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Werbebild des Halrey Davidson Elektromotorrads "Life Wire".
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Die Elektro-Harley: Born to be Volt?
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Die Elektro-Harley: Born to be Volt?

Die E-Harley hat sicher noch einige Handicaps. Aber sie könnte der Elektromobilität zu einem ganz neuen Image verhelfen.

Harley Davidson, der Archetypus des donnernden Motorrads, wagt sich an das Thema "elektro"! Und sie wären dabei sogar die Ersten unter den großen Motorradbauern, denn BMW und der österreichische Hersteller KTM haben zwar bereits Elektroroller im Programm, aber noch keine Straßenzulassung dafür. Richtige Elektromotorräder haben bisher nur kleinere Hersteller aus den USA hergestellt, bisher allerdings ohne erwähnenswerten Erfolg.

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"Mad Max"-Feeling – auch ohne Benzin

Aber lässt sich die Strahlkraft einer Harley Davidson in ein Elektromotorrad transportieren? Vom Design her schon, denn der „LiveWire“-Prototyp übersetzt die Endzeitoptik der Marke konsequent ins elektrische. Im Gegensatz zu vielen E-Autos, die eher versuchen nach „Raumschiff Enterprise“-Zukunft auszusehen, bewahrt sich die E-Harley einen ordentlichen Schuss „Mad Max“-Feeling.

An Leistung mangelt es dabei nicht: Die Maschine hat 75 PS, fährt knapp 150 km/h und die schnelle Beschleunigung (ca. 4 Sekunden von 0 auf 100km/h) ist ebenfalls eindrucksvoll. Vom Kauf hält viele jedoch vor allem eines ab: die berüchtigte Reichweite. Nach 80 Kilometern hat das Fahrvergnügen nämlich ein Ende. Wenn man dann noch ordentlich Gas – bzw. “Strom“ – gibt,  ist sogar schon nach 60 km Schluss.

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Ein E-Mobil ohne Öko-Image

Es scheint also, als bekommen die Elektromotorräder die gleichen Absatzprobleme wie die Elektroautos. „Die Reichweite ist für unsere Kundschaft noch nicht groß genug“, räumt Frank Klump, Marketing-Direktor von Harley Deutschland, ein.

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Wenn dies allerdings das einzige Hindernis ist, besteht Hoffnung für das schmissige Gefährt, denn die Batterien und mit ihnen die Reichweiten verbessern sich derzeit fast im Stundentakt.

Mit einer Harley im Sortiment könnte die Elektromobilität dann auch Kundenkreise ansprechen, die mit Vollkorn und Grünkern nicht viel am Hut haben. Denn der typische Besitzer eines Elektroautos ist ein Familienvater mittleren Alters mit gutem Einkommen, Eigenheim im Grünen und einem Herz für die Umwelt. Daher ist er höchstwahrscheinlich ein wertvolles Mitglied der Gesellschaft, aber eben nicht aus dem Stoff, aus dem man "Lifestyle-Ikonen" macht.