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Ein Opel Astra 1.6 ECOTEC Direct Injection Turbo vor einem See-Panorama .
Artikel
Perfektion à la Carte!

Fahrbericht Opel Astra 1.6 ECOTEC Direct Injection Turbo

Wie schlägt sich der Opel Astra 1.6 Turbo im Fahrbericht? Sportlich und souverän! Bei kleinen Nachlässigkeiten.

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Als Autojournalist kann man sich vor Luxus kaum retten: Testautos haben eigentlich immer Vollausstattung. Um an ein „nacktes“ Exemplar zu kommen, muss man sich schon etwas einfallen lassen. Dabei weiß man aber ganz genau, dass die wenigsten Käufer die Extraliste bis zum Anschlag anhaken. Deswegen verbringt man viel Zeit damit, sich die teure Sonderausstattung vorübergehend wieder „wegzudenken“.

Manchmal fällt das schwer. Große Limousinen und SUVs leben nämlich davon, durch Sonderausstattung erst so richtig gemütlich zu werden. „Nackt“ machen sie einfach keinen Sinn. Deswegen muss man alle Extras einzeln ignorieren. Ganz anders ist das bei Autos wie dem Opel Astra 1.6 Turbo: hier macht das 200 PS Triebwerk die Musik und das Dynamik-Fahrwerk ist bei dieser Motorisierung schon standardmäßig mit dabei.

Im Opel Corsa OPC hat uns die Kombination aus ca. 200 PS und knackigen Dämpfern seinerzeit schon eine Menge Freude bereitet. Aber das war der Corsa, nun haben wir einen Astra. Und der ist bekanntlich eine Nummer größer und damit auch ein ganzes Stück schwerer. Denkste! Überraschenderweiße ist das Gegenteil der Fall: Der Astra ist leichter als sein kleiner Bruder. Nanu? Ja, Opel hat seine Kompaktklasse auf Diät gesetzt. Zwischen 120 und 200 Kilo sind runter – und das ist eine Menge Holz (bzw. Blech).

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Opel Astra 1.6 ECOTEC Direct Injection Turbo mit 200 PS (147 KW): Er kann Gipfelsturm!

Nun, wenn dem so ist, könnte dann eventuell auch der Spaßfaktor erhalten bleiben? Er kann! Natürlich ist der Astra ein wenig erwachsener als der kleine Corsa. Auf der Autobahn hat das aber auch Vorteile: Jenseits der 200 macht sich der längere Radstand deutlich positiv bemerkbar, denn in diesen Regionen hatte man im Corsa stets das Gefühl, man reitet eine Kanonenkugel. Das erledigt der Astra erwartungsgemäß souveräner. Dafür ist das Spektakel allerdings nicht mehr ganz so groß: Dem schnittigen und stylischen Kompaktwagen traut man diese Geschwindigkeiten dann doch eher zu als dem verrückten Kleinwagen, der bei seinen 230 km/h Topspeed dann schon ein echter Hingucker ist.

Allerdings ist die Autobahn noch nicht einmal die Paradedisziplin des Power-Astras. Die Handschaltung macht Spaß, das Fahrwerk ist wunderbar straff und das Gesamtpaket unglaublich wendig. Das schreit – man ahnt es schon – nach einer Kurvenfahrt. Wir nehmen also die Landstraße. Und zwar nach Mailand und zurück! Von München aus sind das ca. 1040 Kilometer, vorbei an der Zugspitze, quer durch das Engadin und am Ostufer des Comer Sees entlang. Viel Schöneres hat Europa in Sachen Berge und Seen eigentlich nicht zu bieten.

Ergebnis: Jede einzelne Kurve macht Spaß – und wir haben ja wie gesagt so einige davon genommen. Die 200 PS drücken den Kompaktsportler souverän nach vorne (bzw. nach oben), die 6-Gang-Handschaltung ist wunderbar leichtgängig, das Fahrwerk saugt sich förmlich in die Serpentinen – das gibt Motorsportfeeling in jeder Spitzkehre. 

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Opel Astra 1.6 ECOTEC Direct Injection Turbo (2016): Mit Extras noch besser!

Wer auch immer unserem Astra den seltsamen Namen „1.6 ECOTEC Direct Injection Turbo“ gegeben hat – er hätte sicher nicht gewollt, dass er nackt bleibt. Denn unser Astra könnte das Adamskostüm ja vielleicht sogar tragen – LEDs stehen ihm aber auch nicht schlecht. Ohnehin neigt der Astra-Käufer zu großzügiger Ausstattung. Verständlicherweise, denn aus der Kompaktversion mit ihrem preisgekrönten Design wird mit einer Kombination aus dem großen Motor und einer Portion Extras ein ziemlich interessantes Understatement-Auto. Denn der Innenraum sieht bei Opel inzwischen sehr hochwertig aus, die Materialen haben eine Qualitätskur erhalten. Kopf- und Beinfreiheit sind trotz der geschrumpften Außenmaße gewachsen – der Astra ist eindeutig ein Auto im Aufwind.

Im Konfigurator konnten wir dann auch nicht wirklich an uns halten und treiben unseren Wunsch-Astra doch wieder nahe an die Vollausstattung des Testwagens. Preislich landen wir damit dann bei fast 35.000 Euro. Das Ergebnis ist jedoch derartig spritzig, elegant und komfortabel, dass es in vielen Fällen auch wesentlich teurere Mittelklassen-Limousinen ersetzen kann, bei denen die 35.000 erst mal der Einstiegspreis sind. Sämtliche Helferlein, Premium-Boxen und Funkel-Felgen sind damit nämlich an Bord. Unter anderem.

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Opel Astra 1.6 ECOTEC Direct Injection Turbo (2016): die Schwächen

Natürlich ist nicht alles Gold, was glänzt: Dort, wo man nicht so oft hinguckt, nehmen Material- und Verarbeitungsqualität dann auch schnell wieder ab. Am eindrucksvollsten sieht man das vielleicht beim Kofferraumteppich, der irrsinnig schnell ausfranst. Und hier und da schien manchmal auch irgendetwas ein wenig zu „scheppern“.

Allerdings ist das auch eine Frage der Philosophie. Es gibt nämlich Leute, die ein leichtes Klappern als gutes Zeichen werten: Es zeigt ihnen, dass ihr Geld nicht für perfektionistische Erbsenzählereien verschwendet wurde, sondern zielgenau in Wumms & Bling geflossen ist. Und außerdem läuft ja eh meist Musik.

Genau so muss man den Astra 1.6 ECOTEC Direct Injection Turbo wohl auch nehmen: Alles, was wirklich wichtig ist, im Rampenlicht steht oder Spaß macht, ist ziemlich weit auf Vordermann. Und beim Rest muss man die Fünfe dann eben auch mal gerade sein lassen – oder den Aufpreis zum Audi A3 locker machen. Zugegebenermaßen fällt dieses „leben und leben lassen“ dann aber doch manchmal schwer: So lässt sich zum Beispiel die Rückbank umklappen, die Sitzflächen kann man dabei aber nicht bewegen, was das Ladevolumen verkleinert und die Beladung kompliziert machen kann. Aber irgendwo muss man die Grenze von „alles, was wirklich zählt“ eben ziehen – und hin und wieder spürt man sie dann eben doch.

Das größte Manko des Opel Astra ECOTEC Direct Injection Turbo ist aber, dass es ihn nicht als Kombi gibt. Theoretisch steht natürlich ein „Sports Tourer“ dazu im Sortiment. Der ist allerdings bei weitem nicht so chic. Und ein Opel Astra mit einem Basispreis von knapp 27.000 Euro macht einfach keinen Sinn, wenn ihm die Coolness fehlt. Denn „praktisch, quadratisch, gut“ können andere besser – oder zumindest billiger. 

Fazit zum Opel Astra (2016) 1.6 ECOTEC Direct Injection Turbo 147 kW (200 PS)

Zäumen wir das Pferd von hinten auf: Ist der Astra über jeden Zweifel erhaben? Nein, sicher nicht. Er ist eben ein Opel. Aber der "1.6 ECOTEC Direct Injection Turbo" erhebt einen eigenwilligen Anspruch, der alte Schwächen in Stärken verwandelt: Perfektion á la Carte!

Leichtbau, respektables Design und eine sehr ordentliche Portion Fahrspaß sind da schon einmal eine gute Grundlage. Der Rest wurde mit viel Gefühl abgeschmeckt – und heraus kommt eine interessante Balance: Nur keine Qualitätsorgien auf Kosten des Kaufpreises! Das ist sicher nichts für Erbsenzähler – aber wer beim Kofferraumteppich auch mal ein Auge zudrücken kann, ist hier genau richtig.

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