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Allwetterreifen, Nahaufnahme, Profil mit Schnee Foto: Pixabay
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Winterreifen oder Allwetterreifen: Reifenwechseln überflüssig?

Der Winter wird immer wärmer und der Schnee seltener. Kann man sich mit Ganzjahresreifen den Wechsel auf Winterreifen sparen?

Von O bis O – von Oktober bis Ostern. Das ist die Faustregel für die Winterreifensaison. Doch die Winter werden immer wärmer, der September erreicht noch Temperaturen von über 30 Grad und der erste Schnee kommt erst sehr spät oder fällt gleich ganz aus.

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Wieso sich also den Stress machen alljährlich für teures Geld die Pneus zu wechseln? Mittlerweile ist jeder achte Reifen, der in Werkstätten oder privat aufgezogen wird, ein Ganzjahresreifen. Die schwarzen Sohlen sollen einen 365 Tage im Jahr sicher durch jede Witterung bringen. Doch sind Allwetterreifen wirklich so sicher und für wen eignen sich diese am meisten?

Grafik: Bremsweg bei Schnee
Quelle / Grafik: ACE

Sind Allwetterreifen bzw. Ganzjahresreifen Alleskönner?

Im Jahr 2016 unterzog der Auto-Club ACE in Deutschland und Finnland zehn Universalgummis einem umfangreichen Test, denn bei Temperaturen von -20 bis 40 Grad plus müssen die Alleskönner grundweg verlässlich sein. Doch wie viel „Allwetter“ steckt wirklich in den Reifen? Eigentlich hätten die Ganzjahresreifen den perfekten Spagat zwischen Sommer- und Winterreifen hingriegen müssen. Das Test-Ergebnis: Während die meisten der zehn getesteten Fabrikate nah an die Werte des Referenz-Winterreifens kamen, konnten sie dennoch kaum mit einem Sommerreifen von Continental auf trockener und nasser Fahrbahn konkurrieren. Testsieger wurde damals der finnische Reifenhersteller Nokian mit dem Modell Weatherproof. Dieser wies aber genauso wie der zweitplatzierte „Goodyear Vector4Seaons“ Defizite im Sommerbetrieb auf. Beim Trocken-Bremsen kamen beide Hersteller erst eine gute Fahrzeuglänge hinter dem Referenz-Sommerreifen zum Stehen. Fazit damals wie noch heute: Allwetterreifen kommen im Schnitt qualitativ gut an die Standards eines soliden Winterreifens heran, weisen im Sommer dafür aber deutlich schlechtere Bremsfähigkeiten als standardisierte Sommerreifen auf.

Grafik: Bremsweg bei Nässe
Quelle / Grafik: ACE

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Näher am Winterreifen dran - Auch ADAC hat 2018 schon getestet

Der ACE-Test von 2016 belegt also ganz klar, dass die Ganzjahresreifen deutlich näher an der Performance des Winterreifens als an der eines Sommerpneus liegen. Die Vorteile liegen ganz klar bei Schnee und Eis und in manchen Fällen auch bei Nässe. Erst im April 2018 hat der ADAC ebenfalls den Test gemacht. Zwar ist dieser für die Probeprodukte besser ausgefallen als in den vergangenen Jahren; die untersuchten Ganzjahresreifen für die Kleinwagenklasse zumindest kamen aber immer noch nicht über die Test-Noten "befriedigend" oder "ausreichend" hinaus. 

Übrigens: Bei hochsommerlichen Temperaturen auf trockener Fahrbahn sollte man den Ganzjahresreifen nicht allzu viel zumuten. So kann es durch die weichere Gummimischung zu einem höheren Verschleiß des Reifenprofils kommen und bei schnell gefahrenen Kurven kann das Fahrzeug tendenziell schneller über die Vorderachse rutschen und somit Untersteuern.

Grafik: Bremsweg bei Trockenheit
Quelle / Grafik: ACE

Auf die Allwetterreifen-Profiltiefe und das Alpine-Symbol achten!

In der Regel sind Allwetterreifen bis zu einer Laufleistung von 15.000 Kilometer geeignet. Das Nutzungsgebiet ist meist abhängig von der Region. Wer beispielsweise in der Alpenregion wohnt oder zum Ski fahren in die Berge fährt, der sollte auf Nummer sicher gehen und zum Winterreifen greifen. In Deutschland herrscht eine situative Winterreifenpflicht. Diese schreibt für winterliche Straßenverhältnisse (Schneematsch, Glatteis, Schneeglätte, Eis- oder Reifglätte) die Nutzung von M+S(Matsch und Schnee)-Reifen bzw. solchen mit dem Alpine Symbol (Berggipfel mit eingeschlossener Schneeflocke) vor. Bitte auf das Symbol beim Reifenkauf achten!

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Das verbindliche Schneeflocken-Piktogramm gilt seit Jahresbeginn 2018 auf alle neuen Winterreifen sowie auf Allwetterreifen, die im Winter zum Einsatz kommen. - Foto: SP-X/ACE/Tschovikov

In der Regel sind jedoch alle Ganzjahresreifen mit dem M+S-Zeichen, einer Schneeflocke oder dem Alpine Symbol gekennzeichnet. In diesem Fall ist die Nutzung von Allwetterreifen auch bei winterlichen Verhältnissen in Deutschland erlaubt. Der Allwetterreifen wird somit als Winterreifen gewertet. Dementsprechend genießt ein Fahrzeug mit geeigneten Allwetterreifen denselben Versicherungsschutz wie eines, das mit Winterreifen ausgerüstet ist.

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Um auch wirklich sicher unterwegs zu sein, sollte man vor allem bei Ganzjahresreifen auf die Profiltiefe achten. Die gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe liegt bei nur 1,6 Millimetern. Das ist aber bereits bei Regen eine gefährliche Angelegenheit. Wir von Driven! meinen, das Allwetterreifenprofil sollte schon deutlich tiefer sein. Der ADAC rät sogar bereits ab weniger als 4 Millimetern zu neuen Pneus. Folglich sollten spätestens ab einer Profiltiefe von 3 Millimetern im Winter genutzten Allwetter-Reifen wirklich ausgetauscht werden. Wer seine Profiltiefe auf den Millimeter genau messen möchte, der greift zu speziellen Reifenprofiltiefen-Messgeräten.

Unwetter-Situation. Verkehr auf winterlicher Fahrbahn, von hinten
Sparen oder Sicherheit: Was wiegt schwerer? Obwohl Allwetterreifen heute schon sehr zuverlässig sind, wird dennoch der Winterreifenwechsel empfohlen, um wirklich gefahrenlos durch jedwedes Wetter-Fiasko zu kommen. - Foto: Pixabay.

R16, R17 oder gar R19 - Wo finde ich die richtige Reifengröße?

Die Reifengröße bemisst sich an der Größe der Felge, ist also die Innengröße des Reifens. Für Standardfahrzeuge kann man sie im Fahrzeugschein nachlesen in dem man einfach nach einer Zahlenfolge, die R15, R18 usw. enthält. Aber Achtung: Das ist die Größe der Standardfelgen, die serienmäßig auf Neufahrzeugen sind. Auf Nummer sicher geht man, indem man direkt am Reifen nachprüft. Dort stehen die Reifenmaße direkt außen drauf. 

Ganzjahresreifen zu günstigen Preisen

Die Vor- und Nachteile von Ganzjahresreifen liegen also klar auf dem Tisch: Man erspart sich zwar das halbjährliche Wechseln der Pneus, aber auch auf Kosten der Sicherheit. Also Augen auf beim Reifenkauf. Genügen die Reifen für meine Anforderungen? Bin ich oft in winterlichen Verhältnissen und Regionen unterwegs? Fahre ich mehr als 15.000 Kilometer im Jahr? Wer sich bei der richtigen Reifenwahl unsicher ist, der schaut auf die aktuellen Top 5 bei Reifendirekt.de vorbei. Tabellenführer ist hier der Michelin CrossClimate mit einer sehr guten Bewertung. Dieser überzeugt die Kunden mit hervorragenden Eigenschaften bei allen Witterungsverhältnissen und punktet mit der Note 1,22. Für die gängige Reifengröße 195/65 R15 gibt es den CrossClimate bereits ab günstige 71,50 Euro pro Reifen. Auf Platz 2 findet sich der Pirelli Cinturato All Season - mit der Note 1,46 und ab 53,80 Euro. Platz 3: Der Quatrac 5 von Vredestein mit einer Note von 1,47.

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