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Bild der Verleihungszeremonie des Ecartec-Awards 2015
Bild der Verleihungszeremonie des Ecartec-Awards 2015
eCartec Award 2015 - and the winner is....
Bild der Verleihungszeremonie des Ecartec-Awards 2015
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eCartec Award 2015 - and the winner is....

In der Münchner Glyptothek, gesäumt von antiken Skulpturen, fand gestern die siebte Preisverleihung des eCarTec Award statt.

Roter Teppich, Fotografen, Stellwand und ausgewählte Prominenz wie Schauspieler und Autor Hannes Jaenicke, TV- und Eventmoderatorin Tanja Bülter, Ihre Durchlaucht Isabelle Prinzessin zu Hohenlohe-Jagstberg, Fürst Alexander Schaumburg-Lippe, sowie Opernstar Nadja Michael und Tobey Wilson, Tenor und Entertainer, gaben gestern der Veranstaltung den nötigen Glanz.

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Neben den Preisträgern und der Prominenz galt die Bayerische Staatsministerin Ilse Aigner als weiterer Höhepunkt. Doch anstelle dieser kam in Vertretung Bayerns Wirtschaftsstaatssekretär Franz Josef Pschierer zur Laudatio des Bayerischen Staatspreises für Elektromobilität. Und jener hatte nicht nur Positives zur aktuellen Entwicklung der eMobility am Standort Deutschland zu verkünden. Ein Blick auf die Nachbarländer zeige, dass Deutschland im Tempo aufholen müsse, wenn an den ehrgeizigen Zielen der Bundesregierung festgehalten werden soll.  Als Beispiel nannte Pschierer die konsequente Umsetzung der politischen Ziele in China. Davon könne sich Deutschland etwas abschauen. Auch zum Abgasskandal von VW hatte der Wirtschaftsstaatssekretär eine klare Meinung: „Der VW-Skandal muss gründlich und kritisch aufgeklärt werden, der Automobilstandort Bayern darf nicht unter dem Betrug von VW leiden und der Qualitätsstandort Deutschland nicht beschädigt werden“.

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In einem waren sich die Redner einig - „Die Elektromobilität steht an der Schwelle zur Massenproduktion“, brachte es Robert Metzger, Geschäftsführer der MunichExpo GmbH und Veranstalter der eCarTec, auf den Punkt. Die Folge sei eine Strom-, Lade-, und Verkehrswende. Unternehmen, die an der Weiterentwicklung der Elektromobilität maßgeblich beteiligt sind und diese Schwelle versuchen zu überwinden, gehören zu den Gewinnern des  eCartec Award. Der eCartec-Preis selbst wird gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, und Medien, Energie und Technologie und ist mit insgesamt 60.000 Euro dotiert. 

Gewinner der ersten Kategorie „Electric Vehicle“

In der ersten Kategorie konnte Nissan die Jury mit dem eNV 200 überzeugen. Ein elektrischer Transporter, der durch seinen umweltfreundlichen Antrieb gerade in restriktiven Innenstädten punktet, die immer häufiger Dieselfahrzeugen die Zufahrt verbieten. Auch die schnelle Ladezeit überzeugt: In knapp 30 Minuten lässt sich die Batterie des eNV 200 an einer CHAdeMO Schnellladestation auf 80 Prozent der Kapazität neu laden. Nissan ist in Sachen Elektromobilität kein Unbekannter. Bereits seit 2011 ist der Automobilhersteller Marktführer beim Verkauf von Elektrofahrzeugen. Als nette Geste stellt Nissan für ein Jahr den eNV 200 und eine Ladestation für soziale Zwecke der Stadt München zur Verfügung. 

Gewinner der zweiten Kategorie „Energy Storage & Infrastructure“

Klein aber effektiv und wichtig, so kann man den Gewinner aus der zweiten Kategorie „Energy Storage & Infrastructure“ umschreiben. Das Unternehmen Bender schuf mit dem Sensor RCBM121-1 eine Fehlerstrom-Schutzeinrichtung, mit der sowohl Gleichfehlerströme und pulsierende Wechselfehlerströme erkannt und ausgewertet werden können. 

Das Unternehmen konnte sich mit seiner Erfindung erfolgreich gegen starke Mitbewerber wie die ALLinONE Ladestation, eine innovative Ladesäule für das simultane Laden von zwei Elektrofahrzeugen durchsetzen. 

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Gewinner der dritten Kategorie „Powertrain & Electronics“

Die ZF Friedrichshafen AG ist im Automobilbau keine unbekannte. Das Unternehmen ist der drittgrößte deutsche Automobilzulieferer und zählt zu den weltweit führenden auf dem Gebiet der Antriebs- und Fahrwerktechnik. Die Jury konnte ZF Friedrichshafen mit der Elektroportalachse AVE 130 überzeugen, welche die E-Mobilität in Niederflur-Stadtbussen vorantreibt. Die Begeisterung manch eines Zuhörers galt in dieser Kategorie eher dem ePaddle, einer Art Antriebsvorrichtung für Longboards, inspiriert vom Stand Up Paddling. Sie ermöglicht es Anfänger oder Vollprofi gleichermaßen, ein neues Fahrgefühl zu entwickeln. Denn dank des elektrischen Antriebs des Paddles kann der Fahrer in weniger als 10 Sekunden sein Sportgerät auf 50 km/h beschleunigen - und das bei über drei Stunden Fahrzeit. 

Gewinner der vierten Kategorie „Sustainable Produkt & Mobility Concepts“

Einen entscheidenden Beitrag im Ausbau der Infrastruktur von Ladesäulen könnte in Zukunft Aldi Süd mit seinem Projekt „Sonne tanken“ leisten. Deshalb ist das solarbetriebene Ladenetzwerk für E-Cars und E-Bikes von der Jury als Sieger nominiert worden. Die Aufladung ist kostenfrei, erfolgt ohne Registrierung und kann während der Einkaufszeit erfolgen. Für den Strom sorgen auf den Dächern der Filialen installierte Fotovoltaikanlagen.  Bisher können Kunden an 50 Filialstandorten von dem Ladenetzwerk profitieren.

Die Bewerbung für das kommende Jahr hat bereits gestartet. Bis zum 31. Juli können sich Unternehmen wieder für den Award bewerben. Anmeldeunterlagen unter: http://www.ecartec.com