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Frontpartie einer Studie zu einem möglichen Audi Q8.
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Audi RS 8, Audi Q4, Audi A4 Cabrio und Co.

6 Audis, die es gar nicht gibt!

Bei den Modellnamen entscheidet sich Audi regelmäßig gegen die Logik und für die Katastrophe. Ergebnis: Verwirrung pur!

1. Der Audi RS 8

Der RS 8 ist gewissermaßen das Phantom der Audi-Familie. Immer wieder geistern Berichte darüber durch die Presse. Mal soll sich hinter diesem Namen ein A8 mit 700 PS verbergen, dann soll es sich wieder um die Krönung der R8-Baureihe handeln. Selbst Katie Price soll ihrem Toyboy schon einen geschenkt haben. Da sind sich die deutsche und die englische Klatschpresse einig. Viel Rummel um ein Auto, das es gar nicht gibt!

Dieses Problem hätte man in Ingolstadt aber eigentlich vorhersehen können, als man sich seinerzeit entschloss, einen Sportwagen unter dem Namen „R8“ zu bauen.

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Ein Audi S8 Plus mit 605 PS in silbergrau.
Fast richtig: dieses Geschoss hätte sich mit 605 PS den Namen "RS 8" zwar redlich verdient - darf sich aber nur "Audi S8 Plus" nennen.

Denn neben dem R8 gibt es bekanntlich auch noch einen Audi A8. Und die meisten A-Baureihen werden traditionell mit einem RS-Modell gekrönt. (Ein RS 1 fehlt zwar noch, soll aber bald nachgeliefert werden.) 

Nach dieser Logik könnte ein „RS 8“ aber beides sein: sowohl die Topversion  A8 als auch die des R8. Vielleicht hat man sich deswegen entschlossen, einfach überhaupt gar keinen RS 8 zu bauen. Dabei gibt es lustigerweise von beiden Modellen ein Auto, das von PS wegen Anspruch auf den Titel „RS 8“ erheben könnte. Der „S8 Plus“ darf sich, als A8 mit monströsen 605 PS, nämlich ganz zweifellos „RS der Herzen“ nennen.  

Beim R8 verlief die Namensgebung nicht ganz so geschmeidig. „R8 V10 plus 5.2 FSI“ - das klingt nicht allzu melodisch, dahinter verbergen sich aber mit 610 PS nochmal 5 Pferde mehr, die nebenbei auch noch in 10 Zylindern galoppieren und dabei sogar noch frei atmen dürfen (Sportsauger).  

MERKE: Bei Audi gibt es fast immer ein Auto mit noch mehr PS. Man muss es nur suchen. Bei A6 und A7 ist beim „RS“ nämlich auch noch nicht Schluss. Denn dann kommt noch der „performance“, der nochmal 45 Pferdchen mehr hat … 

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Ein 610 PS starker Audi R8 V10 plus 5.2 FSI mit Saugmotor in blau auf der Rennstrecke, seitlich aufgenommen.
Wenn zwei sich streiten freut sich ... KEINER: 610 PS aber trotzdem kein RS-Emblem, stattdessen klingt der Name wie ein Passwort der erhöhten Sicherheitsstufe: R8 V10 plus 5.2 FSI!

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2. Der Audi A3 „Sportsback“

Wie jeder deutsche Großkonzern, der etwas auf sich hält, spricht auch Audi am liebsten „Denglisch“. Das ist inzwischen zwar schon ziemlich "90er", hat aber entscheidende Vorteile: Es unterliegt keinen grammatikalischen Regeln und keiner fragt, was die feschen Worte eigentlich bedeuten sollen.

Das Wort „Sportback“ ist wohl das perfekte Marketingwort: Es klingt, frisch, agil und bedeutungschwanger, man verbindet damit „Sport“ und „Sportlichkeit“.

Grundsätzlich bedeutet es aber überhaupt nichts: Es besteht zwar aus den Wörtern für „Sport“ und „Rücken“ – aber im Englischen kann man nicht einfach zwei Hauptwörter aneinanderreihen und das Ergebnis großschreiben.

Wofür „Sportback“ denn bei Audi nun eigentlich steht, ist ebenfalls völlig unklar: Alles begann im Jahr 2004. Da brachte Audi eine fünftürige Version des Audi A3 der zweiten Generation unter dem Namen „Audi A3 Sportback“ auf den Markt. Sie unterschied sich aber nicht nur durch 2 weitere Türen, sondern war auch 72 mm länger als der Dreitürer.

Ein roter Audi A3 Sportback.
Regel Nr. 1 zum Sportsback: Es heißt Sportback, ohne "S"! Beim A3, wo der Name zuerst auftauchte, ist das Auto gegenüber dem Zweitürer auch noch etwas länger, hat 2 Türen mehr und ein drittes Heckfenster.

Daher könnte man denken, dass „Sportback“ das Audi-Wort für „Kompakt-Kombi“ sei. So einfach ist das aber nicht, denn seit 2009 gibt es auch einen A5 Sportback. Dahinter steckt die fünftürige Version des A5, der ursprünglich nur als zweitüriges Coupé erhältlich war. Fast gleichzeitig kam auch der A7 Sportback an den Markt. Da es vom A7 aber keinen Zweitürer gibt, trägt jeder A7 ein „Sportback“ im Namen. Alles in allem könnte man unter dem Namen „Sportback“ also alle Audi-Fünftürer zusammenfassen, die weder ein klassisches Kombi- noch ein klassisches Limousinenheck haben.

Aus Sicht der Kunden ist „Sportback“ allerdings vor allem aus einem Grund problematisch: Die allermeisten würden es spontan mit „S“ in der Mitte, also „Sportsback“ schreiben, ähnlich wie „sports car“ – oder auf Denglisch: „Sportscar“.

MERKE: Alles in allem muss man sich zum Thema „Sportsback“ aber nur zweierlei merken: 1. Es heißt „Sportback“. 2. Es hat nichts mit „sportlicher“ zu tun, sondern verweist nur auf einen – nun – „Spezial-Popo“.

3. Der Audi Q4

Unter dem Label „Q“ stellt Audi nach und nach seine Modellreihen auf Stelzen. Verwirrenderweise setzte man dieses "Q" aber nicht einfach vor die „klassischen“ Modelreihennummern (A4, A6 und A8), sondern begann mit einem Q7.

Dieser Q7 ist aber nicht etwa die SUV-Version des A7 (Sportback), denn seine Eigenschaften (groß, luxuriös, komfortabel, geräumig) entsprechen eher dem Audi A8.

Und damit sich das auch ja niemand merken kann, hat sich Audi noch etwas ganz Besonderes überlegt: Bald soll es einen Q8 geben, der dann auf dem Q7 basiert, allerdings etwas Coupe-artiger geformt ist und daher eher dem A7 entspricht ... .

Der neue Audi Q5 aus, Baujahr 2016, in silbergrau im Halbprofil.
Wer nach dem "Audi Q4" sucht, meint meistens ihn: den Audi Q5.

Würde Audi dieser Logik weiter folgen, könnte es vielleicht irgendwann einmal einen Audi Q4 geben. Allerdings nicht mit den Eigenschaften für die der Audi A4 steht, denn die werden ja vom Q5 verkörpert. Dieser Q4 wäre also (un)logischerweise die coupéartige Geländeversion des Audi A5. 

MERKE: Wie dem auch sei: Wer nach einem „Audi Q4“ sucht, will höchstwahrscheinlich ein Ingolstädter Mittelklasse-SUV. Und das gibt es ja, es heißt aber eben "Q5".

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4. Das Audi A4 Cabrio

Das Audi A4 Cabrio gehört eigentlich gar nicht auf diese Liste, denn ein Audi A4 Cabriolet gab es tatsächlich einmal. Allerdings nur sehr kurz, obwohl der Audi A4 seit 1995 durchgehend gebaut wird.

Bis zum Jahr 2000 basierte der offene Audi nämlich auf dem Audi Coupé und hieß schlicht „Audi Cabrio“. Im Jahr 2005 wurde dann aber der Audi A5 eingeführt, der zwar auf dem A4 basiert, aber insgesamt „coupe-iger“ gestaltet ist, auch wenn es ihn wiederum auch als fünftüriges „Sportback“ gibt (siehe oben).

Im Jahr 2009 wurde dann ein Cabrio auf A5-Basis vorgestellt, die wiederum der A4-Basis sehr ähnlich ist. So weit so verwirrend.

MERKE: Das „A4 Cabrio“ heißt inzwischen A5 Cabrio. 

Ein Audi Coupe in silbergrau.
Das Audi Coupé war die Basis für das erste Audi Cabrio. Inzwischen basiert der offene Audi auf dem A5. Das A4 Cabrio war also nur ein Intermezzo.

5. Der Audi A2

Für den Audi A2 gilt das gleiche wie für das A4 Cabrio: Es gab ihn einst. Und was ist dann passiert? Nix – und genau das war das Problem. Der Audi A2 hat sich einfach nicht verkauft. Warum? „War seiner Zeit voraus“, sagen die einen. „Öko+teuer+hässlich ist eine doofe Kombi“, sagen die anderen.

MERKE: Wer nach einem Audi-Kleinwagen sucht, muss nach dem Audi A1 fragen. Der verkauft sich allerdings auch nicht soooo rosig …

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Der Audi A2: Als Neuwagen war er das hässliche Entlein, das keiner haben wollte. Gebraucht erzielt er inzwischen Höchstpreise.

6. Der Audi Q1

Nachdem Audis Kleinwagen ja „Audi A1“ heißt, müsste der Audi-Mini-SUV ja eigentlich unter „Q“ für Gelände und „1“ für „klein“ zu finden sein. Ist er aber nicht. Audi achtet ja peinlich darauf, dass zwischen der A-Reihe und der Q-Reihe eine logische Lücke klafft.

Daher ist es nur konsequent, dass sie ihren Gelände-Kleinwagen - anders als zunächst gedacht - nicht Q1, sondern Q2 genannt haben.

MERKE: Die Q- und die A-Baureihe laufen bei Audi einfach nicht parallel. Allerdings stimmt auch das nicht so ganz, denn der SUV zum A3 heißt Q3. Konsequent unlogisch zu sein, ist anscheinend auch nicht so einfach.

Ein Audi Q1 in blau.
Pustekuchen: Der Audi Q1 schien schon fertig zu sein ...
Audi Q2 in silbergrau.
... aber nichts da: In den Verkauf kam dann dieses Vehikel. Es sieht um einiges cooler aus - und heißt nicht Q1, sondern Q2.

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