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Seat Ateca, Halbseitenansicht von hinten, rotorange Foto: SEAT
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Der Driven-Newsletter 18/19

Umweltprämie: Wie es jetzt weitergeht

++UPDATE: Umweltprämie 2019++Vorschau neuer Ford Kuga++Ratgeber Frühjahrs-Check++Vorschau VW Golf 8++

Liebe Driven!-Leser,

Nun sollte eigentlich alles durch sein. Zum Stichtag des 1. Mai haben die meisten Autobauer für Klarheit bei ihren jeweiligen Dieselprämien gesorgt. Klarheit? Naja, das ist wohl etwas missverständlich. Denn sieht man sich beispielsweise Audi an, ist dieser Begriff wohl etwas zu beschönigend. Die Ingolstädter machen auch weiter – genauso wie Opel, Mazda oder Kia. Jedoch – und dasselbe gilt für VW – gibt es ab jetzt keine Prämie mehr auf Neu-, sondern nur noch auf Gebrauchtwagen. Auf junge Gebrauchtwagen, um genauer zu sein. Wie jung, das erklärt man uns kleingedruckt in den Fußnoten. Es handelt sich um „ehemalige Audi Mietfahrzeuge (AMF) oder Audi Werksdienstwagen (WDW) der Audi AG mit einem Fahrzeugalter von maximal 18 Monaten nach Erstzulassung“, wie man uns wissen lässt, die „über das Audi Handelsnetz vertrieben werden“. Die Angebote gelten für den Kauf, für Leasing oder Finanzierung eines dieser jungen Gebrauchten, auf alle Antriebsarten, die mindestens die Euro-Norm 6 erfüllen. Alles wunderbar, bloß ist dabei das Wörtchen „mindestens“ zu beachten. Schließlich hatte man im Zuge des Diesel-Skandals ja eigentlich die Devise ausgegeben, dass alle (umwelt-)prämierten Wagenkäufe künftig mindestens „Euro 6d-Temp“ erfüllen sollten. Es macht durchaus einen Unterschied, ob mein Neuer nur mit irgendeinem Euro-6-Motor oder eben unter dem Schutzschirm von Euro 6d-Temp in die City fährt – zumal das zusatzlose „Euro 6“ schon vor einiger Zeit ebenfalls in den Verdacht geraten ist, nicht unter allen Umständen wirklich fahrverbotssicher zu sein. Hier ist als Vorsicht geboten, auch wenn ein junger Gebrauchter noch so interessant erscheinen mag. Punkt.

Drei Hauptgruppen. Typ, Nr. 2: Die Weitermacher
Wollte man die Gemeinschaft der Dieselprämien-Geber in drei Hauptgruppen unterteilen, so wäre die zweite diejenige, wo man einfach weitermacht, ohne groß etwas zu verändern. Mazda ist so ein Fall. Lediglich zwei, drei Modelle wurden von der Prämienliste genommen, ansonsten muss man sich nicht umständlich umorientieren. Zu dieser Gruppe kann man getrost auch Marken wie Opel zählen. Auch hier macht man über den 1. Mai hinaus weiter, als ob es nichts zu erklären gäbe. „Bis auf Weiteres“, heißt es da, gewähre man sowohl Umwelt- als auch Umtauschprämien. Alles Weitere wird sich zeigen. Kurzum: Die Rüsselsheimer wollen sich auf nichts festlegen. Aber es tut – zugegeben – auch mal gut, wenn auf Zeiträume Verlass ist. Wie eben bei Opel. Ohne große Dramaturgie, ohne irgendwelche Wendungen. Punkt.

Dritter Typus: Die Schluss-Macher - und Seat als Sonderfall
Die dritte Gruppe ist diejenige, wo mit den Prämien nun aller Wahrscheinlichkeit nach gänzlich Schluss ist. Škoda ist ein Beispiel dafür. Bis Redaktionsschluss haben wir gewartet, ob sich nicht doch noch etwas auf der Presseseite der Tschechen tut. Es blieb still. Genauso bei Fiat. Seit Ende April ist auch dort Schluss. Und warum? Darüber könnte man spekulieren, die Hintergründe bleiben aber unklar. Doch dann gibt es da noch etwas, das sich dem bisherigen Interpretationsmuster zu verweigern scheint, nämlich das doch recht merkwürdige Ende der Umweltprämie bei Seat. Wie es bei den Spaniern weitergeht? Eigentlich ist auch hier die Umwelt- und Umtauschuhr abgelaufen. Und doch nicht so ganz. Denn Seat macht zwar nominell nicht weiter, führt aber gleichzeitig eine andere Prämienaktion ein - unter dem illustren Namen "Cash Your Ex" : Um für den Neuwagenkauf eine Prämie einzustreichen, muss man jetzt keinen Diesel mehr abgeben, sondern kann auch jeden anderen Altwagen in Zahlung geben, solange er die entsprechenden Voraussetzungen nach Marke und Mindestzulassung erfüllt. Man sieht: Irgendwie lässt sich Seat in keine der Schubladen einsortieren. Nichtsdestotrotz gibt es weiterhin Geld für diejenigen, denen der Alte zu alt ist. Und man kann derartiges vielleicht auch als einen Fingerzeig auf die Zukunft deuten. Denn - und soviel ist immerhin sicher - es gibt auch ein Leben nach der Dieselprämie. 

Eine schöne Woche wünscht,

Michael Schmidt
Redakteur Driven! Autowelt

 
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