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Playstation 4 VR Brille
Playstation 4 VR Brille
Playstation 4 VR im Test: Mit Topspeed auf die virtuelle Piste?
Playstation 4 VR Brille
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Playstation 4 VR im Test: Mit Topspeed auf die virtuelle Piste?

Oculus und HTC Vine sind in aller Munde - aber auch ein teurer Spaß. Heißt die Lösung Playstation 4 VR?

Keine Frage: Das unbestrittene Trendwort im Gaming-Bereich heißt „VR“. Zwar geisterten diverse „Virtual-Reality“-Brillen spätestens seit den späten 90ern immer wieder mal durch die einschlägigen Fachzeitschriften. Für den entscheidenden Durchbruch reichte es freilich nie - nicht zuletzt, weil diese klobigen Ur-Headsets meist allenfalls Übelkeit verursachten - und man damit aussah wie Robocop mit Kassengestell. 

Playstation-VR-Brille: Volles VR-Erlebnis zum günstigen Preis?

Inzwischen sind die technischen Voraussetzungen aber zweifellos ganz andere. Top-Geräte wie Oculus Rift und HTC Vine haben gezeigt, dass sich der Einstieg in virtuelle Welten mittlerweile auch für Otto-Normal-Gamer lohnt - wäre da nicht der beachtliche Preis der beiden High-End-Geräte, für die man ja zusätzlich noch einen potenten Rechner benötigt. Da kommt Playstation 4 VR gerade recht: Schlappe 399 Euro kostet das VR-Headset, wenn man die Playstation 4 schon im Wohnzimmer stehen hat. Alles, was sonst noch gebraucht wird liegt bereits bei - mit einer Ausnahme.

 Playstation 4 VR Verpackungsinhalt

© Sony

Playstation 4 VR: Nochmal schnell zu Amazon …

Benötigt wird nämlich auch die Playstation Kamera - was einem absoluten VR-Neuling nicht unbedingt intuitiv einleuchtet. Unser Test hat sich durch diesen Umstand jedenfalls ein kleines Weilchen verzögert. Aber klar: irgendwie muss die Konsole die Kopfbewegungen des Spielers tracken. Wer also den Lieben gleich das ganze Paket (heißt: PS4 + VR) unter den Baum legen will, sollte die separat erhältliche Kamera-Peripherie (Kostenpunkt: 59,99 Euro) zusätzlich in den Einkaufswagen befördern - sonst wird es nichts mit dem VR-Spaß über die Feiertage. Immerhin: auch das ältere Modell ist kompatibel.

Übrigens: Eine Playstation 4 Pro wird nicht benötigt! Die inzwischen mit einem Preis von 239 Euro recht günstige, „normale“ Playstation 4 reicht für VR völlig aus. 

Playstation 4 VR: Der Aufbau klappt reibungslos

Eins fällt schon beim Öffnen der Verpackung auf: Sony hat viel Wert darauf gelegt, dass der Einstieg in die virtuelle Welt möglichst umstandslos glückt. Alle Teile sind angenehm übersichtlich angeordnet. Dreh- und Angelpunkt ist die kleine Box, die ein bisschen an eine Miniatur-Ausgabe der Playstation 2 erinnert: sie verbindet das VR-Headset via HDMI-Kabel mit dem Fernseher. So können auch Zuschauer die spannenden Abendteuer des Headset-Trägers mitverfolgen. Dafür braucht der kleine Rechner natürlich auch sein eigenes Netzteil. 

Playstation 4 VR und Playstation 4 Konsole
© Sony

Natürlich muss auch das VR-Headset mit der Prozessoreinheit verbunden werden - ergibt mitsamt der Kamera summa summarum einen mittleren Kabelsalat, der derzeit wohl nicht vermeidbar ist. Insgesamt klappt der Aufbau aber weitgehend reibungslos. Schön!

Wie trägt sich die Playstation-VR-Brille?

Schick designt ist das VR-Headset der Marke „Playstation“ ja allemal - aber auch in Punkto Tragekomfort setzt Sony durchaus Maßstäbe: Die Brille ist an allen „neuralgischen“ Punkten mehr als auseichend gepolstert. Auch das Aufsetzen klappt intuitiv schon beim ersten Versuch. Zudem lässt sie sich mit einem hinten angebrachten Rädchen perfekt der eigenen Kopfform anpassen. Hier wird die Bestnote fällig.

Playstation 4 VR Brille
Playstation 4 VR Brille
© Sony

Playstation 4 VR: Was taugen die Games?

Natürlich kam der Tester nicht umhin, nach dem erfolgreichen Aufbau erst mal mit dem bedrohlichen Hai aus „Playstation VR Worlds“ in den Ring zu steigen. Dieses Erlebnis solltet Ihr euch - schwache Nerven hin oder her - nicht entgehen lassen. Auch die anderen Mini-Spielchen der Sammlung bieten Neulingen einen schönen Einstieg in die virtuelle Welt- viel mehr aber auch nicht. „Batman Arkham VR“ und das Horrorspiel „Until Dawn“ haben schon etwas mehr Substanz zu bieten und überzeugen mit spannenden Kopfnüssen, beziehungsweise kompromissloser Shooter-Action. 

 Playstation 4 VR Spiel Into Deep

© Sony

Klar: Einen Sonderpreis für innovatives Gameplay wird zwar keins der VR-Games gewinnen. Ein immenses Erlebnis wird aber allemal geboten. Und das ist ja bekanntlich das Alleinstellungsmerkmal der VR-Technologie.  

Driveclub VR: Das Ultimative Racing-Erlebnis für Playstation 4 VR?

Aber genug der Vorrede: Als Autofans wollen wir natürlich schnell zum „Hauptfilm“ - und der heißt für uns ganz eindeutig „Driveclub VR“. Schließlich sollte sich die VR-Technik gerade für ein täuschend echtes Racing-Erlebnis wie gemalt sein - oder? 

Driveclub VR
© Sony

Beeindruckend ist in jedem Fall der Umfang: Fans bekommen zwar nicht ganz das volle, aus dem Ursprungs-Spiel bekannte Rundum-Carporn-Paket. Eher könnte man die VR-Version mit einem Best-of-Album vergleichen: Die Kampagne kommt deutlich gestraffter daher. Trotzdem sind über 100 Strecken und 80 Boliden noch immer mehr als ausreichend, um Euch eine ganze Weile zu beschäftigen. Außerdem gibt’s als Bonbon noch fünf neue Strecken obendrauf.

Driveclub VR
© Sony

Driveclub VR: Lästige Abstriche bei der Grafik

Dass die Evolution Studios den Fans keine Eins-zu-Eins-Umsetzung spendieren, hat einen ganz konkreten Grund: Die Anforderungen der Playstation-4-VR-Technik zwangen den Entwickler zu umfassenden Anpassungen – die sich leider an allen Ecken und Enden bemerkbar machen. Von der ursprünglichen Grafikpracht des Racers ist leider denkbar wenig übriggeblieben. Texturen und Polygone wurden merklich heruntergefahren, die Grafik erinnert teilweise an selige Playstation-2-Tage.

Driveclub VR
© Sony

Driveclub VR: Unschlagbare Immersion

Uns haben diese – zugegeben recht unschönen - grafischen Abstriche allerdings nicht den Spaß am VR-Racing genommen. Wir waren schlicht zu geflasht von dem völlig neuen Streckenerlebnis, das trotz schwammiger Optik etwas ganz Besonderes bietet. Mit der VR-Brille „sitzt“ man eben wirklich am Cockpit eines potenten Superboliden, anstatt nur am Bildschirm Zaungast zu sein. Jede Kopfbewegung, die man sich beim Fahren angewöhnt hat, macht man hier genauso – Schulterblick inklusive. Kurzum: näher war eine Konsole noch nie am „echten“ Fahrerlebnis dran. Und auch wenn es noch ein wenig an der Technik hapert: Die Zukunft gehört ganz klar den VR-Racing-Games.

Driveclub VR
© Sony

Fazit zu Playstation 4 VR: Kaufen – oder warten?

Uns hat Playstation 4 VR nachhaltig begeistert. Der Aufbau klappt schnell und reibungslos, die Brille ist angenehm zu tragen und die Spiele sind abwechslungsreich. Übelkeit und Augenflimmern hielten sich bei unserem Test auch in Grenzen, von der üblichen Augenermüdung bei längeren Sessions einmal abgesehen. Da hilft wohl nur, öfter mal eine Pause einzulegen. Gerade Drive Club VR hat uns als Autoredakteure natürlich besonders gefallen. Ich muss gestehen: so intensiv hätte ich mir die virtuelle Racing-Action nicht vorgestellt. Noch realistischer wird das Erlebnis wohl mit einem passenden Lenkrad. Das wird jedenfalls eindeutig mein nächstes Projekt!