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Schriftzug "TDI", Nahaufnahme Foto: VW
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Der Driven-Newsletter 26/19

Die Diesel-Endzeit?

++SUV mit Euro 6d TEMP++Nissan X-Trail im Test++VW Tiguan im Test++Seat Alhambra im Test++

Liebe Driven!-Leser, 

was gibt es eigentlich Neues den Diesel-Fahrverboten? Zugegeben: zuletzt stand das allenthalben so kontrovers diskutierte Thema etwas weniger im Fokus. Was wohl mithin auch daran liegt, dass man sich an den weiterhin vielschichtigen wie unübersichtlichen Ist-Zustand inzwischen mehr oder minder gewöhnt hat. In einigen Städten, darunter Hamburg und Stuttgart, gelten in besonders stark belasteten Zonen bereits Fahrverbote für ältere Diesel, andere werden demnächst folgen, wohingegen die Lage sich andernorts noch völlig diffus ausnimmt. Was aber bei näherer Betrachtung wenig verwundert – schließlich verlaufen die Konfliktlinien schon seit Beginn des Dieselskandals mindestens ebenso unübersichtlich zwischen zahlreichen, sich im ständigen Wechselspiel aus Klage und Berufung gegenüberstehenden Akteuren, wobei hier die Formel wenigstens einfach ausfällt: Die deutsche Umwelthilfe klagt zumeist auf Verbote – die Städte und Landesregierungen meist unbedingt vermeiden wollen. Und eins gilt außerdem als bombensicher: Nämlich die Tatsache, dass solche Fahrverbote ausschließlich die Ballungszentren betreffen werden. Oder?

Ein Urteil mit Sprengkraft
Ganz so einfach ist die Sache wohl doch nicht. Ein unlängst ergangenes Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH), das für alle EU-Staaten gilt, könnte auch hierzulande entscheidende Folgen nach sich ziehen. Demnach können bereits Überschreitungen der Messwerte, beispielsweise von Feinstaub oder Stickoxid, als Anlass für weiträumige Fahrverbote herangezogen werden – auch wenn diese nur an einer Stelle überschritten werden. Zudem steht jedem Bürger frei, gerichtlich überprüfen zu lassen, ob die Messstationen überhaupt richtig platziert sind, um die tatsächlichen Belastungen wirklich präzise abzubilden. Gerade in diesem Detail steckt einige Sprengkraft: Kommt ein Gericht nämlich zu dem Schluss, dass dies nicht der Fall ist, müssen sie an Orten angebracht werden, wo die höchsten Messwerte zu erwarten sind – was ein Fahrverbot weitaus wahrscheinlicher macht. Auch Kleinstädte und Dörfer rücken somit in den Fokus. Fest steht: Nach dem Urteil des EuGH droht eine beispiellose Klagewelle mit ungewissem Ausgang, sehr wahrscheinlich aber ein engmaschiges, kaum durchschaubares Netz aus verschiedensten Fahrverbotszonen, die mittelfristig auch Euro-6-Diesel betreffen werden. Hat die Diesel-Endzeit also endgültig begonnen?

Sichere Normen
Fest steht jedenfalls: Wer die Verbotszonen weiterhin stress- und sorgenfrei passieren will, kommt kaum umhin, sein persönliches Mobilitätskonzept zu überdenken. Ob die Entscheidung dann auf ein Elektroauto, einen Hybrid oder auf ein modernes Car-Sharing-Modell fällt, bleibt jedem selbst überlassen – der alte Diesel, das steht außer Frage, sollte aber baldmöglichst in Rente geschickt werden. Klar ist aber auch: Nicht jeder kann von heute auf morgen auf die genannten Lösungen umsteigen. Daher ist der Kauf eines modernen Diesels oder Benziners, der die sichere Euro 6d-Temp-Norm erfüllt, eine gangbare Alternative. Leider ist auch hier die Lage unübersichtlich und oftmals völlig unklar, welche Modelle der einzelnen Hersteller bereits mit entsprechend emissionsarmen Motoren ausgestattet sind. Wir sind dieser Frage für Euch nachgegangen und haben uns dabei zunächst bei den beliebten SUV umgesehen. 


Eine schöne Woche wünscht,
Martin Maerschalk
Chefredakteur Driven! Autowelt

 
Im Bild: Toyota C-HR und VW Touareg. Foto © Toyota / VW / AVC
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