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Audi Q7: Kaufberatung und Ausstattungs-Test

Das SUV der unbegrenzten Möglichkeiten

Die Ausstattungsliste für den Audi Q7 bietet unendliche Weiten. Im Preis-Leistungs-Check✓ haben wir Komfort und Schnickschnack getrennt. 

Einen Audi Q7 zu konfigurieren, ist schon fast eine Wissenschaft für sich. Wenn man zum Beispiel das „S line selection“ Paket auswählt, dann ist dort das „S line Exterieurpaket“ schon enthalten. Im „S line Sportpaket“ allerdings nicht, denn das beschäftigt sich eher mit dem Interieur. Dafür sind dort die Sportsitze mit dabei. Für die muss man aber eine Sitzheizung mitbestellen – und die ist wiederum nicht im Preis mit drin.

Einzeln bestellbar ist dagegen so einiges – wer will kann zum Beispiel die „Teppich und Fußmatten Audi exclusive“ für 2.000 € ordern. Aber einige der einzelnen Optionen sind im Paket fast schon günstiger – und da bekommt man auch noch eine ganze Menge Kleinigkeiten dazu. Und nebenbei muss man sich ja auch noch entscheiden, mit welchem Motor man unterwegs sein will. Als kleinen Wegweiser in diesem Dschungel haben wir uns all die Entscheidungen, die man beim Audi Q7 treffen muss, einmal näher angeschaut. Dabei haben wir einen Audi Q7 zusammengestellt, der alles an Bord hat, was unserer Meinung nach drin sein sollte. Das Ergebnis könnt Ihr Euch am Ende des Artikels anschauen.

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Schritt I: Die Motoren und Preise des Audi Q7

Beim Q7 gilt: Diesel ist Trumpf! Kein Wunder: Schlachtschiffe wie dieses brauchen ordentlich Drehmoment. Inzwischen ist der Q7 daher nur noch als Selbstzünder bestellbar. Aber die Sportvariante SQ7 und der Plug-in Hybrid „etron“, das sind doch sicher Benziner, werdet Ihr jetzt denken. Aber falsch gedacht: Es sind ebenfalls Diesel – und zwar beide.

Der 4.0 TDI quattro aus dem SQ7 ist mit 320 kW (435 PS) und 900 Nm (!!!) derzeit sogar der stärkste Diesel der Welt. Und die – ohnehin sehr exotische – Kombination „Diesel und Elektromotor“ im e-tron ist ebenfalls ein Unikat: In Verbindung mit Allradantrieb gibt es sie nur hier. Apropos Allrad: für den Q7 gibt es auch keine andere Antriebsart. Darüber muss man sich also auch nicht weiter den Kopf zerbrechen.

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1. Der Audi Q7 mit ultra 3.0 TDI quattro: 59.700 € Basispreis

Aber fangen wir von vorne an. Und da steht der 3.0 TDI in der „ultra quattro“-Version. Die ist neu und funktioniert folgendermaßen: Das Auto entscheidet, ob der Allradantrieb gerade notwendig ist. Falls nicht, treibt es nur die Vorderräder an. Der Clou ist aber, dass dieses System sogar in Zukunft schauen kann – zumindest ein paar Millisekunden lang. Deswegen kann es den Allrad schon zuschalten, bevor er überhaupt gebraucht wird. Das alles klingt so faszinierend, dass man fast vergisst zu fragen, wozu es überhaupt gut sein soll. Antwort: es spart Sprit. 

2. DRIVEN!-Tipp: Der Audi Q7 3.0 TDI quattro: 62.600€ Basispreis

Der 3.0 TDI quattro ohne „ultra“ im Namen hat zwar nur den „normalen“ Quattro ohne hellseherische Fähigkeiten an Bord – ist aber trotzdem unser Driven-Tipp. Der Grund?

  • Er verbraucht nur geringfügig mehr als der „ultra“
  • Der Preisunterschied von 2.900 ist verhältnismäßig gering
  • Er bietet mit 230€ pro PS deutlich mehr „Bang for the Buck“ (beim „ultra“ sind es 274 Euro pro PS)
  • Mit insgesamt 600 Nm schiebt er den Q7 doch um einiges souveräner nach vorne als der „ultra“ mit 500 Nm.
  • Ein Nm bekommt man hier für ca.104 Euro, während man beim "ultra" rund 119 Euro dafür hinblättern muss.
  • Die Fahrleistungen sind um einiges besser. Der Standardsprint von 0 auf 100 km/h verbessert sich z.B. um 8 Zehntel auf respektable 6,3 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit steigt von 216 km/h auf 234 km/h.

Die stärkeren Versionen haben sicher auch ihren Reiz – sind dafür aber sehr viel teurer. Außerdem braucht man für einen etron das richtige Anforderungsprofil (siehe unten) und für einen SQ7 die motorsportliche Überzeugung.

3. Der Audi Q7 etron: 81.900 € Basispreis

Der etron ist mit seiner Kombination Diesel + Elektro + Allrad, wie gesagt, ein echtes Unikat. Mit einer Systemleistung von 275 kW (373 PS) und 700 Nm ist er dazu noch ein Monster mit entsprechenden Fahrleistungen (6,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h; Topspeed: 230 km/h)

Der kombinierte Verbrauch von 1,9 Litern auf 100 km ist natürlich nur unter Idealbedingungen erreichbar. Aber einen Hybrid mit 56 km Elektroreichweite kann man auch in der Realität sehr sparsam fahren. Dafür sollte man allerdings folgende Punkte beachten:

  • Eine Garage mit eigenem Stromanschluss ist eigentlich Pflicht – es sei denn, man will alle 50 km rund 30 Minuten an einer öffentlichen Ladestation rumhängen. Oder man lädt die Batterie nur selten – aber dann rechnet sich der Hybrid nicht mehr wirklich.
  • Im Idealfall sollte man täglich nicht viel mehr als die Elektroreichweite fahren und dann in Ruhe über Nacht  die Batterien laden. Zwar können auch Langstreckenfahrer ihre Fahrten so organisieren, dass ein Hybrid Sinn macht. Dafür muss man aber sorgfältig planen, wo und wann zwischendurch sinnvollerweise Pausen zum Stromzapfen einlegt.
  • Beim Rechnen sollte man grundsätzlich auch immer beachten: Strom ist zwar billiger als Benzin, kostet aber auch ein bisschen Geld.

Gerade für Leute, die am Tag um die 50 km mit dem Auto pendeln (und eine eigene Garage haben), kann sich ein Plug-in-Hybrid aber gut rechnen. Und der Q7 etron verspricht mit seinen Leistungsdaten dabei auch noch mächtig „Wumms on demand“. 

4. Der Audi SQ7: 91.000 € Basispreis

Zugegeben: Der Preis ist gesalzen. Die Performance allerdings auch! 320 kW (435 PS) und 900 Nm (!!!) machen den SQ7 zu einer Höllenmaschine, die den stolzen Titel „stärkstes Diesel-SUV der Welt“ trägt. Der Antritt ist dementsprechend „teslaesk“: 4,8 Sekunden braucht der Q7 von 0 auf 100 – damit sprintet das Schlachschiff also nur zwei Zehntel langsamer als ein Porsche 911 Carrera mit Handschaltung.

Das berühmt-berüchtigte Turboloch hat der SQ7 dabei überwunden: Ein elektrisch angetriebener Verdichter (EAV) verlängert den Turbopunch hinunter in den Drehzahlkeller, so dass immer genügend Dampf bereitsteht.

Insgesamt kostet der Audi SQ7 ca. 30.000€ mehr als der „Minimal-Q7“ mit "ultra quattro". Die Performance verschlingt davon aber nur 20.000€, die restlichen 10.000€ wurden in eine bessere Serienausstattung investiert.

Schritt II: S line & Co. - Die Austattungspakete für den Audi Q7

Der Q7 ist von Haus aus schon nicht billig. Der Vorteil an solchen Oberklasse-Autos ist aber: Die Hersteller schicken sie ungern "nackt" auf die Straße, denn ein Luxus-Liner ohne Luxus wäre irgendwie peinlich. Deshalb ist im Q7 schon so einiges serienmäßig.

Um genau zu sein gibt es die Xenon-Scheinwerfer, die hinteren Parksensoren, die 2-Zonen-Klimaautomatik, die automatisch abblenden Innenspiegel und den Tempomat gratis mit dazu. Des Weiteren sind auch eine kleine Armee von Fahrhelferlein im Preis mit drin, namentlich "pre sence basic" und "pre sense city" sowie der Berganfahrassistent. Auch das Infotainment ist schon von Haus aus recht ordentlich, MMI Radio Plus inklusive Bluetooth-Freisprecheinrichtung und Audi sound system sind nämlich auf jeden Fall mit an Bord.

Damit der Kunde nicht jedes weitere Extra einzeln ankreuzen muss, haben die findigen Autohersteller Pakete geschnürt. Und wenn man einen Q7-Konfigurator durchläuft, stößt man schnell auf Audis wohl berühmtestes Maßnahmenbündel namens „S line“ (sic!). Allerdings gibt es nicht nur eine S line, sondern gleich drei.

1. S line Exterieurpaket (1850€)

Wäre der Q7 eine Frau, dann wäre das hier ihr Schminkkoffer: ein Diffusoreinsatz hier, Lufteinlassgitter dort, Edelstahl auf dem Ladekantenschutz, ein Dachkantenspoiler, S line Schriftzüge und so weiter. Viele nette Kleinigkeiten, die den Q7 in der Summe schon um einiges sportlicher und eleganter machen.

2. Driven-Tipp: S line selection (4.000€)

Nachdem der Audi Q7 bei ca. 60.000 Euro startet, sollte man anschließend keine halbe Sache daraus machen. Und mit dem „S line selection“-Paket kann man das Auto standesgemäß dekorieren. Zum inbegriffenen „Exterieurpaket“ kommen nämlich noch einige wichtige Features hinzu, wie z.B. die LED-Scheinwerfer. Tut sowas denn wirklich Not? Ganz allgemein gesehen natürlich nicht, in einem Audi Q7 – nach unserem Dafürhalten – aber unbedingt!

3. DRIVEN-Tipp S line Sportpaket (6.390€)

Man könnte denken, im S line Sportpaket wäre die „S line selection“ schon mit dabei. Ist sie aber nicht, denn das Sportpaket beschäftigt sich eher mit dem Interieur. Und da fasst es einige sinnvolle Elemente zusammen, wie die – allseits gelobten – Sportsitze, die für perfekten Seitenhalt und idealen Langstreckenkomfort sorgen. Die werden dann auch gleich mit einer Kombination aus Alcantara und Leder überzogen. Und die adaptive Luftferderung in der Deluxe-Version „adaptive air supension sport“ ist ebenfalls am Start. Damit kann man die Dämpfer in verschiedenste Modi (auto, comfort, dynamik, allroad, lift/offroad, sport) stellen – und bei Bedarf lässt sich zum Beladen sogar das Heck absenken, und und und und ….

Zusammen mit dem Sportlenkrad, das um einiges mehr hermacht als der Serienlenker, würden diese Einzelmaßnahmen fast genauso viel kosten, wie das „Sportpaket“. Das heißt all die netten Kleinigkeiten wie Kontrastnähte, Leder auf dem Automatikhebel und eine Pedalerie aus Edelstahl gibt es fast gratis mit dazu.

4. Audi design selection (13.000€)

In Sachen Inneneinrichtung ist sogar noch um einiges mehr möglich, denn anstatt des „S line Sportpakets“ kann man sich für 13.000 Euro auch für die in zwei Farbtönen erhältliche „Audi design selection“ entscheiden. Aber auch hier gilt: das alles gilt nur für innen, die „Außenschminke“ in Form der ersten beiden S line Pakete muss gewünschtenfalls dazu geordert werden.

Für diesen stolzen Preis gibt es dann aber ein „Volllederpaket“ – das aus dem Auto ein Ozean aus Audis „Valcona-Leder“ macht, haufenweise Ziernähte inklusive. Das ist zwar absolut „Chef“, aber eben auch sündhaft teuer. Daher würden wir im Zweifel tendenziell davon absehen.

5. Alternative zum S line Exterieurpaket: Das „dynamic style Paket“ (1.190 Euro)

Um die Verwirrung komplett zu machen, bietet Audi nebenbei auch noch ein „dynamic style“ Paket an. Das ist ein wenig günstiger und setzt statt der „S line“-Akzente darauf, einige Elemente wie Schwellerleisten oder das Stoßfängerunterteil in der Kontrastfarbe „Steingau Metallic“ zu lackieren. Das ist natürlich Geschmacksache. Aber in unserem frisch gekrönten „Königspaket“ „S line selection“ ist das „s line Exterieur“ enthalten. Daher ist das „dynamik style paket“ damit nicht kombinierbar.

4. Der Audi SQ7: 91.000 € Basispreis

Zugegeben: Der Preis ist gesalzen. Die Performance allerdings auch! 320 kW (435 PS) und 900 Nm (!!!) machen den SQ7 zu einer Höllenmaschine, die den stolzen Titel „stärkstes Diesel-SUV der Welt“ trägt. Der Antritt ist dementsprechend „teslaesk“: 4,8 Sekunden braucht der Q7 von 0 auf 100 – damit sprintet das Schlachschiff also nur zwei Zehntel langsamer als ein Porsche 911 Carrera mit Handschaltung.

Das berühmt-berüchtigte Turboloch hat der SQ7 dabei überwunden: Ein elektrisch angetriebener Verdichter (EAV) verlängert den Turbopunch hinunter in den Drehzahlkeller, so dass immer genügend Dampf bereitsteht.

Insgesamt kostet der Audi SQ7 ca. 30.000€ mehr als der „Minimal-Q7“ mit "ultra quattro". Die Performance verschlingt davon aber nur 20.000€, die restlichen 10.000€ wurden in eine bessere Serienausstattung investiert.

6. Driven!-Tipp: Technology selection (3.460€)

Von konsequenter Groß- oder Kleinschreibung englischer Wörter hält Audi sichtlich wenig. Andererseits hat dieses Paket auch ein großes „T“ verdient, denn Technik wird darin tatsächlich ziemlich großgeschrieben.

Im Prinzip bietet dieses Paket alles, was tierisch Spaß macht. Eine Wärmebildkamera für die Sicht im Dunkeln hat sich das Kind im Mann (bzw. der Frau) sicher schon immer gewünscht. In der „Technology selection“ wird deren Bild dann auch noch auf einem „virtual display“ ausgespielt, einem 12,3 Zoll großem Farbdisplay ausgespielt, das an der Stelle der traditionellen Tacho-Instrumente sitzt und dort viel Bildschirmplatz bietet. Durch die Kombination mit dem „Head-up“ Display, das Infos wie Geschwindigkeit, Navigationsanweisungen und ähnliches auf die Frontscheibe projiziert, fühlt man sich sofort wie der Pilot des Airwolf, Michael Knight, Captain Picard, der Terminator und Top Gun in Personalunion.

All diese Spielereien lenken den Fahrer aber nicht etwa ab, sondern sorgen dafür, dass er die Augen fast nicht mehr von der Straße nehmen muss – und bei Nacht sogar nicht erkennbare Fußgänger wahrnimmt. 

Schritt III: Noblesse oblige - ein Audi Q7 braucht noch ein paar Extras

Wer jetzt denkt, er hätte mit der knapp 15.000€ teuren Ausstattung genug für seinen Q7 getan, der irrt leider. Denn es gibt so einige „Basics“, die weder in der Serienausstattung noch in den Paketen enthalten sind, aber dennoch irgendwie "Pflicht" sind.

Ein Audi Q7 ohne elektrisch verstellbare Sitze wäre z.B. schon etwas seltsam. Und ein Bose-Soundsystem sollte es schon auch sein. Und da man dann schon den Bereich von ca. 80.000 € erreicht hat, sollte man sicherheitshalber auch eine Alarmanlage mit an Bord nehmen. Auch beim Lack muss man nicht unbedingt zum serienmäßigen Schwarz und Weiß greifen. Ein Metallic oder Perleffekt-Lack kann nämlich den Wiederverkauf erleichtern, da er das "Luxus-Feeling" einfach besser transportieren kann.

Und wenn man nicht regelmäßig zum Nachlackieren fahren will, sollte man vielleicht auch eine Rückfahrkamera einbauen lassen. Sitzbelüftung und Massage-Funktion klingt zwar nach "Schnickschnack" – aber 450 Euro scheint dieser Spaß dann eigentlich schon fast wert zu sein. In diese Kategorie fällt auch die Ambientebeleuchtung: Nicht wirklich kriegsentscheidend, aber für 270 Mücken kann man damit eine beeindruckende Atmosphäre in den nächtlichen Innenraum zaubern. Das gleiche gilt tagsüber für das Panorama-Glasdach. Das kostet mit 1.750€ fast das 7-fache – daher ist es entscheidungstechnisch wohl kein Selbstläufer.

Einige Extras kann man pauschal aber nicht wirklich bewerten: Ob man eine zweite Rückbank (damit wird der Q7 zum 7-Sitzer) braucht oder nicht, kommt natürlich immer darauf an. Gleiches gilt für die abnehmbare Anhängerkupplung (1.090 Euro). Und damit sich eine Klimaautomatik mit 4 statt 2 Zonen lohnt, muss die Rückbank schon gut besucht sein.

Der Driven!-Audi Q7

Wenn man unseren Empfehlungen folgt, muss man auf den Basispreis von 62.600 für den 3.0 TDI quattro mit 200 kW (272 PS) nochmal 24.170 € für die Ausstattung drauflegen. Wie unser fertiger 87.220€-Audi Q7 dann aussieht, könnt Ihr hier im Audi-Konfigurator sehen. (öffnet neues Fenster auf audi.de)

Dort könnt ihr diese Empfehlungen auch nach Belieben erweitern oder reduzieren, bis Ihr Euren perfekten Q7 beisammen habt.

Dabei gilt: Mehr geht natürlich immer. Im Audi Q7-Katalog gibt es (fast) nichts, was es nicht gibt: Von einer sensorgesteuerten Gepäckraumentriegelung über eine Servoschließvorrichtung für die Türen bis hin zur bereits erwähnten Option auf „Teppich und Fußmatten Audi exclusive“ für 2.000 € ist dort so einiges möglich.