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Angefahrene Zapfsäule mit beschädigter Dieseleinheit Bildquelle: https://www.flickr.com/photos/huhnbeauftragter/7761287104/
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Hat der Diesel trotz Skandal noch eine Zukunft?

Alles, was du jetzt wissen musst

Die Diskussion um den Diesel schlägt momentan hohe Wellen. Bei uns erfährst du alles, was du zur aktuellen Diskussion wissen musst.

Diesel-Skandal: Was ist derzeit mit dem Diesel los?

Aus dem Diesel-Skandal ist mittlerweile längst eine ernste Krise für die gesamte Autoindustrie geworden. Es steht auch der Verdacht im Raum, dass die fünf führenden deutschen Hersteller (Audi, BMW, Daimler, Porsche, VW) ein Kartell gebildet und illegale Absprachen zulasten der Autokäufer getroffen haben. Am 2. August fand deshalb der Diesel-Gipfel statt, um bei diesem Thema endlich den roten Bereich verlassen zu können. Driven beantwortet die wichtigsten Fragen rund um dieses Thema.

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Wie kam es zum „Dieselgate“-Skandal?

Dieselfahrzeuge stünden vielleicht nicht so schlecht da, wenn es nicht einen so ausgewachsenen, vor krimineller Energie strotzenden Betrug gegeben hätte. Wenn man nicht versucht hätte, Regeln und Gesetze zu biegen und zu brechen, sondern sie einfach einzuhalten. Aber das ist ja auch Kindergarten und für einen Weltmarktführer ein zu kleines Brötchen. VW manipulierte die Abgaswerte auf dem Prüfstand, weil man offenbar nicht in der Lage oder willens war, die Grenzwerte (sprich: Gesetze) auch tatsächlich einzuhalten. Dies flog aber im September 2015 auf, als die US-amerikanische Umweltbehörde EPA öffentlich Vorwürfe gegenüber VW erhob. Seitdem ist die Karre am Dampfen.

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carwow VW Tiguan Seite

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Wie funktioniert die Schadstoffreduktion?

Eine der technischen Möglichkeiten den Diesel sauberer zu machen ist mit dem Zusatzstoff AdBlue oder Bluetec. Der wird bei der Verbrennung des Kraftstoffs in den Motor eingespritzt. Dadurch entstehen viel weniger Stickoxide, bei denen man einen Grenzwert einhalten muss.

Wie funktioniert die Abgasmanipulation mit der Schummelsoftware?

Sich an die Regeln (in den USA) zu halten, war den Ingenieuren im VW-Konzern zu langweilig und zu einfach (und dem Vorstand zu teuer). Deswegen haben sie lieber die berüchtigte Schummelsoftware erfunden, um nicht nur den Prüfstand, sondern auch die eigenen Kunden zu bescheißen. Die VW-Ingenieure konnten – wohl wegen des von oben verordneten Kostendrucks – die Grenzwerte beim Stickoxid nicht ohne Weiteres einhalten. Eine billige Lösung musste her. Da beschloss man, sich einen wahnwitzigen Betrug auszudenken.

Die Motorsteuerungssoftware wurde so programmiert, dass sie erkannte, wann das Auto auf dem Prüfstand stand. In dieser Prüfungssituation, in der die Offiziellen genau hinschauten und testeten, ob der Wagen die Werte einhielt oder nicht, hielt der Wagen die Werte ein. Um die Vergleichbarkeit zwischen verschiedenen getesteten Autos gewährleisten zu können, drückt kein Mensch aufs Gaspedal, sondern ein Roboter, der das bei jedem Test exakt gleich dosiert. Dadurch und durch die Stellung der Vorderräder, die auf dem Prüfstand nicht gelenkt werden, „wusste“ die Software, dass sie auf dem Prüfstand war und gab alles für die Abgasreinigung. Im realen Fahrbetrieb wurde die Reinigung aber ausgeschaltet. Das ist Betrug. Deswegen ging die US-Umweltbehörde EPA dagegen vor.

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Was ist seit dem Anfang des Diesel-Skandals passiert?

12,7% weniger Diesel fanden im Juli 2017 im Vergleich zum Vorjahresmonat einen Käufer. Damit lag der Anteil nur noch bei historisch niedrigen 40,5%.

Das Verwaltungsgericht Stuttgart hat ein Fahrverbot ab dem 1. Januar 2018 erlassen. Das Gericht entschied, dass auch eine Nachrüstung durch ein Softwareupdate nicht ausreicht, um die Luftqualität schnell und entscheidend zu verbessern, sondern dass nur ein Fahrverbot die Luft verbessern kann. Die Autoindustrie behauptete aber beim Dieselgipfel, dass Softwareupdates ausreichen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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Am 21. Juli wird bekannt, dass die fünf großen deutschen Hersteller Audi, BMW, Daimler, Porsche und VW im Verdacht stehen, ein Kartell gegründet zu haben. Später wird enthüllt, dass Daimler schon 2014 bei der EU eine Selbstanzeige eingereicht hat. VW erst im Juli 2016. Den Herstellern droht eine Klagewelle mit zehntausenden Verfahren, wenn Kunden durch illegale (Preis)Absprachen geschädigt wurden. Außerdem drohen Kartellstrafen in Milliardenhöhe. Die Autoindustrie hat sich damit sicher keinen Gefallen getan. Andererseits ist seit drei Jahren immer noch keine Anklage erhoben worden. Das kann daran liegen, dass Ermittlungen wegen Kartellverdachts immer sehr umfangreich und zeitintensiv sind – oder aber es konnte einfach noch nichts Belastendes gefunden werden.

Auch die Luxusmarke Porsche wurde rausgewunken. Das Kraftfahrtbundesamt verdonnerte Porsche am 27. Juli 22.000 Cayenne mit drei Liter V6 Dieselmotor der Euro-6-Norm zurückzurufen, weil auch dort eine Abschalteinrichtung entdeckt wurde.

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Soll ich meinen Diesel jetzt verkaufen oder doch behalten?

Ein Auto mit Diesel zu fahren, lohnt sich vor allem, wenn man viele Langstrecken fährt und im Jahr eine Mindestzahl an Kilometern abspult. Auf Kurzstrecken steigt der Verbrauch sehr stark an, weil der Dieselmotor dann nicht im optimalen Temperaturfenster arbeitet. Das ist deutlich höher und wird deshalb später erreicht als bei Benzinern, deswegen eignen sich diese besser dafür. Je nach Schätzung sollte man wegen der höheren KFZ-Steuer, höherer Anschaffungskosten und meist höherer Versicherungseinstufung mindestens 16.500 km oder gar 20.000 km pro Jahr fahren, um die höheren Kosten durch den auf Langstrecken geringeren Spritverbrauch wieder reinzufahren.

Dass Diesel an der Tankstelle billiger ist, liegt an einer niedrigeren Besteuerung. Die ist nicht in Stein gemeißelt und es könnte durchaus sein, dass die Steuern hier angeglichen werden und dieser Vorteil dann verschwindet. Außerdem muss man sich überlegen, ob man in eine Großstadt fahren will bzw. muss oder nicht. Auf dem Land drohen keine Fahrverbote.

Die Preise für gebrauchte Dieselfahrzeuge sind in letzter Zeit schon zurückgegangen, die Nachfrage ebenso.

Man muss also individuell entscheiden, generell hat sich der Diesel aber die Luft wohl selbst sehr dünn gemacht.

Manueller Tankvorgang
Bildquelle: https://www.flickr.com/photos/striatic/431674761/

Bringt es etwas, jetzt auf ein Elektroauto umzusteigen?

Aus Umweltsicht kann man sagen, dass sich der Wechsel zu einem Hybrid- oder Elektroauto immer lohnt (sofern der Strom nicht aus Braunkohle kommt). Außerdem kann man eine Förderprämie für ein reines Elektroauto von 4.000 € in 2017 (3.000 € ab 2018) oder 3.000 € für einen Plugin-Hybrid (2.000 € ab 2018) mitnehmen.

Andere Förderungen, wie zum Beispiel das Freigeben von Bus- oder Taxispuren für Elektro-Autos, wie es sie in anderen Ländern gibt, sind hierzulande aber nicht vorgesehen. Die Ladeinfrastruktur ist außerdem immer noch eher schwach ausgebaut. Und vor allem wenn man in der Stadt wohnt, hat man nicht automatisch eine Garage, in der man das Auto daheim anstecken kann.

Welche Grenzwerte gibt es im Straßenverkehr?

Es wäre natürlich viel zu einfach, wenn es in der Diskussion nur um einen Grenzwert gehen würde. Deshalb gibt es zwei. Einen direkt fürs Auto, einen für die Umwelt. Um die Euro 5 einzuhalten, darf ein Auto höchstens 180 Milligramm (mg) / km an Stickstoffdioxid ausstoßen, für Euro 6 gilt 80 mg / km. In der Umwelt darf ein Höchstwert von 40 Mikrogramm (µg) / m³ Luft im Jahresmittel nicht überschritten werden.

Welche Grenzwerte werden im Verkehr nicht eingehalten?

Stickoxide, chemisch abgekürzt mit NOx, also Stickstoff-Sauerstoffverbindungen, sind im Moment das Hauptproblem für Diesel-Autos. Sie sind giftig und führen zu Atemwegsreizungen, saurem Regen, Ozonbildung und Smog. Vor allem NO2 greift die Schleimhäute und Atemwege an. Deshalb gilt hier der Grenzwert von 40 µg / m³ Luft. Dieser wird in manchen Städten um mehr das Doppelte überschritten. Es gibt verschiedenste Orte für Messstationen, aber alle Überschreitungen traten laut Umweltbundesamt an verkehrsnahen Stationen auf. Die Ursache lässt sich also sehr klar feststellen, Ausreden zählen nicht. Diesel-Fahrzeuge machen in der Stadt über 60 Prozent der Stickstoffoxidemissionen des Verkehrs aus, so das Umweltbundesamt.

Roter Audi A3 mit qualmendem Auspuff
Bildquelle: https://www.flickr.com/photos/pittou2

Hat der Dieselmotor noch eine Zukunft?

Unsere Einschätzung ist im Moment, dass die Zahl derjenigen, für die ein Diesel Sinn macht, kleiner wird. Das liegt auch am Weiterentwicklungspotenzial von Motoren. Der Diesel gilt als relativ ausentwickelt. Beim Benziner spricht man dagegen noch von Spritsparpotential von 30% in näherer Zukunft. Allein dadurch wird der Vorteil, den der Diesel heute gegenüber dem Benziner noch hat, in Zukunft kleiner werden. Eine Möglichkeit, das Risiko, das mit einem Diesel derzeit verbunden scheint, zu minimieren, ist, das Wunschauto zu leasen, statt zu kaufen. Dann kann man es nach Ende der Laufzeit einfach zurückgeben, falls dann wirklich gar nichts mehr gehen sollte.

Belastend für den Diesel wird in nächster Zeit auf jeden Fall die Unsicherheit bleiben. Weil man nicht weiß, ob Fahrverbote kommen oder nicht, ob die Steuern auf den Kraftstoff stabil bleiben oder nicht, kann man auch entsprechend schlechter planen.

Unser Tipp: Auch bei neuen Fahrzeugen genau darauf achten, welcher Grenzwert tatsächlich eingehalten wird und sich vorab genau darüber informieren. Dabei sollte man im Hinterkopf behalten, dass die Grenzwerte im Laufe der Zeit immer strenger werden.

Gibt es schon Fahrverbote?

Nein. Das Verwaltungsgericht Stuttgart hat aber in seinem Urteil vom 28. Juli entschieden, dass in Stuttgart ab 1. Januar 2018 Fahrverbote für alle Dieselautos gelten müssen, die nicht die Euro-6-Norm erfüllen. Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig. Es kann Berufung und Sprungrevision direkt zum Bundesverwaltungsgerichtshof in Leipzig eingelegt werden. Ob dies geschieht, will die Baden-Württembergische Landesregierung entscheiden, wenn das schriftliche Urteil im Laufe des Augusts vorliegt. Die Politik wird also erst mal auf Zeit spielen und versucht scheinbar, Fahrverbote doch noch abzuwenden.

Was ist der Dieselgipfel?

Die Autoindustrie steht zurzeit auf dem Pannenstreifen. Um noch Schlimmeres (wie Fahrverbote oder weitere Verkaufsrückgänge) zu verhindern und um den Ruf des Diesels zu retten, haben das Bundesumwelt- und das Bundesverkehrsministerium Vertreter der Autoindustrie, von Bundesländern, in denen Autos produziert werden und die IG Metall eingeladen. Nicht dabei sind Vertreter von Dieselfahrern, bzw. Verbrauchern.

Laut dem Verband der Automobilindustrie (VDA) zeigen wissenschaftliche Studien, dass eine Reduzierung des Schadstoffausstoßes um durchschnittlich 25-30% die gleichen Auswirkungen hat wie ein Fahrverbot für besonders schmutzige Diesel. Quellen nennt der VDA dabei nicht. Nach dieser Argumentation könnten Fahrverbote aber mit einem Softwareupdate verhindert werden.

Was sind die Ergebnisse beim Dieselgipfel?

Das große Ziel aller Beteiligten ist es, Fahrverbote zu verhindern. Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer und Bundesumweltministerin Barbara Hendricks sind sich aber uneinig, ob das gelingen wird. Hendricks verweist darauf, dass es die Gerichte sein werden, die über Fahrverbote entscheiden. Seehofer will nur etwas beschließen, das ganz sicher Fahrverbote ausschließt. Ganz sicher sein kann man sich aber wohl erst, wenn die Gerichte ihre Urteile (auf Grundlage der von der Politik beschlossenen Gesetze) gefällt haben. Das sieht auch „Autopapst“ Ferdinand Dudenhöffer so: „Nach meiner Einschätzung sind mit dem Softwareupdate die Fahrverbote nicht vom Tisch. Die Qualität der Luft in den Städten wird mit diesen Maßnahmen wahrscheinlich nicht wesentlich besser werden. Auf dieser Grundlage werden aber die Gerichte entscheiden.“

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Geeinigt hat man sich darauf, Dieselfahrzeuge mit Euro 4 und schlechter möglichst bald aus dem Verkehr zu ziehen. Das soll den Schadstoffausstoß massiv einschränken. Das heißt aber auch, dass Politik und Autoindustrie wollen, dass viele Menschen demnächst ihr altes Auto gegen ein neues eintauschen sollen. Dafür bieten die Hersteller verschiedene Wechselprämien an. Auf der Pole Position stand hier Ford, wo man schon vor dem Dieselgipfel angekündigt hatte, bis zu 8.000 € Umtauschprämie für alte Diesel vor Erstzulassung 2006 zu bezahlen. BMW kündigte auf dem Dieselgipfel an, bis zu 2.000 € Umtauschprämie zu zahlen. VW hat eine Woche später auch Prämien angekündigt, je nach Modell, das man kauft und für das man seinen Euro 1 bis 4-Diesel verschrotten lässt.

Die nächste Säule soll ein Softwareupdate für über fünf Millionen Fahrzeuge sein, das die Autoindustrie bezahlt. 2,5 Millionen davon sind aber sowieso schon von VW zum Softwareupdate einbestellt.

Hardwareupdates schließt die Autoindustrie aus. Man wolle nicht noch einmal in alte Motoren Geld stecken, sondern „unsere Ingenieure lieber anweisen, in die Zukunft zu investieren“, so VW-Chef Matthias Müller. Stephan Weil, Ministerpräsident von Niedersachsen, erklärt dazu aber auch noch, dass es neue Expertenrunden inkl. NGOs geben wird, die sich mit dem Thema Hardwarenachrüstung beschäftigen.

Ist auch mein Diesel vom Fahrverbot betroffen?

Es wird jetzt wahrscheinlich Monate oder vielleicht über ein Jahr dauern, bis man wirklich weiß, ob durch diese Maßnahmen die Grenzwerte künftig eingehalten werden können oder nicht. So lange hängt ab jetzt das Damoklesschwert des Fahrverbots über jedem Dieselfahrzeug und jedem geplanten Kauf eines Dieselfahrzeugs. Vor allem Halter von Dieseln mit der Schadstoffnorm Euro 4 oder älter dürften es in Zukunft schwerer haben.

Wie ist die aktuelle Schadstoffsituation in den Städten?

Die gute Nachricht ist, dass sich die Stickstoffdioxidbelastung seit 1990 um 57% reduziert hat. Allerdings spricht das Umweltbundesamt immer noch von zu hohen Belastungen für die Gesundheit der Menschen. Feinstaub – spricht heute noch jemand darüber? – ist auch nicht mehr so viel in der Luft. Allerdings gibt es laut WHO für Feinstaub keine Wirkungsschwelle. Es kann also bereits der erste eingeatmete Feinstaubpartikel gesundheitsschädlich sein. Auch die Ozonbelastung ist immer noch hoch. Ozon führt zu Schädigungen der Atemwege, man kann daran ersticken. Die Grenzwerte für Schwefeldioxid, Kohlenmonoxid, Benzol und Blei werden seit Jahren nicht mehr überschritten. Dieses Ziel will man für Feinstaub und Stickstoffdioxid auch erreichen.

Was bieten die Hersteller den Kunden an?

Ford hat als erster Hersteller angekündigt, seinen Kunden eine Umtauschprämie von bis zu 8.000 € zu zahlen. Diese erhält man, wenn man einen alten Diesel mit Euro 3 oder schlechter und Erstzulassung vor 2006 zum Verschrotten mitbringt. Je nachdem, welches neue Ford Modell man sich dann aussucht, gibt es für den Mondeo Hybrid die vollen 8.000 € und für den kleinen Ford KA + 1.750 € Bonus. BMW kündigte auf dem Dieselgipfel an, bis zu 2.000 € für Fahrzeuge mit Euro 4 oder schlechter zu zahlen, wenn man dafür einen neuen BMW mit Euro 6 und höchstens 130g CO²-Ausstoß, ein Elektro- oder ein Hybridfahrzeug kauft. Mercedes und Opel kündigten ebenfalls solche Programme an, Details stehen jedoch noch nicht fest.

VW wirbt mit "bis zu 10.000 € Umweltprämie". Den Höchstbetrag gibt es indes nur für den Touareg. Bei diesem Riesen-SUV noch von Umweltprämie zu sprechen, wie VW das tut, ist aber fast schon ein wenig dreist. Zusätzlich wird jedoch auch der Kauf eines Fahrzeugs mit besonders umweltfreundlichem Antrieb (Erdgas, Hybrid, Elektro) mit noch einmal bis zu 2.380 € gefördert. Da es den Touareg aber nicht als Elektroauto gibt, sondern nur mit dem berüchtigten V6 TDI, kann man auch nicht 12.380 € sparen. Viel holt man beim Passat GTE raus. Für den Passat zahlt VW 8.000 € und die Hybridversion fördert man mit 1.785 €. Dass VW also wirklich etwas für die Umwelt tun will und nicht nur fürs Image, darf stark bezweifelt werden. Man hätte ja auch die höchsten Fördersummen für die umweltfreundlichsten Fahrzeuge zahlen können, anstatt für die teuersten.

Die VW-Töchter Seat und Skoda bieten ebenfalls eine Prämie an. Bei Seat erhält man bis zu 8.000 € für den Alhambra, bei Skoda bis zu 5.000 € für den Octavia oder Superb.

Alle Bilder CC 2.0