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Artikelbild BeschreibungDie dunkle Seite von Grün? Elektromobilität in China1972
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Die dunkle Seite von Grün? Elektromobilität in China
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Die dunkle Seite von Grün? Elektromobilität in China

Zwischen Umweltschutz und Überwachung

Wurden in China 2013 insgesamt nur rund 18 000 Elektroautos verkauft, stieg die Zahl 2014 um mehr als 400 Prozent auf beachtliche 75 000 Autos an. Mit ihren Fördermaßnahmen möchte die chinesische Regierung nicht nur ihre Bevölkerung von der smogbelasteten Luft befreien und heimische Automobilhersteller stärken. Die elektrischen Autos sollen in eine digitale Infrastruktur eingebettet werden, dem sogenannten „Internet der Autos“. Auf diese Weise entstehen Unmengen von Daten. Daten, die nicht nur sensible Informationen über die Fahrzeuge, sondern vor allem über Fahrverhalten und Vorlieben ihrer Fahrer enthalten. Dass diese Daten ausschließlich dem Staat frei zur Verfügung stehen, steht dabei außer Frage.

Es ist die Rede von der Nachverfolgung des gesamten innerstädtischen Verkehrs, sowie von innerstädtischen Maut-Brücken und elektronischen Lizenzplaketten. Sogenannte On-Board-Units (OBUs) machen, zusammen mit der von einem staatlichen Militärunternehmen entwickelten Satellitentechnologie, die Erhebung und Verarbeitung von Fahrprofilen möglich. Bei dieser etwas bizarren Vorstellung der staatlichen Verkehrsüberwachung muss erwähnt werden, dass auch Firmen wie Google und Apple das Auto bereits im Fokus ihrer neusten Entwicklungen haben. Die Frage ist nur, wer dabei schneller ist – und wie sich die deutschen Automobilhersteller hier zwischen Datenschutz und Marktanteilen positionieren wollen.