Autokauf ganz einfach

Audi A4 Facelift, Halbseitenansicht von vorn, stehend, grau Foto: Audi
Artikel
Der Driven-Newsletter 21/19

Facelift radikal

++Der neue Audi A4++Skoda Octavia als Gebrauchter++Hyundai Tucson im Check++BMW X2 im Check++

Liebe Driven!-Leser, 

"Facelift für den Audi A4" – diese und ähnliche Meldungen werden zuletzt nahezu jedem begegnet sein, der sich auch nur im Ansatz für die Edelmarke aus Ingolstadt interessiert. So weit, so unspektakulär, mag man sich da denken. Fragt sich: Warum ist das eigentlich so? Schließlich entstammen die für die Überarbeitung einer Modellreihe gängigen Kunstbegriffe letztlich dem Marketing-Jargon der Hersteller und bedeuten zunächst eigentlich nichts weiter, als dass auf die ein oder andere Weise Hand an ein bestehendes Modell angelegt wurde. Auf welche Art und in welchem Ausmaß das passiert, kann mit einem lapidaren Begriff kaum umschrieben werden. Fest steht: Ein verbindliches Regelwerk, in dem die Anforderungen eines ordnungsgemäßen Facelifts nach DIN-Standard niedergelegt sind, gibt es (noch) nicht. Was aber zugleich nicht bedeutet, dass nicht doch wenigstens ungeschriebene Regeln dafür existieren, wie sich eine solche "Produktaufwertung" (so die VW-Bezeichnung) in der Praxis normalerweise ausnimmt.

"Behutsame Modellpflege"
Da kommen wir wieder zur allgemeinen Erwartungshaltung, die sich ja, wie schon erwähnt, in erster Linie aus dem üblichen Verhalten der Hersteller speist. Und die interpretieren ein Facelift doch meist sehr begriffsgetreu, will heißen: kosmetisch. Hier ein neues Paar LED-Leuchten, da und dort etwas an der Linienführung der Karosserie justiert – fertig. Zumal sich heutzutage gerade bei den inneren Werten recht einfach die Möglichkeit eröffnet, durch das ein oder andere Upgrade im Bereich Elektronik und Infotainment bei der auf diesem Gebiet immer verwöhnter werdenden Kundschaft zu punkten. Klar: Ein Display, das vor drei Jahren noch topmodern und hochaufgelöst erschien, kann heutzutage schon wie ein Relikt aus grauer VGA-Vorzeit anmuten. Und je mehr die omnipräsenten Smartphones auch im Auto Einzug halten, desto weniger deutlich werden die Marken ihre Modellauffrischungen auf die technische Evolution ihrer Erfolgsmodelle fokussieren und in puncto Optik allenfalls an ein paar Details schleifen. Also Facelift-Business as usual? 

Revolution statt Evolution?
Derzeit lohnt es sich durchaus, etwas genauer hinzuschauen. Denn wie derzeit so vieles in der Autowelt, ist auch die Praxis der Modellpflege im Wandel. So ist es beispielsweise keine Seltenheit mehr, dass man auch abseits der geplanten Auffrischungszyklen einen kompletten Motor austauscht – zuletzt geschehen beim Hyundai Tucson, dessen kleiner Diesel mit einer Hybrid-Unterstützung versehen wurde. Nicht zuletzt hat diese emsige Betriebsamkeit natürlich mit der notwendigen Umstellung auf die Euro-6-Standards zu tun. Trotzdem zeigen solche Entwicklungen durchaus auch, dass man auf Herstellerseite bereit ist, auch jenseits kosmetischer Kleinigkeiten umfassender nachzujustieren, wenn eine solche Operation am laufenden Modell geboten erscheint. Womit wir auch noch halbwegs elegant zum Ausgangspunkt unserer Betrachtungen zurückkommen, nämlich zum Audi A4. Die zuletzt arg gebeutelten Ingolstädter haben sich bei ihrem einstigen Volumenmodell nämlich zu einer Modellpflege entschlossen, die in ihrer Radikalität ihresgleichen sucht. Die vielstimmige Kritik und die enttäuschenden Verkaufszahlen waren der Anlass für diesen Schritt. Ob diese Schocktherapie in der Premium-Mittelklasse erfolgreich sein wird? Das könnt Ihr unserem Vorab-Check entnehmen. Und wer weiß? Vielleicht macht diese Entwicklung Schule. Dann wird vielleicht bald die Ankündigung eines Facelifts wieder für echte Spannung sorgen. 

Eine schöne Woche wünscht,
Martin Maerschalk
Chefredakteur Driven! Autowelt

 
Fotos: Audi
MARKANTE WACHABLÖSUNG IN DER MITTELKLASSE

Audi A4 Facelift 2019: Wandel statt Feinschliff

Aus mehreren Gründen hat der Audi A4 (B9) eine Generalüberholung nötig. Das baldige Facelift bricht mit Gewohnheiten.
Mehr lesen
Die DRIVEN!-Highlights
Foto: Skoda
DER PRAGMATISCHE KASSENSCHLAGER

Skoda Octavia im großen Gebrauchtwagen-Check

Der unauffällige Zeitgenosse Skoda Octavia ist ein wahrer Bestseller. Wie steht es um seinen Charakter als Gebrauchter?
Mehr lesen
Hyundai Tucson
Foto: Hyundai
KONFIGURATOR-TEST UND PREIS-CHECK

Der neue Hyundai Tucson 2019 Facelift im Test: Ein Preishit?

Der Hyundai Tucson bietet viel SUV und Style zum günstigen Preis. Kann auch das neue Facelift im Test überzeugen?
Mehr lesen
Foto: BMW
TEST, PREIS-LEISTUNGS-CHECK UND KAUFBERATUNG

BMW X2 (2018): Charakter und Kraft im Kleinformat

Was hat das SUV-Coupé BMW X2 so alles drauf? Der Konfigurator-Preis-Test kommt zu einem erstaunlichen Fazit
Mehr lesen

Driven Newsletter Leser zahlen im Schnitt 16 % weniger beim Autokauf. Jetzt Newsletter abonnieren!

Jetzt Newsletter abonnieren! Kostenlos & unverbindlich

Du bekommst wöchentlich den

  • Rabatt-Radar-Newsletter zum Autokauf
  • Redaktions-Newsletter mit Autostories und Kaufberatungen

*Pflichtfeld
Einverständniserklärung *