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Winterreifenstapel in Schneelandschaft Wald im Hintergrund
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Winterreifen oder Allwetterreifen: Reifenwechseln überflüssig? | Driven!

Der Winter wird immer wärmer und der Schnee seltener. Kann man sich mit Ganzjahresreifen den Wechsel auf Winterreifen sparen?

Von O bis O – von Oktober bis Ostern. Das ist die Faustregel für die Winterreifensaison. Doch die Winter werden immer wärmer, der September erreicht noch Temperaturen von über 30 Grad und der erste Schnee kommt erst sehr spät oder fällt gleich ganz aus.

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Wieso sich also den Stress machen alljährlich für teures Geld die Pneus zu wechseln? Mittlerweile ist jeder achte Reifen, der in Werkstätten oder privat aufgezogen wird, ein Ganzjahresreifen. Die schwarzen Sohlen sollen einen 365 Tage im Jahr sicher durch jede Witterung bringen. Doch sind Allwetterreifen wirklich so sicher und für wen eignen sich diese am meisten?

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Sind Allwetterreifen bzw. Ganzjahresreifen Alleskönner?

Der Auto-Club ACE unterzog in Deutschland und Finnland zehn Universalgummis einem Test, denn bei Temperaturen von -20 bis 40 Grad plus müssen sich die Alleskönner unter Beweis stellen. Doch wie viel „Allwetter“ steckt wirklich in den Reifen? Eigentlich müssten die Ganzjahresreifen den perfekten Spagat zwischen Sommer- und Winterreifen treffen. Während die meisten der zehn getesteten Fabrikate nah an die Werte des Referenz-Winterreifens kamen, desto weniger konnten sie mit einem Sommerreifen von Continental auf trockener und nasser Fahrbahn konkurrieren. Der Testsieger ist der finnische Reifenhersteller Nokian mit dem Modell Weatherproof. Dieser weist aber genauso wie der zweitplatzierte „Goodyear Vector4Seaons“ Defizite im Sommerbetrieb auf. Beim Trocken-Bremsen kommen beide Hersteller erst eine gute Fahrzeuglänge hinter dem Referenz-Sommerreifen zum Stehen.

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Näher am Winterreifen dran

Der Test belegt also ganz klar, dass die Ganzjahresreifen deutlich näher an der Performance des Winterreifens als an den eines Sommerpneus liegen. Die Vorteile liegen ganz klar bei Schnee und Eis und in manchen Fällen auch bei Nässe. Bei hochsommerlichen Temperaturen auf trockener Fahrbahn sollte man den Ganzjahresreifen nicht allzu viel zumuten. So kann es durch die weichere Gummimischung zu einem höheren Verschleiß des Reifenprofils kommen und bei schnell gefahrenen Kurven kann das Fahrzeug tendenziell schneller über die Vorderachse rutschen und somit Untersteuern.

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Auf die Winterreifen-Profiltiefe achten

In der Regel sind Allwetterreifen bis zu einer Laufleistung von 15.000 Kilometer geeignet. Das Nutzungsgebiet ist meist abhängig von der Region. Wer beispielsweise in der Alpenregion wohnt oder zum Ski fahren in die Berge fährt, der sollte auf Nummer sicher gehen und zum Winterreifen greifen. In Deutschland herrscht eine situative Winterreifenpflicht. Diese schreibt für winterliche Straßenverhältnisse (Schneematsch, Glatteis, Schneeglätte, Eis- oder Reifglätte) die Nutzung von M+S (Matsch und Schnee) Reifen bzw. solchen mit dem Alpinen Symbol (Berggipfel mit eingeschlossener Schneeflocke) vor. Bitte auf das Symbol beim Reifenkauf achten. In der Regel sind jedoch alle Ganzjahresreifen mit dem M+S-Zeichen, einer Schneeflocke oder dem Alpine Symbol gekennzeichnet. Dementsprechend ist die Nutzung von Allwetterreifen auch bei winterlichen Verhältnissen in Deutschland erlaubt. Auch genießt ein Fahrzeug den selben Versicherungsschutz wie eines, das mit Winterreifen ausgerüstet ist. Um auch wirklich sicher unterwegs zu sein, sollte man vor allem bei Ganzjahresreifen auf die Profiltiefe achten. Die gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe liegt bei nur 1,6 Millimeter, das ist aber bereits bei Regen eine gefährliche Angelegenheit. Ab einer Tiefe von drei Millimetern sollten die Reifen spätestens ausgetauscht werden. Der ADAC empfiehlt sogar schon bei vier Millimetern den Griff zu neuen Pneus. Wer seine Profiltiefe auf den Millimeter genau messen möchte, der greift zu speziellen Reifenprofiltiefen-Messgeräten.

R16, R17 oder gar R19 - Wo finde ich die richtige Reifengröße?

Die Reifengröße bemisst sich an der Größe der Felge, ist also die Innengröße des Reifens. Für Standardfahrzeuge kann man sie im Fahrzeugschein nachlesen in dem man einfach nach einer Zahlenfolge, die R15, R18 usw. enthält. Aber Achtung: Das ist die Größe der Standardfelgen, die serienmäßig auf Neufahrzeugen sind. Auf Nummer sicher geht man, indem man direkt am Reifen nachprüft. Dort stehen die Reifenmaße direkt außen auf dem Reifen. Die kann man ganz einfach beim Online-Händler in die Suchmaske eingeben und schon hat man den passenden Reifen.

 

Ein weißes Auto testet Allwetterreifen im Wasser.
Läuft: Fiat hält dank Allwetterreifen die Spur.

Ganzjahresreifen zu günstigen Preisen

Die Vorteile der Ganzjahresreifen liegen also klar auf dem Tisch: Man erspart sich das halbjährliche Wechseln der Pneus, aber auch auf Kosten der Sicherheit. Also Augen auf beim Reifenkauf. Genügen die Reifen für meine Anforderungen? Bin ich oft in winterlichen Verhältnissen unterwegs? Fahre ich mehr als 15.000 Kilometer im Jahr? Wer sich bei der richtigen Reifenwahl unsicher ist, der schaut auf die aktuellen Top 5 bei Reifendirekt.de vorbei. Tabellenführer ist hier der Michelin CrossClimate mit einer sehr guten Bewertung. Dieser überzeugt die Kunden mit hervorragenden Eigenschaften bei allen Witterungsverhältnissen und punktet mit der Note 1,22. Für die gängige Reifengröße 195/65 R15 gibt es den CrossClimate bereits ab günstige 61,90 Euro pro Reifen.  Auf Platz 2 findet sich der Quatrac 5 von Vredestein mit einer Note von 1,36. Diesen gibt es bereits schon Pirelli Cinturato All Season ein, ebenfalls mit der Note 1,36 und ab 53,80 Euro.

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