Autowelt
Artikelbild BeschreibungChinesischer Tesla-Klon: Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm1293
Artikelbild BeschreibungChinesischer Tesla-Klon: Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm1293
Chinesischer Tesla-Klon: Ein Fall für die Traumforschung?
Artikelbild BeschreibungChinesischer Tesla-Klon: Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm1293
Artikel

Chinesischer Tesla-Klon: Ein Fall für die Traumforschung?

Das Design ist dem Erbauer im Traum erschienen, die Ähnlichkeiten sind also Zufall. Und zumindest der Preis ist auch wirklich traumhaft.

Vor gar nicht allzu langer Zeit drehte das britische Magazin Auto Express auf der Auto-Messe in Shanghai einen Beitrag namens "Attack of the clones". Es waren viele Kopien bekannter westlicher Autohersteller zu sehen. Nun wurde also auch der Tesla S durch den Copyshop gejagt. Das Ergebnis heißt: Youxia X.

Äußerlich unterscheiden sich die beiden Autos nur durch einen leicht veränderten Heckbereich. Und die Leistungsdaten sprechen durchaus für die Kopie: Für eine maximale Reichweite von bis zu 460 Kilometern sorgt ein 348 PS-Elektromotor zusammen mit drei Batteriepaketen (40, 60 und 85 kW). Damit beschleunigt der Youxia X in 5,60 sec von 0 auf 100km. Mit diesen Daten liegt er damit knapp über der kleinsten der 5 derzeitigen Tesla-Motorisierungen. Mit dieser DNA könnte sich also problemlos in die Model-S-Familie einsortieren.

Ein Fall für die Traumforschung?

Die angebliche Entstehungsgeschichte des Youxia X lädt zum Schmunzeln ein: Youxia bedeutet Gerechtigkeitsritter und ist der chinesische Titel der Serie „Knight-Rider“. Der erst 28-jährigen Firmengründer Huang Xiuyuan, bekennender Knight Rider-Fan, soll von dem Fahrzeug geträumt haben und engagierte daraufhin ein Team von 50 Designern und Ingenieuren, um genau dieses Auto zu bauen. Ein paar K.I.T.T. Anleihen hat der Wagen tatsächlich – man kann ihn zum Beispiel mit dem berühmten roten Leuchtstreifen auf dem Kühlergrill bekommen. Und auch sonst gibt’s noch ein paar Spielereien: Der Youxia hat die Motorengeräusche von einigen berühmten Sportwagen, darunter auch einige Ferraris, gespeichert und kann sie passend zur Fahrsituation wiedergeben.

Die Auslieferung ist für 2017 geplant, der Preis liegt je nach Ausführung zwischen umgerechnet 29.500 und 44.300 Euro – echte Teslas gibts dagegen erst ab 66.000 Euro.

Teslas Patente sind uninteressant

Einst lehrte sie der Philosoph Konfuzius, dass die perfekte Nachahmung des Meisters eine Kunst für sich sei. Dies scheinen sich die Chinesen sehr zu Herzen genommen haben und lernen stetig dazu. Die Patente, die Tesla werbewirksam freigegeben hat, scheinen dabei aber keine große Rolle zu spielen.

Yang Xueliang vom chinesischen Hersteller Geely, erklärt dies so: "Teslas Autos sind gemacht für einen elitären Kundenkreis. Unsere Zielgruppe ist vor allem die breite Masse. Viele Insider in China halten Tesla mehr für ein Spielzeug als für ein Mittel zur Fortbewegung".

Bildquelle: Youxia Motors

 

Außdem zu diesem Thema: