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Seitenansicht des Hyundai Tucson. Foto © Hyundai
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Test und Preis-Check Hyundai Tucson 2017

Ein kerniger Koreaner

Ein sportliches Schlachtschiff? Der Tucson ist Hyundais Allzweckwaffe. Sind die Koreaner auf eine Goldader gestoßen?

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carwow VW Tiguan Seite

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Back to the Roots - sicherlich kein allzu unpassendes Motto für einen wuchtigen Hochbeiner mit Offroad-Ambitionen. Und mal ehrlich: während sich hinter dem doch eher kryptischen Kürzel "ix35" vom Stabmixer bis zum österreichischstämmigen Androiden-Terminator so ziemlich jede denkbare elektrische Gerätschaft verbergen könnte, vermittelt der Name "Tucson" ein eingängiges Statement: Die Stadt in Arizona steht noch heute für die wilden Zeiten des Goldrausches, als hartgesottene Naturburschen der ungastlichen Wildnis für eine Hand voll Goldnuggets todesmutig die Stirn boten. 

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Nur allzu folgerichtig also Hyundais Entscheidung, den hauseigenen Crossover Anno 2015 wieder mit dem Ehrentitel "Tucson" zu versehen, unter dem er bereits von 2005 bis 2009 bekannt war. Freilich war der neue (alte) Name nicht die einzige Neuerung, die der kernige Koreaner zum Marktstart der dritten Generation im Gepäck hatte.

Hyundai will mit dem Tucson nämlich nicht nur mitschwimmen, sondern sich durch eine betont sportliche Kante deutlich von der schieren Masse der inzwischen erhältlichen Kompakt SUVs abheben. Entsprechend dynamisch kommt Hyundais bulliger Trapper durch seine klare Linienführung und den ikonischen Hexagonal-Kühlergrill daher. Doch der Tucson punktet nicht nur durch optische Markanz: Beim Euro NCAP-Crashtest stellte der Tucson auch seine Fahrsicherheit eindrucksvoll unter Beweis. Folgerichtiges Prädikat: volle fünf Sterne. 

Kein Zweifel: Hyundai hat mit dem Tucson ein attraktives, ganz auf die Wünsche der bekannt SUV-begeisterten europäischen Kundschaft zugeschnittenes Paket geschnürt. Auch der Einstiegspreis fällt mit 22.740 € durchaus erschwinglich aus. Freilich hält sich die Aussagekraft von solchen Angaben meist eher in Grenzen. Bekanntlich verlangen gehobene Ausstattungsansprüche nach einem ausgiebigen Studium der Zubehör-Listen - und resultieren dann meist in üppigen Aufpreisen. Bleibt der Tucson trotzdem eine preiswerte Alternative zu Tiguan, Q5 & Co.? Wir machen den Konfigurations-Check.

Bilder Hyundai Tucson 2017

Hyundai Tucson im Test: Motorisierungen und Preise

Eins steht fest: Beschwerden über mangelnde Auswahl bei den Motorisierungen müssen sich die Koreaner wohl nicht gefallen lassen. Mit vier Dieseln und zwei Benzinern bietet Hyundai sogar die variantenreichste Antriebspalette auf dem Markt. Folgende Benziner stehen zur Wahl:

  • 1,6-Liter-Benziner (2WD), 97 kW/132 PS, maximales Drehmoment: 161 Nm. Preis: ab 22.740 Euro
  • 1,6-Liter-Turbo-Benziner (2WD), 130 kW/177 PS, maximales Drehmoment: 256 Nm. Preis: ab 27.650 Euro
  • 1,6-Liter-Turbo-Benziner (4WD), 130 kW/177 PS, maximales Drehmoment: 256 Nm. Preis: ab 29.550 Euro

Noch reichhaltiger fällt das Angebot bei den Selbstzündern aus:

  • 1,7-Liter-Diesel (2WD), 85 kW/116 PS, maximales Drehmoment: 280 Nm. Preis: ab 24.750 Euro
  • 1,7-Liter-Diesel (2DW), 104 kW/141 PS, maximales Drehmoment: 340 Nm. Preis: ab 27.450 Euro
  • 2,0-Liter-Diesel (2WD), 100 kW/136 PS, maximales Drehmoment: 373 Nm. Preis: ab 29.300 Euro
  • 2,0-Liter-Diesel (4WD), 100 kW/136 PS, maximales Drehmoment: 373 Nm. Preis: ab 31.200 Euro
  • 2,0-Liter-Diesel (4WD), 136 kW/185 PS, maximales Drehmoment: 403 Nm. Preis: ab 35.700 Euro

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Hyundai Tucson: Welchen Antrieb wir empfehlen

Keine Frage: Wer ein SUV konfiguriert, entscheidet sich fast traditionell für einen Antrieb aus dem Selbstzünder-Regal - schließlich sind die Diesel-Aggregate mit überlegenem Drehmoment und sparsamem Verbrauch bei den voluminösen Schlachtschiffen so etwas wie ein ungemein wertstabiler Goldstandard. Klar ist auch: allein die derzeit etwas ungewissen Zukunftsaussichten des Diesels und eventuell damit verbundene Einbußen beim Wiederverkaufswert werden die Kaufentscheidung kaum entscheidend in Richtung Ottomotor verschieben.

Der 1,6-Liter-Turbo aus dem Motorenangebot des Hyundai Tucson sollte allerdings selbst die eingefleischtesten Diesel-Ultras ein wenig ins Grübeln bringen: Der 177-PS-Vierzylinder bietet mit seinen 265 Nm einen mehr als ordentlichen Durchzug - und peitscht den 1,5-Tonner in flotten 9,5 Sekunden auf 100 Sachen. Auch 202 km/h Spitzengeschwindigkeit können sich sehen (und hören) lassen. Außerdem schaltet das siebenstufige Doppelkupplungsgetriebe die Gänge herrlich souverän und sorgt so dafür, dass man von lästigen Turbolöchern weitgehend verschont bleibt. Kurzum: Der Verbrenner bekommt von uns eine klare Kaufempfehlung. Und mal ehrlich: wer Wert auf besonders sparsamen Verbrauch legt, ist mit einem SUV vielleicht ohnehin nicht optimal bedient. 

Classic, Trend, Style & Premium: Die Ausstattungslinien des Hyundai Tucson

"Classic" - so heißt bei Hyundai die Basis-Ausstattungsvariante für den Tucson. Wer hinter dieser Bezeichnung eine bloße Beschönigung für kargen Utilitarismus vermutet, darf aufatmen: Schon in der "kleinsten" Linie bietet der koreanische Kraftprotz ein durchaus ansehnliches Innenleben. Klimaanlage, Audioanlage mit Bluetooth, LED-Tagfahrlicht, beheizbare Seitenspiegel, elektrische Fensterheber und 16-Zoll-Alufelgen bezeugen diesen Umstand durchaus eindrucksvoll. Für Fahrsicherheit sorgen die aktive Motorhaube und sechs Airbags. 

Das für einen Aufpreis von 2.500 € erhältliche "Trend"-Paket bietet zusätzlich weitere Komfort-Features, so beispielsweise LED-Rückleuchten, Klimaautomatik, 17-Zoll-Alufelgen, Tempomat und eine hintere Einparkhilfe. Für einen entspannten Rücken sorgt die einstellbare Lendenwirbelstütze.

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Wer sich für "Style" entscheidet (2.700 € Aufpreis), erhält zusätzlich unter anderem einen Spurhalteassistenten, Verkehrszeichenerkennung, Navigationssystem mit 8-Zoll-Touchdisplay, DAB+ und die vordere Einparkhilfe. Außerdem sorgt eine Sitzheizung vorne und hinten für wohlige Wärme bei klirrenden Minusgraden. 

Das Top-Modell "Premium" hat zusätzliche Highlights, wie den Einparkassistenten, elektrisch verstellbare Vordersitze, LED-Scheinwerfer, eine elektrische Heckklappe mit berührungslosem Zugang und 19-Zoll-Räder, mit an Bord. 2.200 € werden für den "dicksten" aller Tucsons noch einmal zusätzlich fällig. 

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Hyundai Tucson: Die Sonderausstattung

Abseits der Ausstattungslinien schnürt Hyundai drei optionale Pakete. Das Sicherheitspaket für 1.100 € enthält neben Totwinkelassistent und Querverkehrswarnung den autonomen Notbremsassistenten mit Frontkollisionswarnung. Wer's gerne etwas gediegener mag, gönnt sich das Lederpaket für 1.600 € und darf zwischen einer Sitzpolsterung in schwarzem, rotem oder beigem Leder wählen. Obendrauf gibt's belüftete Sitze für vorne. Zu guter Letzt lässt sich hier noch das Panorama-Glas-Schiebedach für 1.200 € auswählen, das ebenfalls als eigenes Paket firmiert. 

Die Liste der zusätzlichen Extra-Ausstattung fällt beim Hyundai Tucson erfreulich übersichtlich aus. Selbstverständlich lassen sich die bereits genannten Extras - sofern sie nicht in der gewählten Ausstattungslinie enthalten sind - hier auch einzeln ankreuzen. Eine willkommene Gelegenheit, praktische Komfort-Features wie vordere und hintere Einparkhilfen (beide jeweils 186 €), Navigationssystem (1.050 €; 1.400 € für die High-End-Variante), Rückfahrkamera (139 €), Sitzheizung (130 €) oder den Einstieg erleichternde Trittbretter (490 € für "sportlich", 750 € für "robust") zusätzlich auszuwählen. 

Durchaus praktisch sind auch die Handyhalterung für 29 €, die Standheizung mit EasyStart Call für 1.354 € und der Unterfahrschutz für 330 €.

Fazit zum Hyundai Tucson: Das kostet unser Wunsch-SUV

Südkoreanische Diva? Von wegen! Die Konfiguration des Tucson gestaltet sich - ganz im Gegensatz zu manchem Mitbewerber - als ausgesprochen unkompliziert. Was nicht ganz unwesentlich der Tatsache geschuldet ist, dass Hyundai schon bei den Ausstattungslinien äußerst attraktive Pakete schnürt, die im Nachgang auf der Extraliste allenfalls noch minimalstes Feintuning erfordern, bis das Wunsch-SUV startklar ist.

Ganz diesem Motto entsprechend haben wir uns gleich für die Premium-Ausführung in Kombination mit dem 1,6-Liter-Benziner entschieden. Zusätzlich wählen wir das Sicherheitspaket und setzen außerdem einen Haken beim Unterfahrschutz. Et voilà: für einen Gesamtpreis von 38.860 € erhalten wir ein üppig ausgestattetes Kompakt-SUV, das preislich immerhin noch unter der 40.000er-Marke bleibt. Dafür gibts dann aber auch verdammt viel Auto für unsere sauerverdienten Nuggets.