Autokauf ganz einfach

Winterreifen, Ratgeber, Suzuki, blau, Seitenansicht Jedes Jahr aufs Neue: Wer keine Ganzjahresreifen fährt, der muss sich im Herbst um die Winterreifen kümmern. Foto: Suzuki
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Richtig ausgestattet für die Winterzeit

Winterreifen kaufen: Die wichtigsten Kriterien bei der Auswahl

Sie müssen für Ihr Auto neue Winterreifen kaufen? In unserem Ratgeber beantworten wir die wichtigsten Fragen

Wer ein Auto besitzt, kennt das leidige Thema: Jedes Jahr im Spätherbst müssen die Winterreifen aufgezogen werden. Deren Profil ist deutlich tiefer als jenes von Sommerreifen, was für eine bessere Haftung und einen kurzen Bremsweg sorgt. Weiterhin sind Winterreifen mit einer besonderen Gummibeschichtung versehen, welche dem Material selbst bei Minusgraden genug Elastizität bieten. Weil in Deutschland seit einigen Jahren eine strenge Winterreifenpflicht bei entsprechenden Witterungsverhältnissen herrscht, kommt man als Autofahrer also nicht um den Kauf herum - ansonsten muss man mit einem Bußgeld und natürlich einer erhöhten Gefahr im Straßenverkehr rechnen.

Doch worauf gilt es beim Kauf von Winterreifen eigentlich genau zu achten - und wo sollte man diese am besten kaufen? Alle wichtigen Informationen zum Thema erfahren Sie im nachfolgenden Ratgeber. 

Die wichtigsten Tipps für den Kauf von Winterreifen 

Sind die bisherigen Winterreifen nicht mehr nutzbar oder weisen kaum noch Profiltiefe auf, ist es höchste Zeit für einen Neuerwerb. Grob kann man sich daran orientieren: Sobald die Profiltiefe weniger als 4 Millimeter aufweist, ist es Zeit für einen Austausch. Das Gesetz schreibt zwar nur 1,6 Millimeter vor, allerdings ist die Haftung dann wirklich grenzwertig. Gleiches gilt, wenn die Reifen brüchige Stellen oder gar Risse aufweisen - man sollte das Risiko dann keinesfalls mehr eingehen und erst wieder Auto fahren, wenn die Reifen erneuert worden sind. Experten empfehlen prinzipiell, Winterreifen nach maximal zehn Jahren auszutauschen - egal, wie viele Kilometer man damit zurückgelegt hat. Der ADAC empfiehlt übrigens, die Winterreifen spätestens nach sechs Jahren auszutauschen.

Winterreifen, Ratgeber, Volvo, Frontansicht
Unabhängig von der Laufleistung: Spätestens alle zehn Jahre sollten neue Winterreifen her. Foto: Volvo

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Weil die Auswahl an Winterreifen auf dem Markt inzwischen riesig ist, sollte im Vorfeld unbedingt eine sorgfältige Recherche durchgeführt werden. Vor dem Erwerb neuer Reifen bietet es sich an, sich unter anderem im Internet oder auch in Fachmagazinen nach unabhängigen Testergebnissen umzusehen. Diese bieten bereits einen guten Anhaltspunkt zur Orientierung. Hochwertige Reifen lassen sich unter anderem gut an dem sogenannten "Alpine"-Symbol erkennen - dies ist ein kleines Symbol in Form eines Berggipfels mit einer mittig platzierten Schneeflocke. Reifen, die mit diesem Zeichen versehen sind, wurden einem strengen Bremstest auf Schnee unterzogen und bieten eine dementsprechend hohe Sicherheit. 

Tipp: Es lohnt sich, Reifen nicht zur Hochsaison - also nicht im Herbst - sondern im Frühjahr zu kaufen. Dann sind die Preise in der Regel deutlich günstiger und man profitiert unter Umständen aus Schlussverkäufen vom letzten Winter. Im Internet sind die Reduzierungen meist besonders hoch, weswegen es sich lohnt, sich viel Zeit für einen Preisvergleich zu nehmen. In den meisten Fällen kann man im Internet preiswertere Angebote finden als in Fachgeschäften. Teilweise betragen die Preisunterschiede mehrere hundert Euro - es lohnt sich also, sich Zeit für den Kauf zu nehmen.

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Worauf es beim Fahren mit Winterreifen zu achten gilt

Als Faustregel gilt: Winterreifen sollten dann aufgezogen werden, sobald die Außentemperatur weniger als 7 °C beträgt. Steigt die Temperatur tagsüber immer wieder an, sollte berücksichtigt werden, dass sich der Bremsweg verlängert, weil sich die Haftung auf dem Asphalt verschlechtert. Hat man von Sommer- auf Winterreifen gewechselt, ist es zudem zu empfehlen, die Radmuttern nach den ersten 100 km erneut nachzujustieren. Auf diese Weise lässt sich vermeiden, dass beim Aufspannen wirklich keine Fehler passiert sind, und man gefahrlos mit den Reifen auch längere Strecken zurücklegen kann. 

Zu bedenken ist es darüber hinaus, dass bei Winterreifen - anders als Sommerreifen - eine Maximalgeschwindigkeit eingehalten werden muss. Gute Werkstätten bringen hierfür nach dem Aufziehen der Reifen eine entsprechende Notiz im Cockpit an, um den Fahrer daran zu erinnern. Der eigenen Sicherheit zuliebe sollte dieses Tempo nicht überschritten werden. Bei starken Niederschlägen haben Winterreifen des Weiteren den Nachteil, dass sie Wasser nicht so gut zur Seite verdrängen können wie Sommerreisen. Bei schlechtem Wetter gilt also mit aufgezogenen Winterreifen eine erhöhte Vorsicht.

Wie sinnvoll ist der Kauf von gebrauchten Winterreifen? 

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Nicht nur Reifenhändler, auch Privatleute bieten immer wieder zu günstigen Preisen gebrauchte Winterreifen im Internet, im Geschäft oder in der Zeitung an. Hier gilt für potenzielle Käufer besondere Vorsicht: Ist der Preis auffallend niedrig, sollte man hellhörig werden und nachhaken, warum die Reifen so günstig sind. Vergessen Sie dabei nicht: Auch wenn Reifen vollkommen ungenutzt sind, büßen sie mit jedem Jahr Einlagerung an Qualität ein. Sollten neue Reifen also zehn Jahre im Keller verbracht haben, wäre es fahrlässig, diese noch zu verwenden. Weiterhin gilt: Weisen gebrauchte Reifen irgendwelche Mängel auf, ist dies eine akute Gefahr für die eigene Fahrsicherheit. Nicht immer sind Reifen so einwandfrei in Ordnung, wie der Verkäufer es beschreibt - denn es kann natürlich auch versteckte Beschädigungen geben, die man nicht sofort beim Kauf erkennt. 

Gut orientieren kann man sich an der sogenannten DOT-Nummer, welche sich unmittelbar hinter der Reifengrößenangabe befindet. Anhand dieser Nummer lässt sich der exakte Herstellungsmonat des jeweiligen Reifens feststellen. Ist ein Reifen beispielsweise mit der Nummer 2716 versehen, besagt dies, dass er in der 27. Kalenderwoche im Jahr 2016 hergestellt worden ist. Sollte ein Händler oder Privatverkäufer keine Informationen zum Produktionsjahr seiner angebotenen Reifen preisgeben wollen, ist es besser, die Finger davon zu lassen - dann ist mit hoher Wahrscheinlichkeit etwas faul. 

Winterreifen kaufen, Ratgeber, Volvo, Heckansicht
Hat man von Sommer- auf Winterreifen gewechselt, empfiehlt sich, die Radmuttern nach den ersten 100 km erneut nachzujustieren. Foto: Volvo

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Wie wichtig sind bekannte Marken beim Kauf von Winterreifen? 

Möchte man neue Winterreifen für sein Auto kaufen, hat man die Wahl zwischen teuren Reifen von großen, namhaften Herstellern und günstigen Produkten von unbekannten Marken. Hier stellen sich nicht wenige Autobesitzer die Frage, ob es sich lohnt, mehr für Markenreifen auszugeben - denn die Preisunterschiede sind mitunter gewaltig. 
Grundsätzlich lässt sich sagen, dass namhafte Hersteller für gewöhnlich auch hochwertigere Winterreifen herstellen. Dies zeigt sich natürlich auch im Preis, weswegen sich sparsame Autofahrer lieber preiswerte Reifen kaufen. Vor allem Billigreifen, die in Asien produziert worden sind, werden hierzulande immer häufiger verkauft. Dabei muss es sich nicht zwangsläufig um schlechte Produkte handeln, allerdings ist es wichtig, sich im Vorfeld über die Reifen zu informieren. 

Immer hilfreich ist es, vorher Rezensionen von anderen Käufern oder auch unabhängige Testberichte zu lesen. Denn ganz egal, was der Hersteller auch verspricht - am Ende sind Sie es, die mit den Reifen sicher unterwegs sein müssen. Und die Sicherheit sollte immer im Vordergrund stehen, auch wenn der Preis dafür etwas höher ist