Autokauf ganz einfach

Gelbes Schild vor verschneiter Straße: "Winterreifen"/"Sommerreifen" Foto: Pixabay
Artikel
Winterreifen-Wechsel: Das müsst Ihr beachten!

Winterreifen-Test 2018 / 2019

Ab wann sind Winterreifen Pflicht? Strafe bei Sommerreifen im Winter? Welche Winterreifen kaufen? Hier die Antworten...

Winterreifen-Faustregel: "Von O bis O"!

Zugegeben, ein etwas lästiger Gedanke, aber es hilft nichts: Bald steht hierzulande wieder der saisonale Reifenwechsel an. Denn "von O bis O", also von Oktober bis Ostern, wird empfohlen, mit Winterreifen unterwegs zu sein, um unschöne Situationen auf jeden Fall zu vermeiden. Denn andernfalls kann es nicht nur gefährlich sondern auch teuer werden. Doch gilt diese Faustregel angesichts von immer kürzeren Wintern und weniger Schnee immer noch? Und gilt es in ganz Deutschland oder gibt es regionale Unterschiede? Sind Ganzjahresreifen eine Alternative? Wir beantworten alle wichtigen Fragen für Euch.

Herrscht Winterreifen-Pflicht?

Winterreifen muss man auf jeden Fall aufgezogen haben, wenn winterliche Straßenverhältnisse herrschen. Das heißt: Bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte sind Winterreifen Pflicht. Wenn es im Winter trocken ist oder regnet, dann ist es theoretisch nicht notwendig, Winterreifen montiert zu haben. Aber allein schon, wenn Reifglätte herrscht, kann man sein Auto natürlich nicht benutzen, sondern muss es stehen lassen. Und Eis kann sich durch überfrierende Nässe auch bilden, wenn von Schnee seit Tagen keine Spur ist. Die harten Gummi-Mischungen der Sommerreifen sind dann in Kombination mit dem ungeeigneten Profil heillos überfordert - und somit eine Gefahr für Fahrer und andere Verkehrsteilnehmer.

Wer also bei den erwähnten Wetterverhältnissen nicht mit Winterreifen fährt, der begeht eine Ordnungswidrigkeit. Oder andersherum gesagt: Bei Winterwetter mit Sommerreifen zu fahren ist verboten. Das Auto mit Sommerreifen zu parken ist aber erlaubt. Hält man sich nicht daran, ist auch der Versicherungsschutz ganz schnell dahin. Denn wenn dann wirklich etwas passiert, sollte man schon ein paar Hunderttausend Euro auf der hohen Kante haben, falls andere Personen bei einem Unfall geschädigt werden. Da ist ein Satz Winterreifen dann doch deutlich billiger. Auch wenn man sich die Strafen ansieht, die für verschiedene Vergehen vorgesehen sind:

Bußgelder und Punkte in Sachen Winterreifen

  • Fahren ohne Winterreifen: 60 Euro (vorher: 40 Euro), 1 Punkt, kein Fahrverbot
  • Behinderung anderer Verkehrsteilnehmer durch Fahren ohne Winterreifen: 80 Euro, 1 Punkt, kein Fahrverbot
  • Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer durch Fahren ohne Winterreifen: 100 Euro, 1 Punkt, kein Fahrverbot
  • Unfall ohne Winterreifen: 120 Euro, 1 Punkt, kein Fahrverbot 

Schon gewusst? Unsere Leser zahlen im Schnitt 16 % weniger beim Neuwagenkauf! Registriere Dich jetzt für den Driven Newsletter und sei immer up-to-date! 

Newsletteranmeldung - kostenlos & unverbindlich

*Pflichtfeld
Einverständniserklärung *

Ganzjahresreifen (Allwetterreifen) statt Winterreifen?

Macht es in dieser Situation Sinn, Ganzjahresreifen zu fahren, um erst gar nicht wechseln zu müssen und auf alles vorbereitet zu sein? Wir haben uns schon ausführlich angesehen, wie sich Allwetterreifen im Vergleich zu den Saison-Spezialisten schlagen. In diesem Artikel erfahrt ihr alle Vor- und Nachteile, die sich mit dieser Ausstattungsvariante ergeben.

Winterreifen kaufen: Darauf müsst Ihr achten!

Beim Kauf von Winterreifen unbedingt darauf achten, dass sie das Alpine-Siegel haben, also den stilisierten Berggipfel mit der eingeschlossenen Schneeflocke. Zwar dürfen M+S-Reifen auch noch verwendet werden, aber höchstens noch bis zum Ende einer Übergangsfrist am 30. September 2024. Seit 1. Januar 2018 dürfen M+S-Reifen nur noch dann verwendet werden, wenn sie vor diesem Datum hergestellt worden sind. Das Produktionsdatum ist als 4-stellige Zahlenkombination aus Kalenderwoche und Jahreszahl auf der Reifenflanke aufgebracht. Seit Jahresanfang 2018 dürfen also keine M+S-Winterreifen mit Herstellungsdatum nach 5217 (letzte Kalenderwoche 2017) mehr verwendet werden. Altreifen dürfen aber noch bis Ende September 2024 genutzt werden.

Nahaufnahme: Reifen mit Alpine-  und "M+S"-Symbol
Das verbindliche Schneeflocken-Piktogramm gilt seit Jahresbeginn 2018 auf alle neuen Winterreifen. - Foto: SP-X/ACE/Tschovikov

Winterreifen-Test 2018: Unsere Empfehlungen 

Unsere Empfehlungen unterscheiden sich in den Tests verschiedener Magazine, die wir durchgesehen haben, nicht durch besonders viel. Den einen Testern fällt ein geringeres Abrollgeräusch auf, den anderen eine schlechtere Eishaftung. Insgesamt sind unsere Empfehlungen also alle auf einem ähnlichen und vor allem sicheren Niveau. Denn wer bei Reifen spart, gibt mehr Geld für Krankenhaus- und Werkstattaufenthalt aus - nach einem Unfall. 

Artikelbild 7979

Der Siegertyp: Continental WinterContact TS 860

Auch heuer wieder an der Spitze: Ein WinterContact TS von Continental. Letztes Jahr erst hatte für uns der Continental WinterContact TS 850 P das Rennen gemacht. Diesmal ist es der Continental WinterContact TS 860, der seit 2016 im Programm des Autozulieferers steht. Auch dieser Version kommt der Pneu bei jedem Test, an dem er teilnimmt, auf einen der vorderen Plätze. Er macht in allen Testkategorien fast alles richtig und das meiste besser als die Konkurrenz. Vor allem seine innovative Laufflächenmischung mit hohem Silicat-Anteil zeichnet ihn aus. Spezielle Hochleistungsharze erhöhen zudem die Flexibilität des Reifens bei Kälte. Dazu machen ihn noch einige weitere Patent-Finessen zum Champion - so wie die "Liquid Layer Drainage" für eine effizientere Wasserableitung.

Artikelbild 7980

Der Klassiker: Dunlop Winter Sport 5

In diversen Tests sehr positiv aufgefallen - und trotzdem nach wie vor ziemlich günstig. Dunlop hat jahrelange Erfahrung im Motorsport gesammelt und bringt diese Expertise auch für Otto-Normalfahrer auf die Straße. Der Dunlop Winter Sport 5 bringt bei allen möglichen Straßenverhältnissen des Winters - trocken, nass, Eis, Schnee - eine solide Leistung und verursacht darüber hinaus noch nachweislich einen auffallend geringen Spritverbrauch. Der Pneu war bereits im Driven!-Winterreifen-Test 2017 vertreten und liefert insgesamt gute Gründe, ihn heuer zu unserem "Klassiker" zu küren.

Artikelbild 7977

Der Sparfuchs: Goodyear UltraGrip 9

Gute Noten für Goodyear's UltraGrip 9 - und das durchgehend. In allen Kategorien hat dieser Pneu über die vergangenen Jahre hinweg positiv herausgestochen. Die erbrachten Bremswege bei Nässe und Schnee sind deutlich kürzer als bei so manchem Konkurrenten ausgefallen. Kraftmehrstoffverbrauch? Ebenfalls erfreulich gering. Dazu sehr verlässlich bei Aquaplaning. Weiterer Vorteil: Je nach Version ein gutes bis sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Winterreifen, zusammengefasst:...

Der Reifen ist die einzige Verbindung des Autos zur Straße. Alle anderen Sicherheitssysteme hängen also davon ab, dass man einen guten Kontakt zur Fahrbahn hat. Man kann ja bei vielen Teilen am Auto sparen, und wir sind auch nicht der Meinung, dass jede heute erhältliche Zusatzausstattung wirklich sinnvoll und notwendig ist. Aber wenn es um die Sicherheit geht – die eigene und die anderer Menschen –, dann darf man nicht sparen. Dementsprechend sollte man immer in wirklich gute Reifen (und Bremsen!) investieren.

Winterreifen-Test 2018: Unsere Empfehlungen auf einem Blick

Abbildung

TESTSIEGER

DER KLASSIKER

PREIS-HIT

Modell Continental Winter Contact TS 860 Dunlop Winter Sport 5 Goodyear UltraGrip 9
Jetzt Preis checken Bestpreis bei Amazon Bestpreis bei Amazon Bestpreis bei Amazon
Driven! Testergebnis

SEHR GUT

09/2018

GUT

09/2018

SEHR GUT

09/2018

Schon gewusst? Unsere Leser zahlen im Schnitt 16 % weniger beim Neuwagenkauf! Registriere Dich jetzt für den Driven Newsletter und sei immer up-to-date! 

Newsletteranmeldung - kostenlos & unverbindlich

*Pflichtfeld
Einverständniserklärung *