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Test und Preischeck Audi Q2 2017

Cool Kid on the Block

Ein SUV ohne Panzer-Dimensionen? Audi zeigt, wie`s gemacht wird. Der Q2 bietet coole Offroad-Anmutung bei stadttauglichen Ausmaßen. Ein voller Erfolg?

Es sind insbesondere die wuchtigen Ausmaße, die dem SUV den wenig schmeichelhaften Beinamen "Muttipanzer" eingetragen haben. Freilich erfreuen sich die Asphalt-Offroader aller Unkenrufe zum Trotz weiterhin immenser Beliebtheit. Dreht und wendet man beide Tatsachen ein wenig im Oberstübchen, muss der logische Schluss fast zwingend lauten: Warum eigentlich kein SUV, das auch in engen Nebenstraßen manövrierfähig bleibt? Dieses Konzept ist so naheliegend wie lukrativ - und wird inzwischen von vielen Herstellern adaptiert: Ob Toyota C-HR, Opel Mokka, oder Suzuki Ignis - die kleinformatige Hochbeiner-Herde zählt inzwischen einige vielversprechende Mitglieder. Audis taufrischem Crossover Q2 kommt dabei allein durch die zahlreichen Individualisierungsmöglichkeiten eine Sonderstellung zu.

Allerdings ist es gar nicht so einach, sich seinen Wunsch-Q2 zusammenzustellen. Wer Audis Konfigurator benutzt, muss sich durch schier endlose Listen von möglicher Ausstattung kämpfen. Diesel oder Benziner, sportliche oder luxuriöse Ausstattungslinie, Navigationspaket oder Spurhalteassistent? Und: Braucht man unbedingt eine Aluminium-Decoreinlage? Zumal die verschiedenen Linien und Pakete sich teilweise auch noch überschneiden. Wer sich durchkämpft, kann seinen Q2 zwar bis ins kleinste Detail planen; dieser Prozess frisst allerdings eine ganze Menge Zeit. Noch viel schlimmer: Egal, für welche Zusammenstellung Ihr Euch entscheidet - am Ende bleibt die Frage: braucht Ihr das alles wirklich? Wir nehmen Audis coolen Crossover genau unter die Lupe und zeigen, welche Ausstattung unbedingt mit an Bord sein sollte. 

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Der Audi Q2 im Test: Motorisierungen und Preise

Die erste Entscheidung: Soll es ein Turbobenziner sein? Oder doch lieber ein Diesel? Die Basisversion des Audi Q2 ist ab einem Preis von 22.900 Euro erhältlich und kommt als 1,6-Liter-Benziner (85 kW/116 PS) mit manuellem Sechsganggetriebe und Vorderradantrieb daher. 

Wie so oft bei Audi gilt auch hier: Mag man es unter der Haube gerne etwas "dicker", darf man dafür auch ganz ordentlich löhnen. Für den nächststärkeren Ottomotor-Kandidaten mit 110 kW/150 PS werden beachtliche 24.900 Euro aufgerufen. Verglichen damit ein "Schnäppchen" ist der 1,6-TDI mit 85 kW/116 PS, der ab 25.850 Euro zu haben ist. Den prestigeträchtigen Quattro-Schriftzug erhält man allerdings nur bei der Topmotorisierung. Dort ist er dann aber serienmäßig, denn der Q2 mit dem 140 kW/190 PS Diesel ist nur als Allrader unterwegs und schlägt mit 34.000 Euro zu Buche. 

Angesichts dieser Zahlen fragt man sich natürlich: Genügen die leistungsgleichen, kleineren Diesel- und Benziner-Modelle mit 85 kW/116 PS zumindest moderaten Performance-Ansprüchen? Die Antwort: Wer den Q2 hauptsächlich in seinem natürlichen Habitat, namentlich der City bewegt, der wird mit dem Dreizylinder klarkommen, zumal der Audi Q2 nur 1,2 Tonnen auf die Waage bringt. Ein etwas mangelhaftes Drehmoment muss man allerdings verschmerzen können. Das als "Audi S tronic" bekannte Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe sollte man sich allerdings gönnen, um die Anfahrschwäche etwas zu mindern. Das trifft auf uns allemal zu - wir planen somit einen Basispreis von 24.900 € ein. 

Audi Q2 Testfahrt mit Sidney Hoffmann:

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Die Audi-Q2-Karosserie: Das Beste aus zwei Welten?

Von seinem Kompaktklassen-Cousin A3 übernimmt der Q2 zwar den Radstand, allerdings sind die Überhänge insgesamt deutlich kürzer. Auch das Fahrwerk wurde modifiziert, die Räder sind deutlich größer und auch andere Sitze wurden verbaut. Erklärtes Ziel: Eine "SUV-mäßig" erhabene Sitzposition. Ein erfolgreiches Unterfangen: Die Sitzposition ist im Vergleich zum A3 um ganze acht Zentimeter erhöht, was sowohl beim Ein- und Aussteigen, als auch hinterm Lenkrad deutlich spürbar wird. Wie der Lenker einer grobschlächtigen Landwirtschaftsmaschine fühlt man sich trotzdem nicht. Die Lenksäule steht nämlich flacher, was das Lenkrad steiler wirken lässt. So vereint der Q2 das Beste aus zwei Welten: umfassenden Rundumblick und sportliche Sitzposition. 

Äußerst prominent und damit auch sofort augenfällig ist die "Blade" an der hinteren Dachsäule. Diese kann, je nach Geschmack, in Kontrast- oder Wagenfarbe geordert werden. Kante zeigt der Audi Q2 auch mit dem Bruch in der seitlichen Tornado-Linie. Damit wird ein Effekt erreicht, den Q2-Designer Matthias Fink als "Polygon-Optik" bezeichnet. Namen sind ja bekanntlich nicht viel mehr als Schall und Rauch. Fest steht aber: Der Q2 ist mit diesen mutigen Designentscheidungen ein echter Hingucker geworden, der seinen ganz eigenen Charakter selbstbewusst nach außen trägt. Von den zur Verfügung stehenden Lackierungen entscheiden wir uns für Korallenorange Metallic für 620 € und wollen so den sportlichen Charakter unseres City-SUVs noch zusätzlich unterstreichen. 

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Sport oder Design? Die Richtige Ausstattungsvariante unserem Audi Q2

Audi bietet auch für den Q2 die zwei bekannten Ausstattungslinien "Design" und "Sport" an. Serienmäßig hat der Q2 bereits einige praktische Extras mit an Bord. Dazu gehören beispielsweise Zentralverrielung, Klimaanlage, elektrische Fensterheber und das MMI-Radio. Uns hat es besonders das Sport-Paket mit seinen temperamentvollen Akzenten angetan. Hier bekommen wir zusätzlich praktische Extras wie die Sportsitze, Alu-Einstiegsleisten, schicke Dekoreinlagen in roter Exolackierung und die 17-Zoll-Felgen. Dafür werden zusätzlich 26.750 € fällig. 

Audi Q2 im Test: Innenraum und Infotainment

Wer erstmals im Fond des Audi Q2 Platz nimmt, wird feststellen, dass der Schein auch im positiven Sinne trügen kann: Trotz der nach hinten abfallenden Dachlinie fällt der Q2-Fond hinten überraschend geräumig aus - und man ertappt sich unwillkürlich bei der Frage, ob man tatsächlich in einem 4,19 Meter kurzen Mini-SUV Platz genommen hat. In puncto Kofferraumvolumen ist der Audi Q2 sogar dem A3 Sportback überlegen: Bei aufgestellten Rücksitzen passen 405 Liter in den Gepäckraum, macht man sie flach, dann werden daraus sogar satte 1.050 Liter. Eine elektrische Heckklappe gibt es optional noch obendrauf. 

Ob Material, Oberflächen, oder Verarbeitungsqualität - im Innenraum dominiert allenthalben Premium, wie man es von Audi gewöhnt ist. Das aus TT, Q7, A4 und A3 bekannte virtuelle Cockpit ist selbstverständlich auch für den Audi Q2 erhältlich - gegen Aufpreis versteht sich. Moderne Konnektivität wird angesichts der urbanen Zielgruppe natürlich großgeschrieben. Wer die MMI-Navigation-Plus-Option ankreuzt, erhält die "embedded SIM-Card", was im Klartext heißt: Drei Jahre europaweite Flatrate bei allen Diensten von Google Earth. Ein Wlan-Hotspot gehört auf diesem Niveau heutzutage ohnehin zum guten Ton. 

Auch bei den Assistenzsystemen steht der Audi Q2 dem Dickschiff Q7 in nichts nach: Vom Abstandsradar, Fußgänger- und Verkehrszeichenerkennung über den Stauassistenten bis hin zu einem Notfallmodus bei Fahrerausfall lässt sich der Q2 mit allerlei lebenserleichternden Helferlein ausstatten. 

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Der letzte Schliff für unseren Audi Q2

Auf nützliche Technik-Highlights wie das MMI-Navigationssystem und das Virtual-Cockpit wollen wir auf gar keinen Fall verzichten. Das Technology-Selection-Paket für 3.100 € darf also auf gar keinen Fall fehlen. Das Smartphone-Interface gibt's außerdem noch obendrauf. Auch das S line Sportpaket für 1.850 € gönnen wir uns - und dürfen uns somit über Sportfahrwerk, Dachhimmel und brachiale 18-Zoll-Alufelgen freuen. Auch den Spurhalteassistenten (530 €) und die LED-Scheinwerfer (1.245 €) haken wir im Sinne unserer Fahrsicherheit ab. Unser Rücken dankt uns sicher die 4-Wege-Lendenwirbelstütze für 245 €. Zu guter Letzt das Bang & Olufsen Sound System für maximalen Sound-Genuss. Das ist uns die dafür veranschlagten 790 € wert. 

Fazit zum Audi-Q2-Test: Lohnt sich der Kauf? 

Die kurze, aber deshalb nicht minder klare Antwort: Ja. Etwas ausführlicher: Ja, wenn man ein Mini-SUV mit absoluter Premium-Anmutung, knackiger Optik und allerlei feinen Individualisierungsmöglichkeiten sucht und das liebe Geld keine so große Rolle spielt. Man sollte sich allerdings bewusst sein, dass man bei vielen Mitbewerbern teils weitaus günstiger wegkommen kann.

Wenn es aber ein city-taugliches SUV mit den Ringen sein soll, kann man mit dem Q2 kaum etwas falsch machen. Auch ein späterer Verkauf ist eine ernsthafte Option. Nach Expertenschätzung erzielt der Q2 in vier Jahren noch 56,5 Prozent seines Kaufpreises - ein ordentlicher Wert. Als Erfolg kann man den Audi Q2 jedenfalls jetzt schon bezeichnen. Panzer fahren kann so schön sein. 

Und auch die Zusammenstellung unseres Wunsch-Q2 ging mit einem Konfigurator in Windeseile von der Hand. Jetzt noch schnell Name und Adresse eingegeben - und schon erhalten wir ein günstiges Angebot frei Haus in unsere Inbox. 59.410 € haben wir für unseren Q2 veranschlagt. Damit haben wir einen realistischen Richtwert für den Vergleich der Angebote. Wie sollte Euer Q2 aussehen? Vielleicht eher gediegen, also mit der Ausstattungslinie Design? Sollen es zusätzliche Assistenzssysteme sein?

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