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Die Pedalbox

Ein Sportmodus zum Nachrüsten!

Bei Premiumfahrzeugen längst Standard: Ein Schalter, um das Gaspedal scharf zu stellen. Den kann man aber auch schnell und einfach nachrüsten.

Wenn man auf die Tube drückt, wird über einige mechanische Umlegegelenke ein Hahn aufgedreht, der das Treibstoffgemisch in die Zylinder spritzt – und man beschleunigt. So stellt man sich das zumindest vor. Und ursprünglich war das ja auch so gedacht.

Inzwischen läuft im Auto aber so gut wie nichts mehr rein mechanisch: Das Gaspedal ist heute eher eine Art „Joystick für den Fuß“, setzt also keine Mechanik mehr in Gang, sondern sendet einfach nur noch ein Signal ans zentrale Steuergerät. Von dort aus wird dann erfolgt dann der Befehl an den Motor. Die Frage ist nur: wie schnell soll das von statten gehen?

Ein Sportmodus ist Gold wert!

Wenn man sportlich unterwegs ist oder auf Landstraßen zügig überholen muss, wäre es natürlich am besten, wenn dies möglichst direkt geschieht, man die maximale Leistung also sofort abrufen kann. Beim Cruzen durch die Stadt oder über die Autobahn sieht die Sache aber schon wieder anders aus. Hier sollte das Auto nicht allzu bissig auf jede kleine Zuckung im Gasfuß reagieren, denn das macht die Sache auf Dauer etwas ruckelig und verbraucht mehr Benzin.

Das klingt nach einem Dilemma. Prinzipiell gibt es dafür aber eine Lösung. In vielen Autos gibt es einen „Sportmodus“, der den Gasfuß bei Bedarf scharf stellt. Allerdings ist das nur bei echten Prämienmodellen serienmäßig bzw. gegen Aufpreis bestellbar. Der Rest von uns ist tendenziell immer mit einer gewissen Verzögerung im Ansprechverhalten unterwegs, denn das passt schließlich zum häufigeren Szenario des entspannten Benzinsparens.

Die Pedalbox: Der Sportmodus zum Nachrüsten

Dabei ist die Technik hinter den hinter dem Sportschalter eigentlich recht simpel: Das Steuergerät braucht nur ein Signal, das besagt: In diesem Modus bitte die Gasannahme straffen. Dazu könnte man die Motorensoftware ändern – aber das gilt als „tricky“: Beim Service oder bei einer Panne kann es gut sein, dass in der Werkstatt ein Software-Update aufgespielt wird. Und dann sind alle Anpassungen wieder verloren.  Am einfachsten steckt man deshalb einen Zusatzchip ein, der nichts weiter tut, als die Gasannahme zu regeln. Dazu gibt es dann einen Schalter am Armaturenbrett, mit dem man die Empfindlichkeit des Pedals hoch- und runterregeln kann – also genau wie bei den Fahrmodus-Programmen der Premium-Klasse. Nur eben schnell und einfach nachrüstbar und bei einem Preisrahmen von ca. 200 – 300 Euro auch einigermaßen bezahlbar.

Was ist mit TÜV, Motorgarantie & Co.?

Das ist das Schöne an der Pedalbox: Sie ist keine Leistungssteigerung. Und auch der Motor wird nicht stärker belastet, als wenn ohne Box Gas gibt. Die Box sorgt ja nicht etwa dafür, dass man mehr Gas gibt, sondern nur dafür dass der Befehl dazu schneller ankommt. Und für den Motor macht es keinerlei Unterschied, ob er die volle Kraft eine Sekunde früher oder später entfaltet - für den Fahrer beim überholen aber sehr wohl.

Kurz gesagt: Eine Pedalbox macht Euch weder Probleme beim TÜV noch mit der Herstellergarantie oder anderswo. Und da Ihr die Eure Tube wahrscheinlich nur dann scharf schaltet, wenn ihr sowieso vorhabt ein wenig Schub zu geben, wird wohl auch der Benzinverbrauch nicht steigen. Denn auch hier gilt: Für den Verbrauch ist es am Ende egal, ob das Benzin direkt oder mit Verzögerung verbrannt wurde.