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Aufnahme der VW-Zentrale in Wolfsburg
Aufnahme der VW-Zentrale in Wolfsburg
VW: nach Dieselgate jetzt noch Benzingrad?
Aufnahme der VW-Zentrale in Wolfsburg
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VW: nach Dieselgate jetzt noch Benzingrad?

VW kommt nicht zur Ruhe. Schon die Diesel-Affäre hat man bisher kaum im Griff. Jetzt droht auch noch neuer Ärger an der Benzinfront

Aus dem VW-Diesel-Skandal wird ein Allrounddesaster immer größeren Ausmaßes.

Zu den manipulierten Dieselfahrzeugen von VW kommen jetzt ersten Schätzungen zufolge 98.000 Benziner. Eine ebenfalls laufende Rückrufaktion aufgrund defekter Bremsen vor diesem Hintergrund fast unter.

Bei der Manipulation der Benziner fällt vor allem ins Gewicht, dass dem Verbraucher ein wesentlich geringerer Spritverbrauch vorgetäuscht wurde, als tatsächlich der Fall. Dem Fiskus entsteht aus diesen falschen CO2-Angaben ein erheblicher Schaden, da sich die Steuern nach den Schadstoffwerten berechnen. Also käme auf die VW-Fahrer eigentlich eine satte Steuernachzahlung zu. Nach aktuellen Berechnungen sind davon schlappe 200.000 Dieselfahrer betroffen, alleine in Deutschland. Dazu kommen jetzt noch einmal die 98.00 Fahrer von Benzinern. Verkehrsminister Dobrindt reagiert bereits und machte deutlich, dass diese Mehrkosten von VW zu tragen sind. Auch die EU droht mit Strafen in Millionenhöhe für die Falschangaben. Die erste Reaktion ließ nicht lange auf sich warten: Die VW-Aktie brach um 9,50 Prozent ein. Alles in allem gehen die Schäden schon in die Milliardenhöhe. Wie hoch genau, kann noch niemand sagen. 

VW übt sich derzeit noch nicht in Demut, sondern versucht zu retten, was noch zu retten ist. So gibt man an, dass die Funktion der Software im Genehmigungsprozess nicht hinreichend beschrieben worden sei. Somit sei weitergesponnen alles nur ein unglückliches Missverständnis. Zudem gab VW bisher an, dass die Software nur den Schadstoffausstoß der Drei-Liter-Motoren heruntergeregelt hatte. Falsch, wie neueste Meldungen bestätigen. Auch größere Motoren sind betroffen. Sicher ist bisher, dass die genannten Drei-Liter-Diesel-Motoren die Stickoxid-Emissionen in den USA um das Neunfache überstiegen haben. Insgesamt geht man hier von bis zu 800.000 Fahrzeugen weltweit aus.

Der Verkauf von Dieselautos von Audi und Porsche ist in den USA bereits gestoppt. Das betrifft vor allem die Oberklassemodelle, wie A8, A7, A6, Q7 und Q5, sowie den Verkaufsschlager Porsche Cayenne.