getönte Scheiben hinten, außerdem das ProPilot-System. Diese Ausführung bietet einen herausragenden Schutz in puncto Verkehrssicherheit in Verbindung mit einer ansehnlichen Optik. Auch für den nötigen nötigen Komfort ist gesorgt. Gerade, wenn der Leaf hauptsächlich in urbanen Gebieten zum Einsatz kommt, sind die in N-Connecta verbauten Helferlein beim Rangieren und der Parkplatz-Suche sehr hilfreich.

Nissan Leaf 2018: Bildergalerie

Neuer Nissan Leaf: Über Reichweite und Technik

Natürlich - die schönste Innenausstattung und das hübscheste Äußere bringen uns erstmal wenig, wenn das Nissan-Elektroauto den Weg zur nächsten Ladestation nicht schafft. Wer sich für Umwelt, Ersparnis und Batterien entscheidet, sollte wissen, wie weit er damit kommt - und natürlich, was der Spaß kostet. Der neue Nissan Leaf-Akku liefert nun 40 Kilowattstunden und soll somit für bis zu 378 Kilometer reichen. Dies ist der Wert nach dem bisher geltenden NEFZ-Zyklus. Laut praxisnäherem WLTP-Test kommt ein neuer Nissan Leaf mit voller Batterie dagegen lediglich 250 km weit. Tests auf Landstraßen bestätigen dies - in der Praxis ist eine Reichweite von bis zu 300 Kilometern realistisch. 

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Der Nissan Leaf 2018 verfügt wie sein Vorgänger über einen Typ-2- sowie einen Chademo-Stecker, mit denen der elektrische Flitzer aus Japan geladen werden kann. Aber Vorsicht: eine Wallbox zum schnelleren Aufladen des Autos muss von einem qualifizierten Elektrotechniker verbaut werden. Leider spielt auch nicht jeder Hauseigentümer beim Einbau mit – dessen Erlaubnis ist für Mieter nämlich erforderlich, da es sich um eine bauliche Maßnahme handelt. Wer für die Energiezufuhr auf eine haushaltsübliche Steckdose angewiesen ist, muss für einen Ladevorgang bis zu 16 Stunden einplanen - oder eined er mittlerweile immerhin weit über 6.000 Strom-Tankstellen ansteuern. Hier kann der Nissan Leaf 2 über ein Typ-2-Kabel (bis zu 6,6 kW) oder eben per Gleichstrom mit dem Chademo-Stecker (bis zu 50 kW) betankt werden. Außerdem informiert auf Wunsch eine Nissan-App für Smartphone oder Tablet über die Standorte der Ladesäulen. 80 Prozent des Nissan Leaf-Stromspeichers ist in 40 Minuten nachgefüllt. „Eine Tasse Tee trinken und weiterfahren“ – das ist der Grundgedanke des Ladens via Chademo. Dieser Begriff entspringt der japanischen Redewendung „Ocha demo ikaga desuka“ – „Wie wäre es mit einer Tasse Tee?“ und definiert daher spielerisch die ungefähr benötigte Ladedauer.

Nissan Leaf, Akku-Ladung, digitale Detailansicht
Immer im Bilde: digitale Instrumente überwachen das Energielevel der Motor-Batterie. - Foto © Nissan

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Lackierungen des Nissan Leaf: Das Farbenspektrum

Mit welcher Farbe schmücken wir das Karosserie-Kleid unseres japanischen Testobjektes? Für den Nissan Leaf 2 stehen insgesamt neun verschiedene Lackierungen zur Auswahl. Der Ton "Solid White Uni" ist gratis, während sechs weitere Farbkreationen einen Aufpreis in Höhe von 550 Euro erfordern. Die Lackierung "Pearl White" steht dann für 650 Euro zur Verfügung, die exklusivste Lösung stellt die zweifarbige Lackierung "Black Metallic und Pearl White" dar. Zum Preis von 1.050 Euro erstrahlen Dach und die Außenspiegel einen Kontrast-Ton. Wir müssen nicht lange nachdenken - unser Nissan Leaf trägt "Dark Grey" für 550 Euro! Wir stehen also an diesem Punkt unserer Nissan-Konfiguration bei einem Preis von 38.000 Euro.

Nissan Leaf 2018, dark grey, grau, Konfigurator-Test, Ergebnis
Im Konfigurator-Test trägt unser Nissan Leaf 2018 die Lackierung "Dark Grey". Mehrpreis: 550 Euro. Foto: Nissan

Nissan Leaf: Dieses Zubehör können wir uns vorstellen

Bei den Felgen haben wir im entsprechenden Menü lediglich eine Option. Andere Möglichkeiten sind ausschließlich in Verbindung mit der jeweiligen Ausstattungsvariante erhältlich und würden diesen Punkt entsprechend mitändern. Die Ausnahme stellt beim Nissan Leaf der Bereich Zubehör dar. Hier gibt es in unserem Fall die Gelegenheit, statt der entsprechenden 17-Zoll-Felgen eine diamantgeschliffene Ausführung in der Farbe "Dark Grey" (unsere Wagenfarbe) inklusive blauem Rand zu ordern. Kostenpunkt: 982,46 Euro. Für den neuen Nissan Leaf stehen abgesehen davon weitere interessante Aufwertungsoptionen im Raum. Diese sind:

  • Heckspoilerabdeckung, blau: 163,74 Euro 
  • Seitenschutzleisten, Chrom oder in blau: 238,83 Euro
  • Heckklappen-Kantenschutz, Chrom oder in blau: jeweils 111,38 Euro
  • Spiegelkappen, Chrom oder in blau: jeweils 107,10 Euro
  • Stylingakzente, vorne, blau: 214,20 Euro
  • Stylingakzente, seitlich, blau: 321,30 Euro
  • Stoßfänger-Stylingelement: 121,01 Euro
  • Satz Velour-Fußmatten, schwarz oder blau: 51,17 Euro
  • Satz Gummi-Fußmatten: 56,41 Euro
  • Beleuchtete Einstiegsleisten: 203,68 Euro
  • Ambientebeleuchtung: 85,68 Euro
  • Ladekantenschutz, innen: 91,04 Euro
  • Laderaumwanne, unterteilbar: 255,85 Euro
  • Kofferraummatte, schwarz, wendbar: 94,25 Euro

Puh, das ist eine ganze Menge Zubehör für den Nissan Leaf. Besonders Kaufinteressenten mit einem ausgeprägten Hang zur Dynamik dürfte es bei diesem Portfolio schwer fallen, ihrem Wunschobjekt nicht das ein oder andere Anbauteil zu spendieren. So lässt sich das kompakte Elektroauto schließlich markant individualisieren. Auch wir müssen nicht lange überlegen und verpassen unserem Testkandidaten folgendes Zubehör: blaue Spiegelkappen, blaue Stylingakzente vorne, seitliche blaue Stylingakzente, Velour-Fußmatten in blau, die Ambientebeleuchtung und den Ladekantenschutz für den Kofferraum. Nun besitzen wir einen äußerst elegant-sportlichen Nissan Leaf mit blauen Akzenten, die Sonderausstattung lassen wir uns beträchtliche 1.034,23 Euro extra kosten. Somit stehen wir am Ende unseres Konfigurator-Checks bei einem finalen Preis von 39.034,23 Euro.

Nissan Leaf: Halbe Autonomie und voller Fahrspaß

Noch ein Wörtchen zu Nissans hauseigener Fahrassistenz "ProPILOT" - auch diese verwandelt den Nissan Leaf zwar nicht gerade in Michael Knights sprechendes Wunderauto. Aber: halbautonomes Fahren kann Spaß machen! Mit dem Nissan ProPILOT reguliert das System automatisch das gewünschte Tempo. Allerdings „nur“ zwischen 30 und 100 km/h und natürlich auch den Abstand zum Vordermann. Der Nissan Leaf 2018 beherrscht zudem den selbständigen Spurwechsel und hält die Bahn, dank Kamera mit leistungsfähiger Bildverarbeitungssoftware auch Kurven. Gerade für Vielfahrer und Staugeplagte bietet der Leaf daher verschiedene praktische Assistenzsysteme, welche den fahrerischen Alltag ernsthaft entlasten können. Auch in die Parklücke bugsiert uns der ProPILOT zuverlässig - das selbständige Bedienen von Gaspedal und Bremse entfällt für den Fahrer vollständig.

Nissan Leaf: Neue Generation im Video

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Das e-Pedal im Nissan Leaf 2018

Apropos Gaspedal: das „e-Pedal“ im Nissan Leaf ist wirklich eine schöne Neuerung - und dabei auch noch simpel: Tritt man auf das Pedal, beschleunigt das Auto - lässt man das Pedal los, bremst der Wagen. Somit entfällt theoretisch das Bremspedal, denn der Wagen lässt sich vollständig via e-Pedal durch den Verkehr steuern. Das Bremsen übernimmt die Motorbremse des Elektromotors. Lediglich bei starken Bremsmanövern wie z.B. vor einer steilen Kurve oder bei Notbremsungen muss der Fahrer auf das klassische Bremspedal treten. Dies entlastet die Radbremsen, mindert den Verschleiß und sorgt nicht nur in der Theorie für einen schöneren Flow im Verkehr. 

Mit dem e-Pedal entfällt also sogar das bisher auch bei Automatik-Autos nötige Bremsen bei Wartezeiten an steilen Abhängen - das Loslassen des Gaspedals reicht aus, um das Auto an Ort und Stelle zu halten. Erst bei neuerlichem Treten des Gaspedals rollt der Nissan weiter - praktisch! Ob sich dieses System flächendeckend im Segment der Elektroautos durchsetzen wird, bleibt abzuwarten. Sollte die Bedienung des e-Pedals jedoch so reibungslos funktionieren wie vom Hersteller geschildert, sehen wir das durchaus optimistisch.

Nissan Leaf 2018, weiß, Laden, Stromtankstelle
Foto: Nissan

Nissan Leaf kaufen? Unser Fazit zur zweiten Generation

Festzuhalten bleibt: der große Sprung, das ganz große Wagnis, die finale Neuerung? Das lässt auch beim Nissan Leaf noch ein wenig auf sich warten. Allemal stellt die zweite Generation aber ein längst überfälliges Update für das bisher meistverkaufte Elektroauto dar und dreht dabei an den richtigen Schrauben. Leistungsfähigere Akkus, höhere Reichweite, mehr Wumms unter der Haube: das ist, was wir uns von modernen Elektroautos erhoffen. Und das wurde beim handlichen Nissan Leaf umgesetzt.

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In Sachen Motorisierung entfällt jede Wahlmöglichkeit: Den Antrieb bildet ein optimierter 150 PS starker Elektromotor mit einem Drehmoment von 320 Nm. Bei den Ausstattungsvarianten entscheiden wir uns für Nissan Leaf N-Connecta (37.450 Euro), das in Sachen Dynamik, Assistenzsysteme und Komfort unseren Anforderungen am ehesten entspricht. Die Wagenfarbe lassen wir uns 550 Euro extra kosten, beim Zubehör investieren wir nochmals 1.034,23 Euro in einen sportlich-eleganteren Look. So wird unser Nissan Leaf-Elektroauto letztlich mit einem Neuwagen-Preis von 39.034,23 Euro veranschlagt! Durchaus kein Schnäppchen, doch lassen sich mit Umweltbonus und gegebenenfalls Umtauschprämie einige Tausend Euro sparen. Und nicht zuletzt gilt auch bei hier: Ein Händlerrabatt ist alles andere als unrealistisch und muss nicht verhindert werden, nur weil bereits eine andere Vergünstigung zum Einsatz kommt!

Solange die unmittelbare Konkurrenz nicht erheblich an der Reichweite arbeitet und außerdem die beträchtlichen Lieferzeiten für die in Deutschland noch exotischen Stromer in den Griff bekommt, dürfte sich auch der neue Leaf gut verkaufen. Hauptsächlich der VW e-Golf, der BMW i3 und der Renault Zoe ringen mit dem Nissan Leaf-Elektromodell um die Krone. Was ist mit dem Opel Ampera-E? Der wird es aufgrund von Lieferschwierigkeiten (Fertigung in den USA) nicht in hohen Stückzahlen in die heimatlichen Lande schaffen und dem Leaf daher auch kaum den Rang ablaufen. Wir finden: Der Nissan Leaf 2018 ist eine äußerst attraktive und gelungene Öko-Alternative!

Nissan Leaf "Nismo Concept", Halbseitenansicht von vorn, stehend, weiß
Wurde auf der Tokyo Motor Show 2017 vorgestellt: Die Rennsportstudie Nissan Leaf "Nismo Concept". In Japan ist das sportliche Modell bereits erhältlich, ob die reinrassige Version auch nach Europa kommt, ist noch unklar. Foto © Nissan

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