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Das elektrische Eprobungsfahrzeug Fraunhofer IISB-One beim kabellosen Laden.
Das elektrische Eprobungsfahrzeug Fraunhofer IISB-One beim kabellosen Laden.
Spritzige Forschungsplattform: Fraunhofer baut Elektroauto
Das elektrische Eprobungsfahrzeug Fraunhofer IISB-One beim kabellosen Laden.
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Spritzige Forschungsplattform: Fraunhofer baut Elektroauto

Die Basis ist ein Leichtbau-Sportwagen und 2 Elektromotoren leisten 217 PS. Das wichtigste ist aber: Zum Aufladen braucht man kein Kabel.

Der Name wirkt ein wenig umständlich. Aber die Fraunhofer-Institute werden nun einmal nach den Anfangsbuchstaben ihrer Fachgebieten benannt. Und das erste Elektroauto des Instiuts für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie heißt dann eben IISB-One. Neben dem Ziel ein voll funktionsfähiges Elektroauto zu bauen, wollte das Fraunhofer Institut vor allem eine alltagstaugliche Forschungsplattform haben. Aus diesem Grund trägt das Auto dann auch offiziellen Namenszusatz „Erprobungs- und Demonstrationsfahrzeug“.

Ansicht eines Antriebselements.

Aber Namen sind bekanntlich nur Schall und Rauch – und der IISB-One produziert nichts dergleichen, denn er ist ein Elektroauto. Rein äußerlich ähnelt er noch sehr stark dem Leichtbau-Kompaktsportwagen Artega, der als Basis dient. Statt dem Mittelmotor tun aber nun zwei Elektromotoren an den Hinterrädern Dienst.

Pro Rad stehen eine Antriebsleistung von 80 kW sowie ein Spitzendrehmoment von 2000 Nm zur Verfügung. Das macht ingesamt 217,54 PS, also gar nicht soviel weniger als im Orginal-Artrega (300PS). Den Leichtbaurahmen aus Aluminium sollte man damit recht gut auf Touren bringen – egal ob nun im Dienst der Wissen- oder Leidenschaft.

Heckansicht des elektrischen Forschungsfahrzeugs Fraunhofer IISB-One.

Wissenschaftlich interessant dürfte dagegen sein, dass das gesamte System so ausgelegt ist, dass auch noch nachträglich ein weiterer Energiespeicher eingebaut werden kann. Dabei kann es sich um eine Zusatzbatterie oder eine Brennstoffzelle handeln. Die Reichweite des Autos könnte sich so um ein Vielfaches steigern.

Das elektrische Forschungsauto Fraunhofer IISB-One im Straßenverkehr.

Und dann ist da natürlich noch die Sache mit der Aufladung. Diese funktioniert sowohl kabel- als auch kontaktlos und erfolgt mit bis zu 3,5 kW Dieses System ist nicht nur äußerst praktisch, preisgünstig und sicher, sondern zeichnet sich durch seinen hohen Ladewirkungsgrad von bis zu 97 Prozent bei einem Gewicht von nur drei kg aus. Mit Kabel geht´s im Zweifelsfall aber natürlich auch.  

Als fahrende Forschungsplattform soll der IISB-One dabei allerlei Komponenten testen und Daten über die elektrischen Antriebssystemen, den integrierten Umrichter, seine DC/DC-Wandler, die Ladegeräten und die Batteriespeichersysteme liefern. Dank Straßenzulassung geschieht dies nun auch entsprechend praxisnah.