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Ein roter Audi RS5 in Kurvenlage. Foto: Audi Ein roter Audi RS5. Foto: Audi
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Sensation oder Enttäuschung?

Der neue Audi RS5: Sensation oder Enttäuschung? | Driven!

Von einem RS-Audi erwartet man immer ganz großes Tennis. Und der A5 ist schon von Natur aus sportlich. Wie sensationell ist dann der RS5?

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Audi lieferte unter den Labels S und RS in letzter Zeit so einige Kracher. Die 605 PS, die der RS6 Performance auf die Straße schickt, sind schon eine ziemliche Ansage. „Längsdynamisch“, also solange es geradeaus geht, macht er damit die halbe Sportwagenelite nass. 

Erwähnt sei hier natürlich auch der SQ7 – mit seinen 900 Nm (!!!) schickt er einen brutalen Diesel-Dampfhammer ins Rennen. Und dann wäre noch der RS 3, der mit 400 PS eine neue Messlatte im Kompaktsegment setzt.

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Der neue Audi RS5, Motor und Leistungsdaten

450 PS hat der RS5 mit auf die Reise bekommen. Das ist doch nicht gerade wenig, werdet Ihr nun sagen. Und Ihr habt natürlich recht: Ein Basis-Carrera hat ja auch nur 370 Pferdchen. Und trotzdem: Zwei Klassen darunter bekommt der RS 3 schon 400 Pferdchen, eine Klasse darüber verfügt man im RS6/RS 7 (und S8 plus) schon über 560 bzw. 605 PS in der „Performance“-Version. Die „goldene Mitte“ dazwischen läge also eigentlich eher irgendwo um die 500 Pferde.

Außerdem ist Audi mit der Wumms-Verteilung auch nicht ganz so zimperlich wie etwa Porsche, wo niemand die „heilige Kuh“, also den 911er, in Verlegenheit bringen darf. In Ingolstadt teilen sich RS 6, RS7 und S8 (genau wie RS6 Performance und S8 Plus) einfach mal das gleiche Aggregat. Und das macht ja durchaus Sinn: Neben einem „Kampf-Kombi“ bekommt man so auch noch eine „Blitzkrieg-Limo“ und ein „Überschall-Bomber“. 

Da fragt man sich natürlich, was dieses Motörchen im A5 so alles anrichten könnte. Im Gegensatz zu den bereits erwähnten Kutschen wäre er ja ein „geborener Sportler“ – und mit 560-600 PS sicher ein echter Ferrari-Killer.

Ein Audi RS5 gibt in einer Stadt Gas. Foto: Audi
Ein Audi RS5 gibt Gas. Foto: Audi

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Der neue Audi RS5 – Power auf den zweiten Blick!

Hätte, wenn und Aber – es hilft nichts: In der Audi-Familie ist zwischen RS3 und RS7 wohl einfach kein Platz für den Hyper-RS5 unserer Träume. Gründe hierfür gibt es sicher mehr als genug: Die Rolle des Supersportlers belegt in Ingolstadt ja schon der R8. Dazu wäre es vielleicht doch etwas seltsam, wenn sich gleich 4 RS-Versionen den gleichen Motor teilen. Und man müsste die Sache vernünftig bepreisen, diesem Killer noch eine standesgemäße Querdynamik verpassen und so weiter und so fort.

Das Schicksal macht aus dem RS5 also ein Sandwichkind. Und es wird scheinbar immer schlimmer: Der Vorgänger hatte schließlich noch einen V8 Sportsauger, jetzt hat das EU-Downsizing zugeschlagen. 6 Töpfe müssen reichen – und die werden zwangsbeatmet. Normalerweise trauen sich Autobauer solche „Verstümmelungen“ eigentlich nur, wenn sie die ungeliebte Turbo-Braut gleichzeitig mit einer ordentlichen Packung Zusatz-PS zu verhübschen. Der Audi RS5 wird mit keinem einzigen Pferdchen für die 2 fehlenden Zylinder entschädigt: Der Neue hat mit 450 PS ganz genauso viel wie der Alte.

Ein roter Audi RS5 fährt über eine Landstraße.
Ein roter Audi RS5. Foto: Audi

Aber bevor man nun in Depressionen versinkt, sollte man das Datenblatt vielleicht doch noch mal genauer lesen. Das Drehmoment hat nämlich, dank Biturbo-Aufladung, ordentlich zugelegt. Statt 430 liegen nun auf einmal 600 Nm an. Das könnte wiederum –  man ahnt es schon – dem Sprintwert auf die Sprünge helfen. Und siehe da: während der alte Sauger noch 4,6 gebraucht hat, packt es Mr. Biturbo neuerdings in 3,9 Sekunden. Damit liegt er satt in der „Porsche Carrera-Liga“, in etwa auf der Höhe des Carrera 4S, der schon eine PDK und ein Sport Chrono Paket braucht, um das mit 3,8 Sekunden knapp aus zu kontern.

Der Innenraum des neuen Audi RS5.
Der Innenraum des neuen Audi RS5. Foto: Audi

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Der neue Audi RS5 – ist ein „Performance“ Modell denkbar?

Der Trend geht zum Nachschleifen: Neben den bereits erwähnten „Performance“ (bzw., „plus“) Modellen bei Audi, sind z.B. auch einige „Ms“ von BMW inzwischen als „Competition“ Version erhältlich.

Markenzeichen? 10 – 15% mehr PS. Bislang gab es für den RS5 zwar kein Performance-Upgrade. Allerdings verfügt der Neue ja nun über einen Turbo-Motor. Und da lassen sich schneller Mal ein paar Zusatz-Pferdchen rauskitzeln, als aus dem guten alten Sportsauger.

Ein 500 PS starker RS 5 „Performance“ könnte dann „von der Spritzigkeit her“ auch schnell man an die 3,5-Sekunden Marke klopfen. Und hier beginnt dann ja die Supersportliga

Audi RS5: Topspeed und Preis und Fazit

Was beim Topspeed alles möglich wäre, braucht man eigentlich nicht weiter diskutieren: allerspätestens bei 280 km/h geht die Elektro-Schranke runter und Schluss. Quanta costa? Ca. 81.000 Euro.

Und was bekommt man nun dafür? Ein Auto, bei dem vielleicht möglich gewesen wäre. Das hätte dann aber auch wieder mehr gekostet. Und der hervorragende Sprintwert zeigt, dass Audi wohl doch so einiges richtiggemacht hat.

Aber nach der Präsentation ist vor der Präsentation. Deswegen kann man es sich kaum verkneifen, über eine mögliche „Performance“-Variante zu spekulieren.  

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