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Artikel
Der beste Golf aller Zeiten

Praxistest VW Golf GTI Clubsport

Mit 265 PS auf 2094 Metern. Wir waren mit dem VW Golf GTI Clubsport auf dem Jaufenpass unterwegs. Ergebnis? Dauergrinsen!

„Ich hasse Golf!“ – An diese Worte kann ich mich noch sehr gut erinnern. Ich war 16 und habe meine große Liebe an einen Typen mit einem VW Golf 3 Cabrio verloren. Der war nun mal doch ein wenig praktischer als mein Drahtesel. Die Ironie an der Sache: Ich habe meinen Führerschein in einem VW Golf 5 gemacht. Eigentlich ein gutes Auto! Praktisch, komfortabel, sparsam - aber so emotional wie ein Fachbuch über Volkswirtschaftslehre. Auch der Golf 7 R Variant oder der Golf 7 R (von Racechip auf 370 PS getunt) konnten mich nicht umstimmen – bis der GTI Clubsport kam!

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Liebe auf den ersten Blick?

Der Lichtblick wiegt satte 100 Kilogramm weniger als sein 300 PS starker Bruder. Liebe auf den ersten Blick? Oh ja! Ich hätte nie erwartet, eines Tages tatsächlich all meine Zweifel am VW Golf über Bord zu werfen.

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Endlich wieder Sportschalensitze

Der erste Eindruck? Ziemlich sexy! Rote Außenfarbe, schwarzes Dach und Elemente wie der neue Frontstoßfänger, der Heckspoiler und der Diffusor verleihen dem Golf einen verdammt sportlichen Eindruck. Hinzu kommen neu designte Auspuffendrohre und abgedunkelte Rückleuchten. Das absolute Highlight wartet jedoch im Innenraum – die Sportschalensitze! Im VW Golf 6 R noch erhältlich, wurden die geliebten Sitze der R-Fans in der Modellbaureihe 7 verbannt. Jetzt bleiben sie als Option GTI Clubsport-Fahrern vorbehalten. Sie bieten perfekten Seitenhalt und auch auf langen Strecken hervorragenden Komfort. Nur korpulentere Fahrer könnten sich an den etwas zu engen Wangen stören.

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Lieber schalten als schalten lassen

Unser Testwagen war mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe ausgestattet. Natürlich wäre das DSG die schnellere Variante, aber im Clubsport möchte man selbst Herr der Lage sein. Dies gelingt mit einem knackigen Getriebe, nur die Kupplung könnte ein wenig mehr Widerstand bieten. Mit dem optionalen DCC (adaptive Fahrwerksregelung) lässt sich das Fahrwerk zwischen „Comfort“ und „Sport“ verstellen. Diese beiden Modi eignen sich hervorragend für den Spagat zwischen gemütlichem Cruisen auf der Autobahn und zackig gefahrenen Serpentinenstrecken. Den größten Anteil an der Dynamik des Golf GTI Clubsport hat aber das serienmäßige, elektrische Sperrdifferenzial an der Vorderachse, sowie eine Progressivlenkung, die sich durch einen deutlich kleineren Lenkwinkel auszeichnet.

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Überragende Traktion

Schnell war klar: Ein besonderes Auto braucht einen besonderen Platz, um sich auszutoben. Rush Hour durch überfüllte Städte kann er zwar, will er aber nicht. Also auf in das wunderschöne Meran nach Südtirol. Die Route führt mich ab München über die A8 Richtung Salzburg und anschließend über die Österreichische Grenze an Kufstein vorbei. Nach knapp 200 Kilometern Fahrt mit 130 km/h Tempomat pendelt sich der Durchschnittverbrauch bei 7,6 Litern ein. VW gibt den Verbrauch mit 7,0 Litern auf 100 Kilometern an, also alles im Rahmen. Weiter geht’s über den Brenner und die Europabrücke. Hier wird man mit 9 Euro pro Fahrt zur Kasse gebeten, wer aber Zeit und Lust hat, kann die Mautstation umfahren. Kurz hinter der italienischen Grenze geht es nach Sterzing. Vor dem Grenzübertritt nach Italien lohnt es sich, noch schnell in Österreich vollzutanken. Das ist deutlich günstiger. Es gibt zwei verschiedene Möglichkeiten, nach Meran zu kommen: Entweder man fährt den Brenner entlang bis nach Bozen, oder man wählt die viel spaßigere Variante – den Jaufenpass. Dieser ist mit seinen zahlreichen Kurven und Kehren wie gemacht für den Golf GTI Clubsport. Einziger Wermutstropfen sind die bereits aufgezogenen Winterreifen. Optional besteht die Möglichkeit, Semi-Slicks für die absolute Traktions-Orgie zu wählen. Nichtsdestotrotz war ich über die Kurvenstabilität und die Traktion der Winterpneus recht erstaunt und sie taten letztendlich dem Spaß keinen Abbruch.

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Die Sucht nach Kurven

Rückenlehne waagerecht, den Fahrdynamikmodus, sowie das ESP auf Sport gestellt - und ab geht es auf 2094 Meter. Man merkt regelrecht, wie süchtig der GTI Clubsport nach Kurven ist. Wie ein Wiesel schlängelt er sich den Jaufenpass hoch. Vor allem die sehr direkte Lenkung und das straff abgestimmte Fahrwerk harmonieren sehr gut in den engen Kehren. Wer dann gekonnt aus dem Scheitel herausbeschleunigt, den erwartet dann die zehn Sekunden lange Boost-Funktion. Anstatt der regulären 265 PS, schöpft der flinke Wolfsburger aus dem Vollen und beschenkt seinen Fahrer mit zusätzlichen 25 PS und 30 Newtonmetern. Somit kann man sich für kurze Zeit über 290 PS und einem maximalen Drehmoment von 380 Newtonmetern freuen.

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Besser als der Golf R

Oben angekommen bot sich mir ein wunderschönes Alpenpanorama mit strahlend blauem Himmel. Nach dieser Fahrt hatte ich alle meine Zweifel über den Golf endgültig ad acta gelegt und auf meinem Gesicht hatte sich ein Dauergrinsen eingebrannt. Der Preis? 34.500 Euro! Und ja, ich würde den Clubsport immer dem „R“ vorziehen: So ist er wendiger, leichter, agiler, direkter und vor allem eins: emotionaler!

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Leider nicht mehr erhältlich

Erst vor Kurzem hat Volkswagen das Facelift für die siebte Generation vorgestellt. Seither ist der VW Golf R und der GTI Clubsport nicht mehr im Konfigurator verfügbar. Die Gebrauchtwagenpreise beginnen für den Clubsport bereits ab 30.000 Euro.

Der VW Golf GTI Clubsport auf dem Jaufenpass im Video:

Der VW Golf GTI Clubsport auf dem Jaufenpass im Video:

Technische Daten:

Volkswagen Golf GTI Clubsport 2016
Grundpreis 34.500 €
Hubraum/Motor 2,0 Liter / 4-Zylinder
Leistung 195 kW (265 PS/ 290 PS im Overboost); 380 Nm
V-Max 250 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h 6,3 s
Verbrauch kombiniert 7,0 Liter/100 km
CO2-Emission Kombiniert in g/km 160
Antriebsart Frontantrieb
Länge x Breite x Höhe 4268 x 1790 x 1452 mm
Kofferaumvolumen 380 Liter
Leergewicht 1395 kg