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Artikelbild BeschreibungTest und Preischeck Ford Kuga 20175599
Artikel
Wir verraten euch mit welcher Konfiguration ihr das beste Auto bekommt.

Preis-Leistungs-Test des Ford Kuga

Dank seines guten Kosten-Nutzen-Verhältnis' ist der Ford Kuga sehr erfolgreich. Mit unserer detaillierten Konfigurationsanleitung optimiert ihr das noch.

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Wir können festhalten: der kompakte Hochbeiner Ford Kuga hatte noch lange keinen Aufenthalt in der Schönheitsklinik nötig. Mittlerweile ist ein Facelift bei Autos ja obligatorisch. Schon in der ersten Version erfreute sich Fords SUV aber hierzulande einer beträchtlichen Beliebtheit - und liefert sich mit Volkswagens Dauerbrenner Tiguan ein heißes Kopf-an-Kopf-Rennen um den Ehrentitel des beliebtesten SUVs. Aber für erfolgreiche Autos gilt eben dieselbe Maxime wie für Hollywoodstars: eine turnusmäßige Gesichtsauffrischung gehört heutzutage einfach zum guten Ton.

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Augenfällig wird Beim runderneuerten 2017er-Modell fällt einem wohl als erstes der neue Kühlergrill auf. Er verhilft dem Kuga zu einem deutlich bulligeren Entrée und ist in ähnlicher Form bereits vom großen Bruder Ford Edge bekannt. Im Vergleich zum neuen Gesicht hat sich aber an Korpus und Heck nicht allzu viel getan. Abseits des schönen Scheins erhalten Navi und Infotainment ein dringend benötigtes Update. Außerdem ist ein neuer Diesel verfügbar und auch bei den Assistenzsystemen hat man kräftig nachgelegt. Unverändert bleibt erfreulicherweise der Basispreis: ab 23.300 € rollt der "kleinste" Kuga vom Hof. Es gilt freilich auch: solche Einstiegspreise sind ein zweischneidiges Schwert. Grundsätzlich gilt beim Neuwagenkauf die goldene Regel, dass gehobene Ansprüche in puncto Motorisierung und Ausstattung auch den Preis ganz kräftig in die Höhe treiben - gerade, wenn auf den Zubehörlisten fiese Kostenfallen lauern.

Wie schlägt sich der Ford Kuga im Konfigurations-Check? 

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Ford Kuga 2017 Fotos

Ford Kuga 2017: Motoren und Preise

Jeweils drei nahezu leistungsgleiche Diesel und Benziner stehen für den Ford Kuga zur Wahl. Folgende Ottomotoren sind erhältlich:

  • 1,5 l Ecoboost 2x4, 6-Gang-Schaltgetriebe, 88 kW/120 PS, maximales Drehmoment: 240 Nm. Preis: ab 23.300 €
  • 1,5 l Ecoboost 2x4, 6-Gang-Schaltgetriebe, 110 kW/150 PS, maximales Drehmoment: 240 Nm. Preis: ab 25.050 €
  • 1,5 l Ecoboost 4x4, 6-Gang-Automatik, 134 kW/182 PS, maximales Drehmoment: 240 Nm. Preis: ab 30.350 €

Bei den Selbstzündern stehen zur Wahl:

  • 1,5 l TDCI 2x4, 6-Gang-Schaltgetriebe, 88 kW/120 PS, maximales Drehmoment: 270 Nm. Preis: ab 27.150 €
  • 2,0 l TDCI 4x4, 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe, 110 kW/150 PS, maximales Drehmoment: 370 Nm. Preis: ab 32.450 €
  • 2,0 l TDCI 4x4, 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe, 132 kW/180 PS, maximales Drehmoment: 400 Nm. Preis: ab 35.850 €

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Wir empfehlen diesen Motor für den Ford Kuga

Die beiden "kleinen" Ottomotoren mit 120 beziehungsweise 150 PS gibt es ausschließlich mit Frontantrieb und Sechsgang-Schaltgetriebe, während der stärkste Verbrenner mit Allrad und Automatik aufwartet - leider zu Lasten der Leistung: ganze vier zehntel länger, nämlich 10,1 Sekunden, braucht der "Ober-Kuga", um die 100-km/h-Marke zu knacken. Ohnehin verfügen alle drei Benziner über nur wenig generöse 240 Nm Drehmoment - Spritzigkeit geht anders. Gerade bei Überholvorgängen muss hier weitaus öfter als gewünscht der Schalthebel zu Hilfe genommen werden. Dafür kommt die mittlere Variante mit ihren 150 PS auf feuchter Route durchaus mal ins Schlittern - ein optionaler Allrad wäre hier eine regelrechte Wohltat. 

Etwas variantenreicher fällt das Angebot bei den Diesel-Aggregaten aus. Während der Basis-Diesel ebenfalls ausschließlich mit Frontantrieb vorfährt, lässt sich bereits das mittlere Modell für 2.000 € Aufpreis mit Allrad ausstatten. Gleiches gilt für den stärksten Diesel mit 180 PS, der dann im Gegensatz zum 150-PS-Modell permanent die Kraft auf alle Räder schickt und Allrad nicht nur bei Bedarf zuschaltet. Auf Wunsch gibt es das Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe für 1.800 € obendrauf. Der Diesel-Kraftprotz mit 4x4 hat es uns jedenfalls angetan: er schiebt das 1,7-Tonnen-Schlachtschiff souverän nach vorne und verliert dabei trotz bärbeißiger Soundkulisse nie seine Kultiviertheit. Eine Kombination, die geradezu blendend mit dem leichtgängigen Schaltgetriebe harmoniert und das Doppelkupplungsgetriebe fast schon als überflüssigen Schnickschnack erscheinen lässt. Fest steht: wer diesen Diesel wählt, kann eigentlich nichts falsch machen. Allenfalls die etwas ungewisse Zukunft des Selbstzünders an sich sollte man im Hinblick auf einen eventuellen Wiederverkauf natürlich nicht ganz außer Acht lassen.

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Die "Basis-Linien" des Ford Kuga: Trend, Cool & Connect, Titanium

Gut & Günstig: Das ist beim Ford Kuga kein Widerspruch. Denn schon die Basisvariante "Trend" kommt mit ordentlicher Ausstattung daher. Mit an Bord sind hier unter anderem Audiosystem und Bordcomputer mit großem Bildschirm, elektrische Fensterheber, Tempomat, Klimaanlage, Berganfahrassistent und neigungsverstellbare Rücksitzlehnen. Erfreulich außerdem, dass auch Sportsitze für Fahrer und Beifahrer zur Standardausstattung gehören. 

Technisch anspruchsvollere Naturen können hingegen die Anschaffung von "Cool & Connect" (ab 1.350 € Aufpreis) erwägen. Hier ist ganz klar das neue Sync-3-Infotainment Star der Veranstaltung, das mit seiner intuitiven Bedienbarkeit via Touchscreen durchaus überzeugt und auch mit Apple Car Play und Android Auto anstandslos zusammenarbeitet. Der hintere Parkassistent, elektrisch anklappbare Seitenspiegel und LED-Tagfahrlicht sind weitere Highlights des technologieaffinen Pakets. Auch die 2-Zonen-Klimaautomatik ist eine erfreuliche Dreingabe. 

Die dritte Ausstattungslinie hört auf den Namen "Titanium" und kostet, je nach Motorisierung, 2.100-3.300 € Aufpreis. Übrigens ist diese Variante ein absoluter Bestseller - man erwischt sich allerdings schon bei der Frage: warum eigentlich? Viel Aufregendes bietet diese Ausbaustufe des Kuga nämlich beim näheren Hinsehen kaum. Sync-3 und Klimaautomatik sind hier ebenfalls mit von der Partie, ansonsten gibt es viele nette, aber sicher nicht lebenswichtige Extras wie Scheibenwischer mit Regensensor, einen im oberen Bereich silberfarbenen Kühlergrill oder den Schweinwerfer-Assistenten. Die 17-Zoll-Aluräder nimmt man hingegen gerne mit. Alles in allem sollte man sich bei Titanium allerdings die Frage stellen, ob das Gebotene den Aufpreis rechtfertigt. 

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ST-Line und Vignale: Pistensau oder Luxus-Kuga?

Eine Extraportion Dynamik gefällig? Mit der nagelneuen Ausstattungslinie "ST-Line" (ab 30.600 €), Fords Antwort auf S-Line & Co., setzt den Kuga auch auf der Rennstrecke ein markiges Statement, optisch imposant durch silberschwarze 18-Zöller, spezielle Stoßfänger und die fetten Seitenschweller unterstrichen. Noch viel wichtiger: Der Kuga ST geht mit der Piste auf Tuchfühlung und liegt einen Zentimeter tiefer als die Standard-Ausführung. Auch Abstimmung und Lenkung präsentieren sich scharfkantiger - so wird der ohnehin schon recht bewegungsfreudige Kuga zum echten Präzisionsgerät - erfreulicherweise kaum zu Lasten des komfortablen SUV-Gefühls.

Luxus heißt "Vignale". Zumindest bei Ford. Nach dem Mondeo, S-Max und Edge kommt seit dem Facelift auch der Kuga in den Genuss der Edel-Ausstattung, die Luxus-Freunde und Liberace-Fans gleichermaßen begeistern dürfte. Schon die "Vignale Milano Grigio" genannte Perleffekt-Lackierung verströmt mit ihrem in gedecktem Rosa schimmernden Metallic-Ton gleichsam Glamour und Klasse. Behutsam aufgetupfte Chrom-Applikationen unterstreichen zusätzlich den Eindruck, dass hier kein gewöhnlicher SUV-Plebejer anrollt. Und auch im Innenraum findet seine Lordschaft nur das Beste vom Besten vor: Die Sitze sind in feinstem Windsor-Leder gehalten, das Amaturenbrett mit Tierhaut überzogen. Standesgemäß offeriert Ford dieses exklusive Paket jeweils nur für die zwei Top-Motorisierungen. Preislich darf man ab 35.000 € im Luxus-Hochbeiner Platz nehmen. Abgesehen von diesen optischen Kabinettstückchen (die beileibe nicht jedem gefallen) hat das Top-Modell erwartungsgemäß auch sämtliche Top-Technik und zahlreiche nützliche Assistenten mit an Bord. Da wären beispielsweise die äußerst beliebten Xenon-Scheinwerfer oder Parkassistent und Parkpilot (beide natürlich vorne und hinten). 

Bilder zum Ford Kuga Vignale

Ford Kuga: Welche Ausstattungslinie wir empfehlen

Wir entscheiden uns - mehr oder minder gezwungenermaßen - für Titanium. Wie bitte? Hatten wir nicht gerade erst "Cool & Connect" gepriesen? Allerdings, und hier liegt der Hund begraben, lassen sich einige in unseren Augen essentielle Ausstattungs-Pakete nicht mit der Connect-Linie kombinieren. Wer sich also (größtenteils) mit den in Cool & Connect enthaltenen Extras zufriedengibt, dem sei die besagte Linie weiterhin wärmstens ans Herz gelegt. Wer seinen Kuga aber gerne noch etwas mehr ausstatten will, kommt leider um Tittaium nicht herum. ST-Line und Vignale hingegen fallen eher in die Kategorie "special interest" - der typische, möglicherweise eher familienorientierte SUV-Käufer setzt gewöhnlich andere Prioritäten. 

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carwow VW Tiguan Seite

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Ford Kuga 2017: Die Sonderausstattung

Womit wir auch schon bei der beliebten Rubrik "Abhaken und Draufzahlen" angekommen wären. Im Fall des Kuga besteht allerdings keine Veranlassung, gleich in Schnappatmung zu verfallen. Ford schnürt nämlich für seinen Kompakt-SUV praktische Pakete für verschiedenste Anforderungsprofile, die lästiges Mikromanagement von vorherein erübrigen. Ein echter Hit ist in unseren Augen beispielsweise das "Easy-Drive"-Paket Nummero zwei, das für 750 € den Park-Assistenten mit Ein- und Ausparkfunktion und dem Parkpiloten kombiniert. Die elektrisch ausklappbaren Außenspiegel gibt es im "Easy-Driver-Paket I", allerdings ebenfalls mit dem Parkpiloten kombiniert - und daher gemeinsam mit Easy-Drive-II nicht wählbar - übrigens auch dann nicht, wenn man die Spiegel einzeln für moderate 100 € zubuchen will. Das Technologie-Paket ist mit 1.050 € zwar recht stattlich eingepreist, bietet aber mit Fahrspurassistent und Müdigkeitswarner ein schönes Plus an Fahrsicherheit. Leider schließt diese Auswahl wiederum das Winter-Paket (610 €) aus, das mit beheizbarer Frontscheibe und Sitzheizung für die Vordersitze in der kalten Jahreszeit von geradezu unschätzbarem Wert ist. Keine leichte Entscheidung. Bei uns macht letztlich das Winter-Paket das Rennen - zu sehr ist uns die leidige Kratzerei in der kalten Jahreszeit zuwider. 

Und sonst? Da wäre noch die bei den massigen SUVs immer hochwillkommene Rückfahrkamera, die wir uns 270 € kosten lassen. Das Panoramadach hingegen sparen wir uns. Erstens ist es mit happigen 1.200 € alles andere als ein Schnäppchen, zweites schränkt es die Kopffreiheit im Fond nicht ganz unerheblich ein, wie die Kollegen von der Autobild im Test anmerken. Dann doch lieber die Xenon-Lichter, die mit 1.040 € günstiger und außerdem ungleich nützlicher sind. 

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Fazit zum Ford Kuga: Das kostet unser Wunsch-SUV

Aller Anfang ist schwer. Eine alte Weisheit, die leider auch bei der Konfiguration des Ford Kuga nicht ganz unzutreffend ist. Ein wenig Zeit muss man schon investieren, um all die Wechselwirkungen der zahlreichen Linien und Pakete angemessen zu durchdringen. Nach einem holprigen Start finden wir uns aber zunehmend besser zurecht und konfigurieren uns Schritt für Schritt zu unserem Wunsch-Kuga, der regulär 38.275 € kostet. Klar: nicht direkt ein Schnäppchen. Allerdings erhalten wir dafür üppige Ausstattung, die den Preis bei einigen Konkurrenten weit über die 40.000er-Marke katapultieren würde. Außerdem ruft Ford derzeit eine Preisaktion aus, die unseren Kuga sogar noch auf 34.275 € drückt - sofern der jeweilige Händler teilnimmt. Der Ford Kuga jedenfalls, soviel steht fest, ist ein Kompakt-SUV ganz nach unserem Geschmack: Spritzig, preiswert - und ganz den eigenen Bedürfnissen anpassbar. Prädikat: Kuga-tastisch.

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