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Frontansicht des Elektrosportwagens Troidion 1 MW Concept mit offenen Scherentüren.
Frontansicht des Elektrosportwagens Troidion 1 MW Concept mit offenen Scherentüren.
Elektromobilität konkret: Das Megawatt-Monster!
Frontansicht des Elektrosportwagens Troidion 1 MW Concept mit offenen Scherentüren.
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Elektromobilität konkret: Das Megawatt-Monster!

Die Megawatt-Grenze wurde geknackt: ein reiner Elektro-Sportwagen mit 1.000 kW (1341 PS) steht bereit. Aber hält er auch, was er verspricht?

Frontansicht des 1 Megawatt starken Toroidion 1 MW Concept.

Toroidion 1MW Concept – seinen „claim to fame“ trägt dieses Auto bereits im Namen: Ihm steht die brachiale Leistung von einem Megawatt (MW), also 1.000 kW zur Verfügung. Das macht 1.341 Pferdestärken, und damit spielt der Toroidon sowie schon in einer erlauchten Liga: nur seltene Supersportler, wie der Bugatti Veyron und einige Modelle der Firma Koenigsegg kommen über die 1.000 PS Marke. Unter letzteren ist auch der Regera, der mit seinen 1.500 PS auf den ersten Blick sogar noch ein bisschen besser „bestückt“ ist. Dieser Regera ist allerdings ein Hybrid, genau wie die anderen aktuellen „Hypercars“, zu denen u.a. auch der Porsche 918 und der Ferrrari LaFerrai zählen. Sie alle beziehen einen Großteil ihrer Leistung aus klassischen Verbrennungsmotoren, der Elektroantrieb wirkt dabei eher unterstützend.

Seitenansicht des vollelektrischen Sportwagens Toroidiom 1 MW Concept.

Machtdemonstration purer Elektromobilität

Der Toroidion 1MW Concept ist hingegen ein reiner Stromer – und wäre für eine eindrucksvolle Machtdemonstration purer Elektromobilität bestens geeignet: Jedes Rad hat seinen eigenen Elektromotor – was gute Fahreigenschaften verspricht. Und dann ist da ja noch die Frage nach der Beschleunigung. Toroidion hält sich hier bislang bedeckt  – aber eigentlich ist soweit alles angerichtet: die Hinterreifen des 1MW Concept bieten jeweils 300kW, die Vorderreifen 200kW. Das genaue Gewicht ist zwar noch nicht bekannt – aber Toroidion wirbt damit, dass Fahrzeug und Batterie in Leichtbauweise entstanden sind.

Elektroautos können sprinten

Dass Elektroautos sprinten können, hat unlängst Tesla bewiesen: Das Topmodel P85D schafft die 0-100  in 3,3 Sekunden – und hier sprechen wir über eine schwere Reiselimousine mit „gerade einmal“ 700 PS. Um das mit Benzin zu kontern, muss man schon einen Porsche Turbo S ins Rennen schicken. Mit knapp dem doppelten an Kraft könnte der Toroidion also bald für Schlagzeilen sorgen.     

Seitansicht des Toridion 1 MW Concept.

Finnische Handarbeit

Wenn es dann soweit ist, muss der Testfahrer noch nicht einmal auf den standesgemäßen Krach verzichten – laut seinem Erbauer Pasi Pennanen gibt der 1MW Concept ein Geräusch von sich, das irgendwo zwischen einem Rennwagen und einer Flugzeugturbine angesiedelt werden kann.

Pennanen ist der Kopf hinter dem Megawatt-Monster. Er ist der erste finnische Designer, der sein Studium auf der renommierten Royal College of Art in London absolvierte. Neben seiner Tätigkeit für Toroidion entwirft Pasi Pennanen seit 12 Jahren mit seiner eigenen Firma Pennanen Design Konzepte für die Automobilindustrie. Nach London und Tokyo hat er sich nun wieder in seiner Heimat Tammisaari in Finnland, niedergelassen. Mit Ausnahme von Kimi Räikkönen waren die Finnen bisher eher für ihr Bildungssystem als für ihre PS-Affinität bekannt. Aber vielleicht bricht der Rekordmeister der Pisastudie mit der Firma Toroidion künftig nun auch Asphaltrekorde. Die Firma zählt 15 Angestellte und finanzierte das Projekt 1MW Concept vollkommen autark – und in Handarbeit.

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Detaillaufnahme vom rechten Außenspiegel des Toroidion 1MW Concept Supersportwagens.

Design oder Performance?

Pennanens Name steht in der Autoszene bislang allerdings eher für „Design“ als für „Performance“. Und nachdem noch keine Daten über die Fahrleistung des Megawatt-Megaautos erhältlich sind, lässt der Blick auf das Äußere dann auch erste Zweifel aufkommen. Dabei geht es aber nicht so sehr um Geschmacksfragen, denn die sind ja bekanntlich eher Ansichtssache. Und eigentlich kann man schon sagen, dass Pennanen die schönsten Linien von Honda und Jaguar, für die er beide tätig war, recht harmonisch vereint hat, auch wenn die Idee mit den hochstehenden Außenspiegeln sicher etwas eigenwillig wirkt.

Bild vom Innenraum des 1kw Sportwagens Toroidion 1MW Concept.

Zweifelhaft ist eher, dass dem 1MW Concept vor allem die Attribute fehlen, die eventuell die Fahrleistung verbessern könnten – also Spoiler, Heckflügel, Diffusoren und dergleichen. Die anderen Hypercars bestehen schließlich aus fast nichts anderem.

Bild vom Innenraum des Toroidion Hypersortwagens.

Kippschalter zur Rekordjagd

Die obligatorischen Flügeltüren (bzw. Scherentüren) sind allerdings vorhanden und ein Blick ins Cockpit lässt das Vertrauen in die ernsten Absichten des Erbauers wieder auch wieder steigen: Statt Touchdisplays und Unterhaltungselektronik gibt es hier vor allem nüchterne Kippschalter – das ist der Minimalismus, den man zur Rekordjagd braucht.

Bei der Produktion ist erst einmal eine Miniserie von 100 Stück geplant, die dann jeweils einen siebenstelligen Betrag kosten sollen. Wer allerdings derartig tief in die Tasche greift, will vorher sicher ersteinmal Daten sehen. Und da sollten dann doch ein paar Superlative dabei sein.