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Ein Auspuff beim Schadstoffausstoß.
Ein Auspuff beim Schadstoffausstoß.
Elektromobilität: Deutsche Autobauer zwischen allen Stühlen
Ein Auspuff beim Schadstoffausstoß.
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Elektromobilität: Deutsche Autobauer zwischen allen Stühlen

Der VW-Skandal bringt Dieselmotoren zunehmend in Verruf. Sehr zum Leidwesen der deutschen Autoindustrie.

Die Dieselfalle

Hier ist der Diesel dann auch entsprechend kräftig vertreten: Während nur ca. 10 Prozent der Kleinwagen als Diesel verkauft werden, sind es in der schon Mittelklasse schon fast Dreiviertel. Und die angesprochenen Geländewagen sind zu 80 Prozent Dieselfahrzeuge. Die Premiumhersteller Audi, BMW und Mercedes geben an, dass in der oberen Mittelklasse sogar 90 Prozent der Neuzulassungen Diesel sind.

Die „Dieselgate-Schlinge“ zieht sich nun aber immer weiter zu. Betrogen hat wohl nur VW, aber darüber kann sich die Konkurrenz kaum freuen. Der Skandal hat nämlich alle Scheinwerfer auf den Diesel gerichtet – ein Zustand, der alles andere als wünschenswert ist, denn die Gesamtsituation ist nicht gerade publicity-tauglich: auch ohne Betrugssoftware kommen bei den Abgasmessungen keine ernstzunehmende Werte heraus. Im Normalgebrauch liegen diese meist ein ganzes Stück darüber –  und mit ihnen auch die Feinstaubbelastung der Städte

Der Feinstaub

Dieselmotoren sind sparsamer im Verbrauch und erzeugen daher auch weniger CO2, sind also klimafreundlicher. Dafür stoßen sie aber mehr Stickoxide und sonstige Schadstoffe aus – das macht sie gesundheitsschädlicher. Letzteres könnte deutlich schwerer wiegen. Als Lösung für dieses Problem galt bislang der Rußpartikelfilter. Im Zuge des Abgasskandals wird allerdings auch er in Frage gestellt: Umweltaktivisten behaupten immer wieder, dass er die krebserregenden Partikel nur noch kleiner und gefährlicher macht http://www.umweltbrief.de/neu/html/Umweltbrief_spezial_Feinstaub.html

Schnell mal Elektro

Strategisch ist die Lage der deutschen Autoindustrie nun dementsprechend beklemmend: Entwickelt man die Dieselmotoren nicht mehr weiter, verliert man zu einen die Früchte vieler Jahre Entwicklungsarbeit. Und zum anderen bekommt man u.a. ein SUV-Problem: die Schluckspechte verkaufen sich nun mal am Besten, aber mit Ottomotor reißen sie alle CO2-Grenzen.

Entwickelt man sie hingegen weiter, steckt man Geld in eine Technologie, die im Heimatland nicht mehr unumstritten und auf einigen wichtigen Exportmärkten untragbar ist.

Ein schneller Sprung in die Elektromobilität – wie u.a. vom VW Betriebsrat gefordert – ist allerdings auch alles andere als einfach: Es mehren sich die Anzeichen, dass man hierzulande bei reinen Elektrofahrzeugen nicht mehr wirklich mithalten kann.