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Audi Q2, Halbseitenansicht von vorn, stehend, grau Foto: Schmidt/Driven
Artikel
Stadt, Land, Berg mit dem Sondermodell

Fahrbericht: Audi Q2 "Edition #1" auf dem Allzweck-Prüfstand

Der Audi Q2, ein chicker City-Cruiser. Kann er auch Land und Berg? Wir haben die "Edition 1" ausgiebig Probe gefahren.

Audi Q2 im Fahrbericht: Anspruch trifft auf Realität

Kampfansage an die Konkurrenz: Als Audi Ende 2016 seine SUV-Angebots-Palette mit dem Q2 nach unten abrundete, war schnell klar, dass diese Neuheit das unbedingte Zeug zum Bestseller hat. Und daran ließ auch Audi selbst keinen Zweifel zu: Dieser Kompakte passt technisch und stilistisch bestens in die heutige Zeit des Hochsitzer-Booms. Der knapp 4,20 Meter lange Audi Q2 vereinigt Charakter, Charme und Agilität in sich und will dabei den höchsten Ansprüchen genügen. Das alles macht ihn zu einem emotionalen Aushängeschild für das Ingolstädter Weltunternehmen: Wo ganz allgemein von SUV die Rede ist, ist der Q2 mit dabei. Doch bleibt die Frage: Was ist dran? Kann der Q2 wirklich das erfüllen, was sein Image vorgibt? Wir haben ihn auf die Probe gestellt und das Sonder-Modell Audi Q2 "Edition #1" in Stadt und Land getestet. Decken sich Anspruch und Praxis? Hier unser Fahrbericht.

Audi Q2, Edition 1, Frontansicht, Sondermodell
Foto: Freiwah/Driven

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Über unseren Testwagen: Die Audi Q2 Edition #1

Das Sondermodell "Edition #1" war in Kombination mit sämtlichen Audi-Q2-Motoren verfügbar, die auch für das Serienmodell zur Verfügung stehen. Für unseren Q2-Fahrbericht kommen wir in den Genuss des 2,0-Liter-Dieselmotors mit 190 PS - ein Aggregat, das noch aus der Zeit vor der Motor-Umbenennungs-Offensive im Hause Audi stammt. Zur optischen Präsenz: Die Karosserie erstrahlt in der Spezialfarbe "Quantumgrau". Auch die anthrazitschwarzen Leichtmetallfelgen setzen optische Akzente. Statt der üblichen 19 Zoll kommen hier lediglich 17-Zoll-Felgen zum Einsatz, da unser Testwagen der Saison entsprechend mit Winterbereifung vorfuhr. Diese kleinere Ausführung mit Fünf-Speichen-Design nimmt seinem Träger naturgemäß ein Stück weit die Markanz. Diverse Karosserie-Anbauteile (Stoßfänger, Schweller, Diffusor, Außenspiegel) bilden einen gelungenen Kontrast zur Lackierung. Eine auffällige Erscheinung beim Audi Q2 (2017) sind außerdem die "Blades" an den C-Säulen in schwarzer Kunststoff-Verkleidung, auf denen markant das Markenlogo mit den vier Ringen prangt – ein spezielles Merkmal des Sondermodells.

Audi macht keinen Hehl daraus: Der Audi Q2 ist charakterlich weniger SUV, sondern eher ein Crossover mit ein bisschen robusterem Look für die City. Lifestyle wird bei ihm großgeschrieben, und in dieser Aufmachung möchte er im Segment verbindliche Maßstäbe setzen. Im formalen Auftritt und mit seiner sportiven Mischung aus Licht- und Schatten-Tönen gelingt es dem Q2, die Blicke der Passanten auf sich zu ziehen. Seine Hochglanz-Karosserie verpasst ihm zusätzlich noch den richtigen Reifegrad aus hippem Twen und gesetzter Ernsthaftigkeit

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Innen setzt sich die Designsprache fort. Das Ambiente-Lichtpaket beleuchtet per LED die Dekorleisten an den Q2-Armaturen. Das kontrastfreudige Konzept der Sitze, die Lichtgebung der Armaturen mit "quattro"-Logo sowie das volle multimediale Programm erinnern ein bisschen an ein Flugzeug-Cockpit. Für einige der Infotainment-Möglichkeiten gibt es mehr als eine Bedienoption: So funktioniert die Steuerung von Radio, Tachometer, Telefon oder Tempomat wahlweise per Knopfdruck am Lenkrad, dem drehbaren Regler an der Mittelkonsole oder auch direkt am vorderen Ende Mittelkonsole. Bedeuten die Mehrfach-Möglichkeiten ein Komfort-Plus? Das ist Geschmackssache. Mancheiner würde sicher ein etwas mehr Purismus bevorzugen. Nichtsdestotrotz gilt: Das Vertrautmachen mit der üppig vorhandenen Elektronik funktioniert an und für sich recht schnell. Das Audi Q2-Cockpit ist im Fall unseres „Edition #1“ mit einem hochauflösendem TFT-Bildschirm ausgestattet. Analoge Instrumente fehlen dagegen beinahe zur Gänze. Auch die Darstellung des Infotainment-Angebots oder der Navigation funktioniert einwandfrei, deren Bedienung ist viel mehr als bei früheren Audi-Modellen zur Sache der Intuition geworden.

Das hochwertige Interieur unseres Audi Q2 basiert auf der Ausstattungsvariante "design". Die Features erfreuen durchaus auch anspruchsvolle Gemüter: beheizbare Sportsitze (höhenverstellbar), Multifunktions-Sportlederlenkrad, Lederpaket, beleuchtete Einstiegsleisten (Aluminium, mit S-Emblem), beheizbare abblendende Außenspiegel, das Soundpaket oder die Komfort-Klimaautomatik. Der Dachhimmel gleicht sich dem titangrauen Äußeren an. Beim Blick auf unsere Audi Q2-Preisliste wird der Premium-Charakter unseres Test-SUV erst recht ersichtlich. Viele Komponenten unseres Audi Q2 quattro sind purer Luxus, der Preis der Konfiguration des Test-Fahrzeugs beträgt stolze 55.724,96 Euro.

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Audi Q2 Edition #1: Bilder-Galerie

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Audi Q2-Fahrbericht, 1. Teil: Große Stadt-Qualitäten, leichte Trübung 

Nach ausführlicher optischer Begutachtung im Stehen ist nun allerdings an der Zeit, unseren Test-Q2 in Bewegnung zu setzen und ihn einem Härtetest im dichten Stadtverkehr zu unterziehen. Wer erstmals hinter dem Steuer von Audis kleinem Crossover Platz nimmt, wird schnell feststellen, dass das übliche "SUV-Gefühl" sich nicht recht einstellen will. Soll heißen: Wer vom Q2 die für Hochsitzer so typische erhabene Sitzposition und den mit ihr einhergehenden Rundumblick erwartet, wird eher enttäuscht:  Der kompakte Crossover besitzt zwar durchaus einen erhöhten Einstieg, die Sitzposition ist aber nur ein bisschen höher als bei Fahrzeugen, die nicht das Attribut "Geländegänger" besitzen. Tatsächlich ist der Q2 nicht mal zehn Zentimeter größer als der Kompaktbruder Audi A3 Sportback. Wer also gerne informiert auf die anderen Verkehrsteilnehmer herabblickt, sollte sich beispielsweise bei den größeren Markenbrüdern umtun. 

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Der Bordcomputer zeigt für unseren Audi Q2 2.0 TDI quattro eine Reichweite von 720 Kilometern bei vollem Tank an. Je nach Sportlichkeits-Grad der Fahrweise sinkt dieser Wert natürlich mehr oder weniger schnell. Das Tankvolumen beträgt 55 Liter, den kombinierten Verbrauch gibt Audi mit bis zu 5,1 Litern Diesel auf 100 Kilometern an. Aber: Hier wurde noch nach dem veralteten NEFZ-Verfahren gemessen und dieses Aggregat ist seit dem Herbst 2018 aus der Angebotsliste verschwunden. Bei Händlern gibt es diese Motorisierung aber nach wie vor, auch für junge Gebrauchtwagen. Tests bescheinigen dem Audi Q2 2.0 TDI quattro übrigens einen realen Spritverbrauch von knapp unter 7,0 Litern pro 100/km.

Das Kompakt-SUV liegt beim entspannten Cruisen erwartungsgemäß komfortabel auf der Straße. Wer jedoch vollends auf die Siebengang S Tonic vertraut, wird durchaus mit der ein oder anderen Anfahrschwäche konfrontiert - "Zugkraftunterbrechung" lautet hier das Stichwort. Deutlich sportlicher kommt voran, wer den Takt des Getriebes mit den Schaltwippen der Siebengang-Automatik "S tronic" selbst vorgibt. Ob dieses Defizit im Zuge der Motorenumstellung behoben werden kann? Dank der kompakten Q2-Abmessungen sowie der agilen Fahrwerksauslegung ist unser Testkandidat insgesamt jedoch wie geschaffen für den dichten Verkehr in der City.

Auch in enge Parklücken zirkeln wir den Q2 dank optionalem Parkassistenten souverän. Der praktische Unterstützer zeigt uns auf dem Display rundum den Abstand zu Hindernissen an. Auch das automatisierte Einparken in enge Parklücken funktioniert bei Audi bereits seit mehreren Jahren nahezu einwandfrei. Negativ ist beim Audi Q2 jedoch - und das ist hinlänglich bekannt - die breite C-Säule. Der Mangel an zufriedenstellendem Ausblick nach hinten ist bei dieser Modellreihe ein echter Schwachpunkt, der sich natürlich besonders in der Stadt bemerkbar macht. Optik ist eben nicht immer alles...

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Autobahn-Performance und Familientauglichkeit des Audi Q2

Ein Highlight der Ingolstädter Modell-Pallete ist zweifellos das Fahrdynamiksystem "Audi drive select". Wählbar sind insgesamt fünf Betriebsebenen: "effizient", "komfortabel", "dynamisch", "individuell" und "automatisch" stehen für die persönlich bevorzugte Einstellung des Fahrwerks zur Verfügung. Damit lässt sich nicht nur der Spritverbrauch in gewisser Weise selbst regulieren: Beim Durchprobieren der unterschiedlichen Modi merkt man die Eigenschaften am jeweiligen Fahrverhalten des Q2 durchaus. Hingegen bleibt einem während der Fahrt gefühlsmäßig nicht durchgehend bewusst, welchen Modus man eben noch gewählt hat. Ein Blick auf die Anzeige muss dann hin und wieder sein. Wie schon erwähnt: Der Audi Q2 ist ein modernes wie intuitives Fahrzeug - man muss sich eben erst an seine Eigenschaften gewöhnen.

Die adaptiven Dämpfer gleichen Schwachstellen im Asphalt hervorragend aus und erlauben somit auch eine äußerst sportliche Fahrweise. Schwer vorstellbar, dass mit einem 1,5 Tonnen schweren Kompakt-SUV wie diesem noch mehr Dynamik möglich sein könnte. Auf Langstrecken-Reisen sorgt der Tempomat mit Abstandsregelung für entspanntes Dahingleiten. Das System (ACC) hält ohne Geschwindigkeitsbegrenzung den wunschgemäßen Abstand zum Vordermann ein und bremst im Bedarfsfall automatisch ab. Zwar blieb mir so eine Vollbremsung zum Glück erspart. Trotzdem lässt sich festhalten, dass das ACC-System präzise arbeitet und das Gefühl vermittelt, die Lage durchweg voll im Griff zu haben. Und es kommt einem der beruhigende Satz in den Sinn: "Dieser Wagen denkt mit!"

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Das Platzangebot? Durchaus passabel. Allerdings sollte man nicht unbedingt größer als 1,90 Meter sein. Mit seinen 4,19 Metern Länge ist der Audi Q2 satte 20 Zentimeter kürzer als sein nächstgrößerer Modell-Bruder Audi Q3. In Sachen Ladevolumen stellt der Audi Q2 in dieser Fahrzeug-Kategorie sicher nicht das Optimum dar: Im Vergleich zum Q3 (530 - 1.525 Liter) tun sich deutliche Unterschiede auf, denn das Q2-Kofferraumvolumen beträgt 355 Liter, das Gesamtladevolumen 1.050 Liter. Taugt der Q2 trotzdem als Familienauto? Leider nur bedingt: Zwar lässt sich ein ein herkömmlicher Kindersitz (Isofix) problemlos einbauen; das Lade-Potenzial im Kofferraum ist aber schnell erschöpft, wenn ein Buggy oder Kinderwagen dort Platz finden muss. Auch als Erstwagen für größere Familien ist der Q2 nicht wirklich geeignet. Für Erwachsene wird es hinten auf längerer Strecke doch etwas eng. Kurzum: Ladevolumen und Platzverhälnisse des Q2 machen ihn zu einem schicken Ausflügler. Soll es hingegen in den Familienurlaub oder in den Baumarkt gehen, ist der Audi Q2 definitiv nicht das geeignetste der SUV-Angebotspalette.

(Patrick Freiwah, Martin Maerschalk)

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Audi Q2-Fahrbericht, Teil 2: Wie schlägt er sich über Land und im Gebirge?

Audi Q2 Edition 1, Talstation am Großen Arber
Durch drei Regierungsbezirke und hinauf auf den Großen Arber ging es im "Feldtest" für den Q2 Edition 1. - Foto: Schmidt/Driven

Erst über den Münchener Vorort Markt Schwaben hinaus auf’s oberbayerische Land, dann über mal engere, mal breitere Landstraßen zum versunkenen Wald nach Aubenham. Das war die erste Teil-Strecke, die ich mir für unseren Audi Q2 festgelegt hatte. Für mich als ausgemachten Freizeitgeologen stand relativ schnell fest, wie ich das Ingolstädter SUV dem Offroad-Test unterziehen wollte: zunächst abseits der Bundesstraßen durch Weiler und Dörfer des Münchner Umlandes, hinüber in die Donauebene nach Osterhofen und hinein ins östliche Mittelgebirge. Insgesamt sollte es gleich durch drei bayerische Regierungsbezirke gehen: Oberbayern, Niederbayern und die Oberpfalz. Und dabei immer der Frage nach: Wie wird sich der Audi Q2 dabei schlagen?

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Mit dem Audi Q2 Edition #1 ins Münchner Umland

Der Freitagnachmittag-Verkehr der Großstadt hatte mich noch für einige Zeit nach dem Start im Griff. Vor allem die Pendler zieht es schon in den Mittagsstunden massenweise heim. Und noch in den eher dörflicheren Stadtteilen kommt es zu dichtem, oft unfreundlichem Gedränge an den Ampeln der Hauptverkehrsadern. In diesem permanenten Stop-and-go wird schon mal ein Grundwert unseres bestausgerüsteten Audi Q2 Edition #1 deutlich, nämlich die Start-Stopp-Automatik. Sie schaltet auf Standby, sobald der Q2 zum Stehen kommt und springt anschließend wieder milde zurück in den Betrieb. Und man kann sich gut vorstellen, dass dies auf eben der Etappe des Öfteren der Fall war. Gerade in solchen Situationen wie an diesen Münchener Freitagnachmittagen ist der Q2 ein verlässliches Vehikel. Mehr noch: Da über dem sich dahinwälzenden Verkehr eine deutlich spürbare Nervosität liegt, die sich gut und gern auf einen selbst überträgt, ist es schon sehr beruhigend, wenn man die technischen Finessen eines Q2 mit an Bord weiß. Vor allem der Abstandsregler wirkt der Reizüberflutung entgegen. Und auch die automatische Verkehrszeichenerkennung nimmt ein Stück weit die Anspannung, indem sie einem dabei hilft, sich auf’s Wesentliche zu konzentrieren. Ist jetzt 80 oder 60 erlaubt? Oder vielleicht nur 30 nach in dieser Baustelle? Kein Problem: Ein Blick auf die laufend aktualisierte Anzeige genügt.

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Audi Q2: Zum "versunkenen Wald" Richtung Isartal

Je weiter man hinauskommt, desto mehr zerfließt die Masse. Der Trubel dünnt sich zusehends aus. Es wird gemächlicher, vor allem wenn man die Bundesstraßen endgültig verlässt. Die Tour geht nun nach Aubenham, in den oberbayerischen Landkreis Mühldorf am Inn. Für manche eine Traumlandschaft, das bayerische Land wie im Prospekt. Einmal ein Traktor, der überraschend aus einem Feldweg biegt und die Bremsen unseres Q2 auf eine leichte Probe stellt. Alles einwandfrei. Sobald das Landgefährt in den nächsten Acker getuckert ist, zieht unser 190 PS starkes SUV in Windeseile auf die erlaubten 80 km/h. Eine Einsicht: beim Audi Q2 geht alles sehr schnell und trotzdem sehr entspannt. Für das Etappenziel war in diesem Fall eine alte Tongrube, vor Jahrmillionen das Biotop von längst verschwundenen fremdartigen Tieren. Ein untergegangener Wald, dessen Überreste man heute in Museen besichtigen kann. Die Gemeinde Aubenham hat neben dieser Grube auch ein kleines Infozentrum eingerichtet. Die Herausforderung besteht jedoch darin, mit dem Auto überhaupt dort hinzufinden. Die Geodaten des wenig beschilderten Ortes sollen genügen, damit das Navi des Q2 einen durch die verwinkelten Dorfstraßen direkt zur Grube lotst, die sich, von der Landstraße aus kaum bemerkbar, in dicht bestandene Wald- und Wiesenhübel hineinduckt. Und tatsächlich: alleine durch die eingegebenen Geodaten gelingt es, fast auf den Punkt genau die entsprechende Flurstelle zu finden! Und das, obwohl die Stimme aus dem Navi zuvor noch meinte: Achtung! Eine im Kartenmaterial nicht registrierte Stelle! Trotzdem ist der Q2 offenbar sehr gut in der Lage, seinen Fahrer bloß mittels der Geodaten in die entlegensten und fast unmöglichsten Winkel zu bringen. Erster Gelände-Test? Bestanden!

Audi Q2 Edition 1, Seitenansicht, stehend in Wiese
Foto: Schmidt/Driven

Nächster Bezirk, Niederbayern. Der weitere Weg durch das Land zwischen Isar und Inn stellt für unseren Audi Q2 kein Problem dar. Dann und wann ein Laster, dort ein Mopped oder eine Gruppe von Radfahrern, die sich dank der schnellen Beschleunigung und verlässlichen Abstandsangaben zügig und gefahrenlos überholen lassen.

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Erste Bergstrecke für den Q2 Edition #1. Eine Herausforderung für unser SUV?

Eine kniffligere Situation stellt sich erst ab Deggendorf dar, sobald es recht steil in den Bayerischen Wald hineingeht. Es ist die berüchtigte Rusel-Bergstrecke, auf der vor allem auch bei hereinbrechender, frühherbstlicher Dunkelheit noch sehr viele Fahrzeuge verkehren. Die kurvenreiche Strecke wird tagtäglich von abertausenden Pendlern frequentiert. Oft schlägt das Wetter schnell um, herrscht unversehens dichter Nebel, und im Winter kann die Witterung besonders launisch sein. Keine Frage: Diese Passstraße wird oft zur Herausforderung. Das umso mehr, wenn noch ein verirrter Brummi den Verkehrsfluss fast auf Schrittgeschwindigkeit herunterzwingt. Insbesondere wenn man es lange Zeit gewohnt war, in einem Kleinwagen durch die Lande zu fahren, kann derartiges zu einem echten Geduldsspiel werden. Und mit dem Audi Q2? Man kommt sich wirklich vor, als ob die physikalischen Gesetze für einen Moment außer Kraft wären. Nicht nur, dass die Massigkeit des ja vergleichsweise recht kleinen Q-Modells ein erhöhtes Maß an Sicherheit vermittelt. Es verwundert, wie leichtfüßig das kleine SUV die knifflige Steigung meistert, wo manche andere Modelle unvermeidlich irgendwann an ihre Grenzen stoßen. Die erstaunliche Geschwindigkeit, mit der die Bergstrecke genommen ist, ist im Wesentlichen der überaus raschen Beschleunigung des Audi Q2 geschuldet. Das adaptive Fernlicht, das den Gegenverkehr erkennt und automatisiert den Lichtkegel davon abwendet, leistet zudem sehr guten Dienst in der mittlerweile stockdunklen Nacht. 

Audi Q2 Edition 1, Nahaufnahme, Scheinwerfer (an)
Foto: Schmidt/Driven

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Audi Q2: Bergstrecken-Tour am Großen Arber 

In unserer nächsten Etappe war Bergtour angesagt. Der wohl bekannteste Gipfel des ostbayerischen Mittelgebirges ist der Große Arber, bekannt vor allem bei Wander- und Ski-Freunden aus Nah und Fern. Vom kleinen Glasmacherort Regenhütte zieht sich die Strecke an die 8,6 Kilometer hinauf, bis man die Talstation der Gipfel-Seilbahn erreicht. Höhenunterschied: 420 Meter. Und das ist schon schön steil. Außerdem ist die Straße nicht allzu breit angelegt und nimmt hie und da scharfe Kurven. Darum ist hier nicht bloß in den Wintermonaten Vorsicht geboten. Gegenverkehr kommt oft unvermittelt und manchmal sogar recht aggressiv mit überhöhter Geschwindigkeit daher. Keine Frage, dass man darum sogar mit einem hochgerüsteten Audi Q2 immer gut aufpassen sollte. Der Abstandswarner bringt nicht viel, wenn man nach der nächsten Schlaufe dem Vordermann an der Stoßstange hängt. Kräftemäßig nimmt das SUV die Steigung spielend. Man gewinnt beinahe den Eindruck, als würde er den Berg hochrollen. Und es macht sich dabei kaum eine Motoren-Anstrengung bemerkbar.

Audi Q2 Edition 1, Halbseitenansicht von vorn, stehend, mit Wald im Hintergrund
Foto: Schmidt/Driven

An der Talstation vorbei geht es auf relativ ebener Strecke hinüber in die Oberpfalz. Nach wie vor ist es aber noch ein wenig kurvig, was dazu verleiten kann, mit dem Audi Q2 in puncto Geschwindigkeit etwas über die Stränge zu schlagen. Dann tritt der Tempomat in Aktion. Der Wert dieses Features wird gerade in derartigen Situationen deutlich, wobei sich aber meiner Meinung nach ein kleines Manko zeigte: Denn auch in Bereichen mit höherer Geschwindigkeitserlaubnis nannte uns die Audi Q2-Technik manchmal einen niedrigeren Wert. Hätte man sich also blind auf die Angaben des Bordcomputers verlassen, wäre man dem Hintermann gewiss ein bisschen auf die Nerven gefallen.

Audi Q2 Edition 1, Heckansicht, auf Waldweg
Foto: Schmidt/Driven

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Ein wirklich interessanter Punkt ergab sich erst bei der Rückfahrt in Richtung Tal. Wie verhält sich der Motor des Audi Q2, wenn man den Wagen einfach rollen lässt? Wir kennen es allgemein vom manuellen Schaltgetriebe her, dass sich Geschwindigkeit und Beschleunigung hangabwärts je nach eingelegten Gang erhöhen oder erniedrigen. Natürlich ist dies auch wieder eine Sache der Erfahrung und schließlich des Gefühls. Und die Q2-Automatik? Das Gefälle am Großen Arber ist ideal, um das Verhalten in derartigen Situationen zu testen. Immer mit Blick auf die Tachonadel. 

Das Ergebnis: erstaunlich. Zunächst gab die Maschine ein leises, durchgehendes Schnurren von sich. Wie zu erwarten, kletterte die Nadel bei Untätigkeit und bloßem Lenken relativ rasch von 60 km/h auf 75 km/h. Dann ein kaum spürbarer Ruck, und das Schnurren schaltete sich ab. Aus mit Motorbremsen? Nein. Erst in dieser Phase begann der Audi Q2 mit der Geschwindigkeitsrücknahme. Das Gefälle wurde zwar größer, der Audi Q2 hingegen nicht exponenziell schneller. Vielmehr reduzierte das SUV seine Fahrt um mehrere Stundenkilometer, wohl auch, weil das kurvige Bergab und das entsprechende Lenkverhalten von der Technik des Q2 erkannt worden war. Fazit: Bergauf-Bergab-Test bestanden!

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carwow audi q2
carwow audi q2
carwow q2

Querfeldein mit dem SUV Q2 - über Schotter, Hubbel und Buckel

Steigungen und Neigungen waren für unseren Audi Q2 Edition #1 bislang kein Problem. Nicht nur in der Stadt macht er also eine absolut zufriedenstellende Figur. Er kann auch Land - zumindest was die befestigten Wege anbetrifft. Als SUV der Extraklasse muss er das auch. Und was ist mit Schotter, Stock und Stein? Schließlich werben die Autobauer ja auch mit der typuseigenen Geländetüchtigkeit ihrer schmucken Hochbeiner. Ein letzter Test hat uns also noch direkt in dieses Feld geführt - und das im wahrsten Sinne des Wortes unter Realbedingungen!

Audi Q2 Edition 1, Frontansicht von unten auf Schotterweg
Waldweg, Kies oder Schotterstraße: Für den Q2 "Edition 1" überhaupt kein Thema. Sogar Traktorengleise meistert er bravourös. Bloß ins Felsblockbett sollte man ihn nicht steuern. Da hilft auch kein Unterfahrschutz. - Foto: Schmidt/Driven

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Wie eingangs schon erwähnt, bin ich als Freizeitgeologe ständig im Gelände unterwegs. Dass man dabei mit dem Auto auf die unmöglichsten Situationen kommen kann, gehört quasi zum Hobby. Insofern war es umso interessanter zu sehen, ob der Audi Q2 Edition #1 auch dasjenige Terrain packen kann, für das er als immerhin halber Geländewagen ja auch ausgelegt sein sollte. Und tatsächlich konnte er diesem Anspruch ebenfalls sehr gut gerecht werden. 

Ein Audi Q2 quattro verfügt mit seinen 2.595 Millimetern Radstand über genügend Freiheit, um auch holprige Waldwege rasch und problemlos zu bewältigen - vorausgesetzt, man steuert ihn nicht direkt in ein Steinblockfeld. Abschüssige Schotterstraßen hat er definitiv gut im Griff, was mit Sicherheit ebenso den 7 J x 17-Aluminium-Gussrädern anzurechnen ist. Für das Extramaß an Sicherheit sorgt auf der Holperpiste sein robust gefertigter Unterfahrschutz. Wohlgemerkt ist der nicht bei jedem Audi Q2 bereits in Serie enthalten. Beim Q2 Edition #1 hingegen schon, auch wenn der Unterschutz selbst in tiefergleisigen Traktorfahrspuren kaum ein Kieselchen abbekommen hat. 

Audi Q2 Edition 1, Kofferraumansicht mit Rucksack
335 Liter sind nicht eben viel. Für die Tagestour zu dritt wohl schon genug. Für den umfangreichen Natururlaub mit Zelt, Gaskocher und Isomatten genügt das recht kleine Ladevolumen eines Audi Q2 mit quattro-Antrieb jedoch kaum. - Foto: Schmidt/Driven

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Ein Kritikpunkt trübt den positiven Eindruck allerdings ein wenig: Der Kofferraum. IWie schon erwähnt ist der Audi Q2 eher nicht für einen ausgedehnten Abenteuerurlaub geeignet. Das gilt insbesondere für die Audi Q2-Allrad-Ausführungen (quattro), deren normales Ladevolumen gerade einmal 355 Liter beträgt, wohingegen Q2-Modelle mit Vorderradantrieb über immerhin 405 Liter verfügen. Fazit: Belädt man unseren Audi Q2 Edition #1 für eine größere Bergtour mit etwa drei Personen, kann es im Kofferraum eng werden. Zelt und Isomatte kommen dann halt auf den Schoß. Bei umgekippten Rücksitzen passen immerhin 1.000 Liter an Gesamtladevolumen in den Q2 Edition #1. Dann heißt es halt eben: zu zweit durch die Natur, der Dritte bleibt daheim.

Wie weiter oben schon festgestellt, läuft die Geländeerkundung mit dem Q2 mittels Geodaten ziemlich reibungslos. Das Hinfinden ist also kein Problem, das Rauskommen schon eher. Und das liegt vor allem an der fehlenden Rückfahrkamera. Diese ist für den Audi Q2 zwar bereits vom Basismodell ab als Sonderausstattung zurüstbar, fehlt aber in unserem Test-Q2. Und das fällt vor allem dann auf, wenn man erst einmal in einem Waldweg streckt, der keine Wendemöglichkeit zulässt. Dann heißt es eben: tastend Zurücksetzen. Wenn es ganz blöd kommt, gleich mehrere hundert Meter. Auch wenn man einen Edition #1 in unserer Fassung sehr, sehr gut in jeden Hohlweg bringt, muss das rückwärts nicht unbedingt dasselbe bedeuten. Definitiv wäre die Rückfahrkamera in derartigen Situationen dann doch ein überaus feines Feature.

Resümee Audi Q2 Edition #1: Test bestanden, mit wenigen Vorbehalten

Audi Q2 Edition 1, Halbseitenansicht von hinten, stehend in Wiese
Der Audi Q2 gewinnt an Sympathie, je mehr man sich an ihn gewöhnt. Dann lässt sich mit ihm sogar so etwas wie eine persönliche Beziehung aufbauen. - Foto: Schmidt/Driven

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Wenn man den Eindurck, den der Audi Q2 Edition #1 bei uns hinterlassen hat, mit nur einem Satz umschreiben müsste, würden wir es mal so formulieren: Ja, es fühlt sich gut an, mit ihm unterwegs zu sein. Doch dieses Urteil gründet nicht nur auf dem Gefühl alleine. Der Audi Q2 Edition #1 hat sich vor allem auch funktional bewährt. Stadt und Land kann er gleichzeitig, wobei man hie und da gewisse Abstriche machen muss. Denn so toll er sich mit seinen Top-Features auch fahren lässt, ist er nun doch kein Tourengänger, in den viel hineinpasst. Nach außen wirkt er dominat wie ein kleiner Panzer, innen fehlt es ihm ein bisschen an Freiraum. Im Fond kann es schon mal eng werden, vor allem, wenn man mit ihm auf größere Ausflüge mit entsprechend viel Gepäck gehen will. Der Kofferraum reicht in solchen Situationen vielleicht nicht aus, die Rücksitze müssen vorgeklappt werden. Und schließlich ist dann bloß noch für zwei Passagiere genügend Platz. Ein weiterer Kritikpunkt ist die fehlende Rückfahrkamera. Kommt man in kritischenge Situationen, ist sie für den doch recht wuchtigen Q2 ein dankbares, ja, äußerst notwendiges Element - egal ob in der Wildnis oder im Großstadt-Dschungel. Darum unser Tipp: Wenn es geht, die Kamera im Audi-Konfigurator immer dazurüsten!

Abgesehen von diesen Dingen ist der Q2 "Edition 1" ein Fahrzeug, das wirklich Sicherheit ausstrahlt und vermittelt. Das hat vielleicht mit seiner mächtigen Präsenz zu tun, gewiss aber mit den in ihm verbauten Features. Die Technik ist bei nahezu jedem Steuerschwenk präsent. Connectivity, Infotainment, Assistance: Diese Begriffe haben im Audi Q2 Edition #1 begreifbare Gestalt angenommen - das im wahrsten Sinn des Wortes. Analoge Instrumente dagegen sind so gut wie zur Gänze verschwunden. Das macht den Q2 auch zu einem sehr intuitiven Auto. Das Kennenlernen mit den Eigenheiten seiner Funktionen dürfte aber dem nicht vollständig unbedarften Zeitgenossen auch nicht allzu schwer fallen. Man muss sich eben an ihn gewöhnen. 

Letzten Endes kann man den Audi Q2 Edition #1 als einen Wagen bezeichnen, mit dem man schon nach kurzer Zeit ein geradezu perönliches Verhältnis aufbauen kann. Er ist auch ein sehr leises Auto, obwohl der 190 PS starker 1.6 TDI ohne Mühe über jede Art von Steigung hinauffegt, als gäbe es keine Schwerkraft. Und tatsächlich spart das Zeit und Nerven. Man muss dabei auch nicht gewaltig auf die Tube drücken, und eine Geschwindigkeitsübertretung braucht es schon gar nicht. Es geht alles sehr leicht und das einfach so, ohne etwas übertreiben zu müssen. Das macht den Audi Q2 Edition #1 zu einem überaus sympathischen Auto. 

(Michael Schmidt)

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