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Artikelbild Beschreibung Die DTE Pedalbox
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Ein Sportmodus zum Nachrüsten

DTE Pedalbox Test-Erfahrungen

Ein Schalter, um den Fahrmodus an die Fahrsituation anzupassen? Bei Premiumfahrzeugen längst Standard. Mit Pedalbox kann man den aber auch schnell und einfach nachrüsten.

Beschleunigen im Auto: Man tritt aufs Gaspedal und dann wird über einige mechanische Umlegegelenke ein Hahn aufgedreht, der das Treibstoffgemisch in die Zylinder spritzt, wo es verbrannt wird und Kolben, Kurbelwelle, Räder antreibt. Man beschleunigt. Dreht man den Hahn voll auf, beschleunigt man auch "mit Vollgas". So stellt man sich das zumindest vor. Und ursprünglich war das ja auch so gedacht und gemacht.

Rein mechanisch läuft im Auto inzwischen aber so gut wie gar nichts mehr. Auch ohne Gaspedal-Tuning muss man sich Gaspedale heute eher als eine Art „Joystick für den Fuß“ vorstellen. Das Signal wird von dort elektronisch ans Steuergerät weitergeleitet, darin verarbeitet, dann weiter an den kleinen Stellmotor geleitet, der am Ende - ohne dass dazwischen noch irgendwelche Umlegegelenke eingespannt wären - den Gashahn aufdreht. Wie weit und wie schnell, das sagt ihm die Steuerungssoftware. Und die ist normalerweise auf durchschnittliches oder Sprit-sparendes Fahren ausgelegt. Was also, wenn einem der Gasbefehl, den man über seinen Joystick mit dem rechten Fuß eingibt, zu langsam von statten geht und man schneller beschleunigen will? Dann kann man mal über Gaspedal-Tuning nachdenken.

Ein Sportmodus ist Gold wert!

Wenn man sportlich unterwegs ist oder auf Landstraßen zügig überholen muss, wäre es natürlich am besten, wenn dies möglichst direkt geschieht, man die maximale Performance also sofort abrufen kann. Beim Cruisen durch die Stadt oder über die Autobahn sieht die Sache aber schon wieder anders aus. Hier sollte das Auto nicht allzu bissig auf jede kleine Zuckung im Gasfuß reagieren, denn das macht die Sache auf Dauer etwas ruckelig.

Das klingt nach einem Dilemma. Prinzipiell gibt es dafür aber eine Lösung. In vielen Autos gibt es einen „Sportmodus“, der das Gaspedal bei Bedarf scharf stellt. Allerdings ist das nur bei echten Premiummodellen serienmäßig bzw. gegen Aufpreis bestellbar. Der Rest von uns ist tendenziell immer mit einer gewissen Verzögerung im Ansprechverhalten unterwegs, denn das passt schließlich zum häufigeren Szenario des entspannten Benzinsparens.

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Die Pedalbox: Der Sportmodus zum Nachrüsten

Dabei ist die Technik hinter dem Sportschalter eigentlich recht simpel: Das Steuergerät braucht nur ein Signal, das besagt: In diesem Modus bitte die Gasannahme straffen. Dazu könnte man die Motorensoftware ändern – aber das gilt als „tricky“: Beim Service oder bei einer Panne kann es gut sein, dass in der Werkstatt ein Software-Update aufgespielt wird. Und dann sind alle Anpassungen wieder verloren. Am einfachsten steckt man deshalb einen Zusatzchip ein, der nichts weiter tut, als die Gasannahme zu regeln. Dazu gibt es dann einen Schalter am Armaturenbrett, mit dem man die Empfindlichkeit des Pedals hoch- und runterregeln kann – also genau wie bei den Fahrmodus-Programmen der Premium-Klasse. Nur eben schnell und einfach nachrüstbar und bei einem Preisrahmen von ca. 200 bis 300 Euro auch einigermaßen bezahlbar.

Gefährdet die Pedalbox TÜV, Motorgarantie & Co.?

Nein, denn das ist das Schöne: Sie ist keine Leistungssteigerung, deswegen hat der TÜV auch nichts dagegen. Und man belastet auch den Motor nicht stärker, als wenn man ohne Box Gas gibt. Die Box sorgt ja nicht etwa dafür, dass man mehr Gas gibt, sondern nur dafür, dass der Befehl dazu schneller ankommt. Für den Motor macht es keinerlei Unterschied, ob er die volle Kraft eine Sekunde früher oder später entfaltet - für den Fahrer beim Überholen aber sehr wohl. Und beim Zwischensprint, den man sich unvernünftigerweise auch mal gönnt. Denn ein Auto muss einen ja nicht immer einfach nur von A nach B bringen.

Mit anderen Worten: Eine Pedalbox macht euch weder Probleme beim TÜV noch mit der Herstellergarantie oder anderswo. Und da ihr wahrscheinlich nur dann auf spicy schaltet, wenn ihr sowieso vorhabt ein wenig Extra-Schub im Hintern zu spüren, wird auch der Benzinverbrauch nicht steigen. Denn auch hierfür gilt: Für den Verbrauch ist es am Ende egal, ob das Benzin direkt oder mit Verzögerung verbrannt wurde.

Mittelkonsole, Schaltkulisse Porsche 911 Carrera 4S mit DTE Pedalbox Bedienung
Foto: Stephan Brandl

DTE-Pedalbox: Angebot, das man nicht ablehnen kann

Was sind denn jetzt eigentlich so die Pedalbox-Erfahrungen, die man machen kann? Wir haben einen Test gemacht, um Erfahrungen zu sammeln. Und zwar nicht mit irgendeinem Auto, sondern gleich mal mit einem Porsche 911 Carrera 4S mit Chiptuning auf über 500 PS. Dieses Auto geht ja so oder so schon ab, wie die Feuerwehr. Deshalb haben wir einen Pedalbox-Test ersonnen, bei dem sie auf die ultimative Probe gestellt wird: Kann eine neue Pedalbox auch einen absoluten Top-Sportler noch schneller machen, das Gaspedal noch unmittelbarer unsere Gasbefehle umsetzen?

Die Kurzversion: Oh ja. Ein Tuning-Schmankerl der Extraklasse. Sogar in einem Fahrzeug, das von nicht wenigen als "übermotorisiert" wahrgenommen wird, hat man einen spürbaren Extraeffekt im Kreuz, bei noch schnellerer und direkterer Beschleunigung. Und der Wagen hat mit dem Sport-Chrono-Paket auch schon einen integrierten Scharfsteller. So gesehen ist die DTE-Pedalbox ein Angebot, das man nicht ablehnen kann.