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Bild des Elektrorennauto E0711-5
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Rekord: Elektroauto schafft die "0 auf 100" in 1,779 Sekunden
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Rekord: Elektroauto schafft die "0 auf 100" in 1,779 Sekunden

Porsche Turbos und Formel 1 Boliden sind damit schon einmal abgehängt. Zum Rekord raste am Ende eine Frau.

Das elektrische Rennauto E0711-5 , aufgenommen bei hoher Geschwindigkeit.

Schneller ist keiner: 1,779 Sekunden braucht der elektrische Rennwagen E0711-5 von 0 auf 100 km/h. Damit holen Studenten des Green Teams der Universität Stuttgart den Siegertitel nach drei Jahren wieder ins „Schwabenländle“ zurück. Der Rekordversuch wurde im Rahmen des Motorsportevents „Jade-Race Mariensiel“ in Willhelmshaven ausgetragen.

Wie beachtlich dieser Wert ist, zeigen ein paar Vergleiche: Bei den Straßensportwagen liegt momentan ein getunter Porsche, der Ruf 911 Turbo PDK (2,72 Sekunden), knapp vor dem berühmt berüchtigten 1.000 PS Koloss Bugatti Veyron (2,84 Sekunden). Selbst Formel1 Autos brauchen mit durchschnittlich 2,3 Sekunden mehr als eine halbe Sekunde länger für diesen Sprint. Und dann gibt es ja auch noch die neue Formel E – die elektrische Schwester der Formel 1. Hier liegt man zwar noch bei ca. 2,8 Sekunden, allerdings zeigt sich auch hier, dass "Elektro" durchaus auch Rennsport kann.  

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Bei den speziell für den Sprint konzipierten Elektroautos zeigte sich in den letzten Jahren eine rasante Entwicklung: 2012 gelang dem Green Team die Rekordjagd schon einmal – damals schrieb man aber nur "schlappe" 2,68 Sekunden ins Guiness-Buch. Doch schon kurz darauf kam das Formula Student Electric Team der ETH Zürich – und legte die Messlatte deutlich höher: 1,785 Sekunden galt es von nun an zu überbieten.

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Dafür mussten die technischen Voraussetzungen neu optimiert werden. Angefangen bei der Gesamtfahrzeugaerodynamik, dem Beschleunigungsvorgang bis hin zu frischen Reifen wurde nichts dem Zufall überlassen. Im Gegenteil: Mit einem Gewicht von 160 kg auf 100 kW (136 PS) und einem daraus resultierenden Leistungsgewicht von 1,6 kg/kW kann der schnelle Elektroflitzer sogar mit dem professionellen Rennsport mithalten.

Doch obwohl das Auto rennsporttauglich wäre und dementsprechendes Fahrer-Know-How voraussetzt, führte das Auto kein Rennprofi zum Sieg, sondern ein GreenTeam-Mitglied. Dass auch Frauen hohe Beschleunigungswerte im Griff haben können bewies Prisca Schmid, der schließlich der Sieg gelang. 

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