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Hyundai Tucson braun in Frankfurt fahrend Seitenansicht Foto © Hyundai
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Hyundai Tucson 2017: Driven!-Test und Preis-Check

Nützliches Sportfahrzeug: Der Hyundai Tucson ist ein Allroundtalent. Ist er der koreanische VW Tiguan in günstig?

Skandal hin, Diesel-Gipfel her - letztlich zählt doch in der Hauptsache "unterm Strich". Und was dort steht, kann sich meist durchaus sehen lassen. Inzwischen haben nämlich alle Autohersteller auf die Diesel-Affäre reagiert und locken Neukäufer mit einer satten Prämie, wenn sie ihren Diesel-Oldie mit Euro 1 bis 4 aufs wohlverdiente Altenteil schicken. Sparen und dabei auch noch was für die Umwelt tun - sicher nicht der schlechteste Deal. Zumal sich ja beim Händler durchaus nochmal Rabatte von 20 Prozent und mehr heraushandeln lassen.

Auch die Koreaner von Hyundai lassen sich nicht lumpen und gewähren bist zum 31.12. satte 5.000 € Preisnachlass auf ihren SUV-Bestseller Tucson. Grund genug für uns, für Euch den Konfigurator anzuwerfen. Lohnt sich der Kauf des vielseitigen Hochbeiners?

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carwow VW Tiguan Seite

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Back to the Roots - sicherlich kein allzu unpassendes Motto für einen wuchtiges SUV mit Offroad-Ambitionen wie den Hyundai Tucson. Und Butter bei die Fische: hinter dem doch eher kryptischen Kürzel "ix35", wie das SUV vor dem Facelift zum Tucson 2017 hieß, könnte sich vom Stabmixer bis zum österreichischstämmigen Androiden-Terminator so ziemlich jede denkbare elektrische Gerätschaft verbergen. Der Name "Tucson" vermittelt dagegen ein eingängiges Statement: Die Stadt in Arizona steht noch heute für die wilden Zeiten des Goldrausches, als hartgesottene Naturburschen der ungastlichen Wildnis für eine Hand voll Goldnuggets todesmutig die Stirn boten. 

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Sehr gut verständlich ist also Hyundais Entscheidung anno 2015, den hauseigenen Crossover wieder mit dem Ehrentitel "Tucson" zu versehen, unter dem er bereits von 2005 bis 2009 von sich reden machte. Der neue (alte) Name war freilich nicht das einzige Update, das der kernige Koreaner zum Marktstart der dritten Generation im Gepäck hatte.

Nicht nur mitschwimmen ist die Devise von Hyundai, sondern sich durch eine betont sportliche Kante deutlich von der schieren Masse der inzwischen erhältlichen Kompakt SUVs abheben. Dynamisch und modern, sportlich und elegant kommt Hyundais bulliger Trapper durch seine klare Linienführung und den ikonischen Hexagonal-Kühlergrill daher. Auch die langgezogenen elliptischen Scheinwerfer tragen zum guten Design bei. Doch der Tucson punktet nicht nur durch optische Markanz: Beim Euro NCAP-Crashtest stellte der Tucson auch seine Fahrsicherheit eindrucksvoll unter Beweis. Folgerichtiges Prädikat: volle fünf Sterne. 

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carwow VW Tiguan Seite

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Zweifel ausgeschlossen: Mit dem Tucson hat Hyundai ein Paket geschnürt, das attraktiv ist und ganz auf die Wünsche der europäischen Kundschaft eingeht, die für ihre SUV-Begeisterung bekannt ist. Der Einstiegspreis von 22.740 € ist nur eines der starken Argumente, die für den Koreaner sprechen. Freilich hält sich die Aussagekraft von solchen Angaben meist eher in Grenzen. Bekanntlich verlangen gehobene Ausstattungsansprüche nach einem ausgiebigen Studium der Zubehörlisten - und resultieren dann meist in üppigen Aufpreisen. Bleibt der Tucson trotzdem eine preiswerte Alternative zu Tiguan, Q5 & Co.? Wir machen den Konfigurations-Check.

Hyundai Tucson 2017 Bilder

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Hyundai Tucson Test: Preise und Motorisierungen

Definitiv festhalten kann man: Die Koreaner müssen sich Beschwerden über mangelnde Auswahl bei den Motorisierungen nicht gefallen lassen. Mit vier Dieseln und zwei Benzinern bietet Hyundai sogar die variantenreichste Antriebspalette auf dem Markt. Folgende Benziner stehen beim Tucson zur Wahl:

  • 1,6-Liter-Benziner (2WD), 97 kW/132 PS, maximales Drehmoment: 161 Nm. Preis: ab 22.740 Euro
  • 1,6-Liter-Turbo-Benziner (2WD), 130 kW/177 PS, maximales Drehmoment: 265 Nm. Preis: ab 27.990 Euro
  • 1,6-Liter-Turbo-Benziner (4WD), 130 kW/177 PS, maximales Drehmoment: 265 Nm. Preis: ab 29.890 Euro

Noch mehr Auswahl hat man bei den Selbstzündern:

  • 1,7-Liter-Diesel (2WD), 85 kW/116 PS, maximales Drehmoment: 280 Nm. Preis: ab 25.090 Euro
  • 1,7-Liter-Diesel (2WD), 104 kW/141 PS, maximales Drehmoment: 340 Nm. Preis: ab 27.890 Euro
  • 2,0-Liter-Diesel (2WD), 100 kW/136 PS, maximales Drehmoment: 373 Nm. Preis: ab 29.640 Euro
  • 2,0-Liter-Diesel (4WD), 100 kW/136 PS, maximales Drehmoment: 373 Nm. Preis: ab 31.540 Euro
  • 2,0-Liter-Diesel (4WD), 136 kW/185 PS, maximales Drehmoment: 400 Nm. Preis: ab 36.040 Euro

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Hyundai Tucson: Antriebsempfehlung

Klar ist: Fast traditionell entscheidet man sich bei einem SUV für einen Antrieb aus dem Selbstzünder-Regal - die Diesel-Aggregate sind bei den voluminösen Schlachtkarossen schließlich mit überlegenem Drehmoment und sparsamem Verbrauch so etwas wie ein ungemein wertstabiler Goldstandard. Keine Frage auch: allein die derzeit etwas ungewissen Zukunftsaussichten des Diesels und eventuell damit verbundene Einbußen beim Wiederverkaufswert werden die Kaufentscheidung kaum entscheidend in Richtung Ottomotor verschieben. Zumal die Politik immer wieder verspricht, alles zu unternehmen, um Fahrverbote in den Städten zu verhindern.

Selbst die eingefleischtesten Diesel-Ultras ein wenig ins Grübeln bringen, sollte allerdings der 1,6-Liter-Turbo des Hyundai Tucson: Der 177-PS-Vierzylinder bietet mit seinen 265 Nm einen mehr als ordentlichen Durchzug - und peitscht den 1,5-Tonner in flotten 9,2 Sekunden auf 100 Sachen. Auch 205 km/h Spitzengeschwindigkeit können sich sehen (und hören) lassen und sind für so ein steil im Fahrtwind stehendes SUV nicht selbstverständlich. Außerdem schaltet das siebenstufige Doppelkupplungsgetriebe die Gänge herrlich souverän und sorgt so dafür, dass man von lästigen Turbolöchern weitgehend verschont bleibt. Kurzum: Der 1.6 T-GDI bekommt von uns also eine klare Kaufempfehlung. Und mal ehrlich: wer Wert auf besonders sparsamen Verbrauch legt, ist mit einem SUV vielleicht ohnehin nicht optimal bedient. 

Die Ausstattungslinien des Hyundai Tucson: Classic, Trend, Style & Premium

"Classic" - so heißt bei Hyundai die Basis-Ausstattungsvariante für den Tucson. Wer hinter dieser Bezeichnung eine bloße Beschönigung für kargen Utilitarismus vermutet, darf aufatmen. Schon in der "kleinsten" Linie bietet der koreanische Kraftprotz ein durchaus ansehnliches Innenleben: Klimaanlage, Audioanlage mit Bluetooth, LED-Tagfahrlicht, beheizbare Seitenspiegel, elektrische Fensterheber und 16-Zoll-Alufelgen bezeugen diesen Umstand durchaus eindrucksvoll. Für Fahrsicherheit sorgen sechs Airbags und die aktive Motorhaube schützt auch Fußgänger vor schweren Verletzungen bei Anfahrunfällen. 

Das "Trend"-Paket bietet für einen Aufpreis von 2.500 € zusätzlich weitere Komfort-Features, so beispielsweise LED-Rückleuchten, Klimaautomatik, 17-Zoll-Alufelgen, Tempomat und eine hintere Einparkhilfe. Für einen entspannten Rücken sorgt die einstellbare Lendenwirbelstütze.

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Wer sich für "Style" entscheidet (2.700 € Aufpreis), erhält zusätzlich unter anderem einen Spurhalteassistenten, Verkehrszeichenerkennung, Navigationssystem mit 8-Zoll-Touchdisplay, DAB+ und die vordere Einparkhilfe. Außerdem sorgt eine Sitzheizung vorne und hinten für wohlige Wärme bei klirrenden Minusgraden. Damit fährt es sich schon sehr gehoben - ganz unabhängig von der übersichtlichen Sitzposition.

Das Top-Modell "Premium" hat zusätzliche Highlights wie den automatischen Einparkassistenten, elektrisch verstellbare Vordersitze, LED-Scheinwerfer, eine elektrische Heckklappe mit berührungslosem Zugang und 19-Zoll-Räder mit an Bord. 2.200 € werden für den "dicksten" aller Tucsons noch einmal zusätzlich fällig. 

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Hyundai Tucson: Sonderausstattung für jeden Bedarf

Neben den Ausstattungslinien schnürt Hyundai drei optionale Pakete, in denen sinnvolle Sonderausstattung zusammengefasst ist. Das Sicherheitspaket für 1.100 € enthält neben Totwinkelassistent und Querverkehrswarnung den autonomen Notbremsassistenten mit Frontkollisionswarnung. Wer es gerne etwas gediegener mag, gönnt sich das Lederpaket für 1.600 € und darf zwischen einer Sitzpolsterung in schwarzem, rotem oder beigem Leder wählen. Obendrauf werden die Sitze vorne belüftet. Zu guter Letzt lässt sich hier noch das Panorama-Glas-Schiebedach für 1.200 € auswählen, das ebenfalls als eigenes Paket firmiert. 

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Die Liste der Extra-Ausstattung, die man zusätzlich buchen kann, fällt beim Hyundai Tucson erfreulich übersichtlich aus. Selbstverständlich lassen sich die bereits genannten Extras - sofern sie nicht in der gewählten Ausstattungslinie enthalten sind - hier auch einzeln ankreuzen. Eine willkommene Gelegenheit, praktische Komfort-Features wie vordere und hintere Einparkhilfen (beide jeweils 186 €), Navigationssystem (1.050 €; 1.400 € für die High-End-Variante), Rückfahrkamera (139 €), Sitzheizung (130 €) oder den Einstieg erleichternde Trittbretter (490 € für "sportlich", 750 € für "robust") zusätzlich auszuwählen. 

Durchaus praktisch sind auch die Handyhalterung für 29 €, die Standheizung - es gibt ja doch noch den ein oder anderen strengen Wintertag - mit EasyStart Call für 1.354 € und der Unterfahrschutz für 330 €.

Unser Fazit des Hyundai Tucson: So viel kostet unser Wunsch-SUV

Südkoreanische Diva? Von wegen! Die Konfiguration des Tucson gestaltet sich - ganz im Gegensatz zu manchem Mitbewerber - als ausgesprochen unkompliziert, schlicht und einfach. Was vor allem daran liegt, dass Hyundai schon bei den Ausstattungslinien äußerst attraktive und sehr voll ausgestattete Pakete schnürt, die im Nachgang auf der Extraliste allenfalls noch minimalstes Feintuning erfordern, bis das Wunsch-SUV startklar ist.

Ganz diesem Motto entsprechend haben wir uns gleich für die Premium-Ausführung in Kombination mit dem 1,6-Liter-Turbo-Benziner entschieden. Wir wollen auch, dass unser neues Auto von außen schön anzuschauen ist und lassen es deshalb in "Stargazing Blue" mit Mineraleffekt lackieren und setzen außerdem einen Haken beim Unterfahrschutz. Zusätzlich wollen wir sicher unterwegs sein, deshalb ist für uns das Sicherheitspaket eine gute Wahl. Et voilà: für einen Gesamtpreis von 36.810 € erhalten wir ein voll ausgestattetes Kompakt-SUV, das preislich sehr deutlich unter der 40.000er-Marke bleibt. Dafür gibt's dann aber auch verdammt viel Auto für unsere sauer verdienten Nuggets. 

Hinzu kommen außerdem, wie eingangs schon erwähnt, die 5.000 € Preisnachlass durch die Umweltprämie. Jetzt nur noch mit dem Händler den Händlerrabatt aushandeln (oder von einem Serviceanbieter im Internet aushandeln lassen) und mit dem Hyundai Tucson auf Goldsuche fahren.