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Praxistest Mitsubishi Outlander PHEV: Das Klima-SUV?
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Praxistest Mitsubishi Outlander PHEV: Das Klima-SUV?

Mit reinem Gewissen ein SUV fahren? Der Mitsubishi Outlander PHEV macht's möglich. Aber nur, wenn alles passt!

Als Hybrid-SUV ist der Mitsubishi Outlander PHEV mit einem Basispreis von 39.900€ recht allein auf weiter Flur: Die deutschen Hersteller steigen in dieses Geschäft erst mit dem Mercedes GLC 350e ein – und der hat einen Baisispreis von ca. 50.000€. Da ist der Outlander schon bei der Vollausstattung angekommen.

Die Ladebuchse eines Mitsubishi Outlander PHEV Plug-in Hybriden.

Mitsubishi Oultander Plug-in Hybrid: Verbrauch ist alles!

Es gibt eigentlich nur zwei schlagende Argumente für einen (Plug-in)-Hybrid wie den Mitsubishi Outlander PHEV: Die Umwelt und die Wirtschaftlichkeit. Und bei beiden hat ein Plug-in Hybrid – von Natur aus – ein „dickes“ Handicap: Er hat zwei Antriebe.

Das macht ihn natürlich meist etwas teurer und seine Herstellung ist „klimaintensiver“ als bei einem klassischen Verbrenner. All das muss er über den Verbrauch wieder wettmachen – was gar nicht so einfach ist, da er mit zwei verschiedenen Motoren an Bord meist auch noch etwas schwerer ist.

Schafft der Mitsubishi Outlander PHEV das? Verbraucht er wirklich so viel weniger? 

Wieviel verbraucht ein Mitsubishi Oulander PHEV?

Wer noch zu Zeiten vor der – inzwischen obligatorischen – „Allnet-Flat plus Datenpacket“ Handyverträge aushandeln musste, der kennt das noch: 300 Freimuten + 19 cent pro Minute während des Night-Talk Tarifs, Abrechnung im 3 Minuten Takt und bis zu 100 kostenlose SMS im X,99€-teuren Zusatzpacket inklusive Partner-SIM + Europe-Business-Special – und wenn Du heute noch unterschreibst, entfällt die zweite Freischaltungspauschale …

Der Plug-in Hybrid verwandelt die Autowelt nun in eine ähnliche Zahlenwüste, denn auf sowas wie „9 Liter kombiniert“ lässt sich ein Plug-in Hybrid einfach nicht festnageln. Im Dirttelmix (Stadt/Land/Autobahn) schafft der Mitsubishi Outlander PHEV ca. 3,4 Liter auf 100 km. Das klingt zwar phantastisch – gilt aber natürlich nur für die ersten 100 km. Sobald der Akku leer ist, werden es schnell 6,2 Liter auf 100 km. Und für beides muss man es äußerst sanft angehen lassen.

Die Amaturen eines Mitsubishi Outlander PHEV Plug-in Hybriden.

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Rechnet sich der Outlander als Plug-in Hybrid?

Um die Wirtschaftlichkeit zu berechnen muss man bedenken, dass auch Strom selten umsonst ist. Die Batterie braucht auf 100 km ja 10 Kilowattstunden – und die kosten 2,80 €. (Die Gesamtkapazität liegt beim Outlander PHEV bei 13,4 kWh – de facto wird aber nie die ganze Kapazität genutzt, weil das der Batterie nicht guttut)

Bei einem Benzinpreis von 1,30 wäre das so viel wie 2,1 Liter. Schlägt man die drauf, verbraucht der Outlander also auch mit vollem Aku also eher 5,5 „Liter“ auf 100 km.  

Der Outlander PHEV: eine Frage der Nutzung!

Andererseits kann man den Outlander natürlich auch rein elektrisch fahren – man muss nur (spätestens) alle 50 km nachladen. Dann kostet er nur 2 x Batterieladungen, also 5,60€ auf 100 km. Dafür bekommt man gerade ca. 4,3 Liter Benzin oder 5,6 Liter Diesel.

Damit ist er natürlich äußerst wirtschaftlich: Sein „Diesel-Bruder“ Outlander 2.2 Di-D schluckt nämlich de facto etwa 7,9 Liter Diesel. Und die Umwelt? Wie man die Klimabelastung von 10 kWh genau beziffert, da scheiden sich die Geister. Aber 10 kWh sind auf jeden Fall sehr viel besser als 8 Liter verbrannter Diesel – also sollte diese Rechnung auch in dieser Hinsicht gut aufgehen.

Wie lange ist die Ladezeit des Mitsubihsi Outlander PHEV

An der Haushaltssteckdose braucht er 5 Stunden. 80 Prozent der Batterie bekommt man in 30 Minuten per Chademo-Stecker an geeingenten Ladestationen voll. Die sind allerdings bekanntlich recht selten. Aldi hatte die Idee, an vielen Standorten kostenfreie Ladesäulen aufzustellen, um Elektro-Fahrer so zu treuen Kunden zu machen.

In unserem Fall hat das hervorragend funktioniert: In den 2 Wochen, in denen wir den Mitsubishi Outlander PHEV testen durften, haben wir nirgendwo anders eingekauft …

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Für wen macht der Mitsubishi Outlander PHEV Sinn?

Unsere tägliche Aldi-Tour hat gezeigt: Ohne eigene Lademöglichkeiten im Haus wird das elektrische Fahren auf Dauer doch etwas anstrengend – und wenn die öffentliche Ladesäule auch noch von einem anderen E-Auto belegt ist, verdoppelt sich der Zeitaufwand schnell auf eine Stunde. Und dann kommt ja auch noch die Anfahrt hinzu ...

Deswegen gilt für Plug-in Hybride ganz allgemein: Wer einen Stellplatz mit Steckdose hat und meist weniger als 50 km fährt, für den lohnt es sich auf jeden Fall – zumal spontane Langstreckenfahrten ja jederzeit möglich sind. Wer nicht zu Hause laden kann, für den ist ein Hybrid eher nicht geeignet. Knifflig wird es nur, wenn man zwar eine Garage mit Strom hat, aber tendenziell eher auf der Langstrecke unterwegs ist. Dann wird es mühsam, denn man muss sich über mögliche Ladestationen auf den Strecken informieren, die routinemäßigen Zeitabläufe bedenken - und rechnen, rechnen und rechnen.

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Wie fährt sich der Mitsubishi Outlander PHEV

Sobald man sich in den breiten Outlander-Sessel wirft, ist alle SUV-Skepsis schnell verflogen: es cruist sich einfach zu gediegen. Der Outlander verzichtet nämlich weitgehend darauf, die zwanghafte Sportlichkeit zu versprühen, die deutsche SUVs gerne an den Tag legen. Bei dieser Bauform hat das ja eigentlich auch wenig Sinn. Und es passt perfekt zum Hybridantrieb, denn der Outlander stachelt einen zu einer äußerst ruhigen und effizienten Fahrweise an. Deswegen seien die Fahrleistungen hier auch nur der Vollständigkeit halber erwähnt.

Die Fahrleistung des Mitsubishi Outlander PHEV

Mitsubishis Plug-in SUV hat einen 120-PS-Benziner, der für den Frontantrieb zuständig ist und zwei Elektromotoren mit je 82 PS, einen an der Vorder- und einen an der Hinterachse. Er ist trotzdem nicht sonderlich spritzig: von 0 auf 100 geht es in 11 Sekunden. Von da aus geht es auch eher gemütlich weiter bis 170 km/h – und damit ist dann auch schon Schluss. Das „Vollgas“ nicht seine Sache ist, hört man auch recht deutlich: Das Motorengeräusch beim „Kick down“ ist eher ein Protestgesang. Nur an der Ampel geht’s – dank E-Power – zumindest auf den ersten Meter recht zügig nach vorne.

Das Interior des Plug-in Hybrids Mitsubishi Outlander PHEV .
"Gutbürgerlich": Der Innenraum des Mitsubishi Outlander PHEV ist zwar keine Designrevolution, aber für diese Preisklasse durchaus adrett.

Wer Technik mag, wird den Outlander PHEV lieben

Der Innenraum wirkt angenehm groß – was bei SUVs ja seltsamerweise nicht selbstverständlich ist. Das Interiour erscheint dabei typisch japanisch: vieles wirkt noch ein wenig wie in Nippons glorreicher Zeit Anfang der 1990er Jahre, als Sonys High-Fi Anlagen noch das Prunkstück eines jeden Wohnzimmers waren.

Ein bisschen technikverliebt darf der PHEV-Fahrer übrigens gerne sein. Denn die Infotainment-Einheit ist lange nicht so intuitiv wie ein Android-Tablet. Aber sobald man sich ein wenig „reingefuchst“ hat, kann man die Verbrauchswerte auch in sehr detaillierten Diagrammen betrachten. 

Rekuparation über die Schaltpaddel

Das Auto wählt zwar den jeweils günstigsten Fahrmodus natürlich automatisch aus – allerdings kann man auch selbst noch über allerlei Funktionen nachjustieren. Das macht vor allem dann Sinn, wenn man mehr weiß als der Bordcomputer: Man fährt gerade über eine freie Autobahn, hat danach aber gleich noch ein langes Stück Stadtverkehr während der „rush hour“ vor sich? Dann kann man auf den „Save“-Knopf drücken, so hebt der Outlander PHEV nämlich seine restliche Elektroreichweite für den Berufsverkehr auf. Oder man weiß, dass die Elektroreichweite wahrscheinlich bis zur heimischen Steckdose reicht – dann fährt man die Batterie im eModus leer.

Das absolute Highlight ist aber die Rekuperation: Über 5 „Gänge“ kann man einstellen, wie stark das Auto abbremst, wenn man vom Gas geht. Die kleinste Stufe „B0“ entspricht dabei einem ausgekuppelten Schaltgetriebe und das maximale „B5“ der Motorbremse, nachdem man 2 Gänge runtergeschaltet hat. Diese Stufen wechselt man – wie die Gänge im Sportwagen – über Schlatpaddel am Lenkrad. Spätestens wenn man den Outlander PHEV eine Serpentinenstraße hinunter lenkt, erwacht der Spieltrieb und man gewinnt begeistert auch noch das letzte Watt zurück. Noch dazu ist das ganze mehr als nur Schnickschnack: 10-20 km Elektroreichweite hat man so schnell zusammen. Und keine Sorge: auf den höchsten Stufen der Rekuperation leuchten die Bremslichter auf – so riskiert man keine Auffahranfälle.

Mehr Licht als Schatten: Der Mitsubishi Outlander PHEV

Das deutsche Wesen tut sich manchmal schwer mit Autos wie dem Outlander: Sie passen nicht so ganz in unser Preisdenken. Denn vieles, was der Outlander hat, würde man hier nur in ein sehr viel teureres Auto bauen. Und wäre der Outlander sehr viel teurer, müsste man ihm einige Schwächen ernsthaft übelnehmen: Das Infotainment kann am Ende zwar viel, braucht aber eine kleine Einarbeitungszeit. Der elektrische Kofferraumöffner ist klapprig, manche Schalter liegen an völlig unsinnigen Stellen und dem Innenraum fehlt der letzte „Pfiff“. Alles in allem ist er eben kein BMW X5. Dafür kostet er aber auch gerade mal die Hälfte des bayerischen Hybrid-SUV „X5 xDrive 40e“ - das Preis-Leistungsverhältnis stimmt beim Outlander also allemal!

Völlig unverständlich ist aber, dass man die Lüftung nicht manuell verstellen kann. Und auch die Lage des Menu-Knopfs für das Front Display ist recht "abgelegen".

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Er ist zwar groß - aber ein wenig versteckt: Genau hinter dem Lenkrad findet man (schließlich) den Knopf, mit dem man sich durch das Anzeigemenu klicken kann.

Fazit:

Wer ein SUV fahren will, zuhause eine Lademöglichkeit hat, vor allem Kurzstrecken um die 50 km fährt, eher ungern den Bleifuß auspackt und kein Vermögen in sein Auto stecken will, sollte sich den Mitsubishi Outlander PHEV auf jeden Fall anschauen. Denn in diesem Fall muss man nicht lang rumrechnen – da wird er sich der Hybridantrieb recht schnell lohnen und der Rest des Autos überzeugt unterm Strich auch. 

So weit so einfach. Kompliziert wird es allerdings, wenn man eher Langstrecke fährt. Dann muss sich der Outlander PHEV in Rechenexempeln beweisen.

Wenn man den Fuß aber einfach nicht vom Gas lassen kann oder absolut keine Lademöglichkeit hat, wird man mit Mitsubishis Plug-in Hybriden aber kaum glücklich werden. 

Technische Daten Mitsubishi Outlander PHEV:

  • Antrieb: Plug-in Hybrid
  • Motor: Virzylinder-Benziner (121 PS/ 89 kW) plus zwei Elektromotoren (82 PS
  • Leistung: 121 PS (89 KW) Benziner + Elektromoti
  • Getriebe: Eingang-Getriebe (Multi-Mode eTransmission)
  • Antrieb: Allrad
  • Reichweite elektrisch: 52 km
  • Lademöglichkeiten und Steckerarten: Haushaltssteckdose (230 Volt, Schucko-Stecker), Schnell-Ladung (CHAdeMO-Standard)
  • Ladezeit: 5 Stunden an der Hausahltssteckdose, 30 Minuten Schnellladung (auf 80%)
  • Länge: 4655 mm
  • Breite: 1800 mm
  • Höhe: 1673
  • Leergewicht: 1810 kg
  • Sitzplätze: 5
  • Preis: 39.990 - 50.990 EURO